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Höhepunkte sowjetischer Kochkunst

Höhepunkte sowjetischer Kochkunst

Die Geschichte meiner Familie in Russland und Amerika

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Höhepunkte sowjetischer Kochkunst — Inhalt

Wenn sich Anya von Bremzen an ihre Kindheit erinnert, dann denkt sie an aromatische Hefeteig-Piroggen, an Lamm-Pilaf und Borschtsch, sie denkt an die köstliche proletarische Wurst, die man den Gästen servierte, und vor allem an ihre große russische Familie: an Urgroßmutter Anna, die als überzeugte Feministin für die »neue Sowjetfrau« kämpfte und dafür ein schreckliches Schicksal erlitt, an den »Gefilte Fisch« ihrer jüdischen Großeltern in Odessa und an ihren Großvater Naum, der als Geheimdienst-Offizier zur Nomenklatura zählte, bis sich seine Tochter Larisa ausgerechnet in den Dissidenten Sergei verliebte … Aus der Kraft der Erinnerung heraus gelingt Anya von Bremzen ein hinreißendes Buch über das manchmal absurde, manchmal unfassbar tragische Leben in einer Diktatur und darüber, wie sehr eine fettige Wurst glücklich machen kann.

€ 16,99 [D], € 16,99 [A]
Erschienen am 17.09.2013
Übersetzt von: Marion Hertle, Christiane Wagler
448 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-96381-7
»Der Leser fühlt sich von Anbeginn in die Lebensgeschichte von Anya von Bremzen integriert, fühlt mit. (...) Ein amüsantes, dickes Buch zum Aufessen, mit russischem Geschichtsunterricht.«
gourmetreisen.twoday.net
»Anya von Bremzen würzt ihre hinreißend tragikomische Familiengeschichte ›Höhepunkte sowjetischer Kochkunst‹ mit fantastischen Gerichten der russischen Küche.«
Freundin Donna

Leseprobe zu »Höhepunkte sowjetischer Kochkunst «

Prolog

 

Vergiftete Madeleines

 

Wenn Mutter und ich gemeinsam kochen, erzählt sie mir ihre Träume. Das Traumleben meiner Mutter ist so intensiv und vielfältig, dass sie es mittlerweile geschichtlich verortet und kategorisiert: düstere Schwarz-Weiß-Szenen aus ihrer Kindheit in der Stalinzeit, brillante Thriller aus dem Kalten Krieg, gespickt mit Schauergeschichten vom KGB, Melodramen mit schuldgeplagten Liebenden.

Wohl aufgrund ihrer Vergangenheit hinter dem Eisernen Vorhang gerät Mutter in vielen ihrer Träume in ausweglose Situationen. Doch im Alter [...]

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Prolog

 

Vergiftete Madeleines

 

Wenn Mutter und ich gemeinsam kochen, erzählt sie mir ihre Träume. Das Traumleben meiner Mutter ist so intensiv und vielfältig, dass sie es mittlerweile geschichtlich verortet und kategorisiert: düstere Schwarz-Weiß-Szenen aus ihrer Kindheit in der Stalinzeit, brillante Thriller aus dem Kalten Krieg, gespickt mit Schauergeschichten vom KGB, Melodramen mit schuldgeplagten Liebenden.

Wohl aufgrund ihrer Vergangenheit hinter dem Eisernen Vorhang gerät Mutter in vielen ihrer Träume in ausweglose Situationen. Doch im Alter von 79 Jahren und nach fast vier Jahrzehnten in den USA geschieht das nunmehr an ziemlich beeindruckenden Orten. Zum Beispiel tief im Inneren eines labyrinthischen Kunsttempels, der dem Metropolitan Museum of Art sehr ähnelt. Dort arbeitet Mutter seit ihrer Pensionierung vom Schuldienst als Dozentin. Im Technicolor-Finale dieses Traumes wird meine Mutter mit einem orangefarbenen Ballon aus dem Labyrinth gerettet und im mondänen Museumscafé abgesetzt. Woraufhin sie sich mit Windbeuteln vollstopft.

