Licht der letzten Tage
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Montag, 14. September 2015 von Piper Verlag


Hoffnungsvoll düster, schrecklich zart und tragisch schön

Niemand konnte ahnen, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Ein Wimpernschlag, und sie ging unter. Doch selbst jetzt, während das Licht der letzten Tage langsam schwindet, geben die Überlebenden nicht auf. Sie haben nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war. Sie vermissen all das, was einst so wundervoll und selbstverständlich war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass alles für immer verloren sein soll. Auf ihrem Weg werden sie von Hoffnung geleitet – und Zuversicht. Denn selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit. Immer.

Das Licht der letzten TageDas Licht der letzten TageDas Licht der letzten Tage

Roman

Niemand konnte ahnen, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Ein Wimpernschlag, und sie ging unter. Doch selbst jetzt, während das Licht der letzten Tage langsam schwindet, geben die Überlebenden nicht auf. Sie haben nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war. Sie vermissen all das, was einst so wundervoll und selbstverständlich war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass alles für immer verloren sein soll. Auf ihrem Weg werden sie von Hoffnung geleitet – und Zuversicht. Denn selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit. Immer.
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Teil 1

Das Theater

 

1

 

Der König stand schwankend in einer Lache aus blauem Licht. Es war der 4. Akt von König Lear, an einem Winterabend im Elgin Theatre in Toronto. Zuvor, während das Publikum in den Saal kam und seine Plätze einnahm, hatten drei Mädchen auf der Bühne ein Klatsch-Spiel gespielt, kindliche Versionen von Lears Töchtern, und jetzt kehrten sie in der Wahnsinnsszene als Halluzinationen zurück. Der König stolperte umher und versuchte sie festzuhalten, während sie in den Schatten hierhin und dorthin huschten. Er hieß Arthur Leander. Er war einundfünfzig und trug Blumen im Haar.

»Kennst du mich wohl?«, fragte der Schauspieler, der den Gloucester spielte.

»Ich erinnere mich deiner Augen recht gut«, sagte Arthur, abgelenkt von der kindlichen Version der Cordelia, und genau in diesem Moment geschah es. Auf einmal veränderte sich sein Gesichtsausdruck, er stolperte, er wollte Halt an einer Säule suchen, verschätzte sich aber im Abstand und schlug sich schmerzhaft die Hand an.

»Vom Gürtel nieder sind’s Centauren«, sagte er. Ganz abgesehen davon, dass es die falsche Zeile war, brachte er sie auch noch seltsam gepresst vor, mit kaum hörbarer Stimme. Er drückte sich die Hand an die Brust wie einen verletzten Vogel. Der Schauspieler, der den Edgar spielte, beobachtete ihn scharf. In diesem Moment bestand immer die Möglichkeit, dass Arthur schauspielerte, aber in der ersten Reihe hinter dem Orchester stand gerade ein Mann auf, der eine Sanitäterausbildung hatte. Seine Freundin zog ihn am Ärmel und zischte: »Jeevan! Was machst du denn?« Jeevan wusste es selbst nicht so recht, und aus den Reihen hinter ihm raunte man ihm zu, er möge sich doch wieder hinsetzen. Ein Platzanweiser steuerte auf ihn zu. Auf der Bühne begann Schnee zu fallen.

»Der Zeisig tut’s«, flüsterte Arthur, und Jeevan, der das Stück sehr gut kannte, wusste, dass der Schauspieler gerade zwölf Zeilen im Text zurückgerutscht war. »Der Zeisig …«

»Sir«, sagte der Platzanweiser, »würden Sie bitte …«

Doch Arthur Leanders Zeit lief ab. Er schwankte, sein Blick war ins Unbestimmte gerichtet, und Jeevan war klar, dass der Schauspieler jetzt nicht mehr König Lear war. Er schob den Platzanweiser beiseite und rannte zu den Stufen, die auf die Bühne führten, aber da kam schon ein zweiter Platzanweiser den Gang entlanggerannt, sodass Jeevan sich gezwungen sah, sich ohne die Hilfe einer Treppe einfach auf die Bühne zu hangeln. Sie war höher, als er gedacht hatte, und er musste den ersten Platzanweiser, der ihn am Ärmel gepackt hatte, mit dem Fuß wegstoßen. Der Schnee war aus Plastik, wie Jeevan unbewusst zur Kenntnis nahm, zahllose kleine Stückchen aus durchscheinendem Plastik, die an seiner Jacke hängen blieben und auf seiner Haut scheuerten. Edgar und Gloucester wurden einen Augenblick von dem Getöse abgelenkt. Keiner schaute zu Arthur, der sich mittlerweile mit leerem Blick gegen die Sperrholzsäule lehnte.

