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Wedding Days – Sag Ja zum Hochzeitschaos!
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Piper Verlag GmbH
Georgenstraße 4
80799 München
Beschreibung
Drei Tage, eine Hochzeit und zwei, die herausfinden müssen, ob sie sich noch lieben: Cesca Majors Roman „Wedding Days“ ist perfekte Wohlfühl-Lektüre!
In ihrem charmanten und lustigen Roman „Wedding Days“ geht Cesca Major der Frage nach, wie es für zwei ganz unterschiedliche Menschen ist, wenn sie buchstäblich mal in der Haut des anderen stecken.
Amy und Flynn sind seit zwei Jahren ein Paar – doch auf dem Weg zu einer Hochzeit kracht es gewaltig, nicht nur zwischen ihnen: Nach einem Blitzschlag finden sie sich plötzlich im Körper des jeweils anderen wieder! Zwischen Hochzeitsspielen, neugierigen…
Drei Tage, eine Hochzeit und zwei, die herausfinden müssen, ob sie sich noch lieben: Cesca Majors Roman „Wedding Days“ ist perfekte Wohlfühl-Lektüre!
In ihrem charmanten und lustigen Roman „Wedding Days“ geht Cesca Major der Frage nach, wie es für zwei ganz unterschiedliche Menschen ist, wenn sie buchstäblich mal in der Haut des anderen stecken.
Amy und Flynn sind seit zwei Jahren ein Paar – doch auf dem Weg zu einer Hochzeit kracht es gewaltig, nicht nur zwischen ihnen: Nach einem Blitzschlag finden sie sich plötzlich im Körper des jeweils anderen wieder! Zwischen Hochzeitsspielen, neugierigen Verwandten und peinlichen Zwischenfällen merken sie in ihren unfreiwillig vertauschten Rollen, wie wenig sie sich eigentlich kennen. Und erleben, was es wirklich bedeutet, sich in den anderen hineinzuversetzen. Damit aus turbulentem Gefühlschaos doch noch ein Happy End werden kann, müssen sie aber erst zurück in ihre richtigen Körper finden …
Liebe, Tüll und Turbulenzen: „Wedding Days“ ist eine lockerleichte, witzig-romantische Hochzeits-RomCom aus England.
Ob als Geschenk für die beste Freundin, für angehende Bräute oder für sich selbst: Dieser charmant-witzige Roman hat alles, was das Herz begehrt. Sympathische und liebevoll geschilderte Figuren, viele unerwarteten Wendungen, witzige Dialoge und unverwechselbares England-Flair.
Ein Wohlfühlroman für alle, die ein humorvolles und romantisches Buch mit genau der richtigen Prise Tiefgang lesen wollen!
„Wir glauben gern, dass wir die Sicht des anderen verstehen, dabei ist das gar nicht so einfach. Einfühlungsvermögen ist aber der Schlüssel für eine glückliche Beziehung. Und meine Romanfiguren sollten genau diese Lektion lernen: Sie sind gezwungen, eine Zeitlang der andere zu sein – und das auch noch auf einer Hochzeitsfeier! Auf Hochzeiten reflektieren wir ja auch unsere eigenen Beziehungen. Und so ist das der perfekte Schauplatz für diese Liebesgeschichte, in der es um Leben und Tod geht!“ CESCA MAJOR über ihren Roman „Wedding Days“
Über Cesca Major
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1
FLYNN
Jetzt
Ich kann Amy kaum verstehen, als sie mir übers Autodach hinweg etwas zuruft. Durch den Regen sind meine Haare klatschnass, und das Wasser läuft mir in den Kragen, während ich zurückschreie. Mein ganzer Körper kribbelt vor Frust.
Angewidert rümpft sie ihre sommersprossige Nase, und die braunen Augen verengen sich. Ich winde mich unter ihrem scharfen Blick, und plötzlich schießt mir die Erinnerung an den Abend unseres Kennenlernens durch den Kopf, als ich diesen Blick zum ersten Mal an ihr sah. Mit dem Unterschied, dass sich ihr Ärger dieses Mal ausschließlich auf mich richtet.
