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Wovon wir träumenWovon wir träumen

Wovon wir träumen

Lin Hierse
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Roman

Hardcover
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€ 18,00 inkl. MwSt. Erscheint am: 10.03.2022 In den Warenkorb
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Wovon wir träumen — Inhalt

Nur eins kann ich mir nicht aussuchen: Tochter sein

Eine junge Frau steht auf einem Berg in Shaoxing. Sie ist gekommen, um ihre Großmutter zu beerdigen. Die Frage, wo sie selbst hingehört, schiebt sie beiseite. Vielleicht ist sie überall ein bisschen zu Hause oder nirgendwo ganz. Ihre Mutter hat China vor Jahren verlassen, weil sie in Deutschland ein anderes Leben wollte. Die Träume der jungen Frau ähneln denen ihrer Mutter. Und doch träumt sie anders, weil die Orte verschwimmen und sie die Geister der Familie nicht loswird.
Subtil, mutig und mit feinem Gefühl für die Sprache erzählt Lin Hierse in „Wovon wir träumen“ von einer Beziehung zwischen Mutter und Tochter und den Fragen nach Identität, Nähe und Abgrenzung. Auf den Spuren der deutsch-chinesischen Geschichte findet sie eine Form, Migration nicht als Trauma zu begreifen, sondern als Traum. 

„Extrem berührend und unaufdringlich nah: ein Roman wie eine innige Umarmung.“ Fatma Aydemir

€ 18,00 [D], € 18,50 [A]
Erscheint am 10.03.2022
240 Seiten, Hardcover
EAN 978-3-492-07074-4
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€ 13,99 [D], € 13,99 [A]
Erscheint am 10.03.2022
176 Seiten, WMePub
EAN 978-3-492-60158-0
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Lin Hierse

Über Lin Hierse

Biografie

Lin Hierse, geboren 1990 in Braunschweig, hat Asienwissenschaften und Humangeographie studiert. Sie lebt in Berlin und ist seit 2019 Redakteurin der taz. Dort erscheint auch ihre Kolumne poetical correctness. „Wovon wir träumen“ ist ihr erster Roman.

Autorin Lin Hierse im Interview

Im Mittelpunkt deines Buches steht die Erzählerin und ihre Beziehung zu ihrer Mutter. Warum ist das Tochtersein so besonders für diese junge Frau?

Ich denke, Tochtersein ist für alle Frauen eine sehr prägende und intime Erfahrung. Die Erzählerin in meinem Buch ist die Einzige, die annähernd verstehen kann und will, wer ihre Mutter ist und wer sie vor ihrer Einwanderung von China nach Deutschland war. Sie versucht, die Rolle der engsten Vertrauten zu erfüllen, zu der ihre Mutter jederzeit sagen könnte „Du weißt ja, wie das ist“. Natürlich klappt das nicht immer.

Während ihre Mutter sich bewusst entschieden hat, China zu verlassen, muss sich die Erzählerin, die in Deutschland geboren ist, immer wieder mit der Frage nach der Zugehörigkeit auseinandersetzen. Ist das schmerzlich für sie?

Schmerzlich ist für sie sicher die Erfahrung, dass ihre Position – als Person „zwischen den Kulturen“, wie es oft heißt – ständig von anderen erzählt wird. Auch was die Frage nach Zugehörigkeit betrifft: Du gehörst ein bisschen hierher und ein bisschen nach da, aber eigentlich bist du immer im Zwischenraum. Sie übernimmt diese Vorstellung einer dauernden Unvollständigkeit auf eine Art sogar selbst, aus Mangel an Alternativen. Aber das reicht ihr nicht. Sie will ganz sein.

Eindrucksvoll fand ich ihr Treffen mit einer viel älteren Barbesitzerin und die Erinnerung an eine Kindheitsfreundin, bei der sie oft die Ferien verbracht hat. Auch die beiden haben ein chinesisches Elternteil. Warum ist die Erzählerin so fasziniert von diesen Begegnungen?

Sie ist diesen Frauen charakterlich im Grunde ganz unähnlich. Entscheidend ist, dass sie sich selbst und ihre Familiengeschichte fast nie in anderen sieht. Bei den beiden Frauen ist es, als schaute sie in den Spiegel – nur, dass sie nicht sich selbst sieht, sondern Varianten von sich, Möglichkeiten. Sie merkt: Du bist gar nicht allein. Da ist eine ganz spezifische Verbindung, das berührt sie.

Der Titel spricht vom Träumen. Was hat es damit auf sich?

Träume spielen auf mehreren Ebenen eine Rolle für das Buch. Die Erzählerin steht über ihre Träume in Verbindung mit verstorbenen Familienmitgliedern. Deren Geister besuchen sie in ihren Träumen. Außerdem verschwimmen die Erinnerungen ihrer Mutter an das Leben in China auf eine traumähnliche Art. Je weiter es in die Vergangenheit rückt, desto schwerer fällt es ihr, die damaligen Umstände wiederzugeben. Die Erzählerin versucht, diese Geschichten zu retten. Und letztendlich geht es auch um Träume im Sinn von Lebensträumen. Was wünschen wir uns vom Leben?

Was hat dich am autofiktionalen Schreiben gereizt? Und wieviel von dir und deiner Geschichte steckt in „Wovon wir träumen“?

Ich habe angefangen zu schreiben und es war diese Form. Das war keine bewusste Entscheidung für mich. Aber mich haben Grenzbereiche immer gereizt. Wo eins in etwas anderes übergeht, wo sich etwas abstößt, reibt oder auflöst, passieren die spannendsten Dinge, da entsteht Neues. Deshalb gefällt mir auch Autofiktion. Und wie viel von mir in „Wovon wir träumen“ steckt – alles, würde ich sagen, und gleichzeitig nur ein Ausschnitt.

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