Terror

Terror

Ein Theaterstück und eine Rede

Erschienen am 07.12.2015
176 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-492-05696-0
€ 16,00 [D], € 16,50 [A]
Lieferzeit 3-4 Werktage

Ein Terrorist kapert eine Passagiermaschine und zwingt die Piloten, Kurs auf ein voll besetztes Fußballstadion zu nehmen. Gegen den Befehl seiner Vorgesetzten schießt ein Kampfpilot der Luftwaffe das Flugzeug in letzter Minute ab, alle Passagiere sterben. Der Pilot muss sich vor Gericht für sein Handeln verantworten. Seine Richter sind die Theaterbesucher, sie müssen über Schuld oder Unschuld urteilen.

Ferdinand von Schirachs »Terror« ist ein Theaterstück von bedrückender Aktualität. Es stellt die Frage, wie wir in Zukunft leben wollen. Werden wir uns für die Freiheit oder für die Sicherheit entscheiden? Wollen wir, dass die Würde des Menschen trotz der Terroranschläge noch gilt?

Der Anschlag auf die Redaktion von Charlie Hebdo im Januar 2015 hat auf schrecklichste Weise gezeigt, wie hoch der Preis sein kann, den wir für unsere Freiheit zahlen müssen. Schirachs Rede auf Charlie Hebdo, die ebenfalls in diesem Band enthalten ist, ist ein Plädoyer für die Freiheit des Wortes, für unsere Zivilisation im Angesicht ihrer Feinde.

Leseprobe zu »Terror«

Das Theaterstück schrieb ich vor dem Anschlag auf die Zeitschrift Charlie Hebdo, bevor dort 17 Menschen ermordet wurden. Die Rede zur Preisverleihung für ebendiese Zeitung hielt ich vor den Anschlägen in Paris vom 13. November 2015.
Im Theaterstück rechtfertigt der Verteidiger das Töten damit, dass wir uns im Krieg befänden, und jetzt sprechen Politiker tatsächlich von Krieg.
In der Rede stand, die radikalen Kräfte würden nun Zulauf erhalten, und jetzt verändert sich die Stimmung in unserem Land tatsächlich rasend schnell. Das alles erschreckt mich zutiefst.
Es wird weitere Anschläge [...]

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Ferdinand von Schirach

Ferdinand von Schirach

Der SPIEGEL nannte ihn einen »großartigen Erzähler«, die NEW YORK TIMES einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der INDEPENDENT verglich ihn mit Kafka und Kleist, der DAILY TELEGRAPH schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Ferdinand von Schirachs Erzählungsbände mehr ...

0 Buchblog Veröffentlicht am 20.11.2015 von Piper Verlag

Ferdinand von Schirachs »Terror« erscheint am 7. Dezember

Ferdinand von Schirachs Theaterstück »Terror« ist bundesweit auf 19 Bühnen und im Ausland zu sehen und kommt jetzt auch als Buch in den Handel.
1 Buchblog Veröffentlicht am 09.11.2015 von Piper Verlag

»Terror« von Ferdinand von Schirach

Das Theaterstück »Terror« unseres Autors Ferdinand von Schirach wurde am 3. Oktober 2015 uraufgeführt und bekam sehr positive Kritiken.

Rezensionen und Pressestimmen

Nordwest Zeitung


»Das Stück der Saison ist eigentlich kein Stück. Sondern ein Ereignis.«   

Süddeutsche Zeitung


»(…) vereint von Schirach darin verschiedene Erfolgselemente: Er schreibt den Plot einer Gerichtsshow, erzählt in diesem die Geschichte eines (vereitelten) Terroranschlags, vermengt juristische mit philosophischen Fragen und lässt das Publikum entscheiden. Allein darin, dass die Zuschauer zu mündigen Teilhabern des Geschehens werden, liegt Faszination. (…) Da diskutierten miteinander wildfremde Zuschauer voller Inbrunst, in den Pausen und noch Stunden nach den Aufführungen. (…) Hier wie dort bleiben die Aufführungen haften, lässt einen das Nachdenken darüber so schnell nicht aus.«   

Stuttgarter Zeitung


»›Terror‹ kreist nicht selbstreferenziell um ästhetische Fragen und dramaturgische Konzepte, sondern ermuntert, sich differenziert auseinanderzusetzen und die Winkelzüge und Fallgruben moralischer und juristischer Fragen auszuloten. Mag diese Inszenierung im Alten Schauspielhaus traditionell anmuten, so ist es nicht nur interessantes, sondern endlich auch mal relevantes Theater.«   

