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The Club  – Flirt

The Club – Flirt

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The Club – Flirt — Inhalt

Jonas muss verrückt geworden sein. Immerhin hat er sich gerade bei einer sündhaft teuren Datingagentur angemeldet, obwohl es in Seattle mehr als genug Frauen gibt, die mit ihm zusammen sein wollen. Aber genau deshalb braucht er »The Club«: Er möchte nicht nur eine einzige Frau glücklich machen. Im Gegenteil. Er liebt die Abwechslung und genießt seine Freiheit. Zumindest bis er am nächsten Morgen seine E-Mails öffnet und eine private Nachricht der Mitarbeiterin entdeckt, die seine Anmeldeunterlagen ausgewertet hat. Sie möchte anonym bleiben, muss nach Jonas' Lobeshymnen auf sich selbst aber einfach etwas loswerden, das sein übergroßes Ego zutiefst erschüttern dürfte … Dann verrät sie ihm ihr intimstes Geheimnis, und er weiß sofort: Sie ist perfekt. Er muss sie zu finden. Sofort. Koste es, was es wolle.

Erschienen am 01.03.2016
Übersetzer: Lene Kubis
400 Seiten, WMEPUB
ISBN 978-3-492-97362-5

Leseprobe zu »The Club – Flirt«

Kapitel 1: Jonas

 


Name ?
Ich atme tief ein und aus. Bringe ich das wirklich ? Ja. Seit Josh auf unserer Klettertour auf den Mount Rainier ganz beiläufig den Club erwähnt hat, wusste ich, dass es nur eine Frage der Zeit sein würde, bis ich mich hinter meinen Laptop klemmen und den Anmeldebogen ausfüllen würde.
Jonas Faraday, tippe ich.
Sie werden im Zuge des Anmeldevorgangs ­gebeten, sich auf drei unterschiedliche Arten auszuweisen. Im Club sind Nicknames bei der Anmeldung ­strengstens unter­sagt. Während Ihrer Interaktion mit anderen ­Club­mitgliedern [...]

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Kapitel 1: Jonas

 