Man hörte Rufe aus dem Backstagebereich, zwei Schatten kamen herangeeilt, doch Jeevan hatte Arthur jetzt erreicht, fing den Schauspieler auf, als er ohnmächtig wurde, und ließ ihn behutsam auf den Boden gleiten. Rundherum segelten die Schneeflocken jetzt immer dichter herab, sie schimmerten im bläulich weißen Licht. Arthur atmete nicht mehr. Die zwei Schatten – Security-Mitarbeiter – waren in ein paar Schritt Abstand stehen geblieben und kapierten wohl langsam, dass Jeevan kein geistesgestörter Zuschauer war. Im Publikum wildes Stimmengewirr, blitzende Handykameras, unverständliche Ausrufe im Dunkel.

»Lieber Gott«, sagte Edgar. »Du lieber Gott.« Er hatte den britischen Akzent, dessen er sich vorher bedient hatte, völlig fallen gelassen und klang jetzt so, als käme er aus dem tiefsten Alabama. Was ja auch der Wahrheit entsprach. Gloucester hatte die Mullbinde weggezogen, die sein halbes Gesicht verbarg – zu diesem Zeitpunkt hatte man seiner Figur bereits die Augen ausgestochen –, und stand da wie angewurzelt. Sein Mund öffnete und schloss sich wie bei einem Fisch.

Arthurs Herz schlug nicht. Jeevan begann mit Herzmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung. Irgendjemand rief einen Befehl, und der Vorhang fiel, ein wisch! aus Stoff und Schatten, das das Publikum aus der Gleichung nahm und der Bühne die Hälfte ihres Glanzes raubte. Die Security-Leute hatten sich zurückgezogen. Die Beleuchtung veränderte sich, das Blau und Weiß des Schneesturms wurde von einem grell fluoreszierenden Licht ersetzt, das sich im Vergleich fast gelb ausnahm. Jeevan arbeitete schweigend in diesem Margarinelicht, wobei er ab und zu einen Blick auf Arthurs Gesicht warf. Bitte, dachte er, bitte. Arthurs Augen waren geschlossen. Der Vorhang bewegte sich, irgendjemand schlug von außen dagegen und suchte nach einem Durchlass. Dann kniete auf einmal ein älterer Herr im grauen Anzug neben Arthur.

»Ich bin Kardiologe«, sagte er. »Walter Jacobi.« Seine Augen wurden durch seine Brillengläser vergrößert, und auf seinem Schädel stand das Haar in schütteren Büscheln.

»Jeevan Chaudhary«, sagte Jeevan. Er hätte nicht sagen können, wie lange er schon hier war. Ringsum liefen Menschen hin und her, aber außer Arthur kamen sie ihm alle weit entfernt und unscharf vor, und jetzt hatte sich auch noch dieser Mann dazugesellt. Es fühlte sich an, als wären sie im Auge eines Orkans, dachte Jeevan, er und Walter und Arthur, zu dritt in dieser absoluten Stille. Walter berührte kurz die Stirn des Schauspielers, ganz sanft wie eine Mutter, die ihr fieberndes Kind beruhigen will.

»Man hat schon einen Krankenwagen gerufen«, sagte Walter.

Der heruntergelassene Vorhang verlieh der Bühne etwas unerwartet Intimes. Jeevan musste an die Zeit denken, als er Arthur in Los Angeles interviewt hatte – das war mittlerweile schon Jahre her –, während seiner kurzen Karriere als Kulturjournalist. Er musste an seine Freundin Laura denken und überlegte, ob sie wohl noch auf ihrem Platz in der ersten Reihe saß oder vielleicht ins Foyer gegangen war. Und dabei dachte er, bitte, fang wieder an zu atmen, bitte. Er dachte sich, dass der heruntergelassene Vorhang die vierte Seite abschloss und die Bühne in einen Raum verwandelte, wenn auch einen Raum mit einem Hohlraum als Decke und meilenweitem Gewirr aus Stegen für das Personal und Scheinwerfern, zwischen denen eine Seele unbemerkt davongleiten konnte. Was für ein lächerlicher Gedanke, sagte sich Jeevan. Sei nicht blöd. Aber jetzt spürte er auf einmal so ein Prickeln im Nacken, als würde er von oben beobachtet.

»Soll ich Sie ablösen?«, bot Walter an. Jeevan begriff, dass der Kardiologe sich nutzlos fühlte, also nickte er und nahm die Hände von Arthurs Brustkorb, woraufhin Walter im gleichen Rhythmus weitermachte.