FAZ Online


»Mit ›Terror‹ und ›Geächtet‹ stehen zwei Stücke auf unseren Bühnen, die danach fragen, was unsere Gesellschaften bedroht, wie weit sie in ihrem Schutzbedürfnis gehen dürfen und welche Faktoren den Minimalkonsens, ohne den sie keinen Bestand haben, aushöhlen könnten. Es lohnt sich, sie zu sehen.«   

Sonntag Aktuell


»Ein Theaterstück auf der Bestsellerliste – so was hat die Welt schon lange nicht mehr gesehen. Ferdinand von Schirach ist es mit seinem Dramendebüt ›Terror‹ gelungen.«   

Bild


»Auch wenn man dieses Stück nicht live sieht, sondern nur liest, muss man moralisch Position beziehen.«   

Sonntags Blick Magazin


»Das Lesenswerteste seit ›Die Ermittlung‹ von Peter Weiss.«   

Nordwest Zeitung


»Spannend wie ein Krimi wirkt das bei der Lektüre, der Aufbau ist schnörkellos und straff. Auch wer das Stück nur liest, hat also sein Vergnügen (…) Was für ein Wurf.«   

Handelsblatt


»Das kleine Büchlein zeigt (...), mit welchen Fragen sich eine freiheitliche demokratische Gesellschaft angesichts der Bedrohung durch Terroristen beschäftigen muss.«   

Die Presse am Sonntag


»Ein erschreckend aktuelles Theaterstück.«   

WDR 1 Live


»Spannend wie ein Krimi.«   

Die Welt Online


»Zwei Stunden packendes Theater bietet das Stück ›Terror‹ von Ferdinand von Schirach, es ist aufwühlend und fordernd. (...) ›Terror‹ ist das Stück der Saison.«   

ZDF »Markus Lanz«


»ein packendes Drama«   

MDR 1 »Aufgefallen«


»Ein wichtiger Text zur richtigen Zeit.«   

Hessische Allgemeine


»Ein packender Theaterabend, der die Besucher dazu zwingt, Stellung zu nehmen.«   

Westdeutsche Allgemeine


»Vor allem aber löst ›Terror‹ das ein, was viele Stadttheater-Inszenierungen immer nur behaupten: Es entwickelt politische Relevanz, es dreht sich um Grundfragen der Gesellschaft, zwingt zum Nachdenken über Werte und Wirklichkeit, stiftet Diskussionen an.«   

Rheinische Post


»Ferdinand von Schirach ist ein geschickter Autor mit bestem Instinkt für packende Stoffe… Ferdinand von Schirach hat kein grandioses Stück geschrieben, aber ein wirkungsvolles. Eines, das die Zuschauer ernst nimmt.«   

Badisches Tagblatt


»Schirachs erstes Theaterstück ist von höchster Brisanz.«   

Deutschlandradio Kultur


»Die Aufführung überzeugt und fesselt in jeder Hinsicht – das Stück selbst, die Regie, die Ausstattung, das Schauspiel… Ferdinand von Schirachs Stück wird dadurch zum großen Wurf. Der mit Intelligenz brillierende Text, der die Fragilität unserer Demokratie beleuchtet, bekommt in Düsseldorf durch Inszenierung und Schauspiel geradezu die Wucht des klassischen antiken Theaters… Große Schauspielkunst – an einem Abend, der das Publikum spürbar aufgewühlt entlassen hat – mit vielen Fragen an sich selbst.«   

Deutschlandradio Kultur


»Es gibt hoch interessante und packende Momente in dem Stück… Es ist ein Theaterstück wie wir es brauchen.«   

Der Spiegel


»Ich wünschte mir mehr solcher Stücke.«   

Bunte


»Ein Gedankenexperiment und Bühnenkrimi zugleich.«   

Kommentare zum Buch
1. Mord?
Reimers am 08.01.2016 - 19:47:21

Ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen und fand es sehr gut. Was mich etwas erstaunt hat: wieso beantragt die Staatsanwältin die Verurteilung wegen Mordes? Ich kann niedrige Beweggründe nicht erkennen, oder kann man hier Heimtücke annehmen. M.E. kommt, wenn man verurteilen will, nur Totschlag in Betracht.

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