Die Wahrheit. Nichts als die Wahrheit.

Ferdinand von Schirach hat es in seinem Beruf alltäglich mit Menschen zu tun, die Extremes getan oder erlebt haben. Das Ungeheuerliche ist bei ihm der Normalfall. Er vertritt Unschuldige, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten, ebenso wie Schwerstkriminelle. Deren Geschichten erzählt er – lakonisch wie ein Raymond Carver und gerade deswegen mit unfassbarer Wucht.

  • € 8,99 [D], € 9,30 [A]
  • Erschienen am 01.10.2010
  • 208 Seiten, Kartoniert
  • ISBN: 978-3-492-25966-8
 
 

Leseprobe zu »Verbrechen«

Vorwort

 

Jim Jarmusch hat einmal gesagt, er würde lieber einen Film über einen Mann machen, der mit seinem Hund spazieren geht, als über den Kaiser von China. Mir geht es genauso. Ich schreibe über Strafverfahren, ich habe in mehr als siebenhundert verteidigt. Aber eigentlich schreibe ich über den Menschen, über sein Scheitern, seine Schuld und seine Großartigkeit.

Ich hatte einen Onkel, der Vorsitzender Richter an einem Schwurgericht war. Diese Gerichte sind für Tötungsdelikte, für Mord und Totschlag, zuständig. Er erzählte uns Fälle, die wir als Kinder verstanden haben. Sie [...]

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Ferdinand von Schirach

Ferdinand von Schirach

Der SPIEGEL nannte ihn einen »großartigen Erzähler«, die NEW YORK TIMES einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der INDEPENDENT verglich ihn mit Kafka und Kleist, der DAILY TELEGRAPH schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Ferdinand von Schirachs Erzählungsbände mehr ...

0 Buchblog Veröffentlicht am 26.03.2013 von Piper Verlag

»Verbrechen« im ZDF

Ab 7. April 2013 startet im ZDF die sechsteilige Serie »Verbrechen« nach dem gleichnamigen Bestseller von Ferdinand von Schirach. Auf völlig neue Weise nimmt der Zuschauer in dem Krimis an der Entstehung der Verbechen teil. Neu ist vor allem auch, ...

Medien zu »Verbrechen«



Rezensionen und Pressestimmen

NZZ Folio


»Seine kühlen, klaren Texte wirkten wie mit dem Meissel gehauen. Trotzdem berührten sie stärker als alles, was auf Rührung aus war. Seine Geschichten waren nur wenige Seiten lang. Trotzdem erzählten sie mehr über Leben und Tod als manch weitschweifender Roman der deutschen Gegenwartsliteratur.«   

Abendzeitung


»Diese Geschichten sind deswegen so ergreifend, weil der Erzähler kontrolliert jegliches Pathos vermeidet. Seine kühle Prosa ist die literarische Entdeckung des Jahres.«   

Financial Times Deutschland


»Wer einem Nichtjuristen die Welt und das Wirken eines Strafverteidiger näher bringen will, dem sei unbedingt Ferdinand von Schirachs Verbrechen ans Herz gelegt. Nicht nur wegen der klaren, präzisen, schönen Sprache, mit der er seine Geschichten komponiert. Sondern auch, weil man nur selten eine literarisch so gekonnte Auseinandersetzung mit dem Schuldprinzip des deutschen Strafrechts findet. Schirach ist ein außergewöhnliches Buch gelungen, für Juristen und Nichtjusristen gleichermaßen.«   

Literarische Welt


»Ein erfolgreicher Berliner Strafverteidiger erweist sich als bestürzend scharfsichtiger Erzähler, der in schlaglichtartigen Geschichten zeigt, wie sich die Parallelwelt des Verbrechens in der bürgerlichen Welt einnistet.«   

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung


»Ein Anwalt erzählt, wie das Leben so spielt – messerscharf und zärtlich zugleich. Von dem Mann möchte man sich sofort verteidigen lassen.«   

Falter (A)


»Man staunt über sein Vermögen, in nur vier, fünf kurzen Sätzen eine Stimmung, ein Gefühl für eine Atmosphäre, ein Gesicht, einen Charakter entstehen zu lassen (….) eine echte Meisterleistung… Dies hier ist eine besonders dringliche Leseaufforderung!«   

Buchmarkt


»Eines ist den Geschichten allen gemein: Sie erzählen von menschlichen Dramen und geben den Blick frei in seelische Abgründe. Schirach ist nicht nur ein erfolgreicher Strafverteidiger, er erweist sich auch als begnadeter Erzähler?...? Das reale Leben hält mehr Tragödien bereit, als Krimiautoren erfinden könnten. Sehr lesenswert.«   

Der Standard (A)