Kein richtiger Raum, dachte Jeevan, während er sich auf der Bühne umschaute. Es war alles zu flüchtig, diese ganzen Gänge und dunklen Räume zwischen den Seitenbühnen, die fehlende Decke. Es war eher wie ein Terminal, dachte er, ein Bahnhof oder ein Flughafen, ein Ort, durch den jeder nur kurz hindurchgeht. Inzwischen war der Krankenwagen gekommen, zwei Ärzte näherten sich durch den absurd still fallenden Schnee, und dann kauerten sie auch schon über dem Schauspieler wie Krähen. Ein Mann und eine Frau in dunkler Uniform, die Jeevan beiseitedrängten. Die Frau war so jung, dass sie sogar noch unter zwanzig hätte sein können. Jeevan stand auf und trat zurück. Die Säule, an der Arthur zusammengesackt war, fühlte sich unter seinen Fingerspitzen glatt und blank poliert an. Holz, das so bemalt worden war, dass es wie Stein wirkte.

Überall Bühnenhelfer, Schauspieler, namenlose Funktionäre mit Klemmbrettern. »Verdammt noch mal«, hörte Jeevan jemand sagen. »Kann nicht endlich mal jemand diesen blöden Schnee abstellen?« Regan und Cordelia standen weinend am Vorhang und hielten sich an den Händen, Edgar saß im Schneidersitz auf dem Boden und hielt sich die Hand vor den Mund. Goneril sprach leise in ihr Handy. Die falschen Wimpern warfen Schatten über ihre Augen.

Niemand schaute Jeevan an, und ihm dämmerte, dass seine Rolle in diesem Stück beendet war. Die Ärzte schienen keinen Erfolg zu haben. Er wollte Laura suchen. Wahrscheinlich stand sie ganz aufgelöst in der Lobby und wartete auf ihn. Vielleicht – es war nur eine entfernte Überlegung, aber doch eine Überlegung – fand sie sein Einschreiten ja bewundernswert.

Irgendjemand gelang es schließlich, den Schnee abzustellen, es segelten nur noch ein paar letzte durchscheinende Plastikflocken herab. Jeevan sah sich um, um den einfachsten Weg von der Bühne zu finden, da hörte er ein Wimmern und sah ein Kind, das er vorher gar nicht bemerkt hatte, eine kleine Schauspielerin, die links von ihm neben der nächsten Sperrholzsäule kniete. Jeevan hatte das Stück schon viermal gesehen, aber noch nie mit Kindern, und er fand dieses Detail der Inszenierung sehr innovativ. Das Mädchen war sieben oder acht. In regelmäßigen Abständen wischte sie sich die Augen mit einer Bewegung ab, die Make-up-Streifen auf ihrem Gesicht und ihrem Handrücken hinterließ.

»Vorsicht«, sagte einer der Notärzte, und der andere trat zurück, während der erste dem Mann einen Elektroschock verpasste.

»Hallo«, sagte Jeevan zu dem Mädchen. Er kniete sich vor sie. Warum war niemand gekommen, um sie hier wegzuholen? Sie beobachtete die Ärzte. Er war nicht sicher, wie er mit ihr reden sollte, denn er hatte keinerlei Erfahrung mit Kindern, obwohl er schon immer gedacht hatte, dass er selbst einmal zwei haben wollte.

»Vorsicht«, sagte der Notarzt wieder.

»Das solltest du dir jetzt aber nicht mit anschauen«, meinte Jeevan.

»Er wird sterben, stimmt’s?« Ihr Atem kam in kleinen Schluchzern.

»Ich weiß nicht.« Er wollte ihr etwas Beruhigendes sagen, aber er musste selbst zugeben, dass das alles nicht gut aussah. Arthur lag reglos auf der Bühne, auch nach dem zweiten Elektroschock. Walter fasste sein Handgelenk und starrte finster in die Ferne, während er auf einen Puls wartete. »Wie heißt du?«

»Kirsten«, sagte das Mädchen. »Ich bin Kirsten Raymonde.« Das Bühnen-Make-up wirkte befremdend an dem kleinen Mädchen.

»Kirsten«, sagte Jeevan. »Wo ist denn deine Mutter?«

»Die holt mich erst um elf.«

»Vergiss es«, sagte ein Notarzt.

»Und wer kümmert sich um dich, wenn du hier bist?«

»Tanya, die Tierpflegerin.« Das Mädchen starrte immer noch auf Arthur. Jeevan stellte sich vor sie, um ihr die Sicht zu verstellen.

»Einundzwanzig Uhr vierzehn«, sagte Walter Jacobi.

»Die Tierpflegerin?«, wiederholte Jeevan.

