Weitlings Sommerfrische

Weitlings Sommerfrische

Roman

€ 16,99 inkl. MwSt.

»Sten Nadolny ist ein Erzähler unvergesslicher Geschichten.« Frankfurter Allgemeine Zeitung

In einem Sommergewitter kentert das Segelboot des angesehenen Berliner Richters Wilhelm Weitling. Er kommt nur knapp mit dem Leben davon, muss aber feststellen, dass ihn sein Unfall fünfzig Jahre in die Vergangenheit zurückgeworfen hat. Neugierig, aber auch mit sanfter Kritik begleitet er den Jungen, der er einmal war, durch die Tage nach dem Sturm. Wer ist er damals gewesen? Und wie konnte aus diesem Menschen der werden, der er heute ist? Muss er die Erinnerung an seine Eltern, seine erste Liebe, seine Berufswahl, sein ganzes Leben revidieren? Und wird er zu seiner Frau und in sein altes Leben zurückkehren dürfen?Sten Nadolny entführt uns auf eine philosophische Zeitreise, die seinen scharf beobachtenden Helden zu unverhofften Erkenntnissen führt.

  • € 16,99 [D], € 17,50 [A]
  • Erschienen am 14.05.2012
  • 224 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
  • ISBN: 978-3-492-05450-8
 
 

Leseprobe zu »Weitlings Sommerfrische«

Meinem lieben und verehrten Kollegen
Horst Mönnich

 

Erstes Kapitel

 

Das Schiff

 

»Sicher ist, dass ich im Leben ein paar grundlegende Dinge nie begriffen habe, und ich weiß nicht einmal, welche.«
Nachts hatte Weitling diese Bemerkung auf einen Zettel geschrieben, noch halb im Schlaf, aber euphorisch, durchdrungen von einer grundlegenden Erkenntnis. Jetzt, auf der Terrasse am hellen Tage, las er die Zeilen wieder, sie kamen ihm etwas depressiv vor, allerdings nicht falsch. Es klang wie der Beginn von Selbsterkenntnis und Besserung. Nun liebte er am hellen Tage Sätze nicht, in denen [...]

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Sten Nadolny

Sten Nadolny

Sten Nadolny, geboren 1942 in Zehdenick an der Havel, lebt in Berlin und am Chiemsee. Für sein Werk wurde er unter anderen mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis 1980, dem Hans-Fallada-Preis 1985, dem Premio Vallombrosa 1986, dem Ernst-Hoferichter-Preis 1995 und dem Weilheimer Literaturpreis 2010 mehr ...

0 Buchblog Veröffentlicht am 27.12.2012 von Piper Verlag

Dankesrede von Sten Nadolny zum Buchpreis Stiftung Ravensburger Verlag 2012

Ich freue mich über diesen sympathischen Buchpreis, der so eng mit einem ehrwürdigen alten Verlag und seiner guten, kinderfreundlichen Vergangenheit und Gegenwart zu tun hat. Ich danke der Stiftung und der Jury und freue mich speziell darüber, ...

Medien zu »Weitlings Sommerfrische«

Rezensionen und Pressestimmen

Radio Bremen, Literaturzeit


»Ein Buch über die verlorene Identität und eine poetische Zeitreise durch das Leben des Autors als multiple Persönlichkeit.«   

Westfalenpost


»Sten Nadolny wirft (...) viele tiefgründige Fragen über Identitäten, Lebensläufe und Alternativen auf. Aber wie es seine Art ist, tut er dies behutsam, leicht und lesefreundlich.«   

Rheinische Post


»(...)ein gedanken- und perspektivenreicher Roman über Jugend und Alter, einfühlsam, gelassen und sprachmächtig erzählt - unbedingt lesenswert.«   

Süddeutsche Zeitung


»Als Romancier ist Nadolny ein glänzender Stilist. Der Aufbau der Romane ist wohl durchdacht, die Sätze sind fein ziseliert, leichtfüßig. Was auf den ersten flüchtigen Blick beschaulich wirken mag, ist Ausdruck literarischer Könnerschaft und letztlich auch wieder nur ein raffiniertes Spiel mit unseren Leseerwartungen. Understatement als rhetorischer Bluff.«   

Nürnberger Nachrichten


»Sten Nadolny schildert seinen Weitling liebevoll mit subtilem Humor und vielen autobiografischen Zügen.«   

Hessische/Niedersächsische Allgemeine


»Diese philosophische Lebensreise ist ein inhaltlicher und sprachlicher Genuss. Unbedingt lesen!«   

Badische Zeitung


»(...) ein altersweises Stück Literatur, das still und heiter die Versöhnung mit dem Leben feiert.«   

Die Zeit


»Kühn konstruiert, elegant erzählt.«   

Nürnberger Nachrichten


»Sten Nadolny schreibt mit sanftem Witz und versteckter Verve, mit Blicken auf Details, die zusammengenommen das große Ganze darstellen, das Leben genannt wird.«   

Die Presse


»Warum er Schriftsteller geworden ist? Sten Nadolny hat mit dem Roman 'Weitlings Sommerfrische' eine witzig-ironische Antwort darauf gegeben. Eine Art literarische Autobiographie und ein philosophisches Gedankenexperiment.«   

Inforadio


»Ein kluges, schönes Buch.«   

Westfälische Rundschau


»Ein Roman, der Ferien vom Ich macht, so erfrischend wie ein sommerlicher Segeltörn.«   

Fuldaer Zeitung


»Schön und mit philosophischem Tiefsinn erzählt.«   

Handelsblatt


»'Sommerfrische' ist ein Juwel.«   

Welt Online


»Ein reizvolles Experiment, das schön und mit philosophischem Tiefsinn erzählt ist(...)«   

FAZ


»Dieser charmant verspielte Roman ist tiefsinnig, ohne verblasen zu sein, ist tröstlich ohne jeden Anflug von Kitsch.«   

SZ-Extra


»Einfühlsam, detailgenau, auch vergangenheitssehnsüchtig.«   

Frankfurter Allgemeine Zeitung


Sten Nadolny ist ein Erzähler unvergesslicher Geschichten.   

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