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Plötzlich BansheePlötzlich BansheePlötzlich Banshee

Plötzlich Banshee

Roman

Paperback
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Plötzlich Banshee — Inhalt

Alana ist eine Banshee, eine Todesfee der irischen Mythologie. Sie sieht über dem Kopf jedes Menschen eine rückwärts laufende Uhr, die in roten Ziffern die noch verbleibenden Monate, Tage, Stunden und Minuten seiner Lebenszeit anzeigt. Da Banshees in dem Ruf stehen, Unglück zu bringen, bleibt sie lieber für sich. Allerdings gestaltet sich das gar nicht so einfach, denn Alana kreischt automatisch in bester Banshee-Manier wie eine Sirene los, wenn ihr ein Mensch begegnet, der in den nächsten Tagen sterben wird. Doch dann tauchen in Santa Fe mehrere Leichen auf, die Alana ins Visier des attraktiven Detectives Dylan Shane geraten lassen. Kann sie das Geheimnis der dunklen Sekte lüften, die scheinbar magische Wesen sammelt? Und werden sowohl Detective Shane als auch ihr bester Freund Clay den Kontakt mit Alana überleben?

€ 15,00 [D], € 15,50 [A]
Erschienen am 01.09.2016
400 Seiten, Klappenbroschur
ISBN 978-3-492-70393-2
€ 10,00 [D], € 10,30 [A]
Erschienen am 03.04.2018
400 Seiten, Broschur
ISBN 978-3-492-28159-1
€ 9,99 [D], € 9,99 [A]
Erschienen am 01.08.2016
400 Seiten, WMEPUB
ISBN 978-3-492-97550-6

Leseprobe zu »Plötzlich Banshee«

Kapitel 1

 

Ich sprang hinter den drei Typen auf den unter uns vorbeifahrenden Zug. Trotz meines harten Aufpralls hatten sie mich noch nicht bemerkt, was ich wohl vor allem dem Fahrtwind zu verdanken hatte. Sofort stellte ich fest, dass über Zugdächer laufen nicht gerade mein neues Lieblingshobby werden würde. Aber egal.

Der Blonde in der Mitte gehörte mir, er wusste es nur noch nicht.

Wie drei flinke Affen sprangen sie jetzt auch noch von einem Waggon zum anderen. Und im Gegensatz zu mir waren die Typen mit ihren Jeans und T-Shirts auch noch passend [...]

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Kapitel 1

 

Ich sprang hinter den drei Typen auf den unter uns vorbeifahrenden Zug. Trotz meines harten Aufpralls hatten sie mich noch nicht bemerkt, was ich wohl vor allem dem Fahrtwind zu verdanken hatte. Sofort stellte ich fest, dass über Zugdächer laufen nicht gerade mein neues Lieblingshobby werden würde. Aber egal.

Der Blonde in der Mitte gehörte mir, er wusste es nur noch nicht.

Wie drei flinke Affen sprangen sie jetzt auch noch von einem Waggon zum anderen. Und im Gegensatz zu mir waren die Typen mit ihren Jeans und T-Shirts auch noch passend dafür angezogen.

Der Anblick ließ mich gequält aufstöhnen. Heute blieb mir aber auch gar nichts erspart!

Während ich noch ausrechnete, wie viel mich meine Schuhe inklusive Versand gekostet hatten, streifte ich mir die Keilabsatz-Sandalen ab und ließ sie vom Zug fallen. Das Blechdach fühlte sich verdammt heiß unter meinen nackten Füßen an.

Na gut, jedes Staubkorn in New Mexico glühte fast den ganzen Sommer über brütend heiß. Die Hölle musste ein geradezu paradiesisch luftiger Ort verglichen mit diesem Teil der USA sein. Energisch biss ich die Zähne zusammen und straffte die Schultern. Dann strich ich mir mein schwarzes Minikleid glatt und hastete den dreien hinterher.

In Filmen sah das immer so leicht aus, aber in Wirklichkeit war es verflucht schwer, auf einem fahrenden Zug zu laufen und dabei nicht das Gleichgewicht zu verlieren oder vom Fahrtwind umgeweht zu werden – Letzterer heulte mir auch ganz schön in den Ohren. Unglücklicherweise war ich weder Batman noch eine Zeichentrickfigur aus den Looney Tunes und zugegebenermaßen hatte ich auch schon sportlichere Menschen als mich gesehen. Aber der Blonde war es wert.

Wir bogen um eine Kurve. Links und rechts der Gleise zogen nur noch karge Wüste und riesige Felslandschaften an uns vorbei. Wir ließen die südlichen Ausläufer Santa Fes bereits hinter uns.

Heilige Flusspferdscheiße! Da vorne kam ein Tunnel und gerade in diesem Moment sprang die Uhr auf null. Verflucht noch mal!

Ohne mich groß um mich selbst zu kümmern, sprintete ich in einem Affenzahn nach vorn, um die letzten Meter zwischen mir und den drei Typen zu überwinden.

 

»Achtung!« Mein Gekreische übertönte gerade so den Fahrtwind und veranlasste Blondie dazu, sich endlich zu mir umzudrehen. Just in diesem Moment krachte ich gegen ihn und gemeinsam schlugen wir hart auf dem Zugdach auf. Keine Sekunde zu früh. Denn jetzt rauschte der Tunnel über uns hinweg.

Links und rechts von uns waren Blondies Freunde in Deckung gegangen.

Zwei Atemzüge später umgab uns statt Tunnelschwärze wieder Sonnenlicht.

