Verdächtige Opfer!
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Mittwoch, 25. Juni 2014 von


Verdächtige Opfer!

Und plötzlich ist nichts mehr wie es war ...

»Da war nur noch diese unvorstellbare Angst. Ich versuchte, den Kopf in den Boden zu drücken und so ein wenig Abstand zu der Pistole zu gewinnen. Gleichzeitig hielt ich die Luft an.«

Der strahlende Spätsommertag nimmt für Emma ein jähes Ende: in einer Holzhütte, irgendwo im Wald. Angekettet an ein Bettgestell. Doch der wahre Alptraum beginnt erst mit ihrer Freilassung: Aufgrund falscher Indizien wird die Autorin von der Polizei beschuldigt, ihre Entführung selbst inszeniert zu haben. Von Wut und Verzweifl ung getrieben, versucht Emma ihre Unschuld zu beweisen und merkt bald, dass sie kein zufälliges Opfer des Entführers war ...

Kornbichler, dieses Jahr mit »Das Verstummen der Krähe« für den Friedrich-Glauser-Preis (Kategorie bester Kriminalroman) nominiert, fokussiert in ihren Thrillern mit psychologischer Tiefe die Ausnahmesituationen ihrer Protagonistinnen und Opfer.


Blick ins Buch
Gefährliche TäuschungGefährliche Täuschung

Kriminalroman

Als die Kinderbuchillustratorin Emma an einem Spätsommertag zu einer Radtour aufbricht, ahnt sie nicht, dass für sie ein Albtraum beginnt: Ein Unbekannter zerrt sie in seinen Lieferwagen und verschleppt sie. Fünf Tage bleibt sie in der Gewalt des Mannes, der sein Gesicht hinter einer Maske verbirgt. Doch als Emma endlich freikommt, ist der Schrecken noch nicht vorbei. Die Polizei vermutet, sie habe ihre eigene Entführung inszeniert. Emma sieht keinen anderen Ausweg, als sich selbst auf die Suche nach dem Täter zu machen.
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Im Kalender war dieser Donnerstag als Herbstanfang vermerkt. In Wirklichkeit war er spätsommerlich – von der Sonne beschienen und mit einem kaum spürbaren kühlen Unterton. In meine Erinnerung würde er sich für immer als der zweiundzwanzigste September eingraben.
Wie an jedem anderen Werktag auch war ich früh aufgestanden. Ich mochte diese Stunde, wenn der Tag gerade erwachte und das Gras noch feucht war. Während ich zum Ende der Auffahrt lief, um die Zeitung aus dem Postkasten zu holen, atmete ich die Morgenluft ein und dachte an den vergangenen Abend. Ich hatte ihn mit meiner Freundin Verena verbracht. Eigentlich wollte sie mich an diesem Vormittag auf meiner Radtour begleiten. Es würde jedoch an ein Wunder grenzen, wenn sie dies wahr machte.
Im Vorbeigehen legte ich die Zeitung auf den Gartentisch, füllte zwei große Gießkannen mit Wasser und ging zu den beiden Terrakottakübeln, die den Hauseingang säumten. Ich strich über die dunkellila, mit gelben Herzen gefüllten Blüten meiner durstigen Enzianbäume.
»Guten Morgen, ihr Schluckspechte«, begrüßte ich sie. Während ich den Inhalt der Gießkannen in die Kübel leerte, wanderte mein Blick die Hauswand hinauf. Anstatt Heilige darauf zu malen, wie es hier im Chiemgau üblich war, hatte ich mich für Feengestalten entschieden. Sie hat ten unserem Haus seinen Namen gegeben: Die Leute nannten es Feenhaus.
