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In den Häusern der Barbaren

In den Häusern der Barbaren

Roman

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In den Häusern der Barbaren — Inhalt

Ein rasanter Gesellschaftsroman über die Latinos in Amerika - vom Pulitzer-Preisträger Héctor Tobar

 

Dem Vorzeigehepaar Thompson entgleitet das perfekte Leben in Orange County, samt Villa mit Meerblick. Inzwischen hat auch sie die Wirtschaftskrise erreicht, zwei ihrer Hausangestellten mussten sie bereits entlassen. Einzig die tatkräftige Aracelli ist noch übrig. Nach einem schrecklichen Streit zwischen den Eheleuten verschwinden die beiden spurlos und Aracelli muss sich um die beiden zurückgelassenen Söhne kümmern. Als nach vier Tagen langsam Essen und Geld ausgehen, steigt die fantasiebegabte Aracelli mit den beiden Jungs in den Bus, um kreuz und quer in Los Angeles nach dem Großvater der beiden Kinder zu suchen. Was sie den Jungen als Abenteuer verkaufen will, setzt eine tragische Kette von Ereignissen in Gang …

 

»Ein Roman von außergewöhnlicher Kraft und Größe.« Los Angeles Times

Erschienen am 13.10.2017
Übersetzer: Ingo Herzke
496 Seiten, WMEPUB
ISBN 978-3-492-97892-7

Leseprobe zu »In den Häusern der Barbaren«

Für Dante, Diego und Luna

 

Erstes Buch

 

Der Kakteengarten

 

Das amerikanische Mysterium vertieft sich.
Don DeLillo, Weißes Rauschen

 

1 Scott Torres war ärgerlich, weil der Rasenmäher nicht ansprang. So fest er auch am Starterseil riss, der Motor gab nicht das leiseste Geräusch von sich. Seine Anstrengungen erzeugten lediglich ein kurzes Flattern der Maschine, wie das Husten eines kranken Kindes, gefolgt von einer längeren Stille, in der zwei Libellen surrend ihre Achten über dem ungemähten Gras flogen. Der Rasen war frühreif, ehrgeizig, schon zwanzig [...]

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Für Dante, Diego und Luna

 

Erstes Buch

 

Der Kakteengarten

 

Das amerikanische Mysterium vertieft sich.
Don DeLillo, Weißes Rauschen

 