»Ey, Alte! Was soll’n der Scheiß?«, kreischte Blondie mich an.

Natürlich. Wie immer konnte ich keinen Dank von meinen »unfreiwilligen Klienten« erwarten, wie ich sie nannte. Schnell checkte ich Blondies Ziffernanzeige über seinem Kopf. In Rot blinkten mir die Zahlen 602:18:12:02 entgegen. Wie bei einem falsch eingestellten Radiowecker. Gut. Der Typ hatte damit also 602 Monate, 18 Tage und 12 Stunden und 2 Minuten auf seiner Lebensuhr. Mein halsbrecherischer Einsatz hatte sich gelohnt.

»Alte!«, nörgelte Blondie unter mir.

Ach ja, richtig. Schnell rappelte ich mich auf.

Endlich wurde auch der Zug langsamer. Da vorne, 200 Meter entfernt, sah ich den Bahnhof von Fullerton auf uns zukommen. Oder wir auf ihn … Wie auch immer.

Aus den Augenwinkeln bemerkte ich, wie mich Blondies Freunde mit offenen Mündern anstarrten.

Hatte ich etwa eine Fledermaus im Haar? Oder noch schlimmer, Spinnenweben? Schnell strich ich mir durch meine haselnussbraunen Haare, deren Spitzen mich an den Schulterblättern kitzelten. Nein, da war nichts. Puh, Glück gehabt!

Als Erster fasste sich einer von Blondies Freunden, ein Typ mit Infinity-Zeichen auf dem T-Shirt, wieder. In seinen Augen blitzte es, aber das war wahrscheinlich nur eine Sinnestäuschung. »Alter, die Tussi hat dir gerade das Leben gerettet, also halt’s Maul, Justus!«

O wie charmant … Dennoch zog ich geschmeichelt an meinem Kleid.

»Oha!« Blondie, der wohl Justus hieß, kratzte sich am Kopf. »Der Tunnel?«

»Ja, der Tunnel. Hätte dich geköpft«, bestätigte ich. »Sauberer Schnitt.« Ich schlug mir mit der flachen Hand auf den Unterarm. »Aber furchtbar eklig. Ganz viel Blut«, nickte ich versonnen.

Justus wurde kreidebleich. »Oh … wie … wie kann ich …?«

Während er redete, zog ich bereits meine Visitenkarte aus dem Ausschnitt meines Kleids, was ihn ganz schön ins Stottern brachte. »Schick mir einfach ein Paar hübsche High Heels in Größe 38 an diese Adresse.« Ich drückte ihm meine Visitenkarte in die Hand.

Wie ein überraschtes Suppenhuhn öffnete und schloss Blondie gleichzeitig Augen und Mund. »Alana McClary? Privatdetektivin?«, las er halbwegs flüssig vor.

Ich hob einen Daumen. »Stets zu Diensten!«

Dann kletterte ich vom Zug, der nun fast auf Schritttempo abgebremst hatte.

 

O Mann, was für ein Tag! Zu Hause ließ ich mich erst mal wie ein Sack Mehl auf die schäbige Couch fallen. Wieder so ein paar lebensmüde Teenies … und dann noch auf einem Zug! Meine Fußsohlen hatten inzwischen die Farbe von Schwarzkohle angenommen, nachdem ich barfuß von der Bushaltestelle nach Hause hatte laufen müssen.

Zu meinen Fällen, die ich als Privatdetektivin bearbeitete, war ich heute gar nicht erst gekommen. Nicht, dass es besonders viele gewesen wären … oder besonders interessante. Mrs Murphy zum Beispiel hatte mich beauftragt, ihre entlaufene Katze zu finden.

Mein Fuß stieß gegen etwas Hartes unter dem Couchtisch. Oh, das Buch. Das Buch! Müde angelte ich danach. Mein Mitbewohner und bester Freund Clay hatte es mir vor Kurzem zu meinem 20. Geburtstag geschenkt. Es handelte sich um ein Buch über die Mythischen Sagengestalten Nordeuropas. In ihm fanden sich Zeichnungen und Beschreibungen von Kobolden, Elfen, Wechselbälgern und anderen magischen Geschöpfen Nordirlands und Schottlands.

Natürlich glaubte ich kein Stück von diesem Quatsch.

Clay aber schon. Er wollte mir sogar weismachen, dass Trinity, die in dem Blumenladen unter unserer Wohnung arbeitete, eine Elfe war.

Am lustigsten in diesem seltsamen Buch fand ich die Lepre­chauns, die angeblich einen Schatz am Ende des Regenbogens versteckt hielten und Glück brachten. Ganz im Gegensatz zu Banshees, irischen Todesfeen, die Unglück brachten und den Tod voraussagten.

Aber Clays Meinung nach war ich genau so ein Wesen. Eine Banshee. Aus diesem Grund hatte er mir auch diesen Wälzer geschenkt.

Unmöglich. Genervt schleuderte ich das Buch einmal quer durch den Raum, wo es gegen die rote Backsteinwand klatschte und verdreht auf dem Boden liegen blieb.

Nein, das war sogar absolut unmöglich! Ich war ein ganz normaler Mensch, keine Banshee-Todesfee. Zugegeben, ein Mensch, der die noch verbleibende Lebenszeit anderer Menschen wie eine Leuchtreklame-Anzeige über deren Köpfen sah.