Drinnen ertönte das Telefon. Nach dem fünften Mal würde der Anrufbeantworter anspringen. Ich stellte die Gießkanne ab und spurtete in die Küche. Zwischen dem vierten und fünften Klingeln griff ich nach dem Hörer.
Die Küchenuhr zeigte halb acht. So verschieden mein Mann Laurenz und ich in mancher Hinsicht waren – in unserem Hang zu Gewohnheiten ähnelten wir uns. Genau wie ich stand er morgens gegen sieben Uhr auf. Während ich im Feenhaus in Aschau Teewasser aufsetzte und die Zeitung holte, schaltete er in unserer Münchener Wohnung die Kaffeemaschine ein, ging unter die Dusche und rief mich danach an. Nur an den Wochenenden, die er gemeinsam mit mir im Feenhaus verbrachte, begannen unsere Tage anders. Da schliefen wir aus und lebten in den Tag hinein.
»Morgen, Emma.« Laurenz Stimme klang, als habe er sie in Alkohol gebadet und stundenlang rauchgeschwängerter Luft ausgesetzt.
»Hoffentlich fühlst du dich nicht so, wie du klingst.«
»Mein Kunde hat mich gestern Abend noch zu einer Kneipentour überredet. Hätte ich geahnt, wie sich mein Kopf heute Morgen anfühlen würde, hätte ich abgelehnt.« Er hustete. »Was hast du heute vor?«
»Um zehn bin ich mit Vreni zum Radfahren verabredet und dann …«
»Euer wievielter Versuch ist das?«, unterbrach er mich.
»Ich zähle nicht mit.«
»Warum gibt sie es nicht auf?«
»Weil sie vor ihrem Sturz Spaß daran hatte. Wenn sie aufgibt, ist es, als wäre sie noch einmal gestürzt.«
»Manchmal ist es klüger, etwas aufzugeben. Wahrscheinlich würde sie vor lauter Angst beim kleinsten Abhang gleich wieder stürzen.«
»Sollte sie tatsächlich mitkommen, suche ich uns eine leichte Strecke aus.«
»Na ja, wenigstens wärst du dann nicht alleine. Mir wäre wirklich wohler, wenn du …«
»Ich werde mir kein Handy anschaffen!« Die Diskussion, die jetzt unweigerlich folgte, führten wir nicht zum ersten Mal.
»Die Strahlung, die von einem Fernseher ausgeht, ist …«
»… weit höher, ich weiß. Aber ich habe noch kein einziges Mal so ein blödes Ding vermisst.«
»Es gibt Notfälle, da kann dir so ein blödes Ding das Leben retten.«
»Laurenz, ich bin nicht die Einzige, die da draußen unterwegs ist. Wenn ich mir ein Bein breche, dann wird sich schon jemand fi nden, der einen Notarzt ruft. Und wenn mir irgendwo ein böser Bube aufl auert, dann hilft mir auch kein Handy. Und jetzt hör auf, dir Sorgen zu machen. Pfl eg lieber deinen Kater. Kannst du dich nicht noch mal eine Stunde hinlegen?«
»Geht nicht, ich habe um neun den ersten Termin.«
»Apropos Termin: Ich habe den Auftrag bekommen. Ich werde den neuen Kinderkrimi von Juliane Wolfi nger illustrieren. Heute um fünf treffe ich sie in Neubeuern.«
»Ich freue mich für dich. Herzlichen Glückwunsch!«
»Danke. Ich rufe dich an, wenn ich zurück bin.«
Nachdem Laurenz mir einen Kuss durch die Leitung geschickt hatte, holte ich die Zeitung vom Gartentisch und überfl og bei einer Tasse Tee die Schlagzeilen. Eine Viertelstunde später saß ich bereits in meinem Arbeits zimmer im ersten Stock. Juliane Wolfi nger hatte versprochen, mir das Manuskript ihres Kinderkrimis zu schicken, damit ich es vor unserem Termin noch lesen konnte.
