Lieferung innerhalb 2-3 Tage
Bezahlmöglichkeiten
Vorbestellung möglich
Wolf Diaries

Wolf Diaries

Drei Romane in einem Band

Taschenbuch
€ 15,00
€ 15,00 inkl. MwSt.
Lieferzeit 2-3 Werktage
Jetzt kaufen
Gratis-Lieferung ab 5,00 €
Geschenk-Service
Versand und Lieferbedingungen

Wolf Diaries — Inhalt

Alle drei "Wolf Diaries"-Romane in einem Band!

Dreifaches Aiken-Lesevergnügen: In einer kleinen Stadt in Texas lebt eine Wolfsmeute und verteidigt ihr Territorium und ihre Frauen eifersüchtig. Als ein neues Rudel auftaucht, ist die Spannung zwischen den Mitgliedern förmlich greifbar, denn die Wölfinnen aus Texas sehen verdammt gut aus, tragen gerne mal Cowboyhut und Stiefel – und sonst nichts …

€ 15,00 [D], € 15,50 [A]
Erschienen am 14.04.2014
Übersetzt von: Karen Gerwig
976 Seiten, Broschur
EAN 978-3-492-26930-8

Leseprobe zu »Wolf Diaries«

Kapitel 3


»Wisst ihr was«, verkündete Angelina ihren zwei Freundinnen leise, »ich glaube, ich muss noch beim Metzger vorbei. Ich brauche Frischfleisch.«

»Eine ordentliche, dicke Fleischwurst wäre auch nicht schlecht«, fügte Sara hinzu. Dann begannen sie und Angelina über die »heißen Typen« zu kichern, die eben Marrecs Laden betraten.

»Machen euch diese Leute eigentlich überhaupt keine Angst?«, fragte Miki mit gedämpfter Stimme.

Sara beobachtete die Gruppe. Zugegebenermaßen verhielten sie sich anders als jeder Motorradclub, den sie je erlebt hatte. [...]

weiterlesen

Kapitel 3


»Wisst ihr was«, verkündete Angelina ihren zwei Freundinnen leise, »ich glaube, ich muss noch beim Metzger vorbei. Ich brauche Frischfleisch.«

»Eine ordentliche, dicke Fleischwurst wäre auch nicht schlecht«, fügte Sara hinzu. Dann begannen sie und Angelina über die »heißen Typen« zu kichern, die eben Marrecs Laden betraten.

»Machen euch diese Leute eigentlich überhaupt keine Angst?«, fragte Miki mit gedämpfter Stimme.

Sara beobachtete die Gruppe. Zugegebenermaßen verhielten sie sich anders als jeder Motorradclub, den sie je erlebt hatte. Freundschaftlich, aber höflich. Liebevoll und spielerisch, aber nicht im Entferntesten sexuell, abgesehen von ein paar.

Ein großer, unglaublich gut aussehender Mann kam zu Casey herüber. Seine Haare waren grauer als ihre, doch sie wirkten frühzeitig ergraut. Er hatte nur wenige Falten. Casey lächelte über das ganze Gesicht, sobald sie ihn sah. Er erwiderte das Lächeln, küsste sie aber nicht zur Begrüßung. Stattdessen rieb er seinen Kopf zart an ihrem. Schnupperte unter ihrem Kinn, schob ihre Haare beiseite und leckte die Narbe in ihrem Nacken.

Angie bemerkte es nicht; sie war zu beschäftigt damit, auf ihre Hände zu starren und über den abgeblätterten Nagellack zu schimpfen. Doch Miki sah es.

