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Kill the QueenKill the Queen

Kill the Queen

Die Splitterkrone 1

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Kill the Queen — Inhalt

Im Königreich Bellona bestimmen die magischen Fähigkeiten einer jeden Person über deren Ansehen und Rang. Da die junge Lady Everleigh anscheinend über keinerlei Magie verfügt, verbringt sie die meiste Zeit in den Schatten des königlichen Hofs. Üblicherweise wird sie vom restlichen Adel übersehen und vergessen. Doch dunkle Mächte arbeiten innerhalb des Palasts. Als Everleighs Cousine, die Kronprinzessin Vasilia, ihre Mutter ermordet und den Thron besteigt, verändert sich alles. Evie selbst kann Vasilias Anschlag nur dank ihrer geheimen Fähigkeit entkommen – sie ist immun gegen Magie, die auf sie gerichtet wird. Auf ihrer Flucht stößt Evie auf den berüchtigten Gladiator Lucas Sullivan, einem mächtigen Magier, den ein Geheimnis umgibt ...

€ 17,00 [D], € 17,50 [A]
Erschienen am 16.03.2020
Übersetzt von: Vanessa Lamatsch
496 Seiten, Klappenbroschur
EAN 978-3-492-70541-7
€ 14,99 [D], € 14,99 [A]
Erschienen am 16.03.2020
Übersetzt von: Vanessa Lamatsch
496 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-99599-3

Leseprobe zu „Kill the Queen“

Kapitel 1

Der Tag des königlichen Massakers begann wie jeder andere.

Damit, dass ich etwas vollkommen Nutzloses tat.

„Warum muss ich den Kuchen backen?“, grummelte ich.

Ich starrte auf das Mehl, den Zucker und die Butter, die auf dem Tisch aufgereiht standen, zusammen mit Messbechern, einem kleinen Messer, einem Nudelholz und einer Schüssel voller Honigmoosbeeren und Blutkrisp-Äpfel.

Isobel machte eine Geste mit ihrer Hand, die die Zutaten einschloss. »Es ist ein Zeichen des Respekts, dass ein Mitglied der königlichen Familie den traditionellen [...]

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Kapitel 1

Der Tag des königlichen Massakers begann wie jeder andere.

Damit, dass ich etwas vollkommen Nutzloses tat.

„Warum muss ich den Kuchen backen?“, grummelte ich.

Ich starrte auf das Mehl, den Zucker und die Butter, die auf dem Tisch aufgereiht standen, zusammen mit Messbechern, einem kleinen Messer, einem Nudelholz und einer Schüssel voller Honigmoosbeeren und Blutkrisp-Äpfel.

Isobel machte eine Geste mit ihrer Hand, die die Zutaten einschloss. „Es ist ein Zeichen des Respekts, dass ein Mitglied der königlichen Familie den traditionellen Willkommenskuchen für den andvarischen Botschafter anfertigt. Lord Hans hat für das heutige Mittagessen Moosbeeren-Apfelkuchen verlangt.“

„Du bist doch die Küchenmeisterin, nicht ich“, murrte ich. „Du solltest den Kuchen backen. Deine Magie wird dafür sorgen, dass er fantastisch schmeckt und aussieht.“

Meister waren diejenigen, deren Magie ihnen erlaubte, mit besonderen Objekten oder Elementen zu arbeiten, wie Metall, Glas und Holz, um erstaunliche Dinge zu schaffen. Isobels Macht half ihr, unglaubliche Nachspeisen aus ganz normalem Mehl, Zucker und Butter zu zaubern, weswegen sie auch seit über zwanzig Jahren die oberste Bäckerin hier im Palast der Sieben Türme war.

Sie stemmte die Hände in die Hüften. „Ich mag eine Küchenmeisterin sein, aber die Andvarianer haben sehr feine Sinne. Sie würden merken, wenn ich den Kuchen an deiner Stelle backe. Sie können die Absichten jeder Person, die mit ihrem Essen in Berührung kommt, erschnuppern, selbst wenn es nur um den Diener geht, der ihren Wein einschenkt. Das ist einer der Gründe, warum man sie nicht vergiften kann.“

Ich schnaubte. „Das ist doch nur ein altes Märchen, das die Andvarianer selbst in die Welt gesetzt haben, um zu verhindern, dass Leute versuchen, sie zu vergiften. Ihre Sinne sind nicht besser als die von allen anderen auch. Nur Murkse wie ich besitzen diese Art von Magie.“ Ich tippte mir auf die Nase. „Ich mag ja einen verstärkten Geruchssinn haben, aber selbst ich kann nicht die Absichten von Leuten erschnüffeln.“

Isobel runzelte die Stirn. „Ihr wisst, dass ich das Wort ›Murks‹ nicht mag, besonders, wenn es auf Euch angewendet wird.“

