ITB Buchaward 2018
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Malik-Autoren für ITB BuchAwards 2018 ausgewählt

Donnerstag, 18. Januar 2018 von Piper Verlag


ITB BuchAward 2018

Die unabhängige Jury der ITB BuchAwards hat zwei Bücher aus dem Malik Verlag ausgezeichnet

In der Kategorie: Länderwissen – aktuell. WM-Land 2018: Russland - Stephan Orth: »Couchsurfing in Russland. Wie ich fast zum Putin-Versteher wurde« (Malik Verlag)

Begründung der Jury: »Stephan Orth reiste von Couch zu Couch durch das größte Land der Erde, das im westlichen politischen Diskurs mehr und mehr als feindlicher Nachbar und nicht als besuchenswertes Land wahrgenommen wird – durch Russland. Seine faszinierenden und brillant geschriebenen Erlebnisse als »Couchsurfer« von St. Petersburg bis Wladiwostok führen zu den ganz normalen, gastfreundlichen Menschen mit all ihren Sehnsüchten, Träumen und alltäglichen Sorgen. […] Eine interessante und zugleich angenehm freundliche Erkundung der sogenannten »russischen Seele«.«

»Seine faszinierenden und brillant geschriebenen Erlebnisse als »Couchsurfer« ... führen zu den ganz normalen, gastfreundlichen Menschen mit all ihren Sehnsüchten, Träumen und alltäglichen Sorgen. «


ITB Jury

Blick ins Buch
Couchsurfing in RusslandCouchsurfing in Russland

Wie ich fast zum Putin-Versteher wurde

Oligarchen und Kartoffelbauern, Kalaschnikows und eingemachte Gurken, orthodoxe Christen und Hippies – Stephan Orth, seit über zehn Jahren als Couchsurfer unterwegs, begibt sich auf die Suche nach dem wahren Russland, jenseits von dem, was Nachrichten und Propaganda daraus machen. Er fährt von Moskau über Wolgograd bis Grosny im Süden, von Jekaterinburg über Irkutsk und den Baikalsee nach Wladiwostok im Osten. Dabei stößt er nicht nur auf Putinanhänger, Waffennarren und wodkabeseelte Machos, sondern auch auf viel Herzlichkeit, unentdeckte Attraktionen und großartige Landschaften. Von Couch zu Couch, von Gastgeber zu Gastgeber ergibt sich ein differenzierteres und persönlicheres Bild. Mitreißend erzählt Stephan Orth von haarsträubenden Abenteuern und überraschenden Begegnungen.