Name ?
Ich atme tief ein und aus. Bringe ich das wirklich ? Ja. Seit Josh auf unserer Klettertour auf den Mount Rainier ganz beiläufig den Club erwähnt hat, wusste ich, dass es nur eine Frage der Zeit sein würde, bis ich mich hinter meinen Laptop klemmen und den Anmeldebogen ausfüllen würde.
Jonas Faraday, tippe ich.
Sie werden im Zuge des Anmeldevorgangs ­gebeten, sich auf drei unterschiedliche Arten auszuweisen. Im Club sind Nicknames bei der Anmeldung ­strengstens unter­sagt. Während Ihrer Interaktion mit anderen ­Club­mitgliedern dürfen Sie aber aus Diskretionsgründen ein Pseudonym benutzen, wenn Sie das möchten.
Jepp, schön, danke. Ich heiße aber trotzdem Jonas Faraday.
Alter ?
Dreißig.
Beschreiben Sie Ihren Körperbau in wenigen Stich­punkten.
Sehr fit. 1,86 m. 88 kg.
Halt, Moment ! Ich habe doch im vergangenen Monat wie ein Irrer trainiert. Rasch gehe ich ins Bad und springe auf die Waage. Aha ! Zufrieden setze ich mich wieder an den Laptop.
86 kg.
Für die Vervollständigung der Anmeldung bitten wir Sie um drei aktuelle Fotografien : ein Porträt, eine Ganz­körperaufnahme und eine Fotografie, auf der Sie in ­Ihrer typischen Alltagskleidung zu sehen sind. Selbst­verständlich können Sie sich in Bezug auf die Bilder auf absolute Diskretion unsererseits verlassen.
O Mann ! Soll ich wirklich diese persönlichen Infos und Bilder von mir an irgendeinen x-beliebigen Aufnahmeassistenten eines Sexclubs schicken, von dem ich eigentlich kaum etwas weiß ?
Ich seufze.
Natürlich mache ich es, verdammt noch mal. Auch wenn es in meinem Bauch wie wild rumort, weil ich ahne, dass ich drauf und dran bin, eine riesige Dummheit zu begehen – es gibt trotzdem kein Zurück.
»Es ist echt unglaublich, Alter«, erklärte mir mein Bruder, während er sich um festen Stand auf einem Felsen bemühte und mit der Hand nach dem nächsten Vorsprung tastete. »Hab noch nie so sinnvoll Geld investiert !«
Wow. Und das aus dem Mund eines Lamborghini-Besitzers ? Dank Joshs verführerischer Beschreibung kann ich seit unserer Tour jedenfalls kaum an etwas anderes denken.
Selbst wenn ich gerade eine richtig heiße Nummer schob – ob mit einer sexy Kindergärtnerin oder einer Staatsanwältin oder einer Barista oder einer Stewardess oder einer Bankangestellten oder einer Hundezüchterin oder einer ­Grafikerin oder einer Gerichtsberichterstatterin oder einer Kellnerin oder einer Friseurin oder einer Kinderkrankenschwester oder einer Fotografin –, konnte ich nur darüber nachdenken, was ich womöglich verpasste, weil ich nicht Mitglied des Clubs war.
»Es ist eine Art Geheimgesellschaft«, hatte Josh erklärt. »Du kannst überall auf der Welt Mitglieder treffen. Wo du auch bist, dir werden jederzeit Personen vorgeschlagen, die .  .  . unfassbar gut zu dir passen.«
Es war der letzte Teil des Satzes, der mich einfach nicht mehr losließ. Dieser Aspekt interessierte mich viel mehr als die Tatsache, dass ich jederzeit überall auf der Welt Sex haben konnte. Denn eigentlich habe ich überhaupt keine Schwierigkeiten damit, Frauen abzuschleppen.
Ich bin nur ungern so unverblümt, aber es lässt sich kaum anders sagen : Die Frauen werfen sich mir regelrecht an den Hals. Wahrscheinlich liegt’s an meinem fantastischen Aussehen (zumindest behaupten sie das) und an meinem Geld (meine Vermutung !) und manchmal auch an dem Namen Faraday (der eigentlich nicht gerade ein Hauptgewinn ist). Ob jung oder alt, verheiratet oder alleinstehend, heiß oder unscheinbar, blond oder brünett, Bücherwurm oder Draufgängerin, kurvig oder extrem dünn – vollkommen egal. Ich kann sie alle haben, ungefähr so, als würde ich mir im Fast-Food-Restaurant meinen Lieblingsburger bestellen. Je nach Lust und Laune. Und ja, in den vergangenen Jahren hatte ich permanent Lust auf die unterschiedlichsten Burger – Frauen, meine ich. Ständig. Ich bin regelrecht besessen von ihnen. Und langsam, aber sicher hasse ich mich dafür.
Bevor sich jetzt irgendjemand angegriffen fühlt und sofort anfängt, alle Frauen aufzulisten, die ich niemals flachlegen könnte – »Na ja, also Oprah oder Mutter Theresa hättest du niemals rumgekriegt !« –, möchte ich an dieser Stelle kristallklar formulieren, worum es mir geht : Ich kann jede Frau flachlegen, die ich flachlegen möchte. Nein, natürlich nicht wortwörtlich jedes weibliche Wesen, das auf diesem Erdball umherstreunt. Mir ist vollkommen klar, dass ich bei einer achtzigjährigen Urgroßmutter oder einer Transgender-Lesbe vor ihrer OP kein leichtes Spiel hätte. Nicht, dass ich das sonderlich schade finde.
Was ich sagen will : Wenn ich, Jonas Faraday, mir wünsche, dass eine ganz bestimmte Frau splitternackt und mit gespreizten Beinen auf meinem Bett liegt ; wenn eine Frau mir den Kopf verdreht und mir einen ordentlichen Ständer verschafft ; wenn sie mich zum Lachen bringt oder mir eine vollkommen neue, aufregende Sicht auf die Dinge ermöglicht ; wenn sie ihre Sonnenbrille nicht finden kann und irgendwann losprustet, weil sie in ihrem Haar steckt ; wenn ihr Po sich ganz besonders appetitlich in einer engen Jeans wölbt – o ja, ganz besonders dann, wenn er so prall ist, dass ich meine Zähne darin vergraben möchte ! –, dann wird sie, wer auch immer sie ist, irgendwann völlig freiwillig in mein Bett krabbeln und mich wenige Sekunden später anflehen, mit ihr zu schlafen.
Ich wünschte, ich könnte an diesem Punkt sagen, das sei alles, Ende der Geschichte. Leider stimmt das nicht .  .  . Denn Sex ist nie das Ende der Geschichte. Nicht in meinem Fall. Und genau deswegen brauche ich den Club ! Ich kann nicht länger die immer gleiche Angel in den immer gleichen Tümpel hängen, ganz egal, wie warm und einladend das Gewässer auch vor sich hin plätschern mag. Und es hilft mir auch nicht, wenn der Buntbarsch, den ich angle, wunderbar saftig und köstlich ist – weil es nun einmal Tag für Tag derselbe Fisch ist. So kann’s einfach nicht weitergehen !
Wenn ich diesen Prozess endlos wiederhole, wieder und wieder und wieder, dann werde ich verrückt. Das ist mir tatsächlich schon mal passiert, vor Ewigkeiten und unter vollkommen anderen Umständen, und ich bin nicht bereit, Ähnliches noch einmal durchzumachen. Ich bin auf der Suche nach etwas Neuem. Etwas gnadenlos Ehrlichem. Etwas Echtem. Und wenn ich das nur bekomme, indem ich wider jegliche Vernunft handle und jede Menge Kohle verpulvere – dann ist das eben so.
Bitte unterschreiben Sie die beigefügte Einverständnis­erklärung bezüglich der Hintergrundrecherche, der ­medizinischen Untersuchung und des Bluttests, die eine Voraussetzung für die Mitgliedschaft darstellen.
Kein Problem ! Gut zu wissen, dass jedes Mitglied gründlich durchgecheckt wird.
Sexuelle Orientierung ? Bitte wählen Sie zwischen folgen­den Optionen : heterosexuell, bisexuell, homosexuell, pansexuell, Sonstiges.
Heterosexuell. Das war leicht. Nur mal so aus Neugier : Was zum Teufel bedeutet »pansexuell« ? Schnell gegoogelt :
Pansexuell : ­
­Nicht auf eine bestimmte Vorliebe bezüglich des ­Geschlechts oder gewisser sexueller Handlungsweisen beschränkt.
Ah, okay. Mit anderen Worten : Alles ist erlaubt. Spannendes Konzept, aber eher in philosophischer Hinsicht. Keine zutreffende Beschreibung für mich. Ich weiß ganz genau, was ich will und was nicht.
Schließen bestimmte sexuelle Fantasien von Ihnen ­Gewalt irgendeiner Art ein ? Wenn ja, beschreiben Sie diese bitte genau.
Nein. Aus tiefstem Herzen und absolut kategorisch : Nein.
Beachten Sie bitte, dass Ihre eventuellen Neigungen oder Fantasien in Bezug auf sexuelle Gewalt in ­keiner Weise gegen eine Mitgliedschaft sprechen. ­Tatsächlich ­bieten wir unseren Mitgliedern mit einem breiten ­Spektrum an Vorlieben höchst spezialisierte ­Services. ­Damit Sie Ihre Neigungen so gut wie möglich ­aus­leben können, ­beschreiben Sie bitte all Ihre Fantasien, ge­walttätige Vorstellungen jeder Art mit eingeschlossen.
Hey, ihr Idioten, ich habe das doch eben schon beantwortet !
Keine derartigen Fantasien.
Vielleicht hätte ich mit der nächsten Frage weitermachen sollen, aber ich kann nicht anders, als ein wenig ins Detail zu gehen.
Es gibt nichts, was ich lieber tue, als einer Frau ein möglichst intensives Lusterlebnis zu verschaffen – das befriedigendste, das sie je hatte. Wenn mir das gelingt, wird ihre Lust – und damit auch meine – so überwältigend sein, dass man sie womöglich nur schwer von Schmerz unterscheiden kann. Aber nein, meine Fantasien beinhalten weder Schmerzen noch gewalttätige Handlungen. Ich finde allein die Vorstellung schon abstoßend, schließlich geht es doch eigentlich um das größtmögliche menschliche Vergnügen.
Was für perverse Schweine lassen die denn bitte schön in ihren Club ? Beim Gedanken daran dreht sich mir der Magen um.
Praktizieren Sie derzeit BDSM und/oder sind daran ­interessiert ? Wenn ja, beschreiben Sie Ihre Vorstellungen bitte ganz genau.
Niemals, schreibe ich und hämmere dabei extra fest auf die Tastatur ein, als müsste ich es noch zusätzlich bekräftigen. Eine verschwommene Erinnerung droht aus den Untiefen meines Gedächtnisses aufzusteigen .  .  . Nur nicht daran denken ! Mein Herz rast. Keinerlei Interesse. Und in diesem Punkt gibt es für mich auch keine Diskussion.
Bezahlung und Mitgliedschaftsbedingungen. ­
­Bitte wählen Sie unter den folgenden Optionen : ­
­einjährige Mitgliedschaft : 250 000 US‑Dollar ; ­
­einmonatige Mitgliedschaft : 30 000 US‑Dollar. ­
­Die Bezahlung wird in keinem Fall rückerstattet. ­Sobald Sie sich für eine Variante entschieden haben, werden ­Ihnen die Zahlungsinformationen bezüglich der Über­weisung auf ein Treuhandkonto umgehend mit­geteilt. Nachdem die Mitgliedschaft bestätigt wurde, wird die Mitgliedschaftsgebühr automatisch auf das Konto des Clubs weiterüberwiesen.
Wie sagte mein Vater immer so schön ? »Ganz oder gar nicht, Sohn.« Oh, wie würde er in seinem Grab vor Lachen wiehern, wenn er wüsste, dass sein Sohn, den er immer als »Weichei« bezeichnet hatte, sich im Gedenken an seinen Leitsatz in einem Sexclub anmeldet.
»Scheinst ja doch mehr nach deinem alten Herrn zu kommen, als ich gedacht hätte«, würde er kichern. Ich kann sein gespenstisches Lachen regelrecht in meinem Schädel widerhallen hören.
Es ist nicht die Höhe des Betrags, die mich innehalten lässt. Ich könnte mir beide Varianten der Mitgliedschaft mehrfach leisten, ohne einen Piep von meiner Bank zu hören – aber ich schmeiße nun einmal nicht gerne Geld zum Fenster hinaus, ganz egal, um welche Summe es geht. Wenn ich dem Club tatsächlich beitrete – was ich ja tun werde –, wäre es dann in ökonomischer Hinsicht nicht sinnvoller, sich direkt für ein Jahr zu verpflichten ? Meine Hände schweben über der Tastatur, mein Knie zittert.
Alles klar, drauf gepfiffen. Ja, ich gebe es zu, es ist verrückt und ziemlich verantwortungslos, so viel Geld in einen Club oder einen Datingservice zu investieren, ohne Einblick in dessen Strukturen zu haben. Schließlich bin ich immer noch Jonas, nicht Josh. Ich bin nicht der Zwilling, der sich je nach Lust und Laune Sportwagen gönnt oder Jay-Z anheuert, damit er auf der Party zu seinem Dreißigsten auftritt (die im Übrigen unsere gemeinsame Party gewesen wäre, wäre ich denn aufgetaucht). Und trotzdem .  .  .
