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Zodiac - Weg der Sterne

Zodiac - Weg der Sterne

Roman

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Zodiac - Weg der Sterne — Inhalt

Um ihre Heimat zu retten und die Galaxie vor dem 13. Haus zu schützen, hat die junge Rho alles in eine Waagschale geworfen - und verloren. Nach schweren Verlusten, Vorwürfen und Demütigungen hat sie nun die Chance, ein ruhiges Leben im Flüchtlingscamp im Haus Steinbock zu führen. Doch Rho kann die schrecklichen Verbrechen der Terrorgruppe Marad nicht vergessen - ebensowenig wie den Hüter des 13. Hauses, Ochus, der sie immer wieder in ihren Alpträumen heimsucht. Als sich Berichte über Angriffe der Marad häufen und Rho eine mysteriöse Nachricht erreicht, weiß sie, dass sie handeln muss, bevor Zodiac im Chaos versinkt. Rho begibt sich auf eine gefährliche Suche nach der Wahrheit, die sie durch die ganze Galaxie führen wird.

€ 9,99 [D], € 9,99 [A]
Erschienen am 01.04.2016
Übersetzt von: Michaela Link
368 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-97365-6

Leseprobe zu »Zodiac - Weg der Sterne«

PROLOG

 

Wenn ich an Mom denke, denke ich an den Tag, an dem sie uns verlassen hat. Es gibt Dutzende von Erinnerungen, die mich verfolgen, aber diese Erinnerung kommt immer zuerst und verdrängt mit ihrer Macht alle anderen Gedanken.

Ich wusste, dass etwas nicht stimmte, als ich von den Helios-Strahlen – und nicht von Moms Pfiff – aufwachte. Jeden Tag wurde ich vom leisen Ruf der schwarzen Muschel geweckt, die Dad bei ihrem ersten Date für Mom aufgelesen hatte. Sie steckte sich damit die langen Locken hoch und zog sie nur zu unseren täglichen Übungen [...]

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PROLOG

 

Wenn ich an Mom denke, denke ich an den Tag, an dem sie uns verlassen hat. Es gibt Dutzende von Erinnerungen, die mich verfolgen, aber diese Erinnerung kommt immer zuerst und verdrängt mit ihrer Macht alle anderen Gedanken.

Ich wusste, dass etwas nicht stimmte, als ich von den Helios-Strahlen – und nicht von Moms Pfiff – aufwachte. Jeden Tag wurde ich vom leisen Ruf der schwarzen Muschel geweckt, die Dad bei ihrem ersten Date für Mom aufgelesen hatte. Sie steckte sich damit die langen Locken hoch und zog sie nur zu unseren täglichen Übungen heraus.

Aber dieser Morgen dämmerte unangekündigt herauf. Ich kletterte aus dem Bett, zog meine Schuluniform an und suchte im Bungalow nach meinen Eltern.

Als Erstes sah ich Stanton. Er stand in seinem Zimmer auf der anderen Seite des Flurs, das Ohr an die Wand gepresst. »Warum bist du …?«

»Scht.« Er zeigte auf den Riss in der Wand aus Sand und Muscheln, durch den er belauschen konnte, was im Zimmer unserer Eltern gesprochen wurde. »Da ist etwas im Gange«, flüsterte er.

Ich erstarrte gehorsam und wartete auf das nächste Stichwort meines großen Bruders. Stanton war zehn, daher besuchte er die Schule einer schwimmenden Stadt, zusammen mit Jewel Belger, unserer Nachbarin. Ihre Mom würde jeden Moment kommen, um ihn abzuholen, und Stanton war noch im Schlafanzug.

Während der qualvollen Sekunden des Schweigens malte ich mir jedes erdenkliche Szenario aus, angefangen damit, dass bei Mom eine tödliche Krankheit diagnostiziert worden war, bis hin zur Entdeckung einer unschätzbar kostbaren Perle, die uns reich machen würde. Als Stanton endlich vom Riss zurücktrat, zog er mich in den Flur, und genau in dem Moment kam Mom aus dem Schlafzimmer gestürmt.

»Stanton, komm bitte mit«, sagte sie, als sie mit schnellen Schritten an uns vorbeiging. In letzter Zeit suchte sie immer, wenn sie mit Dad gestritten hatte, Trost bei meinem Bruder. Er eilte eifrig hinter ihr her, und obwohl ich mich danach sehnte, den beiden zu folgen, wusste ich, dass Mom das nicht gefallen würde. Wenn sie mich hätte dabeihaben wollen, hätte sie es gesagt.

Ich schaute durch eins der vielen Fenster des Bungalows, während Mom Stan in den Kristall-Leseraum führte, den Dad am Ufer der inneren Lagune, direkt bei seinen Nar-Muscheln, für sie gebaut hatte. Es war eine Miniaturausgabe der Kristallkuppel auf Elara, in der höchstens drei Leute Platz fanden. Ich habe Mom jeden Abend beobachtet, während sie die Kuppel betrat und ihre Gestalt hinter den dicken Wänden zu einem nebligen Schatten verschwomm, während sie im Sternenlicht ihre Ephemeride las.

