Lieferung innerhalb 1-3 Werktage
Bezahlmöglichkeiten
Vorbestellung möglich
Dark Heroine - Autumn Rose

Dark Heroine - Autumn Rose

E-Book
€ 8,99
€ 8,99 inkl. MwSt.
sofort lieferbar
In den Warenkorb
Gratis-Lieferung ab 5,00 €
Geschenk-Service
Versand und Lieferbedingungen

Dark Heroine - Autumn Rose — Inhalt

Autumn Rose ist anders. Da sie über magische Kräfte verfügt, ist ihr Leben voller Verpflichtungen - worunter auch die Aufsicht über ihre Mitschüler fällt. Das macht es nicht gerade einfach, Freundschaften zu schließen. Und als der gut aussehende Prinz Fallon in ihrer Schule auftaucht und ihr größtes Geheimnis verrät, wird alles nur noch schlimmer. Doch das wird bedeutungslos, als Autumn düstere Visionen heimsuchen. Eine Prophezeiung beginnt sich zu erfüllen. Neun dunkle Heldinnen sollen die Menschheit vor finsteren Mächten bewahren. Und die erste dunkle Heldin, Violet Lee, ist gerade erwacht ...

€ 8,99 [D], € 8,99 [A]
Erschienen am 13.10.2014
Übersetzt von: Diana Bürgel
480 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-96727-3

Leseprobe zu »Dark Heroine - Autumn Rose«

Prolog

 

Ich habe wohl immer gewusst, dass ich anders bin;

dass mein Schicksal in Stein geschrieben ist und dass ein kalter, harter Thron einst der meine sein würde.

Ein Symbol dessen, was ich bin. Eine Königin meines Volkes.

Eine Göttin unter vielen.

 

Ich schlief. Eine grüne Wiese breitete sich vor mir aus, und ich rannte, schrie ihren Namen in einer Sprache, deren Klang mir ebenso vertraut war wie der dunkle Umriss des vor mir aufragenden grauen Steingebäudes. Tränen liefen mir über die Wangen, während ich mich die Eingangstreppe emporkämpfte und das [...]

weiterlesen

Prolog

 

Ich habe wohl immer gewusst, dass ich anders bin;

dass mein Schicksal in Stein geschrieben ist und dass ein kalter, harter Thron einst der meine sein würde.

Ein Symbol dessen, was ich bin. Eine Königin meines Volkes.

Eine Göttin unter vielen.

 

Ich schlief. Eine grüne Wiese breitete sich vor mir aus, und ich rannte, schrie ihren Namen in einer Sprache, deren Klang mir ebenso vertraut war wie der dunkle Umriss des vor mir aufragenden grauen Steingebäudes. Tränen liefen mir über die Wangen, während ich mich die Eingangstreppe emporkämpfte und das Stimmengewirr vernahm, das durch die geschlossene Flügeltür herausdrang. Ein monotones Plätschern wie das des Baches, der am Haus vorbeifloss und während der winterlichen Regenfälle anschwoll. Meine polierten, klobigen Schuluniformschuhe gaben ein protestierendes Quietschen von sich, als ich die Türen aufstieß und mich jenem Anblick stellte, den ich schon tausendmal gesehen hatte. Hunderte von Gesichtern wandten sich mir zu. Dann senkte sich Schwärze über alles. Atemlos wartete ich darauf, dass alles wieder von vorn beginnen würde, wie schon so oft.

Aber dieses Mal geschah etwas anderes. Statt schweißgebadet und mit tränennassen Wangen in einem zerwühlten Bett zu erwachen, glitt ich in eine andere Szene hinüber. Jetzt ragte eine riesige Statue vor mir empor. Sonnenlicht ließ das helle Pflaster des Platzes, auf dem ich stand, erstrahlen und glitzerte auf dem Wasser der beiden vollkommen identischen Brunnen neben mir. Als hätte jemand die Vorspultaste gedrückt, beschleunigte sich plötzlich das Geschehen um mich herum, und starr beobachtete ich, wie Tausende von Geschäftsleuten und mit Fotoapparaten bewaffnete Touristen den Platz überquerten. Die Wolken segelten über den grauen Himmel, bis er schließlich dunkel wurde und sich die Nacht über den Platz senkte. Die Statue von Admiral Nelson erstrahlte auf ihrer Säule im Scheinwerferlicht, und die Menschenmassen verloren sich. Schließlich war der Trafalgar Square vollkommen verlassen, abgesehen von ein paar Tauben und einem einsamen Mädchen.