»Okay. Macht dir das Angst?«

Sara zuckte mit den Schultern und antwortete ehrlich: »Ich fand das irgendwie süß. Abgefahren, aber süß.« Sie war daran gewöhnt, dass Biker ihren Frauen mitten im Laden in den Schritt fassten und ihnen die Zunge in den Hals schoben. Es wirkte immer so, als wollten sie sie gleich direkt hier auf dem Boden des Geschäfts vögeln. Doch was sie eben gesehen hatte, war Zuneigung. Sie selbst hatte so etwas noch mit keinem der Männer erlebt, mit denen sie im Lauf der Jahre zusammen gewesen war. Nette Kerle, die sie immer nur bis zu einem bestimmten Punkt an sich herangelassen hatte. Nie fiel die Mauer, die sie um sich aufgebaut hatte, oder wie ihre Freundinnen es nannten: »die Rüstung«. So fühlte sie sich sicherer, aber es hielt natürlich auch jeden Mann, der gute Absichten hatte, auf Armeslänge fern.

Noch ein Mann kam herein. Blond und vielleicht eher in ihrem Alter. Aber er war groß wie ein Scheunentor. Wie ein blonder Eisbär. Nur Muskeln und Kraft. Er erinnerte Sara an die Wikinger in einem von Mikis Computerspielen. Ihm fehlte nur der gehörnte Helm. Er begrüßte ein paar der Frauen, aber meistens mit einem Schulterklopfen oder Nicken. Doch als er Miki sah, war es, als hätte ihm jemand einen Stein über den Kopf gezogen. Er wirkte benommen – und lief gegen eine Wand.

Sara drehte sich zu Marrec um und versuchte, ihr Lächeln zu verbergen. Er war zu Casey hinübergegangen, um den älteren Biker zu begrüßen, mit dem Casey leise sprach. Als sie fertig war, sahen sich die beiden Männer eindringlich an und schüttelten sich schließlich die Hände. »Yates ist mein Name. Und ich weiß das wirklich zu schätzen«, sagte er mit aufrichtiger Wärme in der Stimme.

Marrec nickte. »Kein Problem. Denkt nur daran, wem dieses Gebiet gehört.«

Daraufhin lächelte Yates. »Das ist kein Problem, glaube ich.«

Sara und Miki blickten sich stirnrunzelnd an. Sara hatte Marrec noch nie so territorial erlebt. In seinen Laden kamen ständig Biker, aber er hatte nie so besorgt gewirkt wie bei dieser Gruppe. Dabei erschienen ihr diese Leute geradezu verspielt im Vergleich zu einigen der harten Kriminellen, die im Lauf der Jahre über die Schwelle von Marrecs Geschäft getreten waren.

All das ließ Mikis Intellekt auf Hochtouren arbeiten. Und Sara wusste, dass ihre Freundin – schon wieder – kurz davor war, etwas vollkommen Unangemessenes zu sagen.

Angelina dagegen war vollkommen damit beschäftigt, vor einem Spiegel, der zum Aufprobieren von Sonnenbrillen gedacht war, Lipgloss aufzulegen. Angie war eine Frau, die sich nicht so schnell über Dinge aufregte, die sie nicht in der Hand hatte. Wenn sie sich auch ihre Zen-mäßige Gelassenheit erst durch jahrelange, gerichtlich angeordnete Therapie erworben hatte.

»O Gott, o Gott«, flüsterte Miki verzweifelt. Sara sah, dass der blonde Bär in ihre Richtung geschlendert kam – möglicherweise mit der Absicht, Miki anzusprechen. Mit reinstem Entsetzen im Blick wandte sie sich zu Sara um und wimmerte: »Sag mir, dass er nicht hier rüberkommt!«

»Es ist nicht jeder Frau gegeben, von Thor, dem Donnergott, geliebt zu werden.«

Miki warf ihr einen finsteren Blick zu, konnte sich ein Lachen aber nicht verkneifen. »Ich hasse dich!«

Sara grinste und wollte ihrer Freundin gerade helfen, der wahren Liebe zu entkommen – doch da kam er herein.

