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Dragon NightDragon Night

Dragon Night

Roman

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Dragon Night — Inhalt

Im Krieg und in der Liebe ist alles erlaubt. So heißt es zumindest. Gaius Domitus der Einäugige hat jedoch die Erfahrung gemacht, dass es genau andersherum ist. Erst recht, wenn man als Drachenkönig über die Provinzen herrscht. Um Recht und Ordnung zu wahren und sich seine blutrünstige Verwandtschaft vom Hals zu halten, muss er sich mit einer waschechten Barbarin zusammentun. Die will jedoch nichts von ihm wissen. Kachka ist nicht nur wild, sondern auch gnadenlos – und genau so stellt sie sich ihren Partner vor. Mit einem verzogenen Drachen wie Gaius kann eine stolze Tochter der Steppen wie sie nichts anfangen. Zugegebenermaßen ist dessen Augenklappe irgendwie verwegen. Fragt sich nur, ob auch Gaius selbst verwegen genug ist, um Kachkas Leidenschaft zu entfachen.

€ 10,99 [D], € 11,30 [A]
Erschienen am 03.07.2017
Übersetzt von: Michaela Link
384 Seiten, Broschur
EAN 978-3-492-28098-3
€ 9,99 [D], € 9,99 [A]
Erschienen am 03.07.2017
Übersetzt von: Michaela Link
384 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-96560-6

Leseprobe zu »Dragon Night«

Prolog


Der Wutschrei der Verrückten Königin der Insel Garbhán hallte durch das stille Tal, scheuchte Vögel von den Bäumen und trieb kleine Tiere tiefer in ihren Bau.
Es war immer schrecklich, ihren Zornesausbrüchen beizuwohnen – sie waren so ungezähmt, so unmissverständlich bösartig. Wahrlich, es gab nichts Beängstigenderes, als wenn sich dieser Zorn gegen einen Einzelnen oder gegen eine ganze Armee richtete. Aber im Moment konnte die Königin ihren Zorn nicht gegen einen Einzelnen oder eine ganze Armee richten. Die waren alle längst fort.
Glücklicherweise [...]