Für Murkse interessierte sich eigentlich niemand, weil unsere Magie uns nichts schaffen ließ – im Gegensatz zu den Meistern, die heiß umworben waren und für ihre eindrucksvollen Fähigkeiten bewundert wurden. Die meisten Murkse hatten nur einen kleinen Funken Macht, ein kleines bisschen, das irgendetwas an ihnen verstärkte, wie meine superempfindliche Nase. Das ging kaum als Magie durch, besonders, wenn man es mit den luftigen Baisers, den Kuchen aus Zuckerwatte oder den anderen Köstlichkeiten verglich, die Isobel schuf. Wenn es um Magie ging, wurden Murkse als schwächer und von geringerem Wert erachtet als Meister, Magier und Morphe. Daher der Begriff Murks.

Ich zuckte mit den Achseln. „Wir wissen doch, dass ich im wahrsten Sinne des Wortes ein Murks bin.“

Isobel verzog das Gesicht, widersprach aber nicht.

„Außerdem ist Lord Hans beschaffen wie ein Gargoyle. Ich habe ihn Pfefferradieschen essen sehen, als wären sie so süß wie diese Äpfel hier. Himmel, ich könnte ihm wahrscheinlich ein großes Glas voller Wurmwurzgift eingießen und er bekäme davon lediglich Bauchweh. Und zwar nur leichtes.“

Isobels Lippen zuckten, doch dann bedachte sie mich mit einem strengen Blick, um mich auf meinen Platz zu verweisen, auch wenn sie damit auf verlorenem Posten kämpfte. Ich war in dieser Hinsicht ziemlich unverbesserlich.

»Trotzdem müsst Ihr den Kuchen anfertigen, Lady Everleigh. Ihr wart die Einzige, die … verfügbar war.«

„Ach, wirklich?“ Ich zog eine Braue hoch und Isobel senkte ihre dunkelbraunen Augen.

Verfügbar? Nun, das war nur eine nette Art, um auszudrücken, dass es mal wieder an der Zeit war, mir als Lady Everleigh Saffira Winter Blair meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Ein paar schicke Namen, die letztendlich wenig bedeuteten. Trotzdem reichten sie – zusammen mit der Abstammung, die mit ihnen einherging – für meine Cousine, Königin Cordelia Alexandra Sommer Blair, aus, um mich antanzen zu lassen wie einen dressierten Affen, wann immer eine sogenannte königliche Gegenwart erforderlich war. Oder um Dinge zu tun, wie den Morgen darauf zu verschwenden, einen Kuchen für einen ausländischen Botschafter zu backen, der wahrscheinlich keinen einzigen Bissen davon essen würde.

Isobel verzog erneut das Gesicht, sodass sich Falten in ihre bronzefarbene Haut gruben, dann strich sie ihr ergrauendes Haar zurück, wie sie es immer tat, bevor sie schlechte Nachrichten überbrachte. „Ich fürchte, es geht nicht nur um einen Kuchen. Lord Hans hat dreizehn davon angefordert. Moosbeeren-Apfelkuchen ist nicht nur sein Lieblingsdessert, sondern auch das der Enkelin des andvarischen Königs. Sie gehört ebenfalls zum Gefolge des Botschafters. Ich glaube, sie heißt Gemma.“

Ich warf einen Blick zu dem Stapel von Backformen, die halb versteckt hinter den Schüsseln voller Äpfel lagen. In mir stieg Wut darüber auf, dass immer ich für solche Aufgaben ausgewählt wurde, doch der glühende Stich erstickte schnell unter kalter, betäubender Akzeptanz.

So war das Leben in Sieben Türme.

Oder zumindest war mein Leben im Palast so, seitdem ich nach der Ermordung meiner Eltern vor fünfzehn Jahren hier angekommen war. Von mir wurde erwartet, hinzugehen, wo man mich hinschickte, zu tun, was man mir befahl, und dabei immer ein sonniges Lächeln zur Schau zu stellen und blumige Plattitüden von mir zu geben, beispielsweise darüber, wie dankbar ich für kaum vorhandene, jämmerliche Freigiebigkeiten war, die mir erwiesen wurden. Waisen hatten kein Recht auf eine freie Wahl oder Ehrgeiz und noch weniger auf Meinungen. Das hatte ich schon vor langer Zeit gelernt. Aber es gehörte zu den Dingen, die ich nur schwer akzeptieren konnte, egal, wie viel sinnlose Benimmregeln, leere Höflichkeiten und politische Dreckarbeit ich auch von mir geben oder auf Befehl abspulen sollte.

