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Noch nicht da und schon am EndeMit 80 Ängsten um die WeltNoch nicht da und schon am Ende

Noch nicht da und schon am Ende

Reisehandbuch für Neurotiker

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Noch nicht da und schon am Ende — Inhalt

Reiseangst überwinden

Egal ob Flugangst, Klaustrophobie oder Meeresfrüchteallergie – wer mit Neurosen oder Unverträglichkeiten auf Reisen geht, hat es nicht leicht. Was tun, wenn man trotz Höhenangst in Asiens höchstem Hotel untergebracht ist? Und was isst ein Vegetarier in Argentinien? Gut zehn Prozent der Europäer leiden an mindestens einer Phobie, jeder Dritte an Unverträglichkeiten. Autorin Françoise Hauser nimmt reisende Neurotiker und ihre Begleiter humorvoll und psychologisch fundiert an die Hand und zeigt, wie Reisen trotzdem Spaß macht.

Erschienen am 02.05.2017
240 Seiten, Broschur
ISBN 978-3-492-30827-4
Erscheint am 11.01.2019
208 Seiten, Klappenbroschur
ISBN 978-3-492-40625-3
Erschienen am 02.05.2017
240 Seiten, WMEPUB
ISBN 978-3-492-97644-2

Leseprobe zu »Noch nicht da und schon am Ende«

Anstelle eines Vorworts: Worum geht’s?

 

Es ist ein Jammer: Da fährt man ein- oder zweimal im Jahr voller Vorfreude in ferne Gefilde und stellt fest, dass Klausi einem noch immer wie am Frackzipfel hängt. »Klausi« steht in meinem persönlichen Code für Klaustrophobie. Klausi fliegt nicht gerne, und schon gar nicht im hinteren Teil des Flugzeugs, er hasst enge Aufzüge, und U-Bahnen sowieso. Unter dem Strich kann man ihn nur mit Humor nehmen, alles andere wäre zum Heulen. Und Klausi ist keineswegs allein: Fast alle Menschen, die ich kenne, nehmen Ängste, [...]

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Anstelle eines Vorworts: Worum geht’s?

 

Es ist ein Jammer: Da fährt man ein- oder zweimal im Jahr voller Vorfreude in ferne Gefilde und stellt fest, dass Klausi einem noch immer wie am Frackzipfel hängt. »Klausi« steht in meinem persönlichen Code für Klaustrophobie. Klausi fliegt nicht gerne, und schon gar nicht im hinteren Teil des Flugzeugs, er hasst enge Aufzüge, und U-Bahnen sowieso. Unter dem Strich kann man ihn nur mit Humor nehmen, alles andere wäre zum Heulen. Und Klausi ist keineswegs allein: Fast alle Menschen, die ich kenne, nehmen Ängste, Unverträglichkeiten, Ekel und Abneigungen mit, wenn sie auf Reisen gehen. Neurotischer Kram, der sich nur schwer erklären lässt, auf Unbeteiligte gerne etwas durchgeknallt wirkt und nicht zuletzt für viele nette Anekdoten sorgt, die allerdings oft erst im Nachhinein so richtig lustig sind, wenn man den Peinlichkeitsfaktor überwunden hat.

Falls Sie zu den Menschen gehören, die gar niemanden mit Phobie oder anderen »Macken« kennen, wäre dies übrigens der Moment, einfach mal innezuhalten und darüber nachdenken, warum das so ist. Statistisch gesehen sind Phobiker und alle anderen »Neurotiker« (ein Begriff, der hier durchaus mit einem Augenzwinkern benutzt wird) nämlich in ziemlich guter Gesellschaft. Mehr als ein Sechstel aller Menschen leidet an Phobien, fast ein Viertel an Unverträglichkeiten (oder glaubt es zumindest), viele sind sogar von beidem betroffen. Und selbst für jene, die sich nicht unbedingt in diese Reihe einordnen würden, gilt: Jeder hat seinen ganz persönlichen Horror oder Problembereich, der erst unterwegs so richtig zum Tragen kommt. Spätestens bei der Begegnung mit einer tropischen Spinne im XXL-Format erleben nicht nur Arachnophobiker eine ganz neue Dimension von Panik. Sie reden nur nicht oft darüber. Über die Möglichkeiten des Scheiterns am fremden Umfeld wird generell wenig gesprochen: über das Entsetzen ob der »authentischen« lokalen Toiletten in der Dritten Welt, des ortsüblichen Essens, der gepackten Menschendichte im öffentlichen Verkehr oder über den Ekel vor den riesigen Insekten, von denen im Reisekatalog natürlich nicht die Rede war.

In diesem Buch geht es daher nicht nur um Phobien, sondern auch um all die anderen Ärgernisse, die einem die Reise ganz schön verhageln können.

Manchmal sind es schlicht die Freunde oder komplett fremde Menschen, die dafür sorgen, dass die Reise niemals im Tagebuch unter »Meine schönsten Erlebnisse« verewigt wird: Schon allein das Wissen um die Existenz von Kriminellen und Terroristen lässt jede Reisetasche ohne Besitzer suspekt erscheinen.

