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Eine Frage der Chemie

Bonnie Garmus
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Roman

„›Eine Frage der Chemie‹ hält, was sein Bestsellerplatz verspricht.“ - Der Tagesspiegel

Alle Pressestimmen (100)

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Eine Frage der Chemie — Inhalt

Elizabeth Zott wird Ihr Leben verändern!

Elizabeth Zott ist eine Frau mit dem unverkennbaren Auftreten eines Menschen, der nicht durchschnittlich ist und es nie sein wird. Doch es ist 1961, und die Frauen tragen Hemdblusenkleider und treten Gartenvereinen bei. Niemand traut ihnen zu, Chemikerin zu werden. Außer Calvin Evans, dem einsamen, brillanten Nobelpreiskandidaten, der sich ausgerechnet in Elizabeths Verstand verliebt. Aber auch 1961 geht das Leben eigene Wege. Und so findet sich eine alleinerziehende Elizabeth Zott bald in der TV-Show „Essen um sechs“ wieder. Doch für sie ist Kochen Chemie. Und Chemie bedeutet Veränderung der Zustände ...

So smart wie „Damengambit“, so amüsant wie „Mrs. Maisel“

Aus dem Englischen von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann, dem Übersetzerduo von Delia Owens' "Der Gesang der Flusskrebse"

„In Elizabeth Zott verliebt man sich total. Sie ist so toll und natürlich dargestellt, dass ich sie sogar gegoogelt habe: Die muss es doch wirklich geben, habe ich gedacht! Lange habe ich nicht ein so unterhaltendes, witziges und kluges Buch gelesen wie dieses.“ Elke Heidenreich

€ 22,00 [D], € 22,70 [A]
Erschienen am 31.03.2022
Übersetzt von: Klaus Timmermann, Ulrike Wasel
464 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
EAN 978-3-492-07109-3
Download Cover
€ 17,99 [D], € 17,99 [A]
Erschienen am 31.03.2022
Übersetzt von: Klaus Timmermann, Ulrike Wasel
464 Seiten, WMePub
EAN 978-3-492-60152-8
Download Cover

Leseprobe zu „Eine Frage der Chemie“

Kapitel 1

November 1961

Damals, im Jahr 1961, als Frauen Hemdblusenkleider trugen und Gartenvereinen beitraten und zahllose Kinder bedenkenlos in Autos ohne Sicherheitsgurte herumkutschierten; damals, bevor überhaupt jemand ahnte, dass es eine 68er-Bewegung geben würde, und erst recht nicht eine, von der ihre Teilnehmer die folgenden sechzig Jahre erzählen würden; damals, als die großen Kriege vorbei waren und die geheimen Kriege gerade begonnen hatten und die Menschen allmählich anfingen, neu zu denken und zu glauben, alles wäre möglich, stand die [...]

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Kapitel 1

November 1961

Damals, im Jahr 1961, als Frauen Hemdblusenkleider trugen und Gartenvereinen beitraten und zahllose Kinder bedenkenlos in Autos ohne Sicherheitsgurte herumkutschierten; damals, bevor überhaupt jemand ahnte, dass es eine 68er-Bewegung geben würde, und erst recht nicht eine, von der ihre Teilnehmer die folgenden sechzig Jahre erzählen würden; damals, als die großen Kriege vorbei waren und die geheimen Kriege gerade begonnen hatten und die Menschen allmählich anfingen, neu zu denken und zu glauben, alles wäre möglich, stand die dreißigjährige Mutter von Madeline Zott jeden Morgen vor Tagesanbruch auf und war sich nur einer Sache ganz sicher: Ihr Leben war vorbei.

Trotz dieser Gewissheit begab sie sich ins Labor, um den Lunch für ihre Tochter einzupacken.

Kraftstoff fürs Gehirn schrieb Elizabeth Zott auf einen kleinen Zettel, den sie in die Lunchbox ihrer Tochter steckte. Dann hielt sie inne, den Stift in der Luft, als würde sie neu überlegen. Treib in der Pause Sport, aber lass die Jungs nicht automatisch gewinnen, schrieb sie auf einen anderen Zettel. Dann hielt sie erneut inne, klopfte nachdenklich mit dem Stift auf den Tisch. Du bildest dir das nicht nur ein, schrieb sie auf einen dritten. Die meisten Menschen sind einfach scheußlich. Die letzten beiden legte sie obenauf.

Die meisten kleinen Kinder können nicht lesen, und falls doch, sind es meist Wörter wie „Hund“ und „Maus“. Aber Madeline las bereits, seit sie drei war, und jetzt, als Fünfjährige, hatte sie schon fast den gesamten Dickens durch.

Madeline gehörte zu der Sorte Kind, die ein Bach-Konzert summen, aber sich nicht selbst die Schuhe zubinden konnte, die die Drehung der Erde erklären konnte, aber bei Tic-Tac-Toe versagte. Und das war das Problem. Denn während musikalische Wunderkinder stets bejubelt werden, ist das bei frühen Lesern nicht der Fall. Weil frühe Leser nämlich bloß in etwas gut sind, in dem andere irgendwann auch gut sein werden. Deshalb ist es nichts Besonderes, darin die Erste zu sein – es ist bloß nervig.

Madeline war sich dessen bewusst. Deshalb nahm sie unweigerlich jeden Morgen – wenn ihre Mutter das Haus verlassen hatte und ihre Nachbarsbabysitterin, Harriet, abgelenkt war – die Zettel aus der Lunchbox, las sie und legte sie dann zu all den anderen Zetteln, die sie in einem Schuhkarton ganz hinten in ihrem Schrank aufbewahrte. Sobald sie in der Schule war, tat sie so, als wäre sie wie alle anderen Kinder: praktisch des Lesens unkundig. Für Madeline war Dazugehören wichtiger als alles andere. Und ihr Beweis war unwiderlegbar: Ihre Mutter hatte nie irgendwo dazugehört, und schau, wie es ihr ergangen war.

 

So lag sie in der südkalifornischen Kleinstadt Commons, wo das Wetter meistens warm war, aber nicht zu warm, und der Himmel meistens blau, aber nicht zu blau, und die Luft sauber, weil die Luft das damals einfach war, in ihrem Bett, die Augen geschlossen, und wartete. Sie wusste, bald würde ihr ein sanfter Kuss auf die Stirn gedrückt, die Bettdecke fürsorglich über die Schultern hochgezogen, „Nutze den Tag“ ins Ohr gemurmelt. Kurz darauf würde sie einen Automotor anspringen hören, das Knirschen von Reifen, wenn der Plymouth rückwärts aus der Einfahrt setzte, ein geräuschvolles Umschalten vom Rückwärtsgang in den ersten. Und dann würde ihre dauerhaft depressive Mutter zu dem Fernsehstudio fahren, wo sie sich eine Schürze umbinden und ihr Set betreten würde.