Das war mir schon in meiner Kindheit klar geworden. Merkwürdigerweise sah ich die exakte Zeit, die anderen noch bis zu ihrem Tod blieb. Das war schon immer so gewesen. Darüber brach ich nicht gerade in Begeisterungsstürme aus, aber ich hatte gelernt, damit zu leben.

 

Gerade als ich dem Buch ein Kissen hinterherpfefferte, öffnete sich die Haustür.

»Na, räumst du um?«, grinste Clay.

»Haha, witzig wie eh und je!«, begrüßte ich ihn.

Clay war mein bester Freund und ich liebte ihn wie einen Bruder. Wir waren im selben Kinderheim aufgewachsen und schon seit ich denken konnte unzertrennlich. Die Kinderheimleitung behauptete sogar, wir seien am selben Tag als Babys vor ihrer Tür ausgesetzt worden. Also kannten wir uns praktisch schon immer und waren in all den Jahren nie von der Seite des anderen gewichen.

Dieser Gedanke ließ mich schmunzeln. Vor zwei Jahren, als wir beide endlich 18 Jahre alt waren, zogen wir sofort in diese Wohnung im ersten Stock eines fabrikähnlichen Backsteinhauses in Los Verdes. Eine Kleinstadt etwas östlich von Santa Fe. Die Miete konnten wir geradeso aufbringen. Clay verdiente sein Geld mit Online-Poker und ich – nun ja, mit meiner Detektei, die ich von zu Hause aus betrieb. Ein Büro hatte ich nicht. Aber manchmal überließ mir Trinity ein Nebenzimmer in ihrem Blumenladen für Gespräche mit neuen Klienten.

»Ich habe eingekauft!« Clay zog sich seine große Messenger-Tasche über den Kopf, wobei sein dunkelbrauner Wuschelkopf etwas in Mitleidenschaft geriet. Zum Vorschein kamen Nachos und Käse.

»Yummy!«, lobte ich ihn.

Nachos mit Käse war unser Lieblingsessen. Etwas anderes konnten wir uns auch kaum leisten. Seit der Sache mit Ava waren wir beide eigentlich viel zu fertig, um zu arbeiten. Daher kam kaum noch Geld rein.

Es gab keinen Tag, an dem ich mir nicht wünschte, ich hätte verhindern können, was geschehen war. Clay ging es wohl genauso.

»Wie war dein Tag?«, fragte er jetzt, während er Nachos und Käse in die Mikrowelle verfrachtete.

»Och … wieder so einen Mutprobenjunkie gerettet, sonst aber nichts.«

Clay sah mich an. »Du hast ein Leben gerettet, das ist nicht nichts!«

Ja, ein Leben hatte ich gerettet, aber nicht Avas …

»Und wie lief’s bei dir?«, fragte ich stattdessen.

»150 Dollar bei Texas Hold’em online gewonnen!«

»Ahh! Deshalb die Nachos«, nickte ich verstehend. »Wir feiern.«

»Jap.« Clay ließ sich mit einer Schüssel Nachos und zwei kleinen Wasserflaschen neben mich auf die Couch fallen. Das braune Leder ächzte unter ihm. »Bedien dich!«

Eine Weile aßen wir schweigend. Dann fiel Clays Blick auf das Buch Magische Kreaturen Nordeuropas, das aufgeschlagen mit den Seiten nach unten neben der Wand lag. »Du hast gelesen?«

»Haha«, sagte ich, »du glaubst tatsächlich, ich kann lesen?«

Clay schob sich eine weitere Ladung Nachos in den Mund. »Alana, jetzt bleib einmal ernst. Du kannst dich nicht ewig davor verschließen. Du bist eine Banshee.«

Oh, nicht schon wieder diese Leier! In den letzten Wochen hatte ich genug über Banshees aus Clays Mund gehört, dass es bis an mein Lebensende reichte. »Ach ja?«, schmatzte ich. »In dem Buch steht aber nichts darüber, dass Banshees rote Ziffern über den Köpfen der Leute sehen. Da steht nur, dass sie Menschen erscheinen, die bald sterben werden, oder vor deren Häusern sitzen und den kommenden Tod eines Familienmitglieds beweinen!« Oh, apropos … Verstohlen checkte ich die Ziffern über Clays Kopf. Mit der Zeit hatte ich gelernt, die Zahlen, die die Lebenszeit anzeigten, auszublenden und nahm sie gar nicht mehr richtig wahr – so wie man die neue Frisur eines Bekannten irgendwann nicht mehr registrierte.

Gut. Mein bester Freund hatte noch über 742 Monate. Natürlich hatte Clay meinen Blick bemerkt. »Und wie lange hab ich noch?«

»Mehr als 60 Jahre.« Ich tätschelte seinen Arm. Gott sei Dank! Es hatte sich nichts geändert.

Das Blöde an der Sache mit den Ziffern war: Man konnte sich einfach nicht darauf verlassen, dass sie sich nicht plötzlich änderten. Auf der Highschool hatte ich gesehen, wie sich Lebenszeiten drastisch verkürzten, als die dazugehörigen Teenager zu ihrer ersten Zigarette gegriffen hatten. Unsere Entscheidungen bestimmten eben unser Schicksal … So lief das einfach.

Meine eigene Uhr sah ich nicht. Nicht mal im Spiegel. Aber das war vermutlich auch besser so. Ich persönlich wollte gar nicht wissen, wann ich das Zeitliche segnen würde.

