Judith Lennox | Neuerscheinung
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»Die Frau des Juweliers« - der neue Frauenroman von Judith Lennox

Donnerstag, 24. November 2016 von Judith Lennox


Die funkelnde Geschichte einer englischen Juweliersfamilie im 20. Jahrhundert

Mit »Die Frau des Juweliers« legt Judith Lennox einen weiteren Jahrhundert-Roman vor, der all die Schwierigkeiten, Irrungen und Wirrungen beleuchtet, mit denen Frauen im frühen 20. Jahrhundert zu kämpfen hatten.

Um einen genaueren Blick in das Buch zu erlangen, verrät die Autorin in ihrer Nachbemerkung zur deutschen Ausgabe von »Die Frau des Juweliers« mehr über ihre Protagonisten und gewährt einen kleinen Blick hinter die Kulissen ...

Judith Lennox über ihr neues Buch »Die Frau des Juweliers«

Die Träume einer jungen Frau

Kairo, 1938: Juliet ist neunzehn Jahre alt, als sie dem wohlhabenden Londoner Juwelier Henry Winterton begegnet. Er erzählt ihr von seiner Familie und seinem Haus, Marsh Court, im Marschland des Blackwater-Deltas in Essex. Sie hält das, was sie empfindet, für erwachende Liebe zu diesem Mann, tatsächlich jedoch ist es Sehnsucht nach etwas Dauerhaftem, einem Zuhause, einem Ende des Umherstreifens.

Die beiden heiraten, und Juliet lebt nun in Marsh Court. Erfahren und naiv zugleich, hat sie keine Ahnung, was von einer großbürgerlichen Ehefrau erwartet wird – wie man mit dem Personal umzugehen hat, wie man eine neue Garderobe bei einem Pariser Couturier ordert. Sie weiß, dass die Familie Winterton die Erfahrungen, die sie mitbringt – von Wurzellosigkeit, einem Leben von der Hand in den Mund, einem Abenteuer mit einem verheirateten Mann –, unakzeptabel finden würde, und verschweigt sie. So fängt sie an, Dinge zu verheimlichen – eine Gewohnheit, die ihr bleiben wird.

 

Das Geheimnis um Marsh Court

Marsh Court steht am Rand der Salzwiesendes Mündungsgebiets in einer Landschaft, die täglich ihr Gesicht verändert. Wenn die Flut kommt, schneidet das Wasser die Inseln im Delta vom Festland ab. Juliet sieht sich gefangen in ihrer unglücklichen Ehe und dem Lügennetz einer heimlichen Affäre. Der Damm ist ein bedeutungsvoller Ort im Roman, Schauplatz mehrerer Schlüsselszenen. Eine Insel im Blackwater-Mündungsgebiet lieferte mir das Vorbild für das von mir erdachte Thorney Island. Das erste Mal besuchte ich die Gegend im Frühjahr, als schwere Regenfälle und Hochwasser das Gebiet heimsuchten. Der Kai von Maldon war überschwemmt und die Insel nicht zu erreichen, da die einströmende Flut den Damm mit hoher Geschwindigkeit überspülte.

Einige Monate später kehrten wir zurück, nachdem wir über den National Trust einen Besuch gebucht hatten. Die Insel präsentierte sich uns sanft und schön, eine friedliche Oase mit Wildblumen und Schmetterlingen, auch wenn sie sich im Winter gewiss von einer ganz anderen Seite zeigt. Nur ein Haus steht dort – von Wind und Wasser umgeben, ganz den Elementen ausgesetzt.

 

Die Entfremdung der Protagonisten

Den Kern der Handlung in »Die Frau des Juweliers« bildet die Beziehung zwischen Juliet und Henry Winterton. Ihre Ehe scheitert praktisch, noch ehe die Flitterwochen vorbei sind. Henry liebt es, Spannungen zu schüren und andere zu reizen. Er empfindet großes Vergnügen, wenn er selbst seine engsten Freunde und die Mitglieder seiner Familie provozieren und bloßstellen kann. Wie kam es, dass das einzige Mitglied der Familie Winterton, das sie nicht liebgewonnen hatte, ihr eigener Mann war? Das ist die Frage, die Juliet sich stellt.

In »Die Frau des Juweliers« wollte ich der Frage auf den Grund gehen, wie man, gefangen in einer Beziehung, die so schnell scheitert, überleben kann – und wie man sie ertragen und sogar Trost und eine Zukunft finden  kann. Der letzte Teil des Romans spielt in den 1960er-Jahren, zu einer Zeit, als London sich allmählich alter Zöpfe entledigt und bereit ist für einen neuen Lebensstil. Juliet ist mittlerweile zu einer lebensklugen und patenten Frau gereift, die sich schwierigen und beängstigenden Aufgaben stellt und endlich an einem unerwarteten Ort die Liebe findet.

 

 

Eine leidenschaftliche Affäre und ein schreckliches Geheimnis

Judith Lennox ist eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen. Jetzt ist der Herbst da, die Abende werden länger: ideal, um in ihren neuen Roman »Die Frau des Juweliers« zu versinken.

Im Mittelpunkt steht Juliet, die als sehr junge Frau in die englische Juweliersdynastie Winterton einheiratet – beeindruckt von deren selbstbewusster Noblesse und geschmeichelt durch Henry Wintertons drängendes Werben. Marsh Court, der Landsitz der Wintertons, wird ihr schnell zum Zuhause, aber ihre Ehe mit dem stolzen Henry, das muss sie früh erkennen, war ein Fehler. Ausgerechnet Henrys bester Freund wird Juliets Liebhaber. Von ihm lässt sie sich in ein schreckliches Geheimnis hineinziehen, durch das sie am Ende alles verlieren könnte.

Einmal mehr schafft es die englische Erfolgsautorin Judith Lennox, eine starke, beeindruckende Frau zur Schlüsselfigur eines absolut mitreißenden, vielschichtigen Familienromans zu machen, in dem auch die Spannungsmomente und das Zeitkolorit nicht zu kurz kommen. Elegant und mit viel Gefühl begleitet sie ihre Figuren durch drei überaus bewegte Jahrzehnte. Ein großartiger Schmöker und das perfekte Geschenk!


Bettina Feldweg, Programmleitung Malik
 

 

geboren 1953 in Salisbury, wuchs in Hampshire auf. Sie ist eine der erfolgreichsten Autorinnen des modernen englischen Gesellschaftsromans und gelangt mit jedem neuen Buch auf die deutschen Bestsellerlisten. Judith Lennox liebt Gärtnern, ausgedehnte Wanderungen, alte Häuser und historische Stätten. Sie lebt mit ihrem Mann in Cambridge. Die beiden sind Eltern dreier erwachsener Söhne.

 

 

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