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Pirasol

Roman

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Pirasol — Inhalt

Zwei alte Damen leben in der Papierfabrikantenvilla „Pirasol“: Die scheue Gwendolin ist 84 Jahre alt, Witwe und Alleinerbin des Hauses, Thea ist fünfzehn Jahre jünger und verfolgt einen eigenen Plan. Als man den vom Vater verstoßenen und seit drei Jahrzehnten verschollenen Sohn Gwendolins in der Stadt gesehen haben will, versucht Thea, ihren Einfluss zu sichern und vollends das Regiment im Haus zu übernehmen. Für Gwendolin der Auslöser, sich zu erinnern: an eine Berliner Kindheit während der Zeit des Nationalsozialismus, an den Verlust der Eltern und das eigene Überleben, an einen neuen Anfang mit dem despotischen Papierkönig Willem, einen Brandanschlag und schließlich an die Verbannung des gemeinsamen Kindes. Am Ende lernt Gwendolin, allen Widrigkeiten etwas entgegenzusetzen – sich selbst.

€ 11,00 [D], € 11,40 [A]
Erschienen am 04.12.2018
288 Seiten, Broschur
EAN 978-3-492-31411-4
€ 10,99 [D], € 10,99 [A]
Erschienen am 01.08.2017
288 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-8270-7925-1
Susan Kreller

Über Susan Kreller

Biografie

Susan Kreller, geboren 1977 in Plauen, studierte Germanistik und Anglistik und promovierte über englischsprachige Kinderlyrik. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie 2012 mit dem Jugendbuch „Elefanten sieht man nicht“ bekannt. Sie erhielt unter anderem das Kranichsteiner...

Pressestimmen
reingelesen.wordpress.com

„Pirasol ist ein besonderes Buch und birgt eine Geschichte in die man eben durch die Erzählweise tief einsteigt, eine Geschichte die in Erinnerung bleiben wird.“

Borromäus-Jahrbuch

„Ein literarisches Kunstwerk, herausragend.“

Ruhr Nachrichten

„Eine lakonisch eigenwillige Sprache, die einen gefangen nimmt.“

Deutschlandradio „Büchermarkt“

„Susan Kreller beweist sich mit einem dichten Stoff und einer eindringlichen, auch lyrischen Tonlage als Romancière für erwachsene Leser.“

Augsburger Allgemeine

„Der berührende Rückblick der 84-jährigen Gwendolin auf ihr Leben ist ein wunderbarer, in einer bemerkenswert zarten, poetischen Sprache geschriebener Frauen- und Familienroman.“

Domradio.de

„Susan Kreller hat einen ergreifenden Roman über eine alte Frau geschrieben, die sich wehrt, eine Frau, die stellvertretend für eine Generation steht, die durch den Nationalsozialismus und den zweiten Weltkrieg ihre Kindheit verloren hat und erst spät erkennt, wie notwendig es ist, sich mit diesem Verlust auseinanderzusetzen.“

WDR 3 "Mosaik"

„›Pirasol‹ ist intelligent konstruiert und erzählt eine bewegende Geschichte mit Worten und Bildern, die unter die Haut gehen. Ein herausragender Roman.“

BÜCHER Magazin

„Susan Kreller ist mit ›Pirasol‹ ein beeindruckender, stark verdichteter Roman gelungen. Gwendolyns lang verzagte Stimme erklingt klar, ihre Worte und Gedanken sind voller Poesie.“

Frau und Mutter

„Eindrucksvoll, auf drei Ebenen (...) schildert der Roman die Erlebnisse einer Frau, die sich im Alter von ihren Schuldgefühlen befreien und endlich ihre Stimme heben kann.“

Kommentare zum Buch
Erschreckernd und Erschütternd
Arietta am 08.09.2017

  Zur Autorin: Es ist mein erstes Buch von Susan Kreller, das ich von ihr gelesen habe. Ein beeindruckender Roman, der sich durch ihren speziellen und eigenen Sprachstil hervorhebt, er ist stellenweise schon poetisch. Die Worte perlen ihr flüssig aus der Feder, ihr Erzählstil fordert einem beim Lesen heraus und ist gewöhnungsbedürftig. Aber von Seite zu Seite wurde der Spannungsbogen besser. Die Personen und deren Charaktere sind gut herausgearbeitet. Es geht um Schuldgefühle, Unterdrückung, Sadismus und Vergebung. Eine Geschichte mit sehr viel Tiefgang.   Zum Inhalt: Sehr gut sind die beiden alten Damen Thea, die jünger als die 84 Jährige Witwe Gwendolin ist, die langsam zu Leben erwacht und sich zur Wehr setzt. Willem, ihr verstorbener Mann unter dem sie jahrelang litt, der sie seelisch misshandelte, genauso wie ihren gemeinsamen Jungen. Er hielt sie klein, allein durch seine frostigen Blicke, die man förmlich spüren konnte. Es fröstelte einem beim Lesen. Thea, die sie sich nach dem Tode in ihre Villa Pirasol holte, ist aus dem gleichen Holz geschnitzt wie ihr verstorbener Ehemann. Ich glaube, hätte Gwendolin geahnt, was sie sich mit Thea ins Haus holte, hätte sie es gelassen. Thea ist wie ein Parasit, eine Zecke die sich festgebissen hat, Gwendolin fängt an, sich zu wehren, lehnt sich gegen sie auf, möchte sie aus der Villa haben, um sich von ihrem Regiment und Einfluss zu befreien. Wenn man gemeinsam mit Gwendolin in ihre Kinder-und Jugendzeit abtaucht, lernt man zu verstehen. Da ist die Zeit des Naziregimes, der zweite Weltkrieg, der Vater von den Nazis verhaftet und ins Lager verschleppt, die Mutter seit der Bombennacht vermisst, die Zeit nach dem Krieg, Hunger und Elend. Als sie den Papierfabrikanten Willem Suhr kennenlernt, ihn heiratet, da beginnt so richtig die ganze Tragödie. Ihr Mann ein Despot, der sie erniedrigt und seinen Jungen verachtet. Das alles lastet ihr auf der Seele.....

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