Clay nahm sich eine weitere Handvoll Nachos und sah mich eindringlich an. »Seit der Sache mit Ava hast du dich verändert. Warum sträubst du dich so dagegen, eine Banshee zu sein? Das ist auch nicht verrückter als deine roten Todeszahlen. Die frühere Alana hätte …«

»Die frühere Alana hätte!«, äffte ich ihn nach. »Es ist aber nun mal passiert. Ava ist tot!«

Unter meinen harten Worten zuckte Clay zusammen.

Wütend erhob ich mich, um in mein Schlafzimmer zu gehen. Ich brauchte Abstand von Clay und seinem Gerede über Banshees. Ja, okay, er hatte mir immer als Einziger geglaubt, wenn ich im Kinderheim von den roten Zahlen über den Köpfen der Menschen gesprochen hatte. Aber das hieß noch lange nicht, dass ich mir jetzt diesen Müll über Banshees und Elfen anhören musste und dass sie tatsächlich existierten! Und schon gar nicht wollte ich jetzt über Ava sprechen. Ava, an deren Tod ich schuld war.

 

In meinem Zimmer fiel mir schon nach zwei Minuten die Decke auf den Kopf. Toll. War ja mal wieder typisch.

Meine Gedanken kreisten weiterhin um Ava und all das Unglück, das ich in letzter Zeit wie magisch anzog. Na ja, »in letzter Zeit« stimmte nicht so ganz. Genau genommen lief das schon seit meiner Geburt so, musste ich zugeben. In dieser Hinsicht hatte das verdammte Buch recht. Ich war ein Unglücksbringer.

Leise vor mich hin murmelnd ließ ich mich aufs Bett fallen.

Mein Zimmer war vielleicht nicht das schickste, aber dafür sehr gemütlich eingerichtet, was ich dank jeder Menge bunter Kissen hinbekommen hatte. Am liebsten hätte ich mich hier drin vor der bösen Welt da draußen versteckt. Doch dann fiel mir ein, dass ich ja das Böse war, sozusagen. Und außerdem auch noch hier drin … Arghh! Stöhnend riss ich die Arme in die Luft. Ich war einfach wie zehn schwarze Katzen von links auf einmal. Nein, streng genommen noch schlimmer. Wem hatte ich eigentlich noch kein Unglück gebracht? Sofort fielen mir hundert Gegenbeispiele ein, weshalb ich mir genervt ein Kissen aufs Gesicht drückte.

Ava zum Beispiel.

Oder die ganzen Jungs, die ich im Laufe meines Lebens kennengelernt hatte. Denen hatte ich ausnahmslos Unglück gebracht, denn jede meiner Beziehungen war im Grunde genommen gleich abgelaufen: Ich hatte mich verliebt, aber immer dann, wenn es ernst zwischen uns geworden war, hatte sich die Lebenszeit meines Liebsten drastisch verkürzt. Und dafür konnte es nur einen Grund geben: Weil derjenige mit mir zusammen war. Natürlich hatte ich jedes Mal sofort panisch die Flucht ergriffen. Als eindeutig war, dass jede meiner Beziehungen so ablaufen würde, hatte ich das Daten irgendwann sein lassen. Sicher wären auch meine Freunde besser dran ohne mich. Selbst Clay …

Ich musste hier raus! Mit dem vagen Plan, an den Fluss zu gehen und mich dort mit einem Eis in den Schatten eines Baums zu setzen, schnappte ich mir kurze Jeansshorts, ein hellblaues »Rettet die Wale«-Greenpeace-Top und meine weißen Chucks. So ausgestattet flog ich beinahe die Treppenstufen nach unten ins Erdgeschoss.

Gerade als ich die schwere Eisentür zu unserer Wohnung abgeschlossen hatte (in diesem Viertel von Los Verdes konnte man nie wissen) und mich zur Straße umdrehte, platschte es. Mein rechter Fuß war statt von der Türschwelle auf den Gehweg in etwas sehr Nasses getreten.

»Waaaas?« Verwundert sah ich an mir herunter. Das konnte jetzt aber echt nicht wahr sein! Warum bitte stand auf dem Gehweg direkt vor meiner Tür eine Salatschüssel voll mit Wasser? Und mein rechter Chuck, der in diesem Moment von einem ziemlich fetten Goldfisch umkreist wurde, steckte bis zum Knöchel darin! Wieder ein Fettnäpfchen beziehungsweise Unglück, in das ich mit beiden Beinen reingesprungen war. Nein, halt! In diesem Fall nur mit einem.

Jemand räusperte sich. »Ähm, Miss, Sie stehen in meinem Goldfischaquarium!«

Mit zusammengekniffenen Augen hob ich den Kopf. Ein kleiner Junge von vielleicht sechs Jahren, mit braunen Augen und ebenso braunen Haaren stand vor mir. »Wirklich?«, presste ich hervor. »Ich dachte, ich nehme ein Fußbad …«

Der Kleine schüttelte den Kopf. »Nein, da liegen Sie falsch.«

Toll, jetzt wurde ich auch noch gesiezt! Konnte dieser Tag noch schlimmer werden? So was brauchte ich jetzt echt wie Fußpilz!

Der Junge – nach einem Blick auf seine Lebensuhr nannte ich ihn Tausendsassa, weil er noch mehr als 1000 Monate hatte – war ja ganz schön aufsässig.

»Na schön«, giftete ich. »Was macht dieses verdammte Salatschüssel-Aquarium vor meiner Tür und wie kriege ich meinen Schuh jetzt wieder trocken?« Und vor allem, wie kam ich mit meinem Fuß da wieder raus, ohne den fetten Goldfisch, der neugierig meinen Knöchel beäugte, zu verletzen oder das Gleichgewicht zu verlieren und auf die Schnauze zu fliegen?

