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HerrgottschrofenHerrgottschrofen

Herrgottschrofen

Kriminalroman

Taschenbuch
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Herrgottschrofen — Inhalt

»Kreizkruzifix, Depp, schau, dass d’weiterkommst!«, schallt es dem Hartinger entgegen, als er beim Joggen in der Nähe des Felsens Herrgottschrofen

unvermutet auf eine Baustelle stößt. Hier soll ein Tunnel gebaut werden, erklärt ihm der Baggerführer. Nur dumm, dass der findige Journalist gleich einen Knochen im Baggerloch entdeckt, der ziemlich menschlich wirkt. Schon bald steht fest: Das Boandl gehört zum Skelett einer Frau, die offenbar keines natürlichen Todes starb …

€ 9,99 [D], € 10,30 [A]
Erschienen am 12.03.2013
352 Seiten, Broschur
EAN 978-3-492-30109-1
€ 8,99 [D], € 8,99 [A]
Erschienen am 12.03.2013
352 Seiten, WMEPUB
EAN 978-3-492-95882-0

Leseprobe zu »Herrgottschrofen«

Kapitel 1

Es war vielleicht doch ein bisserl viel für einen Tag.

»Verdammt, Hartinger … wenn du … dich da … mal nicht … übernimmst«, presste Karl-Heinz Hartinger zwischen vier kurzen Atemzügen hervor.

Er blickte auf seine Sportuhr, die am linken Handgelenk über der Laufjacke festgezurrt war. Er war schon knapp eine Dreiviertelstunde unterwegs. Die Route, die er sich vorgenommen hatte, führte ab diesem Teilstück von der Kreuzeckbahn hinüber zur östlichen Seite des Talkessels. Bis dorthin waren es durch die Schmölz noch einmal knapp zwei Kilometer. Acht [...]

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Kapitel 1

Es war vielleicht doch ein bisserl viel für einen Tag.

»Verdammt, Hartinger … wenn du … dich da … mal nicht … übernimmst«, presste Karl-Heinz Hartinger zwischen vier kurzen Atemzügen hervor.

Er blickte auf seine Sportuhr, die am linken Handgelenk über der Laufjacke festgezurrt war. Er war schon knapp eine Dreiviertelstunde unterwegs. Die Route, die er sich vorgenommen hatte, führte ab diesem Teilstück von der Kreuzeckbahn hinüber zur östlichen Seite des Talkessels. Bis dorthin waren es durch die Schmölz noch einmal knapp zwei Kilometer. Acht Kilometer hatte er bereits auf dem Hinweg hinter sich gebracht. Nun also zwei rüber auf die andere Seite und dann sieben wieder zurück auf dem Kramerplateauweg. Und zu guter Letzt auch noch wieder zwei Kilometer zu seiner Dachgeschosswohnung in Partenkirchen. »Neunzehn … Kilometer … schaff … ich … leicht«, keuchte sich Hartinger gebetsmühlenartig vor.

Karl-Heinz Hartinger hatte diese Tour die »Große Garmisch-Partenkirchen-Runde« getauft. Er wollte diesen Frühlingstag, dessen Sonne sich bemühte, die letzten Schneereste von den Wiesen zu schmelzen, nutzen, um seine Grenzen auszutesten. Nie hätte er gedacht, dass diese Grenzen so schnell erreicht sein würden. Er war schon öfter an die volle Stunde herangelaufen. Und an diesem Tag sollte nach einer Dreiviertelstunde Schluss sein? Nein, das konnte er sich selbst nicht durchgehen lassen. Zumindest über den Fluss rüber auf die andere Seite musste er noch kommen. Dort konnte er eine Gehpassage einlegen, um dann mit erholten Beinen den Heimweg anzutreten. Außerdem gab es dort drüben auf dem Kramerplateau einen großartigen Blick über Garmisch und Partenkirchen und auf das Wettersteingebirge. Also Zähne zusammenbeißen und in Richtung Loisach.

Hartinger kannte sich am Südrand von Garmisch aus. Er war zwar in Partenkirchen geboren, hatte aber seine Adoleszenz hier im anderen Ortsteil verbracht. An den Ufern der Loisach waren sie ab dreizehn, vierzehn beinahe jedes schneefreie Wochenende am Lagerfeuer gesessen, hatten Country-Schnulzen geklampft und sich auf den dünnen Isomatten in schlechte Bundeswehrschlafsäcke gerollt. Da war erprobt und ausprobiert worden – saufen, rauchen, kiffen, auch ein bisschen Sex. Das waren oberflächlich die Hauptbeschäftigungen beim »Zelteln« gewesen. In Wirklichkeit ging es um Freundschaft und Feindschaft, ums Dazugehören und um Abgrenzung. Ums Erwachsenwerden eben.

