Judith Lennox | Neuerscheinung
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20 Jahre Judith Lennox

„Judith Lennox weiß, wie man Leser glücklich macht.“ FÜR SIE

Eine Autorin, die über zwanzig Jahre Bestseller schreibt, ist heute mehr denn je ein absoluter Schatz.

In unserem Interview mit der deutschen Lektorin Bettina Feldweg, die die Autorin seit ihrem erstem Bestseller „Das Winterhaus“ betreut, erklärt sie, was das Besondere an den Büchern der englischen Autorin ist und was dieses Jubiläum für sie beide bedeutet. Lesen Sie hier weiter!

Sie konnten von Judith Lennox´ Geschichten gar nicht genug bekommen? Finden Sie Ihren Traummann mit unserem Quiz: Welcher englische Mann passt am besten zu Ihnen? und nehmen Sie an unserem Gewinnspiel teil!

 

Der neue Roman der ungekrönten Königin des großen englischen Gesellschaftsromans

Zwei Schwestern wie Tag und Nacht und ein schreckliches Geheimnis

Surrey 1970: Rose Martineau führt mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern ein beschauliches Leben. Doch die Idylle wird durch zwei unerwartete Ereignisse jäh bedroht. Zum einen erbt sie ein Haus in den dichten Wäldern von Sussex, das eine eigenartige Aura umgibt. Ursprünglich hatte es der bislang unbekannten Schwester ihrer Großmutter, Sadie, gehört, einer begabten Künstlerin, die eines Tages spurlos verschwand. Zum anderen bringt ein Presseskandal Roses Bilderbuchehe ins Wanken. Rose stürzt sich immer tiefer in die Nachforschungen über Sadie. Wer war diese Frau, warum wurde sie totgeschwiegen? Schließlich geht sie dem düsteren Geheimnis auf den Grund – und muss erkennen, dass alles, was bisher sicher schien, infrage steht.

Das Haus der MalerinDas Haus der Malerin
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Roman

Surrey, 1970: Rose Martineau führt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in Walton-on-Thames ein beschauliches Leben. Doch die Idylle wird durch zwei unerwartete Ereignisse jäh bedroht. Zum einen erbt sie ein Haus in den dichten Wäldern von Sussex, das ursprünglich ihrer bislang vollkommen unbekannten Großtante Sadie gehört hatte – einer Künstlerin, die eines Tages spurlos verschwand. Wer war diese Frau, und warum wurde nie von ihr erzählt?Zum anderen bringt ein Medienskandal Roses Bilderbuchehe ins Wanken. Rose stürzt sich in Nachforschungen über Sadie und geht nach und nach einem düsteren Familiengeheimnis auf den Grund. Beflügelt durch die Erkenntnisse um die starke Persönlichkeit ihrer Großtante, wagt auch sie schließlich einen Neuanfang …
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Gewinnspiel

Feiern Sie mit uns 20 Jahre Judith Lennox!

Seit 20 Jahren schreibt Judith Lennox bewegende und tiefgreifende Romane über Frauen mit interessanten Schicksalen, die sich neu finden und ein eigenes Leben aufbauen müssen. 

Um ihren Erfolg zu feiern, verlosen wir 3 Pakete für Bücherwürmer mit jeweils: einem Yoshi Geldbeutel und einem Printexemplar von „Das Haus der Malerin“! 

WIr drücken Ihnen die Daumen!

Das Gewinnspiel ist beendet.

Fünf Fragen bis zum Traummann

Die Profile

Hier finden Sie die Beschreibungen aller Charaktere, die in unserem Quiz zur Auswahl stehen - so verpassen Sie garantiert nichts!

Devlin Reddaway

Devlin und Sie passen hervorragend zusammen! Als Kriegsveteran hat er schwere Zeiten hinter sich und ist manchmal schmerzhaft ehrlich, doch gerade dafür schätzt man ihn auch. Und wenn er sich erst öffnet, ist er überraschend leidenschaftlich; das ist umso schöner, weil man weiß, dass er es ernst meint. Devlin würde alles für Sie tun.

