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Lions – Scharfe PrankenLions - Scharfe Pranken

Lions – Scharfe Pranken

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Lions – Scharfe Pranken — Inhalt

Die sexy Gestaltwandler aus Aikens Löwen-Reihe sind zurück!

Manche Männer haben ganz besonders große Vorzüge. Eishockeyspieler Bo Novikov beispielsweise ist teils Polarbär, teils Löwe und ganz und gar Alphatier. Nun bekommt der riesige Gestaltwandler die sexy Wolfshündin Blayne Thorpe nicht mehr aus dem Kopf. Auf leisen Tatzen folgt Bo seiner Flamme nach New York, um sie vor ihren Feinden zu schützen. Denn die wollen sie statt in den Armen eines Bären lieber in der Kampfarena sehen. Doch die Großstadt ist ein zu heißes Pflaster für den unterkühlten Bo – zu ihren eigenen Schutz entführt er Blayne in die Provinz. Und dort zahlt sich seine Bärengeduld endlich aus ...

€ 9,99 [D], € 10,30 [A]
Erschienen am 10.03.2014
Übersetzer: Doris Hummel
464 Seiten, Broschur
ISBN 978-3-492-26906-3
€ 7,99 [D], € 7,99 [A]
Erschienen am 10.03.2014
Übersetzer: Doris Hummel
464 Seiten, WMEPUB
ISBN 978-3-492-96318-3

Leseprobe zu »Lions – Scharfe Pranken«

Kapitel 1


Das Gesicht knallte gegen das Sicherheitsglas, und Blut spritzte, als Knorpel zerquetscht und Knochen zertrümmert wurden.

Ein Teil der Menge um sie herum grölte und johlte anerkennend, während der andere Teil missbilligend fauchte und knurrte, je nachdem, welches Team sie unterstützten. Blayne Thorpe war jedoch nicht in der Lage, das eine oder das andere zu tun. Stattdessen starrte sie nur mit offenem Mund auf den gigantischen Hybriden, der das arme, zerstörte Katzengesicht allein mithilfe seines Hockeyschlägers und seiner überwältigenden [...]

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Kapitel 1


Das Gesicht knallte gegen das Sicherheitsglas, und Blut spritzte, als Knorpel zerquetscht und Knochen zertrümmert wurden.

Ein Teil der Menge um sie herum grölte und johlte anerkennend, während der andere Teil missbilligend fauchte und knurrte, je nachdem, welches Team sie unterstützten. Blayne Thorpe war jedoch nicht in der Lage, das eine oder das andere zu tun. Stattdessen starrte sie nur mit offenem Mund auf den gigantischen Hybriden, der das arme, zerstörte Katzengesicht allein mithilfe seines Hockeyschlägers und seiner überwältigenden Größe immer wieder in das Glas rammte.

Blayne hatte zwar gehört, dass er noch größer geworden war, seit sie ihn vor fast zehn Jahren zum letzten Mal gesehen hatte, sie hatte allerdings angenommen, dass die Leute von seiner Karriere gesprochen hatten, nicht von seiner Körpergröße.

Was seine Karriere anging, so hatte sich der frühere Linksverteidiger in der Gestaltwandler-Bezirksliga irgendwo im Nirgendwo von Maine zu einem der besten Hockeyspieler entwickelt, den die Gestaltwandler-Profiliga je gesehen hatte. Bo »der Marodeur« Novikov war einer der ersten – und eine Zeit lang auch einer der einzigen – Hybriden gewesen, die überhaupt je in einem Profiteam in irgendeiner Liga gespielt hatten. Zugegebenermaßen hatte ihm dabei die Tatsache geholfen, dass er im Gegensatz zu Blayne nicht zu den gefürchteteren – und, um ganz ehrlich zu sein, labileren – Hunde-Hybriden gehörte, sondern das Produkt einer eher seltenen Kreuzung zweier Arten war. Genauer gesagt: Er war ein Eisbär-Löwe. Oder, wie Blayne ihn insgeheim nannte, ein mächtiges Bären-Kätzchen. Sie fand diese Beschreibung viel niedlicher als die Bezeichnung Eisbär-Löwe. Es kam jedoch so selten vor, dass sich Bären mit Katzen paarten – noch vor über fünfundzwanzig Jahren hatte man überhaupt noch nie davon gehört –, dass es für ihre Kinder offiziell keine niedlichen Spitznamen wie Coydog für Kreuzungen zwischen Kojoten und Hunden oder Liger und Töwe für Löwen-Tiger-Mischlinge gab.

Das bedeutete jedoch nicht, dass Blayne Novikov als einen der Spitzenvertreter des Hybriden-Volkes betrachtete. Wie könnte sie auch? Er verkörperte alles, was sie im Sport verabscheute. Wo war die sportliche Fairness? Wo der Teamgeist? Wo die Loyalität?