Am Anfang, als sie noch mit den Fahrrädern und zu Fuß in den Wald und an den Fluss aufgebrochen waren, jeder mit seinem Schlafsack und so viel Augustiner-Bier und Dosen »Feuerzauber Texas« ausgestattet, wie er schleppen und konsumieren konnte, war alles harmlos gewesen. Dann kamen die Mopeds, und die Älteren hatten bald die ersten Enduros dabei. Damit ließen sich immer mehr Bier, Schnapsflaschen, aber auch Mädels in den Wald verschleppen. Aus den Lagerfeuerabenden waren Waldpartys geworden. Und als wenig später Jeeps und mit ihnen Kettensägen zum Einsatz kamen, wuchsen die Feuer zu Scheiterhaufen.

Hartinger hatte spätestens, als wieder einmal ein besonders ausgelassener Partygast eine Handvoll Zündhütchen aus Papas Waffenschrank ins Feuer geworfen und ihm ein aus dem Feuer gesprengter Funke beinahe ein Auge ausgebrannt hatte, keine Lust mehr auf die Orgien an den Loisachufern gehabt. Ein ernsthafter Unfall – sei es durch eine in den Oberschenkel eines Besoffenen schneidende Kettensäge oder eine Handvoll Munition, die ein Wahnsinniger hochgehen ließ – schien programmiert. Von all den Messern und Macheten im Partygepäck seiner Freunde ganz zu schweigen.

Er hatte sich immer seltener dort blicken lassen. Und als der Haupttreffpunkt, eine Stelle namens »Tiefer Stein«, von einem der großen Frühjahrshochwasser der Loisach mitsamt dem riesigen Felsen einfach weggespült wurde, war es ihm so vorgekommen, als hätte die Natur das wilde Treiben nicht länger dulden wollen und den Partyraum kurzerhand abgerissen.

Mit diesem »Tiefen Stein«, der wohl Jahrtausende an der Stelle im Fluss gelegen haben mochte, war seine Jugend weggespült worden. Kurze Zeit später hatte er dann den Ort wegen der Sache mit dem Kaplan verlassen müssen.

Diese Gedanken an die längst vergangenen Zeiten hatten ihn für ein paar Minuten die Schwere seiner Beine vergessen lassen, und Hartinger kam in der Schmölz an. Was es hier zu sehen gab, ließ ihm jedes Mal, wenn er mit dem Auto auf der Bundesstraße daran vorbeifuhr, das Messer in der Tasche aufgehen. Dort, wo jahrhundertelang ein Hof mit Pferdekoppeln und Streuobstwiese gewesen war, war vor einigen Jahren ein Gewerbegebiet entstanden. Anstelle der im Werdenfelser Land von den Bauern nie geschätzten Rösser hatte man nun endlich auch hier einen Aldi, einen Fristo-Getränkemarkt und einen ATU-Reifenservice in die Landschaft betoniert.

Es Verschandelung zu nennen wäre eine Untertreibung, dachte Hartinger, als er das Gelände durchlief. Dagegen waren die exzessiven Waldpartys seiner Jugend Ausflüge der Naturfreunde e. V. gewesen. Und nun sollte hier, an dieser Stelle, der Verkehrsverteiler des neuen Kramertunnels gebaut werden, um den sich die Menschen im Tal seit gewiss vierzig Jahren stritten. Dabei würde dieses Stück Landschaft gründlich umgegraben, damit die Blechlawine, die ins benachbarte Tirol zum Skifahren drängte, möglichst freie Fahrt hatte. Ein Schildbürgerstreich von ganz exquisiter Qualität, wie er ihn nicht einmal den Loisachtalern zugetraut hätte.

Er musste kurz stehen bleiben, um einige Brummis vorbeizulassen, bevor er die Bundesstraße überqueren konnte. Als er wieder loslaufen wollte, war die Schwere in seinen Beinen zurückgekehrt. Das war nicht sein Tag, und ein knapp dreißig Jahre dauerndes Lotterleben – das, genau betrachtet, mit den Sauforgien hier an der Loisach begonnen hatte – hinterließ eben Spuren. Auch nach dem Dreivierteljahr, das er nun wieder in Garmisch-Partenkirchen verbracht hatte und während dessen er mit vorher nie gekannter Disziplin jeden zweiten Tag – nun, beinahe jeden zweiten Tag – eine Laufrunde hingelegt hatte, war aus dem Zweizentner-Prackl noch kein Marathonmann geworden. Und offenbar auch noch kein Halbmarathonmann.

