Wir Erben

Wir Erben

Was Geld mit Menschen macht

€ 19,99 inkl. MwSt.

»Konnte es sein, dass es einen Faktor gibt, der für uns, alle um die dreißig, die Frage „Wie wirst du leben?“ mitentscheiden würde? Einen Faktor, an den ich bis dato nie gedacht hatte? Die Antwort auf die Frage: „Bist du Erbe oder nicht?“«

Sie leben mitten unter uns und doch im Verborgenen. Wir kennen sie, aber wir wissen nichts von ihnen. Julia Friedrichs begibt sich in eine Parallelgesellschaft und erzählt die Geschichten von Menschen, deren Leben durch ein Erbe bestimmt wird. Wie lebt man, wenn man schon durch den Namen als Spross einer Dynastie zu erkennen ist? Was bewegt einen Patriarchen, seine Kinder zu enterben, und wie entsteht die Versuchung, für ein Erbe zu töten?

Die Autorin zeichnet ein sensibles Psychogramm Deutschlands. Sie entdeckt ein Land, das wie kaum ein anderes Erbe begünstigt und Arbeit belastet. Warum gibt es kaum Debatten um diese Ungleichheit? Und was bedeutet es für eine Gesellschaft, wenn vor allem der ein sorgenfreies Leben führt, der in die richtige Familie hineingeboren wird, und nicht der, der Engagement und Ideen einsetzt?

Ein Porträt der Menschen, die Deutschland künftig prägen werden.

 

  • € 19,99 [D], € 20,60 [A]
  • Erschienen am 16.03.2015
  • 320 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
  • ISBN: 978-3-8270-1209-8
 
 

Leseprobe zu »Wir Erben«

Prolog
Eigentlich ist es ungehörig, diesen Text zu schreiben. Denn dem Erben geht meist das Sterben voran. Und wenig ist so intim wie der Tod. Wenn ein Leben mit dem letzten Atemzug erlischt – weil das Herz aussetzt; weil der Krebs gefräßig ist; das Auto zu schnell. Dann ist das privat, geht nur die an, die den Toten kannten, liebten, hassten; die schreien, weinen oder beschämt aufatmen: die Frauen, Kinder, Enkel. Die Erben. Warum also darüber schreiben?
Weil selbst ein intimer Akt wie der Tod das Leben aller verändern kann. Zumindest, wenn er sich tausendfach wiederholt. Das nächste [...]

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Julia Friedrichs

Julia Friedrichs, geboren 1979, studierte Journalistik in Dortmund. Sie arbeitet als freie Autorin von Fernsehreportagen und Magazinbeiträgen, u.a. für die WDR-Redaktionen »die story« und »Aktuelle Dokumentation« sowie für die »Zeit«. Für eine Sozialreportage wurde sie 2007 mit dem mehr ...

Rezensionen und Pressestimmen

Forum


»Erbschaften verändern Menschen und auch unsere Gesellschaft. Wie genau, ist noch offen. Julia Friedrichs aber zeigt, dass wir dringend darüber reden müssen. Auch wenn die Mehrzahl der in Deutschland lebenden Menschen eine Erhöhung der Erbschaftssteuer ablehnt und die Politik das Thema lieber nicht anfasst – es wird uns früher oder später alle betreffen.«   

Das Büro


»Die Autorin zeichnet ein unterhaltsames Psychogramm der Generation Erbe, bei dem ihre eigenen Gedanken und Gefühle stets deutlich sichtbar bleiben.«   

goethe.de


»Das Thema wird weitestgehend tabuisiert, das ist typische deutsch. Geld gilt als etwas Intimes, über das nicht einmal mit Freunden gesprochen wird, mit denen man sonst alles teilt.«   

Rhein-Sieg-Anzeiger


»Durch das geltende Steuerrecht profitiert die Allgemeint nur selten von diesem sprudelnden Geldsegen. Für ein gerechteres System plädiert die Schriftstellerin deshalb in ihrem Werk, ist aber weitab von einem Feldzug gegen die vermeintlich glücklichen Erben.«   

Wiener Zeitung


»Warum in Deutschland das Erben nicht angetastet werden darf, hat die deutsche Journalistin Julia Friedrichs zu erforschen versucht und hat darüber ein Buch geschrieben.«   