Die Szene verlangsamte sich wieder und konzentrierte sich jetzt auf jenes Mädchen. Dunkles Haar umrahmte ihr Gesicht, und sie trug einen halb aufgeknöpften Mantel, der den Blick auf ein tiefes Dekolleté freigab. Immer wieder versuchte sie, den Rocksaum ihres schwarzen Kleides herunterzuziehen, um mehr Haut zu bedecken. Sie war weder besonders blass noch gebräunt, und das Auffälligste an ihr waren eindeutig ihre Augen. Violett leuchteten sie im Schein ihres Handydisplays.

Sie schob ihr Telefon in die Manteltasche und setzte sich auf eine der langen Steinbänke unter den Bäumen, die den Platz säumten. Kurz darauf zuckte sie zusammen und hob alarmiert den Kopf.

Plötzlich wechselte die Szene erneut, und ich sah eine dunkle, gerinnende Flüssigkeit, die das Pflaster bedeckte und das Wasser der Brunnen rot färbte. Überall lagen Tote und Sterbende, deren letzte Lebenskraft aus klaffenden Wunden an ihren Hälsen sickerte und die Steine der Stadt tränkte, jener Stadt, die ich so gut kannte und so sehr liebte. Die Stadt, aus der man mich vertrieben hat …

Ich fuhr hoch und erwachte aufrecht sitzend im Bett. Überrascht tastete ich nach dem Lichtschalter meines Weckers. Es war gerade ein Uhr morgens.

Schweißgebadet und schwer atmend drückte ich den Wecker an mich, dessen Licht nun das Zimmer erhellte. Hier war nichts, aber jedes Mal wenn ich blinzelte, sah ich es wieder: das Blut, die Leichen und die violetten Augen …

Stöhnend griff ich nach einem Stift, streckte mich nach dem Kalender, der über meinem Bett hing, und strich ein weiteres Kästchen durch. Der nächste Tag der geradezu vorüberfliegenden Sommerferien hatte begonnen. Heute war der 31. Juli.

 

 

Kapitel 1: Autumn

 

»Seht nur, wer da kommt: unsere Lieblingseinsiedlerin.« Eine Schürze segelte auf mich zu. Ich fing sie auf, faltete sie auseinander und band sie mir um.

»Guten Morgen, Nathan.«

»Hast du das gehört, Sophie?«, fragte er und wandte sich der neuen, jungen Kellnerin zu, auf deren Armen ein Stapel sauberer weißer Teller wuchs, während der viel ältere Nathan die Spülmaschine ausräumte. »Heute ist ein guter Morgen. Wie ungewöhnlich.«

Ich musterte Sophie und versuchte zu entscheiden, ob ich sie zuvor schon einmal gesehen hatte oder ob sie nur einfach nicht von den anderen dürren Mädchen zu unterscheiden war, die hier an den Wochenenden arbeiteten.

»Und was meinst du mit Einsiedlerin?«, fragte ich Nathan, ohne den Blick von ihr zu lösen.

Sie starrte mich aus großen Augen an und tippte nervös mit dem Finger auf den Tellerrändern herum. Als ich einen Schritt zur Seite machte und nach einem Stapel Speisekarten hinter ihr griff, kiekste sie schrill und stolperte zurück. Die Teller fielen ihr aus den Händen.

Dann kennen wir uns also noch nicht.