„Ich habe die Orangenflocken vergessen.“ Isobels Stimme klang weich und mitfühlend. „Lasst sie mich holen und dann fangen wir an, Evie.“

Abgesehen von meinen Eltern war Isobel die einzige Person, die mich je Evie nannte, und selbst sie tat es nur, wenn niemand anders sie hören konnte. Auch so eine Eigenheit des Hofzeremoniells. Isobel gehörte außerdem zu den wenigen Leuten, die nicht deswegen nett zu mir war, weil sie das musste, sondern weil sie es sein wollte. Als ich noch jünger gewesen war, hatte ich unzählige Stunden in dieser Küche verbracht. Ich hatte in einer Ecke gesessen, gelesen und Isobel dabei beobachtet, wie sie aus Bergen von Mehl und massenweise Zucker überwältigend schöne, köstliche Konditorwaren erschuf.

Isobel nannte mich liebevoll ihre Vorkosterin, nachdem mein verstärkter Geruchssinn es mir immer ermöglichte, zu erkennen, wie gut ein Kuchen gelungen war, bevor ich auch nur einen Bissen davon gegessen hatte – doch eigentlich war das nur ihre Ausrede dafür, mir Leckereien zuzustecken. Seitdem meine eigene Mutter gestorben war, hatte Isobel diese Rolle in gewisser Weise übernommen, doch sie musste trotzdem ihre Pflicht tun. Heute beinhaltete diese Pflicht, mich dazu zu bringen, Kuchen zu backen.

Isobel legte mir eine warme, tröstende Hand auf den Arm und drückte ihn leicht. Dann eilte sie zu einer der Vorratskammern voller Sirup, Gewürze und anderer Zutaten.

Unser Kuchentisch stand in der hinteren Ecke der Küche, ein Stück entfernt von den anderen Vorbereitungstischen, aber auch entfernt von der Wärme der Öfen und der konkurrierenden Kälte der metallenen Kühler, die an der gegenüberliegenden Wand aufgereiht standen. Es war kurz nach acht Uhr morgens und eine verwirrende Anzahl von Leuten bewegte sich durch die Küche. Junge Pagen brachten Frühstücksbestellungen. Jugendliche Bedienungen trugen Tabletts. Küchenmeister schlugen Eier auf und brieten geräucherte Würstchen.

Alle trugen Königin Cordelias Farben: schwarze Stiefel und enge Hosen sowie langärmlige scharlachrote Tuniken, deren Säume mit Goldfäden bestickt waren. Ich war ebenso bekleidet – ergänzt von einer schwarzen Schürze – und passte damit wunderbar zum Rest der Arbeiter.

Ich war ja auch eine von ihnen – zumindest in der Hinsicht, die wirklich zählte.

Ein Großteil des Küchenpersonals ignorierte mich. Sie hatten schon vor langer Zeit verstanden, dass ich nur ein weiteres Zahnrad im Getriebe des Palasts war, dass ich auftauchte, meine Pflicht tat und mir meinen Unterhalt verdiente, genau wie sie. Außerdem waren sie viel mehr daran interessiert, den ersten Klatsch des Tages auszutauschen: wer länger schlief, wer nach zusätzlichem Mochana gefragt hatte, um seinen Kater zu behandeln, und wer wen aus dem Schlafzimmer dieses verheirateten Lords oder jener verheirateten Lady hatte schleichen sehen.

Einige der neueren Arbeiter beäugten mich, anscheinend getrieben von der Frage, ob ich wohl einen Anfall bekommen würde, weil ich auf Kuchendienst gesetzt worden war. Aber meine Miene blieb ausdruckslos. Ich gab niemals meine wahren Gefühle preis, nicht einmal ansatzweise, nicht einmal hier. Man wusste nie, wer zusah oder was derjenige mit der Information anfangen würde.

Das Leben im Palast war mörderisch. Alle versuchten ständig, sich Vorteile zu sichern, ob nun gegenüber Freunden oder Feinden. Egal, ob es um Geschäftsabschlüsse, politische Gefallen, arrangierte Ehen oder lediglich darum ging, wer beim heutigen Mittagessen am Tisch der Königin sitzen durfte. Der Alltag war ein ständiges Schlachtfeld, auf dem täglich Leute aufstiegen oder ihren Niedergang erlebten, während jeder jedem in den Rücken fiel, um die eigene Position zu stärken. Von der Küche bis zum Thronsaal war der gesamte Palast eine einzige große Arena – nur dass hier mit bissigen Worten, vergifteten Gerüchten und kalten Drohungen gekämpft wurde statt mit Schwertern, Schilden und Dolchen, wie es die richtige Gladiatoren taten.