Nun wurde der Kleine doch etwas unruhig. »Dylan!«, rief er, während er anklagend mit einem Finger auf mich deutete. »Kommst du mal? Die Frau da macht mir Angst!«

Na klasse. Auch das noch. Und wer war Dylan?

Gerade als ich beide Hände in die Hüften stemmte, um zu einer Moralpredigt anzusetzen, öffnete sich die Tür von Trinitys Blumenladen.

»Rider?« Ein hochgewachsener Mann mit breiten, muskulösen Schultern quetschte sich durch den Türrahmen, bevor sich die Tür ganz geöffnet hatte, und stürzte alarmiert auf den Knirps zu. Dann bemerkte er mich und meinen Fuß in der Schüssel. Die Mundwinkel des Mannes zuckten. »Was wird das? Eine Greenpeace-Aktion nach dem Motto ›Rettet die Goldfische‹, oder so?«

Was? Ach ja, mein Shirt mit dem Anti-Walfang-Aufdruck … »Haha!«, machte ich. »Wirklich amüsant. Aber ich lach dann lieber später.«

»Ich glaube, Nemo fühlt sich von Ihrem Fuß eher in seinem Lebensraum bedroht«, fuhr er fort.

»Entschuldigung? Haben Sie heute Morgen ›lustig‹ gegoogelt oder einfach nur eine Überdosis Antidepressiva genommen?« Böse funkelte ich ihn an. Leider erzielte mein vernichtender Blick durch meine peinliche Situation mit der Salatschüssel nicht den gewünschten Effekt.

Muskelprotz Dylan, ich schätzte ihn auf ungefähr 26 Jahre, grinste blöd. Über seinem Kopf zeigte seine Lebensuhr noch mehr als 610 Monate, also noch etwa 50 Jahre Lebenszeit an.

»Jetzt helfen Sie mir wenigstens hier raus!« Ohne auf eine Antwort zu warten, streckte ich einen Arm aus, um mich an ihm abzustützen. So gelang es mir schließlich, meinen Fuß zu befreien, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. Und Nemo war auch noch in einem Stück.

Ich besah mir meinen Schuh. Super. Total durchweicht. Dann fiel mir auf, dass ich immer noch an der Schulter des unverschämten Muskelprotzes hing. Mist! Schnell rückte ich ein Stück von ihm ab.

Wenigstens freute sich Tausendsassa, der wohl Rider hieß. »O gut, dann können wir Nemo ja jetzt zum Fluss bringen.«

Überrascht sah ich zuerst den Kleinen und dann Dylan an.

»Mein Bruder und ich entlassen Nemo heute in die Freiheit«, erklärte Dylan.

Aha. »Schon mal was von einer Klospülung gehört?«, erkundigte ich mich. »Dadurch bringt man auch nicht anderer Leute Schuhe in Gefahr!« Bei den letzten Worten hob ich meine Stimme deutlich an, um meinen Worten Nachdruck zu verleihen.

Völlig unbeeindruckt hob Rider seinen Goldfisch in der Salatschüssel auf. »Mir wird das hier zu kindisch. Komm, Nemo, wir gehen.« Und damit drehte sich Rider um und ging davon.

Der Kleine hatte ja echt Nerven!

Wütend starrte ich ihm hinterher. In seinem Alter war ich sicher nicht so gewesen! Da hatte ich Respekt gezeigt gegenüber Älteren!

Sein Bruder Dylan machte dagegen noch keine Anstalten zu gehen, sondern grinste mich breit an. Was gab es denn jetzt noch so dämlich zu grinsen? Irgendwie stand ihm das enge schwarze Shirt ja schon und anscheinend wusste er auch, dass er verdammt gut aussah.

Wie ich solche eingebildeten Kerle hasste! Genervt verschränkte ich die Arme vor der Brust. »Was?«

»Ihr Schuh ist nass«, informierte er mich trocken.

Schneller als eine Nasa-Rakete ging ich in die Luft. »Wie bitte? Haben Sie keine eigenen Probleme?«

»Eigentlich schon.« Er fuhr sich mit der Hand übers Gesicht, als ob er sich selbst wieder zur Vernunft bringen müsste. »Mein Name ist übrigens Dylan Shane. Und Sie sind?«

»Alana Geht-Sie-nichts-an«, antwortete ich patzig. Warum sollte ich dem Idioten auch meinen Namen verraten? Zugegeben, er war ein hübscher Idiot. Aber Idiot blieb Idiot.

»Hm, verstehe … Alana McClary, nehme ich an?« Der Idiot kramte in seiner Hosentasche und zog eine Polizeimarke hervor. »Police Department Santa Fe.«

Was? Ich verschluckte mich fast an meiner eigenen Zunge.

Dylan Shane grinste dämlich. »Eine Überwachungskamera hat aufgezeichnet, wie Sie heute von der Canyon-Brücke auf einen Zug gesprungen sind.«

Oh, oh …

Nina MacKay

Über Nina MacKay

Biografie

Nina MacKay, irgendwann in den ausgeflippten 80er-Jahren geboren, arbeitet als Marketingmanagerin (wurde aber auch schon im Wonderwoman-Kostüm im Südwesten Deutschlands gesichtet). Außerhalb ihrer Arbeitszeiten erträumt sie sich eigene Welten und führt imaginäre Interviews mit ihren Romanfiguren....

