Zum Hauptinhalt springen
Warenkorb

Hast du ein Good Girl in dir?

Lächle. Sei nett. Stell dich nicht so an.

Das sind Sätze, die wir alle kennen. Denn Frauen lernen von klein auf, verfügbar zu sein: emotional, körperlich, mental.
Für Partner:innen, Arbeitgeber:innen, die Gesellschaft. Diese Verfügbarkeit ist so tief in uns verankert und sie hat einen hohen Preis. Sie kostet uns alles.
Silvi Carlsson fragt: Warum haben wir diese Prägung und was passiert, wenn wir uns entziehen?

Gespickt mit persönliche Erfahrungen der Autorin, psychologischen Erkenntnissen und gesellschaftlichen Beobachtungen lädt „Good Girl Exit“ dazu ein, unsere Bedürfnisse und Gefühle ernst zu nehmen und sich dem zu entziehen, was Frauen klein hält. 

Das Buchcover zeigt einen bunten, künstlerischen Hintergrund mit dominierenden Farben in Pink, Blau und Erdtönen. Große, fette Schriftzüge in Pink und Weiß heben die Titel „GOOD GIRL EXIT“ und den Zusatz „Vom Ende weiblicher Verfügbarkeit“ hervor. Eine Hand, die auf eine Zeitung mit der Überschrift „UNPRECEDENTED TIMES“ zeigt, wird von brennenden Blumen umgeben, was eine provozierende und aufrüttelnde Atmosphäre erzeugt. Der Name der Autorin, Silvi Carlsson, ist ebenfalls in klarer Schrift am unteren Rand platziert.
Bestseller Neu

Silvi Carlsson

Good Girl Exit

Paperback 18,00 €

Was wäre, wenn Nettsein kein Charakterzug, sondern ein Überlebensmechanismus ist? In diesem Buch verabschiedet sich Silvi Carlsson von der Rolle der immer braven, verständnisvollen Frau. Was passiert, wenn wir uns erlauben, nicht immer für andere da zu sein und unsere eigenen …

Mehr über das Buch

Gewinnspiel

In Kooperation mit fearless finery verlosen wir 3 Amina Ketten mit Charms!

Die Amina Figarokette kommt mit zwei Charms: dem Lucia Charm für neue Kraft nach dunklen Zeiten und dem Beloved Charm als Reminder, dass du wertvoll bist – genau so, wie du bist. Dazu zwei passende Affirmationskarten; erhältlich in Gold (18k vergoldet) oder Silber, beides 316L Edelstahl, wasserfest und hypoallergen. Die Gewinner:innen dürfen sich aussuchen, ob sie die Kette gern in Gold oder in Silber haben möchten.

Über fearless finery
Aus Christinas (Gründerin von fearless finery) eigener Erfahrung mit häuslicher Gewalt entstand fearless finery: Schmuck, der Heilung und Selbstbestärkung tragbar macht und mit 10 % des Gewinns Frauenhäuser unterstützt.

Rabattcode
Für eine Bestellung über den folgenden Link erhaltet ihr 10% Rabatt auf die Produkte: Hier geht's zur Website von fearless finery.

Silvi Carlsson über ihr Buch

Warum möchtest du dieses Buch über weibliche Verfügbarkeit und Nicht-Verfügbarkeit schreiben?
Dieses Projekt bedeutet mir viel. Aber vor allem bedeutetes, meine eigene Stimme ernst zu nehmen und meine Erfahrungen in etwas Größeres zu übersetzen, weil ich weiß, dass das keine individuellen Geschichten sind. Ich dachte immer, ich sei viel zu meinungsstark, um vom Good Girl Komplex betroffen zu sein. Ich dachte immer, ich sei „zu emanzipiert“, als dass ich meine Verfügbarkeiten einfach so hergebe. Falsch gedacht. Der „Good Girl Komplex“, darauf gehe ich gleich noch ein, zeigt sich in so vielen Facetten. Der gemeinsame Nenner: Wir wollen als weiblich sozialisierte Menschen oft einfach passen. Und dabei schrumpfen wir uns, machen uns so klein wie es geht, so sanft und leise wie es geht, packen jedes Wort dreimal in Watte und denken zweiundzwanzig mal darüber nach, ob wir das jetzt wirklich so sagen können, ob wir das Outfit jetzt wirklich so tragen können. Wir baden in Scham und Schuld, wenn wir Nein sagen, wenn wir etwas „falsch“ machen und vor allem wenn wir es endlich wagen, aus den Fugen zu geraten. Egal ob als Karrierefrau, Traumfrau, Übermutter oder aber auch als „perfekte Feministin“. Und das kostet so verdammt viel Energie! Energie, die wir eigentlich für andere Dinge gebrauchen könnten.

