Medizinische Fragen als Vorbereitung auf das Arztgespräch
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Mittwoch, 13. März 2013 von David B. Agus


Medizinische Fragen als Vorbereitung auf das Arztgespräch

Diese Checkliste hilft Ihnen bei der Vorbereitung auf Arztbesuche und soll Hinweise liefern, wonach Sie Ihren Arzt fragen sollten. Sie können sich mit dieser Checkliste mit den vielen »Gesundheitsregeln« vertraut machen, die im Buch »Leben ohne Krankheit« zu finden sind.

Gesamtbefinden: Wie geht es Ihnen? Das ist auf jeden Fall die wichtigste Frage, die Sie sich selbst stellen müssen.
Auch wenn es Ihnen heute blendend geht, wie haben Sie sich gestern gefühlt? Geht es Ihnen manchmal schlecht? Gibt es ein Muster? Fällt es Ihnen schwer, morgens aus dem Bett zu kommen?  

Energie: Wie würden Sie Ihre persönliche Energie auf einer Skala von eins bis zehn einstufen? Wie hat sie sich im letzten Jahr verändert?  

Tagesablauf: Wie regelmäßig sind Ihre Essens-, Sport- und Schlafenszeiten? Sind sie jeden Tag gleich oder unterschiedlich?  

Atmung: Fällt Ihnen etwas Ungewöhnliches auf? Hören oder spüren Sie ein Rasseln beim Atmen? Tut es weh, wenn Sie tief einatmen? Müssen Sie dabei husten?
Beantworten Sie diese Fragen sowohl für den Ruhezustand als auch den Zustand nach körperlicher Anstrengung.  

Anstrengung: Wie viel körperliche Anstrengung vertragen Sie, ohne sich unwohl zu fühlen? Hat sich diese Größe im Vergleich zum Vorjahr verändert? Tut Ihnen etwas weh oder fühlt sich merkwürdig an, wenn Sie sich bewegen oder körperlich anstrengen?  

Gehen: Hat sich Ihr Gang in letzter Zeit verändert? Haben Sie neuerdings eine schiefe Körperhaltung, wenn Sie gehen? Beugen Sie sich stärker vor? Fällt es Ihnen schwer, völlig aufrecht zu gehen?  

Körperempfinden: Fühlt sich irgendetwas in Ihrem Körper anders als sonst oder ungewöhnlich an? Wie steht es zum Beispiel mit Ihrem Geruchssinn? Ist er so gut wie immer? Schwächer?  

Haut: Wenn Sie nackt vor dem Spiegel nach ungewöhnlichen Flecken, Gewächsen oder Beulen suchen, finden Sie dann etwas? Hat sich etwas verändert, seitdem Sie zum letzten Mal nachgeschaut haben? Hinterlassen Ihre Sockenbündchen Eindrücke an den Knöcheln?
(Das könnte bedeuten, dass Ihr Herz nicht richtig arbeitet und sich Flüssigkeit im Gewebe ansammelt, was das Risiko einer Thrombose steigert.)  

Haare: Hat sich Ihr Haarwuchs auf irgendeine Weise verändert – Dichte, Brüchigkeit, Verlust/Wachstum und so weiter? Sind Ihre Knöchel haarlos geworden? Das könnte auf eine Durchblutungsstörung hindeuten, besonders bei Männern. Oder wachsen Ihnen Haare an merkwürdigen Stellen, auf den Armen etwa oder im Gesicht?
Das könnte ein Anzeichen für Hormonveränderungen sein, besonders bei Frauen.  

Nägel: Dieses abgestorbene Gewebe verrät eine Menge. Haben sich Ihre Nägel in letzter Zeit verändert, in Form oder Farbe? Verfärbte Nägel können ein Symptom bestimmter Krankheiten sein, zum Beispiel einer einfachen Infektion, aber auch für Diabetes: Wenn Ihre Nägel gelblich gefärbt sind, sollten Sie sich auf Zuckerkrankheit untersuchen lassen. Auch der Eisengehalt lässt sich an den Nägeln ablesen: Ein weißer Halbmond an der Nagelwurzel deutet auf einen ausreichenden Bluteisenspiegel.  

Finger: Schmerzen Ihre Gelenke, wenn Sie die Finger bewegen? Falls Sie eine Frau sind: Ist Ihr Ringfinger länger als der Zeigefinger?
Falls ja, laufen Sie möglicherweise ein doppelt so hohes Risiko, an Arthrose zu erkranken, und zwar laut einer Studie von 2008, die in Arthritis & Rheumatism erschienen ist. Dort wurde auf diesen merkwürdigen Zusammenhang hingewiesen und die Vermutung aufgestellt, dass ein längerer Ringfinger auf eine verstärkte Testosteronexposition im Mutterleib deute. Ein höherer pränataler Testosteronspiegel senkt die Östrogenkonzentration, die entscheidend für die Knochenentwicklung ist.
Wenn Sie ein Mann sind und Ihr Zeigefinger länger als der Ringfinger ist, sinkt Ihr Prostatakrebsrisiko um ein Drittel.  