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Prolog


Der Wutschrei der Verrückten Königin der Insel Garbhán hallte durch das stille Tal, scheuchte Vögel von den Bäumen und trieb kleine Tiere tiefer in ihren Bau.
Es war immer schrecklich, ihren Zornesausbrüchen beizuwohnen – sie waren so ungezähmt, so unmissverständlich bösartig. Wahrlich, es gab nichts Beängstigenderes, als wenn sich dieser Zorn gegen einen Einzelnen oder gegen eine ganze Armee richtete. Aber im Moment konnte die Königin ihren Zorn nicht gegen einen Einzelnen oder eine ganze Armee richten. Die waren alle längst fort.
Glücklicherweise ließ die Königin ihren Ärger nicht an denen aus, die ihr am nächsten standen. Das war auch der Grund, warum sie alle gerne an ihrer Seite kämpften. Denn so verrückt die Königin auch sein mochte, sie war nicht unnötig grausam.
Eins der wenigen Geschöpfe, die mit der Königin vernünftig zu reden wagten, wenn sie zornig war, lenkte ihre Stute näher heran. Die Frau war kein Mensch, auch wenn sie sich gegenwärtig in ihrer exquisiten menschlichen Gestalt befand. Nein, sie war eine Drachin. Ihr langes weißes Haar fiel in Wellen über den ganzen Rücken ihres Pferdes, und ihren scharfen blauen Augen entging nichts um sie herum. Wenn man die Wahrheit über sie nicht kannte, hätte man nicht vermutet, dass diese schlanke menschliche Figur eine große weiße Drachin verbarg, die einen Mann mit einem einzigen Klauenhieb in Stücke reißen konnte.
»Annwyl?«, rief sie. »Annwyl?«, versuchte sie es noch einmal. Aber die Königin hörte weder sie noch sonst jemanden. Sie war zu beschäftigt damit, mit einem ihrer Schwerter auf einen Baumstamm einzuschlagen. Es half jedoch nicht, davon wurde sie nicht müde. Wenn überhaupt, wurde sie davon nur noch zorniger.
Die Drachin drehte sich zu der Gruppe Soldaten hinter sich um. Sie wirkten verlegen, ihre bleichen Wangen röteten sich. Aber sie waren die Leibwache der Königin. Sie verstanden Annwyl die Blutrünstige besser als irgendjemand sonst. Sie sahen sie in der Schlacht. Sie sahen sie in ruhigen Zeiten. Sie sahen sie in ihrer schlimmsten Verfassung und in ihrer besten. Der Einzige, der sie besser kannte als ihre Leibwache? Ihr Gefährte, der schwarze Drache, Fearghus der Zerstörer.
»Annwyl, das bringt nichts.«
Die Königin rammte ihr Schwert in den Boden und stemmte die Hände in die Hüften, den Kopf gesenkt, während sie in heftigen Stößen atmete.
»Das weiß ich«, blaffte die Königin die weiße Drachin schließlich an. »Glaubst du, ich wüsste das nicht?«
»Ich denke, sie haben nach etwas gesucht«, verkündete ihr General, der gerade von der Ruine des Tempels zurückkehrte.
General Brastias war ein Held vieler Kriege und führte das Kommando über Annwyls Armeen. Er hätte, wie viele Generäle vor ihm, Männer ausschicken können, die solche Sachen erledigten, während er den Luxus und die Sicherheit der Insel Garbhán, des Machtzentrums der Südländer, genoss. Aber seine unerschütterliche Treue zu Annwyl und der Drachin Morfyd der Weißen war so groß, dass er bei Missionen wie dieser noch immer mit ihnen ritt.
Morfyd – eine Tochter der Drachenkönigin und damit eigentlich eine Prinzessin – schaute auf ihren Gefährten herab und streichelte dabei über den Hals ihres Pferdes, um dessen Anspannung zu lösen. »Wonach haben sie gesucht?«, fragte sie Brastias.
»Ich habe keine Ahnung, aber das Innere des Tempels ist völlig verwüstet.«
»Vielleicht wollten sie nur eine Botschaft hinterlassen.«
»Nein.« Annwyl schüttelte den Kopf. »Sie suchen etwas Bestimmtes.«
»Annwyl, sie zerstören jetzt seit Monaten Tempel. Lass uns daraus nicht irgendeine irre Verschwörung machen, wenn sie lediglich versuchen, deinem Ruf bei deinem Volk zu schaden.«
»Es steckt mehr dahinter. Das weiß ich.« Annwyl riss ihr Schwert aus dem Boden und rammte es wieder in die leere Schwertscheide, die sie über den Rücken geschnallt trug. »Das hier funktioniert einfach nicht«, beklagte sie sich und stapfte zu Blutvergießen, ihrem Streitross. »Sie sind uns immer einen Schritt voraus, weil wir keine Ahnung haben, was sie als Nächstes planen.«
»Also, was schlägst du vor? Wir haben bereits Spione …«
Annwyl schnaubte. Nicht weil sie gerade auf ihren wilden Hengst stieg, sondern weil sie von niemandem mehr auch nur einen Ton hören wollte.
»Ich will nichts über Dagmars und Keitas Legionen von Spionen wissen. Hier geht es nicht um Politik, Morfyd. Hier geht es auch nicht um Propaganda. Das hier ist etwas anderes.«
Sie schaute zu der Ruine des niedergebrannten Tempels hinüber, und ihre grüngrauen Augen funkelten unter ihrem dichten hellbraunen Haar hervor. »Ich habe es satt, Morfyd.«
»Annwyl …«
»Ich habe es satt.«
»Mach jetzt keine Dummheiten.«
Unter neuerlichem Schnauben wendete Annwyl ihr Pferd. »Lasst ihnen die angemessenen Todesriten zuteil werden«, befahl sie und deutete auf die Tempelpriester, die gefoltert worden waren, bevor man sie getötet hatte. Der Kult, der für die Folter und Ermordung der Priester verantwortlich war, bezeichnete es als »Reinigung«. Man reservierte sie für jene, die sich weigerten, ebenfalls den Gott Chramnesind, genannt der Blinde, anzubeten. »Dann verbrennt die Leichen.«
»Was wirst du …?«
Aber Annwyl war mit ihrem Pferd bereits davongeprescht. Brastias nickte einigen von den Männern zu, die am längsten mit Annwyl geritten und mit ihren Wutanfällen vertraut waren, und gab ihnen den stummen Befehl, ihrer Königin zu folgen. Nicht um ihre Sicherheit zu gewährleisten … sondern um die zu beschützen, die das Pech hatten, ihr über den Weg zu laufen. Vor allem, da die Königin nicht aussah wie jemand von königlichem Geblüt und sich auch nicht so benahm. In diesem Zustand konnte sie eine kleine Auseinandersetzung zwischen Bauern durchaus als eine Art Rebellenangriff missdeuten.
»Was ist, wenn sie recht hat?«, fragte Brastias seine Gefährtin, während die restlichen Männer absaßen und sich an die Arbeit machten. »Was, wenn es hierbei nicht nur darum geht, sie schlecht dastehen zu lassen?«
Die Drachin zuckte mit ihren trügerisch schmalen Schultern. »Dann mögen die Götter uns helfen, wenn sie, was immer sie suchen, vor uns finden.«

 

 

Teil 1

 