Einjährige Mitgliedschaft, tippe ich und atme laut aus.
Bitte erklären Sie genau, was Sie an der Mitgliedschaft im Club reizt.
Ich schließe einen Moment lang die Augen, um mich zu sammeln.
Ich liebe Frauen, schreibe ich schließlich und hole tief Luft. Ich liebe es, mit ihnen zu schlafen. Und am liebsten mag ich es, sie zum Orgasmus zu bringen. Wow, ganz schön direkt. Und ganz schön dreist. Als ich meine eigenen Worte lese, muss ich grinsen. Ich kann mir nicht vorstellen, in irgendeiner anderen Situation dermaßen ehrlich zu sein.
Vielleicht sollte ich etwas schreiben wie : Ich liebe den Duft von Frauenhaar, ihre weiche Haut, den eleganten Schwung ihres Nackens. All das trifft ja auch zu ; ich bin schließlich kein Soziopath ! Ja, ich bin schon mal maßlos begeistert gewesen von dem scharfen Verstand und dem Humor einer Frau – und das meine ich jetzt nicht sarkastisch. Gar nicht. Je geistreicher eine Frau ist, desto besser. Das Gleiche gilt für eine raue Stimme oder heiseres Gelächter oder sogar für ein gütiges Schimmern in ihren Augen. Ja, all das finde ich höllisch sexy. Aber meiner Meinung nach ist duftendes Haar, weiche Haut oder ein ansteckendes Lachen nichts anderes als das delikate Vorspiel einer ganz bestimmten Angelegenheit – der ehrlichsten, wildesten und großartigsten Sache, zu der unsere Körper in der Lage sind. Alles andere ist nur Vorspiel, Baby, herrliches Vorspiel.
Wieder hole ich tief Luft.
Ich verehre Frauen, seit ich denken kann. Als ich erwachsen wurde, verwandelte sich das in einen recht beeindruckenden sexuellen .  .  . Heißhunger. Aber ich hatte ihn immer im Griff. Ich konnte mit einer Frau in eine Galerie oder ins Kino gehen, mit ihr ein Konzert besuchen oder sie zum Candle-Light-Dinner ausführen. Ich konnte sie höflich über ihre Arbeit, ihre Leidenschaften oder sogar ihr geliebtes Malteserhündchen Kiki befragen, während wir ein schönes Glas Pinot noir schlürften, ohne die ganze Zeit etwas wie »Lass mich dich sofort auf der Toilette vernaschen !« von mir geben zu wollen.
Ich starre auf den Bildschirm. Wahrscheinlich klinge ich gerade wie das letzte Arschloch .  .  . Aber was soll ich machen ? Was wahr ist, ist wahr.
Und dann änderte sich alles. Vor etwa einem Jahr hatte ich ein ganz klassisches Date mit einer wunderhübschen Frau. Als ich nach dem Dinner mit ihr geschlafen habe – und das keineswegs auf der Toilette ! –, tat sie etwas, was ich nie zuvor erlebt hatte. Sie täuschte ihn vor. Sie hat verdammt noch mal einen Orgasmus vorgetäuscht ! Es war ebenso offensichtlich wie beleidigend. Und es hat mich wahnsinnig sauer gemacht. Beim Sex geht’s doch nicht darum, jemanden bei Laune zu halten oder höflich zu sein – es ist doch kein Teekränzchen mit der Queen ! Sex soll wahrhaftig sein. Schonungslos ehrlich. Und der Orgasmus bildet natürlich den Höhepunkt, den Gipfel dieser Aufrichtigkeit.
O Mann, selbst nach so langer Zeit regt mich diese Erinnerung auf. Meine Brust hebt und senkt sich, meine Wangen glühen, und ich kann keinen klaren Gedanken fassen. Ich brauche sofort Musik ! Wenn in meinem Kopf ein Wirbelsturm ausbricht und mein Puls zu rasen beginnt, dann hilft nur ein guter Song. Als Kind hat mir ein Therapeut die beruhigende Wirkung von Musik nahegebracht, und es funktioniert immer noch. Ich klicke mich durch die Musiksammlung meines Laptops, entscheide mich für »White Lies« von Rx Bandits und lausche ein paar Minuten lang dem Song. Sofort fällt es mir leichter, die bedrängenden Gedanken einfach ziehen zu lassen – als hätte die Musik in meinem Kopf ein Fenster geöffnet. Ich höre noch eine Weile zu, bis ich mich wieder halbwegs gesammelt habe. Dann fahre ich fort.
Ich konnte nicht begreifen, weshalb sie mich angelogen hatte. Warum sollte sie vorzeitig und künstlich eine richtig gute Nummer (oder das, was ich dafür gehalten hatte) beenden ? Und sich somit selbst darum bringen, tatsächlich zu kommen ? War der Sex so mies, dass sie ein verfrühtes Ende der Möglichkeit eines Höhepunkts vorzog ? Ich war wegen der Angelegenheit völlig außer mir.
Ich atme tief ein und aus.
Als ich mich eines Nachts wieder einmal im Bett hin und her wälzte und mir den Kopf darüber zerbrach, ging mir plötzlich ein Licht auf. Mir wurde klar, dass sie mich angelogen hatte, weil ich tatsächlich richtig schlecht im Bett gewesen war. Wahrscheinlich ging sie davon aus, dass es mit mir sowieso nicht klappen würde. Diese Erkenntnis hätte genügt, um mich in ein richtig tiefes Loch zu stürzen, ein Loch, das ich bereits kannte (und das mir ganz und gar nicht gefallen hat), aber ich klammerte mich an diese eine Tatsache : Tief in mir drin wusste ich, dass ich nicht wirklich alles gegeben hatte, um sie zum Höhepunkt zu bringen. Ich hatte mich ganz auf mein eigenes Vergnügen konzentriert, nicht auf ihres, und war wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass sie dennoch ebenso viel Lust empfindet wie ich. Je länger ich darüber nachdachte, desto logischer fand ich es : Ich hatte genau die Art von Abreibung bekommen, die ich verdient hatte. Mann, habe ich mich geschämt !
Dies war ein Wendepunkt in meinem Leben. Plötzlich war ich besessen von der Idee, noch einmal mit dieser Frau zu schlafen – und dabei so zu brillieren, dass sie auf jeden Fall kommt. Heftiger denn je. Ich wollte ihr eine Lektion in Sachen Ehrlichkeit und Wahrheit erteilen. Aber noch mehr wollte ich erlöst werden.
Natürlich ließ sie sich auf eine weitere Verabredung ein, sie schien sogar ganz aufgeregt zu sein, als sie zusagte, und das trotz meiner jämmerlichen Performance ! Als ich aber dieses Mal mit ihr schlief, war ich ein anderer. Ein besessener, ein er­leuchteter Mann, könnte man sagen, dem es einzig und allein um ihre Befriedigung ging. Das Ergebnis war sen-sa-tio-nell ! Ihr gesamter Körper zuckte und bebte gegen meine Zunge, toste und wütete wie ein Tornado. Und auch die Geräusche, die aus dieser Frau drangen, waren unglaublich – urzeitlich beinahe, verzweifelt .  .  . Sie hatten nichts mit dem lahmen Blöken gemein, mit dem sie mich beim ersten Mal hatte abspeisen wollen. Es war eine Sinfonie. Natürlich hatte ich auch vorher schon Orgasmen erlebt, aber keiner konnte mit ihrem mithalten. Nicht einer ! Ich hatte sie vollkommen in der Hand und katapultierte sie in völlig andere Sphären. Genau, wie ich mir das ausgemalt hatte.
Mein Herz rast. Mein Schwanz ist hart.
Und das Beste daran war, dass ihr Orgasmus dafür sorgte, dass auch ich kam. Heilige Scheiße, das war mir ja noch nie passiert ! Tatsächlich hatte ich den besten Sex meines Lebens, als ich diese wunderschöne Lügnerin in hemmungslose Ekstase stürzte. Ich hatte einen Höhepunkt, wie ich ihn nie zuvor erlebt hatte. Danach wollte ich diese Art von Orgasmus wieder und wieder (allerdings nicht mit ihr, das natürlich nicht !) – und seitdem bin ich vollkommen süchtig danach.
Erneut ein tiefer Atemzug.
Hat irgendetwas von diesem Gebrabbel die Frage beantwortet ? Shit. Keine Ahnung. Aber besser kriege ich es nicht hin.
Und deswegen will ich Mitglied im Club werden.
Ich starre auf den Bildschirm und zucke mit den Schultern. Mehr hab ich zu diesem Thema nicht zu sagen.
Bitte beschreiben Sie jetzt Ihre sexuellen Vorlieben im Detail. Um Ihre Möglichkeiten im Club maximal ausschöpfen zu können, seien Sie bitte so explizit, ­präzise und ehrlich wie möglich. Bitte zensieren Sie sich in ­keiner Weise selbst.
Meine Hände zittern. Auf diese Frage habe ich gewartet !
Ein paar Männer behaupten ja, guter Sex bringe sie näher zu Gott. Ganz ehrlich : Ich finde, sie sollten nach Höherem streben. Wenn ich nämlich dafür sorge, dass eine Frau so heftig kommt wie nie zuvor, dann bringt mich das nicht näher zu Gott, sondern ich werde selbst zu ihm. Zu ihrem Gott – zumindest für einen allmächtigen, glorreichen Moment.
Ich starre auf den Bildschirm und spüre, wie mein Schwanz sich schmerzhaft gegen meine Jeans drückt.
Eine Frau zum Orgasmus zu bringen ist eine Kunst für sich. Zumindest, wenn es um die Art von Orgasmus geht, von der ich hier spreche. Der Höhepunkt einer Frau ist ein einzigartiges Puzzle, ein Schatz, dessen Zugang mit einem geheimen Code versperrt ist. Fast immer lässt er sich durch das Lecken und Küssen und Saugen ihres empfindlichsten Punkts knacken, aber selbst diese »sichere Nummer« ist nur von Erfolg gekrönt, wenn ich die besonderen Signale beachte, die ihr Körper aussendet. Ich kann sie nicht einfach lecken – ich muss sie begreifen. Meistens habe ich die Frauen allerdings nach ein paar Minuten durchschaut.
Ich weiß immer dann, dass ich alles richtig mache, wenn sie plötzlich vollkommen unerwartet ihren Rücken durchbiegt, ihre Hüften reflexartig gegen meinen Mund stemmt und ihre Schenkel so weit spreizt, wie es nur geht. In diesem Augenblick weiß ich, dass ihr Körper sich darauf vorbereitet, sich mir zu ergeben – und dass sie sich nichts sehnlicher wünscht, als dass ich ihren geheimen Code entschlüssle.
Mein Schwanz ist jetzt steinhart. Gott, ich liebe diesen Moment ! Ich lecke mir über die Lippen.
Wenn sie sich an mich drängt und sich allmählich öffnet, werde ich richtig gierig, absolut gnadenlos und impulsiv. Ich lecke und küsse sie, sauge leidenschaftlich an ihr, nage und knabbere vielleicht sogar ein wenig, wenn ich entsprechende Signale bekomme .  .  . Währenddessen öffnet sie sich immer weiter, verschließt sich dann wieder, spreizt ihre Beine und drückt sie wieder zusammen, reißt sich los und bricht zusammen. Es ist einfach unglaublich.
Sie ist wie eine wunderschöne, erblühende Blume. Der Trick besteht darin, sie exakt in dem Moment zu erwischen, in dem die Knospe sich öffnet, und nicht in der Sekunde davor oder danach. Denn für mich besteht der Heilige Gral, wenn Sie so wollen, darin, in genau jenem Moment in sie einzudringen und sie so zu einem explosiven Höhepunkt zu bringen. Gar nicht so leicht. Zu früh, und sie kommt eventuell gar nicht. Zu spät, und sie hat ­ihren Orgasmus ohne mich.
Ich öffne meinen Hosenstall und lasse meinen Schwanz herausspringen. Wie gern würde ich mir jetzt sofort einen runterholen ! Aber ich bin noch nicht fertig.
Sie ist fast so weit, ist verdammt nah dran, und auch ich bin vollkommen außer mir. Sie erbebt schon reflexartig an meinen Lippen – das ist ein so geiles Gefühl, dass ich oft davon träume –, und ich weiß, dass sie kurz vorm Höhepunkt ist und sich eigentlich gern fallen lassen möchte, sich aber nicht locker machen kann (meist wegen irgendwelcher Vaterkomplexe, einem Braven-Mädchen-Zwang oder mangelndem Selbstbewusstsein – glauben Sie mir, irgendwas ist immer !). Was es auch ist : Ihr Verstand hält sie von dem ab, was ihr Körper sich so sehnlich wünscht. Sie klammert sich an mich, schnappt nach Luft, während sich ihre Lust so lange steigert, bis sie echter Qual gleicht. Sie stöhnt und windet sich – und auch ich bin so verflucht erregt, dass ich mich kaum noch beherrschen kann.
»Nimm mich, bitte, nimm mich !«, sagen sie zum Beispiel oft, oder irgendetwas in der Art, aber ich tu’s nicht, zumindest nicht gleich. Denn da geht noch ein bisschen mehr.
Atemzug.