Gelenke: Schmerzen sie? Eher morgens beim Aufstehen oder nach einem langen Tag? Was hilft gegen Gelenkschmerzen?   Appetit: Unverändert? Stärker? Schwächer? Haben Sie Heißhunger? Wenn ja, worauf?  
Brüste: Wenn Sie eine Frau sind, sehen oder spüren Sie Knoten, Beulen oder Grübchen darin, wenn Sie sie abtasten?  

Verdauung: Irgendetwas Unangenehmes? Brauchen Sie regelmäßig rezeptfreie Medikamente für Ihren Magen oder Ihre Verdauung, Abführmittel oder Ähnliches? Wenn Sie Beschwerden haben, nehmen diese nach dem Essen zu oder ab? Leiden Sie an einer Intoleranz, Überempfindlichkeit oder Allergie gegen bestimmte Nahrungsmittel?   Kopfschmerzen: Haben Sie regelmäßig Kopfschmerzen? Migräneattacken? Wissen Sie, was sie auslöst? Nehmen Sie regelmäßig rezeptfreie Schmerzmittel (z.B. Aspirin oder Ähnliches)?  

Allergien: Haben Sie welche? Haben sie sich im Lauf der Jahre verändert? Wenn ja, wie?  

Schlaf: Schlafen Sie gut? Benötigen Sie mitunter Schlafmittel? Wachen Sie gewöhnlich ausgeruht auf? Wie regelmäßig sind Ihre Schlafenszeiten? Beklagt sich Ihr Partner oder Ihre Partnerin, dass Sie schnarchen? (Schlafapnoe, die sich oft mit Schnarchen äußert, ist heutzutage weitverbreitet und ein bekannter Risikofaktor für Herzinfarkt. Zum Glück ist sie ziemlich gut heilbar.)  

Schmerzen: Fühlen Sie an bestimmten Stellen Unbehagen oder Schmerzen?  

Erkältungen und Grippen: Werden Sie oft krank? Wie oft hatten Sie im vergangenen Jahr Fieber? Wenn Sie krank werden, brauchen Sie dann länger als Ihre Bekannten und Verwandten, um wieder zu genesen? Haben Sie sich dieses Jahr gegen Grippe impfen lassen?  

Stimmung: Wie stabil ist Ihre Laune? Fühlen Sie sich gelegentlich depressiv?   Hormonzyklus: Wenn Sie eine Frau sind, ist Ihr Zyklus regelmäßig? Sind Sie in den Wechseljahren oder in der Menopause?

Krankengeschichte: Welche Diagnosen sind Ihnen bisher gestellt worden? Leiden Sie an chronischen Erkrankungen?  

Stress: Wie hoch würden Sie auf einer Skala von eins bis zehn Ihre Stressbelastung einschätzen? Haben Sie chronischen Stress oder nur gelegentlich? Beeinflusst er Ihren Lebensstil? Wenn es sich um Stress durch Arbeitsbelastung handelt, mögen oder hassen Sie Ihre Arbeit? (Stress durch eine Tätigkeit, die Sie mögen, vertragen Sie nämlich viel besser als Stress durch eine verhasste Arbeit!)  

Gewicht: Sind Sie zufrieden mit Ihrem Gewicht? Wollten Sie es bereits einmal ändern? Was geschah dann? Haben Sie einen Bauch, den Sie nicht loswerden?  

Medikamente (rezeptpflichtig und rezeptfrei): Welche Medikamente nehmen Sie, wogegen, und wie lange bereits? Dazu gehören auch alle Vitamine, Nahrungsmittelergänzungen und gelegentliche Einnahmen wie eine einzelne Kopfschmerztablette dann und wann.  

Gesundheitsvorsorge: Sind Sie auf dem Laufenden mit Ihren Routineuntersuchungen, Checkups, Impfungen und Tests wie Pap-Abstrich und Koloskopie (Darmspiegelung)? Wissen Sie, welche Nahrungsmittel Sie angesichts Ihrer unterliegenden Krankheitsrisikofaktoren essen sollten?  

Gesamtzustand: Wenn Sie auf einer Skala von eins bis zehn angeben sollten, wie wohl Sie sich mit sich selbst fühlen, welchen Wert würden Sie nennen? Welches Zeugnis würden Sie sich selbst ausstellen? Was möchten Sie in Ihrem Leben ändern?  

Anders als andere Fragebögen, die Sie in Büchern und Magazinen finden, gibt es hier am Ende keine Punktebewertung. Die Antworten sind ganz Ihre eigenen. Sie können den Fragenbogen gelegentlich nochmals durchgehen, um zu sehen, was sich bei Ihnen verändert hat. Fragen Sie sich immer wieder: Bin ich so gesund, wie ich gerne sein möchte?


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