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Wie Kinder gerne lernenWie Kinder gerne lernen

Wie Kinder gerne lernen

Internationale Konzepte für eine Schule der Zukunft

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Wie Kinder gerne lernen — Inhalt

Auf der Spur der glücklichsten Schüler von Lima bis London 

Lernen ist ein menschliches Grundbedürfnis. Egal wo wir geboren werden, egal wie viel wir besitzen – wir sind die Summe unseres Wissens. Unsere Ausbildung bestimmt darüber, wie viel wir verdienen, wie zufrieden wir sein werden und wie lange wir leben. Bildungsexperte Alex Beard beobachtet daher mit Sorge, dass die Bildungslandschaft mit dem Wissensbedürfnis der Menschen nicht mehr mithalten kann. Wir leben in einem Informationszeitalter, doch unsere Schulen sind Relikte einer industriellen Ära. Auf der Suche nach der Schule der Zukunft bereist er die Bildungsfabriken Koreas, erkundet das Inklusions-Geheimnis finnischer Schulen, spricht mit den Erfindern der PISA-Studie und ergründet so die Wurzeln wahrer Kreativität.

Wie Bildung im 21. Jahrhundert aussehen sollte

Alex Beard ist der international renommierte Bildungsexperte von Teach First

€ 24,00 [D], € 24,70 [A]
Erschienen am 02.05.2019
Übersetzt von: Franka Reinhart, Claudia Van Den Block
496 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
EAN 978-3-492-05743-1
€ 19,99 [D], € 19,99 [A]
Erschienen am 02.05.2019
Übersetzt von: Franka Reinhart, Claudia Van Den Block
496 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-99365-4

Leseprobe zu „Wie Kinder gerne lernen“

Ein Märchen von zwei Akademien

Die Zukunft ist hier,
sie ist nur ungleich verteilt.

William Gibson

Ins Licht

Der Hippeius Kolonos liegt etwa eine Meile nördlich des antiken Athen. Der dicht mit Wein, Olivenbäumen und Lorbeer bewachsene Hügel, am Gipfel ein Poseidon-Tempel und ein heiliger Hain der Erinnyen oder Furien, war angeblich die letzte Ruhestätte des Ödipus und Geburtsort des großen Dramatikers Sophokles. Wären wir im Jahr 385 vor Christus an einem lauen mediterranen Abend dort hinaufgestiegen, umschmeichelt vom rosa Licht der Ägäis und dem [...]

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Ein Märchen von zwei Akademien

Die Zukunft ist hier,
sie ist nur ungleich verteilt.

William Gibson

Ins Licht

Der Hippeius Kolonos liegt etwa eine Meile nördlich des antiken Athen. Der dicht mit Wein, Olivenbäumen und Lorbeer bewachsene Hügel, am Gipfel ein Poseidon-Tempel und ein heiliger Hain der Erinnyen oder Furien, war angeblich die letzte Ruhestätte des Ödipus und Geburtsort des großen Dramatikers Sophokles. Wären wir im Jahr 385 vor Christus an einem lauen mediterranen Abend dort hinaufgestiegen, umschmeichelt vom rosa Licht der Ägäis und dem aus der Gluthitze des Bodens aufsteigenden Oregano-Duft, hätten wir vielleicht den Blick nach Westen schweifen lassen und eine der größten Erfindungen der menschlichen Geschichte erblickt – die Schule.

Diese Schule lag in einem Hain mit Namen Akademeia, benannt nach dem griechischen Heros Akademos, der einst Athen vor der Zerstörung gerettet hatte. Die Gegend war damals bekannt als Startpunkt eines stimmungsvollen Rituals, nämlich eines nächtlichen Fackellaufs in die Stadt. Die Teilnehmer liefen über eine Gräberstraße mit den Ruhestätten verstorbener Athener, um als Erste mit ihrer Flamme den Prometheus-Altar zu erreichen. Auch Athene selbst, der Göttin der Weisheit, war der Ort heilig.[i] Damals hatte gerade ein weit gereister Adliger mittleren Alters, ein gewisser Platon, einen großen Teil dieses Geländes erworben, um dort seinen neuen „akademischen“ Klub einzurichten, der sich der Suche nach der Erkenntnis verschrieben hatte.