Irgendwann wird in der Frau ein Schalter umgelegt, ein bisschen so, als hätte man den Schlüssel ins Schloss gesteckt. Sie öffnet sich. Wow. Ihr Verstand steht ihr nicht länger im Wege, sie ist vollkommen losgelöst von allem .  .  . und gibt auf.
Ich atme zittrig aus.
In diesem Moment dringe ich in sie ein wie ein Messer in warme Butter und vögle sie mit nahezu religiösem Eifer. Manchmal setze ich sie dazu auf mich, manchmal drehe ich sie um, manchmal treibe ich es in der guten alten Missionarsstellung mit ihr – an diesem Punkt funktioniert sowieso jede Methode gleich gut –, und in dem Augenblick, in dem ich in sie hineinstoße, entspannt sich ihr Körper vollkommen. Er zittert, bebt und zieht sich reflexartig um meinen Schwanz zusammen, immer und immer wieder. Klar, sie hatte vorher schon Orgasmen. Aber nicht so. Nein, nie so. Es ist die reine Ekstase, genau so, wie die Griechen sie beschrieben haben : das Höchste, was der Mensch erreichen kann. Und mir geht es nicht anders.
Ich atme lang und kontrolliert aus und rutsche auf meinem Stuhl herum. Verdammt, ich bin wahnsinnig angeturnt, und dafür habe ich selbst gesorgt. Mittlerweile zittere ich richtig, und ich atme ein paarmal beruhigend ein und aus. Ich muss mich erst einmal sammeln, ehe ich weitermache.
Eine Sache muss ich der Vollständigkeit halber klarstellen. Was ich hier beschrieben habe, ist der Idealfall. Das Ziel. Manchmal klappt’s mit dem Timing perfekt, manchmal nicht. Es kann natürlich passieren, dass die Frau – besonders, wenn sie schwer zu durchschauen ist – schon ebenso heftig kommt wie eine Springflut, noch bevor ich es in sie hineingeschafft habe. Selbst in diesem Fall gibt es keinen Grund zur Klage, glauben Sie mir. Es ist auch ein Hochgenuss, mit einer schönen Frau direkt nach ihrem Orgasmus zu schlafen. Dennoch, die Krönung – der Heilige Gral – ist und bleibt der Fall, eine Frau kurz vorm Durchdrehen von innen heraus zum Höhepunkt zu bringen.
Ich rutsche wieder auf dem Stuhl herum, aber meine Erektion ist zu intensiv, um sie länger zu ignorieren. Zeit, mit dem Tippen aufzuhören .  .  . Ob es wohl irgendjemand schafft, das Anmeldeformular auszufüllen, ohne zu kommen ? Ich packe meinen Schwanz und reibe ihn so lange, bis mich eine Woge der Lust packt und sich schließlich in stoßartigen Spritzern entlädt. Im Bad schlüpfe ich aus der Hose, trete in die Dusche und lasse das siedend heiße Wasser über mich strömen, bis ich wieder sauber und entspannt bin.
Das Problem ist nicht, Frauen ins Bett zu kriegen. Das Problem entsteht dann, wenn sie erst einmal den besten Sex ihres Lebens gehabt haben und ihr Körper endlich auf Hochtouren gelaufen ist. In der Regel verwechselt eine Frau dann sexuelle Erfüllung mit der lächerlichen Illusion, sie hätte ihren Seelenverwandten gefunden. Dank eines ganzen Lebens voller Disneyfilme und seichter TV‑Serien auf Lifetime und Hallmark denkt sie jetzt, dass der kurze Blick auf Gott, den sie während des wilden Herumgevögels erhaschen konnte, sich in einen rosaroten Traum mit ihrem Märchenprinzen verwandeln wird. Und wenn sie nicht gestorben sind .  .  . Nix da ! Ganz egal, was ich vorher angekündigt habe, wie deutlich ich dargelegt habe, wo bei mir Schluss ist – die Frau ist fest davon überzeugt, dass sie den Mann ihres Lebens gefunden hat. Er weiß es nur noch nicht !, denkt sie verschmitzt.
Und das ist der Punkt, an dem ich ihr zwangsläufig wehtue, wer auch immer sie ist. Ob Bibliothekarin oder Steuerberaterin, Personal Trainerin oder Kinderärztin, Visagistin oder Sängerin oder Bioingenieurin oder Therapeutin oder Anwaltsgehilfin. Egal, ob sie lustig, süß oder schüchtern ist ; ernst, sexy oder richtig clever. Egal, ob sie Umweltaktivistin ist oder Bibelkurse gibt – ich werde sie verletzen. Weil ich viel zu abgefuckt bin, um der Mann ihres Lebens zu sein. Ich werde weder der Mann ihres noch sonst jemandes Leben sein, daran gibt es nichts zu rütteln. Nicht einmal ich kann was daran ändern.
Verdammt. Wie soll ich das alles in dem Anmeldeformular unterbringen ? Ich trete aus der Dusche und wickle mir ein Handtuch um die Hüften, um mich dann sofort wieder hinter den Laptop zu klemmen. Einen Moment lang starre ich einfach nur auf den Bildschirm und warte darauf, dass mir die richtigen Formulierungen einfallen.
Ganz egal, wie ehrlich ich damit umgehe, dass jenseits meines Schlafzimmers Schluss mit der Romantik ist : Die Frauen sind immer verletzt, tippe ich. Entweder glauben sie mir nicht, wenn ich sage, was ich wirklich will, oder sie denken, sie könnten mich ändern. Aber das geht nicht.
Ich seufze.
Es geht mir nicht darum, auf den Gefühlen der Frauen herumzutrampeln. Das stimmt wirklich.
Ich will ihnen einfach nur eine nie da gewesene Befriedigung schenken – was mir wiederum unglaubliche Lust verschafft.
Sicher, manchmal liege ich nach dem Sex auch gern noch neben ihr im Bett, plaudere und lache mit ihr. Ob Sie es glauben oder nicht, daran habe ich durchaus Spaß. Allerdings nur, solange ­
­klar ist, dass das nicht zu herzförmigen Pralinenschachteln auf ihrem Kopfkissen und Wochenendausflügen zu IKEA führt. Vielleicht habe ich auch Lust, mit ihr zu duschen und ihren wunderschönen Körper einzuseifen, um sie hinterher mit einem flauschigen weißen Handtuch trocken zu rubbeln. Vielleicht ist mir auch nach einer weiteren Runde Sex, der dieses Mal möglicherweise so intensiv ist, dass wir gleichzeitig kommen und selig bebend nach Luft schnappen.
Und wenn dann alles vorbei ist, versichere ich ihr bestimmt, wie schön sie ist und wie sehr ich unsere gemeinsame Zeit genossen habe. Ich küsse sie zum Abschied, sanft und dankbar. Und danach will ich sie nie wiedersehen.
Einen Moment lang schweben meine Hände über der Tastatur.
Und ich will mich deswegen nicht wie das letzte Arschloch fühlen ! Ich seufze. Denn davon habe ich die Nase wirklich voll.
Ich mache eine kleine Pause.
Sie haben mich darum gebeten, meine Vorlieben zu beschreiben, und eigentlich habe ich das in den vergangenen Zeilen bereits getan. Ich suche kluge, sexy Frauen, die das, was ich mache, ehrlich wollen – und die, das ist das Allerwichtigste, körperliche Lust von irgendwelchen rosaroten Kitschmärchen unterscheiden können.
Plötzlich überkommt mich eine tiefe Hoffnungslosigkeit. Mache ich mir da nicht selbst was vor ? Gibt es solche Frauen überhaupt auf diesem Planeten ?
Wenn ich auch nur eine Frau finde, deren »sexuelle Vorlieben« wirklich exakt zu meinen passen, dann wäre ich – tja, was wäre ich dann ? Ermutigt. Ja, das werde ich schreiben – ermutigt.
Himmel ! So schnell ich kann, lösche ich den letzten Satz. Was für eine unlogische Schlussfolgerung ! Shit, ich bin entweder ein echter Schürzenjäger mit einem Gotteskomplex, oder ich bin Nicholas Sparks. Beides gleichzeitig geht nicht. Keine Ahnung, wie ich auf diesen Mist gekommen bin. Das passiert also, wenn ein Typ wie ich seine tiefsten, finstersten Sehnsüchte ungefiltert zu Papier bringt. Ein endloser, verzweifelter und chaotischer Schwall, in dem sich all der Kram vermischt, dem ich in nutzlosen Psychotherapien beizukommen versucht habe.
Was soll nur dieser mysteriöse Aufnahmeassistent von mir denken ? Ich neige meinen Kopf zur Seite, und plötzlich legt in meinem Gehirn ein ganzes Sinfonieorchester los. Der Assistent ist eine Assistentin. Ganz bestimmt ! Und höchstwahrscheinlich auch keine achtzigjährige Transgenderlesbe. Sie können ja schließlich keine Idioten wie mich – oder, noch schlimmer, irgendwelche Psychopathen mit Gewaltfantasien oder Bondagevorlieben – in diesen Club lassen, ohne sie ­vorher von einer Frau durchchecken zu lassen. Richtig ? Na klar !
Ich grinse breit.
Jetzt möchte ich mich direkt an Sie wenden, meine bezaubernde Aufnahmeassistentin. Ich lecke genüsslich über meine Lippen. Hat Ihnen die Lektüre gefallen ? Um ehrlich zu sein, ist es das erste Mal, dass ich mich jemandem in dieser Hinsicht anvertraue. Es war sehr erhellend, das alles einmal festzuhalten und Ihnen zu gestehen – und dadurch auch mir selbst. Tatsächlich hat es mich so angeturnt, dass ich zwischendurch ein Päus­chen machen musste, um mir einen runterzuholen.
Ich lächle wieder. Was für ein Mistkerl ich doch sein ­kann .  .  .
Sagen Sie mal, sind Sie selbst überrascht davon, wie nass Ihr Höschen jetzt ist ? Und das, obwohl Sie eine lebenslange Gehirnwäsche von Hallmark und Lifetime hinter sich haben, die Ihnen eingeimpft hat, Sie bräuchten lediglich Blumen und Süßigkeiten und Candle-Light-Dinner, gefolgt von stillem Sex in Missionarsstellung und einem keuschen Küsschen ? Und natürlich dem obligatorischen Einkauf bei IKEA am nächsten Morgen, bei dem Sie sich auf eine hübsche neue Couch einigen ? Stellen Sie sich, meine bezaubernde Aufnahmeassistentin, trotz alldem nicht gerade vor, wie meine heiße, nasse Zunge immer wieder um Ihren empfindlichsten Punkt herumwirbelt ? Wünschen Sie sich nicht, ich wäre bei Ihnen und würde Sie lecken und küssen und an Ihnen ­
­saugen, bis Sie zucken und beben, als hätten Sie versehentlich an einen elektrischen Zaun gelangt ? Sie sind ein einzigartiges Puzzle, meine Schöne. Und ein seltener Schatz, der sich hinter einem schweren Vorhängeschloss verbirgt. Aber wissen Sie was ? Meine Worte haben schon begonnen, es langsam aufzusperren .  .  .
Was wollen Sie also gegen jenes dunkle Begehren tun, das sich jetzt in Ihnen regt ? Wollen Sie es einfach ignorieren, oder lassen Sie zu, dass es an die Oberfläche steigt ? Vielleicht sollten auch Sie die Gelegenheit nutzen, um sich selbst zu berühren, und mal ganz aufrichtig über Ihre geheimsten Wünsche nachdenken ; darüber, was Sie wirklich anturnt, und nicht über das, was Sie anturnen sollte. Fassen Sie sich an, meine bezaubernde Aufnahmeassistentin, und erforschen Sie Ihre verborgensten, dunkelsten Fantasien. Ihnen wurde Ihr Leben lang der ganze Valentinstagsmist eingetrichtert, nicht wahr ? Aber das wollen Sie ­alles gar nicht wirklich. Sie würden den ganzen Kitsch sofort in die Tonne kloppen, um stattdessen einmal wie ein tollwütiges Tier loszubrüllen. Habe ich recht ?
Mittlerweile grinse ich übers ganze Gesicht und stelle mir irgendein graues Mäuschen in den mittleren Jahren vor, die in einem winzigen Büro in Dallas oder Des Moines oder Mumbai hockt und mit großen Augen und einer pochenden Klit meine geistigen Ergüsse liest.
Ich weiß schon, was Sie jetzt denken : Widerlicher Mistkerl ! Arschloch ! Absoluter Narzisst ! Und all das stimmt natürlich, meine Liebe. Aber wissen Sie was ? Widerlicher, dreister Mistkerl hin oder her – wenn ich jetzt bei Ihnen wäre und Sie ganz langsam und zärtlich lecken würde, genau so, wie Sie es am liebsten mögen, dann garantiere ich Ihnen, dass ich Sie innerhalb weniger Minuten in die absolute Ekstase versetzen würde und Sie mir für immer verfallen wären. Dass Sie heftiger kommen würden, als Sie es je erlebt haben.
Ja, meine Schöne, wenn ich jetzt bei Ihnen wäre und Ihnen beibringen könnte, wozu Ihr Körper in der Lage ist, dann ­müssten Sie es sich leider eingestehen : Mal abgesehen davon, dass ich ein widerlicher, dreister Mistkerl bin, bin ich zufällig auch der Mann Ihrer Träume.

