Magdalena

Eine Familiengeschichte

Erschienen am 05.10.2015
Übersetzt von: Gregor Seferens
320 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-492-05718-9
€ 22,00 [D], € 22,70 [A]
Lieferzeit 3-4 Werktage

»Verschone mich, solange ich lebe« - Maarten 't Harts erstes Buch über seine Mutter.

»Nach meinem Tod«, sagte Maarten 't Harts Mutter oft, »kannst du über mich schreiben, was du willst, aber verschone mich, solange ich lebe.« Der Sohn, einer der berühmtesten europäischen Romanciers, hat sich daran gehalten. Er hat bislang nicht davon erzählt, wie ausgerechnet ein kaputter Hosenträger die Liebe zwischen seinen Eltern stiftete, hat verschwiegen, dass sein Vater im Grunde der Überzeugung war, man könne ein Pferd mehr lieben als eine Frau. Nun aber, drei Jahre nach dem Tod der Mutter, erscheint »Magdalena«: ein Buch über das große Geheimnis, das sich Kindern hinter dem Zusammenhalt der Eltern zu verbergen scheint, ein ungeschminktes Zeugnis dessen, was der begnadete Erzähler 't Hart bislang alles nicht erzählt hat, und ein schmerzvoll schönes Buch über Mutter und Sohn.

Leseprobe zu »Magdalena«

Prolog

 Am Dienstag, dem 25.?November 1952, wurde ich acht Jahre alt. Diesem Geburtstag hatten nicht nur ich, sondern auch meine Eltern sehnsüchtig entgegengesehen. Mein Großvater väterlicherseits machte seinen Enkeln, die nach ihm benannt waren, zu ihrem achten Geburtstag ein großes Geschenk. Bei uns war daher die Erwartung hochgespannt. Der zwei Wochen ältere Sohn meines Onkels Maarten, der ebenfalls den Namen meines Großvaters trug (er war also Maarten von Maarten von Maarten), hatte zu seinem letzten Geburtstag ein Fahrrad bekommen. Ein solch großes Geschenk würde mir ganz [...]

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Maarten 't Hart

Maarten 't Hart

Maarten ’t Hart, geboren 1944 in Maassluis bei Rotterdam als Sohn eines Totengräbers, studierte Verhaltensbiologie, bevor er sich 1987 als freier Schriftsteller in Warmond bei Leiden niederließ. Nach seinen Jugenderinnerungen »Ein Schwarm Regenbrachvögel« erschien 1997 auf Deutsch sein Roman »Das mehr ...

0 Buchblog Veröffentlicht am 01.10.2015

Maarten 't Haarts Familie ganz privat

Wir zeigen Bilder von Maarten 't Haarts Familie, die es sonst nur in der niederländischen Originalausgabe von »Magdalena« zu sehen gibt.

Rezensionen und Pressestimmen

Kölner Stadt-Anzeiger


»diese grandios erzählte Familiengeschichte ist auch ein Statement zur eigenen Befindlichkeit und nicht zuletzt eine heftige Abrechnung mit dem Christentum. Ein Buch mehr, das 't Harts Position auf der Kandidatenliste für den Literaturnobelpreis festigen wird.«   

Beauté


»Ein schmerzvoll schönes Buch über die Beziehung von Mutter und Sohn.«   

Bielefelder


»'t Hart gelingt eine meisterhafte Milieuschilderung mit kuriosen Momenten«   

Kommentare zum Buch
1. Magdalena
Prof. Dr. Joachim WALTER am 24.03.2016 - 17:47:31

Mir geht es wie Christsa Klitzschmüller. Ich finde Magdalena als wunderbares Buch mit herrlichen ironischen Repliken. Warum jedoch auf den letzten 15 Seiten eine dermaßen banale und primitiv provozierende Abrechnung mit Glaubensbekentnnis und Vaterunser sein muss, bleibt rätselhaft. Dadurch verliert dieses eigentlich gelungene Buch sehr. Die ursprünglich positive Einschätzung des Buches geht verloren und bleibt ein negativer Beigeschmack, ja letztlich Ärger, der die positive Erinnerung an das Buch überlagert. Deshalb kann auch ich dass Buch niemand weiterempfehlen. Schade!

2. Magdalena
Christa Klitzschmüller am 27.12.2015 - 15:25:33

Mit großer Neugier und Freude habe ich mich an die Lektüre dieser allseits gelobten Familiengeschichte gemacht, und wäre es eine Familiengeschichte geblieben, hätte ich das Buch auch sehr genossen. Aber ich habe nicht verstanden, warum der Autor die letzten Seiten seines Buches zu einer Abrechnung mit dem christlichen Glauben nutzt und etliche Seiten darauf verwendet, die einzelnen Zeilen des Glaubensbekenntnisses wie des Vatersunser als "Schwachsinn" zu erklären. Diese Meinung will ich ihm gerne lassen, aber im Rahmen dieser Familiengeschichte hätte ich gerne darauf verzichtet. So ist ein bitterer Beigemschmack bei mir geblieben, und ich weiß noch nicht, was ich mit meinem Buchexemplar machen soll - wegwerfen, weiterverkaufen, doch ins Regal stellen? Auf jeden Fall nicht weiterempfehlen.

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