
Gebrauchsanweisung fürs Museum
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„Plädoyer fürs Staunen“
Süddeutsche ZeitungBeschreibung
Neuer Blick auf Alte Meister
Wohin sollte man bei einem Bild als Erstes sehen? Wie wird ein Gemälde zum Klassiker? Der Autor, einer der größten Kunstkenner, fordert dazu auf, den Blick fürs Detail zu üben. Er verrät, was Bilder erzählen, wenn man sie aufmerksam genug betrachtet. Welche Kunstwerke zu Unrecht unterschätzt werden, welche Museumsstädte eine Entdeckungsreise wert sind. Was Museen in Berlin oder Braunschweig, Neuburg an der Donau oder New York, Paris oder Rom außer Kulturgenuss sonst noch zu bieten haben: von kühner Architektur über originelle Museumsshops und raffinierte Küche bis…
Neuer Blick auf Alte Meister
Wohin sollte man bei einem Bild als Erstes sehen? Wie wird ein Gemälde zum Klassiker? Der Autor, einer der größten Kunstkenner, fordert dazu auf, den Blick fürs Detail zu üben. Er verrät, was Bilder erzählen, wenn man sie aufmerksam genug betrachtet. Welche Kunstwerke zu Unrecht unterschätzt werden, welche Museumsstädte eine Entdeckungsreise wert sind. Was Museen in Berlin oder Braunschweig, Neuburg an der Donau oder New York, Paris oder Rom außer Kulturgenuss sonst noch zu bieten haben: von kühner Architektur über originelle Museumsshops und raffinierte Küche bis hin zum besten Blick auf die Stadt. Und was es mit dem „Bilbao-Effekt“ auf sich hat.
Über Konrad O. Bernheimer
Aus „Gebrauchsanweisung fürs Museum“
Vorbemerkung
Sicher werden mich viele Hinweise erreichen, ich hätte im vorliegenden Buch dieses oder jenes bedeutende Bild oder Museum beziehungsweise diesen oder jenen wichtigen Künstler vergessen. Ich bitte darum, es mir nachzusehen, wenn ich vollkommen subjektiv vorgegangen bin und tatsächlich nur Bilder beschreibe, die ich gut kenne, und Museen, die ich auch selbst besucht habe. Ich weiß, dass jeder Weltreisende in Sachen Kunst seine eigenen Prioritäten haben kann – und sicherlich andere als meine.
Der Besuch im Museum
Wahrscheinlich können nicht viele Menschen [...]
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Pressestimmen
„Wer sich auf Marien-Verkündigungen, mythologische Szenen oder Stillleben einlassen möchte, der findet eine unterhaltsame Augenschulung.“
Handelsblatt„Der Vorteil Bernheimers ist, dass er nicht kunstwissenschaftlich verkopft daherkommt, sondern es versteht, anregend zu plaudern. Das macht sein Buch so ungemein lesenswert“
musenblaetter.de„Anregende Lektüre von einem Fachmann“
Südwest Presse„Eine unterhaltsame, anregende Museumstour“
Münchner Abendzeitung„unterhaltsame, anregende Museumstour“
Landshuter Zeitung„Der frühere Galerist Konrad O. Bernheimer erklärt unterhaltsam, worauf es bei einem Museumsbesuch ankommt.“
Hannoversche Allgemeine„Jüngst habe ich dieses eben erst erschienene Buch gelesen und mich daran erfreut, wie nahe der Autor den Bildern kommt, wie treffend er schreibt und sie beschreibt, namentlich etwa bei unseren Münchener Murillos. Eine der prägnantesten und erfrischendsten Thesen ist die Passage, in der Konrad Bernheimer die Frage stellt, ob das Dresdner >Schokoladenmädchen< von Liotard ein Porträt, Genrebild oder gar ein Stillleben sei. Gerade diese Fragestellung macht ja die Modernität des Werkes spürbar, weil hier die klassischen Gattungsgrenzen hinterfragt und unterlaufen werden. Sehr trefflich!“
Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen„Ein unterhaltsamer Spaziergang durch die großen und kleinen Museen der Welt“
Die Rheinpfalz„Museumsbesuche können anstrengend sein – wenn man nicht weiß, wie man es richtig anstellt. Konrad O. Bernheimer hat einen Museumsführer geschrieben, der einem nicht nur erklärt, wie man Kunst richtig liest, sondern auch wie man Warteschlangen meidet.“
Deutschlandfunk Kultur „Buchkritik“„Wirklich ein interessantes Buch“
BR "nachtlinie"„Bernheimer plaudert ganz nonchalant auf seiner unterhaltsamen, anregenden Museumstour.“
Aichacher Nachrichten„Bestens gerüstet für den nächsten Museumsbesuch mit dieser kleinen Anleitung.“
(A) Bibliotheksnachrichten„Plädoyer fürs Staunen“
Süddeutsche ZeitungWenn man in München aufgewachsen ist, hat der Name Bernheimer einen besonderen Klang. Der Ursprung des Erfolgs der Kunsthändler-Dynastie war das große Palais am Lenbachplatz, das Konrad O. Bernheimer in vierter Generation übernahm und hinter sich ließ, um in London ein international angesehener Händler für Alte Meister zu werden. – Nun hat Konrad Bernheimer eine Gebrauchsanweisung fürs Museum verfasst: eine kundige Handreichung für Museumsgänger.