Dan Falconer

Der pragmatische Dan ist Ihr Kandidat! In ihm finden Sie sowohl einen treuen Freund als auch einen ehrlichen und warmherzigen Geliebten, und seine klugen Entscheidungen helfen Ihnen durch jede Lebenskrise. Die Zukunft mit Dan kann kommen!

Joe Elliot

Zwischen Joe und Ihnen könnte es funken! Seine widersprüchlichen Charaktereigenschaften mögen einen anfangs verwirren. Mal mürrisch und wortkarg, dann wieder zum Flirten aufgelegt –mit ihm ist auf jeden Fall für Abwechslung gesorgt! Und bei einer Sache kann man sich sicher sein: Er ist unendlich treu.

Guido Zanetti

Ihr Traummann heißt Guido Zanetti! Wo er auch hingeht, der gut aussehende junge Mann steht überall gleich im Mittelpunkt – was sich auch auf sein Selbstbewusstsein auswirkt. Zwar wirkt er auf den ersten Blick distanziert und sogar arrogant, als Liebhaber ist er aber leidenschaftlich und zärtlich. Langweilig wird es mit ihm bestimmt nicht!

Felix Corcoran

Felix und Sie sind das perfekte Paar! Der Karikaturist tut nur das, was er mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Seine idealistische Haltung kommt seinem Erfolg manchmal in die Quere, macht ihn allerdings auch rücksichtsvoll und fürsorglich. Und seinem aufgeweckten Charme kann man einfach nicht widerstehen!

Interview mit Bettina Feldweg, der deutschen Lektorin von Judith Lennox

Frau Feldweg betreut Judith Lennox seit nun schon 20 Jahren.
Wir haben sie unter anderem gefragt, was das Besondere an den Romanen der englischen Autorin ist und was dieses Jubiläum für sie beide bedeutet.

Was macht die Bücher von Judith Lennox aus?

Judith Lennox‘ enorme Stärke sind ihre charaktervollen und willensstarken Frauenfiguren, deren Schicksal sie eng mit den jeweiligen Zeitumständen verwebt. Nicht von ungefähr siedelt sie die Handlung oft zur Zeit der Weltkriege oder um sie herum an. Gerade in solchen Krisen und Zeiten des Umbruchs bekommen ihre Heldinnen die Chance, sich zu bewähren, über sich hinauszuwachsen und auch tradierte Rollenbilder infrage zu stellen – Frauen können und müssen Aufgaben übernehmen, die bislang den Männern vorbehalten waren.

Zum extrem überzeugenden Zeitkolorit gehören die akribischen Recherchen. Judith Lennox liest Biografien und Zeitdokumente, arbeitet sich tief in Berufsbilder ein, recherchiert Details zu Kleidermoden und Baustilen – z.B. für ihren neuesten Roman „Das Haus der Malerin“. Sie bereist auch die Schauplätze ihrer Bücher; für den vorliegenden Roman beispielsweise Spanien, wohin es die Künstlerin Sadie, die Titelheldin, verschlägt und wo sie die Auswirkungen des Franco-Regimes zu spüren bekommt.

Hat sich der Schreibstil der Autorin über die Jahre verändert? Wenn ja, wie?

Judith Lennox hat ihren Stil immer weiter verfeinert, die Personenzeichnung immer mehr differenziert. Außerdem hat sie auch ihren zeitlichen Rahmen verlagert. Begonnen hatte sie eigentlich mit historischen Romanen – noch ehe sie mit „Das Winterhaus“ ihren Durchbruch bei den hiesigen Leserinnen schaffte, hatte sie „Bis der Tag sich neigt“ und „Serafinas später Sieg“ veröffentlicht. Erst bei Pendo entdeckte sie das bewegte 20. Jahrhundert als ideale Kulisse ihrer Romane.

Sie betreuen Judith Lennox seit Ihrem großen Erfolg mit „Das Winterhaus“ vor 20 Jahren. Was bedeutet dieses Jubiläum für Sie?