Ein kleiner Schoner legte an unserem Steg an, und Jewel sprang heraus, ihre krausen Locken wehten in der salzigen Brise. Als sie zu unserer Haustür lief, hörte ich Dads Schritte auf der Treppe. Er ging hinunter, um sie zu begrüßen. Ich schlich leise hinter ihm her und blieb auf dem Treppenabsatz, um zu lauschen.

Dad tauschte mit Jewel die Handberührung und winkte Mrs Belger in der Ferne zu. »Stan geht heute nicht zur Schule«, sagte er, als Mrs Belger von ihrem Schoner aus den Gruß mit einem Hornsignal erwiderte.

»Oh«, sagte Jewel und klang extrem enttäuscht. »Ist er krank?«

Ich kroch ein Stück weiter hinter dem Geländer vor, und Jewels durchdringende lavendelblaue Augen blitzten zu mir hoch. Ihre kastanienbraunen Wangen verdunkelten sich, und sie wandte den Blick ab, entweder aus Schüchternheit oder um zu verhindern, dass Dad meine Anwesenheit bemerkte.

»Ein bisschen«, antwortete Dad.

Mir verschlug es vor Schreck fast den Atem – ich hatte meine Eltern noch nie lügen hören. Krebse betrügen nicht.

»Kann ich … Können Sie ihm sagen, dass ich hoffe, dass er bald wieder gesund wird?«

Ich betrachtete Dads früh kahl werdenden Hinterkopf, als er nickte. »Das mache ich. Ich wünsche dir einen schönen Schultag, Jewel.« Als er Mrs Belger noch einmal zuwinkte, schlüpfte ich lautlos hinter ihm davon und verließ das Haus durch eine Nebentür.

Ich ging um unseren Bungalow herum. Jewel wartete auf mich an dem kleinen Teich mit Seerosen, die Mom so hingebungsvoll pflegte, dass sie immer nach ihnen duftete.

»Geht es Stanton gut?«, platzte sie heraus, als ich zu ihr kam. Ihre Haut wurde vor Verlegenheit wieder dunkler.

»Ja.« Ich zuckte die Achseln.

»Er hat mir erzählt, dass eure Eltern oft streiten …« Sie ließ den Satz sanft zwischen uns in der Luft hängen, eine Einladung, mit ihr als einer Freundin zu reden, obwohl ich erst sieben und sie in Stantons Alter war. Ihre Aufmerksamkeit gab mir das Gefühl, wichtig zu sein, daher wollte ich etwas Besonderes mit ihr teilen – ein Geheimnis.

»Stanton ist gar nicht krank. Er ist bei Mom. Sie und mein Dad haben sich gerade gestritten.«

Das schien Jewel mehr zu sagen als mir, denn sie verzog besorgt das Gesicht und meinte: »Das ist nicht gut für ihn … in ihre Auseinandersetzungen hineingezogen zu werden. Ich glaube, es macht ihn alt.«

Dann lief sie zu dem Schoner ihrer Mom, und als sie davonsegelten, blickte Jewel sehnsüchtig zu unserem Bungalow zurück. Was sie gesagt hatte, machte mir Sorgen, obwohl ich es nicht ganz verstand. Ich machte mich auf den Weg zum Kristallraum.

Die dicken funkelnden Mauern spiegelten mich im Sonnenlicht wider, statt zu erhellen, was innen vorging. Ich schlich geduckt um den Raum herum, damit Mom oder Stanton mich nicht entdeckten, schirmte die Augen mit den Händen ab und spähte mit zusammengekniffenen Augen hinein.

Vor Kurzem hatte Stanton in der Schule seine erste Welle bekommen, und nun saß er auf dem Boden des Lesezimmers und gab Informationen in das Gerät ein. Mom hatte ihre Ephemeride eingeschaltet und umkreiste den dargestellten Weltraum, während sie für Stanton Worte herunterrasselte, die ich nicht hören konnte.

Ganz langsam und so vorsichtig wie möglich öffnete ich einen Spaltbreit die Tür.

»Nachdem du die drei Wechslinge gesäubert hast, wirfst du sie mit einer Prise Meersalz und Süßwassergeißblatt aus dem Garten auf den Grill. Ich denke, das sollten genug Rezepte sein. Lass uns mit Rhos Morgenübungen weitermachen.«

»Mom, aber warum erzählst du mir das?«, fragte Stanton in jammerndem Tonfall und vermutlich nicht zum ersten Mal. Obwohl er unglücklich klang, tippte er gehorsam auf dem holografischen Bildschirm seiner Welle herum und speicherte die Informationen.

»Ich wecke Rho gern drei Stunden zu früh und frage sie über die Häuser ab«, fügte Mom hinzu, als hätte Stanton nichts gesagt. »Nachdem sie alle zwölf Yarrot-Posen durchlaufen hat, muss sie sich zentrieren und mindestens eine Stunde lang mit den Sternen kommunizieren …«

Mom brach plötzlich ab, und unter ihrem gletscherkalten Blick verflüssigte sich jedes Molekül meines Seins. Sie sah mir durch den schmalen Spalt in der Tür direkt ins Gesicht.