Wovon handelt Ihre Gebrauchsanweisung?
In erster Linie möchte ich dazu beitragen, dass der Museumsbesucher die Augen öffnet und sich wirklich mit dem einzelnen Gemälde befasst, statt nur die Bildbeschreibungen zu lesen. Es geht mir um die Intensität der Kunstbetrachtung, die gerade die Alten Meister so spannend in den Fokus setzen kann – und um deren Einbettung in ihre jeweilige Zeitgeschichte.
Was machen Sie in einem Museum als Erstes?
Den Überblick versuche ich mir vorher zu verschaffen, entweder durch das Blättern in einem Bestandskatalog oder durch den Blick auf die Website des Museums. Dann suche ich mir ein Gebiet aus, auf das ich mich konzentriere. Alles kann man nicht anschauen, man muss Schwerpunkte setzen, sonst ist man am Ende zwar viel gelaufen, hat aber nichts wirklich gesehen. Auch Audioguides können sinnvoll sein, um eine Auswahl zu treffen. Wenn Sie öfter ins Museum gehen, lohnt es sich, dem Freundeskreis beizutreten, weil Sie dann von fachkundigen Führungen profitieren.
Wenn Sie zurückdenken an Ihre Kindheit: Was ist Ihre früheste Erinnerung an einen Museumsbesuch beziehungsweise an ein bestimmtes Gemälde?
Es war mit meinem Großvater in der Alten Pinakothek, und ich muss etwa sechs Jahre alt gewesen sein. Am meisten beeindruckt haben mich: das Porträt Karls V. von Tizian, weil ich mir Sorgen machte wegen der kränklichen Gesichtsfarbe des Kaisers; die Entkleidung Christi von El Greco, weil sich das rote Gewand so schön in der Rüstung des Soldaten spiegelte; und die Alexanderschlacht von Albrecht Altdorfer! Dieses Bild muss einen kleinen Buben einfach begeistern, wie ein Wimmelbild im Kinderbuch.
Was ist Ihre Lieblingsfi gur in der Malerei?
Keine einfache Frage. Ich denke jedoch, es sind wohl die Engel, die in jeder Epoche der Kunstgeschichte in verschiedenen Rollen auftauchen und immer faszinierende Wesen sind. Zum Beispiel bei einer Verkündigung von Fra Angelico oder bei einem genial hinskizzierten Engel von Paul Klee.
Mit welchem Künstler würden Sie gern ein Wochenende verbringen?
Am liebsten mit Peter Paul Rubens, weil er nicht nur wusste, wie man das Leben genießt, sondern auch als Diplomat ein faszinierendes Leben führte. Ich hätte ihn gerne begleitet, als er 1628/29 in Madrid weilte, um dort in geheimer Mission die Friedensverhandlungen zwischen Spanien und England voranzutreiben. Gleichzeitig hat er auch viel gemalt, er hat einige wichtige Porträts geschaffen, aber auch von den Werken Tizians in der königlichen Sammlung Kopien (oder man sollte sagen: seine eigenen Versionen) erstellt. Und er hatte zur Unterstützung in seiner Werkstatt, die ihm König Felipe IV. einrichten ließ, keinen Geringeren als den jungen Diego Velázquez zum Assistenten! Das waren sicher extrem spannende Zeiten.