Nirgends.

Innerhalb von zehn Jahren hatte sich der Marodeur zu einem der meistgehassten und -gefürchteten Spieler sämtlicher Gestaltwandler-Ligen in den Vereinigten Staaten, Asien und dem größten Teil Europas entwickelt. In Russland und Schweden galt er hingegen nur als »tough – für einen Amerikaner«. Novikov wurde von den Fans ebenso bewundert wie gehasst und von seinen Gegnern und eigenen Teamkollegen gleichermaßen verabscheut. Bo Novikov hatte sich als Arschloch auf Schlittschuhen einen Namen gemacht – zumindest war das die treffendste Beschreibung, die Blayne einfiel. Wer sich Novikov in den Weg stellte, den brachte er entweder dazu, Platz zu machen, oder er pflügte ihn einfach über den Haufen. Wenn jemand seinen Puck hatte – und es war immer sein Puck –, fand er stets Mittel und Wege, ihn sich zurückzuholen, selbst wenn dies bleibende Schäden für seinen Gegner zur Folge hatte oder bedeutete, dass dieser das Laufen wieder neu erlernen musste. Nach allem, was Blayne gehört hatte, hatte Novikov nie ein freundliches Wort für irgendjemand, noch nicht einmal für die Bärenjungen und Welpen, die den Boden anbeteten, auf dem er ging.

Nichts von alledem überraschte Blayne. Wie könnte es auch? Sie hatte den Kerl kennengelernt, als er neunzehn und noch ein gutes Stück kleiner gewesen war und in der Bezirksliga gespielt hatte. Tracey, eine Tigerin, die Blayne ungefähr so gern hatte, wie Blaynes beste Freundin Gwen sie verabscheute, hatte Novikov spielen sehen und sie förmlich angefleht, Gwen irgendwie dazu zu bringen, sie zu einem Training ihres Onkels einzuladen. Damals hatten die O’Neill-Männer das Eishockeyteam der Philly Furors in der Bezirksliga geleitet. Zwei von Gwens Onkeln waren die Manager, sechs ihrer Cousins entweder Trainer oder Spieler. Blayne war grundsätzlich zu allem eingeladen, was die O’Neills so trieben, Tracey hingegen konnte es nicht riskieren, einfach aufzutauchen, wenn ihr der Sinn danach stand. Nicht, wenn sie keine Lust hatte, sich bei Gwen und ihren Cousinen ein paar kräftige Tritte in den Hintern abzuholen. Blayne hatte zwar ein wenig bitten, betteln und quengeln müssen, aber schließlich hatte Gwen eingelenkt und Tracey zu einem Training eingeladen.

Traceys Plan sah vor, dass sie in ihrer katholischen Schuluniform – an der sie vorher die entsprechenden Änderungen für eine außerschulische Männerjagd vorgenommen hatte – beim Training auftauchen und den Hybriden mit ihrer Tigerinnen-Schönheit regelrecht hypnotisieren würde. Blayne hatte den Plan für durchaus solide gehalten. Tracey, in diesen Dingen alles andere als schüchtern, war in einer der Trainingspausen zum Angriff übergegangen. Blayne war so damit beschäftigt gewesen, ihr Cheesesteak-Sandwich hinunterzuschlingen, das sie sich in dem von Bären geführten Restaurant auf der anderen Straßenseite geholt hatte, dass sie das Ganze kaum mitbekommen hatte. Ihr Sandwich war bereits zur Hälfte verputzt, als sie das Gefühl beschlich, beobachtet zu werden – und ihr Gefühl trog sie nicht. Sie blickte auf und stellte fest, dass sie durch das Sicherheitsglas zwischen den Zuschauerrängen und der Eisfläche zwei durchdringende blaue Augen anstarrten.

Er hatte kein Wort gesagt. Er hatte nur … gestarrt. Sie regelrecht angefunkelt. Er hatte sie so böse angefunkelt, als hätte sie seine Brieftasche geklaut oder ihn mit einem Rasiermesser geschnitten. Ihr wäre beinahe ein Bissen ihres Cheesesteaks im Halse stecken geblieben, während sie versuchte, sich auszurechnen, ob sie es bis zum Ausgang schaffte, bevor er sie schnappen konnte. Er sah aus, als wolle er sie bei lebendigem Leib auffressen, und bei einem Raubtier war das ganz und gar nicht gut. Vor allem nicht bei einem Raubtier, das Gerüchten zufolge mütterlicherseits von Dschingis Khan und väterlicherseits von den Kosaken abstammte.