Früher oder später sehen sich vor allem Frauen mit dem gerade schon angesprochenen „Good Girl Komplex“ konfrontiert. Kannst du dazu ein wenig erzählen, was sind deine Beobachtungen dazu und wie ist das mit dem Thema des Buches verknüpft?
Frauen bekommen schon im Kindesalter beigebracht, dass sie auf die externe Validierung angewiesen sind. Sie müssen hübsch aussehen und sich benehmen, um anerkannt zu werden. Ein Überlebensmechanismus, um zur Gesellschaft dazuzugehören und nicht ausgeschlossen zu werden. Das wird verstärkt durch den sogenannten Male Gaze, dem männlichen Blick der Medien. Frauen in der Öffentlichkeit, wie z.B. Ikkimel, Britney Spears oder Amy Winehouse dienen dann als Vergrößerungsglas für das, was allen Frauen passieren würde, wenn sie nicht mehr in das Konzept der „anständigen Frau“ passen. Die Konsequenzen werden uns regelmäßig vorgeführt und lassen uns lernen, bloß nicht zu sehr aus dem Rahmen zu fallen.
Und selbst wenn wir im erwachsenen Alter diese Mechanismen hinterfragen und ablegen wollen, passiert es gerne mal, dass wir genau die gleiche Prägung auf ein anderes Feld schieben. Dann ist man eben nicht mehr das klassische brave Mädchen, sondern die perfekte Karriere-Frau, die alles unter einen Hut kriegt, die Über-Mutter oder aber auch die perfekte Feministin, die nie was falsch machen darf. Unsere Kapazitäten und Verfügbarkeiten sind oft nur nach dem Außen gerichtet, weil wir es eben so gelernt haben. Das hindert uns aber oft daran, wirklich in Verbindung zu gehen und echte Beziehungen zu leben.

Was bedeutet Verfügbarkeit denn für dich – und wann hast du gemerkt, wie sehr dieses Thema Frauen betrifft?
Verfügbarkeit heißt für mich, dass etwas zugänglich ist. Wir müssen für uns selbst und auch untereinander verfügbar sein, damit wir als Menschen funktionieren. Wir brauchen einander. Eigentlich ist das nichts Schlechtes, im Gegenteil: Verfügbarkeit kann Nähe, Freund:innenschaft und Verbundenheit möglich machen. Problematisch wird sie erst, wenn sie einseitig wird, als selbstverständlich angesehen und wir dabei unsere eigenen Grenzen übergehen. Die weibliche Verfügbarkeit stellt eine Funktion für andere dar, keine Verbindung. Deswegen wird sie auch anders bewertet. Und dass wir das nur so schwer loslassen können, hängt meiner Meinung nach auch ganz stark mit dem Good Girl Komplex zusammen.

Mit welchen Emotionen verbindest du das Thema Verfügbarkeit?
Verfügbarkeit an sich ist Etwas wunderschönes - wenn sie wirklich Konsens hat. Aber weibliche Verfügbarkeit hat andere Regeln. Vor allem Frauen müssen ständig für alles Mögliche zur Verfügung stehen, nur damit sich alle wohl fühlen und wenn sie es nicht tun, droht ihnen der Ausschluss. Das löst in mir vor allem Wut aus. Weil gute Mädchen erfahrungsgemäß nicht unbedingt glücklicher und sicherer sind. Im Gegenteil. Sie sind gefährdeter. Und ja, hinter der Wut liegt natürlich auch eine Traurigkeit, wenn ich darüber nachdenke, wie viele Träume und Leben deswegen nie gelebt wurden und werden.