Eine Bewegung mit meinem Finger, und schon erstarrten die Teller mitten in der Luft, glitten dann elegant zur Arbeitsplatte und stapelten sich darauf. Bevor das Mädchen reagieren konnte, hatte ich die vollgestopfte Küche bereits wieder verlassen und trat in den Hauptraum des Harbour Cafés hinaus. An der Eingangstür drehte ich das »Geschlossen«-Schild um, sodass nun von außen »Geöffnet« zu lesen war. Es war Ende August, und obwohl es noch immer sehr früh war, bevölkerten bereits erste Touristen den viel benutzten Fußgängerweg zwischen den Docks und dem exklusiveren Jachthafen. In der Ferne drängten sich Fischdampfer zwischen den Stegen und brachten den Geruch ihres Tagesfangs mit sich. Das Glas der Frontscheibe hielt auch das Klirren der Masten und die Schreie der Möwen nicht ab, die ausgeschwärmt waren, um sich ihren Anteil am Fisch zu holen. Dies war der Soundtrack, der unabdingbar zu einem Morgen im geschäftigen Brixham gehörte.

Nathan kam hinter dem Tresen hervor und durchquerte das Café mit wenigen großen Schritten, was ihm aufgrund seiner langen, schlaksigen Gestalt nicht schwerfiel. Mit entschuldigender Miene legte er den Kopf schief.

»Bevor du gekommen bist, hat sie mir erzählt, sie habe noch nie eine Sage gesehen«, erklärte er leise.

Ich zuckte mit den Schultern. Ihre Reaktion war keine Überraschung. In den Monaten, die ich nun schon im Café arbeitete, war Nathan der Einzige gewesen, der keinen großen Bogen um mich gemacht und kurz darauf wieder gekündigt hatte. Ich hatte meinen Job nur deshalb noch, weil es sich meine Chefin aus diesem Grund leisten konnte, mich nicht anständig zu bezahlen. Allerdings war sie die Einzige in der ganzen Stadt, die überhaupt bereit gewesen war, mich einzustellen, also beklagte ich mich nicht.

Als ich mich an ihm vorbeischieben wollte, legte mir Nathan seine tätowierte linke Hand auf den Arm. »Und Einsiedlerin deshalb, weil du seit einem Monat nicht mehr auf meine SMS antwortest.«

»Du warst in Island und ich in London.«

»Trotzdem hättest du antworten können.«

Ich griff nach dem Ärmel seines Kochkittels – der nicht weiß, sondern schwarz war – und zog seine Hand fort. Dann verteilte ich die Tageskarten auf die Tische. Nathan folgte mir, während ich mich durchs Café arbeitete.

»Wie war’s in Island?«, fragte ich endlich, um die Stille zu brechen.

»Schön. Demokratisch.«

Ich seufzte und rollte mit den Augen, hielt ihm jedoch weiterhin den Rücken zugewandt.

»Menschen und Sage leben dort zusammen in einer Gemeinschaft, nicht getrennt voneinander wie hier.« Ich drehte mich zu ihm um, und er deutete mit dem Daumen in Richtung Küche, aus der sich Sophie noch immer nicht herausgetraut hatte. »Oder überall sonst«, fügte er dann noch hinzu.

Ich hatte mir seine Theorien über die Beziehungen zwischen Menschen und Sage schon oft angehört, aber er hatte so lange für diesen Urlaub gespart, dass ich seine rosa Seifenblase eigentlich nicht platzen lassen wollte. Trotzdem …

»Sage? Dort leben doch nur Extermino.«

Ich konnte seine Augen nicht sehen, weil ihm seine braunen, fast schulterlangen Locken tief in die Stirn fielen, aber ich war mir sicher, dass er den Blick senkte.