Angekommen

Hinter der Absperrung geht es 500 Meter in die Tiefe, wir stehen am Rand eines riesigen Kraters. »Willkommen am Arschloch der Welt!«, ruft die Leiterin der Dezernate Kultur und Jugend der Stadtverwaltung. Sie hält ihr Handy hoch, um ein paar Selfies unserer kleinen Gruppe zu knipsen. Lächeln. Klick. Victory-Zeichen. Klick. Arme hochreißen, »Ein bisschen näher zusammen!«. Klick. »Und jetzt alle richtig bescheuert gucken!« Klickklickklick. Wie Teenager am Schloss Neuschwanstein oder am Roten Platz.
Die Luft riecht nach Schwefel und verbranntem Holz, die Abendsonne hängt tief am Himmel und taucht den staubigen Dunst ringsum in rötliches Licht. Sonnenuntergangsromantik auf Apokalyptisch. Am Geländer der Aussichtsplattform hängen Liebesschlösser mit den Namen von Hochzeitspaaren. Julija und Sascha. Schenja und Sweta. Wjatscheslaw und Marija. Der Bund fürs Leben, besiegelt am Eingang zur Hölle, ein Treueschwur an der absurdesten Touristenattraktion des Planeten.
Ich kenne die Menschen nicht, mit denen ich Gruppenfotos mache. Gerade haben sie mich an einem winzigen Flughafen abgeholt, an dem mehr Hubschrauber als Flugzeuge parken und mehr ausrangierte Flugzeuge als solche, die noch starten und landen können.
Sie kamen zu dritt: die Kulturbeauftragte, die Referentin für industrielle Angelegenheiten und der Student. Unterhalten haben wir uns bislang nicht, dafür war die Musik zu laut. Im Lada Priora mit der Heckscheibenaufschrift »Street Hunters« vibrierten die Sitzpolster. Der Fahrstil des Studenten und seine Angewohnheit, bei Tempo 75 beide Hände vom Lenker zu nehmen, um sie im Takt in der Luft herumwirbeln zu lassen, kennzeichneten ihn als jemanden, der schon mit zwanzig nicht mehr viel vom Leben erwartet.
Wo zum Teufel bin ich?
Antwort von Wikipedia: Mirny, Republik Jakutien, Ferner Osten Russlands, 37 188 Einwohner laut Zensus von 2010. Bürgermeister Sergej Alexandrow, Postleitzahlen 678 170 bis 678 175 sowie 678 179.
Antwort von Google Maps: zwischen Tschernyschewskij, Almasny, Tas-Jurjach, Tschamtscha, Lensk, Suntar, Scheja Malykaj, Njurba, Werchnewiljujsk, Nakanno, Oljokminsk und Morkoka. Die Bezeichnung »Nachbarorte« wäre allerdings irreführend, sie befinden sich in einem Radius von 400 Kilometern um Mirny verteilt.
Der Reiseführer antwortet: nichts. Dem »Lonely Planet« ist Mirny ein bisschen zu lonely.
Und meine Antwort? Genau da, wo ich hinwollte. Selfies vor Neuschwanstein kann jeder, zum Taj Mahal muss niemand mehr hinfahren, weil es schon sieben Milliarden Fotos davon gibt. Ich habe genug Schönheit auf Reisen gesehen, um nun bereit für das andere Extrem zu sein. Nicht die Hässlichkeit einer Kakerlake auf dem Küchenboden oder eines kaputten Autoreifens im Straßengraben. Peanuts. Ich meine Anti-Ästhetik von einem Ausmaß, dass einem die Sinne schwinden. Reisen als Horrorfilm oder Thriller, David Fincher statt Rosamunde Pilcher, Hässlichkeit mit Wow-Effekt, Hässlichkeit mit Geschichte. Nur die Normalnull ist langweilig, interessant wird es an den Extrempunkten der Ästhetikskala. Alles eine Frage der Wahrnehmung, nach welchen Kriterien man ein Reiseziel auswählt.
Das »Arschloch der Welt«, so lautet der lokale Spitzname, ist eine Meisterleistung der Ingenieurskunst. Jahrzehntelange Arbeit, ausgefuchste Statik. Die zweitgrößte Anlage ihrer Art, weltweit. Und einen versteckten Schatz gibt es auch. So weit, so Weltkulturerbe-Kandidat. Gleichzeitig ist die offene Mine von Mirny nun wirklich keine Augenweide, allein das Wort »Weide« würde ja implizieren, dass hier irgendetwas wächst. Jahrzehntelang wurden Diamanten ausgebuddelt, ein paar Gramm Edelstein pro Tonne Boden. Glitzernde Reichtümer, verborgen irgendwo im Morast.
Schrägwände aus grauem Erdreich führen nach unten, ein paar rostige Rohre sind noch von den Förderanlagen übrig. Am gegenüberliegenden Kraterrand, 1200 Meter entfernt, wirken die achtstöckigen Wohnblocks von Mirny wie eine Legolandschaft.