Blayne legte den Rest ihres Sandwichs beiseite und erhob sich langsam. Währenddessen verfolgten die blauen Augen jede ihrer Bewegungen. Er sah zu, wie sie ihren Rucksack aufhob und in ihren schwarz-weißen Halbschuhen langsam den Gang hinunterging. Er skatete neben ihr her und bemerkte gar nicht, dass die O’Neills sein Interesse registriert hatten. Als Blayne das Ende der Tribüne erreichte, stieg sie die Treppe zu dem breiten Gang hinunter, durch den die Spieler das Stadion betraten. Ganz langsam, um ihn nicht aufzuschrecken, streifte sie die Träger ihres Rucksacks über. Mit dem Rucksack auf den Schultern blickte sie sich noch ein letztes Mal um und erwartete, Bo Novikov noch immer auf dem Eis zu sehen. Doch nein, direkt hinter ihr stand er und starrte sie mit seinen blauen Augen finster an.

Wie üblich löste Blayne die Situation mit der ihr eigenen Geschicklichkeit und Subtilität: Sie brüllte, als wolle sie jemand abstechen, und rannte davon. Gwen rief ihr etwas zu und rannte ihr nach, aber Blayne blieb erst stehen, nachdem sie aus dem Gebäude gestürmt, über die Straße gerannt und bis nach Hause gelaufen war. Sie stürzte in das Haus ihres Vaters, knallte die Tür hinter sich zu, schloss ab und schob den Lieblingssessel ihres Vaters, gefolgt von einem Beistelltisch, vor die Tür. Sie war gerade mit dem Klavier zugange, als ihr Vater aus dem Garten hinter dem Haus kam. »Was tust du denn da?«, fragte er, und Blayne war gezwungen, sich zu beruhigen, da ihr Vater über eine sehr niedrige »Toleranzschwelle« verfügte, was seine Tochter betraf – und ihr »irrationales Verhalten« stand ganz oben auf seiner »Null Toleranz«-Liste.

Blayne holte tief Luft und antwortete: »Nichts. Warum?«

Auch wenn ihr Vater ihr nicht wirklich zu glauben schien, hatte er die Sache auf sich beruhen lassen. Ganz im Gegensatz zu Tracey. Die Tigerin hatte Blayne die Schuld daran gegeben, dass sie all ihre Chancen zerstört hatte, die zukünftige – und sehr wohlhabende – Gefährtin eines Eishockeystars zu werden. Tracey hatte seither nie wieder ein Wort mit ihr gesprochen, worüber Gwen höchst erfreut war. Novikov wiederum hatte nur noch einen Monat für die Bezirksmannschaft gespielt, bevor er seinen ersten Vertrag in der Profiliga ergattert hatte. Blayne hatte ihn seit jenem Tag nicht mehr getroffen, und da sie nur sehr selten zu Hockeyspielen ging, hatte sie ihn auch nie spielen gesehen. Aber sie hatte von ihm gehört. Es war unmöglich, sich in der Gesellschaft von Sportfans aufzuhalten und nichts über Novikov zu hören.

Um ihren Vater zu zitieren, der Sport so sehr liebte, dass er sich sogar die Vollmenschen im Fernsehen ansah: »Dieser Junge würde sogar seine eigene Großmutter plattmachen, wenn sie seinen Puck hätte.« Wie üblich sollte ihr Vater auch damit recht behalten. Hätte sie auch nur den geringsten Zweifel an der Richtigkeit seiner Aussage gehabt, hätte sie nur noch eine Weile gemeinsam mit den fünftausend anderen Gestaltwandlern in diesem Stadion sitzen und dem gewalttätigen Barbaren dabei zusehen müssen, wie er den viel kleineren Leoparden immer tiefer ins Eis rammte. Und warum tat er das? Weil der kleinere Leopard ihm seinen Puck weggenommen hatte.

Das gegnerische Team, die Charleston Butchers, versuchte, Novikov aufzuhalten, aber er schüttelte einen nach dem anderen wie hilflose Welpen von seinem Rücken. Als die Sirene ertönte, hielt Novikov sofort inne, was ihn in gewisser Weise nur noch kaltblütiger erscheinen ließ.

Der neue Mittelstürmer und Enforcer der New York Carnivores richtete sich auf. Er war nicht mehr der einen Meter fünfundachtzig große, knapp einhundertzwanzig Kilo schwere Halbwüchsige mit dem Aussehen eines Serienkillers, den sie vor all den Jahren kennengelernt hatte. Oh nein, inzwischen war er ein knapp zwei Meter zwanzig großer, gut einhundertsiebzig Kilo schwerer Serienkiller, der durchaus erwachsen aussah.

Dank all der Blutspritzer auf dem Sicherheitsglas, das die erstklassigen Plätze, auf denen sie und Gwen saßen, von der Eisfläche trennte, konnte sie glücklicherweise weder sein Gesicht noch seine Furcht einflößenden Augen erkennen. Novikov rührte sich nicht von der Stelle. Er stand einfach nur da und starrte in ihre Richtung.