Doch einer ihrer Träume, den sie mir immer wieder erzählte, ist besonders symbolträchtig; er reicht in längst vergangene Tage zurück. Ich erinnere mich, wie sie, dünn, mit kurzen Haaren, auf Zehenspitzen in mein Zimmer schleicht und ich in der bedrückenden Dunkelheit eines sozialistischen Sowjetwinters erwache. Wir befinden uns in unserer winzigen Wohnung in einem heruntergekommenen Plattenbau der Chruschtschow-ära am Rande Moskaus. Es ist 1968, ich bin fünf. Sowjetische Panzer sind gerade in Prag eingerollt, mein Vater hat uns vor Kurzem verlassen, und wir sind hierhergezogen aus einer kafkaesken kommunalka (Gemeinschaftswohnung) in der Nähe des Kremls, in der sich 18 Familien eine Küche teilen. Mutter sitzt in ihrem Morgenmantel mit den verblassten blauen Kornblumen auf meinem Bett und drückt mir beruhigend einen Kuss auf die Stirn. Doch in ihren Augen sehe ich so viel toska (der typisch russische Seelenschmerz), eine solch verzweifelte Sehnsucht, dass ich sofort weiß, dass dieser Traum sie erneut heimgesucht hat.

»Hör zu, hör zu, Anjuta«, flüstert sie. »Wieder bin ich in eine lastotschka (Schwalbe) verwandelt worden … Ich fliehe aus Russland, fliege über die sowjetische Grenze, und niemand fragt nach meinen Papieren. Und plötzlich bin ich in Paris! In Paris! Ich kreise über den ockerfarbenen Straßen, die ich aus den Gemälden von Utrillo kenne. In einer winzigen Rue, der ›Straße der fischenden Katze‹, entdecke ich ein bezauberndes Café. Schnell fliege ich hinunter zu der unglaublich bunten Markise, mir ist ganz schwindlig von dem köstlichen Duft des Essens, alles in mir verzehrt sich danach, es zu probieren, mich zu den Gästen zu gesellen …«

An dieser Stelle wachte Mutter jedes Mal auf. Jedes Mal auf der falschen Seite des Eingangs. Jedes Mal heißhungrig, überwältigt von dem Verlangen nach einer Welt jenseits der Grenze, die sie nicht sehen sollte. Von der Sehnsucht nach Aromen, die ihr für immer versagt bleiben würden.

Alle glücklichen kulinarischen Erinnerungen sind einander ähnlich; jede unglückliche ist unglücklich auf ihre Weise.

Mutter und ich wuchsen beide in einem siegestrunkenen, rot flammenden Märchen von sozialistischem Überfluss und üppigen Ernten auf. Doch in unserem wirklichen Leben kamen keine idyllischen, von wohligem Vanilledunst erfüllten Küchen vor, keine freundlichen Übermütter brachten goldbraune Festtagsbraten auf den Tisch. Teegebäck reich an bourgeoiser Butter? Eine solche Erinnerung habe ich tatsächlich, an Mutter, wie sie mir im Chruschtschowslum aus Proust vorliest. Ich war gründlich gelangweilt von den Schwelgereien des Franzosen, doch besessen von der Vorstellung des wirklichen, essbaren Gebäcks. Wie schmeckte sie, diese exotische, kapitalistische Madeleine? Das wollte ich unbedingt wissen.

Eine Erzählung über sowjetisches Essen ist zwangsläufig eine Chronik der Sehnsucht, des unerfüllten Verlangens. Was passiert, wenn einige der eindringlichsten kulinarischen Erinnerungen Gerichten gelten, die man nie gekostet hat? Erinnerungen an Phantasien, an die Erzählungen anderer; fieberhaftes, kollektives Sehnen, hervorgerufen von 70 Jahren geopolitischer Isolation und Entbehrung.

Bis vor Kurzem habe ich nicht viel über diese Erinnerungen gesprochen. Wenn mich jemand fragte, warum ich über Essen schreibe, rasselte ich meine übliche Geschichte herunter: Wie Mutter und ich 1974 ohne meinen Vater aus Moskau auswanderten – als staatenlose Flüchtlinge ohne Wintermäntel und Recht auf Rückkehr. Wie meine Pianistenlaufbahn nach dem Abschluss an der Juilliard School Ende der Achtzigerjahre durch eine Handverletzung ein jähes Ende fand. Und wie ich auf der Suche nach einem Neuanfang fast zufällig über das Kochen gestolpert bin. Ich habe nie zurückgeschaut. Nach meinem ersten Kochbuch »Please to the Table« über die sowjetische Küche geschah lauter Schönes: aufregende Artikel in Hochglanzzeitschriften, weitere Kochbücher, Preise, fast zwei Jahrzehnte voller Reisen und unvergesslicher Festessen.