Allerdings muss man dazusagen: Ängste sind nicht immer unbegründet, manch eine vermeintlich neurotische Abneigung ist im Grunde gar nicht so falsch. Auch darum geht es in diesem Buch. Mücken und andere Insekten kann man eigentlich gar nicht überschätzen, obwohl sie so klein sind, und Krankheitskeime schon gar nicht, obwohl sie uns oft da erwischen, wo wir gar nicht mit ihnen rechnen. Wenn sie einen niederzwingen, braucht man einen Arzt. Spätestens dann bekommen es auch Unerschrockene in der Dritten Welt mit der Angst zu tun.

Manchmal fürchten wir uns auch vor Dingen, die eigentlich harmlos sind, und stellen uns wie nebenbei und furchtlos den wirklichen Gefahren, weil wir sie gar nicht als solche erkennen: Zwar eint die Angst vor Haien alle Reisenden, die ans Meer wollen; dass man aber weitaus mehr Respekt vor Quallen haben sollte, die es mittlerweile in erschreckendem Ausmaß gibt, ist nur den wenigsten bekannt. Oder dass die schnelle Abkürzung über die Wiese in manchen Ländern die letzte gewesen sein kann. Hätten Sie gedacht, dass jedes Jahr rund 100 000 Menschen weltweit an Schlangenbissen sterben?

 

Alles in allem geht es in diesem Buch also darum, einen Blick auf die psychische und physische Unbill zu werfen, die auch erfahrene Reisende ereilen kann – und natürlich darum, all die Informationen zu sammeln, die ein Neurotiker zu schätzen weiß: wo man wirklich mit einer verdreckten Toilette rechnen muss, welche Tiere wirklich gefährlich sind und was man im Katastrophenfall tun sollte.

 

Den einen oder anderen Ratschlag gibt es auch. Falls Sie aber den todsicheren, erprobten Tipp erwarten, der alle Ängste und Probleme hinwegfegt, dann muss ich Sie enttäuschen. Dies ist kein Selbsthilfebuch im Sinne von »Angstfrei in 24 Stunden«. Viele Ratgeber sind sowieso ein Schlag ins Gesicht eines jeden Phobikers, denn sie bagatellisieren die Angst: »Reiß dich zusammen«, ist die Botschaft, »stell dich doch einfach der Angst.« Derartige Ratgeber suggerieren, dass man Phobien auf 200 Seiten ausmerzen kann. Was natürlich letztlich auch bedeutet: Alle, die bei ihrer Angst bleiben, sind irgendwie Weicheier. Menschen, die sich einfach nicht trauen, sich ihrer Schisse zu stellen, unnötig leiden und auch ganz anders könnten, wenn sie sich nur ein bisschen anstrengen würden. Persönlich kenne ich nur Menschen, die, und auch das gilt nicht für alle, graduelle Verbesserungen ihrer Phobien und Abneigungen erreicht haben und die trotzdem verreisen. Sollte man nicht gerade vor ihnen Ehrfurcht haben? Vor jenen, die todesmutig in den Flieger steigen, obwohl sie insgeheim befürchten, die Reise nicht zu überleben? Die sich von vollen Zügen in Indien genauso wenig abhalten lassen wie von wilden Hunden in Ecuador? Oder vor jenen, die tapfer Krabben aus dem Essen puhlen und sich bei Einladungen verwegen dem Verzehr dubioser Fleischsorten stellen? Die sich eben trotz Angst, Phobie und Ekel auf den Weg machen und die Welt erkunden!

Dies tun sie übrigens oft mit großer Sachkenntnis: Phobiker und andere Neurotiker sind meist exzellente Planer, die ihren Mitreisenden viel Arbeit abnehmen. Sie wissen schon Wochen im Voraus, welche öffentlichen Verkehrsmittel vom Flughafen in die Stadt fahren, welches Hotel welche Vorzüge bietet (weil sie längst überprüft haben, in welchem Stockwerk die Zimmer liegen und ob man auch ohne Nutzung der U-Bahn in die Stadt kommt), ob es öffentliche Toiletten gibt, welche Impfungen man braucht.

Und auch in Sachen Besichtigungsprogramm und Nahverkehr sind sie auf Zack. Logisch: Nur durch diesen grenzenlosen Aktionismus behalten sie a) ein kleines bisschen Kontrolle und verhindern b), dass irgendeine gedankenlose Nase ihnen einen Strich durch die Erholung macht und einen Besuch im welthöchsten Kletterpark oder Ähnliches auf die Agenda setzt, was dem Phobiker nachts den Schlaf rauben würde. Und Kontrolle ist definitiv ein Schlüsselwort, wenn es um Phobien geht.