Platons Akademie wurde schnell zum intellektuellen Treibhaus, vergleichbar heute etwa dem MIT oder der University of Cambridge. Zu den vielen illustren Alumni gehört auch Aristoteles, der später sein eigenes Lykeion gründen und zum Lehrer Alexanders des Großen werden sollte. Ihr Gedankengut sollte ganze Zivilisationen prägen. Das Lernen bestand in Gesprächen über bestimmte Texte und Fallstudien, wobei ein Lehrer – häufig Platon selbst – Fragen aufwarf, die die Mitglieder im Gespräch ausleuchten sollten; genau wie heute in der Harvard Business School. Themen waren Mathematik und Philosophie, sie reichten von der naturwissenschaftlichen Analyse der Bewegungen der Himmelskörper bis hin zu Überlegungen zu den besten Regierungsformen. Platon schrieb viele dieser Fallstudien in seiner Politeia nieder, in der sein einstiger Mentor Sokrates als Lehrer auftritt, dazu weitere Mitglieder aus seinem Umfeld als seine Schüler. Eine der berühmtesten Passagen ist das sogenannte Höhlengleichnis.[ii]

Stellen wir uns eine ganz spezielle Höhle vor. Darin sind auf einer Seite eine Gruppe von Menschen an den Boden gekettet; ihre Schenkel und Nacken sind so fixiert, dass sie nur auf eine leere Wand starren können. In dieser Position sitzen sie seit frühester Kindheit, sie haben also ihr Leben lang nichts anderes zu Gesicht bekommen als diese Höhlenwand vor ihnen. In ihrem Rücken brennt ein Feuer, und davor steht eine niedrige Mauer, über die verborgene Helfer verschiedene Gegenstände emporhalten und dazu Geräusche von sich geben. Die Gefangenen sehen also lediglich bewegliche Schatten, die auf die Wand vor ihnen geworfen werden, und weisen die Geräusche den gespenstischen Formen zu. Sie interpretieren eine Bedeutung in das Schattenspiel und fangen an, es für die Wirklichkeit zu halten. Mehr kennen sie nicht. Die flackernden Formen und unheimlichen Geräusche sind ihre ganze Welt.

Was, fragt nun Sokrates, würde passieren, wenn einer dieser Gefangenen befreit würde?

Beim Umdrehen würde das helle Feuer ihn zunächst blenden, er könnte noch nicht einmal die Umrisse von Gegenständen erkennen und die neuen Eindrücke, die seine Sinne überfallen, in keiner Weise einordnen. Erschrocken würde er sich wieder zu seiner Wand umwenden. Stellen wir uns nun vor, dass jemand ihn aus der Höhle herausschleppt, am Feuer vorbei in das sonnendurchflutete Land draußen über der Höhle. Der Gefangene wäre wütend, halb blind, er würde sich wehren und fest an seiner alten Vorstellung vom Leben festhalten. Nach der Wand und den Schatten empfände er die farbenfrohe Welt rund um ihn wie eine schockierende Halluzination. Doch ganz allmählich würden seine Augen sich an das Licht gewöhnen, der Schmerz ließe nach, und er würde sich in eine neue, unendlich schönere Wirklichkeit einfinden. Er wäre glücklich über die Veränderung und würde eiligst zu seinen Höhlengefährten zurückkehren, um auch sie zu befreien.

Platons Höhlengleichnis lässt sich als Parabel auf das Lernen lesen. 2500 Jahre später ist uns die Bildsprache von Licht und Dunkelheit als Metapher für Wissen und Unwissenheit noch immer geläufig. Wir verstehen uns als empfindsame, bewusste und rationale Lebewesen, als Menschen, die „das Licht gesehen“ haben. Wir sind der Meinung, dass immer mehr Menschen die Höhle hinter sich gelassen haben und in die Oberwelt eingetreten sind. Für Platon hingegen war klar, dass die meisten von uns diese Reise noch vor sich haben. Sein Ziel – und das seiner Schule – lautete, mehr Menschen in das sonnendurchflutete Land der Aufklärung hinaufzuführen. Es war Aufgabe des Philosophen, die Grenzen der menschlichen Erkenntnis zu erweitern, die Welt immer vollständiger zu begreifen und herauszufinden, wie Individuen und Gesellschaften darin am besten leben sollten.

Heute stehen wir vor einer noch größeren Herausforderung. Wir glauben, dass jeder eine gute Bildung erfahren sollte, nicht nur reiche Adlige. Unsere Jugend muss in einer Welt zurechtkommen, die sich in scheinbar exponentiellem Tempo verändert und einer ungewissen Zukunft entgegensteuert. Doch ein Blick auf unsere Schulsysteme zeigt uns nicht Platons scharfsichtiges Ziel, die Menschheit zu verbessern, sondern kränkelnde Bürokratien, die sich abmühen, in der allgemeinen Finsternis ein paar hell flackernde Lichtpunkte am Leben zu erhalten. Wie die Sterne in einer diesigen Nacht über dem modernen Athen.