Die Tür wurde nach innen aufgerissen, und ich wäre beinahe gefallen. Nachdem ich mich aufgerappelt hatte, warf ich einen schnellen Blick auf meinen Bruder, der mit angehaltenem Atem zwischen Mom und mir hin- und herschaute. Ich wappnete mich gegen Moms Zorn, weil ich gelauscht hatte – nur dass sie nicht böse wirkte.

»Du solltest auf dem Weg in den Unterricht sein, Rho.« Sie suchte hinter mir nach einem Zeichen von Dad. Ich drehte mich auch um, aber er war noch im Bungalow. Als ich Mom wieder ansah, schaute sie mich mit demselben intensiven Blick wie vor einer Woche an, als sie mich gewarnt hatte, dass meine Ängste real seien.

In diesem einen Moment kamen sie mir durchaus real vor. Jede Furcht einflößende Möglichkeit, vor der mir zuvor gegraut hatte, ging mir wieder durch den Kopf, und ich fragte mich, was Mom dazu gebracht haben könnte, Stanton die Details ihres täglichen Lebens zu diktieren. Irgendetwas ging hier vor – etwas Schreckliches. Mein Magen krampfte sich zusammen, als hätte ich zu viele Zuckeralgen auf einmal gegessen, und ich konnte die Unwissenheit nicht ertragen.

Mom strich mir zärtlich über das Gesicht, ihre Berührung mehr Flüstern als Worte. »Deine Lehrer irren sich, weißt du.« Es war einer ihrer Lieblingssätze. »Es gibt keine zwölf Menschentypen im Universum – es gibt nur zwei.« Sie blickte auf die Perlenkette auf meiner Brust, die ich die ganze Woche nicht abgelegt hatte. Die Perle des Krebses lag nicht in der Mitte, aber zum ersten Mal rückte Mom sie nicht zurecht. »Die, die stillstehen und versuchen, sich anzupassen … und die, die herauszufinden versuchen, wo sie hingehören.«

Das war das Letzte, was meine Mutter je zu mir sagte. Als Dad mich an diesem Morgen auf dem Wasserläufer zur Schule brachte – mit Verspätung –, wusste keiner von uns, dass Mom bei unserer Rückkehr fort sein würde.

Dad lebte sein Leben hauptsächlich in seinem Kopf, daher war er kein großer Redner. Aber an diesem Morgen brach er unser übliches Schweigen, indem er sagte: »Rho … deine Mom und ich lieben dich sehr. Wenn wir uns streiten, hat das nichts mit dir oder deinem Bruder zu tun. Das weißt du doch, oder?«

Ich nickte. Er sprach leise und in dem beruhigenden Ton, den er nach einem Streit immer benutzte. Also wagte ich es. »Dad … warum hast du Jewel angelogen? Was passiert wirklich mit Stanton und Mom?«

Ich konnte es Dad ansehen, dass er lieber nicht antworten würde, aber nach einem Streit war er immer entgegenkommend. Mit einem schwachen Seufzer sagte er: »Ich hätte nicht lügen sollen, Rho. Es tut mir leid, dass du das gehört hast. Es tut mir außerdem leid, dass ich dir keine Antwort geben kann, denn ich habe keine. Du weißt ja, wie deine Mom ist … sie hat eine Phase. Wenn du nach Hause kommst, wird sie wieder die Alte sein.«

In dem Moment verstand ich, was Jewel damit gemeint hatte, dass zu viele Informationen jemanden alt machen konnten. Ich wollte Dad glauben – den Zweifel und die Sorge und das flaue Gefühl im Magen, das immer noch nicht verschwunden war, verdrängen. Aber das Ausbleiben des Liedes der schwarzen Muschel an diesem Morgen kam mir mehr wie ein Omen vor.

Mom hatte recht.

(Das hatte sie meistens.)

Ängste sind real.

 

 

 

KAPITEL 1

 

Zwölf Flaggen, auf jeder ein Zeichen eines Zodiac-Hauses, liegen zerfetzt vor mir auf einem kahlen Feld, das sich endlos in alle Richtungen erstreckt.

Ich kann gerade noch die Wappen ausmachen, die fein säuberlich unter die Namen der Häuser genäht sind – eine dunkelblaue Krabbe, ein purpurfarbener Löwe, ein tintenschwarzer Skorpion. Verkrustet mit Blut und Dreck übersäen die vernichteten Stoffe das leblose Land wie Leichen einer vergessenen Schlacht.

Es ist kein Laut zu hören, nichts bewegt sich in der staubigen Ferne. Selbst der Himmel ist ausdruckslos – er ist einfach nur eine durchgängig farblose Fläche. Doch die Stille ist alles andere als ruhig. Man hat das Gefühl, als halte der Tag die Luft an.