 

Panikattacken, Ängste und all die anderen Unannehmlichkeiten, die in diesem Buch vorkommen, sind übrigens keine Sache der Moderne. Sie sind nur ein wenig salonfähiger geworden. Eine Lebensmittelunverträglichkeit beispielsweise gehört in vielen Kreisen heute fast schon zum guten Ton. Für die Flugphobie dagegen musste das Flugzeug erst erfunden werden und auch die Angst im Aufzug kann sich in Gegenden mit vorrangig einstöckiger Bebauung kaum entfalten. Ein Blick auf die Geschichte zeigt: Auch prominente Reisende litten an dem einen oder anderen Problem: Charles Darwin beispielsweise war ein Leben lang von Seekrankheit betroffen. Er kotzte sich auf seiner Reise nach Südamerika sprichwörtlich die Seele aus dem Leib, während er nebenbei die Biologie revolutionierte. Aber damit nicht genug, litt er auch noch unter Panikattacken. Wer weiß, wie schrecklich sich Seekrankheit anfühlt, wird sich kaum darüber wundern. Letztlich blieb seine große Fahrt auf der Beagle die erste und letzte Reise seines Lebens, denn er entwickelte eine regelrechte Reisephobie. Oder Edvard Munch, der Maler des Bildes Der Schrei. Der Künstler wurde ebenfalls von Angstzuständen geplagt. Ich stelle mir gerne vor, dass das Bild entstand, nachdem man ihn von der ersten Reihe in die letzte des Flugzeugs umgebucht hatte. Zumindest sehe ich so aus, wenn mir das passiert. Sogar Sigmund Freud, der Angst-Experte schlechthin, litt unter Agoraphobie und schaffte es zeitlebens nicht, sie völlig zu überwinden. In Anbetracht dieser prominenten Leidensgenossen darf man als Phobiker und Angstschisser doch eigentlich ganz gelassen damit umgehen.

 

Woher kommt’s?

Bleibt die interessante Frage: Warum nur leiden so viele Menschen an Phobien und Ängsten? Unverarbeitete Kindheitserinnerungen, Traumata, negativer Stress . . . Die Zahl der möglichen Ursachen für Phobien ist groß, die Zahl der wissenschaftlichen Untersuchungen dazu ebenfalls. Leider lassen sich die Ergebnisse mehr oder minder mit einem Satz zusammenfassen: So ganz genau weiß man es nicht. Es gibt Menschen, die werden von einem Hund gebissen und fürchten Hunde fortan wie der Teufel das Weihwasser, andere stecken es einfach weg.

Vielleicht gehen Phobien auch viel mehr auf körperliche Ursachen zurück, als man derzeit noch annimmt. Ein Risikofaktor für neurologische und psychiatrische Krankheiten kann eine Variante von Adenosin-A1-Rezeptoren im Gen sein, die bei der Signalübertragung im Gehirn eine Rolle spielen. In diese Richtung deuten Untersuchungen des Jülicher Forschungszentrums, die bei Phobikern auf eine erhöhte Konzentration dieser Rezeptoren stießen.

 

Der kleine Unterschied

Interessant ist auch: Phobien sind unter den Geschlechtern sehr ungleich verteilt: Jede fünfte Frau leidet in Deutschland unter irgendeiner Angststörung, bei den Männern sind es etwas weniger als 10 Prozent. Woher die Unterschiede stammen, lässt sich bisher nicht zweifelsfrei klären. Gut möglich, dass Frauen eher zugeben, dass sie höllisch Angst vor Spinnen, Aufzügen oder anderem haben, weil sie nicht unter dem Druck stehen, sich »wie ein Mann zu verhalten«. Im europäischen Ausland sieht es nicht viel besser aus. Wie es um die Menschen in ärmeren Ländern steht, darüber erfährt man kaum etwas. Vielleicht spielen Ängste einfach keine Rolle, wenn man tagtäglich um das Überleben kämpfen muss? Oder interessiert es einfach niemanden?

 

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Pan war’s

Der Begriff Panik stammt vom griechischen Gott Pan ab, der mit seiner gruseligen Gestalt, halb Mensch, halb Bock, Reisende zu Tode erschreckte. Sie sind der Legende nach also die Ersten, die von Panik heimgesucht wurden.

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1 Flugangst – der standesgemäße Einstieg

 

Eigentlich haben Flug-Phobiker recht: Es ist im Grunde vollkommen verrückt, dass Flugzeuge, diese zentnerschweren Gebilde aus Metall, wirklich fliegen können.

Rund 400 000 Kilo bringt eine beladene Boeing 747 auf die Waage, der Airbus A380 sogar rund 500 000 Kilo. Erschwerend kommt hinzu: Man ist den beiden Piloten im Cockpit gänzlich ausgeliefert. Was, wenn sie die klassischen Katastrophenfilme nicht kennen und unterwegs beide das Fischgericht essen? (Die meisten Fluggesellschaften empfehlen zwar zwei verschiedene Menüs für Pilot und Kopilot, eine definitive Regelung gibt es jedoch nicht.) Oder wenn sie sich gegenseitig unterwegs mit einem fiesen Norovirus anstecken? Auch die Tatsache, dass Flugzeuge zu großen Teilen mit computergestützten Systemen gesteuert werden, ist kein Grund zur Zuversicht. Schließlich ist es der IT-Branche bisher nicht einmal gelungen, eine vollkommen stabile Textverarbeitungssoftware zu erschaffen.