Eine Autorin, die über zwanzig Jahre Bestseller schreibt, ist heute mehr denn je ein absoluter Schatz. Judiths Erfolgsgeschichte ist einzigartig und ihre enge Bindung an unseren Verlag etwas sehr Schönes. Für mich ist es natürlich großartig mitzuerleben, wie ihr Einfallsreichtum, ihre Kreativität und ihre Schreibdisziplin über all die Jahre belohnt wurden. Uns verbindet eine zwanzigjährige Arbeitsbeziehung, die heute auch eine Freundschaft ist – ich habe miterlebt, wie aus Judiths Söhnen junge Männer mit inzwischen eigenen Familien wurden. Heute widmet Judith ihre Romane dem jeweils jüngsten ihrer Enkelkinder.

 

Haben Sie eine Routine, die Sie befolgen, wenn Sie ein neues Manuskript von Judith Lennox bekommen? Worauf freuen Sie sich am meisten?

Lange bevor Judith Lennox ein neues Manuskript abgibt, spricht sie mit ihrer englischen Verlagslektorin und mit mir über ihre Ideen dazu: Handlung, Charaktere, Zeit, Schauplätze; wir diskutieren Plotideen und tragende Elemente, aber auch Details wie zum Beispiel Vornamen. Während des Schreibens zieht Judith sich über Monate zurück. So ist der Moment, wenn sie ein neues Buch abgeschlossen hat und das englische Manuskript mailt, jedes Mal aufregend – zu erfahren, wie sie die Handlungsfäden spinnt und auslegt, Spannung aufbaut, ihr Personal aufstellt, welche Wendungen sie diesmal eingebaut hat, welches Finale sie wählt.

 

Wem möchten Sie die Bücher von Judith Lennox besonders empfehlen?

Leserinnen, die sich nach wirklich guter Unterhaltung sehnen, kommen bei Judith Lennox absolut auf ihre Kosten. Ihre Bücher sind berührend, mitreißend, intensiv; echte emotionale Pageturner mit Niveau. Die beste Lektüre für Herbstabende oder gemütliche Wochenenden auf der Couch. Ihre Beständigkeit ist ein Versprechen: Jedes neue Buch von Judith Lennox ist, wie wenn man über Jahre immer wieder ins selbe Ferienhaus fährt – letztlich sind ihre Romane eine Art Heimkommen.

„Die Frau des Juweliers“

Judith Lennox

Die funkelnde Geschichte einer englischen Juweliersfamilie im 20. Jahrhundert

Mit „Die Frau des Juweliers“ legt Judith Lennox einen weiteren Jahrhundert-Roman vor, der all die Schwierigkeiten, Irrungen und Wirrungen beleuchtet, mit denen Frauen im frühen 20. Jahrhundert zu kämpfen hatten.

Um einen genaueren Blick in das Buch zu erlangen, verrät die Autorin in ihrer Nachbemerkung zur deutschen Ausgabe von „Die Frau des Juweliers“ mehr über ihre Protagonisten und gewährt einen kleinen Blick hinter die Kulissen ...

Judith Lennox über ihr neues Buch „Die Frau des Juweliers“

Die Träume einer jungen Frau

Kairo, 1938: Juliet ist neunzehn Jahre alt, als sie dem wohlhabenden Londoner Juwelier Henry Winterton begegnet. Er erzählt ihr von seiner Familie und seinem Haus, Marsh Court, im Marschland des Blackwater-Deltas in Essex. Sie hält das, was sie empfindet, für erwachende Liebe zu diesem Mann, tatsächlich jedoch ist es Sehnsucht nach etwas Dauerhaftem, einem Zuhause, einem Ende des Umherstreifens.

Die beiden heiraten, und Juliet lebt nun in Marsh Court. Erfahren und naiv zugleich, hat sie keine Ahnung, was von einer großbürgerlichen Ehefrau erwartet wird – wie man mit dem Personal umzugehen hat, wie man eine neue Garderobe bei einem Pariser Couturier ordert. Sie weiß, dass die Familie Winterton die Erfahrungen, die sie mitbringt – von Wurzellosigkeit, einem Leben von der Hand in den Mund, einem Abenteuer mit einem verheirateten Mann –, unakzeptabel finden würde, und verschweigt sie. So fängt sie an, Dinge zu verheimlichen – eine Gewohnheit, die ihr bleiben wird.