1 Scott Torres war ärgerlich, weil der Rasenmäher nicht ansprang. So fest er auch am Starterseil riss, der Motor gab nicht das leiseste Geräusch von sich. Seine Anstrengungen erzeugten lediglich ein kurzes Flattern der Maschine, wie das Husten eines kranken Kindes, gefolgt von einer längeren Stille, in der zwei Libellen surrend ihre Achten über dem ungemähten Gras flogen. Der Rasen war frühreif, ehrgeizig, schon zwanzig Zentimeter hoch, und im Augenblick konnten sich die Halme noch ihren Dschungelträumen hingeben und darauf hoffen, dass sie eines Tages das ganze Haus beschatten könnten. Der Rasen würde wachsen, solange Scott am Seil riss und der Mäher nur hustete. Er packte den Plastikgriff, hielt kurz inne und beugte sich vor, um Atem und Schwung zu holen; dann versuchte er es erneut. Der Mäher röhrte einen Augenblick los, spuckte einen Klumpen Gras aus dem schwarz hervorstehenden Seitenauswurf und blieb wieder stehen. Scott trat einen Schritt zurück und warf der Maschine einen wütenden und zugleich väterlich enttäuschten Blick zu, der auch einem widerborstigen Dienstboten hätte gelten können.
Araceli, sein mexikanisches Hausmädchen, beobachtete die Szene durchs Küchenfenster, die Hände bedeckt von einer Schaumhaut aus Abwaschwasser. Sie überlegte, ob sie el señor Scott das Geheimnis verraten sollte, wie man den Rasenmäher zum Laufen brachte. Wenn man einen Knopf an der Seite des Motors drehte, ging das Anlassen so leicht, als würde man einen losen Faden aus einem Pullover ziehen. Sie hatte Pepe mehrmals an diesem Knopf herumspielen sehen. Aber nein, beschloss sie, sollte el señor Scott es selbst herausfinden. Scott Torres hatte Pepe und seine kräftigen Gärtnermuskeln entlassen: Der Kampf mit dem Motor war die gerechte Strafe für ihren Arbeitgeber.
El señor Scott öffnete den kleinen Deckel oben am Mäher, wo das Benzin eingefüllt wurde, nur zur Kontrolle. Ja, Benzin ist drin. Araceli hatte gesehen, wie Pepe den Tank an seinem letzten Arbeitstag befüllt hatte, an jenem Donnerstag vor zwei Wochen. Sie hatte beinahe geweint, weil ihr klar gewesen war, sie würde ihn niemals wiedersehen.
Pepe hatte den Rasenmäher immer ohne Probleme angeworfen. Wenn er sich nach dem Starterseil gebückt hatte, war ihm der Bizeps aus dem kurzen Ärmel geschlüpft, eine Masse straffer, kupferbrauner Haut, die auf andere Haut- und Muskelpartien unter seinem alten Baumwollhemd hatte schließen lassen. Araceli fand, dass die Flecken auf Pepes Hemden eine künstlerische Note hatten: ein abstrakt expressionistischer Wirbel in Grün, lehmigem Ocker und Schwarz, der von Gras, Erde und Schweiß herrührte. Ein paarmal hatte sie die Leinwand seines Hemdes kühn mit ihren einsamen Fingerspitzen berührt. Wenn Pepe donnerstags eintraf, öffnete Araceli die Wohnzimmervorhänge, besprühte und wischte die blitzsauberen Fensterscheiben, nur um ihn beim Rasenmähen schwitzen zu sehen und sich vorzustellen, wie sie sich in das zimtfarbene Nest seiner Haut schmiegen könnte; und dann lachte sie sich selbst deswegen aus. Ich bin immer noch ein kleines Mädchen und hänge meinen albernen Tagträumen nach. Pepes ungezähmte Männlichkeit durchbrach den Trott ihrer Arbeit und ihres Lebens im Haus; wenn sie ihn eingerahmt im Küchenfenster sah, konnte sie sich plötzlich vorstellen, ein eigenes Leben in der Welt dort draußen zu führen, in einem Zuhause mit eigenem Geschirr, mit einem eigenen Schreibtisch, an dem sie sitzen und nachdenken konnte, in einem Zimmer, das ihr nicht von jemand anderem zur Verfügung gestellt wurde.
Araceli genoss ihre Einsamkeit, ihren Abstand zur Welt. Sie betrachtete ihre Arbeit für die Familie Torres-Thompson als eine Art selbst auferlegtes Exil von ihrem vorherigen, richtungslosen Leben in Mexico City. Ab und zu hätte sie die Freuden dieser Einsamkeit allerdings mit jemandem teilen, aus ihrer stummen kalifornischen Existenz heraus- und in eine ihrer wechselnden Traumwelten hineinschlüpfen wollen: Sie hätte in Mexiko auf mittlerer Regierungsebene beschäftigt sein können, als eine dieser harten, eindrucksvollen Frauen mit grimmigem Humor und rostrot gefärbter Frisur, eine Frau, die über ein kleines Lehensgut nicht weit entfernt von der Hauptstadt herrschte; oder sie hätte eine erfolgreiche Künstlerin sein können – vielleicht gar eine Kunstkritikerin. Pepe kam in vielen ihrer Phantasien als stiller, geduldiger Vater ihrer Kinder vor, denen sie schicke aztekische Namen wie Cuitláhuac und Xóchitl geben würden. In diesen ausgedehnten Tagträumen war Pepe Landschaftsarchitekt oder Bildhauer, und Araceli selbst war zehn Kilo dünner, sie hätte ungefähr dasselbe Gewicht, das sie vor der Einreise in die USA gehabt hatte; die Jahre in Kalifornien hatten ihrer Taille nicht gutgetan.
Und nun hatten ihre Träumereien von Pepe ein Ende. Sie waren sowieso absurd gewesen, aber es waren zumindest ihre Träume, und jetzt, wo sie ihr plötzlich fehlten, kam Araceli sich vor, als sei sie bestohlen worden. Statt Pepe konnte sie jetzt nur noch el señor Scott beobachten, der mit dem Rasenmäher und dem Starterseil kämpfte. Endlich entdeckte Scott den kleinen Knopf. Er stellte ihn richtig ein und zog wieder am Seil. Seine Arme waren dünn und hellbraun wie Haferflocken; er war, was man hierzulande einen »Halbmexikaner« nannte, und nach zwanzig Minuten Junisonne leuchteten seine Unterarme und sein Gesicht so rot wie McIntosh-Äpfel. Einmal, zweimal, ein drittes Mal zog el señor Scott am Seil und drehte den kleinen Knopf noch ein bisschen weiter, bis der Motor schließlich ansprang, stotterte und aufdröhnte. Bald war die Luft grün von fliegenden Halmen, und Araceli sah, wie sich die Mundwinkel ihres Arbeitgebers in stiller Befriedigung anhoben. Dann erstarb der Motor, weil das Messer in zu viel Gras stecken geblieben war.