Während ich spüre, wie mein Körper vom Boden abhebt und die ganze Welt in das Licht eines grellen Blitzes getaucht ist, lautet die letzte Frage, die ich mir stelle: Wie sind Amy und ich bloß hier gelandet, nach dem tollen Anfang, den wir hatten?
2
FLYNN
Vor zwei Jahren
Meine Wochenenden verbringe ich meistens auf Junggesellenabschieden. Die Hochzeitsplanung finden viele meiner Kumpels nicht so prickelnd, aber die Vorbereitungen für den Junggesellenabschied gehen sie mit der Präzision eines groß angelegten Militäreinsatzes an. Das Ziel der heutigen Veranstaltung lautet: Bristol City Centre.
Ich habe schon ein Wochenende auf Ibiza verbracht (der Trauzeuge hat seinen Flieger nach Hause verpasst und lebt womöglich bis heute auf der Insel), ich war in einem Landhaus in der Nähe von Bath (die Vermieter haben die Kaution einbehalten), in ungefähr sechzehn Clubs in diversen Städten in Südengland (von denen wir in vierzehn Hausverbot bekommen haben) und beim Wildwasserfahren im Lake District (der Bräutigam wurde mit einem Paddel k. o. geschlagen).
Das Ganze ist schlicht und amüsant. Männer in Gruppen werden etwa zwanzig Jahre jünger, und ich spiele meine Rolle ziemlich gut.
Heute Abend sind wir in einer Karaokebar in der Innenstadt von Bristol, ungefähr anderthalb Kilometer von meinem Zuhause in Redland entfernt. Der Bräutigam ist schon vor ein paar Stunden weggetreten und liegt gerade auf der Holzbank in unserer Sitznische – aus unerfindlichen Gründen ist er als Nonne verkleidet –, während wir um ihn herumsitzen und Bier trinken. Normalerweise hab ich einen Horror davor, in der Öffentlichkeit zu singen, aber ich trinke ganz gern. Nachdem Eddie Shots für den ganzen Tisch bestellt hat, ist er in einer dunklen Ecke verschwunden – in Begleitung eines Mädchens, mit dem er schon in der Schlange vorm Eingang geflirtet hat.
Als ich gerade mit dem Gedanken spiele, mich auf den Heimweg zu machen – die anderen Gäste übernachten in einem Hotel irgendwo an der Autobahn –, kommt Eddie zurück, wischt sich den Mund ab und schlägt vor, dass wir in einen Stripclub gehen. Irgendjemand stößt einen zustimmenden Jubelschrei aus, aber ich mache rasch ein Gegenangebot: ein Casino. Stripclubs sind Orte, wo der Spaß ein jähes Ende nimmt. In Eddies Augen sehe ich Ärger aufblitzen, als zwei von seinen Gästen mit mir kommen wollen.
In diesem Moment geht sie vorbei.
Gerötete Wangen, weit auseinanderstehende Augen, geschmeidige Glieder. Mir fällt die Kinnlade runter, und auf einmal ist mir nichts mehr wichtig, keine Stripclubs, keine Casinos, nicht mal mein eigener Name.
Ein gepunktetes Stirnband ist halb unter ihren Locken versteckt, und sie trägt ein Kleid, das eher an eine Kombination aus Shorts und einem Top erinnert. Sie sieht unglaublich gut aus.
Ich will gerade meine Hand ausstrecken, um sie aufzuhalten und nach ihrem Namen zu fragen, als sie abrupt vor unserem Tisch stehen bleibt. Mein Herz beginnt zu flattern. Da zeigt sie auf den Bräutigam, der immer noch auf der Bank liegt.
„Geht’s ihm gut?“ Sie hat eine selbstbewusste Stimme, die man trotz der Musik gut hören kann, doch ihren Akzent kann ich nicht gleich einordnen.
Mein Mund steht immer noch offen.
„Ist das euer Ernst?“ Sie zieht eine Augenbraue hoch und schaut uns nacheinander an. Die Jungs starren in verschiedenen Stadien der Betrunkenheit zurück.