Hartinger lief über die Straße und den Waldweg hinunter zur Brücke. Dort fiel er ins Gehen zurück. Er wollte links vorbei am Herrgottschrofen, einem gut zwanzig Meter hohen Felsklotz mit senkrechter Wand, den die letzte Eiszeit hier liegen gelassen hatte. An den Wochenenden tummelten sich Familien auf der Wiese vor dem Schrofen und picknickten, und ein paar Kids nutzten die Senkrechte als Klettergarten. Aber an diesem Dienstagvormittag hielt sich hier keine Menschenseele auf.

Hartinger blieb unterhalb des Felsens stehen und drehte sich einmal um die eigene Achse, um das Gelände in allen Details in Augenschein zu nehmen. Er schob seine Laufbrille auf die Stirn und schaute in Richtung der sich über dem nahe gelegenen Grainau auftürmenden Waxensteine in die Aprilsonne. Er genoss ihre Kraft, die nach dem langen Winter endlich wieder zu spüren war. In wenigen Monaten würde sie einen kurzen Bergsommer lang herabsengen, bevor der Winter, der hier mindestens ein halbes Jahr dauerte, wieder vom Tal Besitz ergriff. Er schloss die Augen und ließ sich die Sonnenstrahlen ins Gesicht scheinen, er atmete die Waldluft und roch die Nadelhölzer.

Doch etwas störte Hartingers Meditation. Ein Geräusch. Ein Motorengeräusch, das eindeutig nicht von der Bundesstraße über den Fluss herübergeweht wurde. Es musste ein großer Diesel sein, der da immer wieder losbrummte, leiser wurde, auf- und abdrehte, arbeitete. Ein Bagger. Oder ein Radlader. Eine Raupe vielleicht. Hier im Wald? Hartinger wunderte sich über nichts mehr, seitdem er drüben auf der anderen Seite des Talkessels für das Tagblatt die Erdarbeiten fotografiert hatte, mit denen die Kandahar-Abfahrt für die Skirennen umgebaut worden war. Aber was gab es hier zu planieren? Im Naturschutzgebiet?

Hartinger unterbrach seine Einkehr in sich selbst, öffnete die Augen und ging auf das Dieselbrummen zu. Er bewegte sich dabei rechts am Herrgottschrofen vorbei in Richtung Breitenau. Dort hatten die Amerikaner nach dem Zweiten Weltkrieg eine Siedlung für die Angestellten ihrer Hotels und Kasernen errichtet. Auch diese Siedlung war ein Teil von Hartingers Jugend. Bei den Amis konnte man damals Baseball spielen und auf dem Flohmarkt echt amerikanische T-Shirts und Hemden kaufen. Nach Lockerbie und erst recht nach dem elften September wurden diese Liegenschaften von der nicht-amerikanischen Öffentlichkeit abgeriegelt. Klein-Guantanamo wurden die verrammelten Ami-Einrichtungen mittlerweile genannt. Waren es die US-Boys, die da baggerten? Hartinger passierte einen weiteren Kletterfelsen, der aufgrund seiner Gestalt »Frosch« genannt wurde, und sah zweihundert Meter weiter vorn das Gelb eines großen Baggers, der sich links vom Spazierweg in den Hang kämpfte.

Da fiel Hartinger ein, dass ungefähr an der Stelle, wo der Bagger mit seiner Schaufel wütend in den Boden fuhr, das Südportal des Kramertunnels geplant war. Offenbar sollte er Zeuge der ersten Grabungen dieses epochalen Bauwerks werden.

Er näherte sich, und als er bis auf zwanzig Meter an den Bagger herangekommen war, erkannte er den Fahrer. Konzentriert saß sein alter Schulfreund Thomas Suldinger an den Schalthebeln. In der Volksschule hatten sie beide einmal ein paar Wochen zusammengesessen und dabei eine unglaubliche Gaudi gehabt, bis sie von der Lehrerin getrennt worden waren. Hartinger war nach der Vierten aufs Gymnasium gegangen, Suldinger aber stammte aus den Sozialbauten in der Auenstraße, wo die Eltern etwas anderes zu tun hatten, als studierte Gscheiderl aus ihren Kindern zu machen. Er hatte den Hauptschulabschluss gemacht und war zum Bau gegangen. Und er hatte offenbar einen festen Job, während Hartinger Foto für Foto dem Tagblatt verkaufen musste, zwanzig Euro das Stück.

Hartinger winkte mit beiden Armen, um sich bemerkbar zu machen. Nichts. Er ging weiter auf das Monstrum zu, bis er beinahe von der mal nach rechts, mal nach links schwenkenden Schaufel getroffen wurde. Endlich sah ihn der hoch konzentrierte Baggerfahrer. Er schaute grantig und öffnete das Seitenfenster, um den Menschen, der ihn bei der Arbeit störte, lautstark zu verscheuchen.

»Kreizkruzifix, Depp, schaugst, dass d’ weiterkommst!« Der Bass des Schimpfenden übertönte den Baggermotor.