Ich drehe mich in einer kleinen Kreisbewegung, um meine Umgebung zu betrachten, und weit entfernt im Osten erkenne ich einen steilen Hügel, der die einzige Unterbrechung der flachen Landschaft darstellt. Ich konzentriere mich fest auf den Hügel und stelle mir vor, wie ich ihn besteige, um den Blick über das Tal unter mir schweifen zu lassen, und schon bald verändert sich das Bild, das sich mir bietet. Als das weite Tal sich immer schärfer abzeichnet, unterdrücke ich einen entsetzten Aufschrei …

Tausende Tote übersäen die pulvrige Erde, die Uniformen ein Regenbogen aus Farben. Wie eine schaurige Flickendecke aus menschlichen Körperteilen.

Ich sacke auf den Boden und hätte fast die Glaskugel in meiner Hand zerbrochen. Dann schließe ich die Augen, weil ich vergesse, dass Albträume im Dunkeln gedeihen. Auch hier ist alles voller Leichen.

Hunderte erstarrter junger Krebse in glitzernden Anzügen schweben für immer durch den schwarzen Raum meines Geistes. Ich schüttle den Kopf, und das Bild springt zu den Jungfrau-Schiffen, die in Flammen aufgehen, die Luft vom Gestank brennenden Fleisches und Metalls erfüllt.

Dann die kleinen verbrannten Leichen der einst so lebhaften Bewohner der Zwillinge.

Die Wracks unserer einstigen geeinten Armada.

Ich hole bebend Luft, als das nächste Bild Gestalt annimmt: die vertrauten schwarzen Locken, das Alabastergesicht, die indigoblauen …

Ich reiße die Augen auf und presse die leuchtende Glaskugel in meiner Faust. Das Tal der Leichen verschwindet, als die Bilder und Geräusche der Realität in meinen Kopf rauschen, als sei ich gerade nach einem Tauchgang durch die Wasseroberfläche gebrochen.

Das kahle Feld hat sich wieder in einen großen sterilen Raum zurückverwandelt, durch den sich deckenhohe Regalreihen mit Hunderttausenden identischen Glaskugeln ziehen. Sie werden Schneekugeln genannt, und jede trägt eine Rekonstruktion eines bestimmten Moments in sich.

Ich stelle die Erinnerung, die ich gerade angeschaut habe, an ihren Platz im Regal zurück:

 

Haus Steinbock

Trinärachse

Erinnerungen des Weisen Huxley

 

Nach einem Moment geht das weiße Licht der Kugel aus.

Ich komme seit zwei Wochen regelmäßig in die Membrex 1206 und durchkämme die Erinnerungen des Hauses Steinbock an die Trinärachse, auf der Suche nach Antworten auf meine tausend Fragen. Ich wünsche mir verzweifelt irgendwelche Zeichen, die mich zu Ophiuchus führen oder uns helfen könnten, die Marad zu besiegen oder Zodiac wieder Hoffnung zu bringen.

Bisher habe ich keine gefunden.

Auf dem Tisch summt meine Welle, und ich reiße sie auf, gespannt auf Neuigkeiten. Ein zwanzigjähriger Junge mit den gleichen blonden Locken, der gleichen sonnengeküssten Haut und den gleichen hellgrünen Augen wie ich sendet sein Hologramm in den Raum.

»Rho – wo bist du?«

Stanton betrachtet verwirrt die Membrex (einen Raum, der mit der Technik ausgestattet ist, um die Schneekugeln aufzuschließen), in der wir uns befinden. Er trägt seinen Neoprenanzug und kneift im Licht von Helios’ Strahlen die Augen zusammen, daher muss er noch am Strand sein und helfen.

»Ich bin im Zodiax … ich sehe nur etwas nach.«

Ich habe meinem Bruder nicht gesagt, was ich hier wirklich treibe – tief unter der Erde von Tierre, dem einzigen Planeten des Hauses Steinbock –, während er als Freiwilliger in der oberirdischen Krebssiedlung arbeitet. »Schon irgendwelche Zeichen von seinem Schiff?«, frage ich, bevor ich mich bremsen kann.

»Wie ich dir in dieser Stunde schon zwölf Mal gesagt habe, ich gebe dir Bescheid, wenn er hier ist. Du solltest dir nicht so viele Sorgen machen.« Stanton sieht aus, als wolle er noch etwas sagen, aber dann schaut er zur Seite, auf etwas, das am Strand passiert. »Ich muss Schluss machen; die letzte Arche des Tages hat gerade neue Kisten abgeworfen. Wann kommst du?«

»Ich bin unterwegs.« Die Steinböcke haben unsere Leute auf ihren Archen zum Krebs und wieder zurück gebracht und der stürmischen Oberfläche des Planeten getrotzt, um die Pflanzen und Tiere unserer Welt zu retten. Die Krebse aus der Siedlung haben unseren Arten geholfen, sich an Tierres kleines Meer anzupassen.

