Alle, die du liebst

Alle, die du liebst

Roman

€ 18,00 inkl. MwSt.

Der Abstieg eines Patriarchen

Der Anwalt Hartmut Wilke ist gewohnt zu bekommen, was er möchte. Zum Beispiel Ines, seine um zwanzig Jahre jüngere Freundin. Doch seit einiger Zeit laufen die Dinge nicht mehr so gut für ihn. Die Regeln, nach denen er zu spielen gewohnt war, scheinen nicht mehr zu gelten. Beruflich strauchelt er, und in seinem unerbittlichen Scheidungskrieg hat er den letzten Rückhalt nicht nur seiner Frau, sondern auch seiner Kinder verloren. Da erreicht ihn überraschend eine Postkarte seines ältesten Sohns. Erik, der Wilkes Ansprüchen nie gerecht werden konnte, betreibt eine Strandbar auf Kiani Island im Indischen Ozean und lädt ihn dorthin ein. Wilke möchte sich mit ihm aussöhnen und macht sich mit Ines auf die Reise. Aber ganz anders als erwartet, wird der Aufenthalt dort zu einem endgültigen Wendepunkt in Wilkes Leben.

  • € 18,00 [D], € 18,50 [A]
  • Erschienen am 20.03.2017
  • 208 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
  • ISBN: 978-3-492-05752-3
 
 

Leseprobe zu »Alle, die du liebst«

1.

Ich wollte meinen Sohn wiedersehen, egal wie schwierig es werden würde, und Ines unterstützte mich dabei. Wir landeten in Mombasa und stiegen nach der Passkontrolle und einigen eher umständlichen Formalitäten in eine zweimotorige Propellermaschine, die uns nach Malindi flog. Mit uns waren etwa zwanzig Leute an Bord. Wir kauerten auf kleinen, mit dünnem, grauem Kunststoff überzogenen Metallsitzen. Das Dröhnen der Triebwerke erfüllte die Kabine und machte jede Unterhaltung unmöglich. Ines und ich hatten während des vorangegangenen Nachtflugs kaum ein Auge zugetan und waren völlig [...]

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Georg M. Oswald

Georg M. Oswald

Georg M. Oswald, geboren 1963, arbeitet seit 1994 als Rechtsanwalt in München. Seine Romane und Erzählungen zeigen ihn als gesellschaftskritischen Schriftsteller, sein erfolgreichster Roman »Alles was zählt«, ist mit dem International Prize ausgezeichnet und in zehn Sprachen übersetzt worden. mehr ...

Veranstaltungen

Lesung und Gespräch: Am Dienstag, 21. November 2017 in Sonthofen
Georg M. Oswald liest aus »Alle, die du liebst« in Sonthofen
Zeit: 19:00 Uhr
Ort: Haus Oberallgäu, 87527 Sonthofen
Lesung und Gespräch: Am Donnerstag, 08. Februar 2018 in Schleswig
Georg M. Oswald liest aus »Alle, die du liebst« in Schleswig
Zeit: 19:00 Uhr
Ort: Oberlandesgericht, Gottorfstraße 2 , 24837 Schleswig

Rezensionen und Pressestimmen

literaturblatt.ch


»Georg M. Oswald spielt geschickt mit Spannung, unerwarteten Wendungen, den Hoffnungen des Lesers und dem Reiz, seinen Protagonisten in ein immer grösser werdendes Desaster fallen zu lassen, ohne je die Bodenhaftung zur Realität zu verlieren. Spannungsliteratur mit Niveau!«   

Münchner Merkur


»Dem Schriftsteller ist mit ›Alle, die du liebst‹ ein raffinierter, spannender, hintergründiger und deswegen äußerst lesenswerter Roman gelungen.«   

Wiener Zeitung (A)


»Das Porträt eines Mannes an einem Wendepunkt und eine rasante Familiengeschichte – inklusive Geiselnahme und Exotik-Flair.«   

soundsandbooks.com


»Mit einem nüchternen Erzählstil, aber mit Finessen des Spannungsromans operierend, lotet Georg M. Oswald vorzüglich die Psyche seiner Hauptfigur Hartmut Wilke aus. Ein geistreicher und nachhallender Roman.«   

Stern


»Trocken und eindringlich geschriebener Roman.«   

Leipziger Volkszeitung


»Georg M. Oswald nähert sich einem schweren Stoff auf leichtem Fuß. Es gibt keine Sicherheit: im großen Ganzen nicht und nicht in der Familie. Und schon gar nicht auf der Flucht davor.«    

hr2 Kultur


»›Alle, die du liebst‹, ist kein klassischer Thriller, eher ein Roman, dessen Spannung darin besteht, wie leicht wir uns in unserer Weltwahrnehmung erschüttern lassen. (…) eine Ordnung nach der nächsten wird als künstlich, als anmaßend, als brüchig entlarvt. Georg M. Oswald erzählt sehr gerade, sehr schnörkellos, sehr spannend – und auch sehr verunsichernd. Aber das ist, was gute Literatur auch leisten muss: sie muss unsere Selbstsicherheit erschüttern.«   

Berliner Zeitung


»Georg M. Oswald schafft es mit dramaturgischem Geschick, dass der Leser der unsympathischen Figur bald mit Hingabe folgt.«    

Frankfurter Rundschau


»Die Grundidee, wie ein Mann, der vieles erreicht hat, an einen Punkt kommt, da er alles verlieren kann, bildet ein solides Gerüst für das Buch. Oswald, selbst nicht nur Schriftsteller, sondern auch Anwalt, kann sich gut in Menschen hineindenken.«   

Die Welt am Sonntag


»Mit Mitteln der Spannung, teilweise thrillerartigen Elementen, entwirft Oswald das Psychogramm eines Kotzbrockens, der genau das nicht sein will und trotzdem alle verletzt, die ihm doch so viel bedeuten… ein Kontrollfreak, dem die Kontrolle übers eigene Leben und Lieben entgleitet.«    

Süddeutsche Zeitung


»Oswald [hat] einen rasanten Roman gebaut, angereichert mit einer Menge zwielichtiger Figuren.«   

BR 2 "Zündfunk"


»›Väter und Söhne‹, das Thema ist nun wirklich nichts neues, aber Georg M. Oswald schafft es, diesem Gassenhauer der Literaturgeschichte eine neue Kulisse und einen ganz eigenen Ton zu verpassen.«   

feuilletonscout.com


»Fast sachlich, aber dennoch mitreißend beschreibt Oswald wie der einstige Anwalt dramatisch aus dem Leben fällt – um jenseits aller Normen vielleicht sogar eine größere, zumindest genügsame, Zufriedenheit zu finden als zuvor.«   

SWR " Buch der Woche"


»So kann man diesen stimmig erzählten Roman auch als Konfrontation mit dem Anderen lesen, dem Fremden, das auf einen selbst zurückwirkt – in der Liebe, im Verhältnis zur anderen Generation, zu anderen Kulturen, oder als Plädoyer dafür, das eigene Weltbild infrage zu stellen, bevor es zu spät ist und andere einem die eigenen Irrtümer auf schmerzhafte Weise vor Augen führen.«   

SPIEGEL Online


»…ein furioser Familienroman aus der Arschlochperspektive…«   

Augsburger Allgemeine


»ein spannender Thriller«   

Straubinger Tagblatt


»Diese schwierige Annäherung [zwischen Vater und Sohn] schildert Georg M. Oswald in einer souveränen, effektiven Erzählweise. Er beschränkt sich aufs Wesentliche und treibt die Handlung voran, ohne zu hetzen.«   

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