Während ich wartete, dass mein PC hochfuhr, öffnete ich das Fenster und lehnte mich in den Rahmen. Mein Blick wanderte über die Apfelbäume in unserem Garten und die Dächer der Nachbarn. Nur fünf Kilometer von hier, in Kraimoos, lebten meine Eltern. Sie waren vor achtunddreißig Jahren kurz nach meiner Geburt dorthin gezogen. Ich teilte ihre Liebe zum Chiemgau, die aus mir eine unverbesserliche Landpomeranze gemacht hatte.
Im Gegensatz zu mir war Laurenz ein Stadtmensch. Es hatte gedauert, bis wir einen Kompromiss für unser gemeinsames Leben gefunden hatten. Dass es gelungen war, empfand ich immer wieder als ein Geschenk. Laurenz bezeichnete es mit einem Augenzwinkern als harte Arbeit.
Ich setzte mich an den PC, druckte das Manuskript, das in der Zwischenzeit angekommen war, aus und begann zu lesen. Als das Telefon läutete, runzelte ich unwillig die Stirn. Ich hatte vergessen, es auszuschalten, wie ich es üblicherweise beim Arbeiten tat.
»Thalmann«, meldete ich mich.
»Ich bin’s«, sagte Verena kleinlaut.
»Vreni, guten Morgen!«
»Du ahnst bestimmt schon, warum ich anrufe.«
»Du magst nicht mitkommen, stimmt’s?«
»Gestern Abend dachte ich noch, ich würde es schaffen, aber jetzt … ich weiß, ich bin ein Feigling.«
»Bist du nicht. Es ist vielleicht einfach nur noch nicht der richtige Moment, um wieder aufs Rad zu steigen. Mach dir deswegen keine Sorgen.«
Verenas Sturz war ein Jahr her, aber sie hatte acht Monate lang Nacken- und Kopfschmerzen gehabt. Bei jemandem, der weniger diszipliniert dagegen angegangen wäre, hätte es vermutlich noch länger gedauert. Aber Verena war keine Wahl geblieben. Mit ihrem Gymnastikstudio verdiente sie den Lebensunterhalt für ihre kleine Familie – für ihre siebzehnjährige Tochter Mirjam und ihren Lebensgefährten Anton, der kurz vor ihrem Sturz seinen Job als Redakteur bei einer Zeitung verloren hatte und seitdem versuchte, sich als freier Journalist durchzuschlagen.
»Irgendwann schaffe ich es«, sagte sie und atmete hörbar aus.
»Ich weiß!«
Kaum hatten wir uns verabschiedet und aufgelegt, klingelte das Telefon erneut. »Niemand zu Hause«, murmelte ich und vertiefte mich wieder in das Manuskript.
»Emma, ich wollte heute Mittag mal wieder etwas Besonderes für deinen Vater kochen«, erklang die Stimme meiner Mutter auf dem Anrufbeantworter. »Er hat sich beschwert, seitdem ich meine Ausbildung begonnen hätte, würde ich ihn vernachlässigen. Also gibt es heute selbstgemachte Semmelknödel mit Schweinebraten. Wie wär’s …?«
Ich nahm den Hörer ab. »Hallo, Mama.«
»Entschuldige, dass ich dich beim Arbeiten störe, Emma. Ich möchte nur wissen, ob du Lust und Zeit hast, heute Mittag mit uns zu essen.«
»Ich will sowieso meine übliche Runde über die Maisalm fahren. Dann komme ich auf dem Rückweg bei euch vorbei. Nur kann ich nicht lange bleiben.«
»Sagen wir halb eins?«, fragte sie.
»Abgemacht.«
Nachdem ich das Manuskript fertiggelesen hatte, ging ich ins Schlafzimmer, zog mich um und fl ocht meine Haare zu einem Zopf. Unten im Flur schlüpfte ich in meine Sportschuhe, verstaute Portemonnaie und Papiertaschentücher in meiner Gürteltasche und verschloss die Haustür. Schließlich holte ich mein Rad aus der Garage, setzte den Helm auf und fuhr los.