»Extermino sind auch Sage, sie glauben nur an andere Dinge.«

»Ja klar, und ihre Narben sind nur deshalb grau, weil sie mit den Menschen Friede, Freude, Eierkuchen spielen«, spottete ich, obwohl an der Sache eigentlich gar nichts lustig war. »Sie sind gewalttätige, extremistische Rebellen, Nathan. Sie sind Feinde der Monarchie in Athenea und aller anderen dunklen Wesen. Vergiss das nicht.«

Er sah zu Boden und schob seine aufgerollten Ärmel zurecht. »Ich meine doch nur, dass die Dinge, so wie sie stehen, nicht unbedingt ideal sind, solange du und deinesgleichen ausgegrenzt werden …«

Das Klingeln eines Glöckchens unterbrach ihn, und wir wandten uns überrascht der Tür zu, als wäre es bemerkenswert, dass tatsächlich Kundschaft im Anmarsch war. Drei Mädchen blieben im Türrahmen stehen, offenbar ebenso stutzig wie wir, dann steuerten sie den Tisch am Fenster an.

»Viel Glück«, murmelte mir Nathan zu und zog sich in die Küche zurück.

Ich atmete tief durch, holte meinen Notizblock hervor und näherte mich dem Tisch.

»Guten Morgen, was darf’s sein?«, zwitscherte ich und tat dabei so, als würde ich die Mädchen nicht kennen.

Eine von ihnen warf sich ihr langes schwarzes Haar über die Schulter und funkelte mich unter ihrem schweren Pony hervor an. Sie war groß und breitschultrig und musste nicht einmal den Kopf in den Nacken legen, um mich anzusehen.

»Das Übliche, Hexe.«

Mein Griff um den Stift verkrampfte sich, und ich versuchte, mich auf das stetige Schlagen der Wellen gegen die Hafenmauer zu konzentrieren, das durch die Glasscheibe hereindrang.

»Ich war einen Monat nicht hier und weiß leider nicht mehr, was du und deine Freundinnen immer bestellt, Valerie«, knurrte ich zwischen zusammengebissenen Zähnen.

Valerie Danvers war das, was man landläufig eine Tyrannin nannte. Meine persönliche Schultyrannin.

Der verdammte Kaffee war nicht mein Problem, sondern eher das, was sie sich immer zu essen bestellte.

Sie murmelte irgendetwas, aus dem ich das Wort »Sage« heraushörte, und orderte dann ein Gericht, strich dabei aber mindestens die Hälfte der Zutaten. Ihre Freundinnen waren kaum weniger unangenehm.

Ich brachte ihnen die Getränke, was mit dem üblichen geknurrten Dank quittiert wurde. Kurz darauf lehnte ich mich im Toilettenraum mit dem Rücken gegen die Tür und zwang mich dazu, tief durchzuatmen. Dieses Samstagmorgenritual bestand bereits, seitdem Valerie Danvers herausgefunden hatte, dass dieses Café der perfekte Ort war, um mich zu foltern.

Mit geschlossenen Augen konnte ich beinahe den Umriss jener zierlichen Frau – meiner Großmutter – vor mir sehen, die zwar nicht mehr die Jüngste, aber trotzdem noch in den besten Jahren war. Sie beugte sich zu einem kleinen Mädchen hinab und sprach. Immer sprach sie.

Sage-Kinder sind wie Efeu. Sie wachsen schnell und leben sehr lang. Menschenkinder sind eher wie Schmetterlinge. Als Larven sind sie hässlich, bis sie sich verpuppen und als Erwachsene wieder zum Vorschein kommen. Und die hässlichen Larven sind natürlich eifersüchtig auf den Efeu, verstehst du?

Ich kniff die Augen noch fester zusammen. Atmen …

Ein Hämmern an der Tür hinter mir riss mich in die Wirklichkeit zurück. Es war noch immer dunkel in dem kleinen Raum, und rasch zog ich an der Lampenschnur, woraufhin sich grelles, künstliches Licht ausbreitete.

»Autumn, ich weiß, dass du da drin bist. Komm sofort raus!«

»Nathan«, stöhnte ich. Er wusste doch genau, wie furchtbar Valerie war, warum ging er mir dann auf die Nerven?

»Da draußen stimmt etwas nicht!«

Meine Haut wurde heiß und prickelte, als Blut und Magie in meine Hände rauschten. Die Wände wurden durchlässig … aus weiter Ferne konnte ich einen Herzschlag hören, der immer schneller heranraste … und es war kein menschliches Herz.