Meine Stellung, meine Magie und mein Reichtum mochten im Vergleich zu anderen unbedeutend sein – um nicht zu sagen nicht vorhanden –, aber ich war trotzdem eine Blair, ein Mitglied der königlichen Familie, und war deswegen zur Zielscheibe für mehr als eine Intrige geworden. Zumindest, bis die Leute verstanden hatten, dass ich keinerlei Macht besaß, die ich zu ihrem Vorteil hätte einsetzen können. Trotzdem konnte ich es mir nicht erlauben, Schwäche zu zeigen. Niemandem etwas anzuvertrauen, besonders nicht meine Gefühle, war eine Lektion, die ich auf die harte Tour gelernt hatte, als ich erst zwölf Jahre alt gewesen war … während meines ersten Monats im Palast. Das war vielleicht die einzige wirklich nützliche Fähigkeit, die ich perfekt beherrschte.

Trotzdem sorgten die neugierigen Blicke der Arbeiter dafür, dass ich erneut diesen scharfen Stich der Wut empfand. Das Gefühl drohte, meine kühle Fassade zu durchbrechen. Daher schloss ich die Hände um die Tischkante und konzentrierte mich auf den kühlen Stein unter meinen Handflächen. Robuster, solider Granit, glatt gerieben von der ständigen Benutzung in der Küche.

Aufgerieben, genau wie ich.

Isobel kehrte mit einem Glas zurück, das mit etwas gefüllt war, das aussah wie kristallisierte, orangefarbene Schneeflocken. Selbst durch den geschlossenen Stöpsel konnte ich die scharfe Süße der Zitrusfrüchte riechen.

Die Küchenmeisterin stellte das Glas zu den anderen Zutaten auf den Tisch. „Wann immer Ihr so weit seid, Lady Everleigh.“

Auf diese Weise ließ Isobel mich subtil wissen, dass Evie verschwunden war und es Zeit wurde, dass Everleigh ihre Pflicht tat.

Wieder kochte in meinem Herzen Wut darüber hoch, dass mir nicht einmal etwas so Einfaches vergönnt war wie ein Spitzname von jemandem, den ich liebte. Für einen verrückten Moment dachte ich darüber nach, mir die Schürze vom Leib zu reißen und aus der Küche zu stürmen. Doch Auster, der Hauptmann der Garde der Königin, würde mich aufspüren, mir einen langen, strengen Vortrag darüber halten, dass meine Handlungen ein schlechtes Licht auf Cordelia werfen würden, und mich wieder hierherbringen. Was um einiges demütigender und zeitaufwendiger wäre, als die verdammten Kuchen jetzt gleich zu backen.

Ich diente den Launen der Königin, genau wie alle anderen auch. Und heute wollte die Königin, dass ich dreizehn Kuchen buk.

„Tanz, kleines Äffchen, tanz“, murmelte ich.

Dann griff ich mit einem Seufzen nach einer Schüssel, um damit zu beginnen, die Zutaten zu vermischen.

 

Zwei Stunden später goss ich die finale Portion Moosbeeren-Apfelfüllung in die letzte Kuchenform, dann griff ich nach den Orangenflocken.

„Ob man nun ein Küchenmeister ist oder nicht, das Geheimnis liegt darin, es mit den Orangenflocken nicht zu übertreiben“, wies Isobel mich an, wie sie es schon bei den vorherigen Kuchen getan hatte. „Die meisten Leute verwenden die Flocken, als wären sie so gewöhnlich wie Salz. Aber wenn man zu viel Orange verwendet, schmeckt der Kuchen nach nichts anderem mehr. Also umrundet einmal die Form und klopft dabei dreimal sanft mit dem Zeigefinger an das Glas. Das ergibt genau die richtige Menge.“

Ich tat, was sie sagte, und beobachtete, wie die winzigen, zerbrechlichen Körner sich wie parfümierte Schneeflocken mit der Fruchtfüllung verbanden. Dann atmete ich tief ein, ließ die Luft über meine Zunge gleiten und nahm alle Gerüche in mich auf. Die buttrige Kruste, die süßen Früchte, der Hauch von Orange, der sanft darüber schwebte. Köstliche Aromen, die nur noch intensiver und wohlriechender werden würden, sobald dieser Kuchen mit den anderen im Ofen stand.

Trotz meiner eigenen herablassenden Meinung zu meiner Murksmagie war mein verstärkter Geruchssinn einer der Gründe, warum ich mich immer zu Isobel und der Küche hingezogen gefühlt hatte. All die süßen Düfte hier sorgten dafür, dass die bittere Realität meines Lebens ein wenig leichter zu ertragen wurde.

„Perfekt! Das ist mein Mädchen.“ Isobel strahlte mich an und ich erwiderte ihr Lächeln.