Während ich den Schlechtenberg hinunterrollte, schaute ich rechts und links in die Gärten unserer Nachbarn. Außer der alten Anni Metzler, die vier Häuser weiter die verwelkten Blüten ihrer Rosenstöcke abschnitt, war niemand zu sehen. Im Vorbeifahren winkte ich ihr zu.
An der Kohlstatt bog ich Richtung Maisalm ab und trat kräftig in die Pedale. Bisher hatte ich es noch kein einziges Mal geschafft, die dreihundert Höhenmeter den Almwirtschaftsweg am Lochbach entlang zu bewältigen, ohne wenigstens einmal abzusteigen. An diesem Tag gelang es mir zum ersten Mal. Mit einem Hochgefühl und außer Atem überholte ich kurz vor der Maisalm eine kleine Gruppe von Wanderern, die wie ich diesen spätsommerlichen Tag zu genießen schien. Während ich dem Weg folgte, der oberhalb der Alm wieder in den Wald führte, warf ich einen Blick hinüber zu den an diesem Vormittag nur spärlich besetzten Tischen. Ein paar Gäste machten dort Rast und hielten ihre Gesichter in die Sonne.
Im Wald nahm ich den Abzweig zur Abendmahlkapelle und ließ mein Rad bergab rollen. Erst als ich den Schotterweg erreichte, bremste ich ab. Hier hatte die abfallende Strecke ihre Tücken, zumal es am rechten Wegrand steil abwärts ging. Als hinter mir eine Klingel ertönte, fuhr ich zur Seite und ließ einen Radfahrer mit einem knallgelben Helm überholen. In selbstmörderischem Tempo raste er an mir vorbei und verschwand hinter der nächsten Kurve. Der hält sich auch für unsterblich, dachte ich und behielt mein kontrolliertes Tempo bei, bis ich die Abendmahlkapelle erreichte.
Unterhalb der Kapelle lehnte ich mein Rad an einen Baum und stieg die Treppe hinauf bis zu dem kleinen Brunnen. Nachdem ich ein paar Schlucke Wasser getrunken hatte, betrat ich – wie immer, wenn ich hier vorbeikam – das Holzgebäude, um einen Moment lang in den Frieden einzutauchen, der hier herrschte.
Kaum saß ich wieder im Sattel, hörte ich links von mir im Unterholz ein Geräusch. Es klang wie das schmerzerfüllte Stöhnen eines Mannes. Erst konnte ich niemanden entdecken, dann sah ich ein Fahrrad im Gestrüpp liegen und ein paar Meter weiter den Mann mit dem knallgelben Fahrradhelm. Das muss der Unsterbliche sein, der mich überholt hat, überlegte ich. Sein halsbrecherisches Tempo hatte ihn vermutlich aus der Kurve geschleudert.
»Ich bin gleich bei Ihnen!«, rief ich, ließ mein Rad zurück und lief zu ihm.
Wieder stöhnte er auf. Es klang, als habe er große Schmerzen. Ich musste an Verena denken, die sich bei ihrem Fahrradsturz einen Wirbel verletzt hatte. Bei ihm angekommen, sah ich, dass er auf dem Bauch lag. Rechtes Bein und rechter Arm waren angewinkelt, das linke Bein ausgestreckt, der linke Arm von seinem Körper verdeckt.
»Bleiben Sie ganz ruhig liegen«, sagte ich, während ich neben ihm in die Hocke ging.
Sein Helm war nach vorn gerutscht und verbarg die obere Hälfte seines Gesichts. Die untere war von einem mit grauen Fäden durchzogenen Vollbart bedeckt. Seine Lippen waren kaum zu erkennen, er presste sie vor Schmerz zusammen. Einem Impuls folgend versuchte ich, den Helm vorsichtig zurückzuschieben, damit er etwas sehen konnte. Aber selbst bei dieser winzigen Bewegung zuckte er zusammen und stöhnte auf. Konnte ich es verantworten, ihn ein paar Minuten lang alleine hier liegen zu lassen, um zum nächsten Hof zu fahren?