Kapitel 1


Kachka Shestakova, ehemals von den Schwarzbärenreitern der Mitternachtsberge der Verzweiflung in den fernen Weiten der Steppen der Außenebenen, ließ den Blick über das wunderschöne Land schweifen, in dem sie jetzt seit fast sechs Monaten lebte. Jede Menge Gras, Bäume und Süßwasserseen. Reichlich Nahrung und glückliche Leute, die von einer gütigen Herrscherin regiert wurden.
Bei den Pferdegöttern von Ramsfor! Es war die Hölle auf Erden!
Und Kachka hatte das keinem anderen als sich selbst zu verdanken. Sie hatte ihr schmerzvolles, hartes Leben als Tochter der Steppen aufgegeben, als sie ihre Schwester vor ihrer Mutter gerettet hatte. Es war trotzdem eine Entscheidung, die sie wieder treffen würde, wenn sie musste, aber sie hätte nie gedacht, dass ihr Leben einmal so enden würde. Sie hatte angenommen, ihre Mutter würde sie beide zur Strecke bringen und töten. Kachka hatte sich geirrt. Ihre Mutter hatte nie die Chance dazu bekommen, weil sie Annwyl der Blutrünstigen, der Königin der Südländer, ins Auge gesehen hatte.
Die Königin hatte Glebovicha Shestakova getötet, ihr den Kopf abgeschlagen und ihr die Augen aus dem Schädel gerissen. Und das alles vor der Anne Atli, der Anführerin der Stämme der Außenebenen. Es war ein kühner Schritt der Königin gewesen. Oder, wie jene, die der Königin am nächsten standen, mehr als nur einmal gesagt hatten: »Ein vollkommen wahnsinniger Schritt.« Kachka wusste nicht, welches von beidem richtig war. Sie redete nicht mit der Königin. Und auch mit niemandem sonst, es sei denn, es ließ sich absolut nicht vermeiden.
Die Insel Garbhán wimmelte vor Drachen in Menschengestalt. Ohne die Hilfe ihrer Schwester konnte sie sie nicht voneinander unterscheiden. Kachka hasste die Drachen nicht. Sie verstand nur nicht, warum ein Mensch sich mit einem von ihnen paaren sollte. Nun gut, Männer waren sowieso größtenteils nutzlos, aber sie erfüllten ihren Zweck: Sie trugen den Müll raus, zogen die Kinder groß und dienten zur Fortpflanzung. Die Sache mit der Fortpflanzung hatte sich allerdings in den vergangenen Jahrzehnten verändert, soweit es Drachen und Menschen betraf. Die Königin selbst hatte Zwillinge, die halb Mensch und halb Drache waren. Ihretwegen – und wegen der anderen gemischten Nachkommen, die danach geboren worden waren – hatten sich die Götter der Menschen von ihren Schützlingen abgewandt. Und es den Gläubigen überlassen, die Anhänger Chramnesinds allein zu bekämpfen.
Das Ganze entwickelte sich zu einem ziemlich ausufernden Krieg, soweit Kachka das erkennen konnte. Die Südländer und die Bewohner des quintilianischen Reiches der Sovereigns waren nicht bereit, ihre vielen Götter aufzugeben. Und jene, die sich doch dafür entschieden, Chramnesind nachzufolgen, wollten niemandem erlauben, einen anderen Gott anzubeten. Man war dabei, Armeen aufzustellen und Schlachtpläne zu schmieden.
Und Kachka war nicht daran beteiligt. Das überraschte sie jedoch nicht besonders. Sie stammte nicht aus diesen Landen. Sie war eine Reiterin, und der Kampfstil ihres Volkes und dessen Gründe zu kämpfen waren völlig andere. Die Anne Atli und die Töchter der Steppen hatten zwar ein Bündnis mit Königin Annwyl und den Südländern – aber das hieß nicht unbedingt, an der Seite der Südländer zu kämpfen, sondern vor allem, die Südländer und ihre anderen Verbündeten nicht daran zu hindern, das Territorium der Außenebenen zu passieren.