Doch hiervon habe ich kaum jemandem erzählt: Von den Totenkopf-Warnzetteln an den Töpfen in der Küche der kommunalka meiner Großmutter, in der sich die Genossen Mitbewohner gegenseitig das Fleisch aus der Suppe mausten. Von den Nachmittagen, an denen ich im Kindergarten des Zentralkomitee-Nachwuchses verzweifelt am Kaviar würgte – würgte, weil ich glaubte, zusammen mit dem Fischrogen der Parteibonzen die Ideologie in mich aufzunehmen, die meiner regimekritischen Mutter so schwer auf den Magen schlug. Ich ließ die Mädchentoilette in der 110. Schule unerwähnt, in der ich – eine neunjährige, frischgebackene Schwarzmarkthändlerin in kratziger, brauner Uniform – meinen sowjetischen Mitschülern fünf Kopeken abknöpfte, bevor sie eine Flasche Coca-Cola berühren durften, die Freunde uns aus dem sagenumwobenen sagraniza (Ausland) mitgebracht hatten. Auch meinen bis heute anhaltenden Drang, das letzte Croissant vom reichhaltigen Frühstücksbüfett der wunderbaren Hotels zu stibitzen, in denen ich beruflich häufig absteige, verschweige ich.

Was brächte es auch einzugestehen, dass ich mich ständig so fühle, als ob ich in zwei parallelen Essenswelten lebte: einer, in der Verkostungen im Per Se oder Noma auf der Tagesordnung stehen; und einer anderen, in der eine schlichte Banane – in deren Genuss man in der Sowjetunion nur einmal jährlich kam – immer noch eine fast magische Wirkung auf meine Psyche hat?

Die Geschichten, die ich für mich behalten habe, sind Gegenstand dieses Buches. Letztendlich sind sie der eigentliche Grund, warum ich über Essen schreibe. Doch hier geht es nicht nur um mich. Für jeden ehemaligen Bürger der 300 Millionen Einwohner zählenden Supermacht ist Essen nie eine rein persönliche Angelegenheit. 1917 führten die Brotaufstände zum Sturz des Zaren, und 74 Jahre später versetzten verheerende Nahrungsmittelengpässe Gorbatschows kriselndem Staat den Todesstoß. Dazwischen litten sieben Millionen Menschen Hunger während Stalins Zwangskollektivierung; weitere vier Millionen verhungerten im Zweiten Weltkrieg. Selbst in den ruhigeren Zeiten unter Chruschtschow und Breschnew stellte der Kampf ums tägliche Brot die meisten anderen Sorgen in den Schatten. Über elf Zeitzonen hinweg vereinte das Schlange-stehen die Genossen aus den 15 Sowjetrepubliken. Essen war ein Dauerthema der politischen Geschichte der Sowjetunion, das in die letzten Winkel unseres kollektiven Unbewussten drang. Es verband uns in zwanghaften Bewirtungsritualen – mehr Hering, mehr Doktorskaja (Fleischwurst) – und in unserem gemeinsamen Neid und Ärger auf die wenigen Privilegierten, Ganoven und Funktionäre, die sich bessere kolbassa (Wurst) beschaffen konnten. Essen erdete das häusliche Leben im totalitären Staat, es weckte einen Hauch von Verlangen in einem Dasein, das größtenteils von Tristesse, zuweilen von absurder Komik, gelegentlich von unsäglichem Leid, doch ebenso oft auch von naivem Optimismus und Fröhlichkeit geprägt war. Das Essen, so drückte es jemand einmal aus, bestimmte, wie die Russen die Gegenwart ertrugen, sich die Zukunft vorstellten und mit ihrer Vergangenheit verbunden waren.

Diese Vergangenheit ist verschwunden. Ausgelöscht durch den Zusammenbruch der Sowjetunion. An die Stelle unserer »sozialistischen Heimat« traten Zivilisationsruinen, riesige Grabungsstätten eines sowjetischen Atlantis. Doch wir sind nicht bereit, uns von diesen Trümmern zu trennen. Gestürzte, kopflose Statuen der Parteiführer, alte Liederbücher und Bonbonpapiere, die verblichenen roten Pionierhalstücher und die dreieckigen, nunmehr dreckgeschwärzten Milchtüten – wir hängen an diesen Überbleibseln. Im Gegensatz zu den melancholischen Ruinen, die die Sehnsucht der Romantik nach einer idealisierten Vergangenheit beflügelten, stammen unsere Erinnerungsstücke aus unseren real existierenden Wohnungen, aus dem Leben, das wir einmal führten. Für uns haben sie immer noch eine große Bedeutung: historisch, politisch und persönlich. Und fast immer mehrschichtig.