Unschlüssig wanderte mein Blick zu dem Rucksack auf seinem Rücken. »Haben Sie ein Handy in Ihrem Rucksack?«
Sein kaum hörbares Ja schien ihn ungeheure Kraft zu kosten. Ich atmete auf und öffnete den seitlichen Reißverschluss.
In diesem Moment traf mich sein rechter Arm mit so großer Wucht an der Schulter, dass ich das Gleichgewicht verlor und auf meinem Steißbein landete. Ein heftiger Schmerz ließ mich aufschreien. Der Mann, der eben noch bewegungslos zu meinen Füßen gelegen hatte, kam in Sekundenschnelle auf die Beine und zog etwas Weißes aus einer durchsichtigen Plastiktüte. Bevor ich begriff, was geschah, drückte er mir mit der einen Hand Watte aufs Gesicht und packte mit der anderen meinen Nacken.
Erfüllt von einer nie dagewesenen Angst wollte ich schreien, aber der Mann erstickte den Schrei. Ich drehte mich auf die Seite und versuchte, mit dem Knie seine Rippen zu treffen. Gleichzeitig zerrte ich mit aller Kraft an seinem Arm. Vergeblich. Mit einer schnellen Bewegung rutschte er hinter mich, so dass mein Kopf wie in einem Schraubstock zwischen seinen Oberschenkeln landete. Seine Knie drückten meine Schultern zu Boden, seine Hände pressten die getränkte Watte auf mein Gesicht. Ich schwang ein Bein nach hinten, verfehlte aber seinen Kopf.
»Stillhalten!«, befahl er mir.
In dem Gefühl zu ersticken krallte ich meine Nägel in seine Hände, sie drangen jedoch nicht durch das Leder der Handschuhe. Als ich versuchte, sein Gesicht zu erwischen, rammte er den Lauf einer Pistole gegen meinen Wangenknochen.
»Atme das Chloroform ein oder ich drücke ab!«
Da war nur noch diese unvorstellbare Angst. Ich versuchte, den Kopf in den Boden zu drücken und so ein wenig Abstand zu der Pistole zu gewinnen. Gleichzeitig hielt ich die Luft an.
»Wenn du das hier überleben willst, dann atme verdammt noch mal! Hast du mich verstanden?«
Chloroform, hatte er gesagt. Ich atmete so flach es nur ging. Es kostete mich eine fast übermenschliche Mühe, meine Muskeln loszulassen. Während ich so tat, als wäre ich bewusstlos, lief mein Gehirn auf Hochtouren: Gleich wird er die Watte von deinem Gesicht nehmen und deine Augen beobachten. Du darfst nicht blinzeln. Du darfst auf keinen Fall blinzeln!
»Gib dir keine Mühe«, sagte er unbeeindruckt.
Das ist ein Test, redete ich mir ein, nur ein Test. Er testet dich, er will auf Nummer sicher gehen. Doch seine Umklammerung ließ nicht nach. Auch der Druck der Pistole gegen meine Wange blieb unvermindert. Aus Angst, jeden Moment tatsächlich bewusstlos zu werden, atmete ich noch flacher und hielt zwischendurch immer wieder die Luft an. Durchhalten … nur noch ein paar Sekunden!
»Das ist sinnlos. Chloroform wirkt nur in Filmen und bei Freiwilligen so schnell. Wenn sich jemand dagegen wehrt und nicht tief einatmet, kann es zehn Minuten bis zur Bewusstlosigkeit dauern. Also lass diese dummen Spielchen!«
Nein!, schrie es in mir – ohrenbetäubend und gleichzeitig stumm. Die Verzweiflung, die ich bis zu diesem Moment hatte zurückhalten können, erfasste mich wie eine eiskalte Welle. Ich …

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