Die Sendung hieß Essen um sechs, und Elizabeth Zott war ihr unangefochtener Star.


Kapitel 2

Pine

Die ehemalige Forschungschemikerin Elizabeth Zott war eine Frau mit makelloser Haut und dem unverkennbaren Auftreten eines Menschen, der nicht durchschnittlich war und es nie sein würde.

Sie war, wie alle guten Stars, entdeckt worden. Obwohl in Elizabeths Fall kein Eiscafé eine Rolle spielte, keine Parkbank, auf der sie zufällig gesichtet wurde, keine glückliche Fügung. Stattdessen führte Diebstahl – genauer gesagt Mundraub – zu ihrer Entdeckung.

Die Geschichte war einfach: Ein Mädchen namens Amanda Pine, die das Essen auf eine Weise genoss, die manche Therapeuten für bedenklich halten, aß Madelines Lunch. Und zwar, weil Madelines Lunch ungewöhnlich war. Während die anderen Kinder ihre Sandwiches mit Erdnussbutter und Marmelade mümmelten, öffnete Madeline ihre Lunchbox und fand darin eine dicke Scheibe Lasagne vom Vortag, eine Beilage aus butterigen Zucchini, eine exotische, in Viertel geschnittene Kiwi, fünf glänzende runde Kirschtomaten, einen winzigen Morton-Salzstreuer, zwei noch warme Kekse mit Schokostückchen und eine rot karierte Thermosflasche mit eiskalter Milch.

Dieser Inhalt war der Grund, warum alle es auf Madelines Lunch abgesehen hatten, Madeline eingeschlossen. Aber Madeline bot ihn Amanda an, weil Freundschaft Opfer erfordert, aber auch, weil Amanda die Einzige in der ganzen Schule war, die sich nicht über das seltsame Kind lustig machte, das Madeline war, wie sie selbst bereits wusste.

Erst als Elizabeth bemerkte, dass Madelines Kleidung anfing, an ihrem knochigen Körper herabzuhängen wie schlechte Vorhänge, wurde sie misstrauisch. Ihren Berechnungen nach entsprach Madelines tägliche Nahrungsaufnahme genau dem, was ihre Tochter für eine optimale Entwicklung benötigte, somit war Gewichtsverlust wissenschaftlich unerklärlich. Dann vielleicht ein Wachstumsschub? Nein. Wachstum hatte sie in ihre Berechnungen einkalkuliert. Frühzeitiges Auftreten einer Essstörung? Unwahrscheinlich. Beim Abendessen futterte Madeline wie ein Scheunendrescher. Leukämie? Bestimmt nicht. Elizabeth war keine Schwarzseherin – sie war nicht der Typ Mutter, der nachts wach lag und sich ausmalte, ihre Tochter litte an einer unheilbaren Krankheit. Als Wissenschaftlerin suchte sie stets nach einer vernünftigen Erklärung, und in dem Moment, als sie Amanda Pines tomatensoßenrot verfärbte Lippen sah, wusste sie, dass sie die Erklärung gefunden hatte.

 

„Mr Pine“, sagte Elizabeth, als sie an einem Mittwochnachmittag in das örtliche Fernsehstudio und an einer Sekretärin vorbeirauschte, „ich versuche seit drei Tagen, Sie telefonisch zu erreichen, und Sie bringen nicht mal die Höflichkeit auf, mich zurückzurufen. Mein Name ist Elizabeth Zott. Ich bin Madeline Zotts Mutter – unsere Kinder gehen gemeinsam auf die Woody Elementary –, und ich bin hier, um Ihnen zu sagen, dass Ihre Tochter meiner Tochter unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Freundschaft vorgaukelt.“ Und weil er verwirrt wirkte, schob sie nach: „Ihre Tochter isst den Lunch meiner Tochter.“

„L…Lunch?“, brachte Walter Pine heraus, während er die Frau betrachtete, die eindrucksvoll vor ihm stand und deren weißer Laborkittel eine Aura überirdischen Lichts verbreitete, bis auf eine Kleinigkeit: die aufgestickten roten Initialen „E. Z.“ direkt über der Tasche.

„Ihre Tochter Amanda“, klagte Elizabeth erneut an, „isst den Lunch meiner Tochter. Anscheinend geht das schon seit Monaten so.“

Walter konnte sie nur anstarren. Groß und schlank, die Haare in der Farbe von leicht angebranntem gebutterten Toast nach hinten gestrichen und mit einem Bleistift festgesteckt, stand sie da, Hände in den Hüften, der Mund selbstbewusst rot, die Haut leuchtend, die Nase gerade. Sie blickte zu ihm herab wie ein Sanitäter auf einem Schlachtfeld, als würde sie abschätzen, ob es sich lohnte, ihn zu retten.

„Und die Tatsache, dass sie vorgibt, Madelines Freundin zu sein, um an ihren Lunch zu kommen“, fuhr sie fort, „ist absolut verwerflich.“

„W…Wer sind Sie noch mal?“, stammelte Walter.

„Elizabeth Zott!“, blaffte sie zurück. „Madeline Zotts Mutter!“

Walter nickte, versuchte mitzukommen. Als langjähriger Produzent nachmittäglicher Fernsehsendungen war er vertraut mit dramatischen Szenen. Aber das hier? Er starrte sie weiter an. Sie war hinreißend. Er war tatsächlich hingerissen von ihr. Wollte sie für irgendwas vorsprechen?

„Tut mir leid“, sagte er schließlich. „Aber die Krankenschwesterrollen sind schon alle vergeben.“

„Wie bitte?“, fauchte sie.

Es entstand eine lange Pause.

„Amanda Pine“, wiederholte sie.

Er blinzelte. „Meine Tochter? Oh“, sagte er plötzlich nervös. „Was ist mit ihr? Sind Sie Ärztin? Sind Sie von Ihrer Schule?“ Er sprang auf.