Stantons Hologramm erlischt, und ich rufe auf meiner Welle das Buch auf, in dem ich mir die Schneekugeln notiere, die ich untersucht habe, und trage die heutigen Updates ein. Um den Raum zu verlassen, passiere ich einen biometrischen Körperscanner, der dafür sorgt, dass die einzigen Erinnerungen, die ich mitnehme, meine eigenen sind.

Draußen in dem schwach beleuchteten Flur streiche ich mit der Hand über die glatte Steinmauer, bis meine Finger sich um einen quadratischen Metallriegel schließen. Ich ziehe daran, um eine versteckte Tür zu öffnen, und als ich hindurchschlüpfe, fällt der Boden unter mir weg.

Mein Magen kribbelt, während ich durch ein abschüssiges, schmales Rohr hinunterrutsche, das mich auf den federnden Boden eines Bahnsteigs schießt. Seine Nachgiebigkeit erinnert mich an meinen Schlagzeugteppich, nur dass er von Reihen symmetrischer Kreise durchsetzt ist, die entweder rot oder grün aufleuchten, je nachdem, ob hier ein Platz im Zug frei ist.

Ich trete in einen der grünen Kreise, und fast sofort erklingt unter meinen Füßen ein Windrauschen und das Zischen von Kolben – dann öffnet sich der Kreis, in dem ich stehe.

Ein Luftdruckstoß saugt mich hinab, und schon fahre ich mit der Ader, dem Zugsystem, das sich durch den Zodiax bohrt.

»Zodiac-Kunst des ersten Jahrtausends«, verkündet eine kühle Frauenstimme. Ich halte mich an dem Griff über mir fest, als der Wind die Richtung wechselt, und eine Locke fällt mir ins Gesicht, während wir nach oben schnellen.

Der Zodiax ist ein unterirdisches Gewölbe, das eine Schatztruhe voller Wahrheiten enthält, wie das zehnte Haus es nennt: die gesammelte Weisheit des Zodiac. Hier unten gibt es Museen, Galerien, Theater, Membrexe, Auditorien, Restaurants, Lesesäle, Forschungslabors, Hotels, Einkaufszentren und mehr. Als Mom es mir einmal beschrieben hat, sagte sie, der Zodiax sei wie ein Gehirn, und die Ader sei sein Neuronennetz und transportiere Personen so schnell wie feuernde Synapsen, auf Strecken, die nach Themen statt nach Geografie angelegt seien.

Zwei Steinbockfrauen in schwarzen Roben sitzen in meinem Abteil – eine ist hochgewachsen mit dunklen Gesichtszügen, die andere klein mit einem rötlichen Teint. Wir verlangsamen für einen halben Moment an den »Großen Zodai dieses Jahrhunderts«, und die kleinere Frau wird auf einen Bahnsteig gesogen.

»Oberfläche, Krebssiedlung.«

Ich drücke auf einen Knopf an meinem Griff und lasse los. Ich werde auf den federnden Boden eines weiteren Bahnsteigs hinaufgeweht, und biometrische Körperscanner durchsuchen mich erneut, als ich den Zodiax verlasse.

Draußen hebe ich instinktiv die Hand, um die Augen gegen Helios’ Licht abzuschirmen. Die ohrenbetäubende Stille wird sofort von Geräuschen krachender Wellen, Tierrufen und fernen Gesprächen abgelöst. Während meine Augen sich an die Helligkeit gewöhnen, entdecke ich Herden von Meeresziegen (das heilige Symbol des Hauses Steinbock), die am Rand des Wassers grasen und spielerisch miteinander kämpfen, und Terrasauren mit ihren langen Körpern und im Tageslicht glänzender Schuppenhaut, die zwischen den Felsen entlang des Meerufers umherhuschen. Hoch über uns kreisen Hornfalken am sonnengebleichten Himmel, in der Hoffnung, die Kleinschweine zu erbeuten, die sich zwischen den Gräsern tummeln.

Tierre ist der größte bewohnte Planet in unserer Galaxie und besitzt eine einzige große Landmasse – Verity. Vor mir trifft der rosafarbene Sandstrand des Planeten auf das Blau des Meeres, und hinter mir wachsen wilde Wälder bis an den Rand von Vulkanen, die in der Ferne den schneebedeckten, bis in den Himmel ragenden Bergen Platz machen. Die Aussicht wird gelegentlich von dem langen Hals einer Flauschgiraffe durchbrochen, die sich nach einem frischen Baumblatt ausstreckt.

Dieser Ort ist das Paradies eines jeden Landliebhabers – was Sinn macht, wenn man bedenkt, dass Steinbock ein Kardinalhaus ist und das Element Erde repräsentiert. Die Leute leben hier in bescheidenen Häusern auf riesigen Landparzellen mit vielen freilaufenden Haustieren.