Hartinger nahm seine bademützenähnliche Jogginghaube und die verspiegelte Laufbrille ab, und Suldinger kniff die Augen zusammen.

»Jessas, der Hartinger Gonzo, ich glaub, ich spinn«, plärrte er im gleichen Ton, aber mit aufgehellten Zügen weiter und warf die Tür des Baggers auf. Er hievte sich aus dem Schalensitz und kraxelte die drei Trittstufen hinunter, um seinem alten Spezl entgegenzugehen. Der Mann hatte die Statur eines Bären und überragte sogar die Einsneunzig von Hartinger um einige Zentimeter.

»Servus, Tomboy!« Hartinger grinste übers ganze Gesicht.

»Servus, Gonzo. Mei, wie lang ist des her? Fünfundzwanzig Jahr? Dreißig? Wart, lass mich dich genau anschauen – müssen fünfzig sein.«

»Depp, du bist auch nicht jünger worn«, retournierte Hartinger. »Und ein anständiges Brauereigeschwür hast dir da angesoffen!«

»Schau dich amal an!« Suldinger tätschelte Hartingers Wampe. »Hamma auch ein paar Knödel zu viel verdrückt. Drum rennst ja da rum und störst rechtschaffene Bürger bei der Arbeit. Habts ihr Zeitungsleut jetzt gar nichts mehr zu tun, dass du am helllichten Tag da im Gymnastikanzügerl umanandahupfst?«

»Recherche nennt man das bei uns. Investigative, verstehst?« Hartinger machte eine bedeutungsvolle Miene.

»Versteh. Ja, du hast ihn gefunden, den einzigen Werdenfelser, der nicht durch Grundstücksspekulationen reich geworden ist in den letzten dreißig Jahren, sondern im Schweiße seines Angesichts buckelt, um seine Schrazen zu ernähren. Bringst mich jetzt groß raus?«

»Mal schaun. Im Ernst, was baggerst da?«, wollte Hartinger wissen.

Suldinger saß immer noch der Schalk im Nacken. Mit staatstragender Miene berichtete er: »Probebohrung vorbereiten. Enorm wichtige Baggerarbeiten, die ich heute machen darf. Morgen kommen ein paar Spezialisten aus München und Berlin und was weiß ich und bohren sich da in den Boden. Hier soll bald der Tunnel rauskommen, und jetzt haben sie die Genehmigung für die Voruntersuchungen bekommen. Nach dreißig oder vierzig Jahren Hin und Her. Auf einmal pressiert’s. ›Baggern, Suldinger, baggern!‹, hat mein Chef angeschafft. Der ganze Humus da muss weg bis morgen früh.« Suldinger steckte mit einer halbkreisförmigen Armbewegung ein Areal von der Größe eines halben Fußballfelds ab. »Ich frag mich bloß, wo die mit der Raupe bleiben, weil ich mach nur die Bohrlöcher frei. Mit dem Bagger kannst ja keinen Humus abschieben.«

»Eh klar.« Hartinger tat, als hätte er Ahnung von Baumaschinen und deren Einsatzgebieten. Sein Interesse für Suldingers Löcher war geweckt. Reporternase, neugierige, sagte er im Stillen zu sich selbst. Und zu Suldinger: »Wo genau sind jetzt deine Löcher?«

»Ja, da hinten halt, direkt am Fuß vom alten Steinbruch. Siehst ja, wo meine Kettenspuren hingehen.«

Hartinger ließ seinen alten Freund neben seinem Arbeitsgerät stehen und näherte sich den Vertiefungen am Rande des Felsens. Er versank mit seinen Laufschuhen im umgewühlten Morast aus Erde, Gras und Schneeresten, den der Bagger beim Rangieren zusammengemengt hatte. Dann blickte er in vier Löcher, die jeweils cirka zwei auf zwei Meter maßen und auch wohl zwei Meter tief waren.

Suldinger war ihm gefolgt und glotzte ebenfalls in sein Werk, als sähe er zum ersten Mal ein Baggerloch. »Und da setzen die morgen mit dem Bohrer an und rütteln und scheppern mit Ultraschall-Messgeräten, damit die die Gesteinsschichten aufzeichnen«, erklärte er.

Hartinger erinnerte sich an die Fotos in der Abteilung Erdöl des Deutschen Museums, auf denen Unimogs mit solchen Apparaturen zu sehen waren. »Und wieso muss dann das ganze Areal abgeschoben werden?«

»Weil die Laster und Autos und Ingenieurcontainer und das ganze Glump sonst im Dreck versinken. Da kommt morgen noch eine saubere Kiesschicht drauf, und dann kannst du da mit dem Dreißigtonner drüber. Und außerdem kommt in der nächsten Woche der Ministerpräsident zur Eröffnung der Voruntersuchung. Quasi Anstich. Und der holt sich ungern dreckige Schuhe.«

»Gott mit dir, du Land der Bayern, Heimaterde, Vaterland!«, ätzte Hartinger. »Aber die Tanzschuacherl möchten gefälligst sauber bleiben, und außerdem fahren wir mit dem gepanzerten Siebener bittschön direkt in den Wald.«

In den Löchern lagen Kies und einige kindskopfgroße runde Steine. Dies war das Schwemmland der Loisach, die nur wenige Hundert Meter östlich ihr derzeitiges Bett gefunden hatte.