Was sich jedoch mehr als irgendetwas sonst in Kachkas Seele bohrte, war dies: Bevor ihre Schwester mit der Bitte nach Hause zurückgekehrt war, in Königin Annwyls Namen mit der Anne Atli zu sprechen – der Titel wurde all ihren Anführerinnen verliehen, seit die erste Anne Atli den nutzlosen Männern die Macht abgerungen hatte –, hatte Kachka sich in stetigem Tempo in den Rängen hochgearbeitet. Sie wäre nie die Anne Atli geworden, aber sie hätte ihre eigenen Truppen in die Schlacht führen können. Vielleicht den Zusammenkünften aller Stämme beiwohnen können, wenn große Entscheidungen getroffen wurden.
Mit anderen Worten … sie hätte eine Aufgabe gehabt.
Kachka brauchte eine Aufgabe. Sie brauchte ein Ziel. Sie musste sich einen Namen machen. Ihre Mutter hatte zwar weder Kachka noch deren Schwester je gemocht, aber Kachkas Fähigkeiten und ihre Bereitschaft, sich in eine Schlacht zu stürzen, auch nicht geleugnet.
Und was blieb ihr hier?
Natürlich konnte sie der Armee der Königin beitreten, aber in Formation zu marschieren und Befehle von Personen entgegenzunehmen, bei denen es sich größtenteils um Männer handelte … nein. Niemals!
Sie war eine Tochter der Steppen, kein Schaf, das die Augen vor dem dekadenten Leben in diesen südländischen Territorien verschloss.
Was also blieb Kachka hier? Was?
»Ähm … Entschuldigung? Mylady?«
Kachka wand sich innerlich angesichts des lächerlichen Titels, auf den diese Südländer bestanden. Sie war es müde geworden, sie zu korrigieren, daher schnaufte sie nur und blaffte: »Was?«
»Margo« – die Leiterin des Küchenpersonals – »hat sich gefragt, ob du, wenn du nicht zu beschäftigt bist, etwas Fleisch für uns auftreiben könntest? Ein paar von den Cadwaladrs kommen heute Abend zum Essen, und die Metzger haben nicht genug, um sie alle mit ausreichend Fleisch zu versorgen. Du weißt ja, was für gute Esser Drachen sind. Also hat sie einfach …«
Während das Schaf weitersprach – und bettelte – und Kachka ihr ins Gesicht schaute, hob sie ihren Bogen, an dessen Sehne bereits ein Pfeil lag, und schoss auf das Erste, was sie aus dem Augenwinkel wahrnahm. Der Bison schrie einmal kurz auf, bevor er aus einer Halswunde blutend auf die Knie fiel.
»Sonst noch etwas?«, fragte Kachka.
Die Frau war jetzt sehr blass und schüttelte zur Antwort nur den Kopf.
Angewidert – die Jagd war für eine Tochter der Steppen keine Herausforderung, sondern wie Atmen – wandte Kachka sich ab und setzte sich in Bewegung.
»Kachka?« Sie hielt inne und schaute über ihre Schulter. Ihre Schwester stand hinter ihr.
»Scheiße«, murmelte Kachka, als ihre Schwester jetzt auf sie zukam.
»Kannst du nicht mal nett sein?«, fragte Elina in ihrer Muttersprache.
Kachkas Schwester trug dort, wo ihr zweites Auge hätte sein sollen, eine leuchtend violette Augenklappe. Das Auge war das Letzte gewesen, was ihre Mutter Elina genommen hatte. Im Laufe der Zeit hatte sie sich an den Verlust gewöhnt, und ihre Fähigkeiten beim Bogenschießen verbesserten sich von Tag zu Tag. Aber die Augenklappen … die lächerliche violette hier konnte nur von dieser idiotischen Drachin Keita kommen. Deren Interesse an Elinas Kleidung grenzte an Besessenheit. War es nicht schlimm genug, dass die Shestakova-Schwestern bereits dekadent und faul geworden waren? Mussten sie außerdem noch jämmerlich sein?
»Ich war nett«, antwortete Kachka, aber als Elina die Lippen schürzte, warf Kachka die Hände in die Luft. »Was willst du denn noch von mir, Schwester?«
»Wie wäre es damit, dass du das Personal nicht immer in Angst und Schrecken versetzt?«
»Du meinst die Schafe?«
»Und hör auf, sie so zu nennen! Du weißt, dass sie das hassen!«

