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Alter Ego
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Beschreibung
Simon ist ein liebender Ehemann, fürsorglicher Vater und gerechter Teamleiter – ein guter Mensch. Als er erkrankt, ist eine innovative Behandlung mit Bakterien seine letzte Chance. Und tatsächlich: Simon wird wieder gesund! Doch dann macht er eine unheimliche Wesenswandlung durch. Er streunt nachts durch die Stadt, bricht in Wohnungen ein – und seine Taten werden immer dunkler. Sind es wirklich die Milliarden Lebewesen in ihm, die diese Seite in ihm wachrufen?
SPIEGEL-Bestsellerautor Bendikt Gollhardt legt eine atemberaubenden Wissenschaftsthriller zu einem der faszinierendsten und brisantesten…
Simon ist ein liebender Ehemann, fürsorglicher Vater und gerechter Teamleiter – ein guter Mensch. Als er erkrankt, ist eine innovative Behandlung mit Bakterien seine letzte Chance. Und tatsächlich: Simon wird wieder gesund! Doch dann macht er eine unheimliche Wesenswandlung durch. Er streunt nachts durch die Stadt, bricht in Wohnungen ein – und seine Taten werden immer dunkler. Sind es wirklich die Milliarden Lebewesen in ihm, die diese Seite in ihm wachrufen?
SPIEGEL-Bestsellerautor Bendikt Gollhardt legt eine atemberaubenden Wissenschaftsthriller zu einem der faszinierendsten und brisantesten Themen unserer Zeit vor: der Symbiose von Mensch und Bakterien.
Ein moderner Schauerroman über einen Menschen zwischen Gut und Böse – einen wie uns!
Für Fans von „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ und „Frankenstein“

Über Benedikt Gollhardt
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»Wer sind wir eigentlich? Die schaurig-schöne Antwort lautete: Wir sind nicht das, was wir glauben zu sein. Das, was wir unser Ich nennen, unser unverwechselbares, individuelles Wesen existiert wahrscheinlich gar nicht. Im Grunde, so die neuere Forschung, sind wir keine Menschen, sondern Mischwesen aus Mensch und Bakterien: Holobionten.
Vor einigen Jahren stieß ich auf einen Zeitungsartikel, der von einem kuriosen Experiment berichtete. Demnach nahm man zwei Hamster, der eine aus einer aggressiven Art, der andere aus einer scheuen, und tauschte deren Mikrobiom, die Bakterien aus ihrem Verdauungstrakt. Das Ergebnis war verblüffend, der aggressive Hamster wurde scheu, der scheue wurde aggressiv.
Welchem Schriftsteller würde nicht sofort die Frage in den Kopf schießen, ob sich bei Menschen derselbe Effekt einstellt? Der Artikel gab die Antwort: Bei Menschen werden Mikrobiom-Transplantationen sehr erfolgreich zur Behandlung einer lebensgefährlichen Darmkrankheit eingesetzt - allerdings (und glücklicherweise) führen sie nicht zu einer sichtbaren Wesensveränderung.
Dennoch ließen mich die Dr. Jekyll- und Mr. Hyde-Hamster nicht mehr los. Ich begann nachzuforschen, und fand mich auf einer Reise wieder, die immer tiefer in eine faszinierende und geheimnisvolle Welt führte. Bei den Recherchen traf ich namhafte Wissenschaftler, Mikrobiologen und Mediziner, ich las Studien und besichtigte Labore. Am Ende ging es gar nicht mehr um Bakterien, sondern um die Frage: Wer sind wir eigentlich? Die schaurig-schöne Antwort lautete: Wir sind nicht das, was wir glauben zu sein. Das, was wir unser Ich nennen, unser unverwechselbares, individuelles Wesen existiert wahrscheinlich gar nicht. Im Grunde, so die neuere Forschung, sind wir keine Menschen, sondern Mischwesen aus Mensch und Bakterien. Sogenannte Holobionten.
Verrückt? Fantasterei? Seit einigen Jahren stürzt sich die Mikrobiologie auf unser Mikrobiom, auf alles, was an Mikroorganismen in und auf unserem Körper lebt, Viren, Pilze und vor allem: Bakterien. Wir kennen nur einen Bruchteil von ihnen, nicht einmal 20.000 von Milliarden Arten! Wir wissen im Grunde kaum etwas über sie. Aber eines wissen wir sicher: Dass sie uns in Massen besiedeln, außen wie innen, zahlenmäßig mehr als unsere Körperzellen. Billionen von ihnen leben im Darm, unserem zweiten Gehirn, und von dort senden sie molekulare Botschaften über eine riesige, neuronale Datenautobahn zu unserem Gehirn. Sie fordern uns nicht nur zum Essen auf, sie beeinflussen auch unsere Stimmung und flüstern uns leise Botschaften zu: Das Bauchgefühl.
Ich bin kein Wissenschaftler, ich erfinde Geschichten. Daher kann ich nicht anders, als die eine Frage zu stellen, die auf der Hand liegt: Wenn ich ein Holobiont bin, wenn ich Viele bin, wer bin dann eigentlich ich? Oder anders gesagt: Fühle, handle und denke ich bakterisch?
Der Gedanke ist gruselig und elektrisierend zugleich, und ich habe ihn mit vielen Wissenschaftlern geteilt. Einige waren bereit, auf die Gedankenreise mitzugehen und hinter den Horizont der Studien und Beweise zu schauen. Diese Menschen haben mich ermutigt, Holobiont zu schreiben, einen Schauer-Roman über einen Menschen zwischen Gut und Böse, einem wie uns.
Oft werde ich gefragt, woran ich gerade schreibe. Und gerne gebe ich Auskunft, auch um zu testen, wie publikumswirksam mein Stoff ist. Dieses Mal geriet ich ins Stocken. Denn wenn wir vom Mikrobiomtransfer sprechen, sprechen wir auch vom Darm und seinem Inhalt. Ich ertappte mich dabei, wie ich vorauseilend davor warnte, dass meine Geschichte speziell sei: Nicht erschrecken, aber es geht um …“
Doch die Scheu war unbegründet. Schnell merkte ich, dass das Thema Mikrobiom in der Gesellschaft schon längst angekommen ist. Spätestens seit dem Riesenerfolg von „Darm mit Charme“ stehen in den Buchhandlungen Dutzende Sach- und Ratgeberbücher, es gibt Doku-Serien, Wissenschaftssendungen, medizinische Talk-Shows und Podcasts zuhauf, das Interesse wächst.
Heute reist die Forschung immer tiefer ins Riesenreich der Bakterien und kommt zu umwälzenden Erkenntnissen, die sogar unser Selbstverständnis als Mensch ins Wanken bringen. Manche mag es kränken, dass wir nicht die autonomen Individuen sind, für die wir uns halten, sondern vernetzte, symbiotische Systeme aus Mensch und Bakterien. Und doch ist es eine gute Nachricht – denn die Entdeckung der Holobionten führt uns vor Augen, dass nicht Abgrenzung, sondern das Miteinander der Kern allen Lebens ist.«



























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