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Krallen rein!

Krallen rein!

Über das wahre Leben mit Katzen

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Krallen rein! — Inhalt

»Krallen rein« ist ein Plädoyer für die Katz ohne Kompromisse. Ein Buch, in dem Katzenfreunde erfahren, wie es sich als Eigentum einer Katermeute so lebt, was die frisch eingeritzten Hieroglyphen in den Möbeln bedeuten und wie die Katzen schon auf der Kairoer Konferenz vor 30.000 Jahren ihre Herrschaft über die Menschheit planten. Außerdem übersetzen die Autoren salbungsvolle Sprüche aus Katzenkalendern in die Wahrheit, verraten, wieso kraftvolles Kacken ein Liebesbeweis ist und offenbaren, warum man nach der Bestrahlung der Katzenschilddrüse wochenlang nuklear verseuchte Streu in einem Strahlenfass sammeln muss.

€ 9,99 [D], € 9,99 [A]
Erschienen am 01.03.2016
304 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-97386-1

Leseprobe zu »Krallen rein!«

Vorwort
oder
Eine Warnung

 


Wenn eine Katze in Ihr Leben tritt, ändert sich alles. Sie betreten eine neue Welt. Eine Welt ohne Schlaf. Eine Welt ohne Ruhe. Eine Welt voller ungeahnter Sorgen. Eine Welt schillernder Horizonte.
Sie werden ganz neue Gerüche kennenlernen, für die Sie nicht einmal einen Namen haben, und ganz neue Geräusche, die Sie aufschrecken lassen, tief in der Nacht, wenn das Rätseln beginnt: War dies nun ein Einbrecher, der die Terrassentür ausgehebelt hat, oder doch eher der Kater, der die größte Zimmerpalme des Hauses in ihrem schweren [...]

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Vorwort
oder
Eine Warnung

 