Nie die Flinte ins Korn

Ich hatte meinen Abschluss, also unterrichtete ich. Eines hellen Septembermorgens vor zehn Jahren radelte ich durch die Old Kent Road – bekannt als die billigste Karte im London-Monopoly – auf dem Weg in mein neues Leben als Englischlehrer. Die Schule lag in einem der ärmsten und facettenreichsten Viertel, Elephant and Castle, benannt nach einer Poststation aus dem 18. Jahrhundert. Ich kannte es nur vom Hörensagen. Es gab in der Gegend vor allem zwei Wohnsiedlungen, Aylesbury und Heygate, die wegen ihrer labyrinthischen Fußwege und schmuddeligen Treppenhäuser nach Einbruch der Dunkelheit No-go-Zonen waren.[iii] Die Walworth School sah nicht viel besser aus. Bei einem Treffen mit neuen Lehrern im Bezirk erklärte ein älterer Kollege von einer nahe gelegenen Schule: „Wir sagen unseren Kindern immer, dass sie hier enden werden, wenn sie sich nicht zusammenreißen.“ Meine erste Lehrerkonferenz sollte mit der nüchternen Meldung beginnen, dass ein vierzehnjähriger Schüler ums Leben gekommen war – bei einer Messerstecherei nach einem Fußballspiel.

Dieser erste Tag war für Walworth freilich ein echter Neubeginn.[iv] Die Schule war soeben zur „Academy“ geworden; dieses Regierungsprogramm sollte Problemschulen in Großstädten zu mehr Geld und mehr Autonomie verhelfen, wobei sie natürlich weit vom Athener Original einer Akademie entfernt blieben. Durch das Schultor trat ich an diesem Morgen mit dem explosiven Mix aus blank liegenden Nerven, schierer Inkompetenz und platonischen Idealen, die allen Junglehrern gemein sind. Ich hatte Angst, ich war schlecht vorbereitet, aber ich wusste – ich wusste! –, dass ich nach drei Wochen Robin Williams aus dem Klub der toten Dichter sein würde. Schließlich sagte mir alles, was ich in meiner eigenen Schule und an der Universität gelernt hatte, dass Unterrichten ganz einfach war. Man warf die richtigen Probleme auf, zeichnete interessante Gedankenexperimente vor, und dann lehnte man sich zurück, ließ die Schüler selbst denken und diskutierte.

Meine ersten Stunden waren ein totaler Reinfall. Ich war zunächst in den unteren Klassen gelandet, und die jüngeren Kinder fand ich begeistert, aber undurchschaubar. Einmal kam während der Stunde der elfjährige Kai strumpfsockig zu mir und erklärte, seine Schuhe seien (wir waren im 3. Stock) aus dem Fenster gefallen, ob er sie holen gehen dürfe. Eine besonders wilde Pause endete mit einem Krieg zwischen Shaun auf der einen Seite des Klassenzimmers und Marcel auf der anderen Seite; sie verwendeten Stühle als Geschosse und Tische zur Deckung. Jede Stunde begann mit einem deprimierenden Chor von verlorenen Büchern, vergessenen Hausaufgaben und Versuchen, sich in die glorreiche Freiheit der Toilette flüchten zu dürfen. Es sprach sich herum, wie sehr ich zu kämpfen hatte, regelmäßig wurden kompetente Kollegen zur Unterstützung herbeigerufen. Die Haine von Akademeia wirkten wie ein fernes Traumland.

In den höheren Klassen klappte es nicht viel besser. Zwar wusste man, dass es dort zeitweilig Versuche mit Lesen und Schreiben gab, aber die Hauptbeschäftigungen der älteren Schüler bewegten sich meistens zwischen gelangweiltem Aus-dem-Fenster-Starren, Hochleistungsmissverstehen und dem ständigen Übertrumpfen mit immer neuen „Deine Mutter“-Flüchen. Eine 10. Klasse war geradezu eine UN-Vollversammlung, da saßen dreißig Jugendliche britischer, irischer, chinesischer, jamaikanischer, liberianischer, kongolesischer, afghanischer, somalischer, sudanesischer, nigerianischer, türkischer, portugiesischer und vietnamesischer Herkunft mit ebenso vielen Meinungsverschiedenheiten. Viele von ihnen sprachen zu Hause kein Englisch. Mir war freilich immer weniger zum Lachen zumute. Die Schüler mussten auf das GCSE in Englisch vorbereitet werden, die anspruchsvolle Abschlussprüfung für die Sekundarstufe, die über ihre Zukunft entscheiden würde. Der Klassendurchschnitt lag meist bei D, E oder F, also weit unter Ausreichend. Wenige Monate später müssten ihre Noten bei A, B oder C liegen, wenn sie überhaupt eine Chance haben wollten.