Ich öffnete die Tür und lugte hinaus. Nathan stand blass davor, ansonsten war das Café leer. Ich trat hinaus und erkannte, dass sich Valerie und ihre Freundinnen über die Hafenmauer beugten und einen Tumult draußen auf dem Wasser beobachteten.

Ich rannte auf die Straße, und eine kalte Meeresbrise vertrieb die Hitze auf meiner Haut. Auch mein Herz schien einzufrieren. Einer der Stege vor mir war in eine dichte Nebelwolke gehüllt. Es sah aus, als hätte man ein Feuer entzündet, dessen Rauch den Steg vollständig verschluckte. Lichtblitze tanzten in der Wolke, und Schreie drangen heraus. Schreie um Gnade.

Ich erstarrte. Der rationale Teil meines Gehirns wusste, dass ich irgendwie helfen musste, aber meine Beine wollten sich nicht rühren.

Plötzlich rannte Nathan an mir vorbei, an der Hafenmauer entlang auf die Schreie zu. Das zerriss die Fesseln aus Angst, und ich warf mich in die Luft und flog über den Hafen, bis ich hart neben der Wolke landete.

Ich wusste nicht, was das für ein Nebel war, aber ich wagte es nicht, einen Magiestoß hineinzuschicken, weil er genauso gut einen der Menschen darin treffen konnte … also streckte ich stattdessen vorsichtig eine Hand aus, während hinter der anderen ein Feuerball lauerte.

Von Nahem sah es aus wie feiner Sprühregen, aber als ich es berührte, fühlte ich keine Feuchtigkeit …

Da spürte ich, wie sich die Grenze zwischen den Dimensionen öffnete, als würde ein Laken zerrissen. Diese Grenze konnte man nur mit Magie überwinden – mit starker Magie. Schwächere dunkle Wesen und Menschen konnten sie nicht durchdringen.

Die Furcht in meinem Herzen verdoppelte sich, als ich begriff, mit was für Feinden ich es hier zu tun hatte. Dagegen war ich machtlos.

Der Sog der Grenze riss mich nach vorn, und ich stolperte, wehrte mich dagegen, bis die weiße Wolke plötzlich in einem sich rasch schließenden schwarzen Loch verschwand. Es ging so schnell, dass ich nicht erkennen konnte, wer dies alles heraufbeschworen hatte.

Die Szene, die sich nun offenbarte, war furchtbar. Etwa zehn Menschen kauerten dort, einige lagen auf dem Boden, und ein paar von ihnen bluteten. Verwirrt und orientierungslos sahen sie sich um und blinzelten im hellen Sonnenlicht. Zwischen ihnen lag ein Mann auf dem Rücken. Um seinen Kopf sammelte sich eine Blutlache, doch ansonsten wirkte er unversehrt.

Eine Frau beugte sich über ihn und rüttelte an seiner Schulter, eine weitere Frau presste die Finger an sein Handgelenk. Dann legte sie der anderen eine blasse Hand auf den Arm und schüttelte den Kopf.

»Autumn, tu doch was!«, verlangte Nathan, der mich inzwischen eingeholt hatte.

Jetzt erst bemerkten mich die Menschen.

»Nein, Nathan, es ist zu spät für ihn. Ich kann nicht …«

Mit zornig funkelnden Augen schob mich Nathan vor. »Du bist eine Sage, natürlich kannst du. Sage können alles.«

Ich sah auf den Mann am Boden hinab und schüttelte mit Tränen in den Augen den Kopf. Warum tut er das?Nathan weiß doch, dass ich die Toten nicht zurückholen kann!

»Es ist deine Pflicht«, fuhr Nathan unbarmherzig fort.

Die Frau konnte gerade lange genug aufhören zu weinen, um ein paar Worte hervorzustoßen. »Sie hatten graue Narben … es waren zwei. Sie haben ihn mit einem schwarzen Lichtblitz getroffen.«

Graue Narben – Extermino! Und schwarzes Licht … Das war ein Todesfluch!