„Ja“, sagt einer von ihnen, bevor er rückwärts wegsackt und den einen Arm auf dem reglosen Körper des Bräutigams ablegt.
„Pass auf, du erstickst ihn ja!“
Sie hat so eine richtige Hermione-Granger-Energie und sieht aus der Nähe noch schärfer aus. Ich scheine die Fähigkeit verloren zu haben, irgendetwas anderes zu tun, als sie hilflos anzustarren. Kann ich sie bitten, mit mir auszugehen? Mit wem ist sie hier? Warum bin ich ihr in Bristol noch nie über den Weg gelaufen?
Ihr Mund bewegt sich immer noch, und plötzlich wird mir klar, dass sie mit mir redet. »Ganz im Ernst – geht es ihm gut? Warum sitzt ihr alle neben ihm und trinkt einfach weiter? Muss er ins Krankenhaus?«
Der Bräutigam stöhnt, als sie ihm eine Hand auf den Kopf legt, und ihr Blick wird ganz sanft, als sie ihn fragt, ob alles in Ordnung ist.
Er rappelt sich hoch, und sie tritt einen Schritt zurück, in der zufriedenen Gewissheit, dass er doch keine Leiche ist. Dann bedenkt sie alle Männer am Tisch mit einem vernichtenden Blick.
„Kümmert euch besser um ihn“, sagt sie.
Ich nicke eifrig.
Dann geht sie davon.
Irgendjemand kichert. Eddie verdreht die Augen und murmelt: „Komische Frau.“
Ich widerspreche ihm nicht, denn ich will ihn nicht provozieren. Außerdem fühle ich mich, als hätte ich einen mordsmäßigen Schlag auf den Kopf bekommen. Das liegt nicht nur an den fünf oder sechs Bierchen (und Shots), die ich intus habe, sondern daran, dass ich noch nie jemanden mit einem derartigen Charisma gesehen habe. Ich frage mich, womit sie wohl ihren Lebensunterhalt verdient. Die jüngste CEO eines FTSE-100-Unternehmens, Hauptmann in der Armee, Premierministerin? Nichts davon würde mich überraschen.
Ich schaue ihr nach, während sie sich ihren Weg durch die Bar bahnt. Über die Köpfe der Leute hinweg sehe ich, wie sie sich an einen hohen Tisch setzt. Kurz starrt sie auf die kleine Bühne, wo ein Mädchen gerade eine wacklige Version von „Man! I Feel like a Woman!“ zum Besten gibt. Neben ihr steht ein Typ mit einem Tattoo am Hals. Er trägt ein Top mit abgerissenen Ärmeln, das so aussieht, als hätte er gerade mit einem Bären gerungen. Ich hoffe für mich, dass er ihr Bruder ist, denn was ich jetzt gleich tun werde, erfordert richtigen Mut.
Ich weiß einfach, dass ich diese Bar nicht verlassen kann, ohne es bei ihr versucht zu haben. Also gehe ich zur Bar und bitte die Angestellten um Papier und Stift. Es dauert eine halbe Ewigkeit, bis sie fündig werden, und ich fluche leise, während ich mir den Hals verrenke, um mich zu vergewissern, dass sie immer noch da ist.
„Danke“, sage ich atemlos, als ich an ihren Tisch trete.
Ihr Lächeln wird unsicher, als sie versucht, mich einzuordnen, doch dann erscheint eine steile Falte zwischen ihren Augenbrauen.
„Was du da gerade getan hast, war total nett von dir“, fahre ich fort. »Ich meine … wegen unserem Freund. Ein paar von unseren Jungs bringen ihn jetzt zurück ins Hotel.«
Sie nickt unverbindlich, und mich verlässt der Mut, als sie ihre Aufmerksamkeit wieder dem Mann zuwendet, der ihr gegenübersitzt. Ich glaube nicht, dass er ihr Bruder ist. Dazu funkelt er mich viel zu wütend an.
Ich will hierbleiben, will sie kennenlernen.
„Machst du das öfter, dass du betrunkene Männer rettest, oder war das eine einmalige Geschichte?“
„Hey, Kumpel“, sagt der Mann, mit dem sie offenbar doch zusammen ist, und dreht sich auf seinem Stuhl um.
