Schattenkult

Roman

Erschienen am 12.05.2014
384 Seiten, Kartoniert
ISBN: 978-3-492-26978-0
€ 12,99 [D], € 13,40 [A]
Lieferzeit 3-4 Werktage

Ein dunkler Kult. Und eine einzige Nacht, die über das Schicksal der Welt entscheidet.

Der Kult dient seinen unsterblichen Herren mit Hingabe und unvorstellbarer Grausamkeit - wer den Schatten trotzt, den erwartet Schlimmeres als der Tod. Doch auch das Leben seiner eigenen Anwärter schätzt der Kult gering. Dies erfährt die junge Tynay gleich bei ihrer ersten Mission, als sie im Gefolge der unsterblichen Baroness Bentora reist. Um das Orakel zu überzeugen, muss Bentora den Sohn des Stiergottes übertreffen. Dafür wird sie über Leichen gehen. Und bald begreift Tynay, dass ihr Leben auf der Waage von Sieg und Niederlage kein Gewicht hat ...

Leseprobe zu »Schattenkult«

Prolog

 

Tennato von Etallor, Aufseher der Bibliothek Seiner Hochwohlgeboren Elodiar von Etallor

an

Qualiz, Wolkenseher des Yrkanor

 

Geehrter Qualiz,

mich betrübt, dass Ihr noch keine Antwort auf mein Einladungsschreiben sandtet. Sollte ich die Bedeutung der bezeichneten Nacht unzureichend herausgestellt haben?

Jeder weiß, wie selten alle drei Monde im Neumond stehen. Danken wir den Göttern, dass es nicht öfter geschieht, fehlt in solchen Nächten doch ihr Licht, um vor dem verderblichen Wirken der Magie zu schützen! Nun jedoch haben wir die außerordentliche Möglichkeit, in einer [...]

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Robert Corvus

Robert Corvus

Robert Corvus, 1972 geboren, lebt in Köln. Der Diplom-Wirtschaftsinformatiker war in verschiedenen internationalen Konzernen als Strategieberater und Projektleiter tätig. Corvus ist Metalhead, Kinofan und Tänzer. Er veröffentlichte zahlreiche Romane in den Reihen »Das schwarze Auge« und mehr ...

Medien zu »Schattenkult«

Kommentare zum Buch
1. Die Götter gegen die Schatten – und mittendrin drei böse Mädchen
Karin am 25.07.2014 - 12:25:43

Es ist die Nacht des dreifachen Neumonds. Zur Feier dieser Nacht treffen neun Gesandtschaften im Regenbogenpalast ein, um dem Orakel ihre Gaben darzubringen. Darunter ist auch eine Gesandtschaft aus Ondrien. Diejenige Gesandtschaft, deren Gabe das Orakel am meisten erfreut, bekommt am Ende der Nacht die Möglichkeit, eine Weissagung des Orakels zu erhalten. Die Fronten sind schnell klar: auf der einen Seite stehen die Göttertreuen unter der Führung des Halbgottes Gûndûr, auf der anderen Seite die Ondrier mit der unsterblichen Baroness Bentora an ihrer Spitze. Die junge Adepta Tynay, die seit 2 Jahren dem Kult dient, soll am Abend der Feierlichkeiten geopfert werden, überlebt aber durch Zufall und erkennt, daß sie die Nacht nur weiterhin überleben wird, wenn sie tief nach der Finsternis in sich sucht – tiefer als je zuvor.   Auch wenn „Schattenkult“ erneut im Land Eloy spielt und der Machtkampf zwischen den Göttern und den Schatten Ondriens wiederum eine Rolle spielt, ist dieses Buch kein Abklatsch der Schattenherren-Trilogie. Im Gegenteil: ich empfand das Buch überraschend anders, was sicherlich auch daran liegt, das der Zeitrahmen lediglich eine Nacht umfasst, und die Handlung sich nur an einem Ort, dem Regenbogenpalast, abspielt.   Zudem läßt der Autor mit den geheimnisvollen Æsol dem Leser bisher unbekannte Wesen die Bühne betreten. In der Stadt Æterna, die als einzige Stadt der geflügelten Æsol nicht im Himmel schwebt, steht der Regenbogenpalast, der Sitz des Orakels, welcher von den Æsol bewacht wird. Eine Skizze des Regenbogenpalastes am Anfang des Buches erleichtert dem Leser die Orientierung.   Der Fokus der Geschichte liegt auf mehreren Charakteren: neben der Schattenbaroness Bentora spielt ihr Kontrahent Gûndûr, dessen Vater der Stiergott Terron ist und von einer menschlichen Frau geboren wurde, eine große Rolle. Wer wird der Stärkere von den Beiden sein? Können die Götter in dieser Nacht über die Schatten siegen? Die spannendsten Figuren sind allerdings die junge Tynay, die eine Tochter der Wüste ist. Und Iotana, eine Tänzerin der Efeya, die unsterblich in Tennato, den Bibliothekar ihrer Heimatbaronie, verliebt ist.   Gegensätzlicher können die Auffassungen der beiden Frauen nicht sein, als sie sich das erste Mal begegnen: während Iotana fest an die selbstlose Macht der Liebe glaubt, ist Tynay davon überzeugt, daß Liebe nur eine Schwäche ist und die wahre Macht in der Zerstörung liegt. Dennoch läßt weder Tynay noch Iotana ihr gemeinsames Gespräch los, ihre Gedanken kreisen immer wieder um die Worte der Anderen.   Wie auch bei den Schattenherren, schafft es der Autor wieder, daß die Handlung für mich völlig unerwartete Wendungen nimmt, so daß sich die Nacht des Neumonds in eine Richtung entwickelt, mit der zu Beginn niemand gerechnet hätte, am wenigsten die Beteiligten selbst.   Die Handlung schreitet schnell voran, was daran liegt, daß sämtliche Entwicklungen innerhalb dieser einen besonderen Nacht vollzogen werden. Die Kapitel umfassen daher jeweils die einzelnen Nachtstunden.   Der Schreibstil ist gewohnt düster und schockierend – und damit nichts für schwache Nerven. Und wer die Nacht überleben wird, ist, wie immer, offen. Ein tolles Buch, daß unabhängig von der Schattenherren-Trilogie gelesen werden kann, aber andererseits auch eine tolle Ergänzung ist. 

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