Rotes Gold

Rotes Gold

Die Schwertfeuer-Saga 1

Taschenbuch
E-Book

€ 12,99 inkl. MwSt.

Für Gold geben sie ihr Leben. Für den Kampf ihre Seele.

Der Klingenrausch ist eine Söldnertruppe aus den besten Kriegern, die für Schätze zu kaufen sind. Doch Gold ist nur ein Teil ihrer Bezahlung. Ihr Stahl dürstet nach dem Blut der Gegner, und ihre gierigen Herren verbrennen Seelen im Dämonenfeuer.

Als der Anführer des Klingenrauschs fällt, droht die ruhmreiche Einheit zu zerfallen. Eivora, seine Tochter, bildet einen Rat aus den erfahrensten, kühnsten und gerissensten Offizieren und führt ihre Banner zum Sturm auf Ygôda. Niemand hat die Mauern dieser Stadt jemals überwunden. Wird Eivora die Söldner zu Glorie und Reichtum führen - oder ihrem Vater in die Flammen ungnädiger Dämonen folgen?

  • € 12,99 [D], € 13,40 [A]
  • Erschienen am 01.06.2016
  • 480 Seiten, Broschur
  • ISBN: 978-3-492-28063-1
 
 

Leseprobe zu »Rotes Gold«

Prolog

 

Die Flut ergoss sich aus einem tintenschwarzen Himmel. In den Gassen zwischen den gigantischen, fensterlosen Gebäuden heulte der Wind wie ein Wolfsrudel. Er peitschte die Nässe an die dunklen Mauern. Das Wasser sammelte sich in den Fugen und Spalten der Quader zu Sturzbächen und spülte so machtvoll zwischen das Geröll auf den Straßen, dass die Strömung Eivora von den Füßen riss.

Gerade noch fing sich die junge Frau ab, sodass sie zwar ihre Handflächen aufschürfte, aber nicht mit dem Kinn aufschlug. Aglix, der Feuersalamander, der sie treu begleitete, fiel von ihrer Schulter. [...]

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Robert Corvus

Robert Corvus

Robert Corvus, 1972 geboren, lebt in Köln. Der Diplom-Wirtschaftsinformatiker war in verschiedenen internationalen Konzernen als Strategieberater und Projektleiter tätig. Corvus ist Metalhead, Kinofan und Tänzer. Er veröffentlichte zahlreiche Romane in den Reihen »Das schwarze Auge« und mehr ...

Kommentare zum Buch
1. Gelungener Auftakt der Schwertfeuer-Saga
Karin am 28.07.2016 - 11:01:19

