Verdammtes Land

Eine Reise durch Palästina

Erschienen am 10.03.2014
304 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-492-05624-3
€ 19,99 [D], € 20,60 [A]
Lieferzeit 3-4 Werktage

Im Land mit vielen Tätern und noch mehr Opfern.

Das »Heilige Land« – in Wirklichkeit ist es ein verdammtes Land, verdammt zum Unfrieden, zu Gewalt und Hoffnungslosigkeit. Aber, fragt Andreas Altmann, vielleicht ist es gerade deshalb verdammt, weil es Juden, Christen und Muslimen heilig sein muss? Der Reporter spricht mit den Vertretern aller drei Religionen, versucht zu verstehen, was sie bewegt und woher der Hass kommt, der die Palästinenser so oft zu Opfern der israelischen Politik macht. Und manchmal zu Tätern. Er bereist die Städte und Dörfer mit offenen Augen, rabiat neugierig, immer auf der Suche nach den besonderen Geschichten. Die ihm und uns den Schlüssel in die Hand geben zum Verständnis Palästinas. Zumindest eine Ahnung davon. Und das gelingt ihm in spektakulären Bildern, Erlebnissen und Begegnungen, oft voller Brutalität, oft voller Poesie. Seine klaren und harten Beobachtungen, vor allem seine Schlussfolgerungen werden vielfach Widerspruch hervorrufen, weil der Autor sich von keiner vorgefassten Meinung, Ideologie – und schon gar nicht von einer Religion – den Blick verstellen lässt. Seit drei Generationen ist Palästina eine offene Wunde in der Weltpolitik. Auch die große Reportage von Andreas Altmann wird sie nicht schließen. Natürlich nicht. Aber den Menschen nahekommen, ihr Leben im Schatten der unheilvollen Geschichte und der dunklen Zukunft zu verstehen, das gelingt ihm meisterhaft.

Leseprobe zu »Verdammtes Land«

1

Wer ein Buch über diese Weltgegend schreibt, wird scheitern. Israel und Palästina, das ist ein Brandherd, der nicht aufhört zu lodern. Seit über sechzig Jahren ent­zündet er die Gemüter. Und keine Vision weit und breit, um die zwei Völker zu versöhnen. Unfassbar viele Ver­nagelte, auf beiden Seiten, versperren den Weg. Unfassbar viele Bücher wurden inzwischen darüber geschrieben. Und keines schien mitreißend genug, sie alle zur Einsicht zu verführen. Ich riskiere es trotzdem: noch ein Buch abzuliefern. Weil mich inzwischen jede Illusion – die Antwort zu finden – verlassen hat. [...]

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Andreas Altmann

Andreas Altmann

Andreas Altmann studierte Psychologie und Jura und arbeitete in den verschiedensten Berufen, u. a. als Taxifahrer, Anlageberater, Nachtportier und Dressman. Nach einer Ausbildung und mehreren Engagements als Schauspieler lebte er in einem indischen Ashram und einem Zen-Kloster in Kyoto. Lange mehr ...

1 Buchblog Veröffentlicht am 23.07.2014 von Andreas Altmann

Andreas Altmann über den Gaza-Krieg

»Israel ist wieder einmal in Bombenform. Tag und Nacht stiehlt es den Palästinensern in den Westbanks ihr Land. Und Tag und Nacht bombt es die anderen Palästinenser, in Gaza, in den Tod. Solange Israel die Welt mit der Lüge überflutet, dass es ...

