Under the Lights – Gunner und Willa

Under the Lights – Gunner und Willa

Roman

Taschenbuch
E-Book

€ 8,99 inkl. MwSt.

Highschool, Herzschmerz und heißes Herzklopfen

Willa kann die Fehler, die sie begangen hat, nicht rückgängig machen. Sie kann sich nur vor weiteren Fehlern schützen, indem sie nie wieder jemanden nahe an sich herankommen lässt. Aber genau das will Highschool-Football-Star Gunner nicht akzeptieren. Es scheint zwar so, als würde er sich um nichts und niemanden außer sich selbst kümmern, aber das stimmt nicht. Zumindest nicht ganz, denn es gibt eine Ausnahme: Willa. Seit er sie zum ersten Mal gesehen hat, konnte er sie auf eine Weise verstehen wie keinen Menschen zuvor. Deshalb weiß er auch, dass sie leidet – und er kann es einfach nicht länger mit ansehen …

  • € 8,99 [D], € 9,30 [A]
  • Erschienen am 01.02.2017
  • 304 Seiten, Broschur
  • Übersetzt von: Heidi Lichtblau
  • ISBN: 978-3-492-30968-4
 
 

Leseprobe zu »Under the Lights – Gunner und Willa«

1. Kapitel

Willa

Ich musste der Realität entfliehen

 

Hier ist alles beim Alten geblieben. Pack einfach aus. Gewöhn dich ein. Ich habe drüben im Haus noch einiges zu erledigen. Morgen früh melden wir dich in der Schule an«, erklärte Nonna mit einer Miene, die zusehends verkniffener geworden war, seitdem sie mich vor einer Stunde an der Bushaltestelle abgeholt hatte. »Treib dich aber nicht rum. Hörst du? Bis ich zurückkomme, bleibst du, wo du bist.«

Ich schaffte es zu nicken. Mehr als ein »Danke« hatte ich bislang eh noch nicht herausgebracht. Das letzte Mal hatten wir uns vor zwei [...]

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Abbi Glines

Abbi Glines

Abbi Glines, 1977 in Birmingham/Alabama geboren, schrieb zahlreiche Fantasy- und Jugendbücher, bevor ihr mit ihren »New Adult«-Romanen der internationale Durchbruch gelang. Heute lebt die erfolgreiche Bestsellerautorin mit ihrem Mann und vier Kindern in Fairhope/Alabama.

Kommentare zum Buch
1. Lebe dein Leben nicht ohne Hoffnung auf Glück
Blonderschatten's Welt der Bücher am 17.02.2017 - 09:36:19