Sie legte noch ein paar Streifen Teig über die Füllung, sodass ein hübsches Kreuzmuster entstand, dann schob sie den Kuchen in den Ofen. Isobel hatte Mitleid mit mir gehabt und mir dabei geholfen, den Teig anzufertigen, auch wenn sie darauf bestanden hatte, dass ich die Moosbeeren-Apfelfüllung ganz allein anfertigte und die Orangenflocken darüber streute, denn, wie sie erklärte, war das der wirklich wichtige Teil.

Ich half Isobel häufig, da ich es genoss, Zeit mit ihr zu verbringen. Die Küche war mein liebster Zufluchtsort, den ich viel mehr schätzte als andere, weniger freundliche Bereiche des Palasts. Isobel hatte nach und nach eine akzeptable Köchin aus mir gemacht, obwohl ich keine Meisterin war. Doch nachdem ich so viele Kuchen hintereinander angefertigt hatte, wusste ich alle Zutaten, Mengen und Bewegungen auswendig und fühlte mich, als könnte ich die Kuchen im Schlaf backen. Genauso wie ich fähig war, höfliche Nichtigkeiten in mehreren Sprachen von mir zu geben, und die Verbeugungen und Tänze mehrerer Kulturen kannte. Das waren nur ein paar der belanglosen Fähigkeiten, die ich in meiner Funktion als inoffizielle Vertreterin der Königin erlernt hatte.

Während Königin Cordelia und die restlichen meiner Blair-Cousins und -Cousinen mit Botschaftern und Ähnlichem zu tun hatten, war ich für alle Termine zuständig, für die sie dank ihrer unendlichen Wichtigkeit und ihrer engen Terminpläne keine Zeit hatten.

Frühstücksempfänge, Wohltätigkeitsessen, Teegesellschaften. All das und mehr besuchte ich jede Woche, sowohl hier im Palast als auch draußen in der Stadt. Meistens war es gar nicht so schlimm. Gewöhnlich musste ich nur lächeln, nicken und Hände schütteln sowie den Leuten für ihre Zeit danken, ihre Musik, Kunst oder Waren bewundern und kurze, unendlich vage Reden darüber halten, wie enttäuscht Königin Cordelia doch darüber war, dass sie selbst nicht anwesend sein konnte. Meistens bekam ich zumindest ein kostenloses Essen für meine Mühe.

Aber selbst solche Termine konnten einige Gefahren bergen. Vor ein paar Monaten, als der Cousin dritten Grades des Königs von Vacuna von den südlichen Inseln zu Besuch gewesen war, hatte ich an einem traditionellen Festessen teilgenommen – was beinhaltete, die rohe Leber eines frisch getöteten, wilden Ebers zu essen.

Unter den wachsamen Blicken und gelenkt von den genauen Anweisungen des Cousins hatte ich die Haut des Ebers durchtrennt und meine Hände durch jede Menge schmierige, klebrige Dinge geschoben, über die ich gar nicht so genau nachdenken wollte. Der Gestank von Blut und Eingeweiden hatte mir fast den Atem geraubt, doch ich hatte die Leber gefunden, sie herausgezogen und so wenig davon gegessen, wie es gerade noch der Höflichkeit entsprach. Dann, während der Cousin des Königs und der Rest seines Gefolges voller Begeisterung den Rest des Ebers zerteilt und gegrillt hatten, hatte ich mich davongeschlichen und mich in den Topf des goldenen Kakibaumes übergeben, den sie der Königin als Zeichen der Freundschaft mitgebracht hatten. Es war der nächstgelegene Behälter gewesen und ich hatte im Anschluss die Erde im Eimer umgegraben, um alles zu verstecken. Der Cousin des Königs war allerdings zutiefst enttäuscht gewesen, als der Baum ein paar Tage später eingegangen war.

Aufgrund meiner Magie verbanden sich Gerüche und Erinnerungen in meinem Kopf oft, sodass allein der Gedanke an die Leber dafür sorgte, dass meine Nase zuckte. Plötzlich schlug der süße, verlockende Duft der backenden Kuchen um, wurde sauer und verdorben. Also sammelte ich die dreckigen Schüsseln, Löffel und Messbecher ein, stellte sie in die nächstbeste Spüle und zog meine Schürze aus.

„Hier.“ Isobel drückte mir eine rote Papiertüte in die Hand. „Ein paar Pflaumenküchlein. Für Euch und diesen alten Miesepeter unten im Verlies.“

„Verleumdest du schon wieder Alvis’ Charakter?“

Sie schnaubte. „Wenn es stimmt, ist es keine Verleumdung. Er ist der mürrischste Mann, der mir je begegnet ist.“

Ich grinste. „Alvis nennt dich ›diese Frohnatur aus der Küche‹.“

Isobel schnaubte wieder. »Besser Frohnatur als …«

Flüstern breitete sich im Raum aus und sorgte dafür, dass Isobel verstummte. In der Ferne hörte man Absätze über den Boden klappern wie Donner, der einen nahenden Sturm ankündigt. Alle hörten auf, sich zu unterhalten, und wandten sich ganz ihrer Arbeit zu, konzentrierten sich so intensiv darauf wie nie zuvor. In der Küche wurde es unheimlich still, abgesehen von dem Stampfen der Messer auf den Schneidebrettern und dem Ticken der Uhren, die an den Öfen die Backzeit der Kuchen runterzählten.