»So nennen die anderen sie alle«, sagte sie. »Sie kümmert sich um mich, wenn ich hier bin.« Ein Mann im Anzug war auf der rechten Seite der Bühne erschienen und redete jetzt eindringlich auf die Notärzte ein, die Arthur auf einer Bahre festschnallten. Einer von ihnen zuckte mit den Schultern und zog die Decke herunter, um eine Sauerstoffmaske auf Arthurs Gesicht zu befestigen. Jeevan war klar, dass diese Scharade für Arthurs Familie bestimmt war, damit sie nicht aus den Abendnachrichten von seinem Tod erfuhren. Die feinfühlige Geste berührte ihn.

Jeevan stand auf und streckte dem schniefenden Kind die Hand hin. »Komm«, sagte er. »Wir gehen Tanya suchen. Sie sucht dich wahrscheinlich auch schon.«

Das stand zu bezweifeln. Wenn Tanya sie gesucht hätte, dann hätte sie sie inzwischen bestimmt gefunden. Er führte das kleine Mädchen zum seitlichen Bühnenrand, aber der Mann im Anzug war schon wieder verschwunden. Der Backstagebereich war chaotisch, nichts als Lärm und Gerenne, irgendjemand rief, dass die anderen Platz machen sollten für Arthurs Prozession. Walter ging neben der Bahre. Die Prozession verschwand über den Korridor durch die Bühnenausgänge, und im Kielwasser des Zuges schwoll die Unruhe noch weiter an, die Leute weinten oder sprachen in ihre Handys oder standen in kleinen Gruppen zusammen, um sich die Geschichte immer noch einmal zu erzählen: »Dann hab ich rübergeschaut, und er fiel einfach …«, oder um Anweisungen zu bellen oder die Anweisungen anderer Leute zu ignorieren.

»Die ganzen Leute hier«, sagte Jeevan. Er hatte nicht viel für Menschenmengen übrig. »Kannst du Tanya irgendwo sehen?«

»Nein. Ich seh sie nirgends.«

»Tja«, meinte Jeevan. »Dann sollten wir vielleicht an einem Ort bleiben und warten, bis sie uns findet.« Er erinnerte sich, dass er diesen Hinweis einmal in einer Broschüre gelesen hatte, die Tipps gab, wie man sich verhalten sollte, wenn man sich im Wald verlaufen hatte. An der Rückwand standen ein paar vereinzelte Stühle, und er setzte sich. Von seinem Platz aus konnte er die unbearbeitete Rückseite der Sperrholzkulisse sehen. Ein Bühnenarbeiter fegte den Schnee zusammen.

»Wird Arthur wieder gesund?« Kirsten war auf den Stuhl neben ihm geklettert und hatte die Hände in ihr Kleid gekrallt.

»In diesem Moment«, sagte Jeevan, »hat er das getan, was er auf der Welt am meisten geliebt hat.« Diese Feststellung basierte auf einem Interview mit Arthur, das er vor einem Monat im The Globe and Mail gelesen hatte: »Ich hab mein Leben lang darauf gewartet, alt genug zu sein, um Lear spielen zu können, und es gibt nichts, was ich mehr liebe, als auf der Bühne zu stehen, diese Unmittelbarkeit zu fühlen …« – aber rückblickend kamen ihm die Worte seltsam hohl vor. Arthur war in erster Linie Filmschauspieler gewesen, und wer in Hollywood würde sich schon danach sehnen, älter zu werden?

Kirsten war ganz still.

»Damit wollte ich sagen, wenn er als Letztes auf der Bühne stand«, sagte Jeevan, »dann war das Letzte, was er in seinem Leben getan hat, etwas, was ihn glücklich gemacht hat.«

»War das denn das Letzte, was er in seinem Leben getan hat?«

»Ich glaube schon. Tut mir leid.«

Der Schnee war jetzt ein glitzernder Haufen hinter der Kulisse, ein kleiner Berg.

»Es ist auch das, was ich auf der Welt am meisten mag«, sagte Kirsten nach einer Weile.

»Was?«

»Schauspielern«, antwortete sie, und in diesem Moment löste sich eine junge Frau mit sichtbaren Tränenspuren im Gesicht aus der Menge und kam mit ausgestreckten Armen auf sie zu. Sie würdigte Jeevan kaum eines Blickes, als sie Kirsten bei der Hand nahm. Kirsten schaute noch einmal über die Schulter zurück, dann war sie weg.

Jeevan stand auf und ging wieder auf die Bühne hinaus. Niemand hielt ihn zurück. Halb erwartete er, Laura direkt vor der Bühne zu finden, wo sie sich zuletzt gesehen hatten – wie viel Zeit war seitdem wohl vergangen? –, aber als er endlich die Stelle gefunden hatte, an der er die Samtvorhänge teilen konnte, war das Publikum schon weg. Die Platzanweiser fegten zwischen den Sitzreihen und hoben Programmhefte auf oder hie und da einen Schal, den jemand auf der Rückenlehne vergessen hatte. Jeevan ging in die mit prunkvollem rotem Teppich ausgelegte Lobby, wobei er jeden Blickkontakt mit den Platzanweisern vermied. Ein paar einzelne Theaterbesucher standen noch herum, aber Laura war nicht unter ihnen. Er rief sie an, aber sie hatte ihr Telefon vor der Vorstellung ausgemacht und offenbar noch nicht wieder eingeschaltet.