Die Presse


»Über Geld spricht man.«   

Werther Aktuell


»Der Journalistin und freien Autorin Julia Friedrichs ist ein vielschichtiges Porträt der Menschen gelungen, die Deutschland künftig prägen werden.«   

Süddeutsche Zeitung


»Julia Friedrichs beschriebt in ihrem Buch 'Wir Erben' die ungerechte neue Umverteilung in Deutschland.«   

clara - Das Magazin der Fraktion die Linke


»Ein großes Thema der Journalistin Julia Friedrichs ist die Chancengerechtigkeit. Sie untersuchte bereits, welchen Unterschied es in Sachen Bildung, Teilhabe oder nun Vermögen macht, wenn jemand aus einem reichen Elternhaus stammt oder nicht.«   

Süddeutsche Zeitung


»In Deutschland wird der Abstand zwischen Arm und Reich immer größer, beklagt Julia Friedrichs – und fragt sich, warum Sozialdemokraten das nicht ändern.«   

ARD "Günther Jauch"


»In diesem Jahrzehnt wird in Deutschland Vermögen im Wert von bis zu drei Billionen Euro vererbt – so viel wie nie zuvor. Mit der goldenen Erbengeneration komme aber auch eine neue Ungerechtigkeit, warnt Journalistin Julia Friedrichs. Wohlstand gehe künftig immer weniger mit Leistung und Arbeit einher.«   

NDR "Klasik á la carte"


»Über Geld spricht man nicht. Schon gar nicht, wenn es vererbt wurde. Julia Friedrichs hat trotzdem genau das gemacht und aus ihren Gesprächen mit verschiedenen Erben ein Buch geschrieben.«   

WDR "West Art Talk"


»Das Thema Erben ist eines der letzten großen Tabus in Deutschland.«   

flux fm


»Was ganz dringend nötig ist, ist das wir uns darum Gedanken machen, wie wir dieses Ungleichgewicht zwischen Arbeit und Kapital auflösen können. In den letzten 20 Jahren ist eine Entwicklung in Gang gekommen: Arbeit wird immer stärker belastet und man hat immer weniger Möglichkeiten allein durch Arbeit zu Vermögen und Wohlstand zu kommen.«   

ORF "Kontext - Sachbücher in Themen"


»Über das Erben zu reden, gilt allgemein als indiskret. Gleich zwei Tabuthemen hängen daran: der Tod und das Geld. Die deutsche Journalistin Julia Friedrichs hat es dennoch getan und sagt, es war höchste Zeit dieses Thema endlich aufzurollen. Denn: Das nächste Jahrzehnt wird die Dekade der Erben. In Deutschland werden geschätzte drei Billionen Euro als Erbschaft den Besitzer wechseln - ein noch nie dagewesener Vermögenstransfer.«   

MDR Figaro


»Friedrichs schreibt flüssig und erzählerisch, flicht die Ebenen geschickt ineinander, bleibt selbst auch sichtbar mit ihren Gedanken und Gefühlen. Spricht auch das Thema ‚Neid‘ an, was wichtig ist, schließlich ist niemand davor gefeit. Umso wichtiger, dass die Autorin damit klar und offen umgeht: ein erhellendes, kluges Buch.«   

SWR "Frank Elstner - Menschen der Woche"


»Julia Friedrichs geht in ihrem aktuellen Buch der Frage nach, wie das beträchtliche Erbe der Nachkriegsgeneration, das nun an die Kinder und Enkel weiter gegeben wird, unsere Gesellschaft verändern wird.«   

MDR Figaro


»Noch nie wurde in Deutschland so viel Vermögen vererbt. Was macht es mit der Gesellschaft, dass manche viel Geld kriegen ohne zu arbeiten - und dafür kaum Steuern zahlen?«   

ZDF "Markus Lanz"


»Für ihr aktuelles Buch 'Wir Erben' hat Julia Friedrichs zahlreiche Erben und Erblasser interviewt. Die Autorin berichtet von ihren Begegnungen und erklärt, warum jedes fünfte Erbe einen Familienstreit auslöst.«   

Süddeutsche Zeitung


»Kein gutes Zeichen, wenn die bloße Frage nach Gerechtigkeit sofort als Neid denunziert wird.«   