Im zweiten Baggerloch von rechts fiel Hartinger etwas auf. Seine zwei Jahrzehnte als Polizeireporter hatten seinen Blick für Anomalien geschärft. Er ging in die Hocke, um dann ins Loch zu springen, ehe Suldinger ihn daran hindern konnte.

»Knochen, Tomboy!«, rief er nach oben.

»Ja mei, Knochen find ich praktisch bei jedem Aushub hier im Wald. Da gibt’s Viecher, weißt? Die verrecken schon amal.«

»Aber wie groß sind die Viecher, die hier eingehen? Hasen, Füchse, Rehe. Das hier ist ein großer Gelenkknochen. Wie ein Hüftknochen.«

»Auch das Reh geht sich mit einer Hüfte geschmeidiger.« Bei aller Wiedersehensfreude – der Hartinger begann dem Suldinger gehörig auf die Nerven zu gehen. Kam nach zwanzig Jahren aus der Stadt, wurde gleich nach ein paar Wochen in einen Mord an einem Mönch verwickelt, wie man in der Zeitung hatte lesen können, und nun rannte er durch die Gegend und suchte Baggerlöcher nach Knochen ab. »Jetzt raus aus meinem Loch, ich muss weitermachen!«

Hartinger versuchte, den Knochen, der nur wenige Zentimeter unter der Humusschicht im Kies steckte, herauszuziehen. Vergeblich. »Hast eine Schaufel?«

»Raus, hab ich gesagt!«, herrschte der Baggerfahrer seinen Schulfreund an.

Hartinger langte nach oben, um Suldingers Hand zu greifen. Der war beruhigt, dass der Lokalreporter offenbar Ruhe geben und sich aus dem Loch ziehen lassen wollte.

Doch der Hartinger dachte nicht daran, seine eben begonnene Untersuchung einzustellen. Kaum, dass er wieder oben neben dem Loch stand, sagte er zu Suldinger: »Wo ist der Aushub? Da hinten?«

Suldinger hielt ihn an der Schulter fest, aber mit einer Drehung befreite sich Hartinger aus dem Griff und sprang mit einem weiten Satz über das äußere Loch zu dem Aushubhaufen vier Meter weiter links. »Hast jetzt eine Schaufel oder nicht?«

Suldinger wusste, dass Hartinger stur genug war, den Haufen notfalls mit den Händen umzugraben. Ihm eine Schaufel zu geben war die einzige Möglichkeit, ihn schnell loszuwerden. Finden würde er sowieso nichts, da war sich der Suldinger sicher.

Er ging zurück zum Bagger und holte aus einer Klappe eine Schippe mit spitz zulaufendem Blatt.

»Bitte, für den Herrn Reporter. So was schon mal in der Hand gehabt?«

Hartinger begann zu schaufeln. Er setzte das Werkzeug an und stieß es mit dem rechten Fuß in das lockere Kies-Erde-Gemisch. Bereits nach kurzer Zeit ließ er einen halb erfreuten, halb verwunderten Schrei vernehmen.

»Oha!«

Suldinger, der sich die Szene kopfschüttelnd vom Bagger aus angesehen hatte, wo er die Unterbrechung zu einer Kaffee-Bier-Wurstsemmel-Zigarettenpause nutzte, ging zu ihm zurück. »Was oha?«

»Knochen.«

»Mei, Viecher halt. Jetzt lass gut sein und mich weitermachen«, flehte er beinahe. »Gleich kommt die ganze Abteilung mit Raupe und Kieslaster und vielleicht sogar mitsamt dem Chef, und in meinem Aushub stochert ein narrischer Reporter umanada. Des kann ich null brauchen, Gonzo, glaub’s mir!«

»Tomboy, das sind Menschenknochen. Ich kenn mich damit aus. Du hörst sofort mit dem Graben auf.«

»Ja, freilich. Und morgen steh ich neben dir auf dem Arbeitsamt und stempel. Nein, danke. Jetzt wird hier ausgehoben.« Suldinger schluckte die Reste seiner Leberkassemmel hinunter und warf das Einwickelpapier auf den Erdhaufen.