Kein Wunder, dass rund ein Drittel aller Passagiere mit einem mulmigen Gefühl ins Flugzeug steigt, mehr als ein Sechstel packt gar die nackte Panik, wenn sie fliegen müssen. Allerdings tun sie es. Wie viele aufgrund ihrer Ängste gar nicht erst antreten, erfährt man in der Regel nicht. Hinter manch einem vorgeschobenen »Frankreich ist doch auch schön« oder »Mit dem Auto in den Urlaub fahren ist sowieso viel praktischer!« stecken eine erprobte Vermeidungsstrategie und viel Selbstbetrug.

 

Ein weiteres Manko von Flugreisen liegt auf der Hand: Ist man erst mal in der Luft, gibt es kein Zurück, kein »Ich steig dann mal an der nächsten Kreuzung aus« oder »Fahrt doch alleine weiter«. Drin ist drin, und ist die Tür verriegelt, öffnet sie sich erst wieder nach der Landung. Schlägt die Panik zwischendrin zu, heißt es Zähne zusammenbeißen. Sich vor dem Personal als Angsthase oder gar unter Panik leidender Mensch zu outen, führt nicht immer zum gewünschten Ergebnis.

Typisch ist beispielsweise der folgende kurze Dialog auf einem italienischen Linienflug:

Passagier: Entschuldigung, haben Sie eventuell ein Beruhigungsmittel an Bord? Ich habe extreme Flugangst.

Stewardess: Wie wäre es mit einem Kamillentee?

Für alle, die nicht wissen, wie sich eine echte Panikattacke anfühlt: Das Angebot eines Kamillentees für einen Flugphobiker ist ungefähr so, als würde man einem Unfallopfer mit abgerissenen Gliedmaßen ein Pflaster anbieten.

Immerhin kommt man selbst in großen Linienmaschinen den Passagieren auf esoterischem Wege entgegen: In den Maschinen westlicher Fluggesellschaften gibt es keine Reihe 13 und in chinesischen meist keine Reihe 4. Denn die gilt als böse Zahl, klingt sie doch genauso wie das chinesische für Wort »sterben«.

 

Und die Statistik?

Apropos sterben: Wie steht es eigentlich um die statistische Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Katastrophe kommt? Laut der IATA, der International Air Transport Association, gab es 2015 68 Unglücke, bei denen 136 Menschen starben – und das bei fast 38 Millionen Flügen und rund 3,5 Milliarden Passagieren im Jahr! Insgesamt kommt auf 3,1 Millionen Flüge ein verunglücktes Flugzeug, wobei sich hinter dem Begriff »verunglückt« nicht zwingend ein »Totalverlust«, so der Fachbegriff, verbergen muss, auch eine Notlandung mit leichten Schäden fällt zum Beispiel unter diesen Begriff. Das sind ziemlich beeindruckende Zahlen. Andere zählen die Unfälle pro Starts oder pro Personenkilometer. Das Flugzeug schneidet immer hervorragend ab. Warum beeindruckt das niemanden? All die Furchtlosen denken sowieso nicht darüber nach, die Schisser tun es dennoch, allen Zahlen zum Trotz.

Um es noch deutlicher zu sagen: Unseriöse Airlines und klapperige Maschinen findet man nur noch in den allerärmsten Ländern der Welt oder überall dort, wo sich niemand um die Flugsicherheit kümmert, weil die Menschen andere, dringlichere Probleme haben. Gut drei Viertel aller Unglücke finden in Ländern statt, die mit gerade mal 12 Prozent am Flugverkehr beteiligt sind. Provokant gesagt, ist die Angst vorm Fliegen in den Industrieländern eine behandelbare Neurose, in anderen Gegenden der Welt geht sie als lebenserhaltende Maßnahme durch. Die Wahrscheinlichkeit, in Afrika einen Flugzeugabsturz zu er-(aber leider nicht über-)leben steht bei rund 1:50 000, während sie im Rest der Welt bei mehr als 1:1 000 000 liegt. Ich muss gestehen, auch die Zahlen über den dortigen Bus- und Straßenverkehr verheißen nichts Gutes. Einen Überblick über unsichere Airlines bietet die schwarze Liste der EU-Kommission, eine Liste all derer Fluggesellschaften, die in der Europäischen Union nicht fliegen dürfen. Die Gründe dafür sind vielfältig: Nicht nur Sicherheitsmängel geben den Ausschlag, sondern auch unzureichende staatliche Kontrollen können dazu führen, dass die Fluggesellschaften eines Landes gelistet werden, zum Beispiel weil sich vor Ort niemand um die Sicherheit kümmert und die Behörden der Europäischen Union nicht jedes Flugzeug überprüfen können. In diesem Fall ist es sinnvoll, vor der Reise bei einem Spezial-Reiseveranstalter für das jeweilige Land nachzufragen oder die Airline zu googeln. Auch das bietet zwar keine hundertprozentige Sicherheit, ist aber immer noch besser, als völlig ahnungslos in eine afrikanische, nepalesische oder indonesische Klappermaschine zu steigen.