»Laura«, sprach er auf ihre Mailbox. »Ich bin in der Lobby, ich weiß nicht, wo du bist.«

Er ging bis an die Schwelle der Damentoiletten und sprach eine Mitarbeiterin an, aber sie erklärte, es sei niemand mehr da. Nachdem er noch eine Runde in der Lobby gedreht hatte, ging er zur Garderobe, wo sein Mantel als einer der letzten noch an den Haken hing. Lauras blauer Mantel war schon weg.

Schnee fiel auf die Yonge Street. Er irritierte Jeevan, als er das Theater verließ, denn die letzten Reste der durchsichtigen Plastikschneeflocken von der Bühne hingen immer noch an seiner Jacke. Ein halbes Dutzend Paparazzi hatte den Abend vor dem Bühnenausgang verbracht. Arthur war nicht mehr so berühmt wie früher, aber seine Bilder ließen sich immer noch verkaufen, vor allem jetzt, wo er sich im Scheidungskrieg befand mit seiner Model-Schauspielerin-Frau, die ihn mit einem Regisseur betrogen hatte.

Bis vor Kurzem war Jeevan selbst Paparazzo gewesen. Er hatte gehofft, sich unerkannt an seinen Exkollegen vorbeischleichen zu können, aber diese Männer verstanden sich von Berufs wegen darauf, Leute zu bemerken, die sich unerkannt an ihnen vorbeischleichen wollten, deswegen umringten sie ihn im nächsten Moment auch schon.

»Gut siehst du aus«, sagte einer von ihnen. »Schicken Mantel hast du da an.«

Jeevan trug seine Kabanjacke, die nicht unbedingt warm genug war, aber den erwünschten Effekt hatte, ihn äußerlich ein wenig von seinen Exkollegen zu unterscheiden, die zu dicken Daunenjacken und Jeans tendierten. »Wo bist du denn gewesen in letzter Zeit?«

»Hab als Barkeeper gearbeitet«, sagte Jeevan. »Und eine Ausbildung zum Sanitäter gemacht.«

»Bei den Sanis? Echt? Willst du deinen Lebensunterhalt jetzt damit verdienen, Besoffene vom Bürgersteig zu kratzen?«

»Ich möchte eine sinnvolle Tätigkeit ausüben, wenn du das meinst.«

»Ja, schon gut. Hör mal, du warst doch da drinnen, oder nicht? Was ist denn da passiert?« Ein paar Fotografen sprachen in ihre Handys. »Ich sag euch doch, der Mann ist tot«, sagte gerade einer direkt neben Jeevan. »Ja, klar, der Schnee macht das Bild nicht besser, aber wenn ihr euch anschaut, was ich euch grade geschickt habe, sein Gesicht, als sie ihn grade in den Krankenwagen schieben …«

»Ich weiß auch nicht, was passiert ist«, sagte Jeevan. »Sie haben einfach mitten im vierten Akt den Vorhang runtergelassen.« Zum einen wollte er im Moment mit niemand sprechen, außer mit Laura vielleicht, zum andern wollte er eigentlich vor allem mit ihnen nicht sprechen. »Habt ihr gesehen, wie sie ihn in den Krankenwagen verfrachtet haben?«

»Die haben ihn hier durch den Bühnenausgang rausgerollt«, sagte einer der Fotografen. Er rauchte eine Zigarette mit raschen, nervösen Bewegungen. »Ärzte, Krankenwagen, die ganze Show.«

»Wie sah er aus?«

»Soll ich ehrlich sein? Wie eine Leiche, Mann.«

»Es gibt Botox, aber es gibt auch … Botox«, sagte einer.

»Hat jemand eine Erklärung abgegeben?«, fragte Jeevan.

»So ’n Anzugtyp ist rausgekommen und hat kurz mit uns gesprochen. Erschöpfung und Dehydrierung.« Ein paar Fotografen lachten. »Bei den Leuten ist es immer Erschöpfung und Dehydrierung, oder?«

»Könnte ihnen doch einfach mal jemand sagen, oder?«, meinte der Botox-Mann. »Müsste sich einfach mal jemand ein Herz fassen und ein, zwei von diesen Schauspielern beiseitenehmen und ihm sagen: ›Hör mal, Kumpel, sag das mal deinen ganzen Kollegen weiter: Ihr müsst immer schön Flüssigkeit zu euch nehmen und ab und zu auch mal schlafen, okay?‹«

»Ich befürchte, ich hab weniger gesehen als ihr«, sagte Jeevan und tat so, als bekäme er einen wichtigen Anruf. Er ging die Yonge Street hoch, drückte sich sein kaltes Handy ans Ohr und trat eine Straße weiter in einen Eingang, um Lauras Nummer zu wählen. Ihr Telefon war noch immer ausgeschaltet.