„Du liebe Güte, nein“, antwortete Elizabeth. „Ich bin Chemikerin. Ich bin in meiner Mittagspause den ganzen Weg vom Hastings hergekommen, weil Sie mich nicht zurückgerufen haben.“ Und als er sie weiter ratlos ansah, stellte sie klar. „Forschungsinstitut Hastings? Wo sich bahnbrechende Forschung Bahn bricht?“ Der geistlose Slogan ließ sie einmal tief ausatmen. „Es geht darum, dass ich sehr viel Sorgfalt darauf verwende, Madeline einen nahrhaften Lunch zuzubereiten, etwas, worum Sie sich doch gewiss auch für Ihr Kind bemühen.“ Und als er sie weiter nur verständnislos anstarrte, schob sie nach: „Weil Ihnen Amandas kognitive und körperliche Entwicklung am Herzen liegt. Weil Sie wissen, dass diese Entwicklung davon abhängt, ihr ein ausgewogenes Gleichgewicht von Vitaminen und Mineralstoffen zu bieten.“

„Das Problem ist, dass Mrs Pine …“

„Ja, ich weiß. Sie steht nicht zur Verfügung. Ich habe versucht, sie zu erreichen, und man sagte mir, dass sie jetzt in New York lebt.“

„Wir sind geschieden.“

„Tut mir leid, das zu hören, aber Scheidung hat wenig mit Lunch zu tun.“

„Das könnte man meinen, aber …“

„Ein Mann kann seinem Kind Lunch machen, Mr Pine. Das ist keine biologische Unmöglichkeit.“

„Völlig richtig“, pflichtete er bei und schob einen Stuhl zurecht. „Bitte, Mrs Zott, bitte, nehmen Sie Platz.“

„Ich hab was im Zyklotron“, sagte sie gereizt mit Blick auf ihre Uhr. „Sind wir uns einig oder nicht?“

„Zyklo…“

„Subatomarer Teilchenbeschleuniger.“

Elizabeth ließ den Blick über die Wände gleiten. Sie waren mit gerahmten Plakaten tapeziert, die Werbung für melodramatische Seifenopern und reißerische Spielshows machten.

„Meine Arbeit“, sagte Walter, der sich plötzlich für die Geschmacklosigkeiten schämte. „Vielleicht haben Sie schon mal eine davon gesehen?“

Sie wandte sich wieder ihm zu. „Mr Pine“, sagte sie in versöhnlicherem Ton. „Ich bedauere, dass ich weder die Zeit noch die Mittel habe, für Ihre Tochter Lunch zu machen. Wir wissen beide, dass Nahrung der Katalysator ist, der unser Gehirn in Gang setzt, unsere Familien zusammenhält und unsere Zukunft bestimmt. Und dennoch …“ Sie verstummte, und ihre Augen verengten sich, als sie das Plakat für eine Seifenoper bemerkte, auf dem eine Krankenschwester einem Patienten eine ziemlich ungewöhnliche Pflege angedeihen ließ. „Wer hat denn schon die Zeit, der ganzen Nation beizubringen, wie man Mahlzeiten zubereitet, die wirklich Gehalt haben? Ich wünschte, ich hätte sie, aber ich habe sie nicht. Sie etwa?“

Als sie sich zur Tür wandte, sagte Pine, der sie nicht gehen lassen wollte und selbst nicht recht verstand, was da gerade in ihm vorging: „Warten Sie, bitte, Moment … bitte. Was … was haben Sie da gerade gesagt? Von wegen: der ganzen Nation beibringen, wie man Mahlzeiten zubereitet, die … die wirklich Gehalt haben?“

Essen um sechs ging vier Wochen später auf Sendung. Und obwohl Elizabeth die Idee nicht unbedingt begeisternd fand – sie war schließlich Forschungschemikerin –, nahm sie den Job aus den üblichen Gründen an: Er war besser bezahlt, und sie hatte ein Kind zu versorgen.

 

Vom ersten Tag an, als Elizabeth sich eine Schürze umband und das Set betrat, war offensichtlich, dass sie „es“ hatte, wobei „es“ diese schwer fassbare Qualität war, sehenswert zu sein. Aber sie war auch ein Mensch mit Substanz, so direkt, so nüchtern, dass die Menschen nicht wussten, was sie von ihr halten sollten. Während in anderen Kochsendungen gut gelaunte Köche fröhlich ihren Sherry in sich hineinkippten, war Elizabeth Zott ernst. Sie lächelte nie. Sie scherzte nie. Und ihre Gerichte waren ebenso ehrlich und bodenständig wie sie selbst.

Nach nur sechs Monaten war Elizabeths Sendung ein immer größerer Hit. Nach einem Jahr eine Institution. Und nach zwei Jahren war klar, dass sie die verblüffende Wirkung hatte, nicht nur Eltern mit ihren Kindern zu vereinen, sondern Bürger mit ihrem Land. Man kann ohne Übertreibung feststellen, dass die gesamte Nation am Esstisch Platz nahm, wenn Elizabeth Zott mit dem Kochen fertig war.

Selbst Vizepräsident Johnson verfolgte ihre Sendung. „Sie wollen wissen, was ich denke?“, sagte er, als er einen hartnäckigen Reporter loswerden wollte. „Ich denke, Sie sollten weniger schreiben und mehr fernsehen. Fangen Sie mit Essen um sechs an – diese Zott, das ist eine patente Frau.“

Und das stimmte. Niemals hätte Elizabeth Zott erklärt, wie man winzige Gurkensandwiches oder fluffige Soufflés machte. Ihre Rezepte waren herzhaft: Eintöpfe, Aufläufe, Gerichte, die in großen Metallpfannen zubereitet wurden. Sie legte Wert auf die vier Lebensmittelgruppen. Sie glaubte an anständige Portionen. Und sie betonte, dass jedes Gericht, das die Mühe wert war, weniger als eine Stunde Mühe erfordern sollte. Sie beendete jede Sendung mit ihrem Standardspruch: „Kinder, deckt den Tisch. Eure Mutter braucht einen Moment für sich.“

Doch dann schrieb ein prominenter Reporter einen Artikel mit dem Titel: „Warum wir alles essen, was sie uns auftischt“, und bezeichnete sie beiläufig als „Leckere Lizzie“, ein Spitzname, der sowohl zutreffend als auch alliterativ war und deshalb ebenso schnell an ihr haften blieb wie an dem Papier, auf dem er gedruckt war. Von diesem Tag an nannten Fremde sie Leckere Lizzie, aber ihre Tochter Madeline nannte sie Mom, und obwohl Madeline noch ein Kind war, begriff sie, dass der Spitzname die Fähigkeiten ihrer Mutter schmälerte. Sie war Chemikerin, keine Fernsehköchin. Und Elizabeth, ihrem einzigen Kind gegenüber befangen, schämte sich.

Manchmal lag Elizabeth nachts im Bett und dachte darüber nach, wie ihr Leben diesen Verlauf hatte nehmen können. Doch das Nachdenken währte nie lange, denn in Wahrheit wusste sie es.

Sein Name war Calvin Evans.


Kapitel 3

Forschungsinstitut Hastings
Zehn Jahre zuvor, Januar 1952

Calvin Evans war ebenfalls am Forschungsinstitut Hastings angestellt, doch im Unterschied zu Elizabeth, die in beengten Verhältnissen arbeitete, hatte er ein großes Labor ganz für sich allein.