Lauren Rowe

Über Lauren Rowe

Biographie

Lauren Rowe ist das Pseudonym einer amerikanischen Bestsellerautorin und Singer-Songwriterin, die sich für »The Club« ein Alter Ego zugelegt hat, damit sie sich beim Schreiben dieser heißen Liebesgeschichten nicht zurückhalten muss. Lauren lebt zusammen mit ihrer Familie in San Diego, Kalifornien,...

Medien zu »The Club – Flirt«

Pressestimmen

Feigenblatt

»Ein anregendes Lesevergnügen.«

Kommentare zum Buch

Klare Worte mit einem Hauch Romantik
Nicis_Buchecke.blogspot.de am 24.05.2016

Die Gestaltung des Cover lockte meine Augen direkt an, es war mal was vollkommen anderes. Es wirkt elegant und exotisch und macht mehr als neugierig auf den Inhalt. Also schnell war dann die Leseprobe runtergeladen und kaum begonnen war diese auch schon beendet. Spätestens danach musste ich einfach dieses Buch haben. Dieses Buch hat kein langes Vorgeplänkel, sondern der Leser steigt direkt ein. Jonas lernen wir als ersten kennen, wie er sich bei dieser Datingagentur anmeldet. Ich bekam schnell eine Vorstellung von ihm und irgendwie mochte ich ihn auf Anhieb. Wer sich auf Jonas und dieses Buch einlassen möchte sollte nicht zu zart besaitet sein, denn hier wird nix verniedlicht sondern das Kind beim Namen genannt. Mir hat sehr gut gefallen, dass endlich auch das weibliche Geschlechtsorgan nicht immer diesen Kuschelnamen, der an eine Katze erinnert, bekam. Irgendwie ist das in vielen Erotikromanen leider ein Punkt, der für mich immer wieder die Stimmung zerstört. Aber dieses Mal stimmte alles. Ich sehe eigentlich jeden Erotikroman für sich und mag es nicht Vergleiche zu ziehen, allerdings muss ich schon gestehen, dass Jonas mich an einigen Stellen an Christian Grey erinnerte. Ein reicher, erfolgreicher, gut aussehender Mann mit Bindungsängsten trifft auf sie. Sie hat mir übrigens auch sehr gut gefallen. Beide Charaktere überzeugen von sich und waren mir sofort sympathisch und es machte mir großen Spaß jeden für sich auf seinem Weg zu begleiten. Denn die Kapitel sind so aufgebaut, dass die Handlung im Wechsel aus seiner oder ihrer Sicht geschildert wird. Und die Geschichte reißt einen mit, es wird nicht langweilig und man wird förmlich von der Handlung mitgerissen. Das Buch endet daher viel zu schnell und zurück bleibt man mit diesem Cliffhanger, der einen nervös auf den nächsten Teil warten lässt. Dieses Buch ist wirklich gelungen, mit sympathischen Charakteren und einer wunderbar fließenden Handlung. Für jeden Leser, der Freund klarer Worte ist, ein wirklich erotisches Lesevergnügen. 