Innerhalb des Unterrichts würden wir in den nächsten eineinhalb Jahren gemeinsam zwei Shakespeare-Stücke durchnehmen, über die eine schriftliche Arbeit abgefasst werden sollte. Trotz aller Unkenrufe freute ich mich darauf, meine Denkmuskeln mal wieder ein bisschen anzustrengen. (In meinem Bewerbungsgespräch für die Lehrerstelle hatte ich meine Liebe zur Literatur erwähnt und meine Pläne, einige Lücken durch die Lektüre von Klassikern zu füllen – Milton, Marvell, Woolf und Eliot. Die Leiterin des Vorstellungsgesprächs hatte mich geduldig angesehen und erwidert: „Das klingt toll, aber ich würde vielleicht mit den Geheimnissen von Green Lake anfangen und dem Jungen im gestreiften Pyjama.“) Die Schule hatte als Textgrundlage Romeo und Julia sowie Macbeth ausgesucht, und ich verbrachte mehrere Wochenenden damit, mir eine klare Meinung dazu zu bilden. Die Kids würden tolle Arbeit leisten, so schwer sie sich auch tun würden. Genau dafür war ich schließlich Lehrer geworden.

Doch leider funktionierte es nicht. Mit der Lektüre von Romeo und Julia kamen wir lähmend langsam vorwärts. Eine Woche verbrachten wir mit dem Versuch, den Prolog zu verstehen, und lasen am Ende nur ein paar Szenen aus dem Stück. Die Schüler schafften es, Meinungen dazu zu äußern, wenn ich Lückentexte mit einer Auswahl von drei Adjektiven vorbereitete, aber abgesehen davon fiel ihnen nichts ein. Nachdem wir Baz Luhrmanns Verfilmung angesehen hatten, um wenigstens die inhaltlichen Lücken zu füllen, kamen in jedem Essay über das 16. Jahrhundert personalisierte Revolver, Muscle-Cars und explodierende Tankstellen vor. Trotz meiner großen Hoffnungen, die Klasse würde in der Erkenntnissuche und der Liebe zur Literatur Erfüllung finden, lieferten sie in ihrer ersten schriftlichen Arbeit hartnäckig ungenügende Noten ab.

Ich dachte zurück an meine eigene Schulzeit. Ich hatte das Glück gehabt, eine gute Grundschule in einer Kleinstadt in den Midlands zu besuchen, wo die Lehrerinnen eigentlich eher Ersatzmütter oder -omas waren und meinen Wissensdrang geweckt hatten. Danach war ich meine gesamte Schulzeit über an einer Privatschule gewesen. Sie rühmte sich der größten zusammenhängenden Rasenfläche Großbritanniens und eines Flügelaltars – man benutzte das ehrwürdige Fachwort reredos –, der bekanntermaßen auf sechs Millionen Pfund geschätzt wurde (ein Lieblingsspiel des Religionslehrers bestand darin, die Jungen herauszufordern, sich durch die Laserstrahlen des Sicherheitssystems bis zum Altar zu schlängeln wie kleine Einbrecher-Lehrlinge). Wir nannten unsere Lehrer Dons (Dozenten) und den Direktor Warden. Im Englischunterricht büffelten wir Jane Austen und T. S. Eliot, und dann schrieben wir alle Essays, die mit A oder A* benotet wurden. Das alles geschah mit einer gewissen Selbstverständlichkeit – genauso selbstverständlich wie das unvermeidliche Scheitern der Klasse, in der ich unterrichtete.

Doch eine Erkenntnis trieb mich an. Als ich diese Kids aus dem südlichen London immer besser kennenlernte, indem ich Tag für Tag mit ihnen arbeitete und redete, stellte ich schnell fest, dass zwischen ihnen und meinen alten Schulkameraden kein grundsätzlicher Unterschied bestand. Sie hatten dieselben Träume, dieselbe Kameradschaft, dieselben Fehden und dieselben Teenager-Ängste. Ihre Eltern wollten genau wie meine, dass sie Erfolg hatten und glücklich wurden. Sie hatten keine vornehmen Schulmäntel und keinen Umgang mit Rassehunden, aber das waren nur Äußerlichkeiten. Was ihr Potenzial anging, ihren Ehrgeiz und vor allem ihren Witz, waren sie meinen privilegierten Mitschülern im Internat mehr als ebenbürtig. Doch wo die Gesellschaft uns auf die Sprünge half, ließ sie diese Kinder eben links liegen.

Ich fühlte mich weit, weit weg von Platon. Sogar weit weg von Robin Williams. Die Klasse scheiterte, und ich war völlig ratlos.

Die Patentlösung

Zu diesem Buch haben mich genau die Kinder an dieser Schule im südlichen London inspiriert. Als Lehrer stellte ich verblüfft fest, dass Schule heute im Grunde noch genau dasselbe ist wie zu Platons Zeiten. Ein Kind aus dem antiken Athen, das per Zeitreise zu uns stieße, würde vielleicht staunen über unsere Smartphones, wäre überwältigt von unseren dicht bevölkerten Städten und verängstigt von den Autos auf unseren Straßen. Ein Klassenzimmer mit Lehrer und Schülern wiederzuerkennen wäre dagegen ein Kinderspiel. Bei all unserem Fortschritt in anderen menschlichen Betätigungsfeldern – Medizin oder Neurologie, Psychologie oder Technologie: Brauchen wir nicht längst eine Revolution in der Art und Weise, wie wir lernen?