Aufgrund seiner Erfolgsbilanz stand ihm das vielleicht auch zu. Mit neunzehn hatte er bereits bedeutsame Forschungsarbeit geleistet, die dazu beitrug, dass der berühmte britische Chemiker Frederick Sanger den Nobelpreis bekam. Mit zweiundzwanzig entdeckte er ein schnelleres Verfahren, um einfache Proteine zu synthetisieren. Mit vierundzwanzig brachte ihn sein Durchbruch in Sachen Reaktivität von Dibenzoselenophen auf das Titelblatt von Chemistry Today. Außerdem hatte er sechzehn wissenschaftliche Aufsätze verfasst, Einladungen zu zehn internationalen Tagungen erhalten und eine Professur in Harvard angeboten bekommen. Die er ablehnte. Zweimal. Zum einen, weil Harvard Jahre zuvor seinen Antrag auf einen Studienplatz abschlägig beschieden hatte, und zum anderen, weil – tja, eigentlich gab es keinen anderen Grund. Calvin war ein Genie, aber wenn er einen Fehler hatte, dann war das seine Neigung, nachtragend zu sein.

Obendrein war er berüchtigt für seine Ungeduld. Wie so viele geniale Menschen konnte Calvin einfach nicht begreifen, warum niemand sonst es kapierte. Er war außerdem introvertiert, was durchaus kein Fehler ist, sich aber häufig als Unnahbarkeit manifestiert. Erschwerend hinzu kam, dass er Ruderer war.

Wie viele Nicht-Ruderer Ihnen versichern werden, sind Ruderer nicht besonders lustig. Das liegt daran, dass Ruderer immer nur übers Rudern reden wollen. Sobald zwei oder mehr Ruderer im selben Raum sind, schweift das Gespräch unweigerlich von so herkömmlichen Themen wie Arbeit oder Wetter ab und kreist nur noch um Boote, Blasen, Riemen, Griffe, Ergos, Blattabdrehen, Training, Setzen, Ausheben, Freilauf, Splits, Sitze, Schläge, Rollschienen, Starts, Schlagzahlen, Sprints und ob das Wasser wirklich „glatt“ war oder nicht. Dann geht es meistens damit weiter, was bei der letzten Fahrt falschgelaufen ist und was bei der nächsten falschlaufen könnte und wer daran Schuld hatte beziehungsweise haben wird. Irgendwann strecken die Ruderer ihre Hände aus und machen einen Schwielenvergleich. Und wenn man so richtig Pech hat, schließen sich etliche Minuten andächtiger Ehrfurcht an, in denen einer von ihnen das perfekte Rudererlebnis schildert, bei dem sich alles leicht anfühlte.

 

Neben der Chemie war Rudern das Einzige, wofür Calvin echte Leidenschaft empfand. Ja, Rudern war der Grund, warum sich Calvin in Harvard überhaupt beworben hatte: Für Harvard rudern hieß 1945, für die Besten rudern. Oder eigentlich die Zweitbesten. Die University of Washington war die beste, aber die University of Washington lag in Seattle, und Seattle war für seinen Regen berüchtigt. Calvin hasste Regen. Deshalb richtete er seinen Blick in die Ferne – auf das andere Cambridge, das in England – und widerlegte damit einen der größten Mythen über Wissenschaftler: dass sie gut recherchieren können.

Als Calvin das erste Mal auf dem Cam ruderte, regnete es. Am zweiten Tag regnete es. Am dritten Tag ebenso. „Regnet’s hier andauernd so?“, maulte Calvin, als er und seine Teamkameraden sich das schwere Holzboot auf die Schultern hievten und hinaus zum Steg schleppten. „Nein, nein, praktisch nie“, beruhigten sie ihn. „Cambridge ist normalerweise ziemlich sonnig.“ Und dann sahen sie einander an, als wollten sie sich gegenseitig etwas bestätigen, was sie schon lange vermutet hatten: Amerikaner waren dämlich.

 

Leider erstreckte sich Calvins Dämlichkeit auch auf seine Kontakte zur Damenwelt – ein großes Problem, weil er sich sehr gern verlieben wollte. In den ganzen sechs einsamen Jahren, die er in Cambridge verbrachte, schaffte er es, sich mit fünf Frauen zu verabreden, von diesen fünf war nur eine zu einem zweiten Rendezvous bereit, und das auch nur, weil sie jemand anders erwartet hatte, als sie ans Telefon ging. Das Hauptproblem war seine Unerfahrenheit. Er war wie ein Hund, der nach jahrelangen vergeblichen Versuchen endlich ein Eichhörnchen erwischt und dann keine Ahnung hat, was er damit anstellen soll.

„Hallo … äh“, hatte er gesagt, mit klopfendem Herzen und feuchten Händen und einem schlagartig leeren Kopf, als die junge Frau die Tür öffnete. „Debbie?“

„Ich heiße Deirdre“, seufzte sie und warf einen ersten Blick auf ihre Uhr, dem noch viele folgen sollten.

Beim Abendessen zog sich die Unterhaltung vom molekularen Abbau aromatischer Säuren (Calvin) hin zu den neusten Filmen (Deirdre), zu der Synthese nicht reaktiver Proteine (Calvin), zu der Frage, ob er gern tanzte oder nicht (Deirdre), zu einem Blick auf die Uhr, es war schon halb neun, und er musste am Morgen rudern, deshalb würde er sie gleich nach Hause bringen (Calvin).

Es versteht sich von selbst, dass es nach diesen Rendezvous zu sehr wenig Sex kam. Genauer gesagt, zu gar keinem.

 

„Ich versteh gar nicht, dass du da Schwierigkeiten hast“, sagten seine Kameraden im Ruderteam öfter zu ihm. „Mädchen lieben Ruderer.“ Was nicht stimmte. „Und du bist zwar Amerikaner, aber du siehst nicht schlecht aus.“ Was ebenfalls nicht stimmte.

Ein Teil des Problems war Calvins Körperhaltung. Er war gut einen Meter neunzig groß, schlaksig und hager, und er ließ sich etwas nach rechts hängen – wahrscheinlich, weil er immer auf der Backbordseite ruderte. Aber noch problematischer war sein Gesicht. Er hatte einen verlorenen Ausdruck an sich, wie ein Kind, das sich allein durchschlagen musste, mit großen grauen Augen und zotteligem blonden Haar und leicht violetten Lippen, die fast immer geschwollen waren, weil er die Neigung hatte, auf ihnen zu kauen. Es war die Art von Gesicht, die manche als leicht zu vergessen beschreiben würden, eine unterdurchschnittliche Komposition, die nichts von der dahinterliegenden Sehnsucht oder Intelligenz erahnen ließ, bis auf ein entscheidendes Kriterium – seine Zähne, die gerade und weiß waren und seine gesamte Gesichtslandschaft rehabilitierten, sobald er lächelte. Zum Glück und vor allem, nachdem er sich in Elizabeth Zott verliebt hatte, lächelte Calvin ständig.