 

Keiner ihrer beiden Brötchengeber hatte Araceli offiziell davon in Kenntnis gesetzt, dass sie fortan als letzte Mexikanerin in diesem Haushalt beschäftigt sein würde. Araceli war für zwei Menschen tätig, deren Nachnamen per Bindestrich eine eigenartige bilinguale Verknüpfung eingegangen waren: Torres-Thompson. Seltsamerweise bezeichnete sich la señora Maureen nie als »Mrs Torres«, obwohl sie und el señor Scott tatsächlich verheiratet waren, wie Araceli gleich am ersten Arbeitstag an den Hochzeitsfotos im Wohnzimmer und den identischen Goldringen an ihren Fingern erkannt hatte. Araceli neigte nicht dazu, Fragen zu stellen oder sich in Plaudereien oder Small Talk hineinziehen zu lassen. In ihren Dialogen mit den jefes klang sie oft streng und gab kaum mehr als ein einsilbiges »Ja«, »Sí« oder »Nein« von sich. Sie wohnte zwölf von vierzehn Tagen im Haus der Torres-Thompsons, tappte aber trotzdem oft im Dunkeln, wenn ein neues Kapitel der Familiensaga aufgeschlagen wurde: zum Beispiel Maureens Schwangerschaft mit dem dritten Kind der beiden, von der Araceli nur erfahren hatte, weil ihre jefa sich eines Nachmittags wiederholt übergeben hatte.
»Señora, Sie sind krank. Ich glaube, meine enchiladas verdes sind zu würzig für Sie. ¿Que no?«
»Nein, Araceli. Es liegt nicht an der grünen Sauce. Ich bekomme ein Kind. Wussten Sie das nicht?«
Angeblich waren die finanziellen Verhältnisse der Grund dafür, dass Pepe und Guadalupe hatten gehen müssen. Araceli hatte an einem Mittwochvormittag vor zwei Wochen davon erfahren, nach einer hitzigen Auseinandersetzung zwischen la señora Maureen und Guadalupe, die sie durch die Glasschiebetüren des Wohnzimmers beobachtet hatte. Nach dem Ende des Gesprächs war Guadalupe ins Wohnzimmer gekommen und hatte barsch verkündet: »Ich suche mir ein paar chinos, für die ich arbeiten kann. Die können sich meine Dienste wenigstens leisten und zahlen nicht bloß ein paar centavos, wie diese gringos hier.« Guadalupe war eine mürrische Mexikanerin mit langen Zöpfen und einem Hang zu übertriebenem Folkloreschmuck und bestickten Blusen aus Oaxaca, außerdem war sie genau wie Araceli eine ehemalige Studentin. Jetzt waren ihre Augen rot geweint, und ihr kleiner Mund verzog sich im Gefühl des Verrats. »Nach fünf Jahren hätten sie mir eigentlich den Lohn erhöhen sollen. Stattdessen wollen sie ihn kürzen; so würdigt man hier die Treue seiner Mitarbeiter.« Araceli konnte durchs Wohnzimmerfenster sehen, dass la señora Maureen sich ebenfalls die Tränen aus den Augen wischte. »La señora weiß, dass ich wie eine Mutter zu den Jungen gewesen bin«, sagte Guadalupe, und das war einer der letzten Sätze, die Araceli von ihr hörte.
Jetzt war also nur noch Araceli übrig, allein mit el señor Scott, la señora Maureen und ihren drei Kindern, in diesem Haus am Berg hoch über dem Meer, in einer Sackgasse ohne Fußgänger oder spielende Kinder, ohne das Geplapper von Straßenverkäufern und Polizisten. Es war eine Straße, in der die Stille herrschte. Wenn die Torres-Thompsons und ihre Kinder zu ihren täglichen Verrichtungen aufgebrochen waren, hatte Araceli nur noch das Haus und seine Geräusche als Gesprächspartner, das Klacken und Brummen des Kühlschrankmotors, das feine Surren der in die Decke eingelassenen Ventilatoren. Es war ein Haus mit Waschbecken aus Edelstahl und exotischem Duft im Bad, mit einer Küche, die Araceli inzwischen als ihr Büro betrachtete, als ihre Kommandozentrale, in der sie jeden Tag mehrere Mahlzeiten zubereitete: Frühstück, Mittagessen, Abendessen, dazu verschiedene Imbisse und »Babyfütterungen«. Eine einzelne Reihe Talavera-Kacheln lief um die pfirsichfarbenen Wände, Margeriten mit blauen Blütenblättern und bronzenen Mittelkreisen darin, und nachdem Araceli die letzte kupferne Kasserolle abgetrocknet und neben die anderen Töpfe an den Haken gehängt hatte, vollzog sie das tägliche Ritual und fuhr mit der Hand über die Keramik. Ihre Fingerspitzen versetzten sie einen flüchtigen Moment lang nach Mexiko City, wo diese Steingutquadrate, verwittert und gesprungen, die meisten Lauben und Eingänge verzierten. Sie erinnerte sich an ihre langen Spaziergänge durch die alten Straßenzüge aus dem siebzehnten, achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert, an eine Stadt, die aus uraltem Vulkangestein und Spiegelglas erbaut war, zugleich eine Kolonialstadt und eine Jugendstilstadt und eine Stadt der Moderne. In Aracelis Einsamkeit wanderten ihre Gedanken von Mexiko City zu den anderen Stationen ihrer Lebensreise, einer Reihe von Begegnungen und unglücklichen Umständen, die schließlich und unvermeidlich bis in die Gegenwart führten. Jetzt lebte sie in einer amerikanischen Umgebung, wo alles neu war, in einer Landschaft, in der die Zeit keine Spuren hinterlassen hatte und wo jedes Haus nach einer ungeschriebenen Regel der Gemeinschaft cremeweiß gestrichen war, gesichtslose Architekturmodelle, von menschlicher Hand in eine leere Savanne geworfen. Um das Haus der Torres-Thompsons gab es unsichtbare Räume, in denen Araceli die gelben Büschel aufgegebener Viehweiden entdeckte: die sprießenden Halme zwischen den Mülltonnen und um das mächtige Klimaaggregat herum sowie in den eingeschnittenen Rechtecken im Gehwegpflaster, wo junge, mannshohe Bäume standen.
Wenn Araceli vorm Aussichtsfenster im Wohnzimmer stand und auf die Meeresfläche in zwei oder drei Kilometer Entfernung schaute, sah sie sich selbst auf der unberührten Bergflanke voller wilder Gräser. Mehrmals am Tag ging sie aus der Küche ins Wohnzimmer, um den Horizont zu betrachten, eine verschwommene Linie, wo das Graublau der See in den wolkenlosen Himmel sickerte. Wenig später holten sie die Schreie der beiden Torres-Thompson-Jungen und das Weinen der kleinen Samantha zurück ins Hier und Jetzt.