»Er kann sich nicht mehr an mich erinnern«, versuchte sie verzweifelt, sich selbst zu beruhigen. »Er kann sich unmöglich noch an mich erinnern.« Blayne wiederholte das Mantra immer wieder in ihrem Kopf, während sich vor ihrem Gesicht eine behandschuhte Hand hob und über das Glas wischte. Sie verschmierte das Blut, bis das Glas immerhin so klar war, dass Novikov hindurchsehen und Blayne direkt angaffen konnte.

Er kaute Kaugummi. Sie auch. Kalte blaue Augen, die sich nicht wie bei den meisten Löwen und Löwen-Hybriden mit der Zeit golden verfärbt hatten, starrten sie eisig an. Blayne starrte zurück. Diesmal würde sie nicht wegrennen. Sie hatte ihre Hausaufgaben gemacht und verstand inzwischen mehr von Serienkillern. Nicht dass sie einen Beweis dafür hatte, dass Novikov tatsächlich einer war, aber ein Mädchen konnte niemals vorsichtig genug sein. Sie hatte gelernt, keinerlei Furcht zu zeigen. Serienkiller machten Jagd auf all jene, die sie für schwach hielten. Sie mochte zwar kein ganzer Wolf sein, aber sie hatte genügend von ihrem Vater mitbekommen, um Rückgrat zu entwickeln. Also … also Vorsicht!

Falls irgendjemand Blayne später fragen würde, ob sie eine Ahnung hatte, wie lange sie einander angestarrt hatten, wusste sie jetzt schon, dass sie mit Nein würde antworten müssen, wenn sie bei der Wahrheit bleiben wollte. Es kam ihr wie Stunden vor, aber die schlichte Logik sagte ihr, dass es wohl eher dreißig Sekunden waren. Aber es war immerhin lange genug, dass einer von Novikovs Teamkollegen ihm auf die Schulter hauen konnte, um ihn dazu zu bewegen, vom Eis zu fahren. Wahrscheinlich keine gute Idee. Novikov bekam den aufdringlichen Wolf am Arm zu fassen und schleuderte ihn über die gesamte Länge der Eisfläche direkt in das unbewachte Tor der gegnerischen Mannschaft. Zwar bekam er dafür keinen Treffer zugesprochen, aber die Menge jubelte trotzdem.

Blayne glotzte ihn mit offenem Mund an. Das war sein eigener Mitspieler gewesen, keiner seiner Gegner. Wo bleibt die Loyalität?, fragte sie sich.

Angesichts der Tatsache, dass er das Geschrei und Gejohle der Zuschauer völlig zu ignorieren schien, um stattdessen Blayne anzustarren, vermutete sie, dass er seine Fans auch nicht gerade liebte. Mit diesem unglaublich wütenden – okay, na schön, diesem wütenden und wunderschönen! – Gesicht starrte er sie durch all das Blut an.

Dieser Kerl mochte eine halbwüchsige Bären-Katze gewesen sein, als sie ihm vor Jahren zum ersten Mal begegnet war, aber nun war er ein voll ausgewachsenes Raubtier. Er hatte nicht nur den Wachstumsschub der Bärenwandler hinter sich, auch die goldbraune Löwenmähne hatte unter seinem dichten weißen Haarschopf zu wachsen begonnen. Die beiden Haarfarben vermischten sich zu einer seidigen Mähne, die sich bis auf seine breiten Schultern ergoss und ihm eine Art »Rock-and-Roll trifft Punk«-Look verlieh, der ihm ziemlich gut stand. Und seine Augen mochten noch so blau sein – die Form seiner Lider in Kombination mit seinen hohen Wangenknochen, seiner prallen Unterlippe und seiner platten Nasenspitze, die entfernt an eine Katzenschnauze erinnerte, verriet dennoch seine mongolische Abstammung.

Blayne hätte es zwar nie laut zugegeben, aber es war schon ziemlich cool, dass er von sich behaupten konnte, sein Rudel stamme direkt von einer Blutlinie von Löwenwandlern ab, die sich bis in die Zeit von Dschingis Khan zurückverfolgen ließ. Novikovs Vorfahren waren Khans Armeen vorangestürmt, hatten vernichtet – und gefressen –, was immer sich ihnen in den Weg gestellt hatte, und dem barbarischen Anführer so dabei geholfen, sein Territorium immer weiter auszudehnen, bis sich die Katzen schließlich gelangweilt hatten und weitergezogen waren. Natürlich bestand Novikovs Familie auch väterlicherseits nicht gerade aus friedliebenden Zeitgenossen. Ganz und gar nicht. Die Novikovs stammten von einer Sippe mächtiger sibirischer Kosaken-Eisbären ab, die sich bis ins frühe siebzehnte Jahrhundert zurückverfolgen ließen und in einigen Städten in der Nähe des Polarkreises noch immer mit brutaler Härte regierten.

