Historischer Liebesroman
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„Die Geschichte meiner Vorfahren könnte besonders sein“

Autorin Farina Eden über die Entstehung von „Zigeunermädchen“ - einem historischen Liebesroman

Ich war vielleicht zehn, als ich realisierte, dass die Geschichte meiner Vorfahren besonders sein könnte. Der Teint meiner Tante brachte mich darauf. Ihre Haut wurde unter der Sommersonne immer sehr viel dunkler als meine. Ende des besagten Sommers fragte ich sie, woran das liegen könnte und ihre Erklärung war simpel: An unseren Vorfahren.
In diesem Moment hörte ich zum ersten Mal davon, dass es in unserer Ahnenlinie eine junge Frau gegeben haben musste, die ihr Herz an einen Zigeuner verlor und schließlich eine Tochter von ihm bekam.  

Jahre später, ich war in der Zwischenzeit Studentin, fiel mir diese Familiengeschichte wieder ein, als ich mich durch einen Stapel alter Papiere wühlte und dabei auf die Geburtsurkunde eben dieses unehelich geborenen Mädchens stieß. Ohne anerkannten Vater war dort neben Kind und Mutter nur noch der Name der Hebamme Elise verzeichnet.
Dieses Schriftstück inspirierte mich ebenso, wie ein in der Zwischenzeit leider verschollenes Foto, das mir damals in die Hände fiel und auf dem einige Vorfahren mit ernsten Gesichtern vor dem Schaufenster ihres Kolonialwarenhandels Aufstellung genommen hatten.

Nachdem also die Grundidee geboren war, fehlte es mir noch an Namen für meine Figuren, und auch an dieser Stelle halfen mir die alten Geburts-, Hochzeits- und Sterbeurkunden unserer Familie weiter.
Bis hierhin also der Kern Wahrheit, der im „Zigeunermädchen“ steckt.

Vermutlich war die Realität der echten Maria Menz eine ganz andere als die, die ich im „Zigeunermädchen“ erschaffen habe.
Was ich allerdings mit Sicherheit sagen kann, ist, dass ich ohne Maria Menz, ihren Zigeuner – wie immer er geheißen haben mag – und deren gemeinsames Kind heute nicht auf der Welt wäre, denn eben dieses Kind wurde zur Frau, heiratete und bekam Nachwuchs: meine Oma.

Abschließend liegt mir folgender Hinweis am Herzen: Mir ist bewusst, dass das Wort „Zigeuner“ heute diskriminierend ist. Doch mein Roman spielt zu einer Zeit, in der dieses Wort das für diese Volksgruppen einzig geläufige war, weswegen ich diese Bezeichnung hier nicht vermeiden konnte.

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