 

Als noch drei Mexikaner im Haus gearbeitet hatten, waren Aracelis Arbeitstage von Plaudereien und lustigem Tratsch erfüllt gewesen. Sie hatten sich über el señor Scott und seinen sehr schlechten pocho-Akzent lustig gemacht, wenn er versuchte, Spanisch zu sprechen, sie hatten sich vorzustellen versucht, wie so ein unbeholfener und ungepflegter Mann wohl zu einer so ehrgeizigen nordamerikanischen Ehefrau gekommen war. Guadalupe, das Kindermädchen, betüdelte das Baby Samantha und spielte mit Keenan und dem Älteren der Jungen, Brandon. Guadalupe hatte ihnen Ausdrücke wie buenas tardes und muchas gracias beigebracht. Araceli, Haushälterin und Köchin, war für Badezimmer und Küchen zuständig, für Staubsauger und Wischlappen, für Wäsche und Wohnzimmer. Und Pepe richtete mit seinen starken Händen die Blätter der Taropflanze auf, ließ die cremefarbenen Knospen der Calla erblühen und hielt mit seinen Muskeln den Rasen respektabel kurz. Die drei erfüllten das Haus mit ihren schlagfertigen spanischen Wortwechseln, Guadalupe neckte Araceli mit Bemerkungen über Pepes gutes Aussehen, und Araceli antwortete mit Zweideutigkeiten, die an Pepe einfach abzuperlen schienen.
»Deine Maschine ist so stark, die kann alles mähen!«
»Es que tiene mucho Pferdestärke.«
»Ja, ich sehe schon, wie viel Pferd in deiner Stärke steckt.«
Pepe war ein Zauberer, ein da Vinci der Gärtnerei, doppelt so viel wert wie das, was sie ihm bezahlten. Wie lange würden die Helikonien noch ihre orangeroten Schnäbel zum Himmel öffnen, wenn Pepes dicke, kluge Finger sie nicht mehr zum Leben erweckten? Die finanzielle Lage musste wirklich bedrohlich sein. Warum sonst würde el señor Scott in dieser gleißenden Sonne herumlaufen und sich seine helle Haut verbrennen? Die Vorstellung, dass diese Menschen knapp bei Kasse waren, wollte ihr nicht einleuchten. Aber warum sonst sollte Maureen dem Baby die Windeln selbst wechseln und den Jungen entnervte Blicke zuwerfen, wenn sie zu lange an ihren elektronischen Spielzeugen festhingen? Guadalupe, die angehende Lehrerin, war nicht mehr da, lenkte die Jungen nicht mehr mit ihren Spielen ab, mit Seifenblasen draußen auf dem Rasen oder mit mexikanischen Lotteriekarten drinnen im Haus, zu denen Brandon und Keenan dann auf Spanisch die passenden Begriffe wie »El corazón« und »El catrín« und »¡Lotería!« riefen. Durchs Aussichtsfenster des Wohnzimmers betrachtete Araceli el señor Scott, wie er sich mühte, den Rasenmäher über die hintere Kante der Rasenfläche zu schieben, wo der Hang steil abfiel. TORO stand auf dem Fangsack an der Seite. Kein Wunder, dass el señor Scott so einen Stress hatte: Der Rasenmäher war ein Stier! Nur Pepe in glitzernder Stierkämpferuniform mit goldenen Epauletten konnte den Toro vorwärtslocken.
Araceli machte el señor Scott eine Limonade und ging ins grelle Licht hinaus, um sie ihm zu bringen, um vor allem aber seine Arbeit zu überprüfen.
»¿Limonada?«, fragte sie.
»Danke«, sagte er und nahm das feuchte Glas. Wassertropfen liefen daran herunter wie die Schweißtropfen über el señor Scotts Gesicht. Er schaute weg und inspizierte die Grashalme, die über den Betonweg gespritzt waren, welcher die Rasenfläche in der Mitte durchschnitt.
»Die Arbeit. Ist sehr hart«, versuchte es Araceli. »El césped. Das Gras. Ist sehr dick.«
»Ja«, sagte er mit misstrauischem Blick, denn so viele Worte war er von seiner zuverlässigen, ansonsten aber unwirschen Hausangestellten nicht gewohnt. »Der Rasenmäher ist zu alt.«