Meine eigene Sammlung sozialistischer Reliquien gründete ich 1974, einige Wochen nach unserem Umzug nach Philadelphia. Mutter verliebte sich augenblicklich in Amerika. Und ich? Ich hockte auf unserem harten Flüchtlingssofa, las Tschechows »Drei Schwestern« und seufzte mit den Protagonistinnen »Nach Moskau, nach Moskau!« Meine Kindheitsträume von kapitalistischen Köstlichkeiten zerplatzten bei unserem ersten Essen im Robin Hood Diner. Ich kämpfte mit dem -widerlich fluffigen amerikanischen Krautsalat und starrte schockiert auf den neonfarbenen Velveeta-Schmelzkäse. Während meine Mutter vergnügt Oscar-Mayer-Mortadella auf seltsames Wonder -Bread klatschte, verzehrte ich mich nach dem köstlichen Moskauer Kastenbrot aus Sauerteig und dem abgestandenen Geruch von billiger krakowskaja kolbassa. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich in jenen ersten Monaten in Philadelphia mein Geschmackssinn ausgeschaltet hatte. Denn ohne das politische Pathos, die Gastfreundschaft und die heroische Aura der Entbehrungen schien das Essen jegliche Bedeutung verloren zu -haben.

Wie eine zerlumpte Waise streunte ich in unserer Wohnung umher und erzählte mir immer wieder unsere höhnischen Mangelwitze. »Können Sie mir bitte 100 Gramm kolbassa aufschneiden?«, fragt ein Mann im Laden. »Bringen Sie die kolbassa her, und wir schneiden sie«, erwidert die Verkäuferin. Oder: »Warum wandern Sie aus?« – »Weil ich das Feiern satthabe«, antwortet der Jude. »Ich habe Toilettenpapier gekauft – ein Fest; ich habe kolbassa gekauft – noch ein Fest.«

In Philadelphia feierte keiner die Oscar-Mayer-Mortadella.

Um meine Geschmackssinne wiederzubeleben, begann ich mit einem Gedankenspiel. Indem ich mir vorstellte, ich wäre in einer Datscha, die von dornigen Stachelbeersträuchern umgeben ist, konservierte ich in meinem Geist die Aromen und Düfte meiner sozialistischen Vergangenheit in einem imaginären Dreiliterglas der Erinnerungen. Dort bewahrte ich die -Aljonka-Schokolade mit dem fröhlichen Mädchengesicht aus der Fabrik »Roter Oktober« auf. Und auch die in scharlachrotes Papier eingewickelten Jubiläumskekse aus der Fabrik »Bolschewik«, die sich so schön auflösten, wenn man sie aus der gelben, mit einem Elefanten bedruckten Verpackung herausnahm und in den Tee tunkte. Vor meinem geistigen Auge entfernte ich die Folie von den matschigen Freundschaftskäse-Dreiecken. Stach mit einer imaginären Aluminiumgabel in die industriell gefertigten Fleischpastetchen zu sechs Kopeken, die nach Stalins Volkskommissar für die Lebensmittelindustrie benannt waren.

Doch eine ideologische Wolke verdüsterte mein nostalgisches Schwelgen. Der Freundschaftskäse, die kolbassa, die Schokolade – alles wurde in dem verhassten Einparteienstaat hergestellt, aus dem wir geflohen waren. Eingedenk der Stelle bei Proust habe ich für diese Lebensmittel einen Begriff geprägt: »vergiftete Madeleines«.

Das ist mein Buch der »vergifteten Madeleines«. Es war Mutter – meine stete Komplizin in der Küche und Verbindung zur Vergangenheit –, die mir den roten Faden für die erzählten Fragmente, das ungeordnete Nebeneinander kollektiver Mythen und persönlicher Gegenmythen vorschlug. Jedes Jahrzehnt der sowjetischen Geschichte – von den Zehnerjahren bis heute – wollten wir durch das Prisma des Essens rekonstruieren. Zusammen begaben wir uns auf eine einzigartige Reise: Wir aßen und kochten uns durch alle Jahrzehnte des sowjetischen Lebens und nutzten Mutters Küche und ihr Esszimmer als Zeitmaschine und Brutstätte der Erinnerungen. Erinnerungen an Lebensmittelkarten im Krieg und bizarre Gemeinschaftsküchen in den kommunalki. An Lenins erbarmungslose Getreideabgabepflicht und Stalins Tischmanieren. An Chruschtschows Küchendebatte und Gorbatschows verheerenden Feldzug gegen den Alkoholismus. An Essen als Mittelpunkt unseres Alltagslebens und – trotz aller Entbehrungen und Engpässe – an unbedingte Gastfreundschaft und unglaubliche Festessen.