»Ich red doch bloß mit …« Ich lasse eine Pause für ihren Namen, aber sie füllt sie nicht, sondern legt bloß den Kopf schräg und schaut mich an.
„Du siehst echt toll aus.“ Ich kann nicht anders, ich muss das noch hinzufügen.
„Ey, Kumpel!“ Der Typ mit dem Tattoo klingt jetzt schon wütender, was ja auch sein gutes Recht ist. Ich glaube, die geheimnisvolle Frau steht kurz vor einem Grinsen, aber sie verkneift es sich.
„Ich bin nicht allein hier.“ Sie deutet auf ihr Gegenüber. Derselbe direkte Ton, derselbe feste Blick.
„Allerdings.“ Der Mann verschränkt seine stattlichen Arme vor dem Körper. Er hat wirklich einen außerordentlich großen Bizeps.
„Stimmt“, sage ich mit einem ernsten Nicken. Dann fange ich ihren Blick auf. Bilde ich mir das nur ein, oder sehe ich in ihren Augen kurz die Neugier aufflackern? Oder war es am Ende nur die Spiegelung der blitzenden Discolichter? „Aber“, füge ich mit einem gewinnenden Lächeln hinzu, „du könntest auch mit mir hier sein.“
Ich frage mich, was genau ich hier gerade tue. Beim Anblick seiner Armmuskeln gerate ich ins Rudern. Aber ich kann nicht anders. Irgendetwas hat sie an sich, was in mir den Wunsch weckt, mich so machomäßig und selbstsicher zu verhalten.
„Wollen wir draußen weiterreden?“ Ihr Gegenüber schiebt seinen Stuhl geräuschvoll nach hinten. Natürlich ist er auch noch groß. Ein seltsamer Energieschub durchläuft mich, was auf die Shots und die Biere zurückzuführen sein könnte, aber auch auf die drohende Gefahr.
„Ich wollte der Dame nur das hier geben.“ Ich ziehe den Zettel heraus, auf dem mein Name, meine Anschrift, Mailadresse und Telefonnummern stehen. „Ich bin im Eventbereich tätig, und wir suchen immer nach frischen Talenten.“
„Die Dame verkauft Häuser“, sagt der große tätowierte Hals.
»Tja, ich kann mir vorstellen, dass man dazu ganz schön viel Können braucht, und wir brauchen Leute mit … Können«, sage ich.
Diesmal schaut die geheimnisvolle Frau mir in die Augen, und irgendetwas hat sich bewegt, ein minimales Zucken an einem ihrer Mundwinkel. Es reicht, um mir einen kleinen Schub zu geben. Vielleicht fahre ich die Sache ja doch nicht völlig an die Wand.
»Sie hat gerade echtes Talent im Umgang mit Menschen bewiesen, und, na ja, das ist genau die Art von Mitarbeiter, die ich in … meinem Team brauchen kann«, improvisiere ich.
„Sie gefällt dir doch bloß“, sagte der Mann.
„Das auch.“ Ich nicke feierlich, und diesmal lächelt die geheimnisvolle Frau, bevor sie hastig ihre Miene wieder in eine neutrale Position bringt.
Dann wirft sie einen Blick auf den Zettel in meiner Hand. „Du hast ja eine Faxnummer angegeben.“
„Ich wollte eben auf allen Kommunikationskanälen für dich erreichbar sein.“ Ich lächle zurück und hoffe, dass es gewinnend aussieht.
Das Dumme ist nur, dass der Mann jetzt endgültig seinen Stuhl zurückschiebt, die Faust ballt und sie mir ins Gesicht pflanzt. Der Zettel mit meinen Kontaktdaten flattert auf den Boden, noch bevor ich ihn ihr geben kann.
Ich schlage auf dem Boden auf. Dann gibt es ein großes Geschrei zwischen den Türstehern, meinen Kumpels und dem Mann, und während mich meine Mitstreiter aus dem Club schleifen, sehe ich ihr Gesicht am Fenster, mit gerunzelter Stirn und einer Miene, die ich nicht deuten kann. Ich winke ihr mit den Fingern zu.