Gaius Lucius Domitus, Eisendrache und einäugiger Rebellenkönig aus dem Westen, verdrehte sein verbliebenes Auge und setzte seinen Weg von den hinteren Hallen des Senats zum königlichen Palast fort. Er hatte wichtige Pläne zu schmieden und keine Zeit für ein weiteres Gespräch über seine mangelhaften königlichen Fertigkeiten.
»Ich finde, es ist dumm von dir, das zu tun.«
»Vielen Dank, Tantchen. Ich weiß dein Vertrauen in mich zu schätzen.«
»Sprich nicht in diesem Ton mit mir.«
»In welchem Ton?«
Lætitia Clydia Domitus packte Gaius am Arm und riss ihn herum. Sie war eine kleine Drachin und in ihrer Menschengestalt lächerlich winzig, aber sie hatte Macht. Diese Macht musste sie auch besitzen, sonst hätte sie nicht so lange überlebt. Es gab nur wenige, die die Herrschaft des Oberherrn Thracius überlebt hatten, obwohl sie ihn offensichtlich verabscheuten, doch Lætitia hatte es geschafft. Irgendwie.
»Erstens …«, hob sie an.
»Götter«, stöhnte Gaius. »Es gibt ein ›Erstens‹.«
»… solltest du nicht allein durch diese Straßen laufen. Du bist jetzt König. Das macht dich zu einer leichten Zielscheibe. Zweitens, du bist jetzt König. Du kannst nicht jedes Mal, wenn du Hummeln im Hintern hast, davonlaufen und Dummheiten anstellen. Du hast ein Reich zu regieren.«
»Ein Reich, das nicht länger existieren wird, wenn ich meine Cousins und Cousinen nicht in ihre Schranken weise und, was noch wichtiger ist, das Erstarken des Chramnesind-Kults nicht im Keim ersticke.«
»Da widerspreche ich dir nicht, aber ich verstehe nicht, warum du dafür selbst losziehen musst. Du hast Drachen und Männer zu deiner Verfügung. Warum setzt du sie nicht ein?«
»Warum? Weil ich niemandem traue. Außer meiner Schwester.« Als seine Tante bei der Erwähnung Agrippinas stöhnte und die Augen verdrehte, entzog Gaius ihr seinen Arm und ging davon.
»Warte! So habe ich es nicht gemeint.«
»Doch, hast du.«
»Nein. Habe ich nicht. Ich liebe deine Schwester …« Diese Worte entlockten Gaius ein Schnauben, und Lætitia griff erneut seinen Arm und zerrte ihn herum, mit noch mehr Kraft, als er ihr ohnehin zugetraut hätte. »Wage es nie, Junge, meine Loyalität dir und deiner Schwester gegenüber in Zweifel zu ziehen. Ihr beide seid das Einzige, was mir von den wenigen Verwandten, die ich geliebt habe, geblieben ist, und das soll schon etwas heißen. Aber deine Schwester ist durch die Hölle gegangen. Die absolute Hölle. Und sie hat sich noch nicht davon erholt – ganz gleich, wie sehr ihr beide vorgebt, es sei anders. Daher scheint es mir, gelinde gesagt, eine riskante Entscheidung zu sein, den Thron in ihre Klauen zu legen, während du davonspazierst, um den Heldenkönig zu spielen.«
»Nun, dann … schätze ich …« Gaius schaute weg und tat so, als denke er einen Moment lang nach. »Dann wirst du ihr einfach mit leitender Hand zur Seite stehen müssen, während ich weg bin.«
Aus dem Augenwinkel sah er, wie seine Tante verzweifelt versuchte, ein Lächeln zu verbergen. Es war kein boshaftes Lächeln. Im Gegensatz zu den meisten seiner Sippe war sie nicht boshaft. Aber zum ersten Mal hatte sie das Gefühl, es würde ihr gestattet sein, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten direkt einzusetzen, statt – wie sonst üblich – nur hinter den Kulissen. Ihre Machenschaften waren legendär, aber sie wurden häufig einem ihrer anderen Geschwister zugeschrieben. Natürlich war es ihr Bestreben, nicht offen mitzumischen, was sie so lange am Leben gehalten hatte.
»Das«, sagte Lætitia schließlich, »wird deiner Schwester gar nicht gefallen.«
»Natürlich wird es ihr gefallen«, log Gaius. »Sie hat Respekt vor dir, Tantchen.«
»Gütige Götter, Gaius Lucius Domitus!«, rief sie aus. »Du bist genau wie dein Vater – so ein Lügner!«