Weblinks

Medien zu »Verdammtes Land«

Rezensionen und Pressestimmen

tacheles (CH)


»Ein emotional gefärbter, kritischer Bericht, der provoziert, aber auch aufrüttelt und zeigt, dass auf beiden Seiten letztendlich einfach nur Menschen stehen.«   

daheim Zeitschrift


»Sein klaren und harten Beobachtungen, vor allem aber seine Schlussfolgerungen werden vielfach Widerspruch hervorrufen, weil der Autor sich von keiner vorgefassten Meinung, Ideologie oder Religion den Blick verstellen lässt.«   

Badische Zeitung


»Ein lesenswertes Buch (...): schonungslos, direkt und gewagt.«   

Straubinger Tagblatt


»Den Menschen nahekommen, ihr Leben im Schatten der unheilvollen Geschichte und der dunklen Zukunft zu verstehen, gelingt ihm meisterhaft.«   

Wiener Zeitung (A)


»Eine beeindruckende, konsequent subjektive Reisereportage.«   

Westdeutsche Zeitung


»Altmann schildert (...) ein Bild von Palästina, das weitaus tiefer ist als alles, was Nachrichtenbilder vermitteln können.«   

Gießener Allgemeine


»Es gelingt ihm meisterhaft, den Menschen und ihren Geschichten nahezukommen.«   

Regensburger Nachrichten


»Den Menschen nahekommen, ihr Leben im Schatten der unheilvollen Geschichte und der dunklen Zukunft zu verstehen, das gelingt ihm meisterhaft.«   

Tirolerin (A)


»Offen und aufmerksam schildert Altmann seine Begegnungen – ein authentisches Bild einer jahrzehntelangen Konfliktregion, das zum Nachdenken anregt.«   

abenteuer und reisen


»Ein ureigener, kritischer Blick auf eine offene Wunde der Weltpolitik, ein Verstehenwollen.«   

Kommentare zum Buch
1. Verdammtes Land
Chrischan / LovelyBooks am 07.10.2015 - 14:42:24

Bewegend und erschütternd, wehmütig und sehnsüchtig, verträumt und alptraumhaft ... schön und hässlich auf Tuchfühlung. Dieser Leseeindruck ist ursprünglich auf www.lovelybooks.de erschienen.

2. Mitverantwortung
Wolfgang krönert am 19.10.2014 - 13:44:58

Die Wunde Palästina wird nie zu schliessen sein. Sie ist geöffnet seid "unser lieber Gott dieses ganze Land Abraham und dem jüdischen Volk versprochen hat". Die Weltpolitik hat sich diesem Versprechen,warum auch immer, angeschlossen und wir Deutsche haben dazu beigetragen, durch den Holocaust, das Realpolitik daraus wurde. Die Klappe halten würde bedeuten zum alten Unrecht ein neues hinzuzufügen gegenüber den Pälestinänsern. Eine Lösung ?...Ich glaube solange es Menschen auf diesen Planeten geben wird,wird es immer wieder nur kriegerische Lösungen geben welche wieder neues Unrecht schaffen.

3. Verantwortung auch für die Situation der Palästinenser
Marius Stark am 26.04.2014 - 09:38:19

Hier geht es nicht um "selbst ernannte Sachwalter" und um "Klappe halten". Meiner Meinung geht es darum das wir Deutsche "Mit-Verantwortung" tragen müssen, auch für die Situation der Palästinenser, denn ohne den fürchterlichen Holocaust hätte es schwerlich eine Entscheidung der UNO 1947 für eine Teilung mit all den schrecklichen Folgen auf beiden Seiten gegeben.

4. Immer auf'n Kopp
Wolf Thieme am 21.03.2014 - 12:53:02

Altmann ist ein guter Journalist, und niemand wird die Politik der israelischen Regierungen gegenüber Palästina kritiklos verteidigen. Mich wundert nur, mit welcher Inbrunst, Vehemenz und Polemik sich Deutsche immer wieder auf ihr Lieblingsziel Israel stürzen. Ähnlich heftige Emotionen gegenüber China, Syrien, Weißrußland, Burma etc. etc. registriere ich nicht. Sind wir selbst ernannte Sachwalter? Nach 1945 hätte ich mir gewünscht, Deutsche würden gegenüber den Juden mal hundert Jahre lang die Klappe halten. Vergeblich.

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