Nachdem sie sich scheinbar endlos lange angestarrt hatten, glitt Novikov schließlich doch ein Stück von Blayne weg, warf ihr einen letzten durchdringenden Blick zu und skatete zu seinem Team zurück.

Sobald er weg war, sackte Blayne auf ihrem Platz zusammen.

»Du keuchst ja nicht schlecht, Süße.«

»Ich keuche nicht«, gab sie Gwen zurück. »Ich versuche, nicht vor Angst zu ersticken. Ich hab echt gedacht, er würde mir das Gesicht zerfetzen.«

Gwen hielt ihr die Tüte mit dem Popcorn hin. »Ich weiß wirklich nicht, warum er dir solche Angst macht.«

Blayne starrte ihre beste Freundin an. »Gott, ich habe selbst keine Ahnung. Vielleicht liegt es ja daran, dass er immer aussieht, als wollte er mir die Kehle rausreißen und zusehen, wie das Leben langsam aus meinem Körper entweicht, damit er meine Leiche vögeln kann, ohne ständig von meinem lästigen Geschrei und Gezappel abgelenkt zu werden, während ich mich gegen ihn wehre!«

Blayne schüttelte sich und ignorierte die bebenden Schultern ihrer Freundin, die von einem leisen, aber hysterischen Lachanfall erfasst wurde. Sie drehte sich um und lächelte die sechsköpfige Familie an, die hinter ihnen saß. Der Jüngste war ungefähr fünf. »Entschuldigung«, krächzte sie. »Tut mir wirklich leid.«

Der Vater, ein Schakal, kläffte sie missbilligend an.

Blayne drehte sich wieder zurück. Zum wiederholten Mal musste sie sich daran erinnern, dass nur beim Roller-Derby Zuschauer erst ab einundzwanzig eingelassen wurden. Alle anderen Sportarten, ganz gleich, wie blutrünstig sie auch waren, galten als familienfreundlich. Weil auch ein fünfjähriger Welpe schon wissen sollte, wie er einen unglückseligen Geparden ausweiden muss, der sich seinen Ball geschnappt oder ihm seinen Puck weggenommen hat.

»Popcorn?«, bot Gwen ihr an.

Ohne ihre Freundin eines Blickes zu würdigen, griff Blayne in die Tüte und nahm sich eine Handvoll. »Ich hasse dich«, versicherte sie Gwen.

»Ich weiß, Schätzchen. Ich weiß.«

Bo ließ sich auf der Bank nieder, während die zweite Garde aufs Eis ging. Er zog einen seiner Handschuhe aus, fasste unter seinen Helm und kratzte sich durch sein verschwitztes Haar am Kopf. Als er fertig war, streifte er sich den Handschuh wieder über und beobachtete das Spiel.

Sie war hier. In diesem Stadion. Saß auf einem lächerlich teuren Platz neben demselben Mädchen, mit dem sie schon in der Highschool befreundet gewesen war. Sie hatte sich kaum verändert, seit er ihr zum ersten Mal begegnet war – seit sie vor ihm weggerannt war. Schreiend. Ihre Reaktion hatte seinem recht empfindlichen Ego damals einen ziemlichen Schlag verpasst. Er hatte sich jedoch nichts anmerken lassen, und außerdem war er ohnehin viel zu sehr damit beschäftigt gewesen, die muskulösen Beine unter ihrer katholischen Schuluniform zu betrachten, als sie davongestürmt war. Schnurr.