Zankend machten sich die Schwestern auf den Weg zurück in das Schloss der Königin, aber Kachka wurde bewusst, wie sehr die Frau vom Küchenpersonal sich damit abmühte, den Bison hinter sich herzuziehen. Wütend – auf alles und jeden! – packte Kachka das tote Tier an einem Bein, und ihre Schwester an einem zweiten. Zusammen zerrten sie den Bison zum Palast, und den ganzen Weg über stritten sie miteinander, während das Mädchen rennen musste, um mit ihnen Schritt zu halten.
»Ich verstehe einfach nicht, warum du so unglücklich bist«, sagte Elina und wuchtete den Bison über eine Bodenwelle. »Wir haben reichlich zu essen und zu trinken und weiche Betten, in denen wir schlafen können.«
»Du brauchst mir nicht ins Gedächtnis zu rufen, wie jämmerlich ich geworden bin, Schwester.«
»Wieso ist es jämmerlich, einige Annehmlichkeiten zu genießen?«
»Die Tatsache, dass du das fragen musst, erschüttert mich mehr, als du ahnst.«
»Dann such dir eine Aufgabe, Kachka, statt herumzusitzen und alle zornig anzufunkeln.«
»Was kann ich hier schon machen?«, fragte Kachka. »Was gibt es für mich zu tun? Landwirtschaft?« Sie hielt inne und sah ihre Schwester zornig an. »Willst du, dass ich das werde? Eine Bäuerin? Wie ein … Mann? Denkst du so von mir? Dass ich ein wertloser Mann bin?«
»Natürlich nicht! So etwas würde ich niemals denken. Aber vielleicht kannst du mit Dagmar Reinholdt, der Nordländerin, reden. Sie führt doch immer irgendetwas im Schilde.«
»Sie hasst mich«, rief Kachka ihrer Schwester in Erinnerung.
»Nun, wenn du nicht ihren Neffen gefickt hättest …«
»Er war gerade da!«
Sie machten sich wieder daran, den Bison-Kadaver weiterzuschleppen.
»Es muss doch irgendetwas Konstruktives geben, das du tun kannst«, fuhr ihre Schwester fort. »Ich bin mir sicher, General Brastias wäre überglücklich, dich bei sich zu haben …«
Kachka blieb wieder stehen, nur wenige Schritte von dem Heim der Königin entfernt. »Befehle von einem Mann entgegennehmen? Hast du den Verstand verloren?«, brüllte sie. »Haben denn alle den Verstand verloren?«
Wie zur Antwort auf ihre Frage ritt die Königin selbst die Stufen ihres Schlosses hinauf, saß von ihrem riesigen schwarzen Ross ab – ehrlich, wer brauchte so viel Pferd? –, ging einige Stufen hinauf und blieb dann wie angewurzelt stehen.
Und in dem Augenblick schrie die Königin plötzlich. Und schrie. Und schrie noch ein wenig mehr.
Alle, die sich um ihre eigenen Angelegenheiten gekümmert hatten, rannten, als sie den Schrei hörten. Soldaten. Kaufleute. Stillende Mütter. Alle. Sie rannten und versteckten sich.
»Das beantwortet meine Frage«, murmelte Kachka.
»Sei still.«
Die Königin verschwand in ihrem Zuhause, und Kachka und Elina zerrten den Bison bis ganz hinüber zu den Küchen. Sobald sie den Kadaver dort fallen gelassen hatten, gingen sie in die verlassene Haupthalle.
Kachka stand einen Moment lang da, bevor sie verkündete: »Siehst du? Hier gibt es nichts zu tun!«