Eine Frau um Mitte vierzig erschien am Ende der Küche. Auch sie trug eine scharlachrote Tunika, doch auf ihrem Kleidungsstück prangte über dem Herzen Königin Cordelias Wappen mit der Morgensonne in Goldfäden. Außerdem war ihre Tunika maßgeschneidert für ihren starken, schlanken Körper, genauso wie die enge schwarze Hose. Ihre Füße steckten in niedrigen, schwarzen Stöckelschuhen statt der praktischeren Stiefel. Alles an ihr wirkte gleichzeitig glatt und scharf, von ihrem ordentlichen blonden Dutt über die kantigen Wangenknochen bis zu ihrer spitzen Nase. Die Frau wäre schön gewesen, hätte sie nicht missbilligend den Mund verzogen, als wäre sie dauerhaft unzufrieden mit allen Menschen um sich herum.

Maeven, die Küchenvögtin, ließ ihren Blick durch den Raum gleiten. Ihr Blick huschte von einem Arbeiter und einem Arbeitstisch zum nächsten. Nach mehreren Sekunden stummer Prüfung schnippte sie mit den Fingern in Richtung der drei Wachen, die hinter ihr standen, beladen mit Kisten voller Flaschen. „Wieso steht ihr einfach nur da rum? Stellt sie ab und holt die anderen aus dem Weinkeller. Ich will, dass der Rest des Champagners für das Mittagessen sofort gebracht wird.“

Die Wachen stellten die Kisten ab und verschwanden eilig.

Wieder schnippte Maeven mit den Fingern, diesmal in Richtung einiger junger Kellner. „Ihr drei. Geht los und helft ihnen.“

Ihre seidige, glatte Stimme blieb ruhig, doch die drei Kellner zuckten trotzdem zusammen und setzten sich in Bewegung, wobei sie in ihrer Eile fast über ihre eigenen Füße stolperten. Maeven führte die Küche inzwischen seit über einem Jahr – seitdem der vorherige Vogt in den Ruhestand gegangen war – und die Arbeiter hatten schnell gelernt, dass sie selbst an ihren besten, sanftesten Tagen mit eiserner Faust regierte.

„Der andvarische Botschafter ist ein wichtiger Würdenträger und ich möchte, dass bei diesem Essen alles perfekt ist“, rief Maeven. „Verstanden?“

Die Arbeiter zogen die Köpfe ein und wichen ihrem Blick aus. Maeven nickte, offenbar befriedigt, dass sie alle angemessen verängstigt hatte, um weiter brav zu gehorchen. Erneut sah sie sich in der Küche um und bemerkte, dass ich neben Isobel stand. Ihr Blick huschte kurz zu den Kisten voller Champagner, doch dann kleisterte sie sich ein Lächeln ins Gesicht und kam zu uns.

„Gefahr im Verzug.“ Isobel trat zurück, schnappte sich einen feuchten Lappen und fing an, das Mehl vom Tisch zu wischen, womit ich mich der Küchenvögtin allein stellen musste.

„Feigling“, flüsterte ich.

Isobel grinste kurz, arbeitete aber weiter.

Maeven hielt vor mir an. Aus der Nähe betrachtet war sie sogar noch schöner – besonders ihre dunklen, amethystfarbenen Augen. »Lady Everleigh. Mir war nicht bewusst, dass Ihr … der Küche einen Besuch abstattet.«

Einen Besuch? Das war Maevens Art, mir klarzumachen, dass ich mich in ihrem Revier befand, nicht auf meinem, und dass meine Gegenwart vielleicht toleriert wurde, aber niemals wirklich willkommen sein würde. Als müsste man mich noch mal an meine niedrige Stellung erinnern.

Ich zeigte mein übliches nichtssagendes, freundliches Lächeln, passend zu ihrer vorgetäuschten Freundlichkeit. „Ja, ich musste die Kuchen für den andvarischen Botschafter backen. So ist es Tradition.“

„O ja, die Kuchen.“ Maevens Blick glitt über meinen Körper und erneut schürzte sie missbilligend die Lippen. Nicht ein Korn Mehl oder Zucker oder irgendwelche anderen Flecken verunzierten ihre Tunika, doch dasselbe ließ sich von mir nicht behaupten. Zuckerkörner klebten an meinen Fingern wie feuchter Sand, während sich Streifen von Mehl über meine Kleidung zogen wie Farbe. Außerdem waren mehrere Strähnen meines schwarzen Haares aus meinem Zopf entkommen und hingen mir ins Gesicht. Ich pustete gegen eine der Strähnen, aber natürlich fiel sie einfach wieder nach unten.