»Ich sag’s nur ganz ungern. Aber wenn hier Menschenknochen liegen, dann vielleicht wegen eines Verbrechens. Und wenn du dessen Aufklärung behinderst, machst du dich strafbar. Dann steh ich doch allein im Arbeitsamt, weil du – Café Loisach.« Hartinger malte den Teufel überdeutlich an die Wand. Dabei glaubte er selbst nicht, dass sie den Baggerfahrer in den idyllisch am Flussufer gelegenen Knast von Garmisch-Partenkirchen einsperren würden.

»Was soll ich jetzt machen mit dem Schmarrn?« Suldinger war nicht wohl in seiner Haut. »Hast mich sauber neigritten!« Nichtbaggern bedeutete Ärger mit dem Chef, Baggern Ärger mit der Polizei. Und in ein paar Tagen wurde der Ministerpräsident erwartet.

Baggern oder Nichtbaggern – das war hier die Frage. Und die ging über seine Kompetenz hinaus. Er zog das Handy aus der Brusttasche der Latzhose und rief in seiner Firma an.

»Der Chef ist nicht erreichbar, mit seinen Spezln auf Jagdausflug irgendwo im Ammertal«, berichtete er Hartinger, nachdem er diese Auskunft vom Büro erhalten hatte.

»Dann ruf ich jetzt den Bernbacher Ludwig an«, sagte Hartinger und griff sich das Mobiltelefon.

»Gonzo, muss des sein?«, seufzte der Suldinger.

Hartinger nickte nur. Ja, es musste sein.

Karl-Heinz Hartinger wählte die 110 und ließ sich von der Leitstelle mit Garmisch-Partenkirchens oberstem Ordnungshüter Ludwig Bernbacher verbinden.

 

»Unmöglich. Ich hab den Termin extra reingequetscht. – Verschieben? Wie stellen Sie sich das vor?« Dr. Christoph Kleinschmied blickte verärgert auf den Outlook-Kalender des Ministerpräsidenten auf seinem Computerbildschirm. Dann wandte er sich vom PC ab und fixierte das Kruzifix, das in der gegenüberliegenden Ecke seines Büros hing. »Und dann auch noch wegen so einer Sache! Nee, das können Sie vergessen, Herr Bürgermeister, den Termin am Mittwoch muss ich knicken. Das macht der Chef nicht mit. – Jawohl, knicken, löschen, aus dem Kalender entfernen. Solang diese Geschichte nicht aufgeklärt ist, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass der Herr Ministerpräsident einen öffentlichen Auftritt bei euch da draußen wahrnimmt. Das baden Sie mal schön selber aus.«

Am anderen Ende der Leitung wurde aufgeregt argumentiert.

»Ja, ich weiß, dass das eine Signalwirkung hätte. – Ja, schon klar. – Mhm, logisch. Tunnelanstich trotz wackeliger Olympiabewerbung, Standfestigkeit der Partei und des Staates demonstrieren … – Ja, Herr Bürgermeister, vollkommen logisch. Nur, wenn ich auch mal was … – Hallo, Herr Meier, ich verstehe Ihre Argumente, aber lassen Sie mich doch bitte …« Dr. Kleinschmied kam gegen den Redeschwall seines Gesprächspartners nicht an. Er musste deutlich werden. »Jetz haldn Se doch aa amaal die Babbn!,« fränkelte er lautstark in den Hörer.

Offenbar zeigte dieser kleine Ausbruch Wirkung. Die Stimme am anderen Ende der Leitung verstummte. Kleinschmied nahm Anlauf.

»Lieber Herr Bürgermeister. Wir wissen Ihr Engagement zu schätzen. Sehr sogar. Aber bitte trauen Sie uns zu, dass wir selbst am besten beurteilen können, welche öffentlichen Auftritte des Herrn Ministerpräsidenten opportun sind und welche nicht. Und ich sage es jetzt zum allerletzten Mal: Solange die Herkunft der Leichenteile in Garmisch-Partenkirchen nicht geklärt ist, wird sich der Herr Ministerpräsident nicht an diesen Ort begeben. Und schon gar nicht an die Stelle, an der die Leichenteile gefunden wurden. – Wie? – Ja, Herr Bürgermeister, Leichenteile. Auch Knochen sind Leichenteile. – Nein, es sind nicht nur ›so a paar Knöcherl‹, es ist fast das vollständige Skelett eines Menschen ausgegraben worden. – Und auf dessen Grab wollen Sie den Herrn Ministerpräsidenten auftreten lassen?«

Am anderen Ende der Leitung wurde es wieder lebhafter.