Warum glaubst du, dass weibliche Verfügbarkeit ein Thema ist, das alle etwas angeht?
Weil es unsere Beziehungen, unsere Arbeitswelt, unser gesamtes Miteinander prägt. Sind wir mal ehrlich: Ohne weibliche Verfügbarkeit würde das System zusammenbrechen. Wenn Frauen sich weigern würden, verfügbar zu sein, würde nichts mehr funktionieren. Und genau deswegen lernen Frauen, verfügbar für alle zu sein, jederzeit. Außer für sich selbst. Körperlich, emotional, organisatorisch. Das erschöpft, zerstört Nähe und verhindert echte Gleichberechtigung. Wir geben damit unsere Verfügbarkeiten für alles auf, wofür wir uns selbst gar nicht entschieden haben, und das nur, weil es so erwartet wird. Wenn wir diese Verfügbarkeiten umlenken können, gewinnen wir endlich mehr Authentizität, Verbundenheit und damit auch mehr Freiheit für alle von uns. Aber dafür muss erst mal das Good Girl in
uns dran glauben.

Inwiefern unterscheidet sich weibliche Verfügbarkeit in Körper, Emotionen und sozialen Rollen?
Körperliche weibliche Verfügbarkeit zeigt sich in der Erwartung schön, begehrenswert und jederzeit bereit zu sein, gleichzeitig aber natürlich aber nicht für alle. Eine exklusive Verfügbarkeit mit ausgedachten Besitzansprüchen und Schönheitsidealen, denen niemand gerecht werden kann.
Emotionale weibliche Verfügbarkeit bedeutet, für andere aufopferungsvoll zu sein und auch die Gefühle anderer mitzuregulieren, vor allem die von Männern. Dazu gehört auch seine eigenen Emotionen und Bedürfnisse hintenanzustellen oder sie vielleicht nicht mal mehr wirklich spüren zu können und natürlich auch das erwartete Lächeln, damit sich alle im Raum wohl fühlen.
Weibliche Verfügbarkeit in sozialen Rollen finden wir unter anderem in der Care-Arbeit, wie beispielsweise im Kin-Keeping. Also, Termine ausmachen, Geschenke ausdenken und kaufen, Urlaube planen und auch als Alleinverantwortliche für Kindergarten, Schule oder Verwandtschaft fungieren, wenn es um die Kinder geht. All das unsichtbare Kümmern - Aufgaben, die Frauen selbstverständlich übernehmen sollen, oft bis zur völligen Erschöpfung.

Was möchtest du den Menschen mit auf den Weg geben, die dein Buch lesen?
Ich wünsche mir, dass wir unsere Kapazitäten nicht mehr für Ausbeutung hergeben müssen. Ich will, dass wir dafür nicht mehr verfügbar sind. Zumindest, soweit wie es für uns möglich ist. Damit wir für die anderen Dinge verfügbar sind, die uns einander näherbringen. Wie krass wäre es, wenn wir unseren Fokus auf uns selbst und auf das, was wir eigentlich wirklich brauchen, verlegen könnten?
Ich wünsche mir, dass wir miteinander authentischer in Verbindung gehen können und verstehen, dass es uns am Ende rein gar nichts bringt, ein Good Girlzu sein.

Foto von Silvi Carlsson

Über Silvi Carlsson

Biografie

Silvi Carlsson ist Autorin, Content-Creatorin und Psychologiestudentin. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit weiblicher Sozialisation, Scham, emotionaler Verfügbarkeit und der Frage, warum Frauen sich so oft selbst zurückstellen. Mit ihren persönlichen, humorvollen und gesellschaftskritischen Inhalten erreicht sie auf Social Media hunderttausende Menschen. Dabei verbindet sie psychologische Beobachtungen mit gesellschaftlichen Dynamiken und spricht insbesondere über Beziehungsmuster, Queerness, Neurodivergenz und den Female Gaze. Good Girl Exit - Vom Ende der weiblichen Verfügbarkeit ist ihr erstes Buch.

Mehr anzeigen