Ströbele

Ströbele

Die Biografie

Hardcover
E-Book

€ 24,00 inkl. MwSt.

»Man muss mit der Klugheit und Sturheit eines Esels Politik machen.« Hans-Christian Ströbele

Ströbele schiebt sein Fahrrad noch immer auf jeder zweiten Demonstration in Berlin. Er trägt noch immer Jeans und roten Schal. Er agitierte entschlossen gegen das Ja der Grünen zu Kriegseinsätzen der Bundeswehr. Er ist der letzte aktive Achtundsechziger in der Politik. Er hat sich, anders als Otto Schily und Joschka Fischer, nicht verändert. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Ströbele ist komplexer, widersprüchlicher als sein Image. Er raucht und trinkt nicht - und fehlt bei keiner Demo für die Legalisierung von Cannabis. Er gilt als gesinnungsfester Traditionslinker und hat sich stets machtbewusst in der politischen Arena behauptet. Ströbele hält eisern am linken Antinationalismus fest – und ist in vielem selbst deutsch: willensstark, diszipliniert, traditionsbewusst. Er steht noch immer für außerparlamentarischen Protest - und lässt sich als Parlamentarier an Pflichterfüllung kaum übertreffen. Reinecke verwebt den weithin unbekannten privaten Lebenslauf von Hans-Christian Ströbele mit bundesdeutscher Zeitgeschichte und zeigt: Es ist möglich, Politiker zu sein, ohne sich den Zwängen des Betriebes zu beugen.


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  • € 24,00 [D], € 24,70 [A]
  • Erschienen am 01.04.2016
  • 464 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
  • ISBN: 978-3-8270-1281-4
 
 

Leseprobe zu »Ströbele«

Kapitel 1

Kindheit und Jugend 1939 bis 1960

1945: Ein Ende, ein Anfang.
Und viel vom Gleichen »Ihr müsst auf mich warten.«
Christian Ströbele zu Spielkameraden, Schkopau, 1945

Im Jahr 1944 ist Christian Ströbele fünf Jahre alt. Er wohnt mit seiner Familie, zwei Schwestern und einem kleinen Bruder, in einer Werkssiedlung der IG Farben in Schkopau. Das Haus in der Oppaustraße ist geräumig. Der Vater Rudolf, der in der Familie Rolf heißt, arbeitet in dem kriegswichtigen Buna-Werk als hochrangiger Chemiker. Ein paar Häuser weiter wohnt Wilhelm Biedenkopf, technischer Direktor [...]

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Stefan Reinecke

Stefan Reinecke

Stefan Reinecke, geboren 1959, studierte Germanistik, arbeitete als Filmkritiker und Kulturredakteur bei der Wochenzeitung »Freitag«. 1999 bis 2001 war er Redakteur beim Tagesspiegel. Seit 2002 arbeitet er als Politikredakteur und Autor für die taz. 2003 erschien seine Biografie über Otto Schily.

Rezensionen und Pressestimmen

Kölner Stadt-Anzeiger


»Der Journalist Stefan Reinecke hat eine lesenswerte Biografie geschrieben, die exemplarisch an der Person Ströbele in atemberaubender Dichte die Häutungen, Wirren und Wunden der Nachkriegs-Bundesrepublik spiegelt. [...]. Reineckes Beschreibung beeindruckt, vermittelt das Gefühl von Enge und Aufbruch in einem.«   

Neues Deutschland


»Stefan Reinecke hat ein Buch über Christian Ströbele geschrieben. Herausgekommen ist mehr als eine Politikerbiografie.«   

Spiegel Online


»Stefan Reinecke hat dieses pralle Leben auf 464 Seiten detailliert rekonstruiert.«   

Handelsblatt


»Es ist ein Ritt durch die Geschichte der Bundesrepublik – gespiegelt im Prisma Ströbele. Reinecke hat enorm sorgsam recherchiert, in Akten und Gesprächen. Und es ergibt sich ein durchaus kritisches, aber faires Bild des „Apo-Opas“, der zur Ikone seines Wahlbezirks Kreuzberg wurde – und zuletzt mit seinem Treffen des Whisteblowers Edward Snowden sogar weltberühmt.«   

Berliner Zeitung


»Reineckes Buch ist fair ausgefallen – allerdings kritisch und klar.«   

Darmstädter Echo


»Ohne auf fundamentale Kritik zu verzichten, begleitet der Autor den Altlinken durchaus mit Sympathie. Kein Wunder, hat Ströbele doch Ende der Siebzigerjahre auch seine Zeitung mitgegründet. Reinecke erklärt den bei allen Widersprüchen stimmigen Lebensweg Ströbeles mit dessen unbeugsamer Loyalität gegenüber den Achtundsechzigern, die ihn freilich in fortwährende Irrtümer gestürzt hat.«    

SWR2


»Stefan Reinecke bleibt auf wohltuender Distanz, was für einen taz-Autor nicht unbedingt selbstverständlich ist, zumal Ströbele weit mehr war und ist als ein Geburtshelfer dieses bis heute erfolgreichen alternativen Zeitungs-Projekts. Und Reinecke kritisiert die mitunter starrsinnigen und auch im Nachgang selten selbstkritisch reflektierten Verhaltensmuster Ströbeles hart.«   

Frankfurter Rundschau


»Immer wieder unterbricht Reinecke die Darstellung der Lebensgeschichte des am 7. Juni 1939 geborenen Hans-Christian Ströbele und lenkt die Aufmerksamkeit des Lesers auf das Zeitgeschehen oder auch auf Eigentümlichkeiten Ströbeles. Es sind auch diese Stellen, die die Lektüre des Buches zu einem Vergnügen machen.«   

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