Wenn Worte mehr anregen, als Taten...
LeseBlick am 13.05.2016

Mal wieder eine neue Erotik-Reihe denken sich wohl viele. Ja, da gibt es schon eine Vielzahl, aber ich widme mich immer wieder gern neuen Reihen aus dem Genre und erhoffe mir das gewisse Etwas. Erotikroman ist nicht gleich Erotikroman und diesen Unterschied muss ein Buch für mich machen können. Erotische Literatur soll für mich schon die Aufgabe haben, dass man sich in die jeweiligen Charaktere hineinversetzen, vielleicht auch hinein fühlen können muss. Diese speziellen Beschreibungen und Umschreibungen müssen einfach stimmig sein und das eigene Kopfkino anregen können. Wenn dies passiert, hat ein Roman in diesem Genre sein Ziel erreicht.   Gott sei Dank war es hier so. Denn weniger die beiden Charaktere Jonas und Sarah konnten mich packen, sondern hier war es vor allem das Vorher. Genau, die beiden haben in dem Reihenauftakt eine besondere Kennenlerngeschichte, nichts à la Chef-Sekretärinnen-Stil oder ähnliches. Bei mir punktet die erste Hälfte des Buches vor allem durch passend gesetzte Direktheit, gepaart mit Witz und Humor und diesem gewissen Prickeln! Dieser Punkt und auch der Schreibstil machten es möglich, dass man beim Lesen wirklich vollkommen dabei war und das Drumherum kurzzeitig vergessen konnte. Wie in der Überschrift bereits erwähnt, konnte mich hier mehr das „was wurde gesagt“ und weniger das „was wurde getan“ begeistern. Spannend, was gezielt benutzte Worte so alles anrichten können…   Mr. Jonas Faraday ist mir einerseits sympathisch, anderseits wieder so typisch. Denn wie bereits viele andere männliche Protagonisten im Bereich Erotik tritt auch er sehr dominant auf und verbirgt ein düsteres Geheimnis, welches aber bereits in diesem ersten Band der Reihe gelüftet wird. Die Autorin lässt uns also nicht allzu lange zappeln. Sarah hingegen wirkt für mich etwas ziellos. Muss immer nur der Mann wissen was er will? Kann es nicht auch mal eine weibliche Aphrodite geben, die weiß was sie will und sich dieses auch nimmt?! Ihre Denk- und Handlungsweisen konnte ich nicht allzu oft nachvollziehen und bei ihr bin ich besonders gespannt, wie sie sich in den kommenden Bänden entwickeln wird. Allerdings kann Sarah mit einem sexuellen Problem aufbieten, welches einige Frauen ansprechen wird und welches in Erotikromanen eher selten besprochen wird. Wenn sich ihr Charakter durchsetzen wird, werden die Folgebände einiges an Kitsch und Schnulze enthalten, was der Reihe meiner Meinung nach nicht gut tun wird.   Fakten, die für mich ein Pluspunkt sind, waren die häufige Nennung von verschiedenen Musiktiteln (am Ende des Buches findet ihr auch einen Link zur Playlist) und die häufige Verwendung von Zitaten, hier bevorzugt von Platon. Dies bringt dem Buch zum einen etwas Lockeres und zum anderen etwas Erwachsenes. ___________________________________________________   Wenn ein Mann sich als Ziel setzt eine Frau zum Orgasmus zu bringen, die dieses Gefühl bisher noch nie erlebt hat und dies immer wieder betont wird, setzt dies irgendwann zu. Ich finde solche Einstellungen plump und sowas von machohaft und mir stand dieses Thema zu sehr im Vordergrund. Orgasmen sind toll, aber keine erzwungenen.   Und dann stoße ich immer wieder an diesem typischen amerikanischen Erotikromanen an, dass es erst heiße, wilde Sexszenen gibt und plötzlich macht es klick und man sieht nur noch zartschmelzende rosa Herzen durchs Buch hüpfen. Müssen sich die Protagonisten immer verlieben? Es kann gerne mal bei einer „Abhängigkeitsbeziehung der besonderen Art“ bleiben, oder?   Mein Fazit Für mich ein prickelnder Auftakt, der hoffentlich nicht zu sehr in die Liebesschiene abdriften wird. Ich erhoffe mir auch in den Folgebänden heiße, animalische Sexszenen und die gezielten Worte, die das gewisse Kopfkino auslösen können. Ich werde die Reihe weiterverfolgen und freue mich, dass Band 2 zeitnah erscheint.

Ein prickelndes Gefühlschaos
Jenny von Seductive Books am 12.05.2016

Was euch erwartet?   Jonas muss verrückt geworden sein. Immerhin hat er sich gerade bei einer sündhaft teuren Datingagentur angemeldet, obwohl es in Seattle mehr als genug Frauen gibt, die mit ihm zusammen sein wollen. Aber genau deshalb braucht er »The Club«: Er möchte nicht nur eine einzige Frau glücklich machen. Im Gegenteil. Er liebt die Abwechslung und genießt seine Freiheit. Zumindest bis er am nächsten Morgen seine E-Mails öffnet und eine private Nachricht der Mitarbeiterin entdeckt, die seine Anmeldeunterlagen ausgewertet hat. Sie möchte anonym bleiben, muss nach Jonas' Lobeshymnen auf sich selbst aber einfach etwas loswerden, das sein übergroßes Ego zutiefst erschüttern dürfte … Dann verrät sie ihm ihr intimstes Geheimnis, und er weiß sofort: Sie ist perfekt. Er muss sie finden. Sofort. Koste es, was es wolle.   Über die Autorin   Lauren Rowe ist das Pseudonym einer amerikanischen Bestsellerautorin und Singer-Songwriterin, die sich für »The Club« ein Alter Ego zugelegt hat, damit sie sich beim Schreiben dieser heißen Liebesgeschichte nicht zurückhalten muss. Lauren lebt zusammen mit ihrer Familie in San Diego, Kalifornien, wo sie mit ihrer Band auftritt und sich möglichst oft mit ihren Freunden trifft.       Meine Meinung   Das Cover ist sehr ansprechend und geheimnisvoll. Es ist genauso wie der Der Club selber, von außen nicht zu erkennen, worum es sich genau handelt. Auch die Farben gefallen mir sehr gut. Auch die kleine Info im Klappenumschlag gefallen mir mega gut. Wie so ein kleines Interview.   Die Geschichte ist aus zwei Perspektive geschrieben. Man erhält einmal Einblick in Jonas und in Sarahs Gefühlswelt. Die wechselnde Perspektiven sind durch Kapitel getrennt, sodass man nicht überlegen muss, wer gerade dran ist. Ich persönlich finde Jonas‘ Perspektive weitaus interessanter und emotionaler als die von Sarah, aber ich bin froh, dass man beide Möglichkeiten hat. Auch der Schreibstil ist flüssig und man wird nur so durch die Geschichte getragen.   Die Geschichte ist total toll. Sie hat eine gewisse Spannung, eine gute Portion Erotik, aber auch das gewisse Maß an Herzschmerz und Romantik sind auch mit enthalten. Der Leser wird gut unterhalten, denn auch der Humor bleibt nicht zu kurz.   Zum Ende hin ging es mir an manchen Stellen dann doch etwas recht schnell, dass ich mich gefragt huch was habe ich denn jetzt verpasst? Jedoch denke ich, dass sich das in den Folgebänden noch klären wird. Das Buch endet spannend, sodass man sich schon auf den nächsten Band freut.   Musik ist eine große Inspiration in dem Buch und hat mich unglaublich fasziniert. Es gibt für so viele Momente, die perfekte Musik. Während des Lesens habe ich mir den ein oder anderen Song angehört und gedacht, jaa genau das ist es. Ich hätte mir am Ende vielleicht eine kleine Liste mit all den Songs gewünscht.   FazitEin prickelnder Gefühlroman, der sich absolut lohnt zu lesen. Ich freue mich schon auf die weiteren Bände.

