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Aufmerksamkeitsdefizit in Unternehmen

Montag, 14. April 2014 von Piper Verlag


So werden Projektteams leistungsfähiger. Daniel Goleman, Bestsellerautor von „EQ - Emotionales Intelligenz“ erklärt, wie Aufmerksamkeitsdefizite in Unternehmen beseitigt werden können.

In großen Unternehmen leiten Führungskräfte oftmals globale Teams. Zu der Gruppe gehören vielleicht Leiharbeiter oder Teammitglieder aus einer übernommenen Firma. Nicht immer ist es möglich, sich persönlich kennenzulernen. Eine Arbeitsgruppe auf die Projektziele einzuschwören, kann so schon zu einer großen Aufgabe werden. Wegen solcher und anderer Hindernisse müssen Manager sich häufig blind darauf verlassen, dass die Mitarbeiter sich adäquat verhalten.

Aber dabei kommt es immer wieder zu Pannen. Durch ständige Terminüberschreitungen, fehlerhafte Kommunikation oder schlecht verwaltete Budgets entstehen Spannungen. Den Managern fällt es schwer, Fehler der Mitarbeiter zu verstehen oder darauf zu reagieren. Solche Betriebsstörungen deuten auf ein Aufmerksamkeitsdefizit im Unternehmen hin.

Im Idealfall stellen sich Menschen, die im Team arbeiten, aufeinander ein. In den leistungsfähigsten Teams herrscht die größte Harmonie, und damit diese Harmonie erhalten bleibt, befolgen sie bestimmte Regeln:

  • Jeder ist sich der Stärken und Schwächen der anderen genau bewusst. 
  • Jeder kann je nach Bedarf eine Funktion übernehmen oder abgeben.
  • Unstimmigkeiten lässt man nicht so lange brodeln, bis es zur Explosion kommt.
  • Man spricht sie vielmehr an, bevor sie zu einem echten Problem werden.
  • Man feiert Erfolge und freut sich gemeinsam darüber.

 

Das alles wird schwieriger, wenn Menschen über große – räumliche oder emotionale – Entfernungen zusammenarbeiten. Wenn manche Teammitglieder sich nicht auf die anderen einstellen, schwindet die Harmonie. Der Effekt verstärkt sich bei rein virtueller Kommunikation, wenn Leute nur E-Mails austauschen und nie persönlich zusammentreffen.

Das Aufmerksamkeitsdefizit in Unternehmen lässt sich auf mehreren Wegen beseitigen:

  1. Persönliche Begegnungen sind wichtig. Wenn möglich, sollten alle für einen oder zwei Tage an einer Arbeitstagung teilnehmen. Wenn man sich persönlich kennt, kann man die von der virtuellen Welt geschaffene Distanz überwinden.
  2. Führungskräfte müssen die Aufmerksamkeit lenken. Die besten Führungskräfte spüren, wann und wohin sie die kollektive Aufmerksamkeit des Teams verschieben müssen, und es gelingt ihnen zum richtigen Zeitpunkt, sodass man beispielsweise Kapital aus einem neuen Trend schlagen kann.
  3. Das Projekt braucht klar formulierte Ziele. Die Mitarbeiter müssen wissen, was von ihnen erwartet wird und warum ihr Beitrag im Gesamtzusammenhang wichtig ist.
  4. Die Geisteshaltung „Wir gegen die“ ist zu vermeiden. Man sollte aktiv nach Zielen suchen, die man mit der anderen Person oder dem Team gemeinsam hat. Das beseitigt den „Feindfilter“, den man sonst in ein Projekt hineinträgt.
  5. Für die Arbeit muss genügend Zeit zur Verfügung stehen. Viele Manager glauben, sie könnten die Kreativität fördern, indem sie die Mitarbeiter unter starken Zeitdruck setzen. Das ist ein Mythos. In Wirklichkeit sind Menschen durch die Bank kreativer, wenn sie ein wenig mehr Zeit haben, um ein Problem zu durchdenken, das eigene Handeln zu reflektieren, neue Informationen zu sammeln und mit Menschen zu sprechen, die einen anderen Blickwinkel haben. Das alles kann ungeheuer nützlich sein.
  6. Stecker raus! Ablenkungen durch Technik können sich auf die Leistungsfähigkeit und das persönliche Gespräch auswirken. Man sollte auf dem Computer nur eine begrenzte Zahl von Fenstern öffnen und das Handy ausschalten, wenn man unter Termindruck steht.

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