Pressestimmen

Main Echo

»Mystisch und spannend von Anfang bis zum Ende.«

Westfalenblatt

»Ungewöhnlich und fesselnd.«

Kommentare zum Buch

Lebensfroher Unglücksbringer mit Herz - Mein Lesehighlight
Blonderschatten's Welt der Bücher am 24.12.2016

Meinung:   Die 20-jährige Alana ist kratzbürstig, schlagfertig und spricht offen aus, was sie denkt. Damit strapaziert sie nicht nur die Geduld und die Belastbarkeit von Detective Dylan Shanes Nerven, er amüsiert sich zugleich auch über ihre tollpatschige und temperamentvolle Art, da die High-Heels-liebende junge Frau, kein Fettnäpfchen auslässt und das Unglück nahezu magisch anzuziehen scheint.   Das Leben ist endlich und ich habe mich schon das ein um das andere Mal gefragt, wie es wäre, zu wissen, wie lange man noch zu leben hat. Alana hat diese Fähigkeit, allerdings nur auf andere bezogen. Sie sieht die verbleibende Lebenszeit eines jeden Menschen. Eine Fähigkeit die wie man hier erlebt, Vor- und Nachteile mit sich bringt, denn einerseits nutzt Alana dieses Wissen um Menschen zu retten, deren Zeit fast abgelaufen ist, indem sie versucht ihr Umfeld zu analysieren und die vermeintliche „Gefahrenquelle“ zu entschärfen. Jeder Mensch trifft eigenständige Entscheidungen, die sich auf seine Lebenszeit auswirken, ebenso wie die äußeren Einwirkungen.   Gott, auf was hatte er sich da eingelassen? Wie unprofessionell konnte man sein? Eine Kaffeeschlacht! War er eigentlich noch bei Sinnen? Okay, das war eine rhetorische Frage. Alana McClary brachte ihn um den Verstand.   Eine Mordserie in Santa Fe versetzt die ganze Stadt in Alarmbereitschaft und auch Alana muss sich endlich eingestehen, dass sie kein normaler Mensch ist und auch ihre Freunde diesbezüglich einige Geheimnisse vor ihr gehütet haben. Gemeinsam mit dem Police Department ermitteln sie in den Mordfällen, nur dass Alana und ihre Freunde die magische Komponente außen vor lassen, denn keiner ahnt etwas von den himmlischen Wesen, die zahlreich in ihrer Mitte vertreten sind.   Alana wird hier einiges abverlangt, denn sie muss nicht nur die Ruhe und einen kühlen Kopf bewahren, als die Lebensuhr ihres besten Freundes auf einmal rasant an Zeit verliert, sondern auch noch erfahren, dass der Tot ihrer besten Freundin Ava vor ein paar Monaten der Beginn etwas viel Größerem war. Hinzukommend das ihr „Detective Sockenschuss“ auch noch ihre Gefühle aufmischt, scheint das Chaos perfekt, da dieser Dickkopf von Mann eine Ablenkung ist, die Alana zurzeit gar nicht gebrauchen kann. Ihr einziger Lichtblick scheint ihr 21ster Geburtstag, welcher für eine Banshee eine besondere Bedeutung hat.   >>Ist irgendwas? Haben dir die Würstchen etwas Angst eingejagt? Ein Allergieschock?<< Missbilligend sah Alana zu ihm auf. >>Wirklich sehr witzig. Bist du jetzt im Komikermodus oder wie?<< >>Geladen und entsichert<<, grinste Dylan.   Morgan ist ihrer Entführung und damit ihrem Tod, dank Clay entkommen, sie scheint einiges Licht ins Dunkel bringen zu können, hat dabei allerdings auch ihr eigenes Päckchen zu tragen. Die Last eines Familienerbes, die Ermordung einer Bezugsperson und ihre Krankheit. Sie liefert wichtige Anhaltspunkte, welche jedoch keine konkrete Spur erkennen lassen.   Clay ist ein quirliges Kerlchen. Egal was auch passiert, er strahlt Lebensfreude aus und weiß jede Situation mit seinen neckenden Sprüchen aufzulockern. Dylan ist ihm ein Dorn im Auge, weshalb es zwischen den beiden Männern oft zu einem verbalen Hahnenkampf kommt, bei dem Clay sein Glück überstrapaziert und den dunkeln Mächten dabei genau in die Finger zu spielen scheint. Sein Temperament macht ihn berechenbar, doch seine Gefühle für Alana stellen eine Schwachstelle da, die ein jeder unterschätzt.   Wenn ich die einzige Hoffnung der Menschheit war, sollte die sich lieber warm anziehen. Ich meine, niemand legt sich so oft auf die Schnauze wie ich! Wie sollte das gut gehen?   Der Plan der dunklen bezieht sich auf die magischen Wesen, hat allerdings fatale Folgen für die Menschheit. Es bedarf einem besonders seltenen magischen Wesen um das Ritual des Dián Mawr zu vervollständigen, doch ebenso wie Alana und ihre Freunde, haben auch die dunklen einen Plan B und in diesem spielt die junge Banshee eine Rolle, die sie bis zum Ende nicht als Möglichkeit in Betracht gezogen hat.   Wer steckt hinter den Morden? Welches Ziel wird verfolgt? Die dunklen scheinen Alana und ihren Freunden immer ein Schritt voraus zu sein und die Mitglieder von Petrus Army scheinen ihre Augen und Ohren überall zu haben. Wird Alana Clay, trotz ihrem Hang jegliches Unglück anzuziehen, retten können? Werden sie den Plan der dunklen vereiteln und die Menschheit beschützen? Ein Buch voller Spannung, Abenteuer, welches mit einem Quäntchen Magie für mich zu einem Lesehighlight erwachsen ist.     Charaktere:   Alana redet, wie ihr der Schnabel gewachsen ist, getreu dem Motto: Wie kann ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage. Dennoch ist sie eine durchweg herzliche Person, die trotz ihrer kleineren Eskapaden nie die Hoffnung und Zuversicht verliert.   Während Dylans Zusammenarbeit mit Alana bekommt er so einiges geboten, seien es die rekordverdächtigen Anhäufungen von Unfällen in ihrer Nähe, ihre vermeintliche Würstchen-Allergie oder, dass diese Frau anscheinend zwei linke Füße besitzt. Selbst ein Knock out durch sie schreckt den Detective nicht ab, er weiß, dass die Privatdetektivin etwas zu verbergen hat, allerdings ahnt er nicht, dass die Mordserie in Santa Fe zur weltweiten Bedrohung erwächst und auch seine Lebensuhr bereits den Countdown seiner letzten Lebensstunden zählt.     Schreibstil:   Nina MacKay hat mich mit „Plötzlich Banshee“ voll und ganz begeistert. Obwohl diese Geschichte einige fantastische Elemente beinhaltet, so steht in meinen Augen, die Freundschaft im Vordergrund, ebenso wie du Botschaft, das Andersartigkeit, kein Grund dafür ist, sich zu schämen oder zu verstecken. Insbesondere mit der Protagonistin Alana ist der Autorin ein liebenswerter Charakter gelungen, den ich nicht mehr vergessen werde. Sie ist flippig und vorlaut, dabei aber immer natürlich und auf den Schutz ihrer Freunde bedacht.   Die Feen und Elfen der Geschichte lernen wir zwar nur oberflächlich kennen und erhalten nur wenig Einblick auf ihre Fähigkeiten, die Hintergrundgeschichte dieser Wesen hingegen – die um einiges Interessanter ist – wird immer weiter aufgearbeitet, bis uns zum Schluss sämtliche Details offen liegen.   Ebenso die Konflikte, denen unsere Charaktere ausgesetzt waren, sind gut gewählt worden, gleichsam wie die dadurch hervorgerufenen Reaktionen. Eine tiefe Freundschaft erweist sich augenscheinlich als Fassade purer Berechnung und Alanas Fähigkeiten werden für sie zu einer Zerreisprobe zwischen einer Person, die für sie schon immer die einzige Familie war. Auch die Konfrontation zwischen Alana und Brianna war interessant. Obwohl ich Alanas Zurückhaltung ihr gegenüber vollkommen nachvollziehen kann, so war Briannas Erklärung ebenso plausibel. Für die junge Banshee hat es den Anschein, als wäre Brianna damals den einfachsten Weg gegangen, doch nach ihrem Einsatz und selbstlosen Handeln zu urteilen, war dies der schwerste Weg um Alana die nötige Sicherheit zu gewährleisten.   Dylan ist ein verschlossener Charakter, der Alana verbal zwar auf Augenhöhe begegnet, dennoch aber recht undurchschaubar ist. Der Grund seines Verhaltens wird hinterher von einer anderen Person offen gelegt, hier hätte ich es zwar schöner gefunden, wenn Dylan selbst derjenige gewesen wäre, der uns einen tieferen Einblick zu seiner Person erlaubt hätte, ebenso wie ich seine Reaktion auf die Offenbarung von Alanas Geheimnis gerne mitverfolgt hätte, anstatt eine „Stellungnahme“ Alanas dazu, dennoch finde ich, hat dieses Buch die volle Bewertungspunktzahl verdient.   Das Ende ist dramatisch, hat mich aufatmen lassen und ist ein Happy End der anderen Art. Die Geschichte habe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge beendet, ebenso wie Alana die auf das Glück eines neu wachsenden vierblättrigen Kleeblatts hofft.