Er war draußen geblieben, um sich das beschädigte Motorrad anzusehen. Er war groß. Größer als Yates. Größer als sie alle, bis auf den großen Blonden, der weiterhin schweigend Miki anstarrte und sich auf sie zubewegte. Kräftig gebaut war der neue Kerl außerdem. Sara fragte sich, wie er mit diesen Schultern durch die Tür kam. Und mit ihren eins dreiundachtzig begegnete sie selten Männern, bei denen sie sich klein fühlte.

Seine dunkelbraunen Haare reichten bis über die Schultern und fielen ihm ins Gesicht, sodass sie seine hellen, haselnussbraunen Augen praktisch verdeckten. Auf den Wangen waren die Stoppeln mehrerer Tage zu sehen, und er besaß einen breiten, muskulösen Hals, an dem sie den ganzen Tag hätte knabbern und lecken können. Bekleidet war er mit einer schwarzen Jeans, einem schwarzen T-Shirt und einer schwarzen Lederjacke, und er war ganz einfach der schönste Mann, den Sara in ihrem ganzen Leben gesehen hatte. Sie wollte ihn so sehr, dass es ihr den Atem verschlug.

Er bemerkte sie nicht, als er hereinkam, aber dafür alle anderen. Die restlichen Mitglieder der Gruppe unterbrachen, was sie gerade taten, und erstarrten. Gleichzeitig hoben sie alle die Köpfe und schnüffelten. Dann drehten sie sich zu Sara um.

Sie verstand es nicht. Sie hatte nichts getan. Sich nicht gerührt. Sie hatte auch Yates angestarrt, als er hereingekommen war. Was sie auf die Idee gebracht hatte, sich auszuziehen und sich rittlings auf diesen braunhaarigen Gott zu setzen, war ihr vollkommen schleierhaft.

Während sie sich noch weiter hineinsteigerte, beugte sich Angelina zu ihr herüber und sagte: »Ähm … Süße? Müssen wir dich von deinem Hocker kratzen?«

Das lenkte Sara davon ab, im Zentrum der allgemeinen Aufmerksamkeit zu stehen, und sie wandte sich zu Angelina um: »Halt die Klappe!«

»Du erinnerst dich nicht an ihn«, tadelte Miki; ihren blonden Stalker hatte sie rasch vergessen.

»An wen erinnern?«

»An den tragischen, in schwarzes Leder gekleideten Kerl da drüben.«

Angie fing an zu lachen. »O mein Gott, er ist es wirklich!«

»Wer?«, fauchte Sara.

Bevor sie eine Antwort bekam, wurde Sara bewusst, dass er sie endlich bemerkt hatte, nachdem er die Frauen aus seiner Gruppe begrüßt hatte. Sein Blick richtete sich auf sie, und sie spürte buchstäblich, wie ihr Gesicht heiß wurde und sich die Wände ihrer Muschi zusammenzogen.

»Der gute Samariter«, bemerkte Miki.

»Ich glaube«, fügte Angelina hinzu, »deine genauen Worte waren: ›Der hübsche Mann gehört mir allein.‹«

»Direkt bevor du ihm die Zunge bis zum Anschlag in den Mund geschoben hast«, ergänzte Miki.

»Und ich glaube, es wurde auch in den Schritt gefasst.« Angelina schüttelte den Kopf. »Hure.«

Sara knurrte ihre Freundinnen an, als die Erinnerung an den Wahnsinn des Vorabends wie eine Welle über sie hinwegspülte. Zu viel Tequila. Die Arschlöcher im Club, die sie sich geschnappt hatten. Und die klassische Sara-Dämlichkeit, die sie jedes Mal, wenn sie getrunken hatte, etwas anstellen ließ, das sie am nächsten Morgen bereute. Anscheinend war es diesmal er.

»Ach, Scheiße.«

»Aber er erinnert sich eindeutig an dich«, kicherte Angelina.