»Es tut mir leid, ich kann wirklich nicht …«

Ich wich zurück. Es gab nichts, was ich tun konnte, selbst wenn ich nicht wie gelähmt vor Angst vor den Extermino gewesen wäre … in Brixham. Sie haben Menschen angegriffen. Es ergab keinen Sinn. Irgendetwas sagte mir, dass sie es in Wahrheit auf einen Sage abgesehen hatten … und die einzige Sage hier weit und breit war ich.

Die Frau schrie auf und schüttelte den Mann an den Schultern. Ich konnte es nicht mehr ertragen und wandte mich ab. Den fassungslosen Nathan hinter mir lassend, schwang ich mich in die Luft hinauf und floh vor all dem Grauen.

Abigail Gibbs

Über Abigail Gibbs

Biografie

Abigail Gibbs hat im Alter von nur 18 Jahren einen Bestseller verfasst: Ihr Debüt »Dark Heroine. Dinner mit einem Vampir« erschien kapitelweise auf der englischen Social-Reading-Plattform Wattpad, wo das Manuskript über 17 Millionen Mal gelesen wurde. Kurz darauf erhielt Abigail Gibbs einen...

Pressestimmen

steffisbookcase.blogspot.de

»Diese Reihe hat Suchtpotenzial und sie gehört bereits jetzt schon zu meinen Lieblingsreihen.«

com-on-online.com

»Ein klassischer All-Age-Fantasy-Roman, der sehr angenehm zu lesen ist. Die Geschichte ist interessant aufgebaut und spannend geschrieben. (...) Man muss diese Serie unbedingt weiter verfolgen.«

Kommentare zum Buch

Das Besondere, das sehr fasziniert, sind die verschiedenen Welten/ Dimensionen, die aufeinander treffen.
Buch Versum am 17.10.2016

Ein genialer Auftakt mit spannender & Aktion geladener Handlung und einer wunderbaren Heldin.   Man taucht in eine wundervolle & phantasievolle Welt der Mystik ein.   Das Cover ist wunderschön, es ist mit einem Schmetterling bestückt, zum Schluss des Buches wird einem auch die Symbolik dessen bewusst! Wundervoll eingebracht!   Wer Autumn kennen lernt, wird sie einfach mögen, Sie beherrscht direkt die Geschehnisse, egal ob bewusst oder unbewusst. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die man sofort ins Herz schließt.   Wir bekommen durch Ihre Sicht eine wundervolle Welt geboten, die jedoch ins Schwanken gebracht wird. Welche Rolle spielt sie wohl genau in dem ganzen Geschehen ?   Fallon, der Prinz, taucht auf und mir war er sofort sympathisch, jedoch braucht er wohl ein wenig mehr Zeit um Autumn für sich zu gewinnen.   Erwartungsvoll & faszinierend, das Buch fesselt einen und ist sehr bildlich, besonders in Ihren Träumen kann man sich alles haarklein vorstellen und durchlebt durch Ihre Augen die schlimmsten Emotionen, die sich ihr bieten.   Man ist einfach vom Schreibstil gefesselt und will nicht aufhören zu lesen, daher war ich nicht verwundert, als ich das Buch an einem Tag durch hatte. Man versinkt in einer Welt und möchte nicht mehr fort.   Es ist in einfacher Sprache gehalten, somit wird eine komplexe Geschichte leicht verständlich.   Das Besondere, das sehr fasziniert, sind die verschiedenen Welten/ Dimensionen, die aufeinander treffen.   Hexen, Vampire, Menschen und viele andere Wesen...   Die Verbundenheit zu den Menschen macht Autumn für mich zur Heldin.   Ich kann das Buch einfach nur weiter empfehlen! Lesenswert! Freue mich besonders auf den nächsten Teil.   Vielen Dank für das Lesevergnügen an den Piper Verlag. 

Kommentieren Sie diesen Beitrag:
(* Pflichtfeld)
Kommentar senden