Sehr amüsante, spannende und emotionale Fantasy Geschichte.
Buch_Versum am 07.11.2016

Lustige Geschichte mit Fantasy Touch.   Plötzlich Bunshee handelt vom Erkennen der Herkunft, viele verschiedene Fabelwesen werden hier in einem Buch vereint!   Außerdem bekommen wir viel Spannung durch die Bearbeitung der ominösen Mordfälle geboten, wobei die Privatdetektivin Alana schnell zwischen die Fronten gerät. Besonders hat es ihr der Detective Dylan angetan.   Sehr amüsante, spannende und emotionale Fantasy- Geschichte.   Das Cover ist einfach wunderschön, ich finde den Totenkopf mit Vogel sehr verspielt! Er sticht direkt ins Auge und man will das Buch einfach besitzen.   Der Schreibstil der Autorin ist einfach, aber sehr fesselnd, man kann das Buch zügig lesen, sich alle Szenen bildlich vorstellen und amüsiert sich bei den Szenen zwischen Alana und Dylan einfach köstlich.   Hat mich zwischendurch sehr an Janet Evanovich's Serie von Stephanie Plum erinnert, die ich sehr gerne lese!   Sehr heiteres Buch mit Fantasy Besetzung.   Vielen Dank für das Lese Exemplar! 