Natürlich tat er das. Wenn man von einer großen Frau mit Narben als hübscher Mann bezeichnet wurde und sie einem dann die Zunge in den Hals steckte – das vergaß man nicht. Und falls Sara noch Zweifel hatte, wurden sie von seinem plötzlichen Lächeln zerstreut.

»O-oh«, flüsterte Angelina.

»Er kommt hier rüber«, fiel Miki ein. Verdammt, sie sang es beinahe!

»Ich glaube, ich bin in der Hölle gelandet.« Sara begann nach etwas – irgendetwas – zu suchen, womit sie sich beschäftigen konnte. Aber sie war zu abgelenkt, um sich zu konzentrieren. Ihre Nippel waren hart geworden. Ihre Muschi stand in Flammen. Und sie überlegte die ganze Zeit, wie er wohl nackt aussah.

Nackt, mit dem Kopf zwischen ihren Schenkeln.

Du lieber Himmel! Was war nur los mit ihr?

»Hi.« Seine Stimme war so tief, dass sie das Gefühl hatte, er habe ihr mit dem Finger den nackten Rücken entlanggestrichen. Er lehnte sich an den Tresen und senkte den Kopf, damit er ihr in die Augen sehen konnte.

»Tagchen!«, säuselte Angelina mit einem breiten Lächeln auf ihrem schönen Gesicht.

»Hi, wie geht’s?«, sagte Miki, und ihr texanischer Akzent war plötzlich zehnmal so ausgeprägt wie sonst.

Sara hasste sie beide. Sehr.

Dennoch würde sie sich nicht von einem Kerl aus der Bahn werfen lassen. Sie schaute auf, einen Gruß auf den Lippen, doch er blieb ihr im Hals stecken.

Er sah sie mit seinen schönen Augen an – na ja, eigentlich war es eher ein anzügliches Grinsen –, und sie brauchte ihre ganze Willenskraft, um ihm nicht auf der Stelle einen Knutschfleck auf seinem muskulösen Hals zu verpassen.

»Erinnerst du dich noch an mich? Ich bin dein … wie war das noch? Ach ja. Ich bin dein hübscher Mann. Aber ich habe deinen Namen nicht mitbekommen.«

Sara spürte, wie ihr Gesicht rot anlief, als der ganze Raum in Gelächter ausbrach.

Bevor sie ein Wort sagen – oder ihm ins Gesicht boxen – konnte, schritt Yates ein: »Also, Leute, wir satteln auf. Julie, wir holen dein neues Bike morgen ab.«

Marrec kam zurück hinter den Tresen, und Angelina ging aus dem Weg, damit er an den Safe herankam, vor dem sie gestanden hatte.

»Ihr drei.« Casey stand jetzt neben Saras tiefster, dunkelster Phantasie, und das gefiel Sara überhaupt nicht. Vielmehr hätte sie der Schlampe am liebsten die Kehle aufgeschlitzt, weil sie viel zu dicht neben ihm stand. Das war eindeutig keine vernünftige Reaktion, wo sie den Kerl doch noch nicht einmal kannte. »Weil ihr uns heute so geholfen habt«, fuhr Casey fort, ohne zu ahnen, in welcher Gefahr sie schwebte, »würde ich euch gerne zu unserer kleinen Party in der Nähe dieses großen Parks neben dem State Highway einladen.«

»Kingsley Park?« Angelina überrannte Marrec praktisch, um näher an Casey heranzukommen. Sie liebte gute Partys.

»Ja, genau«, bestätigte Casey. »Ich glaube, ihr werdet euch gut amüsieren.«

»Oder«, warf Miki trocken ein, »ihr schneidet uns jetzt die Kehle durch, damit wir nicht extra hinfahren müssen.«

Jetzt wusste Sara, dass sie nicht mehr im Zentrum der Aufmerksamkeit stand. Miki und ihr Mundwerk hatten das Scheinwerferlicht dankenswerterweise wieder einmal von ihr abgelenkt.

