Lieferung innerhalb 1-3 Werktage
Bezahlmöglichkeiten
Vorbestellung möglich
Kostenloser Versand
Blick ins Buch

Wisting und der Tag der Vermissten

Kriminalroman

Paperback
€ 15,00
E-Book
€ 12,99
€ 15,00 inkl. MwSt.
Lieferzeit 1-3 Werktage
In den Warenkorb Im Buchshop Ihrer Wahl bestellen
Gratis-Lieferung ab 5,00 €
Geschenk-Service
Versand und Lieferbedingungen
€ 12,99 inkl. MwSt.
sofort lieferbar
In den Warenkorb
Gratis-Lieferung ab 5,00 €
Geschenk-Service
Versand und Lieferbedingungen

Wisting und der Tag der Vermissten — Inhalt

Seit 24 Jahren hat Kommissar William Wisting ein Ritual: Am Jahrestag des Verschwindens von Katharina Haugen nimmt er sich die Fallakten erneut vor. Dieser Cold Case lässt ihm einfach keine Ruhe. Jedes Jahr trifft er zudem Martin Haugen, den Ehemann der Vermissten und damaligen Hauptverdächtigen, dem nie eine Schuld nachgewiesen werden konnte. Doch dieses Jahr sind zwei Dinge anders: Aus Oslo reist Adrian Stiller an, der in einem anderen Fall über die Fingerabdrücke von Martin Haugen gestolpert ist. Und als Wisting Haugen wie immer treffen will, ist dieser spurlos verschwunden.

€ 15,00 [D], € 15,50 [A]
Erschienen am 01.10.2019
Übersetzt von: Andreas Brunstermann
464 Seiten, Klappenbroschur
EAN 978-3-492-06141-4
€ 12,99 [D], € 12,99 [A]
Erschienen am 01.10.2019
Übersetzt von: Andreas Brunstermann
464 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-99505-4
Jørn Lier Horst

Über Jørn Lier Horst

Biografie

Jørn Lier Horst, geboren 1970 in Bamble/Norwegen, war Kriminalhauptkommissar bei der norwegischen Polizei, bevor er 2004 als Kriminalschriftsteller debütierte. Seitdem schrieb er sich mit seinen Romanen um den Polizisten William Wisting in die erste Liga der norwegischen Krimiautoren.

 

Kriminelle rezensieren Kriminalromane

Henry-Oliver Jakobs beurteilt „Wisting und der Tag der Vermissten“
Mit Criminal Reviews schreibt der PIPER Verlag ein neues Kapitel der Buchrezensionen. Hier werden Kriminalromane nicht von Literaturkritikern rezensiert, sondern von denen, die sich am besten mit dem Thema auskennen: Kriminelle. 

Der aktuelle Kriminalroman von Jørn Lier Horst „Wisting und der Tag der Vermissten“ wird von Henry-Oliver Jakobs rezensiert. Ein rehabilitierter Ex-Krimineller mit einer jahrzehntelangen, düsteren Vergangenheit, die ihn 1995 schlussendlich zum Mörder werden ließ. 

Sind die Handlungen der Protagonisten im Buch realistisch oder an den Haaren herbeigezogen? Wo hat dieser Krimi seine Stärken? Und wo seine Schwächen? Henry-Oliver Jakobs und sein persönlicher „Criminal Review“ verraten es Ihnen!