Radio Bremen "3 nach 9"


»Die vielfach ausgezeichnete Journalistin Julia Friedrichs hat Erben und Erbende getroffen und sich die Frage gestellt, wie das "geschenkte Geld" die Gesellschaft künftig verändern wird.«   

NDR "3 nach 9"


»Die vielfach ausgezeichnete Journalistin Julia Friedrichs hat Erben und Erbende getroffen und sich die Frage gestellt, wie das "geschenkte Geld" die Gesellschaft künftig verändern wird.«   

Hessischer Rundfunk "Hauptsache Kultur"


»Sie hat unterschiedliche Menschen getroffen: Erben, denen das Geld peinlich ist; Erben, die sich mit ihren Miterben zerstreiten - und Erben, die plötzlich so reich sind, dass sie keinen Sinn im Leben finden. Außerdem fragt Julia Friedrichs in ihrem Buch "Wir Erben", welche gesellschaftlichen Veränderungen sich dadurch ergeben. Denn die soziale Spaltung in Deutschland wird durch das Vererben noch größer: Ist das überhaupt gerecht?«   

ZDF "Berlin direkt"


»In der Erbenrepublik verschiebt sich das Verhältnis zwischen Erarbeiteten und Vererbten Vermögen. Nur darüber wird derzeit noch nicht gesprochen.«   

NDR Info


»Billionen von Euros werden in den nächsten Jahren in Deutschland vererbt - mit eklatanten Folgen für den Einzelnen und die Gesellschaft!«   

faz.net


»Eine zunehmende Zahl von Menschen muss mit den Verschlechterungen ihrer Lebensbedingungen umgehen, während sich gleichzeitig eine Minderheit eines wachsenden Reichtums erfreuen kann.«   

WDR 3 "Resonanzen"


»Deutschland steht eine riesige Erbschaftswelle bevor. Doch wer die ominösen Erben sind, ist nur schwer auszumachen. Bloß nicht auffallen, ist die Devise. Die Journalistin Julia Friedrichs spürt in ihrem Buch 'Wir Erben' dieser plötzlich zu Reichtum gekommenen Spezies nach und macht überraschende Entdeckungen.«   

hr 2 Kultur "Das aktuelle Kulturgespräch"


»Die Nachkriegsgeneration wird ihr Vermögen an die Kinder und Enkel weiter geben - ein Vermögenstransfer in noch nie dagewesenem Ausmaß. Die Konsequenz: Deutschland wird ungerechter werden. Und die Frage wird künftig lauten: Bist du Erbe oder nicht? Die Journalistin Julia Friedrichs hat über diese Frage ein Buch geschrieben - im hr2 Kulturcafé spricht sie über ihre Recherchen.«   

rbb Kulturradio


»Noch nie gab es in der Generation der Rentner und Pensionäre so viel Vermögen. Aber was macht das viele Geld mit den Erben? Ist es gerecht, dass manche Menschen so viel Geld bekommen, ohne zu arbeiten? Fragen, die Julia Friedrichs in ihrem Buch 'Wir Erben' beantworten möchte.«   

Spiegel Online


»Sie erben Geld, Schmuck, Immobilien – glücklich sind sie nicht. Die Autorin Julia Friedrichs hat sich mit Menschen befasst, die durch Nachlässe wohlhabend geworden sind. Und viel zu grübeln haben.«   

Zeit Magazin


»Noch nie wurde in Deutschland so viel Vermögen vererbt. Ist es gerecht, dass manche, ohne zu arbeiten, viel Geld kriegen und dafür kaum Steuern zahlen? Zeit für ein paar Fragen.«   

Die Zeit


»Die Erbenrepublik – Fünfzig Prozent der Deutschen werden in den kommenden Jahren etwas erben, die anderen nichts. Julia Friedrichs fragt, was das wohl mit uns allen macht.«   

ZDF aspekte


»Es ist eine gigantische Erbschaftswelle, die in den nächsten zehn Jahren auf Deutschland zu rollt: Drei Billionen Euro werden in diesem Zeitraum von der Wirtschaftswundergeneration an Kinder und Enkel vermacht. Aber was hat dieser Tsunami für unsere Gesellschaft zu bedeuten?«   

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