Als Kester, Flammenbringer und Befehlshaber der Söldnerlegion Klingenrausch, einem Anschlag zum Opfer fällt, droht die Einheit der Legion auseinanderzubrechen. Kesters Tochter Eivora setzt alles daran, um dies zu verhindern: sie nimmt den Auftrag an, eine Stadt zu erobern, deren Mauern als unüberwindbar gelten. Von Erfolg oder Misserfolg dieser Mission hängt das weitere Schicksal der bisher erfolgreichen Söldnerlegion ab.   Die Metropole der Söldnerlegionen ist Rorgator, die neben der Schlagkraft der Söldner durch die sie umgebenden Vulkane geschützt ist. Zudem haben die Söldner dämonische Unterstützung: die Feuerdämonen sorgen dafür, dass die Vulkane nicht ausbrechen und Rorgator auslöschen. Allerdings bieten die Dämonen ihre Dienste nicht umsonst an.   In Rorgator befinden sich mehrere Söldnerlegionen, eine der ruhmreichsten ist der Klingenrausch. Die Söldnerlegionen stehen untereinander im Wettkampf: die Regierung von Rorgator, der Rat von Eisen und Gold, führt die Legionen in einer Art Ranking-Liste. Eine Legion setzt sich aus mehreren Bannern zusammen, die sich jeweils auf eine Waffenart spezialisiert haben, wie Armbrust, Pike, Hellebarden oder Bogenschützen.   Sogenannte Avatare bilden die Schnittstelle zwischen den Söldnern und den Dämonen, man kann sie am ehesten mit einem geistlichen Beistand vergleichen. Das Besondere an den Avataren ist, dass sie Doppelwesen sind, bestehend aus einem Homunkulus und dem menschlichen Träger. Ein Homunkulus wird aus dämonischem Samen gezüchtet und wächst seinem Träger aus der linken Schulter. Dieser Homunkulus übernimmt mit seinen dämonischen Gelüsten oftmals mehr oder weniger komplett seinen Träger.   Die Söldnerlegionen fungieren als eine Art Dienstleistungsunternehmen: gegen ausreichende Bezahlung und die Zusicherung des Plünderrechts stellen sie ihre Kräfte einem Auftraggeber zur Verfügung, wie z.B. zur Eroberung der Stadt Ygôda.   Nach dem Tod von Kester, dem charismatischen Befehlshaber des erfolgreichen Klingenrausches, beginnt unter den Kampfherren der Legion ein Wettstreit um seine Nachfolge, nicht immer mit fairen Mitteln. Kesters Tochter Eivora will ein Zerbrechen der Legion verhindern und hofft, die Banner mit dem Auftrag, Ygôdas Mauern zu brechen, einen zu können. Dabei geht sie taktisch sehr geschickt vor, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu spielen, denn sie weiß, dass sie über zu wenig Kampferfahrung in vorderster Reihe verfügt, um von den anderen Kampfherren als Führungsautorität akzeptiert zu werden. Ich musste bei Eivora öfters an einen Schachspieler denken, der strategisch geschickt seine Figuren setzt, um die Banner wieder näher zusammenzubringen. Natürlich passieren ihr auch Fehler, die mehr oder weniger weitreichende Folgen für die Legion haben, alles andere wäre unrealistisch.   Neben Eivora gibt es aber noch eine Reihe weiterer interessanter Figuren: Prinz Gonter, der Sohn des Auftraggebers König Harlef, der nach der Eroberung von Ygôda über die Stadt regieren soll, der sich aber vielmehr zu den Söldnern und besonders zu Eivora hingezogen fühlt.   Der Avatar Chastro-Ignuto, der durch seine Grausamkeit auffällt und der nicht unbedingt zu Eivoras Freunden zählt. Durch seine Grausamkeit ist der Avatar unberechenbar und gefährlich – und doch schafft es der Autor, mich mit einer bestimmten Szene zu verblüffen.   Die Priesterin Fiafila, die der Klingenrausch als Geisel mit nach Rorgator nimmt, weil sie alleine die letzten Worte von Kester kennt; der letzte Wille des Flammenbringers ist heilig und muss befolgt werden. Fiafila stellt mit ihrer aristokratischen und reinen Haltung den totalen Gegensatz zu Chastro-Ignuto dar, was diesen zwar ärgert, aber auch gleichzeitig fasziniert. Außerdem entwickelt sich zwischen Fiafila und Eivora eine Art Freundschaft.   Wie von dem Autor gewohnt, werden die Charaktere wieder vielschichtig dargestellt und damit nicht leicht vorhersehbar. Außerdem gibt es einige überraschende Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe, aber die eine gewisse Faszination auf mich ausüben.   Erwähnen möchte ich auch, dass Kampfszenen in dem Buch oftmals recht ausführlich dargestellt werden, das ist vielleicht nicht jedermanns Sache, mich hat es allerdings nicht gestört. Außerdem geht es in dem Buch auch mal blutig und grausam zu, wenn die Söldner im Kampfrausch plündern und vergewaltigen, das Buch ist also nichts für schwache Nerven. Wobei ich positiv anmerken muss, dass der Autor bei diesen Szenen auf Details meist verzichtet.   Das Buch ist in sich abgeschlossen, wobei dennoch am Ende die eine oder andere Frage offen bleibt, aber dabei handelt es sich nicht um Cliffhanger. Ich bin jetzt jedenfalls gespannt auf den zweiten Band, in dem sicherlich auf diese Fragen noch eingegangen wird. 

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