Mehr zu Criminal Reviews
 

Weitere Titel der Serie „Cold Cases“

Gegen William Wisting, einen Ermittler der Extraklasse, haben die Täter keine Chance – egal wie lange das Verbrechen her ist.
Pressestimmen
Buchmedia Magazin (A)

„Vorsicht Hochspannung“

idowa.de (Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung online)

„Überzeugt mit seinem geradlinigen Ermittler.“

Kommentare zum Buch
Wisting und der Tag der Vermissten
Manuela Hahn am 13.11.2019

Inhalt: Jedes Jahr am 10.Oktober besucht Kommissar Wisting den Ehemann der vor 24 Jahren an diesem Tag verschwundenen Katharina Haugen. Der Fall ist mysteriös, nichts deutete vor ihrem Verschwinden darauf hin, das sie freiwillig gehen wollte und es gibt keine Hinweise auf ein Verbrechen. Die einzige Spur ist ein Zettel auf dem Küchentisch mit Zahlen und Zeichen, ein Code den niemand entschlüsseln kann, ein Strauß vertrockneter Rosen und ein gepackter Koffer. Der letzte Jahrestag verläuft allerdings anders als die bisherigen, aus Oslo reist ein Ermittler der Adrian Stiller an, er ermittelt in dem Fall der ebenfalls vermissten Nadja Krogh und in ihrem Fall sind Fingerabdrücke Martin Haugens aufgetaucht, der zum ersten Mal die Verabredung mit Wisting verpasst.   Meine Meinung: Der Name Jorn Lier Horst, sagte mir gar nicht, bis ich mich im Rahmen der FBM 19 etwas näher mit norwegischer Kriminalliteratur zu beschäftigte. Meine Wahl fiel also auf Wisting und der Tag der Vermissten. Ermittler die sich mit sogenannten Cold Cases beschäftigen, stehen nicht mehr unter Zeitdruck, sie können jeden Aspekt eines Falles immer wieder beleuchten und analysieren. Da aber sich an Tatorten und im Umfeld der Opfer naturgemäß alle Spuren und Hinweise im Laufe der Zeit in Luft auflösen, findet die Ermittlungsarbeit hauptsächlich am Schreibtisch statt. Wisting vertieft sich regelmäßig in die alten Akten immer in der Hoffnung auf den entscheidenden Hinweis.   Wisting und der Tag der Vermissten, ist ein ruhiger Krimi, langsam fast bedächtig begleitet der Leser die Ermittlungsarbeit und gerade das zeichnet das Buch aus, ohne an Spannung zu verlieren, verzichtet der Autor auf Gewaltdarstellungen oder gar allzu überraschende Wendungen.   Von mir bekommt das Buch eine Leseempfehlung und ich bin gespannt welchen Cold Case, Wisting als nächstes auf den Schreibtisch bekommt.

Cold-Case
tinaliestvor am 02.11.2019

Katharina Haugen wird seit über zwanzig Jahren vermisst. Kurz vor deren Jahrestag zieht William Wisting die alten Ermittlungsakten aus seinem Kleiderschrank und hofft inständig auf eine Eingebung und um Aufklärung.   Mit zum Ritual gehört das jährliche Treffen mit dem hinterbliebenen Ehemann Martin Haugen, doch den sucht Wisting dieses Jahr vergeblich.   Wisting, der sich hauptsächlich mit alten ungeklärten Fällen beschäftigt sieht sich plötzlich in einer Zwickmühle. Er traut sich selbst und seinen Überzeugungen nicht mehr, als Adrian Stiller scheinbar zufällig mit der neu gegründeten EU-Gruppe einen weiteren Vermisstenfall einer jungen Schülerin in Wistings Revier wieder aufrollt.   Schnell wird klar, dass Stiller ein ganz eigenes Ziel verfolgt und Wisting ihm auf die Schliche kommt. Beide ergänzen sich sodann und dennoch hat jeder ein ganz anderes Ziel vor Augen. Als Stiller auch noch Wistings Tochter als Journalistin mit einer Exklusiv-Story auf die vermisste Schülerin ansetzt, sind die Fronten verhärtet.   Horst erzählt über drei Erzählstränge hinweg über diese beiden vermissten jungen Frauen. Während Stiller, von Schlaflosigkeit und Albträumen geplagt, gewagte Ermittlungsmethoden bevorzugt, versucht Wisting sich von einer tief in seinem Inneren feststeckenden Theorie zu befreien. Die beiden Ermittlungsarten sind äußerlich zwar extrem unterschiedlich, aber im Kern treffen beide mit ihren Strategien ins Schwarze.   Line, zum Spielball der Polizei auserkoren, hat hingegen eine ganz andere Art, Dinge zu betrachten. Sie hinterfragt weitaus mehr den Menschen, egal ob Opfer oder Täter, was ihrem Ermittlungsstrang eine ganz andere Richtung gibt.   Es handelt sich hierbei um den siebten Band der Wisting-Ermittlungsreihe und dennoch lässt er sich völlig unabhängig von den vorherigen Serienteilen lesen.   Obwohl Horst seine Ermittler mit unterschiedlichen Ansätzen durch die Vermisstenfälle jagt, fehlte mir am Ende ein wenig die Spannung. Die innere Unruhe, die Stiller wie auch Wisting am Anfang plagten, verlor sich zum Ende hin. Ich fand keinen wirklichen Zugang zu William Wisting, was vielleicht aber daran lag, das es sich um den siebten Band der Krimireihe handelte und man als Leser somit den Einstieg verpasst hat.

