
Die Sirene - eBook-Ausgabe
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Beschreibung
„Hätte Lampedusa nur diese Parabel vom Glück und der Einsamkeit des Auserwählten geschrieben, er wäre damit schon ein großer Dichter gewesen“. So urteilte die Presse über die Titelerzählung dieses Bands, in deren Mittelpunkt ein alter Mann steht, der in seiner Jugend die Liebe einer Sirene erfahren hat und deswegen für den Rest seiner Tage keine andere Frau mehr zu lieben imstande ist. Auch in jeder anderen der hier versammelten Erzählungen, ob sie nun unmittelbar an Lampedusas weltberühmten Roman „Der Leopard“ anknüpfen, die Welt eines kleinen Angestellten in der Großstadt schildern oder das…
„Hätte Lampedusa nur diese Parabel vom Glück und der Einsamkeit des Auserwählten geschrieben, er wäre damit schon ein großer Dichter gewesen“. So urteilte die Presse über die Titelerzählung dieses Bands, in deren Mittelpunkt ein alter Mann steht, der in seiner Jugend die Liebe einer Sirene erfahren hat und deswegen für den Rest seiner Tage keine andere Frau mehr zu lieben imstande ist. Auch in jeder anderen der hier versammelten Erzählungen, ob sie nun unmittelbar an Lampedusas weltberühmten Roman „Der Leopard“ anknüpfen, die Welt eines kleinen Angestellten in der Großstadt schildern oder das sizilianische Kindheitsparadies des Autors beschwören, erweist Lampedusa seine Meisterschaft und bestätigt, dass er zu Recht zu den bedeutendsten italienischen Autoren des 20. Jahrhunderts gezählt wird.
Über Giuseppe Tomasi di Lampedusa
Aus „Die Sirene“
Erinnerungen
Eine meiner frühesten Erinnerungen, die ich zeitlich genau festlegen kann, weil sie sich auf eine historisch verifizierbare Tatsache bezieht, geht auf den 30. Juli 1900 zurück, mithin auf eine Zeit, zu der ich ein paar Tage älter als dreieinhalb Jahre war.
Ich befand mich zusammen mit meiner Mutter[i] und ihrer Zofe (wahrscheinlich Teresa, aus Turin) in ihrem Ankleidezimmer. Dieses Zimmer war eher lang als breit und bekam sein Licht von zwei sich gegenüberliegenden Fenstertüren, die an den schmalen Seiten lagen, von denen die eine auf den engen Garten [...]
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