Die 2400 Jahre, die uns trennen, haben epochale Umbrüche gebracht: ein fast unbegreifliches Bevölkerungswachstum; riesige landwirtschaftliche, industrielle und technologische Revolutionen; unglaubliche Veränderungen in unserer Wissensschöpfung und -verbreitung; neue Formen der sozialen und politischen Organisation; Einsichten in die Geheimnisse unseres Denkens. Unendliche Herausforderungen durch Globalisierung, Automatisierung und Klimawandel sind die Folge. Wollen wir sie meistern, müssen wir unseren Einfallsreichtum weiter steigern, unsere Fähigkeiten voll entwickeln und unsere Kooperation als Spezies radikal verbessern, um unser menschliches Potenzial zu entfalten. Das Lernen muss zu einem Thema werden, für das sich unsere Generation voll und ganz einsetzt.

Wie sollen wir Bildung heute angehen? Auf den folgenden Seiten wollen wir gemeinsam herausfinden, was es bedeutet, in unserer sich schnell verändernden Welt zurechtzukommen, und was wir tun können, damit wirklich all unsere Kinder dabei mithalten. Zu Platons Zeiten ging es vor allem darum, erwachsenen Männern zu ermöglichen, die Grenzen des menschlichen Wissens und Verstehens zu erweitern. Heute steht das zwar immer noch auf der Agenda, doch eine wichtigere Frage lautet, wie wir den Zugang zu den Weiten der menschlichen Entwicklung allen Kindern, und allen Menschen ermöglichen können. Unser Ziel ist nicht mehr die glorreiche Entfaltung einer Handvoll Philosophen-Bürger in einem antiken Stadtstaat, sondern die Entfaltung einer Menschheit von Philosophen, die unsere globalisierte Hightech-Welt erfolgreich steuern kann.

Nach meinen ersten wechselhaften Lehrerfahrungen vor zehn Jahren stellte ich mich meiner Verblüffung über den niedrigen Lernstand meiner Schüler und machte mich auf zu einer lebenslangen Suche nach neuen Ideen und aufregenden Neuerungen, die uns dazu bringen könnten, Schule neu zu erfinden und die veralteten Hierarchien unseres globalen Erziehungssystems neu auszurichten. Auf dieser Reise stellte ich mir immer wieder die Frage, die im Mittelpunkt allen Lernens steht: Warum? Warum ähneln die Schulen von heute den Schulen im antiken Athen? Warum stellen wir schulischen Erfolg über alles? Warum sind die Kinder in ihren Lernerfahrungen so häufig unglücklich? Warum verfolgen wir weiter ein industrielles Modell, das die Wirtschaft längst ausrangiert hat? Und vor allem hatte ich ständig ein einziges Ziel vor Augen: darzustellen, wie das Lernen im 21. Jahrhundert aussehen sollte.

Die Suche, auf die wir uns gleich gemeinsam begeben werden, hat mich in die ganze Welt geführt, von den intelligenten Maschinen im Silicon Valley bis in die koreanischen Examensfabriken; vom besten Lehrer Finnlands bis zum klügsten Schüler in Großbritannien; vom MIT-Professor, der einen Roboter entwickelt, bis zum Hongkonger Schulkind im Kampf gegen eine Supermacht; von Lehrern, die wie Leistungssportler ausgebildet werden, bis zu Schülern, die ohne Lehrer lernen. Ich war in Schulen auf allen Kontinenten, habe mit führenden Neurowissenschaftlern und Experimentalpsychologen gesprochen, die legendärsten Pädagogen getroffen. Ich habe die Beschränkungen meines Denkens und die Grenzen der neuesten Technologien ausgetestet. Sogar in Hollywood war ich. Und das Gute ist: Überall bin ich auf Hinweise gestoßen, dass wir an der Schwelle zu einer Lernrevolution stehen.

Dieses Buch stellt die drei entscheidenden Faktoren heraus, die diese Transformation vorantreiben werden. Der Text ist in drei Teile untergliedert.

Der erste Teil fordert ein neues Denken. Die Wissenschaft weiß heute viel darüber, wie unser Gehirn funktioniert, und zeigt, dass jeder Einzelne von uns über sehr viel mehr Lernkapazität verfügt, als wir meinen. Wir sind geboren, um zu lernen, und tatsächlich lernt jeder von uns gern – aber allzu häufig bremst uns die falsche Annahme aus, dass unsere Intelligenz ein unveränderlicher Wert ist. Das ist sie nicht. Unsere Vorstellung vom Verstand ist gebunden in den Metaphern der Computerwissenschaft, doch er ist nicht einfach eine Maschine, die von den Schulen programmiert wird. Das Gehirn lebt, es ist unbändig, stellt sich einer ständigen Hinterfragung. Die wissenschaftliche Revolution, die im 19. Jahrhundert der Medizin gegolten hat, steht womöglich heute der Bildung bevor. Wenn wir neu über die menschliche Entwicklung nachdenken, konzentrieren wir uns darauf, uns selbst zu optimieren und nicht unsere Technologie.