Alle starrten zu Miki – bis auf ihren hübschen Mann. Der sah immer noch Sara an, allerdings zog er bei Mikis Bemerkung eine Augenbraue hoch.

Marrec stand eilig auf. »Miki!«

»Was?«, fragte sie mit ihrem üblichen unschuldigen Lächeln.

Marrec holte tief Luft – das tat der alte Mann öfter, wenn Miki in der Nähe war. »Na los, geht zu der Party. Amüsiert euch. Ich bürge persönlich für diese Leute.«

Angelina antwortete für sie alle: »Wir werden da sein.«

»Schön. Zehn Uhr, übermorgen. Wir sehen uns dann.« Damit verließ Casey das Geschäft, und die Frauen folgten ihr, alle beladen mit Tüten voller Harley- und Marrecs Chopper-Klamotten.

»Gehen wir, Männer. Wir müssen noch Bier besorgen.« Die Männer gingen ebenfalls hinaus, doch Yates wartete. »Na los, Zach, wir gehen.«

Zach starrte Sara noch ein paar Augenblicke an und folgte dann Yates zur Tür. »Tequila, richtig?« Sara sah ihm hinterher. Sie konnte nicht anders – der Mann hatte einen unglaublichen Hintern. »Das ist doch dein Lieblingsgetränk?«

Dann war er weg.

»Hinter Sara ist ein heißer Kerl her.« Angelina hatte vor Aufregung fast Schaum vor dem Mund.

»Wohl eher ein Biker. Und die stehen auf der Liste«, gab Miki zu bedenken.

»Scheiß auf die Liste! Sie muss mal wieder flachgelegt werden!«, blaffte Angelina zurück.

Miki seufzte. »Nicht, wenn ihr letzter Fick ein ganzer Motorradclub voller Verbrecher ist.«

»Okay!« Sara packte beide an den Schultern. »Seit ich acht bin, ist Marrec wie ein Vater für mich. Ich wäre wirklich dankbar, wenn ihr zwei in seiner Gegenwart nicht über mich und Sex reden würdet. Meint ihr, ihr Idiotinnen bekommt das hin?«

Miki und Angelina schwiegen einen Moment. Aber es war nur ein kurzer Moment.

»Hast du die Beule in der Hose des Kerls gesehen? Dafür war eindeutig sie der Auslöser.«

»Er steht auf der Liste!«

Über G. A. Aiken

Biografie

G. A. Aiken ist New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie lebt an der Westküste der USA und genießt dort das sonnige Wetter, das gute Essen und die Aussicht auf attraktive Strandbesucher. Ihre erfolgreichen Erotic-Fantasy-Reihen um die Drachenwandler, »Lions«, »Wolf Diaries« und »Call of Crows«...