Wenn er sich ein Taxi rief, war er in einer halben Stunde zu Hause, aber er war gerade ganz gerne an der frischen Luft, weit weg von anderen Menschen. Der Schnee fiel jetzt dichter. Er fühlte sich auf eine irgendwie schuldige Art extrem lebendig. Das war alles so unfair – sein Herz schlug tadellos und unbeirrbar, während Arthur jetzt irgendwo ganz kalt und still dalag. Er spazierte die Yonge Street in nördliche Richtung weiter, vergrub die Hände tief in den Taschen und spürte die Schneeflocken stechend auf dem Gesicht.

Jeevan wohnte im Viertel Cabbagetown, das nördlich und östlich vom Theater lag. Die Art von Fußweg, die er mit zwanzig gemacht hätte, ohne groß zu überlegen, ein paar Kilometer Stadt, während die roten Straßenbahnen an ihm vorbeifuhren. Aber jetzt war er die Strecke schon lange nicht mehr gegangen. Er war nicht sicher, ob er sie jetzt komplett zu Fuß gehen wollte, aber als er nach rechts auf die Carlton Street einbog, spürte er doch einen gewissen Schwung in sich, und der trug ihn schon mal an der ersten Straßenbahnhaltestelle vorbei.

Er erreichte den Allan Gardens Park, der mehr oder weniger die Hälfte der Strecke markierte, und hier befiel ihn eine unerwartete Freude. Arthur ist gestorben, sagte er sich, du konntest ihn nicht retten, es gibt keinen Grund zum Fröhlichsein. Und doch war er geradezu heiterer Stimmung, denn er hatte sich sein Leben lang gefragt, was für einen Beruf er einmal ausüben sollte, und jetzt war er sicher, absolut sicher, dass er Sanitäter werden wollte. In Momenten, in denen andere einfach nur danebenstanden und gafften, wollte er jemand sein, der vortrat und etwas tat.

Er spürte ein absurdes Verlangen, in den Park zu laufen. Er sah durch den Sturm ganz verändert aus, nichts als Schnee und Schatten, die schwarzen Silhouetten der Bäume, der Unterwasserglanz eines gläsernen Gewächshauses. Als er noch klein war, lag er gerne auf dem Rücken im Garten und schaute nach oben, wie die Schneeflocken auf ihn herunterfielen. Cabbagetown war mittlerweile in einiger Entfernung zu sehen, die vom Schnee gedämpften Lichter der Parliament Street. Sein Handy vibrierte in der Tasche. Er blieb stehen und las eine SMS von Laura: »Ich hatte Kopfweh und bin nach Hause gegangen. Kannst du Milch mitbringen?«

Und in diesem Augenblick verließ ihn sein ganzer Schwung. Er konnte nicht mehr weitergehen. Die Theaterkarten hatten eine romantische Geste sein sollen, ein Lass-uns-mal-wieder-was-Romantisches-tun-weil-wir-bloß-noch-streiten, und sie hatte ihn alleingelassen, hatte ihn einfach stehen lassen, während er auf der Bühne Wiederbelebungsmaßnahmen an einem toten Schauspieler durchführte, und war nach Hause gegangen. Und jetzt wollte sie, dass er Milch mitbrachte. Jetzt, wo er aufgehört hatte zu gehen, wurde Jeevan kalt. Seine Zehen waren ganz taub. Die ganze Magie dieses Sturms hatte ihn verlassen, und die Fröhlichkeit, die er kurz zuvor noch gespürt hatte, verflog. Die Nacht war dunkel und voller Bewegung, der Schnee fiel dicht und lautlos, die Autos, die an der Straße parkten, schwollen zu weich gezeichneten Konturen ihrer selbst. Er hatte Angst davor, was er sagen würde, wenn er zu Laura nach Hause kam. Er überlegte, ob er irgendwo eine Bar suchen sollte, aber er wollte auch mit niemand sprechen, und wenn er genauer überlegte, hatte er noch weniger Lust, betrunken zu sein. Er wollte nur einen Moment allein sein, während er beschloss, wohin er als Nächstes gehen wollte. Er trat in die Stille des Parks.