Aber für Pepe war er gut genug! Araceli warf einen Blick auf den Rasen, sah die braunen Halbmonde, die el señor Scott versehentlich in den grünen Teppich gepflügt hatte, und versuchte, nicht unzufrieden auszusehen. Pepe hatte an dieser Stelle immer eine Pause gemacht, um die Schnitthöhe des Mähers zu verstellen, und Araceli war nach draußen gekommen, um ihm Limonade zu bringen, genau wie jetzt el señor Scott. Pepe hatte dann »Gracias« gesagt und ihr ein keckes Lächeln geschenkt, wenn er sie einen Augenblick ansah, ehe er sich rasch wieder abwandte.
El señor Scott schluckte den letzten Tropfen der Limonade hinunter und gab Araceli das Glas ohne ein weiteres Wort zurück.
Auf dem Rückweg ins Haus deprimierte sie der Geruch des frisch gemähten Grases. Wie schlimm stand es um die Finanzen?, fragte sie sich. Wie lange würde el señor Scott den Rasen noch selbst mähen und mit dem Toro kämpfen? Was passierte im Leben dieser Leute? Sie hatten Guadalupe gehen lassen, und nach Guadalupes Zorn zu schließen, hatten sie ihr nicht die zwei Monatslöhne Abfindung gezahlt, die in guten Häusern in Mexiko City Standard waren – sofern man nicht die silbernen Löffel geklaut oder die Kinder misshandelt hatte. Araceli wurde klar, dass sie sich mehr für das Leben ihrer Arbeitgeber würde interessieren müssen. Sie spürte Entwicklungen, die bald auch das Leben einer unwissenden und vertrauensvollen mexicana beeinflussen würden. Aus der Küche schaute sie noch einmal nach draußen zu el señor Scott. Er harkte den Rasenschnitt zusammen, der am Auffangkorb vorbeigeflogen war, machte kleine grüne Haufen, nahm die Haufen dann in beide Arme und stopfte ihn in einen Müllsack, wobei die Halme an seinen verschwitzten Armen und Händen hängen blieben. Sie sah, wie er das Gras abstreifte und dabei plötzlich ein unerwartetes Pathos ausstrahlte: El señor Scott, der wenig überzeugende Herr dieses aufgeräumten, wohlhabenden Anwesens, degradiert zum Ackerbauern, der die undisziplinierte Frucht des Bodens erntete, wo er doch eigentlich im Haus, im Schatten hätte sein sollen, aus der Sonne heraus.

 

Kurz nachdem Araceli ihren Posten am Panoramafenster verlassen hatte, nahm Maureen Thompson ihn ein und überwachte eine geschlagene Minute lang die Arbeit ihres Mannes. Die Hausherrin war eine zierliche, elegante Frau von achtunddreißig Jahren mit samtweicher Haut und ständig ernster Miene. An diesem Sommermorgen trug sie eine Caprihose à la Audrey Hepburn und ging mit selbstbewussten, entspannten, aber entschlossenen Schritten durchs Haus. Sie leitete den Haushalt genauso wie früher als disziplinierte Abteilungsleiterin ihren Fachbereich, immer die Uhr im Blick und zugleich die ausfransenden Ränder des häuslichen Lebens, auf der Hut vor herumliegendem Spielzeug, halb vollen Papierkörben und unerledigten Hausaufgaben. Der Anblick ihres mit dem Rasenmäher ringenden Mannes ließ sie kurz an den Spitzen ihrer kupferbraunen Haare kauen. Sah la señora die gelblich herausgefrästen Halbkreise am Beginn des Abhangs, fragte sich Araceli, oder fühlte sie sich lediglich davon abgestoßen, wie der Schweiß ihres Mannes auf den Beton tropfte? Araceli betrachtete la señora Maureen, die el señor Scott betrachtete, und bemerkte etwas Interessantes: Wenn man lange genug mit jemandem zusammenlebte oder -arbeitete, konnte man seinen Blick länger auf dem Betreffenden ruhen lassen, ohne bemerkt zu werden; Pepe, ein Fremder im Hause, hatte Araceli immer sofort bemerkt, sobald sie ihn anstarrte.