Maevens Miene hellte sich auf, als hätte ein anderer, angenehmerer Gedanke sie von meinem unordentlichen Auftreten abgelenkt. Sie wedelte mit der Hand in Richtung der Kisten. »Könnte ich Euch für ein wenig Champagner begeistern? Ich würde gerne eine königliche Meinung dazu hören. Außerdem … kostet Ihr doch immer Dinge für Isobel.«

Das mochte nach einer ganz unschuldigen Aufforderung klingen, doch mich erfüllte sofort Misstrauen. Maeven hatte mich noch nie gebeten, irgendetwas für sie zu kosten. Und außerdem: Hielt sie mich für eine Säuferin? Selbst Cousin Horatio, der Blair-Trunkenbold, hätte zu dieser Stunde noch keinen Champagner in sich hineingegossen. Er hätte mindestens bis elf Uhr gewartet.

„Ihr seid die Expertin. Ich bin mir sicher, der Champagner, den Ihr ausgesucht habt, ist in Ordnung. Aber vielen Dank für das Angebot.“

Enttäuschung blitzte in ihren Augen auf, doch sie lächelte mich erneut an. Nun, soweit sie überhaupt lächeln konnte. „Ich werde Euch ein Glas reservieren.“

„Das klingt wunderbar.“

Die Wachen und die Kellner kehrten zurück, beladen mit weiteren Kisten. Maeven nickte mir zu, dann ging sie mit großen Schritten und klappernden Absätzen zu ihnen hinüber. Sie schnappte sich eine der Flaschen, musterte das Etikett und nickte befriedigt, bevor sie weitere Befehle blaffte.

„Was war das denn?“, murmelte ich Isobel zu, die den Tisch inzwischen gesäubert hatte.

Sie beäugte die andere Frau. „Keine Ahnung, aber es gefällt mir nicht. Ihr solltet jetzt gehen, während sie abgelenkt ist.“

„Ich kann auf mich selbst aufpassen, selbst wenn es um anspruchsvolle Küchenvögtinnen geht.“

Statt über meinen Witz zu lachen, runzelte Isobel die Stirn. „Irgendwas stimmt nicht mit dieser Frau. Vielleicht liegt es daran, dass sie aus Morta stammt. Ich mochte die Mortaner noch nie. Ständig fallen sie irgendwo ein und versuchen, Land zu erobern, das ihnen nicht gehört.“

„Dass Maeven aus einem anderen Königreich stammt, macht sie nicht automatisch böse.“

„Nein“, antwortete Isobel. „Aber es macht sie auch nicht zu einer Freundin.“

„Sei vorsichtig mit diesen griesgrämigen Kommentaren“, zog ich sie auf. „Du fängst schon an, wie Alvis zu klingen.“

Isobel schnaubte. „Ich müsste schon viel schlimmere Dinge sagen, um wie Alvis zu klingen.“

„Ja, müsstest du. Aber du weißt ja, wie mürrisch er wird, wenn ich zu spät komme. Wir sehen uns bei dem Mittagessen, in Ordnung? Heb mir ein Stück Kuchen auf.“

„Natürlich. Das habt Ihr Euch verdient, Evie.“

Ich zwinkerte ihr zu, dann machte ich mich auf den Weg. Mein gewundener Pfad zwischen all den Pagen, Kellnern und Küchenmeistern hindurch führte mich an der Stelle vorbei, an der Maeven die Flaschen untersuchte. Unsere Blicke trafen sich und erneut nickte sie mir zu. Ich erwiderte die Geste, während ich an ihr vorbeiging.

Ich erreichte die Schwingtüren, die aus der Küche führten. Gerade als ich sie aufschieben wollte, sorgte irgendetwas dafür, dass ich innehielt und über die Schulter zurücksah. Maeven beobachtete mich immer noch, ihre Finger um eine Champagnerflasche geschlossen. Ihre dunklen, lackierten Fingernägel hatten dieselbe Farbe wie ihre Augen. Sie sahen aus wie amethystfarbene Krallen, die versuchten, das grüne Glas zu durchstoßen.

Maeven lächelte mir ein letztes Mal zu, dann drehte sie sich um und schob die Flasche zurück in die Kiste.

Drei Lächeln an einem Morgen. Und keines davon hatte auch nur ansatzweise Maevens kalte Augen erreicht. Isobel hatte recht. Maeven war definitiv keine Freundin.