Unblutiger, unaufgeregter Krimi aus Skandinavien über zwei unaufgeklärte Verbrechen der Vergangenheit - spannend erzählt und mit glaubwürdigen Ermittlern
Lena am 26.10.2019

Kriminalkommissar William Wisting trifft sich jährlich mit Martin Haugen, dessen Ehefrau Katharina vor 24 Jahren verschwunden ist. Haugen war zunächst selbst verdächtig, hat jedoch ein Alibi, was die vermeintliche Tatzeit betrifft. Wisting hat sich mit dem zurückgezogen lebenden Mann angefreundet, auch wenn er nach wie vor glaubt, dass Haugen mehr über das Verschwinden seiner Ehefrau weiß.   In diesem Jahr verläuft der Jahrestag anders als sonst, denn Wisting trifft Haugen zunächst nicht an. Dafür erfährt er, dass Haugen Beschuldigter in einem Ermittlungsverfahren eines anderen Vermisstenfalls ist, der sich vor 26 Jahren ereignet hat und nicht aufgeklärt werden konnte. Damals ging es um die Entführung einer gut situierten 17-Jährigen. Zusammen mit einem Kriminalkommissar für Cold Cases aus Oslo, Adrian Stiller, beginnt die Polizei beide Fälle wieder aufzurollen - in der Hoffnung, Haugen nach all den Jahren überführen zu können.   "Wisting und der Tag der Vermissten" ist Band 1 der "Cold Cases" von Jørn Lier Horst, aber bereits Band 12 um den norwegischen Kriminalkommissar William Wisting. Der Krimi entwickelt sich gemächlich, wirkt aber durch die kurzen Kapitel und Perspektivenwechsel sehr dynamisch. Der Fall und die Ermittlungen werden überwiegend aus Sicht von Wisting, aber auch aus der Perspektive des jungen, ehrgeizigen Ermittlers Stiller sowie Wistings Tochter Line geschildert, die als Journalistin den "Cold Case" um die Entführung aufarbeitet, mit dem Haugen aus der Reserve gelockt werden soll.   Der Krimi ist abwechslungsreich erzählt, da man nicht nur Einblick in die Ermittlungen, sondern auch in die Pressearbeit und das Privatleben von Wisting erhält. Zudem ist Wisting ein Polizist, der ruhig und besonnen agiert und im Gegensatz zu vielen anderen literarischen Kommissaren herrlich normal und glaubwürdig ist.   Es ist ein unblutiger, ruhiger Krimi, bei dem es um die Aufklärung jahrzehntealter Fälle geht, weshalb die Ermittler weitgehend ohne Druck neuen Spuren folgen und von neuen Ermittlungsmethoden, die Ende der 1980er-Jahre noch nicht existierten, Gebrauch machen können. Spannung entsteht damit nicht durch die Frage, ob die vermissten oder entführten Personen noch gerettet werden können, sondern wie die beiden Fälle mit einander in Zusammenhang stehen, welche Rolle dabei der ominöse "Katharina-Code" spielt, der bisher nicht entschlüsselt werden konnte, und ob der oder die Täter nach all den Jahren zur Rechenschaft gezogen werden können.   Fazit: ein unaufgeregter, solider Krimi aus Skandinavien mit einem sympathischen Ermittler und subtiler Spannung. Band 2 der Reihe erscheint bereits am 3. Januar 2020, in dem Wisting wieder mit Stiller einen unaufgeklärten Kriminalfall aufrollt.