Der zweite Teil regt uns an, es besser zu machen. Unsere Schulen werden einigermaßen ihrem Anspruch gerecht, solide ausgebildete Arbeiter und Angestellte zu produzieren, die ordentlich gedrillt sind in den Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen. Doch in Zeiten, in denen durch Automatisierung und Globalisierung traditionelle Jobs wegfallen, müssen traditionelle Schulmodelle eben auch neuen Schulformen weichen, die Kreativität und Zielstrebigkeit fördern. Ein Handwerker will ästhetische Arbeiten abliefern, er kann geschickt mit den geeigneten Werkzeugen umgehen und ist in seinem Element, wenn er seine Techniken beherrscht. Es besser zu machen bedeutet, bei der menschlichen Kreativität anzusetzen. Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Kinder Mittel entwickeln, um sich selbst auszudrücken und ihren Platz in der Welt zu finden. Dieses angewandte Lernen ist unser hehres Ziel.

Der Schlussteil erklärt, warum wir uns engagieren müssen. Die Bildung unserer Kinder ist unsere große Aufgabe und bleibt die wichtigste Verpflichtung der Menschheit. Doch in den letzten Jahren hat sie mehr und mehr ihre ureigene menschliche Prägung verloren. Die Schulen lehnen sich immer stärker an Paradigmen der Produktion oder des Markts an, suchen Effizienz und Wettbewerb. Das hat uns große Fortschritte bei der Lese- und Schreibfähigkeit beschert und Prüfungsleistungen verbessert, aber gleichzeitig lässt es die Schüler in einem brutalen Wettkampf um die Spitzenplätze antreten, engt die Parameter des Lernens ein und lässt als einzigen Maßstab den ökonomischen Output gelten. In Zukunft müssen wir die ethischen und humanistischen Dimensionen des Lernens wieder stärker in den Mittelpunkt rücken. Engagement bedeutet, unser Bildungssystem um ein gemeinsames Wertesystem herum aufzubauen, nicht um neue Technologien, und es eher wie ein Ökosystem zu betrachten als als Wirtschaftsunternehmen. Das Gedeihen der Menschheit und unseres Planeten hängt davon ab, wie wir unsere soziale und emotionale Intelligenz entwickeln. Wir müssen lernen, zu kooperieren und gemeinsam die Zukunft zu bauen, die wir uns wünschen.

Unser Ausgangspunkt bildet eine stabile Grundlage. Nie war es besser, Schüler zu sein, als heute. 1,2 Milliarden Kinder gehen zur Schule. Vor ihnen stehen von Lima bis Lucknow über 50 Millionen Lehrer, die fast alle begeistert, qualifiziert und engagiert sind.[v] Doch wenn wir nicht ganz schnell die Art und Weise, wie Kinder lernen, an die sich wandelnden Bedürfnisse der Welt von heute anpassen, droht uns der Verlust einer ganzen Generation. 600 Millionen dieser Kinder bewältigen derzeit nicht die Grundlagen, geschweige denn die Fertigkeiten, die sie für ihren Erfolg brauchen.[vi] Unterdessen bindet uns die Erfahrung an die Vergangenheit. In Sachen Schule fühlt sich jeder als Experte. Die meisten von uns haben mindestens zwölf Jahre – mehr als die legendären 10 000 Stunden – in Klassenräumen verbracht. Aber wir haben das Falsche gelernt. Das Fach Lernen ist nicht wirklich eine Kunst und noch keine Wissenschaft – paradoxerweise wirkt es manchmal so, als gäbe es darin bis heute kein profundes, einheitliches Expertenwissen.

Dabei ist es hier und jetzt an der Zeit, dieses Wissen zu vereinen. Wenn wir neu denken, es besser machen und engagiert bleiben, können wir in der Schulbildung eine neue Aufklärung herbeiführen, die dafür sorgen wird, dass immer mehr Kinder ihr Potenzial voll entfalten können. Wie die Physiker ihre Weltformel haben, müssen wir in der Pädagogik nach der Entfaltung der gesamten Menschheit streben. Für den Homo sapiens ist Weisheit – Lernen – das Alleinstellungsmerkmal, das uns von unseren evolutionären Vorfahren unterscheidet. Die Kultivierung dieses Merkmals sollte das höchste Ziel der Menschheit sein. Wir müssen diesen technologischen Umbruch nutzen – angesichts einer joblosen Zukunft, versiegenden Ressourcen und führerlosen Autos –, um einen Schritt zurückzutreten und uns eine Welt auszudenken, die die menschliche Entwicklung in den Mittelpunkt stellt. Alles hängt davon ab, wie gut wir das schaffen.

