Das Buchcover zeigt auf cremefarben-grauer, leicht gesprenkelter Fläche den Autorennamen „Misha Schoeneberg“ oben in kleinen, rosa Großbuchstaben; zentriert darunter der Titel in großen schwarzen Antiqua-Großbuchstaben, wobei das Wort „SCHWEIGEN,“ rosa hervorgehoben ist. Unten ein schwarz-weiß-Foto mit Bahngleisen und dem Tor von Auschwitz, davor die Silhouette eines Mannes. Stimmung: ernst, erinnernd. Rechts unten ein rosafarbener runder Button mit dem Text „MEIN VATER, AUSCHWITZ UND DER 7. OKTOBER“.
Vielleicht wollte er gar nicht schweigen, er fand bloß die Worte nicht
Der Vater stammt aus einer jüdischen Berliner Familie, er hat Auschwitz überlebt. Die Mutter kam aus Vorpommern, als Mädchen war sie im BDM. Eine deutsch-jüdische Verbindung des Nachkriegsdeutschlands – so ungewöhnlich wie ihre Kinder: eine seltene Mischung. Doch über die Geschichte herrschte Schweigen.Reflexionsstark, feinfühlig und mit subtilem Humor tastet Schoeneberg die Vergangenheit bis in die Gegenwart ab. Hatte der Vater nicht doch recht, wenn er sagte „Lass niemanden über dich etwas wissen“? Sind das die Lehren aus dem auf den Straßen Neuköllns erschallenden Jubel über das Massaker des 7. Oktober?
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Veranstaltungsdetails
Art:
Lesung und Gespräch
Datum:
12. November 2026
Zeit:
19:30 Uhr
Ort:
Kulturzentrum Trudering,
Wasserburger Landstr. 32
81825 München
Autor:
Misha Schoeneberg
Inhalt:
Misha Schoeneberg liest aus „Vielleicht wollte er gar nicht schweigen, er fand bloß die Worte nicht“ in München
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Foto von Misha Schoeneberg

Misha Schoeneberg

Biografie

Misha Schoeneberg ist Autor, Historiker, Musiker und Sprachlehrer. Er schrieb Songs u. a. für Max Prosa, Texte für Rio Reiser und Ton Steine Scherben, die legendäre Musikkommune, zu der er 1981 stieß. Er studierte Südostasienwissenschaften in Berlin und veröffentlichte Schriften zur Thai-Geschichte und -Politik sowie ein Thai-Lehrwerk.1993 autorisierte ihn Leonard Cohen, seine Songs in singbare deutsche Versionen zu übertragen. Durch Rio Reisers frühen Tod 1996 (Reiser war als Sänger vorgesehen) verzögerte sich die Veröffentlichung. Doch 2014, zu Cohens 80. Geburtstag, konnte unter Beteiligung namhafter Interpreten (Nina Hagen, Reinhard Mey, Peter Maffay u. v. a.) das Doppelalbum "Poem – Leonard Cohen in deutscher Sprache" realisiert werden. 2007 veröffentlichte Schoeneberg seinen Debüt-Roman "Geister der gelben Blätter". 2011 folgte der Polit-Krimi "LaLeLu" und 2017 das Reisebuch "Siddhartha Highway". Der 2021 erschienene Roman über die Achtzigerjahre in West-Berlin "Als Wir das Wunder waren. Ein deutsches Rock ’n’ Roll-Märchen" erscheint 2026 neu in überarbeiteter Fassung.
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