 

Das Geheimnis um Marsh Court

Marsh Court steht am Rand der Salzwiesendes Mündungsgebiets in einer Landschaft, die täglich ihr Gesicht verändert. Wenn die Flut kommt, schneidet das Wasser die Inseln im Delta vom Festland ab. Juliet sieht sich gefangen in ihrer unglücklichen Ehe und dem Lügennetz einer heimlichen Affäre. Der Damm ist ein bedeutungsvoller Ort im Roman, Schauplatz mehrerer Schlüsselszenen. Eine Insel im Blackwater-Mündungsgebiet lieferte mir das Vorbild für das von mir erdachte Thorney Island. Das erste Mal besuchte ich die Gegend im Frühjahr, als schwere Regenfälle und Hochwasser das Gebiet heimsuchten. Der Kai von Maldon war überschwemmt und die Insel nicht zu erreichen, da die einströmende Flut den Damm mit hoher Geschwindigkeit überspülte.

Einige Monate später kehrten wir zurück, nachdem wir über den National Trust einen Besuch gebucht hatten. Die Insel präsentierte sich uns sanft und schön, eine friedliche Oase mit Wildblumen und Schmetterlingen, auch wenn sie sich im Winter gewiss von einer ganz anderen Seite zeigt. Nur ein Haus steht dort – von Wind und Wasser umgeben, ganz den Elementen ausgesetzt.

 

Die Entfremdung der Protagonisten

Den Kern der Handlung in „Die Frau des Juweliers“ bildet die Beziehung zwischen Juliet und Henry Winterton. Ihre Ehe scheitert praktisch, noch ehe die Flitterwochen vorbei sind. Henry liebt es, Spannungen zu schüren und andere zu reizen. Er empfindet großes Vergnügen, wenn er selbst seine engsten Freunde und die Mitglieder seiner Familie provozieren und bloßstellen kann. Wie kam es, dass das einzige Mitglied der Familie Winterton, das sie nicht liebgewonnen hatte, ihr eigener Mann war? Das ist die Frage, die Juliet sich stellt.

In „Die Frau des Juweliers“ wollte ich der Frage auf den Grund gehen, wie man, gefangen in einer Beziehung, die so schnell scheitert, überleben kann – und wie man sie ertragen und sogar Trost und eine Zukunft finden  kann. Der letzte Teil des Romans spielt in den 1960er-Jahren, zu einer Zeit, als London sich allmählich alter Zöpfe entledigt und bereit ist für einen neuen Lebensstil. Juliet ist mittlerweile zu einer lebensklugen und patenten Frau gereift, die sich schwierigen und beängstigenden Aufgaben stellt und endlich an einem unerwarteten Ort die Liebe findet.

 

 

Eine leidenschaftliche Affäre und ein schreckliches Geheimnis

Judith Lennox ist eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen. Jetzt ist der Herbst da, die Abende werden länger: ideal, um in ihren neuen Roman „Die Frau des Juweliers“ zu versinken.

Im Mittelpunkt steht Juliet, die als sehr junge Frau in die englische Juweliersdynastie Winterton einheiratet – beeindruckt von deren selbstbewusster Noblesse und geschmeichelt durch Henry Wintertons drängendes Werben. Marsh Court, der Landsitz der Wintertons, wird ihr schnell zum Zuhause, aber ihre Ehe mit dem stolzen Henry, das muss sie früh erkennen, war ein Fehler. Ausgerechnet Henrys bester Freund wird Juliets Liebhaber. Von ihm lässt sie sich in ein schreckliches Geheimnis hineinziehen, durch das sie am Ende alles verlieren könnte.

Einmal mehr schafft es die englische Erfolgsautorin Judith Lennox, eine starke, beeindruckende Frau zur Schlüsselfigur eines absolut mitreißenden, vielschichtigen Familienromans zu machen, in dem auch die Spannungsmomente und das Zeitkolorit nicht zu kurz kommen. Elegant und mit viel Gefühl begleitet sie ihre Figuren durch drei überaus bewegte Jahrzehnte. Ein großartiger Schmöker und das perfekte Geschenk!


