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Paris Hollywood
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Beschreibung
Die turbulenteste Liebeskomödie des Jahres
Das Herz von Filmkritikerin Marianne Corvo schlägt für die große Leinwand, nicht so sehr für große Stars. Doch als sie den ebenso genialen wie gefürchteten Hollywoodstar Ben Whyte interviewen soll, stolpert sie von einem Fiasko ins nächste. Zwischen Blitzlicht, Bodyguards und NDAs wird Paris zum Drehort einer Liebe, die niemand geplant hat. Kann eine Frau mit bissigen Filmkritiken und improvisiertem Englisch dem begehrtesten Mann der Welt widerstehen?
Über Cécile Mury
Aus „Paris Hollywood“
1
Vertigo
Selbst der Teppichboden weiß, dass ich hier nichts zu suchen habe. Voller Verachtung raschelt er unter meinen Sneakern. Hôtel Meurice, fünf Sterne, dritte Etage. Ich streife an vergoldeten Zierleisten entlang durch einen zu stillen Flur, dessen cremefarbener Luxus mich komplett zu verschlingen droht.
Fast vermisse ich das Durcheinander, das unten herrscht. Den von der Rue de Rivoli bis zur Concorde gesperrten Fußweg. Die Schreie, das Gehupe. Die Hälfte aller Pariser Polizisten – ich übertreibe nur ein klein wenig – ist im Einsatz, und sie haben alle Hände [...]
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Sie haben selbst, wie Ihre Heldin Marianne, jahrelang als Filmjournalistin gearbeitet. Haben Sie sich in der Zeit auch einmal in einen Star verliebt, den Sie interviewt haben?
Ja und nein. Anfang der 2000er Jahre, als ich eine junge Journalistin war, habe ich mich Hals über Kopf in Russell Crowe verliebt, der damals auf dem Höhepunkt seines Ruhms und seines Talents stand. Ich kannte ihn überhaupt nicht, bevor ich Gladiator gesehen habe, und als ich aus dem Kino kam, war ich verliebt.
Ist irgendetwas davon in dem Buch zu finden? Natürlich!
Damals inspirierte mich diese jugendliche Schwärmerei zu der Idee eines umgekehrten Notting Hill, ganz zufälligerweise mit einer Filmjournalistin in der Hauptrolle. Ich schrieb ein paar Seiten, die fast schon Fanfiction waren, und gab dann auf. Viele Jahre später stieß ich beim Aufräumen wieder auf diesen Text und hatte viel Spaß beim erneuten Lesen. Ich beschloss, ihn zu überarbeiten und weiterzuschreiben, und war sofort Feuer und Flamme! Es ist natürlich kein Zufall, dass mein Held Ben Whyte Neuseeländer ist, genau wie Russell Crowe…
Was war Ihr größtes Missgeschick bei einem Interview mit einem Star?
Ich werde nicht sagen, um wen es sich handelt, aber vor einigen Jahren, am Ende eines Interviews mit einem sehr bekannten Schauspieler, beugte er sich zu mir hinüber, um mir eine leichte Umarmung nach amerikanischer Art zu geben. Leider hatte ich einen sehr französischen Reflex: Instinktiv gab ich ihm einen Kuss auf die Wange.
Er schlug sich laut auf seine Wange. Ich werde mich immer an die große, unangenehme Stille erinnern, die darauffolgte, und daran, wie schnell ich davonrannte und ein unverständliches „Au revoir“ stammelte! Ich lache noch immer darüber und habe diesen Fauxpas sogar in eine Szene meines Romans eingebaut.


























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