Meinung:   Gunner und Willa verbindet eine tiefe Freundschaft, die seit Kindertagen besteht und nie an Intensität verloren hat. Schon damals wurde ihnen schmerzvoll bewusst, wie es sich anfühlt, abgelehnt zu werden. Sie haben einander den Halt gegeben, um den Boden unter den Füßen nicht zu verlieren, bis Willa die Stadt verließ und beide falsche Wege eingeschlagen haben. Dieser folgeschwere Fehler führt Willa Jahre später zurück in die Kleinstadt, in der ihr einmal mehr vor Augen geführt wird, dass sich äußere Einflüsse und unsere Entscheidungen auf die Menschen auswirken. So ist auch Gunner nicht mehr der Junge, den sie damals zurückgelassen hat.   Seit jenem folgeschweren Abend war die Flucht in die Bücherwelt die einzige Erleichterung in meinem Leben.   Gunner liebt nur sich, eine Liebe, auf die er sich verlassen kann, ohne das Risiko einzugehen, verletzt zu werden. Seine Überlebensstrategie ist es, alles für sich zu behalten, zumal sich keiner in seine Lage hineinversetzen kann. Als Willa wieder zu einem Teil seines Lebens wird, erhält er auch ein Stück Unbeschwertheit zurück, ebenso wie sich Gefühle einschleichen, die er sich niemals zugestehen wollte. Seine Entwicklung zu beobachten hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, auch wenn diese Wandlung größtenteils durch seine Gedanken verdeutlicht wird. Allerdings merkt man auch, dass ihm hier die Erfahrung im Umgang mit diesen fehlt, denn ebenso wie er verletzt wurde, nutzt er unbedacht und von Hass geblendet, Willas Gefühle gegen sie, sodass auch sie erneut vor den Kopf gestoßen wird.   Meine Mutter wäre nach so einer Bemerkung ausgerastet und hätte herumgebrüllt. Nonna aber seufzte nur ergeben und schüttelte den Kopf. >>Immer so unverblümt und auf den Punkt<<, murmelte sie.   Willa hat einen Schutzwall um sich errichtet, den keiner so richtig zu deuten weiß. Im Gegensatz zu den anderen Mädchen in der Highschool, macht sie einen vollkommen unverfälschten Eindruck und strahlt damit eine Natürlichkeit nach außen, die sämtliche Aufmerksamkeit auf sie zieht. Aufmerksamkeit, die sie gar nicht haben möchte, da sie selber erst einmal die vergangenen Monate verarbeiten muss. Was mich bei ihr wirklich beeindruckt hat, ist, dass sie trotz des Wissens um die Folgen ihrer Handlungen, immer zu ihren Freunden steht und diese niemals im Stich lässt.   >>[...] Du willst dich an sie erinnern, also tu's. Sprich über sie, erzähl mir alles. Ich bin da. Aber leb dein Leben nicht ohne Hoffnung auf Glück. Das wäre ihrer Erinnerung gegenüber nicht fair.<< Ich drehte mich zu ihm um. Waren diese Worte wirklich gerade aus Gunner Lawtons Mund gekommen? Wohin war der lebenslustige Playboy verschwunden? Ich wusste, er hatte mehr Tiefgang, als er der Welt zeigte, aber darauf war ich nicht vorbereitet.   Gunner und Willa sind in gewisser Weise Menschen, die den Glauben an sich und ihre Stärken verloren haben, weil diejenigen, die für sie Dasein und ihnen Halt schenken sollten, auf schlimmste Weise versagt haben. Dies ist jedoch auch der Grund, warum beide so wichtig füreinander sind, da sie sich gegenseitig auffangen und sich in ihren Gegenüber hineinversetzen können.     Manchmal wird die Rache, die wir suchen, unseren Erwartungen nicht gerecht. Sondern tut uns nur weh.   Gunner hat mir furchtbar leidgetan, denn nicht nur, dass seine Eltern ihn mit Gleichgültigkeit strafen und sie seinen Bruder Rhett, ihm offenkundig vorziehen, sein ganzes Leben entpuppt sich darüber hinaus als Lüge und selbst bei den "Begünstigungen" die Gunner durch seinen Großvater erfährt, habe ich mich gefragt, ob diese wirklich aus Liebe oder aus reiner Berechnung auf ihn übertragen wurden. Der Hass einer ganzen Familie richtet sich gegen denjenigen, den überhaupt keine Schuld an den Vorkommnissen trifft, weshalb ich unter anderem ebenfalls nicht verstehe, wieso man aus reiner Macht- und Geldgier ein derart falsches Spiel spielen kann, sodass einem jungen Menschen die wertvollsten Gefühle im Leben - Liebe, Zuversicht, Hoffnung und Geborgenheit - verborgen bleiben? Als ihm durch Willa eben diese zu teil werden, tritt er sie mit Füßen und das nicht einmal böswillig, denn er weiß gar nicht damit umzugehen. Für beide eine schwierige Situation, die eine lange Freundschaft zu brechen droht.   