 

Der Outback-Faktor

An dieser Stelle unbedingt noch eine Warnung an alle, die schon beim Anblick einer soliden A380 Muffe kriegen: Generell gilt in der Welt des Fliegens die Regel »Je abgelegener, desto wagemutiger«. Was beispielsweise im neuseeländischen oder australischen Hinterland und im afrikanischen Busch als verkehrstaugliches Flugzeug gilt, löst bei Flug-Phobikern umgehend eine Angstattacke aus. Wobei man diese Länder nicht in einen Topf werfen sollte: Neuseeländer und Australier kleben zwar auch mal die geborstenen Scheiben mit Isolierband und reparieren grundsätzlich alles mit Universaldraht, sind damit aber immerhin erfolgreich.

In eine ähnliche Kategorie fallen auch die Barfuß-Piloten der Malediven. Die Inseln des hochpreisigen Ferienziels liegen weit auseinander – auf 90 000 Quadratkilometer verteilt, um genau zu sein – und sind per Schiff nur durch eine sehr langwierige Fahrt zu erreichen. Touristen, Post und Fracht reisen daher per Wasserflugzeug, das sind kleine Twin-Otter-Maschinen, in denen maximal 15 Menschen Platz haben – übrigens die größte Twin-Otter-Flotte weltweit! Den Piloten, meist junge Männer aus Kanada, den USA oder England, haftet eine verklärte Aura an. Sie sehen meist verdammt gut aus und leben den ultimativen Junggesellentraum, und das nicht zuletzt, weil sie in der Tat barfuß fliegen. Das ist witzig und cool, bis man sie im Strand-Aufzug am Steuer sitzen sieht. Zur Beruhigung muss man sagen: Die Barfußpiloten haben jede Menge Erfahrung mit rauem Wetter und auch einen guten Grund für die lockere Haltung in Sachen Schuhwerk, denn der ständige Kontakt mit dem Wasser und die Hitze lassen sich so besser aushalten und nach der Landung rutschen sie nicht auf den nassen Kufen aus. Die Maschinen selbst werden alle neun Jahre in Kanada generalüberholt und zu diesem Zweck auf einer tagelangen Reise dorthin geflogen.

 

Tröstliche Fakten zum Festklammern

  • Nahezu alle Flugzeuge können ziemlich problemlos weiterfliegen, wenn ein Triebwerk ausfällt, was selten genug vorkommt.
  • Selbst wenn alle Triebwerke versagen, schaffen die großen Linienmaschinen je nach Höhe und Wetter noch etwa 200 Kilometer im Gleitflug. Auch ein Blitzschlag muss dem Flugzeug nicht unbedingt etwas anhaben.

Zeig mir den Weg, Kleines

Wer auf die Galapagos-Insel Isabela will, hat die Wahl: Ab Flughafen Seymour auf Baltra geht es per Boot oder per Flugzeug auf die größte Insel des Archipels. Reiseveranstalter empfehlen gerne Letzteres. Aus gutem Grund, denn das Boot nach Puerto Villamil wird unter der Hand auch als Kotzklipper bezeichnet, der raue Bootstransfer soll selbst gestandene Segler in Wracks verwandeln. Das Flugzeug also. Beim Anblick der Maschine könnte man diese Entscheidung jedoch spontan bereuen: Es gibt sechs Sitzplätze direkt hinter dem Piloten, mit Isolierband verklebte Seitenscheiben und ein Cockpit mit angegriffenen, teils abgebrochenen Plastikschaltern und abblätternder Metalloberfläche. Dem von Kopf bis Fuß tätowierten Kapitän haftet ein Hauch von Pirates of the Caribbean an – und der Verdacht liegt nahe, dass er sein Diplom auf dem zweiten oder eher fünften Bildungsweg und hinter Gittern erhalten hat. Zur Orientierung packt er ein kleines handliches Navi aus, das er auf das Cockpit stellt, offensichtlich eine private Investition, die ursprünglich für ein Auto vorgesehen war. Andererseits: Er fliegt ja sowieso nicht besonders hoch. Ob die Maschine im Notfall wassern könnte? Wie lange dauert es wohl, bis man zwischen den Galapagos-Inseln auf Hilfe hoffen darf? Und gibt es dort eigentlich Haie? Natürlich ignoriert der Kapitän alle Konversationsversuche, genauso wie die Frage, wie lange der Flug denn dauere. Dafür tippt er ab und zu auf dem kleinen Navi herum. Alles in allem keine vertrauenserweckende Erfahrung. Richtig schätzen lernt man den Flug erst bei der Ankunft des Bootes, das dieselbe Strecke auf dem Wasser zurückgelegt hat: Von oben bis unten mit Erbrochenem verschmiert wanken die blassen Gestalten an Land. Kein Wunder, dass es auf Isabela gleich drei Waschsalons gibt.

  

Was hilft gegen die Panik?

Egal, ob Jumbojet oder Mini-Maschine, so ganz wehrlos ist man der Flugangst nicht ausgesetzt. Die folgenden Tipps können helfen, gar nicht erst in Panik zu verfallen.