 

Sie begegneten sich – oder besser gesagt, wechselten die ersten Worte – an einem Dienstagmorgen im Forschungsinstitut Hastings, dem privaten Forschungslabor im sonnigen Südkalifornien, in dem Calvin, nachdem er in Cambridge in Rekordzeit promoviert und dreiundvierzig Stellenangebote abgewogen hatte, eine Position teils wegen des guten Rufs, aber hauptsächlich wegen des Niederschlags annahm. In Commons regnete es selten. Elizabeth dagegen nahm das Angebot vom Hastings an, weil sie keine anderen bekommen hatte.

Als sie vor Calvin Evans’ Labor stand, bemerkte sie einige große Warnschilder:

NICHT EINTRETEN

LAUFENDES EXPERIMENT

KEIN EINLASS

DRAUSSEN BLEIBEN

 

Dann öffnete sie die Tür.

„Hallo“, rief sie über Frank Sinatra hinweg, der aus einer Stereoanlage dröhnte, die seltsamerweise mitten im Raum stand. „Ich muss mit jemandem sprechen, der hier die Verantwortung hat.“

Calvin, überrascht, eine Stimme zu hören, reckte den Kopf über eine große Zentrifuge.

„Entschuldigen Sie, Miss“, sagte er laut und gereizt, auf der Nase eine große Schutzbrille, die seine Augen vor etwas schützten, das rechts von ihm brodelte, „aber Unbefugte haben hier keinen Zutritt. Haben Sie die Hinweisschilder nicht gesehen?“

„Doch“, rief sie zurück, ohne auf seinen Ton zu achten, während sie durch das Labor marschierte, um die Musik auszumachen. „So. Jetzt können wir uns gegenseitig besser hören.“

Calvin kaute auf seinen Lippen und zeigte zur Tür. „Sie dürfen nicht hier sein“, sagte er. „Die Hinweisschilder.“

„Also, mir wurde gesagt, Sie haben in Ihrem Labor einen Überschuss an Bechergläsern, und wir haben unten zu wenig. Steht alles hier drauf“, sagte sie und hielt ihm ein Blatt Papier hin. „Ist von der Materialverwaltung genehmigt.“

„Darüber bin ich nicht informiert worden“, sagte Calvin, der das Blatt überflog. „Aber es tut mir leid, nein. Ich brauche jedes Becherglas. Vielleicht sollte ich lieber mit einem Chemiker unten sprechen. Sagen Sie Ihrem Chef, er soll mich anrufen.“ Er wandte sich wieder seiner Arbeit zu und schaltete im Vorbeigehen die Stereoanlage an.

Elizabeth rührte sich nicht. „Sie wollen mit einem Chemiker sprechen? Mit jemand anderem als MIR?“, rief sie über Frank hinweg.

„Ja“, antwortete er. Und dann wurde er etwas freundlicher. „Hören Sie, ich weiß, es ist nicht Ihre Schuld, aber die sollten keine Sekretärin hier raufschicken, um ihnen die lästige Arbeit abzunehmen. Also, ich weiß, das ist für Sie vielleicht schwer zu verstehen, aber ich bin gerade mit etwas Wichtigem beschäftigt. Bitte. Sagen Sie Ihrem Chef einfach, er soll mich anrufen.“

Elizabeths Augen verengten sich. Sie konnte Leute nicht ausstehen, die aufgrund von ihrer Meinung nach längst überholten optischen Eindrücken voreilige Schlüsse zogen, und selbst wenn sie eine Sekretärin gewesen wäre, so konnte sie ebenso wenig Männer ausstehen, die glaubten, dass eine Sekretärin nicht in der Lage war, Wörter zu verstehen, die über „Tippen Sie das in dreifacher Ausfertigung“ hinausgingen.

„So ein Zufall“, schrie sie, steuerte geradewegs auf ein Regal zu und nahm sich einen großen Karton Bechergläser. „Ich bin auch beschäftigt.“ Dann marschierte sie hinaus.


Bonnie Garmus

Über Bonnie Garmus

Biografie

Bonnie Garmus war als Kreativdirektorin international vor allem in den Bereichen Medizin, Erziehung und Technologie tätig. Privat bevorzugt sie das Schwimmen im offenen Meer, wobei sie sich darauf konzentrieren muss, nicht darüber nachzudenken, was alles sonst noch unter ihr schwimmt. Gebürtig aus...

Medien zu „Eine Frage der Chemie“
Pressestimmen
ARD „druckfrisch – Neue Bücher mit Denis Scheck“

„Warum macht mir dieser feministische Unterhaltungsroman über eine Chemikerin, die von ihren Macho-Kollegen sexuell belästigt und ausgebootet wird, bis sie als Fernsehköchin Karriere macht, so gute Laune? Weil er pfiffig erzählt ist und etwas von dem gesamtgesellschaftlichen Fortschritt erahnen lässt, der in den letzten 50 Jahren erzielt wurde.“

SWR „Kaffee oder Tee“

„Bonnie Garmus schafft es in einem wunderbaren Ton die Lesenden emotional anzurühren ohne kitschig zu werden, bei aller Ernsthaftigkeit auch immer einen ganz besonderen Humor zu zeigen und unglaublich gut zu unterhalten. Emanzipation so locker und unterhaltsam dargestellt: das gibt es selten!“

ARD „druckfrisch – Neue Bücher mit Denis Scheck“

„Ein gewitzt erzählter feministischer Unterhaltungsroman.“

Rieser Nachrichten

„Ein wirklich unterhaltsames, kluges und witziges Lesevergnügen.“

Frau und Kultur

„Ein unterhaltendes, witziges und kluges Buch.“

Westfalen-Blatt

„Ihr erstes Buch ist ein leicht zu lesender Unterhaltungsroman, klug geschrieben und mit Tiefgang.“

Allgemeine Zeitung

„Ein ebenso witziges wie kluges und tiefsinniges Buch.“

Radio 1 „Literaturkritik“

„Der Roman ist wunderbar vielschichtig und sehr sehr spannend zu lesen.“

buchreport.express

„Das Buch ist witzig geschrieben, gut erzählt und würzt das Thema ‚Stellung der Frau‘ mit einer erfrischenden Portion Ironie und Romantik.“

Rieser Nachrichten

„Ein wirklich unterhaltsames, kluges und witziges Lesevergnügen.“

Neue Westfälische

„Unterhaltsame, anrührende und kluge Unterhaltung.“

wlodarek.de

„Der Protagonistin gehört alle Sympathie. Ihr Mut, ihr unbeugsamer Charakter, ihre berufliche Leidenschaft sind hinreißend.“