Welche drei Bilder muss man unbedingt gesehen haben?
Das ist fast so schwierig, wenn nicht unmöglich zu beantworten wie die Frage: Welches Bild würden Sie als erstes retten, wenn die Welt unterginge? Ich versuche es dennoch:
1. Diego Velázquez, Las Meninas, Prado, Madrid:
Für mich eines der bedeutendsten großen Gemälde, die je geschaffen wurden. Velázquez gelingt mit diesem großen Familienporträt der spanischen königlichen Familie etwas vollkommen Neues. Er bezieht den Betrachter des Bildes mit ein ins Geschehen, man wird Teil der dargestellten Szene.
2. Peter Paul Rubens, Selbstporträt mit seiner jungen Frau Isabella Brant in der Geißblattlaube, Alte Pinakothek, München:
Dieses Selbstbildnis als junger glücklicher Ehemann mit seiner frisch angetrauten Braut ist nicht nur eine einzige Liebeserklärung, sondern zeigt auch das Selbstbewusstsein des jungen Meisters, der bereits am Anfang seiner großen Karriere überzeugt. Ein Bild, mit dem man leben möchte.
3. Pablo Picasso, Guernica, im Museo Reina Sofía in Madrid.
Das bedeutendste Gemälde der Moderne. Der Einfluss dieses unglaublichen Bildes auf die Kunstgeschichte ist immens. Picassos laut aufschreiender Protest gegen die Zerstörung der baskischen Stadt Guernica im Spanischen Bürgerkrieg, mit der Darstellung des Leides und der grauenvollen Vernichtung, gehört zu den bewegendsten Kunstwerken.
Welche Ausstellung der letzten Jahre hat Sie besonders begeistert und weshalb?
Auch das ist nicht so einfach zu beantworten, weil es gerade in letzter Zeit eine ganze Reihe von wichtigen und sehr beeindruckenden Schauen gegeben hat. Eine Auswahl:
Leonardo da Vinci in der National Gallery London, Hieronymus Bosch im Prado in Madrid, Pieter Brueghel im Kunsthistorischen Museum in Wien, Florenz und seine Maler in der Alten Pinakothek in München.
Leonardo, weil man dort zum ersten Mal beide Versionen der Felsgrottenmadonna des Meisters – die aus London und aus Paris – in einem Raum zusammen vergleichen konnte. Und wegen vieler anderer Bilder wie z.B. der Dame mit dem Hermelin aus Krakau, die weitaus aufregender ist als die Mona Lisa. – Hieronymus Bosch, weil noch nie zuvor eine so große Ansammlung von Bosch zu erleben war, dem verrücktesten Maler aller Zeiten. – Pieter Brueghel, da wir zu unseren Lebzeiten noch nie fast das ganze Oeuvre sehen konnten. Und es wird auch nie mehr möglich sein. – Die Florentiner Malerei in der Alten Pinakothek, denn dieser Ausstellung liegt eine umfassende Forschungsarbeit zur Malerei jener Zeit zugrunde, die sehr beeindruckt hat. Und weil wir dort erstmals die großartige Grablegung von Sandro Botticelli nach der Restaurierung in all ihrer Pracht bewundern durften.
7 Vorbemerkung
9 Der Besuch im Museum
15 Die Kunst der Kunstbetrachtung
21 Alte Meister oder Die Schule des Sehens
25 Historien und Geschichten
49 Was Porträts erzählen
65 Wie aus Alltagsszenen große Kunst entsteht
79 Im Lichte der Natur
93 Was ist still am Stillleben ?
99 Ist Picasso ein Klassiker ?
109 Große Museen – große Architektur
143 Die Kunst in der Welt des Massentourismus
153 Große Ausstellungen: Eventkultur oder Eye-Opener ?
175 Sind Kirchen die besseren Museen ?
195 Private versus staatliche Museen
209 Zum Schluss
213 Nachwort und Dank
215 Empfohlene Literatur
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