  • Beschäftigen Sie sich. Wer im Sitz kauert und auf die Angstattacke wartet, hat gute Karten, dass sie vorbeikommt wie ein lang ersehnter Gast.
  • Steigen Sie nicht als Erster ein. Wer lange im Flieger sitzt, kommt mitunter auf den Gedanken, einfach wieder auszusteigen. Keine gute Idee!
  • Falls Sie unter einer Kombination aus Flugangst und Klaustrophobie leiden: Fokussieren Sie die Tür. Sie ist da. Man kann sie am Boden theoretisch jederzeit öffnen. Unterwegs natürlich auch, aber das wollen Sie nicht wirklich.
  • Buchen Sie lange im Voraus den besten Platz. Zum Beispiel weit vorne oder am Gang, wo immer Sie sich sicherer fühlen. Viele Fluggesellschaften bieten die Möglichkeiten, dies im Vorfeld über ein Callcenter zu erledigen, andere nehmen einen kleinen Obolus dafür. Spätestens beim Online-Check-in lohnt es sich, rechtzeitig einen Sitzplatz auszuwählen.
  • Bewegen Sie sich vorher. Sei es, dass Sie am Abflugtag noch mal eine richtig lange Joggingrunde einlegen oder am Flughafen stramm an allen Gates vorbeimarschieren. Bewegung baut Stresshormone ab.
  • Lenken Sie sich ab. Dabei ist nichts zu blöd. Wie wäre es mit einem Spiel auf dem Tablet, das Ihnen gefällt und Sie fordert? Wenn sie zwischen Panikattacke und Erhöhung des Punktestands wählen können, entscheiden sich durchaus einige Panikkandidaten für das Spiel.
  • Konzentrieren Sie sich auf das Ziel. Es gibt einen guten Grund, warum Sie in dieses Flugzeug gestiegen sind: Strand, Sonne, leckeres Essen, romantische Sonnenuntergänge oder neue Abenteuer – alle Lockfaktoren sind legitim.
  • Spulen Sie Ihre Routine ab. Wer öfter fliegt, hat meist eine ganz eigene Choreografie: Gepäck einchecken, zwei Zeitschriften kaufen, dann zum Gate ...
  • Steigen Sie hungrig in den Flieger und nehmen Sie eine echte Leckerei mit. Zum Beispiel eine fette Tüte vom Lieblings-Hamburgerbräter. Und ja, die geht einwandfrei durch die Kontrolle, wenn kein Getränk dabei ist.
  • Gönnen Sie sich eine Massage vor dem Abflug. Vor allem auf Flughäfen in Fernost finden sich des Öfteren kleine Praxen, die 15-minütige Rücken- und Nackenmassagen anbieten. Das lohnt sich allemal.
  • Treffen Sie rechtzeitig am Flughafen ein. Wer unter Stress zum Flughafen hetzt ist schon in der richtigen Stimmung für eine kleine Panikattacke.
  • Brechen Sie Ihre Ängste auf. Welcher Teil macht am meisten Angst? Ist es der Start? Die Landung? Die gesamte Zeitspanne in der Luft? Ist es das Eingeschlossensein? Oder die Angst, sich unterwegs mit fiesen Keimen anzustecken?

 

Was definitiv nicht hilft:

  • Stundenlang nach Flugkatastrophen googeln.
  • Berichte von Überlebenden einer Flugzeugkatastrophe lesen.
  • Wahllos jedes Buch über Flugsicherheit lesen. Das eine oder andere wurde wohl von Autoren geschrieben, deren Feingefühl begrenzt ist. 300 Seiten über Katastrophen und warum sie normalerweise so nicht vorkommen, sind nicht beruhigend.
  • Hektisch anreisen und in letzter Sekunde zum Gate rennen,
  • Anderen beim Beten zuschauen. Philippinische Crews legen auf dem Weg zur Startbahn teils ein öffentliches Gebet ein. Das ist sicher nicht falsch, für atheistische Gäste aber eher gewöhnungsbedürftig – hätte es nicht auch eine technische Wartung getan?

Gefahr Thrombose

Für alle, deren Angstpotenzial noch nicht ausgeschöpft ist, gibt es noch eine Erweiterungsmöglichkeit: die Reise-Thrombose. Spätestens seit sie regelmäßig zu Beginn der Sommersaison in den Medien durchgekaut wird, wissen wir alle: Es gibt sie! Und sie wartet nur auf mich.

Nach ein bis zwei Stunden perlen die ersten Sorgen an die Oberfläche: Klumpt es schon? Schmerzt das Bein nicht ein wenig? Reicht es, wenn ich ab und zu aufstehe? Schließlich weiß man, dass sie sogar viele Stunden nach der Ankunft zuschlagen kann. In der Tat ist es nicht ideal, zwölf Stunden unbeweglich auf dem Sitz zu verharren. Andererseits: Es gibt Menschen, die über Jahre täglich vor dem Fernseher hocken und sich bester Gesundheit erfreuen. Ohne Aufregung reicht es, viel zu trinken, ab und zu aufzustehen, das muss man dank der daraus resultierenden Toilettengänge dann sowieso, und hin und wieder die Beine im Sitzen zu bewegen. Wer bereits unter Venen-Problemen leidet, tut gut daran, sich Thrombose-Strümpfe zu besorgen und diese auch zu tragen. Wer auf Nummer sicher gehen will und an keinem anderen Leiden erkrankt ist, wirft noch eine Aspirin ein, das verdünnt das Blut.