Die Krebskolonie wird entlang der westlichen Küstenlinie von Verity erbaut, da unser Volk sich – wie vorherzusehen war – dafür entschieden hat, sich in der Nähe unseres Kardinalelements Wasser niederzulassen. Als ich in unsere Siedlung komme, arbeiten Gruppen Krebse an ihren jeweiligen Aufgaben. Einige bauen Bungalows aus rosafarbenem Sand und Muscheln, andere hacken Meeresfrüchte auf flachen Steinen für Sushi, und wieder andere – darunter Stanton – stehen knietief in Neoprenanzügen im Meer und kümmern sich um die frisch eingetroffenen Arten. Als ich an den einzelnen Gruppen vorbeigehe, starren sie mich nicht mehr an. Nicht wie zu Anfang.

Vor einem Monat haben die Krebse, die ich auf Zwillinge getroffen habe, auf meiner Unschuld beharrt und geschworen, dass die anderen Häuser mit dieser Beleidigung gegen Krebs nicht davonkommen würden. Dann sind wir vor drei Wochen nach Steinbock gekommen, und die Krebse hier haben kaum mit mir gesprochen. Ihre zornigen Blicke und ihr vielsagendes Schweigen haben klargemacht, dass sie sich nicht für meine politischen Fehler interessieren – ihre einzige Sorge gilt der Rettung dessen, was von unserer Welt noch übrig ist.

Ich wate durch ein flaches Meer aus kriechenden Hakenkrabben, Miniaturseepferdchen, Schwärmen schillernder Wechslinge (blaue Fische, die rot werden, wenn sie Gefahr spüren) und einigen jüngst freigelassener Krabbenhaibabys zu Stanton hinüber. Neben meinem Bruder steht Aryll, ein siebzehnjähriger Krebs, der mit uns von Zwillinge hierhergekommen ist. Sie sind gerade dabei, einen weiteren Schwarm Wechslinge ins Meer zu entlassen.

Statt sie zu stören, bleibe ich zurück und suche den Himmel nach dem metallischen Schimmer eines herannahenden Raumschiffs ab. Es geht auf Sonnenuntergang zu. Er sollte längst hier sein.

»Du siehst hübsch aus heute«, bemerkt Stanton, als er mich entdeckt. Nur dass es aus seinem Mund weniger ein Kompliment als eine Frage ist. Er sucht mit dem Blick mein türkisfarbenes Kleid nach Hinweisen ab, bevor er sich wieder dem Wasser zuwendet.

Aryll dreht sich um und lässt sein blaues Auge über mein Outfit wandern; eine graue Klappe bedeckt die Stelle, an der früher sein linkes Auge war. Er lässt ein jungenhaftes Lächeln aufblitzen, bevor er wieder einen stantonmäßigen Ausdruck der Missbilligung annimmt. Obwohl ich weiß, dass er uns beide mag, schlägt er sich in so ziemlich allem auf die Seite meines Bruders.

»Das macht nichts, ich kann euch trotzdem helfen.« Ich komme näher und lasse den Saum meines Kleides nass werden, um Stanton zu zeigen, dass ich nicht pingelig bin.

»Rho, nicht«, sagt er mit einem Anflug von Ungeduld. »Wir sind fast fertig. Warte einfach.«

Ich tue wie geheißen und sehe zu, wie mein Bruder und Aryll die Fische freilassen. Die Wechslinge sehen radioaktiv aus, als ihre feurigen Leiber das blaue Wasser rot färben, aber schon bald kühlt ihre Färbung ab, und sie verschwinden in den Tiefen des Meeres. Die kleinen und pflegeleichten Wechslinge haben sich bisher am besten an Steinbock angepasst.

Stanton öffnet die letzte geschlossene Kiste, die neben ihm im Wasser treibt, dann lassen er und Aryll Hakenkrabben frei. »So ist’s gut, aber pass auf ihre Scheren auf«, sagt Stanton und nimmt Aryll geschickt die Krabbe ab, bevor sie ihm den Finger abschneiden kann.

Wenn mein Bruder mit Aryll redet, klingt er anders, als wenn er mich anspricht. Bei Aryll wird seine Stimme tiefer und nimmt einen beruhigenden Ton an, der schmerzlich vertraut ist. »Siehst du hier hinten den Teil des Panzers, wo er sich ein bisschen einwölbt?« Aryll nickt gehorsam. »Das ist immer die beste Stelle, um sie zu packen.«

Stantons Worte bringen mich zurück nach Kalymnos, wo ich gelernt habe, wie man die Hakenkrabben anfasst, die ständig nach unseren Nar-Muscheln gegriffen haben, und mir wird klar, in wessen Rolle mein Bruder schlüpft. Er ist Dad.

Es sollte mir nichts ausmachen. Nach allem, was geschehen ist, sollte ich reif und verständnisvoll und mitfühlend sein. Ich sollte dankbar sein, dass mein Bruder überhaupt noch am Leben ist. Manche Leute haben alles verloren.

Aryll war in einer schwimmenden Krebsstadt in der Schule, als Mondtrümmer durch die Atmosphäre unseres Planeten geschossen kamen. Die Explosion hat ihm sein linkes Auge geraubt. Als er es endlich nach Hause geschafft hatte, waren seine ganze Familie und das Haus im Krebsmeer untergegangen. Wie Stanton wurde er zusammen mit anderen Überlebenden auf den Planeten Hydragyr des Hauses Zwillinge geschafft.