Auftakt der Cold-Case-Reihe
Isa am 16.10.2019

„Wisting und der Tag der Vermissten“ ist der erste Band der Cold-Cases Reihe von Jørn Lier Horst. Jedes Jahr holt Kommissar Wisting zum Jahrestag des Verschwindens von Katharina Haugen die Fallakten (die Kartons hat er bei sich zu Hause deponiert) hervor. Dieser ungeklärte Fall lässt ihn nicht los. Ein Notizzettel der im Haus der Verschwundenen gefunden wurde, gibt Rätsel auf, das bisher noch nicht gelöst wurde. Auch besucht Wisting jedes Jahr den Ehemann Martin Haugen, der sein Hauptverdächtiger war, aber ihm konnte kein Verbrechen nachgewiesen werden. Dann treten in einem anderen Fall neue Spuren auf, die Martin Haugen mit diesem in Verbindung bringen und der Fall wird neu aufgerollt. Gelingt es Wisting mit Hilfe von Adrian Stiller, dem Ermittler einer Cold-Case-Einheit, die beiden Fälle aufzuklären? Wistings Tochter Line, Journalistin im Erziehungsurlaub, wird von ihrer Zeitung beauftragt, mehrere Artikel zu schreiben und bekommt somit eine Rolle bei den Ermittlungen. Dieser Krimi zeichnet sich vor allem durch Ermittlungsarbeit aus, die spannend beschrieben wird, und kommt ohne „Blutrünstigkeit“ und Action aus. Der Roman lässt sich aufgrund der kurzen Kapitel und dem angenehmen Schreibstil gut lesen und man befindet sich schnell im Geschehen wieder. Wisting ist eine sympathische Figur, ein Kommissar ohne gravierende private oder psychische Problemen. Die Personen des Romans haben auch ihre Probleme, aber diese sind meistens realistisch dargestellt. Auf eine Fortsetzung mit Wisting und hoffentlich auch seiner Tochter Line und Adrian Stiller, freue ich mich.