Wenn eine Katze in Ihr Leben tritt, ändert sich alles. Sie betreten eine neue Welt. Eine Welt ohne Schlaf. Eine Welt ohne Ruhe. Eine Welt voller ungeahnter Sorgen. Eine Welt schillernder Horizonte.
Sie werden ganz neue Gerüche kennenlernen, für die Sie nicht einmal einen Namen haben, und ganz neue Geräusche, die Sie aufschrecken lassen, tief in der Nacht, wenn das Rätseln beginnt: War dies nun ein Einbrecher, der die Terrassentür ausgehebelt hat, oder doch eher der Kater, der die größte Zimmerpalme des Hauses in ihrem schweren Topf zu Fall brachte? Glas wird splittern. Keramik wird bersten. Regale werden fallen.
Sie werden lernen, dass der Mensch jedes Obst mit Schale essen, die Katze dafür Sofas schälen kann. Wie ein Ingenieur werden Sie begreifen, dass alles, was Sie umgibt, aus Einzelteilen besteht, denn die Katze wird sie eines Tages gut sortiert vor Ihnen ausbreiten. Falls Ordnung, Sauberkeit, Ruhe oder andere spießige Werte Ihren Geist jemals eingeengt haben: Jubilieren Sie – Ihre Katze wird Sie davon befreien!
Auf der Suche nach dem verschwundenen Tier werden Sie ­lernen, die Landschaft oder die Stadt, die Ihr Heim umgibt, mit ganz anderen Augen zu sehen. In den Möbeln und an den Wänden finden Sie Hieroglyphen vor. Kunstvoll eingeritzte Bande in die Vergangenheit. Ehrerbietungen der Haustiger an ihre alten ägyptischen Göttinnen. Selbst Ihre Träume werden sich verändern. Mit geweiteten Augen rasen Sie in der Nacht durch dunkle Kammern und verwinkelte Schluchten, immer dem Tier hinterher, das Sie längst im Griff hat. Am Tage verwandelt sich Ihre Sprache in ein einziges Drama aus Wort und Klang. Entweder geben Sie nur noch Befehle aus wie ein längst von Rekruten entmachteter Obergefreiter, oder Sie verfallen in fanatisches Fauchen, schluchzendes Schnurren oder kieksendes Kauderwelsch. Kein Mensch, der nicht selber ein paar Katzen gehört, wird Sie noch länger verstehen. Niemand, dessen Haut von Kratzern frei und dessen Seele von diesen Geschöpfen unberührt ist, wird mit Ihnen Ihr Leben teilen.
Wenn die Katze Sie findet, dann war’s das.
Wenn die Katze Sie findet, beginnt ein neuer Akt Ihres Lebens.
Falls Sie wie wir bereits lange mit Katzen leben, finden Sie sich in diesen Geschichten wieder – und schenken dieses Buch jedem, der noch ernsthaft glaubt, was in den Katzenkalendern steht.
Falls Sie noch unerfahren sind und mit dem Gedanken spielen, sich für einen Mitbewohner dieser Spezies zu öffnen – vergessen Sie das Image der Katze als ruhigen, zum Pelztier gewordenen Buddhisten und lesen Sie auf den folgenden Seiten die unzensierte Wahrheit.
Es ist im Übrigen ein Wunder, dass dieses Buch pünktlich in den Läden liegt. Denn drei Tage bevor wir das fertige Manuskript an den Verlag schicken wollten, war es plötzlich weg. So, wie alles weg war. Der Kater lag auf der Tastatur und sah uns an, als sage er: »Was muss ich da alles über mich lesen? Habe ich das autorisiert?« Mit einer einzigen Schrittfolge seiner Pfoten hatte er sämtliche Dateiversionen zunichtegemacht. Da wir täglich speichern, müssen es im Laufe der Arbeit über 125 Stück gewesen sein. Panisch klickten wir uns durch die Ordner. Wir wussten, dass Katzen fähig sind, die Strukturen zu verschieben und digitale Kisten unentwirrbar ineinander zu verschachteln. Gerade kam uns eine Idee, wohin der Ordner »Krallen rein!« gelangt sein könnte, da rannte der Kater erneut über das Keyboard. Was aussah wie wilde Willkür, war in Wirklichkeit die zerstörerischste Tastenkombination der EDV-Geschichte. Der Bildschirm wurde erst schwarz, dann blau, dann gab es einen Blitz. Schließlich erschien ein kleines Fenster in der Mitte. Ein Fehlercode. Niemand konnte ihn identifizieren. Nicht die IT aus dem Dorf. Nicht die IT im Verlag. Selbst der gütige, gratis ­gewährte Blick, den ein Experte der NSA auf den Rechner warf, brachte den Zugriff nicht zurück. Sollten Sie noch jung sein, Informatik studieren, in fünf oder zehn Jahren für die berühmte amerikanische Behörde arbeiten und dort im Büro vom legendä­ren Cat Shutdown des Jahres 2015 hören . . . jetzt wissen Sie, was damit gemeint ist.
Als wir, erfüllt von großer Müdigkeit und Ermattung, ganz unten angekommen waren, vor uns Tage und Wochen einer handschriftlichen Rekonstruktion des Geschriebenen aus dem Gedächtnis, bei der wir jeden Abend die Blätter im Tresor vor den Katzen in ­Sicherheit zu bringen gedachten, da betraten wir das Büro und fanden den Rechner eingeschaltet vor. Auf dem Bildschirm, glänzend weiß und geöffnet: die Datei mit dem Manuskript.
Der Kater saß daneben.
Wortlos meinte er: »So. Und das nächste Mal setzt man mich vorher in Kenntnis ...«
Die aktiven Helden dieses Buches sind vier der siebzehn Katzen, mit denen wir insgesamt bislang unsere Leben teilten: Gobi (♀), Tenhi (♂), Krischiperry (♂) und Gandhi (♂). Die Geschichten beginnen vor zehn Jahren, als wir mit Gobi das Haus im Münsterland bezogen. Wie im echten Leben stehen die Katzen mal gemeinsam auf der Bühne, mal treten sie ab, weil ihre Zeit gekommen ist. Kater Tom zum Beispiel, der viel zu kurz bei uns lebte, findet sich nur im Nachwort wieder. Einige der Katzen, die uns vor dieser Zeit gefunden hatten, finden in der Erinnerung Erwähnung. Keine war wie die andere, denn sämtliche Katzen auf dem Erdenrund haben ihren eigenen Charakter. Einiges aber teilen sie dann doch.
Die Kenntnis der Mathematik, um den richtigen Ansprungswinkel zu errechnen, bei dem das Regal garantiert umfällt.
Die Kenntnis der Psychologie von Machiavelli bis Adler, um dem Menschen stets das Gefühl zu geben, er wäre von selbst auf die vollständige Erfüllung ihrer Wünsche gekommen.
Und schließlich . . . die unbedingte Loyalität, sobald man sich ihrer nach langen Lernprozessen als würdig erwiesen hat.
Seien Sie vorbereitet.