Freiburger Nachrichten

„Das Buch erzählt so spannend und unterhaltsam aus der Geschichte der Emanzipation.“

Wilhelmshavener Zeitung

„Es ist ein Gute-Laune-Feuerwerk mit Tiefgang, ein großartiger feministischer Unterhaltungs-, gleichzeitig aber auch anrührender Familienroman.“

Oberländer Rundschau

„Mit viel Schwung und Energie erzählt die Autorin das verworrene Leben von Zott und zieht den Leser von Seite zu Seite in den Bann des damaligen Umbruchs.“

Hallo

„Die Geschichte ist herausragend, extrem unterhaltsam und zugleich aufschlussreich.“

Stuttgarter Zeitung

„Pointierte Dialoge und ein guter Spannungsbogen“

Badische Zeitung

„Das Buch hat Tiefgang und ist trotzdem so witzig geschrieben, dass man bisweilen laut auflachen muss.“

Backnanger Kreiszeitung

„Das Buch ist genau das Richtige für alle, die Geschichten über starke Frauen schätzen – und bittersüße Happy-Ends.“

neue-buchtipps.de

„Ein Roman, reich an Wendungen und Veränderungen, der spannend und humorvoll den steinigen Weg einer feministischen Befreiung in den 50er und 60er Jahren beschreibt.“

Süddeutsche Zeitung

„Die Spannungskurven sind so präzise geschwungen, wie es noch kein Algorithmus kann.“

lese_verliebt

„Ein äußerst feministischer, unterhaltsamer, anspruchsvoller, klug komponierter Roman, den ich euch dringend empfehlen möchte.“

WDR 4 „Bücher“ mit Elke Heidenreich

„Ich habe lange nicht so etwas kluges, spannendes, lustiges und unterhaltendes gelesen wie dieses Buch von Bonnie Garmus.“

Buchmedia Magazin

„Dieses Buch empfehle ich allen Leser:innen, die über besondere Frauencharaktere lesen wollen und niveauvolle Unterhaltung schätzen.“

rtl.de

„Neben trockenem Humor und etwas skurrilen Wendungen, gibt die Geschichte eine erschütternde (und doch keine neue) Sicht auf das Berufsleben von Frauen in den 60er Jahren – ein Buch, das beweist: Feminismus sollte positiv konnotiert werden.“

vdi-nachrichten.com

„Mit unglaublicher Leichtigkeit, überzeugender Klarheit und viel Humor beschreibt Bonnie Garmus in ›Eine Frage der Chemie‹, was es in unserer Gesellschaft als Frau heißt, eine Meinung zu besitzen – und sie auch zu vertreten. Einfach brillant!“

Mainhattan Kurier

„Ein beeindruckendes Buch, mitreißend und aufwühlend. Welche Ungerechtigkeiten Frauen auszuhalten hatten! Der flüssige Schreibstil macht Spaß und ist perfekt zu lesen.“

schmitzkatze

„Verzückende Formulierungen und bizarre Charaktere machen diesen Roman zu einem großen Vergnügen.“

Radio Mülheim

„Es ist eine großartige Hommage an die Hausfrauen und Mütter der 50er und 60er Jahre und ein sehr kluger Gesellschaftsroman.“

Kölner Stadt-Anzeiger

„So einen unterhaltsamen und zugleich blitzgescheiten Roman habe ich schon lange nicht mehr gelesen!“

Weser-Kurier

„Eine unglaublich unterhaltsame Lektüre mit einer beeindruckenden Hauptfigur - feministisch, komisch, melancholisch, spannend. Kurz gesagt: ein rundum tolles Lesevergnügen!“

Neue Presse

„Die Geschichte ist so charmant, witzig und klug geschrieben, dass man letztlich glaubt, Elisabeth Zott habe es wirklich gegeben.“

Rundschau

„Bonnie Garmus hat eine literarische Heldin geschaffen, die unvergesslich sein wird und uns mit einem tiefen Lächeln aus dem Roman entlässt.“

Lesart

„Dies ist ein Roman voller Sprachwitz, in dem die Frage nach Mündigkeit und sozialen Rechten wieder verhandelt werden.“

lies.das.mal

„Dieses Buch ist schockierend und wundervoll zugleich. Es ist ein feministischer Roman mit wichtiger Message und zeitgleich ein Wohlfühlbuch von Seite 1 bis Ende.“

Die PTA in der Apotheke

„Selten so etwas Schönes, Spannendes, Witziges gelesen.“

SRF 1 „Literaturclub“

„Das Buch hat auch eine ganz wichtige Aussage: (…) du hast eine Passion, steh zu dir, glaub daran, bleib dran, friss dich durch, wenn es sein muss. Das finde ich extrem aktivierend, wenn man das liest.“

Der Tagesspiegel

„›Eine Frage der Chemie‹ hält, was sein Bestsellerplatz verspricht.“

Bilanz

„Mit dieser Figur hat die Autorin eine Wissenschaftlerin geschaffen, die in ihrer Unbeugsamkeit, ihrer Klarheit und ihrem Drang, anderen Menschen zu dieser Klarheit zu verhelfen, begeistert.“

Pinzgauer Nachrichten

„Ein fesselndes Lesevergnügen mit einer sehr sympathischen, starken und unvergesslichen Heldin.“

SRF „BuchZeichen“

„Ein Pageturner für eine Leseauszeit im Alltag.“

Film, Sound & Media

„Die Autorin Bonnie Garaus versteckt ihre feministischen Ansichten hinter einem sehr heiteren, einfachen Schreibstil, dass selbst ein Macho seine Freude an diesem Feelgood-Roman hätte.“

meeneswelt

„Ein tolles Buch, voller Charme, Witz und Kraft.“

ARD „druckfrisch – Neue Bücher mit Denis Scheck“

„Ein großer, kluger literarischer Spaß – und ein anrührender Familienroman.“

Haller Kreisblatt

„Unterhaltsam, witzig und klug.“

Leselust

„Bonnie Garmus hat mit Elisabeth Zott eine literarische Heldin geschaffen, die witzig, rebellisch und ihrer Zeit voraus ist. Auch Sie werden sie lieben!“

OÖ Nachrichten

„Bonnie Garmus gelingt mit ›Eine Frage der Chemie‹ ein fabelhafter Unterhaltungsroman mit emanzipatorischem Tiefgang.“

Schwäbische Zeitung

„Sie hat einen Roman geschrieben, der Sie mit einem Lächeln entlassen wird.“

stadtMagazin Köln online

„Wie konsequent die intelligente Dame in ihrem Handeln und Meinungen ist, ist sehr interessant zu lesen und vermittelt ein Bild, wie sich auch heute Frauen sehen können.“

marthasbuecher.de

„Bonnie Garmus' erster Roman, ein kluger, entlarvender Text, sehr pointiert und voller Situationskomik, ist Lesevergnügen bis zur letzten Seite.“