Der „Katharina-Code“ und vierzehn rote Rosen
LEXI am 15.10.2019

Der mysteriöse „Katharina-Code“, der nie entschlüsselt werden konnte, und vierzehn rote Rosen beschäftigen den erfahrenen Ermittler William Wisting auch noch vierundzwanzig Jahre nach dem Verschwinden von Katharina Haugen aus Kleivervei. Der professionell agierende Abteilungsleiter befasst sich seit damals mit diesem ungeklärten Fall, ein jährlicher Besuch bei dem Ehemann Martin Haugen führte im Laufe der Zeit zu einer eigenartig anmutenden Freundschaft zwischen dem damals Tatverdächtigen und dem Ermittler. Wisting hatte nie wirklich an Martin Haugens Unschuld geglaubt, doch sein Alibi war und blieb hieb- und stichfest. Als ein Ermittler der neu gegründeten Cold-Case-Unit in Oslo seinen ersten Fall in Angriff nimmt, stößt er bei der Wiederaufnahme des Entführungsfalles um die Unternehmerstochter Nadia Krogh auf Parallelen zum Verschwinden von Katharina Haugen. Der zielstrebige Kripo-Beamte Adrian Stiller rollt gemeinsam mit William Wisting beide Fälle neu auf und Wistings Erfahrung, sein Feingefühl und diplomatisches Geschick sind gefordert, um die Wahrheit endlich ans Licht zu bringen.   Jørn Lier Horst liefert mit seiner aktuellen Neuerscheinung einen grandiosen Einstieg in eine neue Buchreihe. Seinem liebenswerten Protagonisten William Wisting stellt er einen korrekten, ergebnisorientierten und sympathischen jungen Ermittler zur Seite, der alle Hebel in Bewegung setzt, um seinen ersten Fall erfolgreich abzuschließen. Polizeijuristin Christine Thiis sowie Wistings Kollege und Stellvertreter Nils Hammer spielen hierbei jeweils nur eine untergeordnete Rolle.   Die sprachlich-stilistische Gestaltung dieses Kriminalromans hat mir ausgezeichnet gefallen. Der ruhige, bedächtige Erzählstil, seine akribischen Beschreibungen von Personen und Handlung sowie seine interessant gestrickten Fälle haben mich bereits bei meiner ersten Lektüre des Autors Jørn Lier Horst vollends überzeugt. Auch im vorliegenden Krimi blieb er seinem Schreibstil treu und sorgte erneut für Lesevergnügen vom Feinsten. Altvertraute Fakten werden dem Leser zur Kenntnis gebracht, verschiedene Aspekte dieser komplexen Fälle neu beleuchtet, längst erkaltete Spuren dank neuer technischer Errungenschaften nachverfolgt. Neben der Ermittlungsarbeit der Polizei wird auch dem Privatleben des Protagonisten große Aufmerksamkeit zuteil. Williams Tochter Line ist als engagierte Journalistin beruflich in die beiden Fälle involviert, Lines Tochter Amalie und Wistings Sohn Thomas bereichern jene Handlungsstränge, die Wistings Privatleben thematisieren. Darüber hinaus richtet sich der Fokus zeitweilig auf einige Zeugen und Verdächtige von damals. Sind Martin Haugens manipulative und rachsüchtige Ex-Ehefrau, sein wortkarger und vorbestrafter Nachbar und der Ex-Freund des zweiten Opfers tatsächlich von jedem Verdacht erhaben? Oder sticht Wisting durch seine erneuten Befragungen in ein Wespennest und provoziert damit unbedachte Äußerungen und Handlungen?   Der Spannungsbogen wurde die gesamte Handlung über konstant aufrecht gehalten. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und wurde durch das ungewisse Schicksal der beiden verschwundenen Frauen, Sprache und Handlung vollständig in den Bann dieser Geschichte gezogen. Ein hochwertiges Cover und eine lesefreundliche Schriftgröße runden meinen positiven Gesamteindruck ab.   FAZIT: Dieser Roman aus der Feder meines favorisierten nordischen Krimiautors hat meinem Lesegeschmack in jeder Hinsicht entsprochen. Die komplexe Handlung, die Konzentration auf die Ermittlungsarbeit, das bedächtige und ruhige Erzähltempo und die hervorragend ausgearbeiteten Charaktere machen den Reiz dieses beschaulichen Krimis aus. „Wisting und der Tag der Vermissten“ bescherte mir ein unterhaltsames und interessantes Lesevergnügen und ich genoss es, an Kommissar Wistings Seite dem Rätsel um das Verschwinden der beiden Frauen auf die Spur zu kommen. Dem nächsten Band dieser Reihe sehe ich bereits jetzt mit großer Erwartungshaltung und Freude entgegen.   Völlig begeisterte fünf Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung!