 


»Die Menschheit lässt sich grob in zwei ­Gruppen einteilen: in Katzenliebhaber und in vom Leben Benachteiligte.«
(Francesco Petrarca)


Heißt auf Deutsch:
Die Katze stählt den Menschen. Unerbittlich. Die Fremdenlegion ist ein Kindergeburtstag dagegen. Ein Tortenback-Seminar für Marzipandoppeldecker mit rosa Zuckerglasur. Wer mit Katzen lebt, wird zum Athleten der Geduld und übt sich in Strategien, mit denen sich Weltkonzerne leiten und Imperien errichten lassen. Ohne Erbarmen rammt die Katze mit ­ihrem flauschigen Dickschädel Löcher in den Wall aus Bequemlichkeit, den man sich vor ihrer Existenz errichtet hat. Zuverlässig fegt das Training, das sie einem zukommen lässt, sämtliche »Benachteiligungen« hinweg. Mangelnde Disziplin, ein unsteter Geist und das eingebildete Bedürfnis, in einem intakten Gebäude länger als zwei Stunden durchschlafen zu müssen, weichen unter dem Kommando der Katze den Fähigkeiten wahrer Sieger. Wo Wille auf Wille trifft, entdeckt man sich selbst zum ersten Mal im Leben. Als vierbeiniger Bildhauer des Daseins fährt die Katze erst dann ihre Krallen wieder ein, wenn sie aus dem rohen Block Mensch, den sie sich erwählt hat, den Helden herausschälte, der allem und ­jedem trotzen kann.

Oliver Uschmann

Über Oliver Uschmann

Biografie

Oliver Uschmann wurde geboren, als seine Eltern es für angebracht hielten und wuchs in Wesel am Niederrhein auf. In Bochum studierte er Literatur und in Berlin das Leben. Mit seiner Frau Sylvia Witt veröffentlicht er Jugendromane, Erwachsenenromane sowie lustige und ernste Sachbücher. Ihre bekannte...

Sylvia Witt

Über Sylvia Witt

Biografie

Sylvia Witt wurde geboren, als ihre Mutter es für angebracht hielt und wuchs in Köln sowie Bad Homburg auf. In Düsseldorf studierte sie Grafik-Design und im Maghreb das Leben. Mit ihrem Mann Oliver Uschmann veröffentlicht sie Jugendromane, Erwachsenenromane sowie lustige und ernste Sachbücher. Ihre...

Pressestimmen

Rheinische Post

»Wie die Katze ihren zweibeinigen Dosenöffner hypnotisiert, so zieht das Buch den Leser in seinen Bann.«

echt!

»Ein MUSS für jeden Katzenfan und alle anderen.«

Brauser - Das Magazin

»Einfach krallenscharf und schnurrbartschlau!«

Saar-Scene

»Die Autoren wissen ganz genau, wovon sie schreiben.«

Inhaltsangabe

Inhalt


Vorwort oder Eine Warnung
Der Einzug oder Wer hat mich eigentlich gefragt? 
Die Integration (1) oder Wie man einen misstrauischen ­Scheunentiger zähmt
Das Kacken und das Kotzen oder Die liebevolle Sorge um sich selbst und andere
Das Schneckenbecken
Das Spieleparadies oder Lichtstrahlen und Superhydraulik
Die große Gartenrunde oder Das magische Wort und der Fluch von Sachmets Sünde
Die strahlende Katze oder Die Freuden der Kernkraft
Die aufrichtige Prügelstrafe oder Wer wagt es, mir heute ­Sorgen zu machen? 
Die Integration (2) oder Hunger, Eifersucht und die ­Astgabeln der Zukunft
Nähe und Distanz oder Die Magnetisierung der Katze
Die Integration (3) oder Einwanderung mit Hindernissen
Der Sozialkater
Die Fliegenjagd oder Drei Männer auf der Pirsch
Der Waschtag oder Die effiziente Dreiviertelstunde
Das Wecken oder Die erfolgreiche Domestizierung des Menschen
Nachwort (1) oder Der Tod
Nachwort (2) oder Ein wenig Schwung zum Schluss

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