Aber das war in Sieben Türme ja nichts Neues.

Jennifer Estep

Über Jennifer Estep

Biografie

Jennifer Estep ist SPIEGEL-Bestsellerautorin und lebt in Tennessee. Sie schloss ihr Studium mit einem Bachelor in Englischer Literatur und Journalismus und einem Master in Professional Communications ab. Bei Piper erscheinen ihre Young-Adult-Serien um die „Mythos Academy“, »Mythos Academy...

Pressestimmen
buchszene.de

„Jede einzelne Seite ist spannend geschrieben – und man fiebert bis zum Schluss mit.“

schreiblust-leselust.de

„Großartige Unterhaltung. (…) Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Das Buch ist von vorne bis hinten spannend und voll von charakterstarken Figuren, die jedem ans Herz wachsen werden.“

literaturmarkt.info

„Ganz viel Humor und noch mehr Spannung“

phantastiknews.de

„Der Text selbst liest sich angenehm flüssig, die Heldin erobert schnell die Sympathie der Rezipienten und wird im Verlauf der Geschehnisse immer aktiver und mutiger.“

jugendbuch-couch.de

„Spannend von vorne bis hinten, einfallsreiche Story und interessante Charaktere – das ist Jennifer Estep as its best.“

phantastiknews.de

„Das Ganze hat viel Tempo, inzwischen jede Menge Wiedererkennungswert und als Besonderheit die so nirgends anders beschriebene Elementar-Magie.“

lizzynet.de

„Estep hat ein Händchen für die Details, die alles so lebensecht wirken lassen - seien es Beschreibungen von leckerem Gebäck, Aufführungen von speziellen Tänzen oder Dichtungen bedeutungsschwerer Kinderreime. Das Ganze präsentiert sie in gewohnt lockerem Schreibstil mit viel Gefühl, Humor und Spannung.“

Kommentare zum Buch
Fantastische Unterhaltung voller Magie und Spannung
Martina Suhr am 23.06.2020

Jennifer Estep ist ein Garant für tolle Geschichten und auch mit diesem Buch hat sie wieder einmal gezeigt, was sie draufhat. Bellona mit all seinen Bewohnern ist faszinierend und magisch – okay, bis auf Evie, die aber dank ihrer Magieresistenz den hinterhältigen Anschlag ihrer ehemals besten Freundin und Kronprinzessin überlebt. Durch den besonders lebendigen und detailreichen Stil der Autorin hat man das Gefühl, mit der Story zu verschmelzen und die Handlung vor dem inneren Auge mitzuerleben. Und auch wenn sie die Szenen und Figuren sehr facettenreich und ausführlich skizziert, hat man nicht das Gefühl von Beschreibungen „erschlagen“ zu werden. Wo wir schon beim Thema Charaktere sind, die Akteure dieser Romanreihe (zumindest die, die wir bisher kennen) hat sie wirklich grandios skizziert. Geheimnisvoll, witzig, mit Ecken und Kanten und auf keinen Fall langweilig. Generell möchte ich sagen, dass ich von der ersten bis zur letzten Seite unheimlich gut unterhalten wurde und mich schon auf die weiteren Bände freue. Und für alle Hater von fiesen Cliffhangern: Bei diesem fantastischen Auftakt habt ihr dahingehend nichts zu befürchten. Ihr könnt euch also auf die Story einlassen und einfach nur genießen. Trotzdem freue ich mich riesig auf die Fortsetzung …

Uninteressant. Konnte mich einfach nicht packen.
Blubb0butterfly am 07.06.2020

Lady Everleigh ist die Cousine der Königin und müsste eigentlich daher ein Leben ins Saus und Braus leben. Falsch gedacht! Sie wird wie eine Arbeiterin behandelt, die sogar für ihr Zimmer im Palast und Verpflegung bezahlen muss. Ihre wahren Gefühle hält sie versteckt, da im Palast wirklich jeder nur auf seinen eigenen Vorteil aus ist. Verrat und Intrigen sind an der Tagesordnung. Selbst ihre Magie ist nichts von Belang. Ihre wahre Fähigkeit muss sie ebenfalls geheim halten. Ein beeindruckendes Leben, nicht wahr? Die Arme… Selbst wenn mich das Schicksal von Everleigh nahe geht, kann ich das nicht wirklich von der Handlung behaupten. Von der Autorin habe ich ganz früher mal eine andere Reihe gelesen und war regelrecht begeistert, deshalb habe ich mich auch sehr auf diese Reihe gefreut, aber nein. Ich finde das Ganze einfach völlig uninteressant und kam auch nicht wirklich weit. ☹ Es packt mich einfach nicht, was ich wirklich bedauere. Aber so ist das Leben eben.   ♥♥ von ♥♥♥♥♥

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