Später, als ich wieder zu Hause bin und die anderen in ihrem Hotel, fühle ich mich völlig zerschlagen. Diese Frau in der Bar hat ein Gefühl in mir ausgelöst. Ich identifiziere es als Hoffnung. Ihre geradlinige Art, ihre Freundlichkeit, ihre Fähigkeit, unserem kindischen Verhalten die Stirn zu bieten. Ich fand das großartig. Ich will diese Art von Mensch mit dieser Art von Leidenschaft in meinem Leben haben. Jemanden, der Leuten eine Stimme gibt, wenn sie nicht fähig sind, selbst zu sprechen. Wie würde es sich anfühlen, von so jemandem geliebt zu werden?
Aber ich hab’s versaut. Ich kann es dem Typen nicht verübeln, dass er mich geschlagen hat. Meine Schläfe pocht, und mein Auge ist zugeschwollen, als ich mich aufs Sofa fallen lasse.
Da klingelt es an meiner Wohnungstür, und ich runzle die Stirn. Als ich aufmache, muss ich zweimal hinschauen, fast wie in so einem Zeichentrickfilm, denn entgegen aller Wahrscheinlichkeit steht die Frau aus der Bar auf der Schwelle meiner Wohnung. Ihre Miene verrät Argwohn.
„Bist du ein Serienmörder?“, fragt sie.
Ich schüttle hastig den Kopf, der dadurch nur noch mehr wehtut. Aber sie soll unbedingt wissen, dass ich kein Serienmörder bin. „Ich hab nicht mal einen Menschen ermordet.“
Ihr Mund zuckt. „Das war echt dreist von dir, was du da in der Bar gemacht hast.“
Das ist eine Feststellung, keine Frage, und ich halte die Luft an.
„Der Typ und ich hatten gerade unser erstes Date“, fügt sie hinzu.
Ich atme weiter und frage mich dann, ob das die Stelle ist, an der ich etwas sagen sollte – mich entschuldigen vielleicht?
„Ich hab ihn auf Tinder getroffen“, fährt sie fort.
Ihre Konturen verschwimmen leicht, aber ich traue mich nicht zu sagen, dass ich mich hinsetzen muss, weil ich Angst habe, dass ich sie damit vergraule.
„Er hat sich ständig irgendwelche Essensreste zwischen den Zähnen rausgepult.“
Mein Herz zittert zaghaft.
„Er hat mich Ames genannt. Dabei heiße ich Amy, bis ich jemandem erlaube, mich irgendwie anders anzusprechen.“
„Amy ist doch ein schöner Name.“
Sie senkt den Blick. „Machst du in Bars immer unbekannte Frauen an?“
„Nein, überhaupt nicht!“ Das entspricht sogar der Wahrheit. Ich hatte drei Jahre lang nicht die geringste Lust, mit irgendeiner Frau auszugehen.
In diesem Moment sehe ich, dass sie in der einen Hand ihre Handtasche hält und eine große Tüte in der anderen. Moment – werde ich jetzt gleich Opfer eines Überfalls? Als sie einen Schritt nach vorne macht, stelle ich fest, dass in der Tüte Tiefkühlerbsen sind.
„Na, dann bitte mich doch rein“, sagt sie im gleichen selbstsicheren, leicht abschätzigen Ton, den sie vorhin auch schon angeschlagen hatte. „Ich will sehen, ob du wirklich ein Faxgerät hast.“
Ich falle fast hin vor Übereifer, als ich sie hereinlasse. Mein ganzer Brustkorb ist erfüllt von Wärme, und der Schmerz in meinem Auge und meinem Kopf werden sofort weniger.
»Bitte. Komm rein. Es ist nicht eingesteckt, aber ich habe eins. Und …« Ich drehe mich zu ihr um. „Irgendwo hab ich auch noch einen Pager, den ich ausgraben könnte.“
Wir gehen gemeinsam rein, während sie lacht – kehlig und voll. Ich glaube, das könnte der schönste Klang sein, den ich jemals gehört habe.








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