Aber auch jetzt sah sie ihn mit diesem Ausdruck an, oder nicht? So, als sei sie zwischen ein Grizzlyweibchen und dessen Nachwuchs gestolpert. Schon komisch, die meisten weiblichen Wesen sahen ihn nicht so an. Allerdings waren die meisten weiblichen Raubtiere auch sehr direkt und ließen sich nur selten verjagen, wenn sie etwas wollten. Bo wusste, dass einige von ihnen eher an seinem Geld interessiert waren oder hofften, den nächsten großen Eishockeystar zur Welt zu bringen. Da es in der Welt der Gestaltwandler keine Sportmedien gab, die über jeden einzelnen Schritt der Stars berichteten, gaben sich einige weibliche Fans der Hoffnung hin, er sei wirklich der charmante, geistreiche Typ, zu dem ihn die Gerüchteküche im Laufe der Jahre gemacht hatte. Ähm … er war weder charmant noch geistreich. Aber er war definitiv direkt und kurz angebunden. Wie es eine seiner Ex-Freundinnen formuliert hatte: »Ich hab immer gedacht, du seist schüchtern, was echt süß ist. Aber du bist nicht schüchtern. Du bist einfach introvertiert und magst eigentlich keine anderen Leute!« Seine Reaktion darauf hatte sie auch nicht weniger unglücklich gemacht: »Stimmt, aber das hab ich dir von Anfang an gesagt.« Und das hatte er wirklich. Bo war immer sehr direkt. Er mochte Direktheit. Durch Direktheit brachte man eine Sache in wenigen Sekunden auf den Punkt, anstatt stundenlange Fragen wie »Geht’s dir gut?« über sich ergehen lassen zu müssen, nur um als Antwort ein »Mir geht’s gut« zu hören. Nicht nur eine Frau hatte ihm den Laufpass gegeben, weil er ihr »Mir geht’s gut« für bare Münze genommen hatte, um später herauszufinden, dass es sich dabei um einen Code für »Ich bin unglücklich, und das ist alles deine Schuld, aber das solltest du auch wissen, ohne dass ich es dir sagen muss!« handelte.

Er hatte diesen Blödsinn ein paar Jahre lang ertragen, war aber seit einiger Zeit allein. Es gefiel ihm so, und er hatte eigentlich die Absicht gehabt, diesen Zustand bis zu seinem Todestag beizubehalten. Dann hatte er jedoch – alle Jahre wieder – dieses Jucken gespürt, gegen das nur eine Art des Kratzens half. Er hatte seinen Agenten angerufen, Bernie Lawman vom Lawman-Clan – man konnte darüber, dass Hyänen ihre eigenen Kinder fraßen, denken, was man wollte, aber sie gaben phänomenale Agenten ab –, und ihm gesagt, was er ihm während all der Jahre bei diesen Telefongesprächen immer gesagt hatte: »Mir ist langweilig.« Nicht einmal drei Tage später meldete sich Bernie mit einer Angebotsliste von fast allen großen Eishockeyteams der amerikanischen, russischen und asiatischen Ligen wieder bei Bo. Das einzige Team, das sich demonstrativ geweigert hatte, ihm ein Angebot zu machen, waren die Alaska Bears – was allerdings daran lag, dass sie niemandem etwas anzubieten hatten. Das gesamte Team bestand aus Bären, bis auf die beiden Füchse im Mittelfeld. Ein Spiel gegen diese Mannschaft auch nur zu überleben, galt bereits als Sieg. Bo fand dies jedoch ein wenig zu einfach. Ein komplett mit Bären besetztes Team war keine wirkliche Herausforderung, solange Bo nicht gegen dieses Team spielte. Und Bo brauchte eine Herausforderung, denn wenn er sich langweilte, zog er weiter.

Sämtliche Angebote umfassten einen Bonus in Höhe von mehreren Millionen Dollar bei Vertragsunterzeichnung und zahlreiche Extras, von denen vollmenschliche Sportstars nur träumen konnten. Bo dachte ausführlich über alles nach, aber eine eigene Robbenfarm kristallisierte sich immer mehr als sein Favorit heraus. Die Angebote waren zwar allesamt spektakulär, aber er grenzte sie schließlich auf das Team aus Hawaii – inklusive seines Privatgrundstücks in der Antarktis, damit er außerhalb der Saison nicht in der hawaiianischen Hitze ausharren und vor sich hinschmelzen musste – und das Team aus Utah ein: die Robbenfarm! Während er noch einmal in sich ging, rief sein Agent an.

»Hast du nicht gesagt, du wolltest nach New York und bei diesem Secondhand-Buchladen vorbeischauen?«

»Ja. Ich hatte vor, nächste Woche mal hinzugehen. Warum?«

»Willst du gratis hinfahren?«

Sicher. Warum nicht? Außerdem konnte Bernie so seine Familie in New York auf Kosten eines anderen besuchen. Dieser andere hatte sich als Ulrich Van Holtz erwiesen: Hin- und Rückflug im Privatjet – obwohl nichts einen so hohen Unterhaltungswert hatte wie das Entsetzen auf den Gesichtern des vollmenschlichen Flugpersonals, wenn Bo mit einem Koffer auf sie zusteuerte – und ein Treffen zum Abendessen mit Van Holtz in einem der eigenen familiengeführten Restaurants.