 

Anti-Flugangst-Trainings – Wirken sie?

Ja und nein: Wer unter einer diffusen Flugangst leidet und beispielsweise von der Sorge vor einem Absturz gequält wird, der kann sich hier wunderbar beruhigen lassen. Der Blick in die Technik und das Gespräch mit einem Piloten können Wunder wirken. Im Grunde funktionieren die Trainings, weil sie eine Fülle von Informationen vermitteln, an die man sonst nicht kommt. Ein guter Ansprechpartner sind die diversen Airlines, schließlich sitzen sie an der Quelle.

Allerdings sollte man die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Verbesserungen darf man sich erhoffen, völlige Symptomfreiheit nicht unbedingt. Allerdings kann ein Flugtraining der Anstoß zu einer positiven Entwicklung sein: Es ist der erste Schritt zum entspannten Fliegen, was wiederum zu positiven Erlebnissen führt und letztlich zu der Erkenntnis: Ist ja doch nicht so schlimm!

 

Wo ist der beste Platz?

Man muss keine Flugphobie haben, um sich darüber Gedanken zu machen, wie man aus dem Flieger rauskäme, sollte doch mal etwas passieren. Es gibt einige Tipps, die durchaus lebensrettend sein können:

  • Simpel und oft vergessen: Nur wer weiß, wo sich die Notausgänge befinden, kann sie zielstrebig ansteuern. Falls Sie einen der begehrten Plätze an der Tür erwischen, schadet es nicht, die Anleitung zur Notöffnung vorher gelesen zu haben.
  • Suchen Sie sich einen Platz, der nicht weiter als sieben Reihen vom nächstgelegenen Notausgang entfernt liegt. Wer mit Kindern reist, ist gut beraten, sich ein bisschen näher an die Tür zu setzen, denn es dauert ein paar Sekunden länger, ein oder gar zwei erschrockene Kinder aus den Sitzen zu schnallen. Die ideale Anzahl der Sitzreihen mag je nach Bauart variieren, aber im Notfall zählt jeder Meter.
  • Verzichten Sie auf Nylon-Strumpfhosen und tragen Sie anständige Schuhe anstelle von Flipflops, auch wenn Sie dadurch auf das schöne Urlaubsgefühl verzichten müssen. Mit den Plastikschlappen läuft man ganz sicher nicht über ein heißes Stück Metall. Sie ahnen es schon: Auch hochhackige Schuhe sind nicht ideal, und Nylon-Strumpfhosen sind im Falle eines Feuers die Garantie für großflächige Verbrennungen.
  • Schließen Sie den Sicherheitsgurt. Das ist so banal wie wichtig. Turbulenzen verlaufen zumeist harmlos, vorausgesetzt man fliegt dabei nicht quer durchs Flugzeug.
  • Stopfen Sie das Gepäckfach über dem Sitz nicht mit tonnenschweren Getränken aus dem Duty-free-Shop voll. Bei einer harten Landung öffnen sich die Fächer gerne und der Inhalt verwandelt sich in tödliche Geschosse.
  • Zur Sicherheit noch eine halbe Tablette mehr? Das ist der falsche Weg. Wer wie ein Zombie mit Spuckebläschen im Mundwinkel auf dem Sitz hängt, hat im Notfall schlechte Karten. Ansprechbar und einigermaßen reaktionsfähig sollten Sie allemal sein.

 

Beschuss von unten

Mit dem Abschuss der Malaysia Airlines-Maschine Flug MH17 im Jahr 2014 über der Ukraine eröffnete sich für alle Flugphobiker eine neue Dimension der Angst. Rührte diese zuvor noch daher, dass man sich in rund zehn Kilometer Höhe über der Erdoberfläche befand – viel zu weit oben! –, trat nun der gegensätzliche Aspekt hinzu: Selbst das ist im Zweifelsfall nicht mehr weit genug oben! Nur in seltenen Fällen sind Kriegs- oder Bürgerkriegsparteien im Besitz von Waffen, mit denen sie ein Flugzeug abschießen könnten – zumindest ging man bei den Fluggesellschaften davon aus. Malaysia Airlines war beileibe nicht die einzige Airline, die in dem Gebiet unterwegs war.

Aber wie gehen die Fluggesellschaften heute damit um? Eines gleich vorweg: Eine einheitliche internationale Vorgehensweise gibt es nicht, dafür aber eine ganze Reihe von Empfehlungen der nationalen Luftfahrtbehörden, wie der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) oder der FAA (Federal Aviation Administration), der Bundesluftfahrtbehörde der USA, und anderen. 2009 wurde zudem die Safety Management International Collaboration Group (SM ICG) ins Leben gerufen. Es handelt sich um einen Zusammenschluss von 16 nationalen Luftfahrtbehörden. Ebenso wichtig und richtungsweisend sind die sogenannten NOTAM (Notice to Airmen), aktuelle Hinweise, die den Fluggesellschaften und Piloten zeigen, welche aktuellen Änderungen sich in letzter Zeit im Vergleich zu den Karten sowie im Luftfahrthandbuch des jeweiligen Staates ergeben haben.