 

Ähnlich wie ihre mexikanische Hausangestellte hatte auch Maureen Thompson die verstörende Sinnlosigkeit der Szenerie jenseits der Fensterscheibe gespürt: Ihr Theoretiker, ihr abwesender großer Denker, den sie in postkoitalem Flüstern einmal den »König des einundzwanzigsten Jahrhunderts« genannt hatte, scheiterte an diesem Samstagnachmittag an einem technologischen Relikt des vergangenen Jahrtausends. Sie waren jetzt zwölf Jahre verheiratet, hatten berufliche Triumphe und unternehmerische Demütigungen, finanzielle Glücksfälle und durchwachte Nächte an der Seite ihrer Kinder durchlebt, aber noch nie eine derartige Komödie wie diese. Es fällt ihm schon schwer, das Ding überhaupt am Laufen zu halten. Eine mit Benzin betriebene Maschine, vollkommen analog; wie kompliziert kann das schon sein? Ihre Augen schwenkten zu den zugezogenen Vorhängen der Nachbarhäuser, den leeren Fenstern, die den leeren kalifornischen Himmel spiegelten, und sie fragte sich, wer wohl noch zusah. Sie hatte den Berechnungen ihres Mannes nicht zugestimmt, den hingekritzelten Zahlen, die im Endergebnis die Entlassung des mehr als nur kompetenten und verlässlichen Gärtners zur Folge gehabt hatten, eines Mannes von edler Schweigsamkeit, der in Maureens Vorstellung einst den tropischen Boden in einem fernen Dorf bearbeitet hatte. Scott war eher der Softwaretyp – sowohl buchstäblich, denn er schrieb Computerprogramme, als auch bildlich gesprochen, da für ihn die dingliche Welt eine verwirrende Ansammlung unverständlicher biologischer und mechanischer Phänomene war, so unnachvollziehbar wie beispielsweise der wundersame Vorgang der Photosynthese oder die geheimnisvolle Artenvielfalt südkalifornischer Unkräuter oder eben die subtilen Bewegungen, die vonnöten waren, um einen Rasenmäher über eine unebene Fläche zu manövrieren. Später wird er darauf zurückblicken und lachen. Ihr Mann war geistreich und witzig mit einem guten Gespür für Ironie, auch wenn ihn Letzteres, nach dem verschwitzten Grimm seiner Züge zu urteilen, gerade verlassen hatte. Harte körperliche Arbeit treibt einem die Ironie aus: eine Lehre aus ihrer eigenen Kindheit und Jugend, die Maureen nun unerwartet wieder einfiel.
Es war nur ein kurzer Weg zum zweiten Panoramafenster des Wohnzimmers. Die Scheibe ging nach hinten auf den Tropengarten hinaus, dessen schleichender Niedergang auf seine Art noch deutlicher zu erkennen war als der Wildwuchs des Rasens vorn. Diesen Garten hatten sie angepflanzt, kurz nachdem sie vor fünf Jahren hier eingezogen waren; sie hatten die tausend Quadratmeter hinter dem Haus sinnvoll nutzen wollen, und bis jetzt hatte die Anlage wie ein einziger dunkler, feuchter Organismus geglitzert und geschimmert und die hindurchwehende Luft abgekühlt. Wenn man einen Schalter umlegte, floss ein halbmeterbreiter Bach durch den Garten bis zu einem kleinen Teich hinter der Bananenstaude. Jetzt rissen die Bananenblätter ein, und die Farne daneben färbten sich golden. Bald nachdem Pepe entlassen worden war, hatte Maureen einen halbherzigen Versuch unternommen, »le petit Regenwald«, wie sie und Scott die Pflanzung nannten, vom Unkraut zu befreien. Sie hatte sich zunächst in den hinteren Teil der Garage gewagt, in dem Pepe seine Chemikalien aufbewahrte; Maureen hatte keinen grünen Daumen, nahm aber an, dass gewisse petrochemische Eingriffe nötig wären, um in diesem trockenen Klima einen tropischen Garten zu pflegen: Insektizide, Pestizide und Düngemittel. Leider hatte sie sich von den Warnsymbolen auf den Flaschen abschrecken lassen: Maureen hatte erst kurz zuvor abgestillt und war noch nicht bereit, die körperliche Reinheit aufzugeben, die das Stillen mit sich brachte. Wenn sie bisher noch nicht mal der Versuchung nachgegeben hatte, einen Schuss Tequila zu trinken – was sie allerdings bald tun würde –, wieso sollte sie dann eine Flasche öffnen, die mit einem Totenkopf und dem unheilvollen Logo einer großen Ölgesellschaft versehen war?
Vom Himmel fallender Staub und Schmutz brachten ihren kleinen Regenwald langsam um; sie würde eingreifen und sich darum kümmern müssen, sonst würde er in der trockenen Luft verdorren, und bei diesem Gedanken spürte sie einen Anflug von Angst, eine ganz kurze Atemnot. Es geht nicht bloß um den Rasen und die Pflanzen, oder? Maureen Thompson hatte einen großen Teil ihrer Jugend damit verbracht, gewisse Erinnerungen abzuschütteln, die mit einer sehr gewöhnlichen, von Zuckerahorn beschatteten Straße in Missouri zusammenhingen, wo die Blätter sich im Oktober färbten und es jeden Winter einige Tage schneite, wo alles, was auf den Veranden liegen blieb, verwitterte. Diese Erinnerungen waren jetzt sehr weit weg: gut verstaut in zwei Kisten auf dem Grund eines ihrer Wandschränke, halb verborgen hinter den vielen anderen Kisten voller Erinnerungen an ihre Ankunft in Kalifornien und ihr Leben mit Scott. Hier auf ihrem Hügel, in dieser Straße namens Paseo Linda Bonita, folgte ein Tag dem anderen in angenehm vorhersehbarem Rhythmus: Mahlzeiten wurden zubereitet, Kinder morgens angezogen, abends ins Bett gebracht, dazwischen versank die Sonne flammend im Pazifik, ein tägliches und beinahe lachhaft prachtvolles Naturschauspiel. In ihrem Universum war alles gut, doch manchmal überkam sie ohne erkennbaren Grund ein vages und trotzdem durchdringendes Gefühl von drohendem Verlust und bevorstehender Dunkelheit. Das geschah meistens, wenn ihre beiden Jungen in der Schule waren, wenn Maureen in ihrem Schlafzimmer stand und deutlich spürte, dass ihr etwas fehlte, ein Gefühl, das sie von einem Moment zum nächsten vollkommen einnehmen konnte; beispielsweise auch wenn sie nackt im Badezimmer stand, das nasse Haar in ein Handtuch gewickelt, wenn sie im Spiegel einen Blick auf ihren Körper warf und seine Verletzlichkeit wahrnahm, seine Sterblichkeit, und sich fragte, ob sie sich zu viel zugemutet hatte, indem sie drei Kinder zur Welt brachte.
Aber nein, jetzt war es schon wieder vorbei. Sie ging zurück ins Wohnzimmer und ans Panoramafenster, wo das Drama im Vorgarten zu einem Ende gekommen war und der König des einundzwanzigsten Jahrhunderts das Gras auf dem Gehweg zusammenfegte.