 

 

2

 

Jetzt waren nur noch wenige Personen im Elgin Theatre. Eine Frau, die in der Garderobe Kostüme wusch, und ein Mann, der neben ihr andere Kostüme bügelte. Eine Schauspielerin – sie hatte die Cordelia gespielt – trank hinter der Bühne Tequila mit dem zweiten Inspizienten. Ein junger Bühnenarbeiter wischte die Bühne und nickte im Takt der Musik, die er auf seinem iPod hörte. In einer Garderobe versuchte die Frau, zu deren Aufgaben die Betreuung von minderjährigen Schauspielern gehörte, das schluchzende kleine Mädchen zu trösten, das auf der Bühne gewesen war, als Arthur starb.

Sechs Übriggebliebene waren zur Bar in der Lobby abgewandert, wo der Barkeeper netterweise noch nicht zugemacht hatte. Der Inspizient war dort, des Weiteren Edgar und Gloucester, ein Visagist, Goneril und ein Produzent, der im Publikum gewesen war. In dem Augenblick, als Jeevan durch die Schneewehen in Allan Gardens stapfte, goss der Barkeeper Goneril einen Whisky ein. Das Gespräch drehte sich gerade darum, wie man es den Angehörigen mitteilen sollte.

»Wer war denn überhaupt seine Familie?« Goneril hockte auf ihrem Barhocker. Ihre Augen waren rot. Ohne Make-up sah sie aus wie eine Murmel, mit der blassesten und makellosesten Haut, die der Barkeeper je gesehen hatte. Jenseits der Bühne wirkte sie viel kleiner und bei Weitem nicht so böse. »Wen hatte er denn?«

»Er hatte einen Sohn«, sagte der Visagist. »Tyler.«

»Wie alt ist der?«

»Sieben oder acht?« Der Visagist wusste genau, wie alt Arthurs Sohn war, wollte aber ungern verraten, dass er die Klatschpresse las. »Ich glaube, er wohnt bei seiner Mutter in Israel, vielleicht in Jerusalem oder Tel Aviv.« Er wusste auch, dass es Jerusalem war.

»Ach ja, stimmt, diese blonde Schauspielerin«, sagte Edgar. »Elizabeth, oder? Eliza? Irgendwas in der Richtung.«

»Exfrau Nummer drei?« Das war der Produzent.

»Ich glaube, die Mutter des Kindes war Exfrau Nummer zwei.«

»Armes Kind«, meinte der Produzent. »Hatte Arthur jemand, der ihm nahestand?«

Die Frage rief unbehagliches Schweigen hervor. Arthur hatte eine Affäre mit der Frau gehabt, die sich um die minderjährigen Schauspieler kümmerte. Jeder der Anwesenden wusste das, außer dem Produzenten, aber keiner wusste, ob es die anderen wussten. Gloucester war derjenige, der den Namen der Frau aussprach.

»Wo ist eigentlich Tanya?«

»Wer ist Tanya?«, fragte der Produzent.

»Eins von den Kindern ist noch nicht abgeholt worden. Ich glaube, Tanya ist in der Kindergarderobe.« Der Inspizient hatte noch nie jemand sterben sehen. Er hatte das ganz dringende Verlangen nach einer Zigarette.

»Tja«, sagte Goneril. »Wer noch? Tanya, der kleine Junge, die ganzen Exfrauen – sonst noch irgendjemand? Geschwister, Eltern?«

»Wer ist Tanya?«, wiederholte der Produzent.

»Von wie vielen Exfrauen ist denn hier die Rede?« Der Barkeeper polierte ein Glas.

»Er hat noch einen Bruder«, sagte der Visagist, »aber ich kann mich nicht mehr an seinen Namen erinnern. Ich weiß bloß noch, dass er mal erwähnt hat, er hätte einen kleinen Bruder.«

»Ich glaube, es waren drei oder vier«, erklärte Goneril zum Thema Exfrauen. »Drei, oder?«

»Drei.« Der Visagist blinzelte seine Tränen weg. »Aber ich bin nicht sicher, ob die letzte Scheidung schon durch war.«

»Arthur war also mit niemand verheiratet zum Zeitpunkt … er war also heute Abend mit niemand verheiratet?« Der Produzent wusste, dass es dämlich klang, aber er wusste nicht, wie er es anders hätte formulieren sollen. Vor ein paar Stunden war Arthur Leander ins Theater spaziert, und es war einfach unbegreiflich, dass er morgen nicht wieder hereinspazieren würde.

»Drei Scheidungen«, sagte Gloucester. »Könnt ihr euch so was vorstellen?« Er hatte sich selbst erst kürzlich scheiden lassen. Er versuchte, sich an die letzten Worte zu erinnern, die Arthur zu ihm gesagt hatte. Irgendetwas über die Personenanordnung im zweiten Akt? Er wünschte, er könnte sich noch erinnern. »Ist jemand informiert worden? Wen sollen wir anrufen?«

»Ich sollte seinen Anwalt anrufen«, meinte der Produzent.

