Der Zwölfte Mann ist eine Frau

Mein unerhörtes Leben als Fußball-Fan

E-Book

€ 9,99 inkl. MwSt.

Wenn du ins Stadion gehst, kommst du nach Hause: Wiebke Porombka erzählt von ihrem Leben als Fan und als Frau. Und was der Fußball uns über die Welt verrät. Ein außergewöhnliches Buch über eine Leidenschaft, die niemals zu Ende geht.

 

Alles begann, als Völler zu Werder kam. Aber sie musste die Klappe halten, wenn sie mit ihrem Bruder »Sportschau« gucken wollte, und fing sich eine, wenn sie »blödquatschte«. Mädchen und Fußball – in den achtziger Jahren, als Wiebke Porombka zum Fan wurde, war das bestenfalls eine harmlose Verirrung. Und heute, wo Millionen Mädels mit Fähnchen im Haar die Eventmeilen bevölkern? Ist die Verirrung nur umso größer. Denn echte Fans, so zeigt Porombka in ihrem Buch, bleiben allein, auch wenn Tausende um sie herumstehen. Im Stadion ist es fast wie am Meer: Man wird verschluckt, und es gibt keinen Anfang und kein Ende mehr …

 

Anhand eines Spieltags beschreibt die Autorin, was es heißt, Fan zu sein. Und dazu noch Frau. Sie erzählt von Männern, die gern Ahnung haben und mit Statistik protzen; von ahnungslosen Frauen, die sich fragen, ob Jogi Löw schwul ist; von den magischen fünfzehn Minuten vor dem Anpfiff und der entscheidenden Viertelstunde nach der Pause; weshalb Frauenfußball bescheuert ist – und warum das Spiel

wieder Typen wie Borowka braucht.

  • € 9,99 [D], € 9,99 [A]
  • Erschienen am 14.05.2013
  • 224 Seiten , WMEPUB
  • ISBN: 978-3-8270-7642-7
 
 

Leseprobe zu »Der Zwölfte Mann ist eine Frau«

1. Schmerz, lass nicht nach
oder: Wie ich einmal Schläge kassierte,
wegen einer roten Karte

Fußball mag ein durchaus passendes
Spiel für harte Mädels sein, als Spiel
für feinsinnige Knaben ist es wohl
kaum geeignet.
(Oscar Wilde)


Die erste Ohrfeige meines Lebens verpasste mein
Bruder mir am 13. Oktober 1982. Ich saß im Frotteeschlafanzug
auf dem Sofa, beseelt vom Glück, nicht wie
sonst nach der »Sesamstraße« ins Bett gehen zu müssen,
sondern mit meinem Bruder und meinem Vater
das Freundschaftsspiel England–Deutschland sehen zu
dürfen. Während die deutsche Mannschaft in späteren
Jahren vor allem [...]

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Wiebke Porombka

Wiebke Porombka

Wiebke Porombka, geboren 1977 in Bremen, ist Werder-Fan, seit Völler an die Weser kam. Fünfzehn Spielzeiten später studierte sie Neue deutsche Literatur und Philosophie in Berlin und promovierte im selben Jahr, als Frings nach Toronto wechselte, über die »Medialität urbaner Infrastrukturen«. Seit mehr ...

Rezensionen und Pressestimmen

Donaukurier


»Porombka hat Ahnung vom Fansein, und ihre kleinen und größeren Betrachtungendazu, beschreibt sie liebevoll, treffend, aber auch schonungslos. Sie kann sich herrlich über Fußball-Touristen echauffieren. Leute, die nichts vom Fußball und schon gar nicht vom Fan-Sein verstehen. Und sie beschreibt viele ehrliche und amüsante Episoden aus ihrem eigenen Fan-Dasein.«   

NZZ


»Die Akteure wechseln, der "Geist" bleibt, und zum Geist gehört auch das Leiden am Lieblingsklub. Dass dieser Geist letztlich nichts anderes ist als das kleine Quantum Halt, das auch die Treue zum Heimatverein einer Lebensgeschichte verleihen kann, macht Porombkas Buch auf ganz unangestrengt heitere Art deutlich. Denn dies ist kein weiterer Beitrag zur Philosophie des Fussballs, die neuerdings so viele Intellektuelle umtreibt. [...]. Ihr Buch ist stattdessen, kurz gesagt, eine Autobiographie im Zeichen des W.«   

Bremen4U (Weser-Kurier)


»Vor allem Werder-Fans werden mit sympathischen Anekdoten unter anderem zu König Otto, Karl-Heinz Riedle, Tim Wiese und Marko Arnautovic ihren Spaß an diesem Buch haben. Damit darf es als Pflichtlektüre für die Grün-Weißen eingeordnet werden. Mit ihren treffenden Betrachtungen zum Thema Fansein schießt sich Wiebke Porombka in die Champions-League der Fußballbücher. Nicht nur Frauen, sondern gerade auch Männer werden ihre Freude an diesem Buch haben.«   

Die Zeit


„Man möchte aus jeder Seite einen Satz zitieren. … Selten wurde so deutlich und so plastisch, dass Fußballfans echte Gläubige sind und der Fußball in säkularisierten Gesellschaften den vakanten Platz der Religion einnimmt.“   

Spiegel online


"Porombkas Buch ist halb Hommage, halb kulturtheoretische Betrachtung, die eine Phänomenologie des Stadionbesuchs miteinbezieht. Liebevoll geschrieben, unbedingt parteiisch ("Fußball ist Heimat"), oft amüsant: Ein Kapitel heißt "0:4 beim Pokalfinale oder Warum es eine Charakterfrage ist, Bayern-Fan zu sein", ein anderes: "Wadenbeißer und Stiernacken oder Warum das Spiel wieder Typen wie Borowka braucht". Und weil Porombka bei allem Spott über allwissende Männer auch ihre eher an ästhetischen Bewertungen der Spieler interessierten Geschlechtsgenossinnen nicht verschont, braucht ihr niemand vorzuwerfen, sie wäre auf einem Auge blind. Ein Leben als Fan und als Frau: Wiebke Porombka ist nicht die einzige. Aber eine der ersten, die darüber schreibt."   

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