Gaius trat in den Palast, der jetzt ihm und seiner Zwillingsschwester gehörte. Der ursprüngliche Palast, von dem aus seine Cousine Vateria und deren Vater, Oberherr Thracius, geherrscht hatten, war während der Rettung von Gaius’ Schwester Aggie zum Teil zerstört worden; danach hatten Gaius und einige ausgewählte Drachenfreunde den Rest davon dem Erdboden gleichgemacht. Er hätte diesen Palast niemals stehen lassen, ganz gleich, wie viele der Seinen dort gelebt und geherrscht hatten. Nicht, nachdem Vateria, dieses Miststück, seine Schwester in dem Palast gefangen gehalten hatte. Sie waren mit ihrer Cousine Vateria aufgewachsen, hatten ihr aber von Anfang an nicht nahegestanden. Ihr nie getraut. Sie definitiv nie gemocht. Und als ihr Vater dann von seinem eigenen Bruder ermordet worden war, hatte Gaius sich vorgenommen, eines Tages mit Thracius um den Thron zu kämpfen. Aber als er endlich alt und stark genug gewesen war, um Thracius herauszufordern, hatte Vateria – die schon immer überaus gerissen war – Aggie gefangen genommen und in dem alten Palast als Geisel gehalten. Sie hatte gewusst, dass es die einzige Möglichkeit war, Gaius in Zaum zu halten. Ihn »auf seinen Platz zu verweisen«, wie sie es gern ausdrückte. Und es hatte funktioniert. Aggie war in einer erträglichen Situation gewesen, da sie nach wie vor von königlicher Geburt und eine Nichte von Thracius war. Aber dann hatte sich Thracius zum Krieg gegen die Südländer aufgemacht, war gegen die Drachenkönigin angetreten und hatte sein Miststück von Tochter mit Aggie allein gelassen. Fünf lange, qualvolle Jahre.
Aggie weigerte sich, über das, was geschehen war, zu sprechen, aber in manchen Nächten wachte sie schreiend auf. In anderen Nächten schlief sie überhaupt nicht.
Und ja, Gaius gab sich die Schuld daran, obwohl er wusste, dass Aggie es nicht tat. Aber wie konnte er sich nicht die Schuld daran geben? Seine arme, schwache, schutzlose Schwester, gefangen im Netz dieser bösartigen …
»Du!« Aggie packte Gaius an der Kehle, sodass er würgen musste, und zerrte ihn in einen anderen Raum. »Entschuldige uns bitte, Lætitia«, sagte sie zu ihrer Tante, bevor sie direkt vor deren verblüfftem Gesicht die Tür zuknallte.
»Was hast du getan?«, fragte seine Schwester.
»Kannst du etwas genauer sein?«
»In unserem Thronsaal befinden sich Mì-runach. Warum?«
»Mì-runach?« Krieger, die absolut niemandem außer der Drachenkönigin selbst unterstanden? »Bist du dir sicher?«
»Natürlich bin ich mir sicher. Also, warum sind sie hier?«
»Ich habe keine … oh.« Gaius wand sich. »Oh.«
»Was hast du getan?«
»Ich hatte nur dein Bestes im Sinn.«
»Du Idiot«, seufzte Aggie, gerade als Lætitia an die Tür klopfte und schnell eintrat.
Sie schloss die Tür, wandte sich ihrer Nichte und ihrem Neffen zu und verkündete: »In deinem Thronsaal sind Bauern. Südländische Bauern!«
»Das sind Mì-runach«, erklärte Aggie ihr und deutete auf Gaius. »Die dieser Idiot angefordert hat.«
»Gaius!«
»Ich habe sie nicht angefordert.«
»Was hast du dann getan?«, fragte seine Schwester.
»Ich habe die Drachenkönigin um Hilfe gebeten, aber …«
»Aber?«
»Ich dachte, sie würde Cadwaladrs schicken.« Die Cadwaladrs waren ein südländischer Clan von niedriggeborenen Drachen, die schon als Schlüpflinge in den Gepflogenheiten des Krieges und der Verteidigung der Territorien der Drachenkönigin ausgebildet wurden. Sie mochten nicht besonders angesehen sein, aber sie waren sehr gefürchtet. Und das nicht ohne Grund.
»Warum willst du lieber diese Kampfhunde hier haben als die Mì-runach?«
»Du brauchst Schutz.«
Aggie richtete sich plötzlich kerzengerade auf, das Rückgrat durchgedrückt. Ihr langes stahlfarbenes Haar fiel ihr in kunstvollen Zöpfen und Locken über den Rücken. Sie sah erstaunlich majestätisch aus, wie immer, wenn sie in der Defensive war. »Warum sollte ich Schutz brauchen?«
»Weil er sich wieder auf eine dumme, vergebliche Reise begibt, deshalb.«
Gaius schloss kurz die Augen. »Lætitia«, seufzte er.
»Was ist? Ich lüge nicht. Sag mir, dass ich lüge«, befahl sie. »Sag es mir.«
Wenn Lætitia gehofft hatte, Aggie auf ihre Seite ziehen zu können, war sie gerade gescheitert, denn jetzt kicherten die Zwillinge. Wie sie es immer taten, seit sie Schlüpflinge waren.
»Ihr zwei! Ich schwöre es bei den Göttern …«
Aggie räusperte sich. »Tante Lætitia, würdest du uns bitte entschuldigen?«
»Ihr schickt mich wieder da raus? Zu diesen Plebejern?«
»Du könntest auch einfach auf dein Zimmer gehen. Aber du musst gehen … du weißt schon … woandershin.«
Lætitia riss die Tür auf und schaute sich noch einmal nach ihrer Nichte und ihrem Neffen um. »Pah!«, blaffte sie, bevor sie den Raum verließ und darauf achtete, dass sie die Tür hinter sich zuknallte.
»Hast du etwas dagegen, mir zu verraten, was hier los ist?«, fragte Aggie. »Du weißt doch, wie ich es hasse, wenn Lætitia mehr weiß als ich. Es bereitet ihr viel zu viel Vergnügen. Und wir wissen beide, dass ich das nicht zulassen kann.«