»Ja, Herr Bürgermeister, ich sehe zu, was sich machen lässt. Die erste Lücke, die sich im Kalender auftut, reserviere ich Ihnen. Aber erst, wenn … – Nein, jetzt noch nicht! – Auch keinen Bleistifttermin. Bekommen Sie erst einmal Ihre Knochen entsorgt. – Freitag? Okay, wenn Sie mir bis Freitagmittag Entwarnung geben können, lassen wir’s bei Mittwoch. – Ja, versprochen. – Auf Wiederhören, Herr Meier.«

Dr. Christoph Kleinschmied war heilfroh, den lästigen Anrufer endlich losgeworden zu sein. Von allen nach Aufmerksamkeit geifernden Provinzbürgermeistern war dieser Meier der Schlimmste. Kleinschmied verstand ja, dass er den Ministerpräsidenten unbedingt bei der Eröffnung der Tunnelbaustelle dabeihaben wollte. Ach was, es war ja gerade mal die Voruntersuchung. Aber es war vollkommen in Ordnung, wenn er schon das als Anlass nahm, in seinem Hoheitsgebiet sich selbst, die Partei und den Ministerpräsidenten ins rechte Licht zu rücken. Die Macht der Partei bröckelte an so vielen Enden, da war eine stabile Mehrheit im Fremdenverkehrsort Nummer eins durchaus etwas wert. Nur, unter den gegebenen Umständen war ein Besuch des Ministerpräsidenten ausgeschlossen. Und es war fraglich, ob es später noch zu diesem Fototermin kommen würde. Wenn die Olympiabewerbung im Sommer platzte, würden auch nicht die Milliarden für den Ausbau der Verkehrswege nach Garmisch-Partenkirchen fließen. Das war vollkommen klar. Und dann würde es ganz gut sein, wenn es keine Fotos und TV-Bilder davon gab, wie der Chef sich für einen Tunnel einsetzte, der nie gebaut werden würde.

Eigentlich hätte etwas Besseres als dieser Knochenfund gar nicht passieren können.

Der persönliche Referent rieb sich die Hände. Dann warf er einen dankbaren Blick in Richtung Herrgottswinkel und lächelte. Nun musste er auch nicht mehr die Rede schreiben, deren Vorlage beim Chef schon seit zwei Tagen überfällig war.

 

Karl-Heinz Hartinger saß an dem kleinen Katzentisch, den sie ihm in der Redaktion des Garmisch-Partenkirchner Tagblatts eingerichtet hatten. Er konnte darauf gerade einmal seine Kameratasche und eine Tasse Kaffee abstellen. Der picklige Praktikant hatte doppelt so viel Platz. Den brauchte er auch, denn er stopfte sich im Fünfminutentakt Snickers in den Hals.

Hartinger war stets darauf bedacht, dass sich seine Anwesenheit in den engen Redaktionsräumen so kurz wie möglich gestaltete. Terminzettel von der Pinnwand nehmen, mit den Redakteuren noch einmal kurz die einzelnen Einsätze besprechen, Post durchgehen – das meiste waren Werbebriefe für Social-Media- und Interview-Seminare – und dann raus in das wahre Leben der Gemeinde Garmisch-Partenkirchen. Dort durfte er dann Schecküberreichungen, Waschstraßeneröffnungen, Verkehrsunfälle und immer wieder die zahlreichen öffentlichen Auftritte des Ersten Bürgermeisters Hans Wilhelm Meier dokumentieren.

Auf zwanzig Euro pro Foto hatten sie ihn mittlerweile gedrückt. Vor einem Jahr waren es noch fünfunddreißig gewesen. Die Finanzkrise hatte die schlummernde Medienkrise wieder geweckt, und der Verlag musste sparen. Fünfunddreißig Euro gab es nur noch für Fotos, die es über die Garmisch-Partenkirchen-Ausgabe hinaus in den Bayernteil des Blatts schafften. Das war vielleicht zwei-, dreimal im Monat der Fall, wenn im Olympiaort unter der Zugspitze Dinge von überregionaler Bedeutung geschahen.

Daher hatte sich Hartinger in den letzten Monaten auch wieder stärker aufs Texten verlegt. Schließlich hatte er zwanzig Jahre als Polizeireporter in München gearbeitet und war eigentlich gar kein Fotograf. Er suchte sich die Geschichten aus, die Spaß machten, die menschelten. Mit aktueller Berichterstattung wollte er als Schreiber gar nichts zu tun haben. Da reichten ihm die Fotojobs vollauf aus.

Er porträtierte lieber Menschen aus Garmisch-Partenkirchen, die Besonderes taten und leisteten. Den Mann, der die Burgruine Werdenfels mit privatem Einsatz erhielt, die Frau, die sich immer noch als Bodybuilderin – eine der Letzen ihrer Art – den Busen flach und die Oberschenkel rund trainierte. Diese Geschichten brachten dann meist achtzig Euro, denn sie waren mit zwei Fotos versehen, und für den Text hatte er vierzig Euro Pauschale ausgehandelt. Natürlich musste er für diese achtzig Euro jemanden stundenlang interviewen und fotografieren und anschließend einen Artikel verfassen. Ein Stundenlohn von fünfzehn Euro war der Schnitt.

