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Prägung

Nachdenken über Männlichkeit
22,00 €
23.02.2023
240 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
12,8cm x 21cm
978-3-8270-1483-2

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Piper Verlag GmbH
Georgenstraße 4
80799 München

Beschreibung

Was macht uns zu den Menschen, die wir sind? Und wie können wir uns verändern? Christian Dittloff verbindet eigene Erfahrungen, Reflexionen über persönliche Vorbilder und Popkultur sowie philosophische Betrachtungen zu einem literarischen Spiel der Selbsterkundung. In einer inneren Archäologie untersucht er seine Kindheit und Jugend auf patriarchale Bruchstücke und versucht, diese aufzulösen. Der Text ist ein innerer Denkmalsturz gewaltvoller Vorbilder – vom Klassenbully über den Rockstar bis zum genialen Künstler – und zugleich ein kraftvolles Manifest, sich ein Leben lang verändern zu…

Was macht uns zu den Menschen, die wir sind? Und wie können wir uns verändern? Christian Dittloff verbindet eigene Erfahrungen, Reflexionen über persönliche Vorbilder und Popkultur sowie philosophische Betrachtungen zu einem literarischen Spiel der Selbsterkundung. In einer inneren Archäologie untersucht er seine Kindheit und Jugend auf patriarchale Bruchstücke und versucht, diese aufzulösen. Der Text ist ein innerer Denkmalsturz gewaltvoller Vorbilder – vom Klassenbully über den Rockstar bis zum genialen Künstler – und zugleich ein kraftvolles Manifest, sich ein Leben lang verändern zu wollen.

„Ein erstaunliches Buch, in seiner Transparenz und dem Wagnis, das es eingeht. Christian Dittloff stellt sich einer eigentlich unmöglichen Aufgabe: Mit archäologischem Blick leuchtet er die blinden Flecke heterosexueller Männer aus, die indirekt – und häufig ohne es zu wollen oder auch nur zu merken – von der Gewalt anderer Männer profitieren. Ich werde dafür sorgen, dass alle heterosexuellen Männer, die ich kenne, dieses Buch lesen.“ Daniel Schreiber

Über Christian Dittloff

Foto von Christian Dittloff

Biografie

Christian Dittloff, geboren 1983 in Hamburg, studierte Germanistik und Anglistik in Hamburg sowie Literarisches Schreiben in Hildesheim, arbeitete in einer Psychiatrie, als Kulturjournalist und Experte für Kulturmarketing. 2018 erschienen sein Romandebüt „Das Weiße Schloss“ und 2020 sein...

Mehr über Christian Dittloff

Aus „Prägung“

STEINBRUCH

Das ist doch wie Manspreading, nur als Atemgeräusch, denke ich und balle die Fäuste, während ich versuche zu meditieren.

Nach dem Tod meiner Eltern hatte sich eine mir in ihrer dröhnenden Dauer bisher unbekannte Traurigkeit in mein Wesen eingeschlichen. Sie war wie ein Stein an meinen Alltag gekettet. Alles erschien mir anstrengender als zuvor. Ich geriet schneller außer Atem, aus der Fassung, kam nicht mehr in Form. Und wenn mich Situationen überforderten, spürte ich eine ungeahnte Wut in mir aufsteigen. Mein Magen war flau, meine Gedanken kreisten, mein [...]

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Pressestimmen

„Durch einen griffgen, smarten Stil und vor allem auch durch die berührende bis bestürzende Ehrlichkeit gelangt der Text schnell auf unausgetretene Pfade.“

musikexpress

„Es braucht definitiv mehr Autoren wie #ChristianDittloff, die sich mit ihrer patriarchalen Prägung auseinandersetzen.“

buchentdeckerin

„Vielen vielen Dank für diese so starke, wichtige Buch zum Reflektieren, Weiterentwickeln, Neustarten in eine feministische Zukunft, die auch das Leben von Männern besser macht.“

booksartnature

„(›Prägung‹) hat mir die Augen geöffnet inwiefern das vermeintlich normale Verhalten damals mit Männlichen Machtmechanismen zu tun hat. Ein wunderbarer, teils ein bisschen schmerzhafter, aber meist poetischer Throwback, bei dem man auch mal schmunzeln muss.“

WDR - 1Live

„Dittloffs Reflexionen markieren einen vielschichtigen Selbstfindungs-Trip, auf dem man ihm gern folgt. Erkenntnisgewinne inklusive.“

Musikexpress

„Ein hochaktuelles, unterhaltsames Buch über all die Beziehungen, die wir im Laufe unseres Lebens eingehen (…) wie ein emotionales Telefongespräch mit einem alten Freund, den man zu selten sieht. Eine Liebeserklärung an die Freundschaften unserer Jugend und die Rollen, die wir in diesen übernehmen durften.“

Lesart

„Es sind erzählerische (vermutlich autobiografische) Passagen klug mit reflektierenden Absätzen und Verweisen auf Texte über Feminismus und patriarchale Strukturen verwoben.“

Hannoversche Allgemeine Zeitung

„›Prägung. Nachdenken über Männlichkeit‹ und ist durchaus eine Abrechnung mit dem Patriarchat.“

Hamburger Abendblatt

„Ein Buch, das männliche Prägungen aufdeckt und die damit häufig einhergehende strukturelle Gewalt gegen Frauen. Schonungslos, mal komisch und mal tragisch, oft unbequem, aber wichtig.“

Bremen Zwei "Neue Bücher"

„Erzählerische Passagen und Reflektionen sind eng miteinander verzahnt … ein hochreflektiertes Buch.“

Hannoversche Allgemeine Zeitung

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Christian Dittloff
Prägung.
INTERVIEW mit Christian Dittloff

Wovon handelt PRÄGUNG?
Mein Buch handelt vom Aufwachsen als Junge und davon, wie mich männliche Rollenbilder geprägt haben. Doch was, wenn ich nicht der starke Junge sein kann, wenn „boys don't cry“ sich nicht richtig anfühlt? Wie werde ich diese manchmal gewaltvolle Prägung wieder los? Es ist eine literarische Spurensuche, tief in die Welt der 80er, 90er und 00er Jahre, in die Pop-Kultur und die Stimmung dieser Zeit.

Um was für eine Art von Text handelt es sich?
Prägung ist gleichzeitig Essay und Coming-of-Age-Roman. Es war mir wichtig, einige gewaltvolle Momente nicht unkommentiert zu lassen und mit einem feministischen Blick einzuordnen, so ergab sich diese literarische Mischung, in der sich die Perspektive eines Teenagers mit der des Autors von heute verbindet.

An wen richtet sich das Buch?
Das Buch richtet sich an alle, die sich kritisch mit Geschlechterbildern beschäftigen wollen, und zeigt hoffentlich die Verantwortung der Gesellschaft, welche Bilder von Männlichkeit weitergegeben werden, da gewaltvolle Männlichkeitsbilder noch immer für viel Leid verantwortlich sind. Im besten Falle zeigt es Leser:innen die Notwendigkeit auf, sich ein Leben lang verändern zu wollen.