Augsburger Allgemeine

„Ein Buch wie eine Parabel zur Geschlechterfrage damals und heute, ein Schmöker im besten Sinne.“

emotion

„Schnurrig-schlaue Unterhaltung mit Tiefgang. Ein Buch, das einfängt, wie weit wir seit den 50ern gekommen sind - und ermutigt, für die eigenen Träume zu kämpfen!“

B.Z. am Sonntag

„Der Roman ›Eine Frage der Chemie‹ von US-Autorin Bonnie Garmus macht Spaß und ist erhellend.“

dieterwunderlich.de

„Man kann ›Eine Frage der Chemie‹ als leichten Gesellschaftsroman der Wohlfühlliteratur lesen. Humor und Komik (auch Albernheiten) tragen zur Unterhaltung bei.“

Straubinger Tagblatt

„Äußerst lesenswertes Romandebüt voller Denkanstöße.“

Passauer Neue Presse

„Der Roman erzählt eine beeindruckende Geschichte mit viel Tiefgang, Witz und der Botschaft, dass nicht das Scheitern, sondern Aufgeben die größte Schwäche ist.“

Sonntagsanzeiger

„Hier stimmt die sprichwörtliche Chemie in jeder Zeile, ein wunderbares, unvergessliches Lesevergnügen.“

buchmagie88

„Es ist immer etwas ganz Besonderes, wenn man an einen Roman ohne Erwartungen herangeht und nach wenigen Seiten merkt, dass man hier etwas ganz Großartiges in den Händen hält. Man verliebt sich in den Schreibstil der Autorin und vor allem verliebt man sich in die Figuren. Denn es ist schwer Elizabeth Zott nicht zu mögen, es ist eigentlich unmöglich. (...) Man kann Bonnie Garmus also nur dankbar sein, dass sie der Welt endlich die Figur der Elizabeth Zott geschenkt hat, denn ihr Roman ist nicht nur eine unglaublich tolle Geschichte geworden, sondern sie stellt auch die richtigen feministischen Fragen und vor allem bringt der Roman in den gegenübergestellten Zeitenentwürfen den berechtigten Einwand hervor, warum sich scheinbar nur die Kleidung der Frauen über die Jahre geändert hat.“

YouTube „Matthias Zehnder“

„Es ist ein spannender Roman über Frauen in den 50er und 60er Jahren – und hat uns trotzdem, oder gerade deswegen heute sehr viel zu sagen.“

TV Media

„Fabelhaft erzählt“

seitenhinweis

„Bonnie Garmus hat einen historischen Roman geschrieben, der unterhaltsam, auf intelligente Weise spitzfindig, feministisch und erschreckend zeitgemäß ist.“

NDR Kultur

„›Eine Frage der Chemie‹ ist ein warmherziger, unterhaltsamer Roman mit einer besonderen Protagonistin.“

elena_liest

„Ein wunderbar charmanter, smarter und auch aufrüttelnder historischer Roman, hinter dem sich eine ganz, ganz tolle feministische Geschichte verbirgt.“

Spiegel online „Mehr lesen mit Elke Heidenreich“

„Ich habe lange nicht so ein unterhaltendes, witziges und kluges Buch gelesen wie dieses.“

laylasbuecherwelt

„Der flüssige und angenehme, humorvolle Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen.“

Solinger Tageblatt

„Großartig, spannend und notwendig ist dieses leichte Buch.“

die.buecherdiebin

„Bonnie Garmus erzählt eindringlich, aber auch warmherzig und locker, mit schrägem Humor und punktet mit witzigen Dialogen.“

misshappyreading

„Ein wirklich großartiger Roman über eine starke Frau, eine Mutter, Freundschaft, die Liebe und einen ziemlich schlauen Hund!“

Die Presse am Sonntag

„Garmus ist mit ›Eine Frage der Chemie‹ (…) ein geistreiches und sehr überzeugendes Debüt gelungen.“

Kleine Zeitung

„Pures Lesevergnügen“

Frau im Leben, plus-Magazin

„Großartige Geschichte über eine unerschrockene Heldin.“

Barbara

„Ein Roman, bei dem man ab Seite eins weiß, dass man ihn bis zum Schluss lesen will.“

fuckthefalten.de

„Ein Roman wie eine gute Netflix-Serie: einmal angefangen möchte man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.“

die_buecherweltenbummlerin

„Die Erzählweise aus Sicht des auktorialen Erzählers ist durchweg lebendig und von raschem Tempo. Immer wieder werden Gedanken unterschiedlicher Charaktere - vom Produzenten bis zum Hund - eingeschoben. Die Protagonistin besticht dabei durch ihre Stärke und ihrem Willen, sich gesellschaftlichen Gepflogenheiten, welche wissenschaftlicher Grundlage entbehren, zu widersetzen und andere Frauen zu ermutigen, es ihr gleichzutun.“

michaelsbund.de

„Dieser warmherzige, kluge Roman ist feministisch, ohne auch nur einmal diesen Begriff zu verwenden. Er überrascht mit unvorhergesehenen Wendungen und originellen Figuren – und macht einfach nur glücklich!“

Freundin

„Zwischen Freude, Frust und Feminismus – eine mitreißende Geschichte mit toller Botschaft.“

kulturbowle.com

„Ein inspirierendes und starkes Debüt über Emanzipation, intelligente Frauen sowie den Kampf um Anerkennung und gegen sexuelle Diskriminierung.“

Ruhr Nachrichten

„Es hat die richtige Mischung aus humorvollen Elementen, Verzweiflung und Hochgefühl. Ein absoluter Lesegenuss.“

WDR5 „Scala“

„Er nimmt jeden mit ins Boot, denn er enthält viele Gedanken über Frauen und Männer, Beziehungen und Chancen, die weiter zu Spinnen sich allemal lohnt, ganz egal wer das Buch gerade in der Hand hält.“

NDR Kultur „Neue Bücher“

„Auf den Schultern solcher Frauen wie Elizabeth Zott, die furchtlos und ohne Rücksicht auf eigene Blessuren für die Rechte der Frauen gekämpft haben, stehen wir heute - und unsere Enkeltöchter auch.“

christine-schniedermann.de

„Bonnie Garmus versteht es gekonnt aufzuzeigen, was es bedeutet haben muss, 1961 etwas anderes als Hausfrau und Mutter sein zu wollen; was es heißt, nicht frei entscheiden zu können, wie man sein Leben führen will, weil es gesellschaftlich nicht anerkannt ist.“