Eine Alternative hatte Hartinger derzeit nicht, aber er plante, seine Leute-Geschichten aus Garmisch-Partenkirchen irgendwann als E-Book herauszugeben. Damit konnte er vielleicht ein paar Kröten nachträglich einnehmen.

Auch an diesem Tag standen die üblichen Aufträge auf den Terminzetteln unter seinem Namen an der Pinnwand. Er warf einen Blick in die Spalte des Kollegen Meerbusch, aber der hatte auch nur Schrott bekommen. Es tat sich nichts Besonderes im Tal, und die Geschichte mit den Knochen vom Vortag musste erst einmal ihren Weg gehen.

Eine halbe Stunde, nachdem Hartinger Ludwig Bernbacher alarmiert hatte, war der mit drei seiner POMs vor Ort in der Breitenau eingetrudelt. Eile hatte man nicht an den Tag zu legen brauchen, denn Knochen konnten nicht weglaufen. So schwer es Bernbacher auch gefallen war, er hatte dem Hartinger recht geben müssen. Das konnten schon Menschenknochen sein, auch wenn noch nichts ganz Typisches gefunden worden war. Ein Schädel, zum Beispiel. Aber Bernbacher hatte der Fund eines Oberschenkelknochens und einiger kleinerer Knöchelchen, die wie Finger aussahen, genügt, um die Baggerarbeiten einstellen und das Gelände mit den rot-weißen Bändern abflattern zu lassen. Dann hatte er die Kriminaler in Weilheim angerufen, denn die hatten eine Spurensicherung.

Seitdem hatte Hartinger von der Sache nichts mehr gehört. Natürlich war er sofort von Bernbacher des Platzes verwiesen worden, und am Nachmittag hatte er sich in der Polizeiinspektion in der Münchner Straße zur Aufnahme eines Protokolls einfinden müssen. Dieses Mal war Hartinger wenigstens kein Verdächtiger. Das Protokoll aufzunehmen hatte keine halbe Stunde gedauert, danach konnte er wieder gehen.

Schnurstracks war er mit dem alten 740er Volvo, den er sich für den Winter besorgt hatte, hinaus an den Herrgottschrofen gefahren. Er hatte sehen wollen, was die Polizisten aus Weilheim in den letzten Stunden ausgegraben hatten.

Tatsächlich glich die Wiese mittlerweile einem frisch umgegrabenen Kartoffelacker. Das, was Suldinger nicht geschafft hatte, hatten zwei Raupen erledigt. Die gesamte Humusschicht lag abgetragen auf einem riesigen Haufen.

Die Spurensicherer in ihren weißen Overalls standen indes allesamt hinten rings um die Aushublöcher, in denen Hartinger die Knochen entdeckt hatte. So hatte Hartinger unbemerkt das rot-weiße Flatterband übersteigen können.

Marc Ritter

Über Marc Ritter

Biografie

Marc Ritter, geboren 1967 in München, wuchs in Garmisch-Partenkirchen auf, wo er nach dem Abitur Zivildienst machte und für eine Garmisch-Partenkirchner Lokalzeitung über Politik, Sport und Nachtleben berichtete. Zum Studium von Germanistik, Politikwissenschaften und Werbepsychologie sowie einer...

Medien zu »Herrgottschrofen«

Pressestimmen

Freundin

»Neben dem packenden Krimi-Plot nimmt sich Autor Marc Ritter in ›Herrgottschrofen‹ die typischen Eigenheiten der Lokalpolitik vor.«

Welt am Sonntag

»Up to date, auf der Höhe der politischen Debatte.«

Münchner Merkur

»Saulustig«

Bayerische Staatszeitung

»Marc Ritter ist mit seinen ›Hartinger‹-Fällen ein Shootingstar der Krimiszene mit regionalem Touch.«

Süddeutsche Zeitung - Landkreisausgabe

»Geschichte auf der einen Seite, auf der anderen Seite politische Versionen - Marc Ritter verwebt beides auf satirische und bittere Weise.«

Bergliteratur.ch

»Eine saftige, witzige, mörderische Story«

BR-Fernsehen

»Brisante Mordfälle und viel Lokalkolorit - das ist der Stoff, aus dem ›Heimatkrimis‹ gemacht sind. Einer, der diese Mischung in Perfektion beherrscht, ist der Autor Marc Ritter aus München«

Garmisch-Partenkirchener Tagblatt

»Lesenswert.«

Bayern im Buch

»Spannend, aber auch humorvoll bis zum Satirischen, ja gesellschaftskritischen. - Ein wirklich lesenswerter Krimi für alle Fans dieses Genres.«

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