sinnlich !erotisch ! Gefühle pur !
chrissi die Büchereule am 02.05.2016

Jonas ein Bad Boy schlecht hin . Er nimmt was er kriegen kann und dann geht er zum Club eine Dating Seite im Internet die 25.000 Euro kostet und dann lernt er jemanden kennen eine Frau die nicht seinem Beuteschema entspricht und Welten brechen auseinander. Jonas wird als Frauenheld dargestellt aber wie ich finde mit viel Herz. Ein Mann denn jeder verfällt.Seine Geheimnisse und Ehrlichkeit bei dem Aufnahmebogen haben mich umgehauen.Jonas hat sich von Anfang an in mein Herz geschlichen und seine Entwicklung im Buch war sehr enorm und unvorhersehbar. Sarah ist Aufnahmeassestentin beim Club und überprüft alle Anmeldungen bevor sie angenommen werden und dann kam die von Jonas der ihr paar persönliche Sätze schrieb.Die Proganistin wirkt schüchtern und hat eine Schlechte Meinung von Menschen wie Jonas. Und doch hinterlässt jonas Spuren bei ihr und es Entwickelt sich einiges Zwischen denn beiden. Kann sie Jonas ändern? Ist sie die eine Richtige für ihn? Die Charaktere verändern sich im Laufe des Buches und auch Sarah wird im erotischen Sinne sehr weit gebracht. Die Charaktere machen das Buch, in diesem Fall stimmt es. Der Autorin ist hier ein Goldstück voll Sinnlichkeit, Erotik, lustig aber auch provokativ gelungen. Das Buch lässt einen nicht mehr los und es ist ein toller Auftakt einer Triologie. Auch die Spannung und Erotik kommt nicht zu kurz. Die Geschichte erzählt zwischen denn Zeilen ist sehr bildlich erzählt. Dem Leser läuft ein Film vor dem inneren Auge ab. Das Cover ist sehr undurchsichtig aber wunderschön, passend zu dieser Geschichte. Dieses Buch reiht sich sehr weit oben bei den Erotikbüchern ein und hat mir persönlich am besten gefallen. Besser als die After Reihe. Ich freue mich auf den zweiten Band. Das Buch hat mich beeindruckt, fasziniert und gefangen.

Schonungslose Ehrlichkeit, die zwei Welten miteinander vereint
Blonderschatten's Welt der Bücher am 01.05.2016

Cover:   Die Schattierungen des Covers lassen den Eindruck eines 3D-Effekts entstehen. Eine edle Gestaltung, die sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Einerseits scheint die Gestaltung nicht viel über den Inhalt zu verraten, dennoch lässt sie viel Raum für Interpretationsmöglichkeiten, so können beispielsweise die unterschiedlichen Blätter für die Individualität eines Menschen stehen oder auch dafür, dass einfache Strukturen, doch mehr verbergen, als es im ersten Moment den Anschein hat.     Meinung:   Sarah trägt ihr Herz auf der Zunge, eine, wie ich finde gute Eigenschaft, doch auch ein riskantes Spiel, vermischt mit Wut und flüssigem Mut, hat sich ihre Angst, ihren Job zu riskieren, größten Teils verflüchtigt und Jonas eine ausgiebige, feurige und temperamentvolle Antwort auf sein Profil bei der Dating Agentur zukommen lassen, in der sie ihren Standpunkt ungeschönt und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, auf den Punkt bringt.   [...] Weil Ehrlichkeit die Kehrseite der Demut ist [...] Und wer das eine nicht kennt, kann auch das andere nicht haben. [...]   Jonas ist eine interessante Mischung, einerseits wirkt er überheblich und selbst verliebt und dann tritt eine Seite an ihm zum Vorschein, die diese Oberflächlichkeit in den Schatten stellt und einen Mann verkörpert, der die Frauen wuschig werden lässt. Auf ein solch ausschweifendes Feedback seiner Anmeldung zur Mitgliedschaft hat er nicht gerechnet, doch seine nahezu provokante Ehrlichkeit ist auf Gegenfeuer gestoßen und hat seinen Jagdtrieb auf die Person, die hinter dieser Antwort steckt, entfacht.   [...] Ich frage mich allerdings, ob Sie oder überhaupt irgendein Mann es schaffen könnten, einer Zehnprozentlerin wie mir, also quasi einer Mount-Everest-Frau, dieses Vergnügen zu ermöglichen. Fällt mir schwer, das zu glauben. Und gleichzeitig würde ich gern eines Besseren belehrt werden. [...]   Jonas musste einen herben Schlag einstecken der sein Ego angeknackst hat. Allerdings ist er jemand der sich mit Dingen auseinandersetzt die ihn beschäftigen. Ein kleiner Moment der für ihn große Bedeutung hatte und einen Wendepunkt seiner bisherigen Auffassung darstellt. Er hat gelernt, dass zu Geben mehr Erfüllung schenkt als zu nehmen. Ein Teil der Entwicklung des männlichen Protagonisten zeigt sich daher schon zu Beginn der Geschichte ebenso, woher sein Umdenken rührt, allerdings gerät er mit der unbekannten Aufnahmeassistentin in einen weiteren Entwicklungsprozess, den er so nicht vorhergesehen hat.   Aus irgendeinem Grund will ich ihn tatsächlich in die Knie zwingen und seine Strategie völlig zerstören.   Sarah erschien mir manchmal ein wenig sprunghaft und wankelmütig, doch ihre offenherzige Art bewirkt einen Wandel bei Jonas, der seine leicht negativ angehauchten Wesenszüge vollkommen beiseite schiebt und seiner natürlichen Ader immer mehr freien Lauf lässt. In manchen Situationen muss er allerdings lernen, dass Geld zwar viele Türen öffnet, dennoch aber keine Lösung für sämtliche Problemen oder Hürden darstellt.   >>O ja, und wie bereit ich für dich sein werde! Verlass dich drauf<<, sage ich. >>Pass besser auf, dass du wirklich in Form bist, mein lieber Frauenflüsterer, denn ich werde abgehen wie eine Rakete! Oh, und ich sollte dich vielleicht vorwarnen: Als zahlendes Mitglied deines Clubs erwarte ich um einiges mehr als nur deine >Bestform<. Ich will Sexzellenz, Baby!<<   Die beiden liefern sich ein Katz und Maus Spiel der besonderen Art, welches sich immer weiter aufheizt. Im Laufe der Zeit kristallisiert sich heraus, dass Sarah nur schwer Vertrauen schenken und sich vollkommen öffnen kann. Sie lebt gewissermaßen ihre Erwartungshaltung ohne einer anderen Perspektive die Möglichkeit zu geben, sich zu entwickeln. Jonas ist aufmerksam und spürt, dass er Sarah mit Feingefühl gegenübertreten muss, zumal sie ihm sein übergroßes Ego gerne unter die Nase reibt. Doch auch hinter seiner kühnen Fassade lauert eine traurige Vergangenheit.   Wird Sarah für Jonas nur eine Herausforderung bleiben, die er meistern möchte oder berühren ihre Bissigkeit und ihr Temperament eine Seite in ihm, die den Womanizer in die Knie zwingt?     Charaktere:   Sarah ist eine gewissenhafte Studentin die ein hohes Ziel anstrebt und sich in dem elitären „Club“ Geld nebenher verdient. Gleich ihr erster zu bearbeitende Fall, stürzt sie in ein Chaos, bestehend aus widersprüchlichen Gefühlen. Erlebnisse aus vergangenen Tagen wecken immer wieder Zweifel in ihr, dennoch überwiegt ihr Temperament in einigen Situationen, weshalb sie sich letzten Endes nicht nur in einem Dilemma mit den Club-Regeln befindet sondern einer Gefahr gegenüber steht, bei der ihr klar wird, dass das Spiel gerade erst begonnen hat.   Jonas einen Stempel aufzudrücken scheint leicht, während er seinen Antrag zur Mitgliedschaft des Clubs ausfüllt, doch hinter dieser selbstsicheren Fassade steckt einiges mehr, dass man erst im Laufe der Zeit zu erfassen beginnt. Sarah stellt für ihn eine unwiderstehliche Herausforderung da, die er um jeden Preis nach allen Regeln der Kunst verführen möchte. Doch welchen Preis werden beide dafür zahlen müssen?     Schreibstil:   Lauren Rowe hat einen tollen Reihenauftakt geschaffen, der einiges mehr bietet, als er verspricht. Auch wenn hier einige Klischees bedient werden, durchlaufen wir diese in einem vollkommen neuen Rahmen, der die Geschichte wiederum einzigartig macht.   Das Geschehen durchlaufen wir aus den Blickwinkeln beider Protagonisten. Ein spannendes Unterfangen, denn auf der Suche nacheinander erfahren wir so, wie erfolgversprechend ihre Suche ist, womit Spannungspegel und Nervenkitzel erhöht werden. Sarahs Vorteil liegt darin, dass sie weiß wie ihr so genannter Frauenversteher aussieht, er hingegen scheut keinerlei finanziellen Mittel um SIE ausfindig zu machen.   Mit den Protagonisten kollidieren zwei verschiedene Welten, die jedoch in vielerlei Hinsicht zeigen, dass keine von ihnen, vor schlechten Erfahrungen gefeit ist. Sie begegnen sich auf unterschiedlichen Ebenen und Auffassung. Begonnen hat alles mit einer Mail, wodurch ein erstes Band gesponnen wurde, auf dem die restliche Handlung ihren Verlauf nimmt. Ein Punkt der mir in diesem Zusammenhang auch sehr gut gefallen hat, ist die Strukturierung und der Aufbau der Geschichte. Ich liebe es, wenn in Büchern Sachverhalte durch unterschiedlich Schriftarten, fett oder kursiv Druck hervorgehoben werden und man so schon gleich neugierig wird, wenn man beim umblättern auf diese aufmerksam wird.   Zum Ende der Geschichte hat die Autorin ein vollkommen neues Element in die Geschichte eingebaut, welches zu einem unerwarteten Wendepunkt geführt und den Spannungspegel nochmal auf ein anderes Level hat ansteigen lassen. Die sprachliche Ausarbeitung ist gelungen und passt zu den Wesenszügen der Charaktere, die ihre Individualität hervorheben. Manche wenige Stellen hingegen haben auf mich zu barsch und umgangssprachlich gewirkt, was sich bei der Übersetzung vielleicht aber auch nicht anders hat bewerkstelligen lassen.   Eine fesselnde Geschichte, die mit allem punktet, was ich in einer Geschichte suche. Charme, Humor, Sarkasmus, sinnliches Knistern und Spannung. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung und hoffe, dass die Zeit bis dahin genauso verfliegt, wie die Seiten im Buch, während ich den Inhalt verschlungen habe.