Pressestimmen

necroweb.de

»Der Leser kommt ohne Abstriche auf seine Kosten.«

Kommentare zum Buch

Henrike @ WatchedStuff am 24.03.2016

 Ich weiß gar nicht mehr, wann ich erstmals ein Buch von G. A. Aiken in der Hand hatte. Das war in der örtlichen Bibliothek, ein Band der Dragon-Reihe. Damals musste ich mich erst einmal an den Stil gewöhnen und meinen Frieden mit den ausgiebigen Sexszenen machen, aber jetzt, ein paar Jahre und Erwachsen-Sein-Stufen später, bin ich einfach nur begeistert. Dieser Sammelband hat es mir besonders angetan, da ich kein Fan davon bin, mir die Einzelbände einer Reihe ins Regal zu stellen, wenn ich Sammelbände haben kann. Insbesondere, wenn die Reihen unzählige Bände beinhalten. Das ist hier (noch?) nicht der Fall, aber ich finde auch einfach dieses Cover sehr schön: Die Silhouette des heulenden Wolfes, darin das Gesicht einer gelbäugigen Frau und die Rose, die perfekt zur Farbe der Lippen und des Titels passt. Hach, ich liebe solche Cover, die mit viel Arbeit und wirklichen Überlegungen gestaltet wurden. Das sieht man diesem hier meiner Meinung nach wirklich an. Die Art, wie Aiken die Gestaltwandler Mensch und Tier gleichzeitig sein lässt, unterscheidet sich etwas von den meisten anderen Gestaltwandlerbücher. Bei Werwölfen zum Beispiel geht es oft um den Kampf gegen das innere Tier; hierbei geht es aber nicht darum, das Tier in sich zu akzeptieren, weil dieser Schritt schon getan ist. Ich kann es schwer beschreiben, ohne zu viel von der Handlung zu verraten. Ich hoffe also, dass ihr versteht, was ich meine. :) Der erste Teil, Gezähmt, handelt von der Beziehung zwischen Sara und Zach, der zweite, Besiegt, von Miki und Conall und der letzte Teil der Wolf Diaries mit dem Titel Erlegen behandelt die Geschichte von Angelina und XXX. Die ersten beiden Paare haben mit den Problemen der Wölfe zu kämpfen während Angelina sich mit einem Tiger herumschlagen muss. Die drei Freundinnen Sara, Miki und Angelina bilden die Verbindung zwischen diesen Liebesgeschichten. Sie sind zusammen in Texas aufgewachsen und halten fest zusammen, auch gegen die gutaussehenden Männer, denen sie plötzlich begegnen… Sara ist die logo-piper-verlag1Vernünftige der drei, die Rationale, die, die beim Feiern auf die anderen beiden aufpassen muss. Miki ist das Genie mit drei Uniabschlüssen, das schon mit dem FBI in Kontakt kam, als es sich in geheime Daten gehackt hat, das Mädchen, das hinter der Theke einer Bar arbeitet, wo es einen Baseballschläger aufbewahrt – man weiß ja nie, was für Kerle ankommen könnten – und wegen seines Fotografischen Gedächtnisses nie etwas vergisst. Angelina ist die reiche, schöne Frau von Nebenan mit einem schicken Haus, das immer ordentlich ist – weil sie sowieso immer bei Miki oder Sara ist. Sie dreht am schnellsten auf und hat einen tollen Modegeschmack, bemerkt aber all die Blicke nicht, die ihr hinterhergeworfen werden, weshalb sie oft als kühl bezeichnet wird. Dieses unschlagbare Dreiergespann wird eines schönen Abends von einem Wolfsrudel aufgemischt. Und wenige Wochen später tauchen auch noch Großkatzen auf… Die Geschichte gefällt mir sehr, sowohl die einzelnen Bände als auch der rote Faden, der sich durch den gesamten Sammelband zieht. Der Stil ist unverwechselbar und angenehm zu lesen, wobei ich anfangs wieder eine kurze Einfindungsphase hatte. Was mir hierbei sehr gefiel, ist die Tatsache, dass auf Wiederholungen am Buchbeginn verzichtet wurde. Insbesondere dann, wenn die einzelnen Bände in einem Sammelband wie diesem zusammengefasst werden, sind solche Wiederholungen zur Erinnerungsauffrischung nur nervig – und ich habe durchaus schon Sammelbände in der Hand gehabt, in denen das der Fall war. So aber ist es schön zu lesen, die Geschichte geht gleich weiter, wenn man einen Band beendet hat, und ich bin froh, dass ich zu diesem Band und nicht zu den Einzelbänden gegriffen habe. Übrigens, was mir sehr gut gefiel: Die Seitenzahlen beginnen bei jedem Band, also insgesamt drei Mal, von vorn. So verliert man nicht den Überblick und kann beispielsweise den Lesefortschritt mit den Einzelbänden vergleichen.   FAZIT Großartige Gestaltwandler-Geschichte im unnachahmbaren G. A. Aiken-Stil. :)

Kommentieren Sie diesen Beitrag:
(* Pflichtfeld)
Kommentar senden