Diese Lösung war unbestreitbar korrekt, aber so deprimierend, dass die Gruppe mehrere Minuten schweigend trank, bevor sich jemand wieder ein Herz fasste und etwas sagte.

»Seinen Anwalt«, sagte der Barkeeper. »O Gott, das muss man sich mal geben. Da stirbst du, und dann rufen die Leute deinen Anwalt an.«

»Wen denn sonst?«, fragte Goneril. »Seinen Agenten? Den Siebenjährigen? Die Exfrauen? Tanya?«

»Ich weiß, ich weiß«, erwiderte der Barkeeper. »Trotzdem, das ist einfach heftig.«

Wieder wurde geschwiegen. Irgendjemand machte eine Bemerkung darüber, wie heftig es schneite, und das stimmte auch, sie konnten es alle durch die Glastüren am Ende der Lobby sehen. Von der Bar gesehen hatte der Schnee fast etwas Abstraktes wie ein Film über schlechtes Wetter in einer verlassenen Straße.

»Tja, dann … auf Arthur«, sagte der Barkeeper.

In der Garderobe für die Kinderschauspieler drückte Tanya Kirsten gerade einen Briefbeschwerer in die Hand. »Hier«, sagte sie, als sie ihn dem Mädchen gab. »Ich versuche jetzt, deine Eltern zu erreichen, und in der Zwischenzeit versuchst du bitte, mit dem Weinen aufzuhören, und schaust einfach diesen hübschen Briefbeschwerer an …« Und Kirsten, die kurz vor ihrem achten Geburtstag stand, starrte ihn atemlos und mit verweinten Augen an und dachte sich, dass er das Schönste, Wunderbarste, Seltsamste war, was ihr jemals jemand geschenkt hatte. Es war ein Glasklumpen, in dem eine Gewitterwolke steckte.

In der Lobby sammelten sich die Leute an der Bar und stießen an. »Auf Arthur«, sagten sie. Sie tranken noch eine Weile, dann gingen sie alle ihrer Wege, hinaus in den Sturm.

Von allen Personen, die in dieser Nacht in der Bar gewesen waren, war der Barkeeper derjenige, der noch am längsten leben sollte. Er starb drei Wochen später auf der Straße, über die er die Stadt verlassen wollte.

Leseprobe

Teil 1

 

DAS THEATER

1

Der König stand schwankend in einer Lache aus blauem Licht. Es war der 4. Akt von König Lear, an einem Winterabend im Elgin Theatre in Toronto. Zuvor, während das Publikum in den Saal kam und seine Plätze einnahm, hatten drei Mädchen auf der Bühne ein Klatsch-Spiel gespielt, kindliche Versionen von Lears Töchtern, und jetzt kehrten sie in der Wahnsinnsszene als Halluzinationen zurück. Der König stolperte umher und versuchte sie festzuhalten, während sie in den Schatten hierhin und dorthin huschten. Er hieß Arthur Leander. Er war einundfünfzig und trug Blumen im Haar.

»Kennst du mich wohl?«, fragte der Schauspieler, der den Gloucester spielte.

»Ich erinnere mich deiner Augen recht gut«, sagte Arthur, abgelenkt von der kindlichen Version der Cordelia, und genau in diesem Moment geschah es. Auf einmal veränderte sich sein Gesichtsausdruck, er stolperte, er wollte Halt an einer Säule suchen, verschätzte sich aber im Abstand und schlug sich schmerzhaft die Hand an.

»Vom Gürtel nieder sind’s Centauren«, sagte er. Ganz abgesehen davon, dass es die falsche Zeile war, brachte er sie auch noch seltsam gepresst vor, mit kaum hörbarer Stimme. Er drückte sich die Hand an die Brust wie einen verletzten Vogel. Der Schauspieler, der den Edgar spielte, beobachtete ihn scharf. In diesem Moment bestand immer die Möglichkeit, dass Arthur schauspielerte, aber in der ersten Reihe hinter dem Orchester stand gerade ein Mann auf, der eine Sanitäterausbildung hatte. Seine Freundin zog ihn am Ärmel und zischte: »Jeevan! Was machst du denn?« Jeevan wusste es selbst nicht so recht, und aus den Reihen hinter ihm raunte man ihm zu, er möge sich doch wieder hinsetzen. Ein Platzanweiser steuerte auf ihn zu. Auf der Bühne begann Schnee zu fallen.

 

Zur Leseprobe

»Das Licht der letzten Tage« von Emily St. John Mandel wurde im Rahmen von »Das Beste aus 2015« von iBooks als Bester Sci-Fi Roman gekürt.


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