Bo hatte schon gegen die Carnivores gespielt. Sie waren … okay. Sie waren definitiv nicht die Schlechtesten, aber sie überrannten ihre Gegner auch nicht gerade. Van Holtz, der Anteile an der Mannschaft hielt, war auch ihr Torhüter. Das Angebot war wiederum okay, aber als Van Holtz sich entschuldigte, um nach dem Essen zu sehen, verdrehte Bernie die Augen und bestellte Brot bei einer Kellnerin nach, die gerade an ihrem Tisch vorbeiging. Die Tatsache, dass Bernie mit Bo noch nicht einmal besprach, was sie bis dahin gehört hatten, konnte nur bedeuten, dass sein Agent das Angebot kein bisschen ernst nahm. Um ehrlich zu sein, tat Bo das auch nicht. Aber das Surf and Turf – Elch und Walrossspeck in einer köstlichen Pfeffersoße – war sensationell und Ulrich Van Holtz interessanter, als Bo erwartet hatte.

Als sich das Abendessen dem Ende zuneigte, entschuldigte sich Bo, um auf die Toilette zu gehen, wofür er das Restaurant durchqueren musste. Der Laden war groß und ziemlich voll. Vor der ersten Toilette sah er eine Schlange, machte sich auf die Suche nach einer anderen und wurde auch fündig. Als er fertig war und die Treppe wieder hinaufstieg, hörte er jemanden singen … schlecht.

Neugierig – immerhin war er ein halber Bär – lugte Bo um die Ecke. Er erkannte sie sofort als die Wolfshündin, die damals vor ihm weggelaufen war. Sie saß vor einem Laptop an einem Tisch, der mit Papieren und Notizzetteln übersät war. In ihren Ohren steckten die weißen Ohrstöpsel eines billigen MP3-Players. Sie sang immer noch. Und unverändert schlecht. Sie versuchte sich an einer hohen Note und trieb ihm damit das Wasser in die Augen, aber es gefiel ihm, mit welcher Inbrunst sie sang. Mit welch aufrichtiger Freude. Er fühlte sich aus demselben Grunde von ihr angezogen, aus dem er sie schon vor all den Jahren anziehend gefunden hatte – von ihren geradezu lächerlich langen Beinen einmal abgesehen. Es war ihre Energie. Sie hatte etwas an sich, was ihn einfach mitriss. Er konnte es sich noch immer nicht erklären, aber er fand auch nicht, dass das nötig war. Er ging ins Restaurant zurück, setzte sich wieder an den Tisch und verkündete Van Holtz: »Wir sind im Geschäft.« Abgesehen vom obligatorischen »Hallo. Schön, Sie kennenzulernen« war dies alles, was Bo während des gesamten Essens von sich gab. Bernies verzweifeltes Gewinsel war zwar ein wenig störend, aber Bo wusste, dass die Hyäne darüber hinwegkommen würde.

Und außerdem hatte er nur für ein Jahr bei den Carnivores unterschrieben. Ein Jahr, um »Die Beine« zu finden – diesen Spitznamen hatte Bo der Wolfshündin gegeben, weil ihm keiner der Philly Furors ihren richtigen Namen verraten wollte, geschweige denn, wo er sie finden konnte –, und dann … nun, das wusste er beim besten Willen noch nicht. Sex war natürlich ein absolutes »Muss«. Allein schon wegen dieser Beine. Er musste einfach wissen, wie diese Beine auf seinen Schultern aussahen. Ob sich danach noch etwas anderes entwickeln würde, wusste er nicht. Aber das Leben steckte stets voller Überraschungen. Es war bereits eine Überraschung, sie in diesem Moment auf den VIP-Plätzen zu sehen, obwohl sie in ihrer verschmutzten Cargohose, den Arbeitsstiefeln und dem abgewetzten Sweatshirt mit der Aufschrift B&G SANITÄR ganz und gar nicht wie ein VIP aussah.

Bo kratzte sich im Nacken, machte sich diesmal jedoch nicht die Mühe, seinen Handschuh auszuziehen. Seine Mähne juckte. Er hatte es aufgegeben, sie abzuschneiden, da das Haar innerhalb von vierundzwanzig Stunden ohnehin wieder nachwuchs. Aber es war so dick und schwer, dass er sich am liebsten den Kopf rasiert hätte. Er hatte keine Ahnung, wie Löwen das aushielten.

Bo rückte seinen Helm zurecht und bemerkte erst jetzt, dass er offensichtlich die volle Aufmerksamkeit des Torhüters und Kapitäns seiner Mannschaft genoss: Van Holtz.

»Was?«, wollte Bo wissen, als der Wolf ihn weiter anstarrte.

»Kennst du Blayne?«

»Wen?«

»Die Frau, die du gerade angestarrt hast.«

Oh, ihr Name war also Blayne. Das war ein schöner Name. Er passte zu ihr. »Ich kenne eine Menge Leute«, erklärte Bo dem neugierigen Blödmann.

»Damit hast du meine Frage nicht beantwortet.« Van Holtz stand nun mal auf inhaltlich und grammatikalisch korrekte Sätze. Bo kam sich vor, als würde er mit Miss Marsh reden, seiner Englischlehrerin aus der zehnten Klasse.