Dann griff Ophiuchus Zwillinge an.

Während des Aufbaus der Krebssiedlung erschütterten Erdbeben den felsigen Planeten. Stanton brachte gerade eine Familie in Sicherheit, als er das Gleichgewicht verlor und vom Felsen rutschte. Aryll packte ihn gerade noch rechtzeitig, bevor er in die Tiefe stürzte.

Er hat meinem Bruder das Leben gerettet.

»Wir gehen uns umziehen«, ruft Stanton, als er und Aryll sich hinter einen Vorhang zurückziehen, um aus ihren Neoprenanzügen zu steigen.

Ich suche wieder den Horizont nach einer Spur des Schiffes ab, das ich den ganzen Tag über gespannt erwartet habe. Ophiuchus hat seit Agyr keinen weiteren Planeten mehr zerstört, aber die Marad greifen jede Woche ein anderes Haus Zodiacs an. Die Armee wird außerdem mit Piratenschiffen in Verbindung gebracht, die Reisende und Versorgungstransporte zwischen den Häusern in der ganzen Galaxie abgefangen haben. In jedem Haus mahnen Zodai die Bürger, den Weltraumverkehr zu meiden, und ermutigen uns, wann immer möglich per Hologeist zu reisen.

Was, wenn etwas passiert ist? Wie werde ich es erfahren? Vielleicht sollte ich es mit seinem Ring versuchen, nur für den Fall der Fälle …

»Da!«, ruft Aryll. Sein rotes Haar flackert wie Feuer in den Strahlen des Helios. Er zeigt auf einen Punkt am Himmel.

Mein Herz setzt mehrere Schläge aus, als der Punkt heransaust und seine glänzende Oberfläche im Sonnenlicht schimmert. Das Schiff wird im Näherkommen größer, bis das vertraute projektilförmige Fahrzeug in seiner ganzen Form sichtbar wird.

Endlich ist Hysan da.

Über Romina Russell

Biografie

Romina Russell lebt als Autorin in Los Angeles, stammt aber ursprünglich aus Argentinen. Ihre ersten Schreib-Erfolge landete Romina im College mit ihrer wöchentlichen Kolumne für den Miami Herald - seitdem hat sie nie aufgehört zu schreiben. Wenn sie nicht gerade an ihrer "Zodiac"-Reihe arbeitet,...

Kommentare zum Buch

ausgeklügelte und faszinierende Geschichte
Ruby-Celtic am 24.04.2016

Wir knüpfen in diesem Band wieder direkt an den Schluss des letzten an und obwohl alles sehr komplex und vielschichtig ist, konnte ich wieder direkt in der Geschichte beginnen. Ich konnte alle Personen mehr oder weniger zuordnen und bei denen, welche mir nicht gleich vor Augen erschienen sind hat sich das Bild nach einigen Beschreibungen wieder gefestigt.   Die Schreibweise ist erwachsen, ausführlich und wie schon erwähnt komplex, sowie gleichzeitig so fesselnd und fantasievoll dass es mich immer wieder begeistert.   Das Lesen fällt einfach und schwer zugleich. Ich liebe es mich in diese Welt fallen zu lassen, die Sterne zu ergründen, Rho auf ihrer schweren Reise zu begleiten und gleichzeitig lässt es mich verzweifeln wie langsam ich vorankomme. Durch die doch sehr ausführliche und übergreifende Art des Schreibens lässt mich die Autorin tief in die Geschichte eindringen, sodass ich nicht ganz so schnell vorankomme. Ich muss alles um mich herum ausblenden um mich vollends darauf konzentrieren zu können. Es ist keine Geschichte für zwischendurch, sondern sie benötigt Zeit, Fantasie und ruhige Lesestunden.   Die Protagonisten sind größtenteils die gleichen geblieben, wobei sich die Verankerung nur ein bisschen verlegt hat. Rho ist natürlich immer noch unser strahlender Stern, der uns führt und zusammen mit ihren Freunden die Fehde am aufziehenden Stern ergründen und zerstören möchte. Auf diesem Weg trifft sie weiterhin viele Verbündete, aber leider auch Feinde. Schlimmerweise ist es auch in diesem Band nicht vorbei mit den Gefahren, der Brutalität und den Verlusten liebster Freunde. Es hat mich zutiefst getroffen, berührt und verzweifeln lassen.   Wir erleben eine so wunderbar ausgearbeitete Geschichte, dass ich nicht nur gefühlstechnisch mitgenommen werden konnte sondern auch informativ. Wir lernen etwas über die Sterne, über Gefühle, über Wesen und den Zusammenhalt in den verschiedenen Welten. Auf der einen Seite so ähnlich der Situation auf der Erde und doch wieder ganz anders. Ich bin so fasziniert davon, was die Autorin hier geschaffen hat. Eine ganz besondere Welt, die in den Bann zieht und nicht mehr loslässt.   Insgesamt ein sehr starker Teil, auch wenn ich zugeben muss dass der erste einen Ticken besser war. Erwartet hätte ich in diesem Band eventuell noch ein bisschen mehr Gefühl bei Rho in Bezug auf die Herrenwelt, aber auf der anderen Seite ist es wohl ihr Wesen. Und gerade zum Schluss war ich mehr als durcheinander und kann sehr gut verstehen, dass es ihr mit der jetzigen Situation nicht gut geht. Ich bin sehr gespannt ob es für alles noch irgendwie ein gutes Ende geben wird, oder ob es letzten Endes noch schlimmer wird als wir es uns bisher vorstellen können.   Mein Gesamtfazit:   Eine ganz wundervolle Fortsetzung, die mich persönlich wieder einmal begeistert hat. Zwar hätte ich mir manche Dinge noch etwas intensiver vorgestellt, doch insgesamt war ich mehr als begeistert. Die Autorin hat hier eine Welt geschaffen die fasziniert, begeistert und mitreist.   Ich bin sehr gespannt wie sich der Kampf um Zodiac noch entwickeln wird und ich werde sehr gerne weiterhin an Rhos Seite sein um dem Schicksal entgegenzutreten. :)