Bettina Feldweg, Programmleitung Malik
 

 

geboren 1953 in Salisbury, wuchs in Hampshire auf. Sie ist eine der erfolgreichsten Autorinnen des modernen englischen Gesellschaftsromans und gelangt mit jedem neuen Buch auf die deutschen Bestsellerlisten. Judith Lennox liebt Gärtnern, ausgedehnte Wanderungen, alte Häuser und historische Stätten. Sie lebt mit ihrem Mann in Cambridge. Die beiden sind Eltern dreier erwachsener Söhne.

 

 

Interview mit Judith Lennox zu „An einem Tag im Winter“

Videotranskription

Charaktere, mit denen man sich identifizieren kann, sind das Wichtigste an einem Buch, meint die britische Autorin Judith Lennox. Mehr zur Entstehung ihres Romans „An einem Tag im Winter“ und zu den autobiografischen Aspekten der Geschichte im Interview.

Worum geht es in Ihrem Buch?

Das Buch beginnt in den 1950-ern, genauer 1952. Es handelt von Ellen Kingsley, die ihren ersten Arbeitstag an einem Wissenschaftlichen Institut, Gildersleve Hall, in der Nähe von Cambridge in England auf dem Land antritt. Sie ist eine junge Wissenschaftlerin, deren Karriere gerade beginnt. In einer Zeit, in der die meisten Wissenschaftler männlich sind, beginnt sie in einem von Männern dominierten Arbeitsbereich zu arbeiten.

Sie geht zur Arbeit in Gildersleve Hall, es ist ihr Traum, dort zu arbeiten, als sie dort anfängt, passieren verschiedene Dinge: Sie verliebt sich, außerdem wird sie in eine Tragödie verwickelt. Sie gerät in einen Konflikt mit Dr. Marcus Pharoah, dem Institutsleiter, und das verändert ihr ganzes Leben. Das katapultiert sie in eine Richtung, von der sie nicht erwartet hätte, diese einzuschlagen.

Ellen ist eine sehr ehrliche Person, Ehrlichkeit ist ihr sehr wichtig. Sie wird mit Menschen konfrontiert, die nicht so ehrlich sind, was ihr Leben ebenfalls verändert. Sie muss lernen, ihren eigenen Weg zu finden, an dem festzuhalten, woran sie glaubt, und ihren Weg zu machen.

Für wen haben Sie dieses Buch geschrieben?

Ich schreibe nun seit über 25 Jahren, und ich würde sagen, dass ich in erster Linie für meine Leser schreibe. Aber außerdem schreibe ich auch für mich selbst. Ich hoffe, meinen Lesern gefällt die Art Bücher, die ich gerne lese, die eine starke Handlung haben, die einen motiviert, weiterzulesen.

Romane, die über Charaktere verfügen, mit denen man sich identifizieren kann, mit denen man mitfühlt. Für mich ist das das Wichtigste an einem Buch. Die Handlung spielt für mich an sich nicht so eine große Rolle, aber ich möchte, dass man eine Beziehung zu den Figuren aufbaut. Sie müssen nicht alle nur gut oder nur schlecht sein. Ich glaube, meine Charaktere sind meistens eher eine Mischung. Ich denke, ich schreibe also für Menschen, die meine Bücher über all die Jahre gelesen haben, und natürlich auch für mich selbst.

Was bedeutet Ihnen dieses Buch? 

Meine Eltern waren beide Wissenschaftler, sie haben sich an einem wissenschaftlichen Forschungsinstitut in England auf dem Land in den späten 1940-ern kennengelernt. Hier trafen sie sich, verliebten sich ineinander und verlobten sich. Meine Mutter war Wissenschaftlerin, genau wie Ellen, in einer Zeit, in der nur wenige Frauen als Wissenschaftlerinnen tätig waren. Ich glaube, es war ein ganz schöner Kampf für sie,  Karriere zu machen. Besonders als sie heiratete und Kinder bekam. 

Der Großteil meiner Familie besteht aus Wissenschaftlern oder arbeitet mit ihnen zusammen. Und ich bin eine der wenigen Ausnahmen. Ich weiß also, glaube ich, ein bisschen was über Wissenschaftler. Außerdem dachte ich, es wäre mal etwas anderes, eine Romanheldin aus diesem Bereich zu haben. Man neigt immer dazu, zu denken, es gäbe viele wissenschaftliche Heldinnen in Krimis, allerdings sind es in der Art von Romanen, die ich schreibe, nicht so viele. 