»Jede einzelne Geschichte beweist, dass die Wirklichkeit viel bizzarer sein kann, als die abseitigste Fantasie eines Krimi-Autors. Schirach erzählt ganz nüchtern und undramatisch, was eben deshalb seine Wirkung nicht verfehlt.«   

taz


»Was an diesem Buch in Bann schlägt, ist die Formvollendetheit, die reine Sprachästhetik. Schirach schreibt nicht über das Verbrechen, er formt das Verbrechen zu Literatur. Er überwindet nicht schreibend das Chaos, sondern erhebt es zu einem ästhetischen Phänomen. Das ist faszinierend und beunruhigend zugleich.«   

WAZ


»Was sind das für Geschichten? Warum fesseln sie? Weil sich hinter der Sachlichkeit Parteinahme verbirgt, die keine politische Korrektheit kennt. Von Schirachs Moral ist eigenwillig. Eigensinnig. Ruhig: aber äußerst störrisch. Seine Texte verschließen ein Rätsel in sich. Was ist Schuld?«   

Titanic


»Schirachs Texte sind nicht genuin komisch, es sind eher kleine komische Funken, die vor dem meist rabenschwarzen Hintergrund manchmal trivialer, manchmal tragischer Verbrechen um so heller leuchten.«   

WDR 2


»›Verbrechen‹ ist das gemeinste, hinterhältigste und tollste Buch, das ich seit Langem gelesen haben. Es schleicht sich an (...). Aber dann haut einen jedes einzelne Kapitel aus den Schuhen.«   

Literarische Welt


»Um die Vielschichtigkeit einer Tat geht es ihm. Sie beschreibt er nüchtern, wortkarg und immer so, dass der Leser am Ende Verständnis, fast Mitleid mit dem Täter hat.«   

Frankfurter Allgemeine Zeitung


Im atemberaubenden Erzähldebüt ›Verbrechen‹ des Rechtsanwalts Ferdinand von Schirach geht es um die Wahrheit – nichts als die Wahrheit.   

Der Spiegel


Schirach schreibt so souverän, klar und einfach, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Er ist ein großartiger Erzähler, weil er sich auf die Menschen verlässt, auf deren Schicksale. Geschriebenes Kino im Kurzformat.   

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung


Wunderbar, fesselnd von der ersten Seite an und ohne jeden falschen Ton.   

BZ


Ein unglaublich beeindruckendes Buch ...   

Westdeutscher Rundfunk


Von Schirach blickt in Randgebiete der Gesellschaft, die die meisten von uns niemals sehen (und auch nicht sehen möchten).   

Der Spiegel


Schirach schreibt so souverän, klar und einfach, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Er ist ein großartiger Erzähler, weil er sich auf die Menschen verlässt, auf deren Schicksale... Geschriebenes Kino im Kurzformat   

titel, thesen, temperamente


Eine faszinierende Auseinandersetzung mit dem Thema Schuld. Und, nebenbei bemerkt, auch noch eine sehr gut geschriebene.   

titel, thesen, temperamente


Eine faszinierende Auseinandersetzung mit dem Thema Schuld. Und, nebenbei bemerkt, auch noch eine sehr gut geschriebene.   

Westdeutscher Rundfunk


Von Schirach blickt in Randgebiete der Gesellschaft, die die meisten von uns niemals sehen (und auch nicht sehen möchten).   

Kommentare zum Buch
1.
Hunrich Meunier am 05.11.2015 - 17:57:39

Zur Episode "Summertime" im Band Verbrechen. Der Schlüssel zur Lösung des Falles ist die Zeitfrage, aber: Das Zimmermädchen notiert 15:26 Uhr - Sommerzeit. Die Uhr der Überwachungskamera bei der Ausfahrt zeigt 15:26:55 - Winterzeit. Die Uhr am Handgelenk zeigt 14:26 - Sommerzeit. Soll die Uhrzeit der Überwachungskamera tatsächlich die Winterzeit sein, müßte sie im Sommer um 14:26 Uhr 13:26:55 Uhr anzeigen, denn im Winter wird die Uhr zurück gestellt ! Hier ist etwas falsch an der Beweisführung. Ansonsten aber ein faszinierendes Buch. Mit frd. Gruß, Meunier

2. "Verbrechen", Herr von Schirach und das Einsfestival
Tine am 06.07.2014 - 19:19:21

Vor einer Woche sah ich Herrn Ferdinand von Schirach in Einsfestival. Samstagsmorgens, was hat man sonst an einem Samstagmorgen auch vor. Das Interview hat mich beeindruckt. Gefesselt wäre übertrieben gesagt. Ich kaufte mir bei Wittwer am gleichen Tag drei seiner Taschenbücher. "Verbrechen" habe ich gelesen. Zwei stehen noch aus zu lesen. Sie liegen aufgeschlagen auf meinem Tisch. Das Schöne ist, dass "Verbrechen" kurzweilig und einen anderen Blick in die Justiz bringt, sondern meine Leidenschaft zurückgebracht. Eine Leidenschaft zum Lesen, die ich über die langen Berufsjahre verloren habe. Danke dafür. Denn endlich lese ich meine Bücher im Regal. die schon sehnsüchtig auf mich warten. ... andere Literatur

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