ausgeklügelte und faszinierende Geschichte
Ruby-Celtic am 18.04.2016

Wir knüpfen in diesem Band wieder direkt an den Schluss des letzten an und obwohl alles sehr komplex und vielschichtig ist, konnte ich wieder direkt in der Geschichte beginnen. Ich konnte alle Personen mehr oder weniger zuordnen und bei denen, welche mir nicht gleich vor Augen erschienen sind hat sich das Bild nach einigen Beschreibungen wieder gefestigt.   Die Schreibweise ist erwachsen, ausführlich und wie schon erwähnt komplex, sowie gleichzeitig so fesselnd und fantasievoll dass es mich immer wieder begeistert.   Das Lesen fällt einfach und schwer zugleich. Ich liebe es mich in diese Welt fallen zu lassen, die Sterne zu ergründen, Rho auf ihrer schweren Reise zu begleiten und gleichzeitig lässt es mich verzweifeln wie langsam ich vorankomme. Durch die doch sehr ausführliche und übergreifende Art des Schreibens lässt mich die Autorin tief in die Geschichte eindringen, sodass ich nicht ganz so schnell vorankomme. Ich muss alles um mich herum ausblenden um mich vollends darauf konzentrieren zu können. Es ist keine Geschichte für zwischendurch, sondern sie benötigt Zeit, Fantasie und ruhige Lesestunden.   Die Protagonisten sind größtenteils die gleichen geblieben, wobei sich die Verankerung nur ein bisschen verlegt hat. Rho ist natürlich immer noch unser strahlender Stern, der uns führt und zusammen mit ihren Freunden die Fehde am aufziehenden Stern ergründen und zerstören möchte. Auf diesem Weg trifft sie weiterhin viele Verbündete, aber leider auch Feinde. Schlimmerweise ist es auch in diesem Band nicht vorbei mit den Gefahren, der Brutalität und den Verlusten liebster Freunde. Es hat mich zutiefst getroffen, berührt und verzweifeln lassen.   Wir erleben eine so wunderbar ausgearbeitete Geschichte, dass ich nicht nur gefühlstechnisch mitgenommen werden konnte sondern auch informativ. Wir lernen etwas über die Sterne, über Gefühle, über Wesen und den Zusammenhalt in den verschiedenen Welten. Auf der einen Seite so ähnlich der Situation auf der Erde und doch wieder ganz anders. Ich bin so fasziniert davon, was die Autorin hier geschaffen hat. Eine ganz besondere Welt, die in den Bann zieht und nicht mehr loslässt.   Insgesamt ein sehr starker Teil, auch wenn ich zugeben muss dass der erste einen Ticken besser war. Erwartet hätte ich in diesem Band eventuell noch ein bisschen mehr Gefühl bei Rho in Bezug auf die Herrenwelt, aber auf der anderen Seite ist es wohl ihr Wesen. Und gerade zum Schluss war ich mehr als durcheinander und kann sehr gut verstehen, dass es ihr mit der jetzigen Situation nicht gut geht. Ich bin sehr gespannt ob es für alles noch irgendwie ein gutes Ende geben wird, oder ob es letzten Endes noch schlimmer wird als wir es uns bisher vorstellen können.   Mein Gesamtfazit:   Eine ganz wundervolle Fortsetzung, die mich persönlich wieder einmal begeistert hat. Zwar hätte ich mir manche Dinge noch etwas intensiver vorgestellt, doch insgesamt war ich mehr als begeistert. Die Autorin hat hier eine Welt geschaffen die fasziniert, begeistert und mitreist.   Ich bin sehr gespannt wie sich der Kampf um Zodiac noch entwickeln wird und ich werde sehr gerne weiterhin an Rhos Seite sein um dem Schicksal entgegenzutreten. :)

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