 

In seiner Kindheit in South Whittier hatte Scott Torres den Rasen selbst gemäht, und als er das Gerät nun über den Abhang seines aufgeblähten Anwesens in den Laguna Rancho Estates schob, versuchte er sich an die Lehren zu erinnern, die sein Vater ihm vor zwei Jahrzehnten mitgegeben hatte, in einer Sackgasse namens Safari Drive, wo alle Rasenflächen zusammen etwa ein Viertel so groß gewesen waren wie die, die er gerade gemäht hatte. Versuch das Ding gleichmäßig zu bewegen, überprüf die Höheneinstellung der Räder, halte Ausschau nach kleinen Gegenständen auf dem Rasen, weil der Mäher sie sonst erwischt und die Klingen sie wie Kugeln herumfliegen lassen. Sein Vater hatte ihm fürs Rasenmähen fünf Dollar die Woche gezahlt, das erste Geld, das er im Leben verdiente. Die ungewöhnlichen Ereignisse im Haus der Torres-Thompsons und die ungewöhnlichen Ereignisse der letzten paar Tage hatten auch Scott nachdenklich gemacht, das Ausscheiden zweier Mitglieder ihres Angestelltenteams, die saisonalen Veränderungen, die der Juni wie jedes Jahr mit sich brachte. Die Sommerferien standen bevor, und gestern hatten sie den letzten Schultag der Jungen in der dritten und fünften Klasse gefeiert, die großen Mappen voller fertiger Hausarbeiten und übergroßer Bastelprojekte, zu denen ihre Mutter Ooh und Aah gesagt hatte.

Über Héctor Tobar

Biografie

Héctor Tobar, 1963 in Los Angeles geboren, kam mit seinen Eltern aus Guatemala in die USA und lebt heute als Schriftsteller und Journalist in Los Angeles. Für seine Reportage über die Getto-Aufstände in Los Angeles wurde er 1992 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet. 2006 wurde Héctor Tobar als einer...