Im Jahr 2004 legte Russlands Edelstein-Gigant Alrosa die »Mir«-Mine – der Name bedeutet »Frieden« – aus einem simplen Grund still: weil der Abgrund bald Gebäude der Stadt verschlungen hätte, wenn die Bagger ihn noch weiter ausgebaut hätten. Nun arbeiten die Diamantenschürfer im Untertagebau weiter.
»Kommen viele Touristen her?«, frage ich die Kulturbeauftragte.
»Haha, nein, eigentlich nur die Einwohner«, antwortet sie. »Deshalb haben wir dich zu dritt abgeholt, das ist schon etwas Besonderes.« Aber gerade sei ein Filmemacher aus Italien da, der nächstes Jahr einen Spielfilm drehen will. »Ich gehe morgen zum Casting, kannst ja mitkommen. Aber jetzt machen wir erst mal eine Stadttour!«
In ihren besten Jahren galt »Mir« als die ertragreichste Diamantenmine der Welt. 342,5 Karat wog der größte Diamant, der hier ausgegraben wurde. Er ist zitronengelb, so groß wie eine Cocktailtomate und mehrere Millionen Euro wert. Ein Sensationsfund verdient einen sensationellen Namen, also nannte man ihn »26. Kongress der Kommunistischen Partei der Sowjetunion«. Auch der »60. Jahrestag des Komsomol« (200,7 Karat) wurde hier freigesprengt. Nicht jedoch »70 Jahre Sieg im Großen Patriotischen Krieg« (76,07 Karat), der stammt aus der Jubilejnaja-Mine weiter nördlich.
»Bist du angeschnallt?«, fragt der Student, dann rasen wir in Schlangenlinien über Schotterpisten Richtung Stadt. Vorbei an einem Hügel mit der Aufschrift »Mir 1957 – 2004«, auf dem riesige ausrangierte Bagger stehen. Der Lada hüpft über Schlaglöcher, die Reifen quietschen, und die Arme des Studenten tanzen. Die beiden Damen von der Stadtverwaltung singen lauthals einen Song von Elbrus Dschanmirsojew mit: Ich bin ein brodjaga, ein Landstreicher ohne Geld, und ich heirate trotzdem die schönste Frau. Nach einigen Wochen unterwegs bin ich es gewohnt, herzlich begrüßt zu werden, aber ein solches Empfangskomitee habe ich noch nicht erlebt. Wegen der Musikbegleitung fällt die erste Stadtführung wenig detailliert aus und besteht darin, dass die beiden Frauen von der Rückbank Ortsbezeichnungen nach vorne brüllen. »Hauptstraße, Uliza Lenina! Stadtzentrum! Schule! Bibliothek! Kirche! Feuerwache! Kriegsdenkmal! Stalinbüste!«
Schmucklose Beton-Hochhäuser, viele ziemlich neu, und zweistöckige lang gezogene Holzbauten aus früheren Jahren säumen die Straßen. Kein Eingang ist ebenerdig, denn alle Häuser sind auf Stelzen gebaut, wegen des Permafrostbodens. Ohne diese Podeste würde durch die Heizungswärme im ostsibirischen Winter der Boden schmelzen, die Gebäude würden absinken. »Du solltest im Januar wiederkommen, da wird es minus vierzig, manchmal minus fünfzig Grad!«, ruft die Referentin für industrielle Angelegenheiten.
Bei Stalin steigen wir kurz aus. Der bärtige Diktator aus dunkelgrauem Stein blickt stolz in Richtung Stadtzentrum, er trägt eine oben zugeknöpfte Uniform mit Sowjetstern am Revers. Auf Stalins Befehl wurde in den Fünfzigerjahren in der Republik Jakutien massiv nach Diamanten gesucht, weil Sanktionen des Westens Russland in eine Wirtschaftskrise katapultiert hatten. Nur deshalb entdeckte man hier die Mine, nur deshalb errichtete man eine Stadt.
Laut Sockel wurde die überlebensgroße Büste 2005 aufgestellt, zum sechzigsten Jahrestag des Kriegsendes. Ich bringe meine Überraschung zum Ausdruck, hier ein Denkmal des Schreckensherrschers vorzufinden. »Im ganzen Land gibt es nur zwei oder drei Stalinstatuen, eine andere steht in Murmansk«, sagt die Kulturbeauftragte. Es habe zunächst Proteste gegeben. »Dann wurde abgestimmt, und viele Kriegsveteranen waren dafür. Bei uns geht es noch etwas kommunistischer zu als anderswo. Komm, wir zeigen dir dein Zimmer.«
Kurz darauf biegt der Lada mit Discosound in die Straße »40 Jahre Oktober« ein. Das wäre auch ein schöner Name für einen Diamanten, gemeint ist nicht der Monat, sondern die Revolution. Wir halten vor einem Holzhaus mit blauen Wänden, natürlich auf Stelzen. Die Kulturbeauftragte führt mich in den ersten Stock und schließt die schief in den Angeln hängende Tür mit der Nummer elf auf. »Normalerweise ist das eine Unterkunft für Lehrer, die in Mirny arbeiten«, sagt sie und gibt mir den Schlüssel. Mein Zimmer ist auf mindestens 35 Grad geheizt und enthält eine Schlafcouch, einen Kleiderständer und einen Flachbildfernseher. Hier darf ich kostenlos für die nächsten drei Tage wohnen.