Delmenhorster Kreisblatt

„Dies ist das geistreichste und amüsanteste Buch zugleich, dass ich seit langer Zeit gelesen habe.“

unendlichvielseitig

„Elizabeth Zott ist eine Figur in der Literaturwelt, die verzaubert, einen zum Lachen bringt und inspiriert.“

matoms_buecherwelt

„Dieses Buch ist ein Geschenk, zumindest fühlt es sich in diesem Moment genauso an. Es fällt mir schwer, irgendwelche Worte zu finden, um diesem Roman gerecht zu werden. (...) Ein traumhaft schöner Roman der mitten ins Herz trifft.Voller Witz, Charme, mit tränenreichen Momenten und einer starken Frau, die ich niemals wieder vergessen werde. Highlight, Herzensbuch, besondere 5von5 und eine ganz klare Leseempfehlung.“

Madame

„Es macht große Freude, sie beim Aufstehen und Weitermachen zu begleiten.“

buchsichten

„Ungewöhnlich, aufrüttelnd, unterhaltsam - große Leseempfehlung!“

Buchmedia Magazin

„Bonnie Garmus schuf eine unvergessliche Protagonistin und entlässt ihre Leserschaft mit einem Lächeln.“

flow

„Bonnie Garmus erzählt Zotts Geschichte ausgesprochen unterhaltsam, ihr Buch ist eine Lesempfehlung.“

buchstabensammlerin

„Elizabeth Zott hat mich mit ihrer Geschichte, ihrer Stärke und ihrer unverbiegbaren Art total eingenommen. Für mich nun wirklich eine Freundin, Lieblingsprotagonistin und ›Eine Frage der Chemie‹ ist ein echtes Herzensbuch. Lest es, ihr werdet es auch lieben!“

buchfresserchen

„Ein hervorragendes Buch! Es packt von der ersten Seite an und lässt einem mit einem Lächeln zurück.“

cule.jule

„Modern, spritzig und voller Humor gepaart mit einer starken Protagonistin ist das Buch für mich ein kleines LeseHighLight gewesen.“

mrs.misery

„Schnörkellos smart mit einer Prise trockenem Humor ist ›Eine Frage der Chemie‹ von Bonnie Garmus ein Muss für alle, die schon ›Das Damengambit‹ großartig fanden oder generell von starken Frauen und Charakteren begeistert sind.“

wortwandeln

„Die Autorin verknüpft Tragik und thematische Tiefe mit so trostspendenden wie liebenswerten Charakteren, kluge Sätze mit komödiantischen Elementen und einem Schreibstil voller Dialogwitz- temporeich, elegant und geschmeidig übersetzt - der einen nur so durch die Seiten fliegen lässt. Ein nahrhafter Leckerbissen und trotzdem leicht verdaulich. Lesen!“

Brigitte

„Wie die unangepasste Wissenschaftlerin Amerikas Hausfrauen in den 50er-Jahren revolutionierte, erzählt Bonnie Garmus in ihrem Debüt mit schrägem Charme. Und wir alle hätten auch gern Elisabeth Zott auf unseren Bildschirmen.“

promi-eventfotos.de

„Ihre Geschichte entlässt uns mit einem Lächeln aus diesem Roman.“

designatedguys

„JAHRESHIGHLIGHT (oder sogar Lebenshighlight?)“

erlesen-Magazin

„Bonnie Garmus’ Debütroman ›Eine Frage der Chemie‹ begeistert mit einer unwiderstehlichen Protagonistin, die man nicht so leicht wieder vergisst.“

LTV

„Wirklich sehr zu empfehlen“

BuchMarkt Online

„Ich habe lange nicht mehr ein so wunderbares, vielschichtiges und fulminantes Buch gelesen. Klug, charmant und warmherzig. Eine wunderbare Protagonistin, das Thema Emanzipation und Selbstbestimmung, tragische Entwicklungen und ein wirklich mitreißender Plot.“

kulturtipp

„US-Autorin Bonnie Garmus hat mit ›Eine Frage Chemie‹ ein so unterhaltsames wie tiefsinniges Buch geschrieben.“

Kommentare zum Buch
Eine Frage der Chemie
Gudrun Gallen am 04.11.2022

Mit großem Vergnügen habe ich dieses Buch als eBook gelesen. Da ich mit Vorliebe abends vor dem Schlaf lese, musste ich so manchen Lacher unterdrücken, um meinen Ehemann nicht zu stören. Unbedingt lesenswert. Danke, Bonnie Garmus.

Das "Must-Read" 2022: Eine Frage der Chemie
D.Behringer am 30.06.2022

Eine Frage der Chemie – Bonnie Garmus Mein erster Gedanke, als ich das Buch sah, war „Ach, MUSS ich das jetzt lesen?!“ Das Cover sprach mich gar nicht an..... (mir stellt sich immer noch die Frage, warum man nicht das Originalcover beibehielt). Jetzt bin ich froh, dass ich Elizabeth Zott kennenlernen durfte! Eine intelligente, begabte Chemikerin, die in den 1950ern an einer Universität forscht. In einer Zeit, in der Frauen nichts zu sagen hatten und nichts durften, „man“ traute Ihnen schlichtweg nichts zu. Elizabeth Zott hält man für eine Sekretärin oder Hilfskraft, aber ganz sicher nicht für die Laborleiterin. Sie wird erniedrigt wo man nur kann, gerne übersehen oder Ihre Forschungsergebnisse einfach von Ihrem Vorgesetzten als eigene ausgegeben. Gleichzeitig ist Elizabeth auch ein Nerd, etwas lebensfremd und zuweilen auch naiv. Das Leben ändert sich, als sie Calvin kennen und lieben lernt, er auch ein hochbegabter Wissenschaftler, er auch so weltfremd wie sie. Aber beide sind einander ebenbürtig, gleichgestellt - ergänzen sich. Und dann ändert sich alles...sie werden von einem Hund adoptiert: „Halbsieben“ (ja, der Name hat eine Bedeutung), und auf einmal ist sie alleinerziehend und ohne Job. Durch Zufall wird sie Gastgeberin einer Kochshow im Fernsehen. Dort kocht sie nicht nur ganz toll – sie behandelt Rezepte wie chemische Formeln und Vorlagen - sondern begeistert Ihre Zuschauer/INNEN und bildet das meist weibliche Publikum wissenschaftlich weiter. Mit ihrer offenen, direkten und bisweilen naiven Art kämpft sie – das meist unabsichtlich und unbewusst – für die Stärkung und Gleichberechtigung der Frauen. Ein Plädoyer wie die Welt damals und heute aussehen könnte/sollte für Frauen ohne einmal die Wörter Emanzipation oder Gleichberechtigung zu benutzen! Ich kann Elke Heidenreich nur zustimmen „Ich habe lange nicht so ein unterhaltendes, witziges und kluges Buch gelesen wie dieses.“

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