Pressestimmen

Nordsee-Zeitung

»Ein sehr böses, komisches, aber auch spannendes Buch.«

Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA)

»Ein großartiger, aktueller Amerika-Roman.«

Wiener Zeitung

»Ein vielschichtiges Sozialdrama, temporeiches Road Movie und packender Thriller.«

Hersfelder Zeitung

»Héctor Tobar erweist sich als USA-Chronist in der Tradition von Tom Wolfe oder T.C. Boyle.«

Brigitte

»Eine Vertreibung aus dem Paradies, wie sie sich Gabriel Garcìa Márquez und Tom Wolfe gemeinsam nicht schöner hätten ausdenken können.«

Wilhelmshavener Zeitung

»Ein großartiges Debüt (...) klug und vielschichtig erzählt.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Das Buch bietet eine ausführliche Soziologie der multiethnischen Großstadt und zeigt auf das genaueste die Lebensumstände einer Fülle von armen und reichen Figuren, verharrt aber nicht bei der Schilderung des Kulturenclashs, sondern nimmt auch dramatisch Fahrt auf.«

BR 5 - Neues vom Buchmarkt

»"In den Häusern der Barbaren" ist eine der beeindruckendsten Neuerscheinungen des Jahres.«

Die Welt

»Tobar war zur Zeit des Rodney-King-Aufstandes in L.A. Tag und Nacht auf der Straße, hat den Leuten zugehört, sämtliche Schichten dessen erlebt, was es heißt, ein Angelino, ein Amerikaner zu sein oder werden zu wollen und es nicht werden zu dürfen, Reportagen hat er geschrieben und dafür den Pulitzerpreis bekommen. In den "Häusern der Barbaren" hat er diese Schichten nun in virtuoser Weise freigelegt. Ganz allmählich, in einer großen epischen Bewegung legt er die Schichten frei. In einem bemerkenswert geschichtenträchtigen und dennoch extrem beherrschten Stationendrama.«

WDR 5 Scala

»Der Pulitzer-Preisträger Héctor Tobar hat einen beeindruckenden Roman vorgelegt, spannend, sensibel und vielschichtig, wie eine gelungene Reportage.«

Neue Presse

»Ein großer US-amerikanischer Gesellschaftsroman (...), ein wichtiges, fesselndes Buch mit einer hinreißenden Protagonistin.«

Belletristik-Couch.de

» 'In den Häusern der Babaren' ist ein wirklich lesenswerter Roman, mit einer gut erzählten Geschichte. Der Autor zeigt viel Wortwitz, vermag eindringliche Botschaften gut zu verpacken und baut durchaus auch Spannung auf. (...) Ich freue mich schon auf das nächste Buch aus der Feder von Héctor Tobar.«

Hamburger Morgenpost

»Tobar hat seinen Mitmenschen offenbar genau in die Seele geblickt. Sehr entlarvende Charakterstudien - aber immer mit Liebe zu den Figuren.«

neue-buchtipps.de

»Tobar zeichnet ein differenziertes, auch empathisches Bild der Einwohner Kaliforniens, ob geborene US-Bürger oder Latino-Immigranten. Recht und Gerechtigkeit, soziale Teilhabe, der alltägliche Rassismus sind seine Themen.«

Elle

»Der fesselnde Gesellschaftsroman blickt hinter die glitzernde Fassade von L.A.«

Szenario

»Héctor Tobars rasanter Gesellschaftsroman zeichnet über Sprachhindernisse, Vorurteile, soziale Arroganz, Armut und Standesdünkel hinweg das Bildnis Aracelis (der mexikanischen Hausangestellten) als eines Menschen aus Fleisch und Blut, mit eigener Geschichte, Kultur und Sprache, mit Mut und Verstand.«

Die Welt

»Tobar bezeichnet ein hybrides Psychogramm unterschiedlicher roher Gegenwartsbewältigungsentwürfe. Er kann mit unprivilegiertem Blick schreiben, mit großem Evidenzcharakter. Sein Schadensbewusstsein macht ihn zu einem unnachgiebigen Chronisten des west-amerikanischen Albtraums.«

BuchMarkt

» (...) ein wunderbarer Amerikaroman.«

Bolero - Das Schweizer Magazin für Mode, Schönheit und Kultur

»Ein Panorama mit absolut glaubwürdigen Figuren und einer Geschichte, die lange im Kopf bleibt.«

BÜCHER

»Héctor Tobars Werk ist vielschichtig und brillant geschrieben. Es ist ein großartiger Lesegenuss, der Themen wie Immigration, Gesellschaftskritik, Liebe und Familie trägt, ohne unter der gewaltigen Fülle zu zerbrechen.«

Buchkultur

»Ein großer, weitblickender Roman über Immigration und Identität, angesiedelt in Kalifornien.«

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