Sehr lesenswert
Dani am 13.10.2019

Irrtümlich dachte ich zunächst, bei „Wisting – und der Tag der Vermissten“ handelt es sich um das erste Buch von Jorn Lier Horst, welches in Deutschland veröffentlicht wird. Tatsächlich ist allerdings bereits eine Krimiserie von ihm erschienen, die bisher komplett an mir vorbeigegangen ist. Hier werde ich auf jeden Fall demnächst aufholen. Wisting ist nämlich weit mehr, als „noch ein Kommissar aus Skandinavien“. Wer früher gerne die Wallander Serie von Henning Mankell gelesen hat, wird auch diesen Krimi mögen. Manch einer mag die häufige Beschreibung vom Wetter als Zeilenfüller betrachten, aber ich finde es perfekt, um mich in die Stimmung des Buches einzudenken.   Eigentlich werden hier gleich zwei alte Vermisstenfälle neu aufgerollt. Sowohl Katharina Haugen als auch Nadia Krogh verschwanden spurlos. Im Zentrum der Ermittlungen steht der Ehemann von Katharina, mit welchen Wisting über die Jahre lose Kontakt gehalten hat. Was das Buch besonders vielseitig und interessant macht ist, dass der Fall von zwei Seiten betrachtet wird. Die Polizei nimmt die Ermittlungen wieder auf und verfolgt die Strategie, die Vermissten wieder in die Medien zu bringen. Dafür arbeiten sie eng mit der Zeitung zusammen. Der Roman beschränkt sich somit nicht nur auf Polizeiarbeit, sondern wir begleiten auch Journalisten bei ihren Recherchen und der Produktion eines Podcasts, was sehr modern wirkt. Eine weitere persönliche Note bekommt die Handlung dadurch, dass es sich bei der verantwortlichen Journalistin um Wistings Tochter Line handelt.   Der Autor verzichtet komplett auf Blut und die Darstellung von Gewalt. Das braucht er auch gar nicht, denn es gelingt ihm wunderbar, nur mit Worten Spannung zu erzeugen und durchgängig zu fesseln. William Wisting ist keiner dieser abgehalfterten Polizisten, die ihren Feierabend mit Drogen oder Alkohol verbringen. Er ist ein sympathischer, solider Witwer, der gerne seine Enkeltochter betreut und sich gut mit seinen Kindern versteht. Ein Mensch, über den ich auf jeden Fall mehr lesen werde.   „Wisting – und der Tag der Vermissten“ war für mich ein absolutes Überraschungs-Highlight und ich wünsche mir, dass dieser Autor in Deutschland viel bekannter wird, denn er verdient es in jedem Fall gelesen zu werden.

Raimund Gaebelein am 06.10.2019

Das Buch wird mit Vorschusslorbeeren überhäuft. Ein wenig offengelassen bleibt die Frage, was es von den bekannten skandinavischen Klassikern abhebt. Wie sieht der eigene Zugang bei der Lösung der Fälle aus? Da sollte man den ersten Band am besten schon selber lesen.

Ein sympathetischer Kommissar
begine am 03.10.2019

  Der norwegische Autor Jørn Lierr Horst war Kriminalhauptkommissar bevor er Kriminalromane schrieb. In seinem neuen Buch „Wisting und der Tag der Vermissten“ bemerkt man , das ein Kenner des Milieus am Werk ist. Es ist Band 1 der Cold Cases – Reihe.   Der Protagonist Kommissar William Wisting versucht seit 24 Jahren einen Mord zu lösen. Den verdächtigten Mann Martin Haugen des Opfers besucht er in jedem Jahr an dem Tag ihres Verschwindens.   Wisting hat sogar die Kisten mit den Akten zu Hause und sieht sie immer wieder durch, ob er nicht etwas übersehen hat. Dann kommt ein besonderer Ermittler von dem Cold Cases der alte Fälle lösen will. Wisting versucht Martin Haugen auszufragen und gibt sich als sein Freund aus.   Der Autor lässt Wisting zu einem sympathischen Kommissar und liebevollen Opa werden. Es geht in diesem Krimi darum, wie die Fälle gelöst werden. Mir hat die Lektüre dieses Krimis gut gefallen.    

Kommentieren Sie diesen Beitrag:
(* Pflichtfeld)
Kommentar senden