Romantische, witzige und prickelnde Liebesgeschichte!
buecherhaut.blogspot.com am 24.04.2016

Ausführliche Rezension unter:   buecherhaut.blogspot.com/2016/04/rezension-club-flirt-von-lauren-rowe.html   Meine Meinung:   Cover: Mir gefiel das Cover von Anhieb sehr gut. Zum Ende der Geschichte, versteht der Leser auch den Zusammenhang mit den tropischen Blättern und der Geschichte. Der Kontrast zwischen dem schlichten Schwarz-Weiß und dem pinken Titel ist stimmig. Außerdem ist die Haptik ist sehr angenehm.   Inhalt: Anfangs habe ich einen erotischen Roman über einen Sexclub erwartet. Jedoch nimmt die Handlung sehr schnell eine unerwartete Wendung. Schließlich entpuppt sich dieser Roman als ein romantischer, humorvoller Liebesroman, mit sexuellen Handlungen. Der angenehme Schreibstil von Lauren Rowe macht es dem Leser sehr leicht. Man kommt zügig voran. Obwohl dieser Roman auch in wechselnder Perspektive ( Sprünge zwischen Sarah und Jonas ) erzählt wird, hat er mir sehr gut gefallen. Endlich ist die Protagonistin mal kein unschuldiges, tollpatschiges Küken. Leider ähneln einige Inhalte diversen anderen Romanen aus diesem Genre.   Charaktere:   Jonas: Er ist ein atemberaubend gutaussehender Millionär mit Schicksalsschlag in der Vergangenheit, der ihn in seiner Sexualität prägt. Dieser Mann setzt alles in Bewegung, um seine Frau der Träume zu finden. Koste es was es wolle. Eigentlich ein absoluter Traummann.   Sarah: Junge selbstbewusste, attraktive und um einen lockeren Spruch nicht verlegene Studentin. Jedoch hat sie auch leichte Komplexe. Mir war sie von Anfang an sehr sympathisch.   Fazit:   Obwohl das Buch anders war als erwartet, hat es mir doch sehr gut gefallen. Ich hätte tatsächlich nicht geglaubt, dass ich diesen Roman so schnell durchlesen würde. Zwar gibt es ein paar Parallelen zu ähnlichen Geschichten, dennoch sind diese nicht so störend. Es ist ein toller, humorvoller und heißer Auftakt dieser Story. Ich freue mich schon auf die Fortsetzungen und werde diese auf jeden Fall lesen.

Mitreißender, bewegender und romantischer Liebesroman
Bettina am 19.04.2016

✮ Inhalt   Der heißeste Gefühlssturm des Jahres!   Jonas muss verrückt geworden sein. Immerhin hat er sich gerade bei einer sündhaft teuren Datingagentur angemeldet, obwohl es in Seattle mehr als genug Frauen gibt, die mit ihm zusammen sein wollen. Aber genau deshalb braucht er »The Club«: Er möchte nicht nur eine einzige Frau glücklich machen. Im Gegenteil. Er liebt die Abwechslung und genießt seine Freiheit. Zumindest bis er am nächsten Morgen seine E-Mails öffnet und eine private Nachricht der Mitarbeiterin entdeckt, die seine Anmeldeunterlagen ausgewertet hat. Sie möchte anonym bleiben, muss nach Jonas' Lobeshymnen auf sich selbst aber einfach etwas loswerden, das sein übergroßes Ego zutiefst erschüttern dürfte … Dann verrät sie ihm ihr intimstes Geheimnis, und er weiß sofort: Sie ist perfekt. Er muss sie finden. Sofort. Koste es, was es wolle.     Quelle: Piper         ✮ Meinung   Ich habe bei dem TV-Sender Sixx immer wieder die Werbung von diesem Buch gesehen gehabt und dachte mir - frägste mal den Verlag an, in der Hoffnung, dass du vielleicht Glück hast und sie schicken es Dir, da ich noch nie ein Buch aus diesem Verlag bisher las oder rezensiert habe und das unbedingt mal ändern wollte. Und so war es auch. Sofort machte ich das Päckchen auf und nahm das Buch raus und fing an es zu lesen, weil die Neugier in mir geweckt war drauf. Und ich wurde nicht enttäuscht.   Die Geschichte über den Geschäftsmann Jonas Faraday, der bei den Frauen sehr gut ankommt und nichts für die Liebe übrig hat und sich entscheidet bei einer Dating-Agentur anzumelden und nicht ahnt, was sich daraus entwickelt, hat mich mehr als fasziniert und mitgerissen. Ich war sofort in der Story drin und konnte das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen. Die Entwicklung von Jonas und Sarah und deren Vorgeschichte / Vergangenheit fand ich sowas von total süss, romantisch und atemberaubend und vor allem sehr bewegend. Ich dachte zuerst es sei ein absolutes Erotik Buch, aber dem war nicht so, weil sich dahinter eine echte Liebesroman verbirgt. Jetzt, wo ich das Buch zu Ende gelesen habe, möchte ich am liebsten wissen, wie es weitergeht mit ihnen, aber leider muss ich mich wie alle anderen auch noch etwas gedulden.         ✮Fazit   Die Autorin Lauren Rowe, die diese Trilogie schrieb hat mich sowohl mit ihrem Schreibstil als auch mit der Story mehr als überzeugt. Es war flüssig zu lesen und ich war sofort in der Story drin, auch wenn ich mir manchmal dachte "Omg was ist das für ein Buch" - aber es hat mich nicht davon abgehalten es weiter zu suchten und das tat ich auch mehr als dolle. Freue mich schon sehr auf den 2. Band - The Club Match, welcher am 01. Juni 2016 erscheinen wird und dem 3. Band - The Club Love der am 01. August 2016 erscheint.   Dieses tolle Buch wurde mir vom Piper Verlag zur Verfügung gestellt und ich danke dem Verlag sehr dafür, da es sich mehr als lohnte!

the club flirt
ceylan am 18.04.2016

Gelesen in nur einem Tag 

Der etwas andere Club
Birte Schubert am 07.04.2016

Erfrischend!   Ich mag das Buch jetzt schon. Ich finde Jonas keineswegs unsympathisch, nur weil er offen sagt, wie die Dinge sind. Viele würden sicher sagen, dass er arrogant ist, ich hingegen finde ihn einfach nur ehrlich und das ist zur Abwechslung echt erfrischend. Besonders gefällt mir, dass das Buch aus der Sicht des Mannes und nicht wie sonst aus der Sicht der Frau geschrieben ist. Bin gespannt wie es weitergeht.

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