
Als Vaters Bart noch rot war
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Beschreibung
Dieser 1958 erstmals erschienene Klassiker ist das Portrait eines eigenwilligen Paares - Vater und Sohn, die sich im Zoo von einem Affen mit Erdnüssen füttern lassen, auf dem Rummelplatz den Fakir Emil aus Belutschistan herausfordern und zu Weihnachten eine Blautanne als „Leihgabe“ ausgraben. Eine hinreißende literarische Zeitreise und (zwischen den Zeilen) auch eine Hommage an die Stadt Berlin.
Über Wolfdietrich Schnurre
Aus „Als Vaters Bart noch rot war“
RUSS IN DER LUFT
Als ich runterging an dem Morgen, standen über- all die Flurfenster auf, und es roch im ganzen
Haus nach Seifenlauge, Karbolineum und Scheuer- tuch. Es war Ende März und in den Nächten oft noch sehr kalt, aber jetzt prallte die Sonne aufs Pflaster, und überall auf den Höfen bellten die geprügelten Teppiche los, und das S-Bahn-Geräusch kam viel kla- rer vom Hochbahnhof rüber als sonst, und auch in der Stimme des Lumpensammlers, der auf der Straße nach Altpapier schrie, lag es drin, und sogar die Glok- ke des Milchmanns klang anders an dem Morgen.
Ich [...]
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