Ohne Lächeln geht’s nicht :)
Peggy von Nickypaulas Bücherwelt am 29.09.2016

~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Vorweg ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Plötzlich Banshee ist ein Einzelband, welcher mich schon mit dem Cover geködert hat. ^^ Beim Lesen wurde ich auch des Öfteren schief angesehen, weil das Buch durch seine witzigen Wortgefechte und Situationen einfach ein Lächeln auf meine Lippen gezaubert hat.   ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Cover, Bilder und Gestaltung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Das Cover lässt nichts vom Inhalt erahnen aber ist trotzdem ein echter Hingucker und lädt gleich auf den ersten Blick zum Mitnehmen und lesen ein.   ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Meine Meinung zum Buch ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Ich konnte dieses Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Die Protagonistin Alana hat mir in dem ganzen Buch am besten gefallen, da sie von ihren Reaktionen, ihrer Wortwahl und ihrer einfallsreichen Ausreden einfach gewirkt hat, als wären es Szenen und Wortgefechte des täglichen Lebens, obwohl sie eine Todesfee ist. Der attraktive Detective Dylan Shane überzeugte mich schon allein durch seinen Namen. Er passt einfach perfekt zu ihm und macht das Bild von dem unverschämten Detective zu einem Kunstwerk. =) Anfangs versucht Alana die Morde in der Stadt auf eigene Faust aufzuklären aber muss dann einsehen, dass sie doch die Unterstützung von Dylan Shane benötigt. So beginnt die wilde Suche nach den Tätern, wodurch aber das Schlamassel erst richtig beginnt und Alana in das Visier der Mörder gerät. Kann sie sich und die, die sie liebt retten? Findet es am besten selbst heraus und lasst euch von diesem Buch begeistern.   ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Mein Fazit zum Buch ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ „Ohne Lächeln geht’s nicht.“   ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Wem würde ich das Buch empfehlen? ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Allen die einfach mal wieder von einem Buch zum lächeln gebracht werden wollen.   Peggy von Nickypaulas Bücherwelt

Ein Pageturner
Nicis Buchecke am 11.09.2016

Dieses schwarze Buch mit der tollen Zeichnung ist schon ein Blickfang, aber wenn man dann den Klappentext gelesen hat will man einfach nur loslesen. Ich mag Geschichten über magische Wesen sehr und war gespannt, wie die Idee mit einer Todesfee hier umgesetzt wurde. Unsere Todesfee, auch Banshee genannt, ist die 20 jährige Alana. Ich konnte mich von den ersten Seiten an sofort mit ihr anfreunden. Ich mag ihre humorvolle, sarkastische und manchmal direkte, fast schon patzige Art. Oft musste ich lachen und schmunzeln über ihre Sprüche, die sie einfach so trocken raushaut. Zusammen mit ihrer tollpatschigen Art wird dem Buch ein ganz besonderer Humor eingehaucht, der aber im richtigen Maß an den Leser herangetragen wird und nicht überhand nimmt, so dass das Buch auf keinen Fall lächerlich wirkt. Die Autorin, von der ich bisher noch nichts gelesen habe, hat einen lockeren und wunderbar charmanten Schreibstil, der einen die Charaktere wirklich nahe bringt. Auch wie uns als Leser die verschiedenen magischen Wesen erklärt werden fand ich wirklich bezaubernd. Man wird nicht wie in einem Sachbuch Schritt für Schritt über jede Art unterrichtet, sondern die Informationen fließen wie von selbst Stück für Stück ein. So fühlte ich mich durch die Vielfalt nicht erschlagen oder überfordert und konnte mich ganz in die Welt um Alana und mit ihr einfühlen. Auch von den anderen Charakteren bekam ich ein sehr gutes Bild vermittelt. Nina MacKay hat mit ihren Charakterbeschreibungen den Figuren wirklich Leben eingehaucht und ich konnte mir von allen ein sehr gutes Bild machen. Besonders mochte ich auch Dylan. Seine Optik und die Art, wie er sich verhält und gibt wirkte sehr anziehend. Aber außer wunderbare Charaktere und Humor bot das Buch auch Spannung. Man wird durch die Geschehnisse angehalten mitzufiebern und mitzurätseln, wer denn jetzt hinter der Sekte steckt und was deren Ziel ist. Oft fühlte ich mich wie eine kleine Ermittlerin und verdächtigte den ein oder anderen und wurde durch die vielen Ereignisse immer weiter vorwärtsgezogen. Dadurch hatte ich das Buch auch in zwei Tage durchgelesen und war fast schon ein wenig traurig, dass ich mich von Dylan und Alana verabschieden musste. Allerdings finde ich es gut, dass dieser Roman wirklich mal ein Einzelbuch ist und es nicht wieder in einer Reihe ausartet. Wirklich selten findet man ja nun noch Bücher, die nicht zu einer Trilogie oder dergleichen gehören. Ich finde die Autorin hat hier auch einen Abschluss geschaffen, mit dem ich als Leser sehr gut leben kann. Und auch wenn es sich um ein Jugendbuch handelt, für das der Verlag eine Altersempfehlung von 14 Jahren ausgibt, bin ich mir sicher das auch Erwachsene voll auf ihre Kosten kommen. Denn dieses Buch ist ein gelungener Mix aus Fantasy, Humor, Spannung und Romantik. Hier wird einem wirklich alles geboten und Langeweile kommt hier garantiert nicht auf. Ich kann dieses Buch einfach nur jedem ans Herz legen, der gerne mal wieder abtauchen und dabei ein wenig schmunzeln möchte. 

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