Wieder scheitern – besser scheitern

Ein Jahr später stand meine Klasse vor dem Übertritt in die 11. Klasse. Bis zu den ersten Abschlussprüfungen waren es noch etwas mehr als sechs Monate. Schon bald würden sie in weiterführende Schulen und Universitäten von der Schule abgehen. Ihre Noten wären der einzige Leistungsnachweis, den sie ihren künftigen Schulen oder Arbeitgebern vorweisen könnten. Der andere Weg, also Arbeitslosenquoten von über 50 Prozent für Schulabgänger ohne qualifizierenden Abschluss, war keine Option. Da waren sich alle einig.

Eines Tages standen wir vor einer besonders schwierigen Passage von Macbeth. Fabrice, ein Fünfzehnjähriger, der im Kongo geboren und über eine mehrjährige Station in Rotterdam nach London gekommen war, kämpfte mit einem Gedanken. Er war Anführer einer Gruppe von Unruhestiftern gewesen, die allmählich doch Spaß am Lernen entwickelten. Wir sprachen gerade über Regieanweisungen und diskutierten die möglichen Entscheidungen eines Regisseurs, wie die Szene darzustellen wäre, in der Macbeth den Dolch vor sich sieht: „Ist das ein Dolch, was ich vor mir erblicke (…)?“ Für die Frage, die ich gestellt hatte, musste man mehrere abstrakte Gedankengänge miteinander verknüpfen: Wie würde es sich auf das Verständnis des Publikums von Macbeths Charakter auswirken, ob der Regisseur sich entschied, den Dolch tatsächlich zu zeigen oder eben nicht?

Das Problem war absolut auf der Höhe von Platons Höhlengleichnis. Amir, ein zierlicher Teenager aus Afghanistan, der als Unruhestifter in meine Klasse versetzt worden war, schnipste mit dem Finger und wollte dringend eine Antwort loswerden. Wegen seiner frischen und kulturell andersartigen Perspektiven – er glaubte fest an die bösen Zauberkräfte von Katzen – war er begeistert, dass es in Macbeth um Zauberei und Hexenkunst ging, und hatte auf dieser Grundlage so überzeugende wie originelle Gedanken zu Shakespeare entwickelt. Fabrice überlegte weiter.

„Ja!“ rief er plötzlich. „Ich hab’s!“

Während Amir mit hochgerecktem Finger auf seinem Stuhl auf und ab hüpfte, sprach Fabrice ganz ruhig weiter. Es war einer der wenigen Momente, in denen ich förmlich sah, wie in meinem Klassenzimmer gelernt wurde. Fast hörte ich die Zahnräder in seinem Gehirn schnurren. Er vollbrachte gerade eine neue, komplexe Denkleistung.

„Wenn wir den Dolch sehen, denken wir vielleicht, dass die Hexen Zauberei angewandt haben.“

„Und wenn wir den Dolch nicht sehen?“, fragte ich weiter.

„Wenn wir den Dolch nicht sehen, denken wir …“ Er legte die Stirn in Falten. Amir hüpfte weiter. Plötzlich erhellte sich Fabrice’ Gesicht von der Erkenntnis: „Wir würden denken, dass er krass durchgedreht ist!“

Er wandte sich zu Amir und hielt den Finger an die Lippen, wie ein Fußballer, der gerade ein Tor gegen den Erzrivalen geschossen hatte.

Es war ein Wendepunkt. Fabrice’ Abschlussexamen wurden mit A und B bewertet – und Amir schrieb A und A*. In den Abschlussprüfungen schaffte fast die ganze Klasse zumindest das C, das sie brauchten, um weiter auf die Schule gehen zu können.

Ich war in Hochstimmung. Doch zugleich war ich auch unbefriedigt. Die Kids hatten es geschafft, aber nur im Kleinen. Sie hatten die erforderlichen Noten für weiterführende Schulen, aber viel mehr hatten wir ihnen nicht bieten können. Mit dem richtigen Einsatz – und einem besseren Lehrer – hätten sie exzellent abschneiden können. Sie waren mit großen Rückständen in meine Klasse gekommen, viele von ihnen konnten nach acht Schuljahren weder ordentlich lesen noch schreiben, und wir freuten uns zwar über ihre Cs, aber die Welt würden sie damit nicht verändern. Zudem war ich nicht sicher, ob wir wirklich Fortschritte gemacht hatten. Meine Bemühungen hatten viel Schweiß – und Tränen – gekostet, aber wissenschaftlich fundiert waren sie nicht. Dass ich anfangs so inkompetent und fantasielos gewesen war, hatte uns wertvolle Lernzeit gekostet. Bei all dem, was wir heute über das Denken wissen, über das Gehirn, den Körper, über das menschliche Verhalten und das Leistungsvermögen, können wir doch sicher bessere Ansätze entwickeln! Und angesichts der Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaft steht, müssen wir das auch!