Wahrheit Nummer 18:
Ich fühle mich willkommen. Willkommen am Arschloch der Welt.

Moskau
Einwohner: 11,5 Millionen
Föderationskreis: Zentralrussland


Bürokratie

Sechs Wochen vorher.

Wer auf Couchsurfing.com das Profil von Genrich aus Moskau aufruft, sollte sich für die folgende Stunde nichts vornehmen. Zumindest, wenn es nach Genrich aus Moskau geht.
Er schreibt: »Wer mich um einen Schlafplatz bittet, bestätigt damit, die Prinzipien des Zusammenlebens, die ich in meinem Profil aufgelistet habe, gelesen und verstanden zu haben, und verspricht, sich an sie zu halten.«
Oben links steht das Schwarz-Weiß-Foto eines Mannes, der auf der polierten Motorhaube eines Geländewagens sitzt. Er hat kaum Haare auf dem Kopf, dafür einen Vollbart, der den späten Dostojewskij neidisch gemacht hätte, und mustert den Betrachter mit ernsten Augen und tiefen Skepsisfalten auf der Stirn. Man könnte sich das Bild gut an der »Mitarbeiter des Monats«-Fotowand eines Inkasso-Unternehmens vorstellen.
Darunter erwarten den Leser 27 Bildschirmseiten mit Text. Ich erfahre, dass Genrich 31 Jahre alt ist und sich für A-capella-Gesang, Linguistik, Kochrezepte, orthodoxen Glauben, Motorräder, Poesie und »Auf-dem-Tisch-Tanzen« interessiert. In der Kategorie »Lieblingsfilme« listet er unter anderem »Easy Rider«, alles von Emir Kusturica und die »Deutsche Wochenschau« auf. Er spricht fließend Englisch, Französisch, Russisch, Deutsch, Polnisch und Ukrainisch und lernt gerade Altgriechisch, Arabisch, Georgisch und Latein.
Herzstück der Profilseite ist ein kompliziertes Regelwerk, wie sich ein Gast zu verhalten hat, verteilt auf mehrere Google-Dokumente mit Titeln wie »WICHTIGE NACHRICHT VON MIR FÜR DICH«, »Früher habe ich viel Zeit verschwendet« und »Wenn ich Gäste habe, lebe ich mit ihnen«. Falls Google-Dokumente an dem Ort, an dem sich der Leser gerade befindet, nicht zugänglich sind, gibt es dasselbe Schriftstück noch einmal über einen Link des russischen Yandex-Servers, verbunden mit dem Hinweis: »Und ja, das ist von Festlandchina aus zugänglich.«
Bei der Lektüre erfahre ich unter anderem:
●    dass bei Genrich keine zehn Zwerge hausen, die hinter jedem Besucher herwischen und den Boden staubsaugen,
●    dass seine Wohnung kein Backpacker-Hostel ist
●    und dass er sich dem Prinzip des »rationalen Egoismus« verbunden fühlt, weshalb er nur Leute einlädt, die er interessant findet.
Eine halbe Din-A4-Seite widmet er einem Satz, den er niemals in einer E-Mail lesen möchte, er lautet: »Ich bin offen, unkompliziert, mag Reisen und freue mich, neue Leute kennenzulernen.« Klingt doch ganz vernünftig? Nicht für Genrich. Eine solche Selbstbeschreibung findet er auf einem Online-Reiseportal trivial und nichtssagend. Und da man diesen Satz vermutlich aus einem anderen Profil kopiert habe, sei das heutzutage doch nur »eine Art zu sagen: ›Ich bin ein fauler Idiot.‹«
Apropos: Ein weiterer Klick führt zur »Checkliste für Couch-Anfragen« für »extrem Vielbeschäftigte und extrem Faule«. Das weckt Hoffnungen, den Bewerbungsprozess beschleunigen zu können. Ist aber eine Falle. Auf dem Bildschirm erscheint ein Formular, in dem neun Häkchen gesetzt werden müssen, die ¬zusammengenommen eine Art Eid ergeben: »Ich werde keine Copy/Paste-Anfrage senden«, »Meine Entscheidung, diese Person zu kontaktieren, hat einen tiefer gehenden Grund, den ich in meiner E-Mail erwähnen werde und von dem ich denke, dass er dem Gastgeber gefallen wird«, »Ich habe den hier verlinkten Artikel zu Prinzipien des Zusammenlebens gelesen, werde mich daran halten und werde im Fall einer Kontaktaufnahme alle Punkte erwähnen, in denen mein Verständnis von Gastfreundlichkeit abweicht«.
Der dazugehörige Link führt – wie gesagt, es ist eine Falle – zu einem 79 Bildschirmseiten umfassenden Dokument auf der Seite WikiHow.com mit Gedanken und Illustrationen zu Themen wie Pünktlichkeit, Körperhygiene, Gastgeschenke, Verweildauer und Klobenutzung.
Klickt man nun, zurück im Ankreuzformular, auf »Kann losgehen!«, ohne alle neun Häkchen gesetzt zu haben, erscheint an jedem fehlenden Feld der Hinweis »Ich würde mit Nachdruck vorschlagen, dass du diesen Punkt nicht überspringst« nebst einem schwarzen Ausrufezeichen in gelbem Kreis. Ein harter Brocken, dieser Genrich. Aber mich reizen harte Brocken, also schreibe ich ihm: »Priwjet, liebes Backpacker-Hostel ›Genrich‹! Ich bin offen, unkompliziert, mag Reisen und freue mich, neue Leute kennenzulernen. Hast du eine Couch für mich?«