Ein weiterer, persönlicher Aspekt ist, dass ein Teil des Buches in Schottland spielt, auf einer kleinen Insel vor der schottischen Küste, die Seil heißt. Ich bin schon lange mit einem Schotten verheiratet und bin daher eine Menge in Schottland umhergereist. Ich liebe die schottischen Inseln, ganz besonders Seil, das ich extra für die Recherchearbeit zu diesem Buch besucht habe. Es ist ein sehr einzigartiger Ort. Ich mag Inseln. 

Wir waren schon auf verschiedenen Inseln in der ganzen Welt. Ich mag die Tatsache, dass sie sich so sehr voneinander unterscheiden. Seil ist eine sehr kleine Insel, aber es gibt eine noch kleinere: Easdale, die man in einer Stunde umrunden kann. Beide Inseln verströmen ein ganz unterschiedliches Gefühl, jede eine ganz eigene Atmosphäre. Ich war sehr angetan davon, deshalb wollte ich diesen Aspekt auch in das Buch einbauen.

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft? 

Ich habe angefangen, an einem neuen Buch zu schreiben, es spielt größtenteils im Südwesten Englands in Devon, an der Küste. Es geht um ein Haus. Darum, was dieses Haus der Familie, die dort lebt, bedeutet. Manche Familienmitglieder lieben es, andere hassen es, manche würden alles tun, um es zu behalten. Außerdem geht es darum, welchen Effekt das Haus auf die Menschen hat. 

Ich glaube, Umgebung und Umwelt beeinflussen einen Menschen, beeinflussen die Art Mensch, die er ist, und darüber wollte ich schreiben. Es handelt von drei Generationen, beginnt im Ersten Weltkrieg und endet in den 1970-ern. Dieser Roman umfasst also eine weite Zeitspanne. Ich bin wirklich gespannt und freue mich darauf, weiterzuschreiben. 

Was möchten Sie Ihren Lesern mit auf den Weg geben?

Ich möchte mich bei meinen deutschen Lesern bedanken für all die Jahre, in denen sie mich schon unterstützen, danke dafür, dass Sie meine Bücher lesen! Das bedeutet mir wirklich sehr viel. Ich bin schon sehr gespannt auf die deutsche Veröffentlichung von  „An einem Tag im Winter“ und hoffe, dass es Ihnen gefällt!

An einem Tag im WinterAn einem Tag im Winter
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Roman

Die junge Naturwissenschaftlerin Ellen stößt in ihrer ersten Stelle im Cambridgeshire der 1950er-Jahre auf die unterschiedlichsten Kollegen, auf geheime Liebesbeziehungen – und auf einen Chef, der durch seine fachliche Brillanz besticht und den zugleich ein dunkles Rätsel umgibt. Als Ellen gerade anfängt, am Institut Fuß zu fassen, kommt es zu einem mysteriösen Todesfall, der die Weichen nicht nur für ihre berufliche Zukunft völlig neu stellen wird …
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Judith Lennox über die Inspirationen zu ihrem Roman „Ein letzter Tanz“

Im vorliegenden Roman „Ein letzter Tanz“ wollte ich zeigen, wie übermächtig die Liebe zu einem Haus werden kann. Ich wollte zeigen, was passiert, wenn man seine Liebe auf ein Haus projiziert, weil die Kriegserfahrung einen zu ängstlich gemacht hat, um einen Menschen zu lieben.

Ende August 2011 hatten wir eine Reise durch Neuengland mit dem Auto geplant. Wenige Tage, bevor wir fliegen wollten, traf Hurrikan Irene auf die Ostküste der Vereinigten Staaten. Während unserer Abwesenheit sollten bei uns daheim Holzböden verlegt werden, das bedeutete, dass wir eine Woche lang das Erdgeschoss unseres Hauses nicht würden betreten können. Wir mussten uns also ein anderes Reiseziel suchen, und zwar schleunigst. Den Westen von England habe ich stets geliebt, und aus meiner Kindheit habe ich wunderschöne Erinnerungen an Dartmouth an der Südküste der Grafschaft Devon. Als ich ein Hotel in der Stadt auftat, das für eine Woche ein Zimmer frei hatte, griff ich zu.