Der kleine Erfolg, den ich mit meiner 10. Klasse erlebte, gab mir die Zuversicht, dass die Macht der Bildung im 21. Jahrhundert das Leben des Einzelnen und ganze Gesellschaften voranbringen kann. Nur müssen wir es richtig anpacken. Wir müssen neu über das Potenzial unserer Jugend nachdenken, müssen sie besser für die Arbeitsmittel von heute ausstatten, und sicherstellen, dass wir sie alle mitnehmen. Jedes Kind lernt im Grunde gern, aber unsere Systeme setzen nicht auf dieses Potenzial, sondern hemmen es eher. An diesem Tag machte ich mich auf die Reise. Vom Silicon Valley aus sollte sie mich durch neue Länder führen, in neue Rollen und in neue Klassenzimmer, um herauszufinden, wie wir vielleicht anfangen können.

Wenn diese Kinder es schaffen konnten – von einem rückständigen Anfangspunkt aus und mit einem neuen Lehrer –, dann können das alle Kinder. In dieser komplexen, rastlosen und sich schnell wandelnden Welt besteht die Kunst darin, die Voraussetzungen zu schaffen, dass alle so weit kommen.

[i] Pausanias, Beschreibung Griechenlands 1, 30, 2.
[ii] Das Höhlengleichnis ist in Platons Politeia als Dialog zwischen Sokrates, Platons Lehrer, und seinem Bruder Glaukon gestaltet. Vorgetragen wird es von Platon, der damit „unsere menschliche Natur in Bezug auf Bildung und Unbildung“ illustrieren möchte.
[iii] Bei einem Besuch im Jahr 1997 nannte Tony Blair die Einwohner von Aylesbury Estate die „vergessenen Menschen“ – woraufhin er sie prompt selbst vergaß
[iv] In den letzten zehn Jahren hat sich die Walworth Academy ziemlich verändert. 2008 lag sie im britischen Schulvergleich für das GCSE (Abschluss der Sekundarschule) einschließlich Englisch und Mathe in den untersten zwölf Prozent. Heute gilt sie als gute Schule, die Schülerleistungen liegen im Landesdurchschnitt. Für benachteiligte Schüler gehört sie zu den drei besten britischen Schulen im Leistungsbereich und gehört zu den besten 20 Prozent für Leistungsfortschritt.
[v] Es gibt keine statistischen Quellen über die Lehrer weltweit. In Großbritannien unterrichtet heute etwa einer von hundert Erwachsenen. Der Weltdurchschnitt liegt wahrscheinlich niedriger, meine Schätzung ist also vielleicht etwas zu hoch. Einer UNESCO-Schätzung zufolge werden jedoch bis 2040 zusätzlich 65 Millionen Lehrer gebraucht, um eine hochwertige Bildung für all die jungen Menschen zu garantieren, die in den nächsten zwanzig Jahren geboren werden. Wenn auch nur jeder tausendste von ihnen dieses Buch kaufen würde, wäre mein Verlag schon hoch beglückt.
[vi] UNESCO Institute for Statistics, More Than Half of Children and Adolescents Are Not Learning Worldwide, Fact Sheet No. 46, September 2017, uis.unesco.org/sites/default/files/documents/fs46-more-than-half-children-not-learning-en-2017.pdf.

Alex Beard

Über Alex Beard

Biografie

Alex Beard arbeitet seit über zehn Jahren als Englischlehrer und engagiert sich bei Teach First, einer international tätigen Non-Profit-Organisation. Im Rahmen dieser Tätigkeit beriet er die EU in Bildungsfragen und bereiste die Welt, immer auf der Suche nach vielversprechenden...

Inhaltsangabe
Einführung

Teil 1: Neu denken
1 Künstliche Intelligenz - Hüte dich vor Computerfreaks, auch wenn sie Geschenke bringen !
2 Geboren, um zu lernen, denn Kinder lernen gern - In Babyschritten
3 Unsere Intelligenz lebt - Mit dem Strom schwimmen

Teil 2: Es besser machen
4 Einfach loslegen - Gute Bildung von Anfang an
5 Schöpferisches Tun - Termin bei deinem Schöpfer
6 Spitzenklasse - Meister des Lerniversums

Teil 3: Sich engagieren
7 Big Data - Das Leben unter der Lupe
8 Echter Mumm - Was die Persönlichkeit bildet
9 Kontrolle der Gedanken - … denn sie wissen, was sie tun

Teil 4: Coda 
10 Besser scheitern - Open Source

Nachwort - Eine Lernrevolution

Danksagung
Literaturhinweise
Anmerkungen
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