Nach eigenen Angaben fliegen Japan Airlines, Vietnam Airlines und Sri Lankan Airlines derzeit nicht über Krisengebiete wie die Ukraine, den Irak, Libyen oder Syrien. Scandinavian Airlines beteuert immerhin, man folge den Anweisungen und Empfehlungen der Behörden (welche auch immer damit gemeint sind) zu den Flugverkehrszonen, Routen über die Ostukraine stünden ohnehin nicht auf dem Plan. Bei Emirates heißt es, man fliege derzeit nicht über Israel, Nordsinai, Syrien, Jemen, Libyen, den Südsudan, die Ostukraine und die Krim-Halbinsel. Gleiches gelte für den Irak, abgesehen von Flügen mit Zielorten in selbigem Land. Auch Air France meidet den Luftraum über dem Jemen, der Ostukraine, Syrien, Irak und Libyen. Zudem verordnet die Sicherheitsabteilung von Air France als zusätzliche Vorkehrung eine Pufferzone zwischen den Flugzeugrouten und den »no-fly zones«.

Wahrscheinlich gelten derartige Vorkehrungen auch für viele weitere Airlines, nur leider antworten sie nicht auf Presseanfragen per E-Mail: Ein Mailing an die Presseabteilungen der Airlines in ihrem jeweiligen Heimatland ergab jedenfalls ein erbärmlich mageres Ergebnis von nahezu null Feedback.

Der Fluggesellschaft obliegt es, die nötigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, dem Fluggast, sich danach zu erkundigen und notfalls so lange nachzufragen, bis er genaue Informationen erhält.

 

Beschuss von oben: Ist Mobilfunk gefährlich?

Wer je in China geflogen ist, weiß: Unterwegs ein kleines Schwätzchen per Telefon ist kein Problem. Im Reich der Mitte scheint man grundsätzlich und stetig, allen Anweisungen zum Trotz, auch im Flieger zum Handy zu greifen. Im Moment weiß niemand genau, ob und wie sich Handys auf die Bordelektronik auswirken. Diverse Zwischenfälle legen den Verdacht nahe, dass durch eingeschaltete Geräte beispielsweise die Navigationssysteme beeinflusst wurden. Leider lassen sich diese Situationen nicht reproduzieren und so bleibt es bei der einfachen Regel: Zur Sicherheit müssen Handys ausgeschaltet werden oder im Flugmodus laufen, vor allem in den schwierigsten Phasen, also bei Start und Landung.

Françoise Hauser

Über Françoise Hauser

Biografie

Françoise Hauser, geboren 1967, hat in Erlangen, Nanjing/China und Tainan/Taiwan Sinologie studiert. Sie arbeitet als Journalistin mit Reise- und Asien-Schwerpunkt und ist als Buchautorin sowie Trainerin für interkulturelle Themen tätig. Bei National Geographic erschien von ihr "In 80 Fettnäpfchen...

Pressestimmen

reisebuch.de

»Die Ausführungen haben nicht nur Neurotiker im Auge, sondern leisten sinnvolle Aufklärungsarbeit für jedermann.«

Frankfurter Neue Presse

»Nonchalant und sehr kurzweilig verpackt Hauser in ihrem Buch interessante Fakten rund um die Gefahren, die sie beschreibt.«

delightfulspots.de

»Eine kurzweilige Lektüre mit leichter Kost. Für alle interessant, die mehr über mögliche Ängste auf Reisen erfahren wollen. Auch schön, wenn man erkennt, unter welcher Angst man glücklicherweise nicht leidet.«

abenteuer und reise

»Wer immer noch zögert, das traute Heim zu verlassen, hier die überzeugendste Statistik für einen Urlaub fern von Balkon und Couch: Bei häuslichen Unfällen in Deutschland sterben mehr Menschen als deutsche Reisende bei allen Anschlägen, Überfällen und Unfällen weltweit zusammen!«

Inhaltsangabe

Inhaltsverzeichnis

 

Anstelle eines Vorworts: Worum geht’s?

1. Flugangst – der standesgemäße Einstieg

2. Klausi ist immer dabei

3. Einfach mal drüberstehen: Im Griff der Höhenangst

4. Mit der Pillenschachtel in den Knast

5. Extremsport: Das hat bisher noch jeder überlebt

6. Was krabbelt denn da?

7. Tierbegegnungen, die niemand braucht

8. Gut gespült ist halb gewonnen

9. Wehe, wenn der Doktor (nicht) kommt

10. Der Tod auf dem Teller

11. Der Reise-GAU: Katastrophen

12. Gar nicht lustig: Wenn Reisen lebensgefährlich ist

13. Alles Schall und kein Rauch

14. Wo geht’s lang? Unterwegs ohne Orientierung

Nachwort – und nun?

Lektüretipps

Anhang

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