Jäger

€ 19,99 inkl. MwSt.

»Andere Bücher aus jener Zeit sind vergessen - dies hier entpuppt sich als Klassiker.« Mark Greif, The Times Literary Supplement

»Die Jäger, 1957 erschienen, ist der erste Roman von Salter und zugleich einer der prägnantesten Nachweise seines Talents. Der Roman ist autobiographisch und stützt sich auf Salters Erfahrungen als Kampfflieger im Koreakrieg. Während auf dem Boden ein schwerer Bürgerkrieg herrscht, wetteifern die Piloten in der Luft in ihren Kampfeinsätzen um die begehrten fünf Kills - den gültigen Nachweis dafür, dass man ein »As« ist. Die Zerrissenheit zwischen der unbedingten Pflicht, für die Sicherheit der Kameraden zu sorgen (die heilige Pflicht des wingman), und der Waghalsigkeit, die nötig ist, um den Feind zu eliminieren, droht Salters Hauptfigur, Cleve Connell, zu zerstören.« Besser als der wunderbare britische Autor Geoff Dyer kann man diesen Roman kaum beschreiben. Salter war dieser erste Roman so wichtig, dass er ihn 1997 leicht überarbeitete und neu herausbrachte.

 

»Salter ist mindestens so gut wie Philip Roth, er ist besser als John Updike, er steht auf einer Stufe mit Richard Ford. Wir dürfen staunen, lesen, danken.« Die Welt

  • € 19,99 [D], € 20,60 [A]
  • Erschienen am 13.10.2014
  • 304 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
  • Übersetzt von: Beatrice Howeg
  • ISBN: 978-3-8270-1235-7
 
 

Leseprobe zu »Jäger«

VORWORT

 

Wenn man heutzutage einen Roman liest, in dem Krieg Ruhm bedeutet und Töten als eine Art Sport gilt, ist das eine Überraschung. Vielleicht konnte man so einen Roman nur über den Luftkampf schreiben, bei dem die Opfer unblutig einfach vom Himmel fallen. Vielleicht konnte er auch nur – wie in diesem Fall – im Jahr 1956 geschrieben werden. Auf seinen Seiten lebt eine ganze in Misskredit geratene Welt der Männlichkeit und Zerstörung weiter. Und dennoch, vierzig Jahre nach dem ersten Erscheinen spricht diese überarbeitete Ausgabe* von James Salters Jäger zu uns Zeitgenossen viel [...]

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James Salter

James Salter

James Salter, 1925 in Washington, D.C. geboren und in New York aufgewachsen, wurde mit seinen großen Romanen »Lichtjahre« und »Ein Spiel und ein Zeitvertreib« auch in Deutschland berühmt. Er diente als Kampfflieger zwölf Jahre lang in der US Air Force und nahm 1957 seinen Abschied, als sein Debüt, mehr ...

Rezensionen und Pressestimmen

orf.at


»Mit 'Jäger' hat der große US-Erzähler James Salter in den 50ern seine literarische Karriere begonnen. In dem Roman über den Korea-Krieg, sprachlich das erste Zeugnis von Salters großer Kunst, inhaltlich heute durchaus ambivalent zu lesen, begegnet man bereits den Motiven in seinem Erzählwerk: existenzielle Einsamkeit und deren Überwindung, Streben nach Sinn und Besonderheit – hier in der Rivalität von Kampfpiloten, wie Salter selbst einer war.«   

tactuel


»Der im Juni dieses Jahres verstorbene James Salter war ein Kultautor, ein 'writer's writer', der nur wenige Bücher veröffentlichte, die bei Publikum und Kritik nur mäßig erfolgreich waren, aber wegen seines äußerst prägnanten, lakonischen und letztlich melancholischen Stils auf zahlreiche Schriftsteller einen großen Einfluss ausübte.«   

Badische Neueste Nachrichten


»James Salter, der mit diesem Buch Abschied von der Air Force genommen hat, evoziert in knappen, präzisen Sätzen Bewusstseinszustände und Stimmungen, ohne sie je auszubuchstabieren. Vieles bleibt unausgesprochen in dieser soldatischen Männerwelt, die ihre Lebensberechtigung aus dem Tod der anderen zieht. Salter stellt das nicht in Frage, aber er windet auch keine Girlanden darum.«   

Ö1 "Ex libris"


»Mit einfachem, schmucklosem Stil umspielt er die Bewegungen und Gesten seiner Figuren und setzt sie sorgsam und unspektakulär in Szene. Doch gerade diese Geräuschlosigkeit lässt erst hören, was Salter zu sagen hat. Er spricht von einem Sinn des Daseins, vom angstlosen Vertrauen, vom spurlosen Verlassen der Welt, von einer arglosen Männlichkeit, die angesichts der letzten Regungen des Atems und des Geistes wie zu Staub zerfällt.»   

SWR 2 "Forum Buch"


»Es ist ein Roman, der den Geschmack der fünfziger Jahre hat, literaturgeschichtlich interessant ist und am Ende etwas schafft, was nur wenigen Gegenwartsromanen gelingt: der Handlung eine parabelhafte Bedeutung und den Lesern eine Portion Lebensphilosophie mit auf den Weg zu geben.«   

Süddeutsche Zeitung


»Ohne es zu ahnen, hat er, dessen gebrochene Helden Glück nur als rauschhaften Moment der Ekstase kennen, ein Buch über die Kunst des Fliegens geschrieben, das zugleich ein Buch über die Kunst des Schreibens ist.« Quelle: http://www.sueddeutsche.de/kultur/jaeger-von-james-salter-moerder-der-luefte-1.2251744-2   

Frankfurter Allgemeine Zeitung


»In Salters makelloser Prosa, der Klarheit der Beschreibungen und Vergleiche, erhält dieser von allem Irdischen abgelöste Wert des Heroischen seine ästhetische Gestalt.«   

kulturSpiegel


»Dass ‚Jäger‘ jetzt erst auf Deutsch erscheint, ist ein hoch interessanter Anachronismus. Immer wieder blitzen in ihm wunderbare Sprachbilder auf.«   

Frankfurter Rundschau


»Er ist ein beeindruckend kühler Bericht über einen Männerbund.«   

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