»Das ist richtig. Damit hab ich deine Frage nicht beantwortet.«

Als er von rechts einen Schlag auf die Schulter spürte, warf Bo einen Blick auf den Grizzly, der neben ihm saß. Van Holtz’ bester Freund, Lachlan MacRyrie, war kein übler Verteidiger und ging Bo für gewöhnlich aus dem Weg. Er wusste das bei einem Spieler zu schätzen. MacRyrie tat jedoch alles, um die Hilfsbedürftigen zu beschützen, auch wenn dies bedeutete, dass er sich mit Bo anlegen musste.

»Antworte ihm«, knurrte der Grizzly.

»Ich hab aber keine Lust.«

Die beiden Männer starrten einander an, und MacRyrie versuchte, Bo mit seiner Grizzly-Einschüchterungstaktik zu beeindrucken. Bei den meisten Bären funktionierte sie wahrscheinlich auch, aber der Grizzly hatte die Mähne vergessen. Bo Novikov hatte es seiner mongolischen Löwenmähne zu verdanken, dass er im Gegensatz zu den meisten anderen vernunftbegabten Raubtieren nie einem Kampf aus dem Weg ging, auch wenn er sich nicht sicher war, dass er ihn gewinnen würde. Nicht jetzt und auch sonst niemals.

Als die beiden daher ihre Handschuhe auf den Boden warfen – der Eishockeycode für Faustkampf – und sich mit fliegenden Fäusten mitten im Spiel aufs Eis stürzten, während sich ihre Klauen in wichtige Gesichtsteile ihres Gegners gruben, gab Bo, wie immer, der Mähne die Schuld.

Blayne zuckte zusammen und fragte sich, was Lock MacRyrie, den nettesten aller Bären, dazu gebracht haben mochte, sich auf einen Faustkampf mit einem Teamkollegen einzulassen.

»Lock prügelt sich«, teilte Blayne Gwen mit.

»Ja, ja«, sagte Gwen und winkte ab, während das komplette restliche Team der Carnivores von den Sitzen aufsprang, um dem Treiben ein Ende zu bereiten. »Von mir aus. Kümmern wir uns lieber wieder um die wichtigen Dinge. Was denkst du, warum er hier ist?«

»Keine Ahnung.« Blayne deutete aufs Eis. »Lock könnte verletzt werden, falls es dich interessiert.«

»Er kann schon auf sich selbst aufpassen. Gut möglich, dass er deinetwegen zurückgekommen ist, Süße.«

»Was ist denn mit dir los? Bist du high?«

»Hast du nicht gesehen, wie er dich angegafft hat?«

»Doch, hab ich. Und dieser Blick wird mir noch Albträume bescheren, bis ich alt und grau bin … falls er mich so lange am Leben lässt und nicht beschließt, das Massengrab in seinem Keller durch mich zu ergänzen.«

»Es gibt keinerlei Beweise dafür, dass er jemals jemanden ernsthaft verletzt hat – außerhalb des Spielfelds.«

»Irgendwie tröstet mich das nicht wirklich.«

»Ich finde, du solltest dich ranmachen«, drängte Gwen.

»Und ich finde, du solltest endlich zugeben, dass du Tracey immer noch hasst. Und dass du diesen Psychopathen nur ihretwegen in meine Arme treiben willst.«

»Was ist denn schon dabei, wenn du nur mit ihm ausgehst, um sie zu ärgern? Ich meine, wo es mich doch so glücklich machen würde?«

Blayne verdrehte die Augen. Diese Katzen vergaßen wirklich nie, wenn sie einen Groll gegen jemand hegten, oder? »Das wird dich vielleicht überraschen, Gwendolyn, aber ich weiß mit meiner Zeit wirklich Wichtigeres anzufangen. Zum Beispiel, mir Bambussprossen unter die Nägel stecken oder Löcher in all meine Zähne bohren. Und wie kannst du das da bitte ignorieren?«

Gwen grunzte leise, lehnte sich vor und beobachtete kurz das Handgemenge vor ihr, das noch immer in vollem Gange war. »Ja, ja, faszinierend.« Sie drehte sich wieder auf ihrem Sitz um und drängte wieder: »Mal ernsthaft, du solltest wirklich unbedingt mit ihm ausgehen.«

Über G. A. Aiken

Biografie

G. A. Aiken ist New-York-Times-Bestsellerautorin. Sie lebt an der Westküste der USA und genießt dort das sonnige Wetter, das gute Essen und die Aussicht auf attraktive Strandbesucher. Ihre erfolgreichen Erotic-Fantasy-Reihen um die Drachenwandler, »Lions«, »Wolf Diaries« und »Call of Crows«...

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