So lernte ich Coleton Fishacre kennen. Um von Dartmouth aus dorthin zu gelangen, setzt man mit der Fähre über den Dart nach Kingswear über und fährt dann auf immer schmaler werdenden Landstraßen Richtung Küste. Coleton Fishacre war einst der Landsitz von Dorothy und Rupert D’Oyly Carte, dem Eigentümer der D’Oyly Carte Opera Company und des Hotel Savoy; heute befindet es sich im Besitz­ des Natio­nal Trust.

Mit seinen ruhigen, unprätentiösen und minimalistisch gestalteten Räumen ist es der perfekte Wohnsitz im Stil der 1920er-Jahre. Das Haus ist von mehreren Hektar traumhaften Gärten umgeben. Ein waldreiches Tal führt zu einem hoch gelegenen Kliff mit Blick auf den Sandstrand und das türkisblaue Wasser. Das Anwesen ist großzügig, aber nicht übertrieben groß. Man könnte sich gut vorstellen, selbst dort zu leben und dabei sehr glücklich zu sein. Doch auch wenn das Haus heiter und sorglos erscheint, das Leben der D’Oyly Cartes war es nicht. Sie erlebten zwei Weltkriege und die Weltwirtschaftskrise und erlitten einen großen persönlichen Verlust, als ihr Sohn im Alter von einundzwanzig Jahren bei einem Verkehrsunfall starb; neun Jahre später ließen sich ­Rupert und Dorothy scheiden.

Das Bild dieses wunderbaren Hauses am Wasser begleitete mich, als ich mir die Ideen für mein nächstes Buch überlegte. Tragik und Verlust vor dem Hintergrund einer idyllischen Landschaft wurden zum Ausgangspunkt für „Ein letzter Tanz“. Da das Buch 2014, hundert Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, erscheinen würde, entschied ich mich, die Eingangskapitel diesem Konflikt zu widmen, der die alte Welt, wie sie gewesen war, für immer von der neuen scheiden sollte.

„Ein letzter Tanz“ ist kein Buch über den Ersten Weltkrieg – es spielt größtenteils nach Kriegsende –, aber die zentrale Figur darin, Devlin Reddaway, der im Schützengraben kämpft, wird nie ganz frei davon sein. Der Krieg bleibt das bestimmende Element seines Lebens, er prägt seinen Charakter und seine Persönlichkeit und lässt ihn niemals los. Obwohl er seinen Familiensitz, Rosindell, wiederaufbaut, voll Schönheit und Licht, umgeben ihn doch stets die finsteren Geister des Krieges.

Ich wollte, dass Rosindell, das Haus der Reddaways, das von Coleton Fishacre inspiriert ist, im Roman fast die Rolle einer handelnden Figur spielt. Rosindell macht Devlin nach dem Grauen der Schützengräben wieder gesund, aber er ist auch davon besessen. Seine Frau Esme, die ihn liebt, hat das Gefühl, dass sie mit dem Haus um Devlins Zuneigung konkurriert. Und Rosindell kann manchmal scheinbar seinen eige­nen Willen haben, kann Ereignisse beeinflussen oder das zukünftige Leben derer, die darin wohnen, entscheidend ­prägen.

In den Jahrzehnten nach dem Ersten Weltkrieg wurden viele große englische Adelssitze zerstört. Die einen brannten nieder, andere wurden vernachlässigt und dem Verfall überlassen, weil ihre Eigentümer sich ihren Unterhalt nicht mehr leisten konnten. Manche Häuser wurden auch absichtlich abgerissen. Arbeitskräfte verließen die ländlichen Gebiete und traten zu besseren Bedingungen und mit besserer Bezahlung in Geschäften, Fabriken und Büros an; es gab keine Dienstboten mehr, die die Häuser putzten, schrubbten und in Stand hielten. Oder sie galten als altmodische Überbleibsel einer Vergangenheit, mit der man längst abgeschlossen hatte.

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