Anya von Bremzen

Über Anya von Bremzen

Biografie

Anya von Bremzen, geboren 1963 in Moskau, schreibt als Journalistin für das Lifestyle-Magazin »Travel & Leisure«, und reist als Restaurant-Testerin um die ganze Welt. Die Kunst, über aufregende Gerichte zu schreiben, hat sie so perfektioniert, dass sie in den USA als Meisterin ihres Genres gilt....

Pressestimmen

gourmetreisen.twoday.net

»Der Leser fühlt sich von Anbeginn in die Lebensgeschichte von Anya von Bremzen integriert, fühlt mit. (...) Ein amüsantes, dickes Buch zum Aufessen, mit russischem Geschichtsunterricht.«

Freundin Donna

»Anya von Bremzen würzt ihre hinreißend tragikomische Familiengeschichte ›Höhepunkte sowjetischer Kochkunst‹ mit fantastischen Gerichten der russischen Küche.«

Redaktion Die Ratgeber

»Das Erstlingswerk von Anya von Bremzen ist eine gelungene Verbindung von Geschichte(n), die großen Appetit auf die sowjetische Küche machen.«

Stern

»Die skurril amüsante Geschichte einer russisch-amerikanischen Familie von Lenin bis Gorbatschow. (...) Ein herrliches, ein aufklärendes Lesebuch.«

Der Tagesspiegel

»Ein wunderbar unterhaltendes Buch, das drei Geschichten gleichzeitig erzählt: die der Sowjetunion; die der sowjetischen Küche und eine sowjetische Familiengeschichte.«

der-kultur-blog.de

»Deshalb ist Anya von Bremzens Buch auch ein wunderbar lebendiges und im letzten Teil auch praktisches Buch, da es mit allerlei schönen Rezepten aufwartet. Sehr empfehlenswert.«

Ferran Adria

»‹Höhepunkte sowjetscher Kochkunst‹ ist ein zutiefst menschliches Buch, das sich liest wie ein großer russischer Roman: voll schwarzem Humor und schwelgerischer Nostalgie. Es nimmt uns mit in ein Land, das trotz seines sagenhaften kulturellen Reichtums unter einer totalitären Tyrannei leidet und bringt uns seinen mutigen, leidenschaftlichen Menschen näher. So lehrt uns Anya von Bremzen die tiefere Bedeutung, die Essen für uns in kultureller, politischer, sozialer, historischer und nicht zuletzt ganz persönlicher Hinsicht besitzt. Ich bewundere sie für diese großartige schriftstellerische Leistung!«

Gusto (A)

»Mit ihrer eigenen Familiengeschichte rollt die amerikanische Lifestyle-Journalistin die ganze sowjetische Kochkultur auf. Lesenswert!«

WeiberDiwan

»Anya von Bremzen gelingt gerade wegen des kulinarischen Bezugspunktes quasi en passant die Schilderung der Absurdität dieses Regimes und der Tragik der in ihm lebenden Menschen auf eine Weise, die neben Wärme und Nostalgie, Humor und Mitgefühl, auch Empörung und politisches Bewusstsein der Autorin verraten.«

Inhaltsangabe

Prolog: Vergiftete Madeleines

Teil 1 Festmahle, Hungersnöte, Geschichten

Kapitel 1 - 1910er: Die letzten Tage des Zaren

Kapitel 2 - 1920er: Leninkuchen

Teil 2 Larissa

Kapitel 3 - 1930er: Danke, Genosse Stalin, für unsere glückliche Kindheit

Kapitel 4 - 1940er: Von Kugeln und Krumen

Kapitel 5 - 1950er: Schmackhaft und gesund

Teil 3 Anya

Kapitel 6 - 1960er: Kukurusa, Kommunismus, Kaviar

Kapitel 7 - 1970er: Die Mayonnaise meiner Heimat

Teil 4 Rückkehr

Kapitel 8 - 1980er: Moskau durch das Wodkaglas

Kapitel 9 - 1990er: Geplatzte Bankette

Kapitel 10 - 21. Jahrhundert: Putin im Ritz

Teil 5 Rezepte

Dank

Anmerkung der Autorin

Ausgewählte Quellen

Kommentare zum Buch

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