In der Kategorie: Reise-Bildband Lutz Jäkel und Lamya Kaddor: »Syrien. Ein Land ohne Krieg« (Malik Verlag)

Begründung der Jury: »Das Alltagsleben in Syrien vor 2011, bevor der Aufstand gegen das Assad-Regime begann, führen die Bilder des Islamwissenschaftlers, Syrienkenners und Fotografen Lutz Jäkel eindringlich vor Augen. Zusammen mit der Religionspädagogin und Autorin Lamya Kaddor sowie mit weiteren deutsch-syrischen und deutschen Autoren ist dieser Bild-Textband als ein einzigartiger, berührender Appell zu bewerten, die viel zu vielen zerstörerischen Waffen in der Welt endlich ruhen zu lassen.«
 

Syrien. Ein Land ohne Krieg
Syrien ist ein reiches Land. Historisch, kulturell, menschlich. Stets war es ein Scharnier zwischen Orient und Okzident, eine Durchgangsregion für den Fernhandel an der Weihrauch- und Seidenstraße. Zahlreiche Völker und Religionen haben ihre Spuren hinterlassen und das Gebiet zu einem der schönsten, bedeutendsten Kulturräume der Welt gemacht. Dieser Band lenkt unseren Blick auf das Land und seine Menschen. Mit rund 200 ausdrucksstarken Fotos von Lutz Jäkel, die in den Jahren vor Ausbruch des Krieges entstanden. Herausgegeben von der deutsch-syrischen Bestsellerautorin Lamya Kaddor, mit Beiträgen namhafter syrischer, deutsch-syrischer und deutscher Autoren, die ihre Gedanken an ihre Heimat, an das Land ihrer Eltern und ihrer Reisen festhalten. Eindrucksvoll dokumentiert der Band den Alltag vor 2011, zeigt, wie man in Syrien lacht und einkauft, arbeitet und isst, betet, raucht, diskutiert, feiert. Ein gleichermaßen persönliches wie breites Bild - und ein Brückenschlag voller Hoffnung und Empathie.  

Die ITB BuchAwards sind die einzigen von der weltweitgrößten Reisemesse vergebenen Auszeichnungen für touristische Publizistik. Die Preisverleihung findet am 9. März im Rahmen der ITB in Berlin statt.

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