Im Leben trifft man auf Hindernisse, die man überwinden muss. Wenn man genügend Glück hat, findet man jemanden, der auch für dich kämpft.   Bestätigung zu erfahren, ist das, was jeden von uns stärkt. Zu wissen, dass wir Menschen an unserer Seite haben, die an uns glauben und uns vertrauen. Doch was passiert, wenn man vollkommen auf sich alleine gestellt ist? Der Weg von Gunner und Willa ist steinig und hält einige Hürden bereit, an denen sie scheitern werden, doch wer aus seinen Fehlern lernt, hat die Chance einen Weg aus den Schatten ins Licht zu finden.       Charaktere:   Willa versucht ihren Fehler wieder gut zu machen, auch wenn sie weiß, dass die Vergangenheit unumkehrbar ist. Um wenigstens ihre Nonna mit Stolz zu erfüllen, versucht sie allen Erwartungen gerecht zu werden. Sie ist in sich gekehrt, wirkt verunsichert und schüchtern. Gunner gegenüber zeigt sie eine ganz andere Seite von sich, losgelöst und fröhlich. Er ist in der Lage, ihre Gefühle nachzuvollziehen, weshalb auch sie bereit ist, ihre eigens gesteckten Grenzen zu überschreiten. Doch auch Nonnas Grenzen verschwimmen hier und ehe sie sich versieht, scheint der Neuanfang, auf den sie so viel Hoffnung gesetzt hat, ein jähes Ende zu finden.   Gunners Familie fehlt jegliches Feingefühl. Schon als kleiner Junge hat er erfahren müssen, dass er auf dem Anwesen nur geduldet und nicht erwünscht ist. Diese Abneigung liegt in einem Familiengeheimnis begründet, welches spektakuläre Ausmaße annimmt.     Schreibstil:   Abbi Glines präsentiert uns mit Gunner und Willa zwei Charaktere, die augenscheinlich dasselbe durchmachen, dabei liegt der Unterschied im Detail. Wir erleben hier unterschiedliche Methoden mit etwas fertig zu werden, sei es indem man einen Schutzwall errichtet, der das Herz vor weiteren Schmerz schützen soll oder indem man sich das eigen Glück verwehrt, weil andere keine Chance mehr dazu haben werden, ihr eigenes zu leben. Die Entwicklung dieser Prozesse geht mit jeder Menge Gefühl einher, dabei beschränkt sich die Autorin in diesem Band auf den Austausch kleinerer Zärtlichkeiten und fällt nicht in das Muster, dass die Liebe hier exzessiv ausgelebt wird. Gerade der Verzicht auf sexuelle Handlungen in dem Sinne, hat die gefühlvolle Seite, sowie deren Bedeutsamkeit, hier nochmal um einiges hervorgehoben.   Ohne die Möglichkeit von Bradys Perspektive, hätte dieser wahrscheinlich eher oberflächlich gewirkt, dabei ist er ein wirklich sehr guter Freund. Brady ist ein junger Mann, der von seinen Eltern geliebt und behütet wird, im Gegensatz zu Gunner. Doch andersherum besitzt er Schwächen, die Gunner als Stärke hat. Aus Angst jemanden zu verletzen, spielt Brady ein Spiel, dass umso schmerzlicher wird, je länger er das unausweichliche hinauszögert, während Gunner keinerlei Versprechungen macht und von vorneherein klar stellt, wie viel eine Frau von ihm zu erwarten hat.   Die Familie Lawton hat mich wirklich sprachlos zurück gelassen. Hass und Intrigen haben diese Familie schon vor Jahren zerrüttet und mit Gunner hat man hier anscheinend einen Mittelpunkt gefunden, auf den diese angestaute Wut und Enttäuschung übertragen wird. Lediglich einem Menschen hat Gunner in seiner Familie vertraut und auch dieser hat durch falsche Erwartungen verursacht, letztendlich ein falsches Spiel gespielt.   Eine fesselnde Geschichte, die mich mit ihren Wendungen oft überrascht hat. Sprachlich und mit der bekannten Liebe zum Detail, hat mich Abbi Glines wieder in eine neue Welt entführt. Lediglich der Abschluss des Bandes, hat dem Buch einen leichten Dämpfer verliehen, denn obwohl die Reihe noch nicht beendet ist, fehlt dem zweiten Band in meinen Augen in mehrfacher Hinsicht ein richtiger Abschluss, sowohl für unsere Protagonisten, als auch für Brady, Riley deren damalige Geschichte in Verbindung mit den nun gelüfteten Geheimnissen jede Menge Fragen aufwirft, sowie Rhett und Ivy. Etwas, was man meiner Meinung nach hier noch ein Stück weiter hätte führen müssen oder zumindest eine Andeutung hinterlassen, dass wir auf die offenen Fragen noch Antworten erhalten werden.   Nichts desto trotz bin ich gespannt wie es weiter geht, ebenso wie ich neugierig bin, ob meine Vermutungen der Wahrheit entsprechen.

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