Über G. A. Aiken

Biografie

G. A. Aiken ist New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie lebt an der Westküste der USA und genießt dort das sonnige Wetter, das gute Essen und die Aussicht auf attraktive Strandbesucher. Ihre erfolgreichen Erotic-Fantasy-Reihen um die Drachenwandler, »Lions«, »Wolf Diaries« und »Call of Crows«...

Kommentare zum Buch

Man fühlt sich ab der ersten Seite, als wäre man nie weg gewesen!
Isabel Schmutzler am 03.07.2017

Die Drachenwandler sind wieder los! Nach vielen Jahren des Friedens unter Annwyls Herrschaft bahnt sich ein längst überfälliger Krieg gegen einen altbekannten und übermächtigen Feind an.   Mit "Dragon Night", dem 8. Band der Dragon Kin Reihe, geht nun endlich auch in Deutschland G. A. Aikens Bestseller-Serie rund um die charmanten Drachenwandler weiter. Inhaltlich spielt die Handlung einige Jahre nach dem letzten Band "Dragon Flame". Und dahin gehend haben sich natürlich auch einige Kleinigkeiten verändert - immerhin hat nicht jeder so ein langes Leben wie die Drachen und ihre Gefährten. Die Handlung beginnt bereits mit den ersten Seiten spannend und sehr unterhaltsam. In jeder Seite ist der typische Humor der Autorin eingebracht und ein guter Spannungsbogen baut sich kontinuierlich auf, was Seite um Seite und Kapitel um Kapitel nur so dahin fliegen lässt. Viele kleine und große Intrigen, Spannungen und Kämpfe lassen die Romanwelt lebendig wie eh und je erscheinen und entführen den Leser in ein angenehmes Lesevergnügen.   Kaschka Shestakova von den Schwarzbärenreitern der Mitternachtsberge der Verzweiflung in den fernen Weiten der Steppen der Außenebenen ist dem Leser ja bereits aus "Dragon Flame" durch deren Schwester Elina bekannt. Seit ihrer "Verbannung" aus dem ihrem Stamm lebt sie bei ihrer Schwester in den Südlanden. Doch das bequemliche und verweichlichte Leben der Südländer macht Kaschka mit jedem verstreichenden Tag mehr und mehr zu schaffen. Es verlangt ihr nach Abenteuern und der Möglichkeit, sich einen ruhmreichen Namen zu machen. Als die junge Frau endlich die Chance dazu erhält, ahnt sie jedoch noch nicht, wie weit sie die Jagd nach fanatischen Gottesanhängern wirklich verändern wird. Ähnlich wie Elina ist auch Kaschkas Sicht der Dinge von ihrem Leben in den Außenebenen geprägt worden. "Penisträger" sind nur nützlich für Fortpflanzung, Kindererziehung und Müll raustragen und Diener sieht die als eine Art bessere Schafe... trotz ihrer Zeit, die sie bereits unter den Südländern verbracht hat, gibt es nun einmal einfach Angewohnheiten, die man nicht gern ablegt. Doch je größer die Bedrohung für das Königreich wird, umso mehr Kompromisse muss sie eingehen, sodass diese Angewohnheiten der Reiter bald nur noch zum Verärgern von Edelleuten und einem gewissen Rebellenkönig dienen.   Gaius Lucius Domitus - weithin eher als Rebellenkönig der Sovereigns bekannt - ist wegen seinen alles vernichtenden Zorns gefürchtet und geachtet zugleich. Während seines Rachefeldzugs gegen seine verhasste Cousine Vateria Flominia gerät der König jedoch ungewollt zu seinen Verbündeten in die Südlande, wo er sich mit vorlauten Reiterinnen und hysterischen Drachenweibchen auseinandersetzten darf. Trotz dieser Ablenkungen lässt der Rebellenkönig nicht von seinem ursprünglichen Ziel ab, was ihm zum Verhängnis werden kann. Seit Gaius Vater hinterrücks von seiner Familie ermordet wurde, ist die Einzige, die ihm noch etwas bedeutet seine Zwillingsschwester. Ihr zu liebe will er auch Vergeltung an Vateria üben, die seiner Schwester unvorstellbares Leid angetan hat. Doch je länger der Drache sie jagt, und je länger er mit den Reiterinnen zusammenarbeitet, umso mehr Zweifel beschleichen ihn und seine Schwester. Gaius muss lernen, dass er sich nicht mit der Vergangenheit aufhalten kann, ohne von der Zukunft attackiert zu werden.   Fast alle sind wieder mit dabei! Fearghus und Annwyl, Thalith und Brice, Dagmar und Gwenvael... und viele mehr. So wie sich auch die Zeit verändert hat, so haben sich auch einige Charaktere verändert und die Handlung ging hinter den Kulissen weiter. Die Zwillinge sind aus menschlicher Sicht erwachsen geworden und Talwyns Disput mit ihrer Mutter währt immer noch an. Beinahe jeder hat seinen kurzen Auftritt in der Handlung, und wenn es auch nur eine Erwähnung war, erhalten und seinen typischen Charakter auch für Neulinge zur Schau gestellt. Aber auch neue Charaktere von seitens Kaschkas Reiterinnen wurden eingebracht, sodass die "Sippe" nochmals erweitert wurde.   Bewertung: Fantasy, Humor, Action und einmalige Charaktere! G. A. Aiken hat wieder alles in den Roman gepackt, was ihre Leser an den Drachenwandlern lieben. Neben neuen Protagonisten und neuen 'alten' Feinden, die die Handlung ordentlich auf Trapp halten, sind auch alle ehemaligen Stars der Romane wieder mit dabei. Ab der ersten Seite hat man das Gefühl niemals weg gewesen zu sein und "nach Hause" zu kommen. Die von Aiken erschaffene Welt der Drachen hat einen Charakter, den man nur schwer mit anderen Romanen vergleichen kann, geschweige denn in exakt dieser Art noch einmal findet. Mit dem männlichen Protagonisten Gaius wurde nun auch die Geschichte eines sehr geheimnisumwitterten Drachen gelüftet, der in Kaschka, der toughen Kriegerin mit einem leicht sexistischen Humor, sein Gegenstück gefunden hat.   Obwohl mir Kaschka nicht ganz so sympathisch, wie andere Protagonistinnen der Reihe war, hatte ich sehr viel Spaß mit dem neusten Teil der Dragon Kin Reihe, und spreche eine klare Leseempfehlung für alle Fans von Fantasy, Romance und Lara Adrian aus :D.   9/10 bzw. 4,5/5 Sterne ★★★★★★★★★☆

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