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Helmut Kohl 1930–2017

Helmut Kohl 1930–2017

Sein Leben in BILD

Hardcover
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Helmut Kohl 1930–2017 — Inhalt

Kanzler der Einheit. Ehrenbürger Europas. Jahrhundert-Politiker.

Kaum ein Kanzler hat die Nachkriegsgeschichte der Deutschen so tiefgreifend geprägt wie Helmut Kohl. Und kaum eine Zeitung hat Kohl schon so früh und intensiv aus der Nähe beobachtet wie BILD. Dieses Buch - reich bebildert und opulent ausgestattet – dokumentiert, wie aus dem Jungen Wilden aus der Pfalz ein europäischer Staatsmann wurde – mit allen Tragödien und Brüchen seiner Biographie, die dazu gehören.

 

Nicht retrospektiv, nicht aus der Ferne. Sondern mit tagesaktuellen Artikeln der BILD-Reporter aus sechs Jahrzehnten.

Helmut Kohl, betrachtet durch die Augen seiner Zeit.

€ 20,00 [D], € 20,60 [A]
Erschienen am 15.07.2017
Herausgeber: Kai Diekmann
320 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-492-05806-3

Leseprobe zu »Helmut Kohl 1930–2017«

Vorwort 
Von Julian Reichelt

So wie Helmut Kohl Deutschland über Jahre begleitet hat, so hat BILD Helmut Kohl begleitet.   Ob als aufstrebender Landespolitiker, Oppositionsführer, als Kanzler, auf Reisen in aller Welt zwischen White House und Taj Mahal, als Wahlkämpfer, als Vater der deutschen Einheit, als Unterlegener in seiner letzten Wahlkampfschlacht 1998 gegen Gerhard Schröder, als Gestürzter und Angefeindeter in der Spendenaffäre und spät dann als Lichtgestalt der deutschen Geschichte. Eine Lichtgestalt, deren historische Größe auch seine linken [...]

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Vorwort 
Von Julian Reichelt

So wie Helmut Kohl Deutschland über Jahre begleitet hat, so hat BILD Helmut Kohl begleitet.   Ob als aufstrebender Landespolitiker, Oppositionsführer, als Kanzler, auf Reisen in aller Welt zwischen White House und Taj Mahal, als Wahlkämpfer, als Vater der deutschen Einheit, als Unterlegener in seiner letzten Wahlkampfschlacht 1998 gegen Gerhard Schröder, als Gestürzter und Angefeindeter in der Spendenaffäre und spät dann als Lichtgestalt der deutschen Geschichte. Eine Lichtgestalt, deren historische Größe auch seine linken Widersacher und Gegner anerkannten. Wann immer Helmut Kohl Geschichte schrieb, war BILD mit eigenen Reportern dabei und schrieb die Geschichten dazu.   BILD-Reporter flogen mit ihm im Regierungsjet, trafen ihn im Kanzleramt, ganz privat bei ihm zu Hause in Ludwigshafen. Sie begleiteten ihn in Jahren, in denen er überlebensgroß schien und auf das Wort „Kanzler“ geradezu zwingend „Kohl“ folgte. Aber auch als er schwach war und viele Weggefährten sich von ihm abkehrten. Es ist kein Geheimnis, dass der ehemalige BILD-Herausgeber Kai Diekmann – auch Herausgeber dieses Buches – zu den engsten Vertrauten Kohls gehörte, sein Trauzeuge war, als er, verwitwet, seine zweite Frau Maike Kohl-Richter heiratete. Und so war BILD auch dabei, als der Ehrenbürger Europas, Helmut Kohl, auf seine letzte Reise ging: gewürdigt in einem europäischen Trauerakt in Straßburg, wie es ihn noch nie zuvor gegeben hat, betrauert in seinem geliebten Dom zu Speyer und in unmittelbarer Nähe begraben.   Deswegen ist dies ein besonderes Buch geworden. Ein Buch aus den Augen der BILD-Reporter. Ein Buch mit Originalseiten und Originaltexten, seit am 15. Juni 1969 der erste Artikel über Helmut Kohl in BILD erschien. Dieses Buch ist kein Rückblick, sondern eine über vier Jahrzehnte dauernde Reportage. Die Texte erscheinen so, wie sie damals erschienen sind, so wie unsere Reporter Kohl erlebt und beschrieben haben. Das macht dieses Buch zu einem wahren Dokument der Erinnerung.   Erinnerung an einen großen Deutschen, dem es gelungen ist, die unerträgliche Teilung unseres Landes zu überwinden und Deutschland in Recht und Freiheit zu vereinen. Nichts ist spannender als diese Geschichte.        

 

Prost über den Wolken18. Juli 1990  

Der Kanzler hebt das Glas auf die deutsche Einheit   Welch ein Erfolg für Kohl! Fast einstimmig hat die Welt gestern den Bundeskanzler und seine erfolgreichen Verhandlungen mit Gorbatschow begrüßt, gefeiert, bestaunt …    Von MAINHARDT Graf Nayhauß   Spitzenpolitiker aller Parteien riefen ihn an, gratulierten, schickten Glückwunschtelegramme. Die internationale Presse würdigte in beispielloser Form Kohls Rolle.

Er hat mit der deutschen Einheit Adenauer und Brandt übertroffen. Unter Adenauer wurde das Besatzungsregime aufgehoben, die Bundesrepublik souverän (1955). Brandt schaffte mit seinem unvergessenen historischen Besuch bei Kremlchef Breschnew die Öffnung zum Osten (1971), wies den Weg. Kohl führt das geteilte Vaterland noch in diesem Jahr wieder zusammen. „Wenn einmal über meine Amtszeit geschrieben wird, dass ich einen Beitrag leisten konnte zur Wiederfindung der Mitte für die Deutschen, dann wäre ich sehr glücklich”, sagte er gestern in Bonn.

Glück und Dankbarkeit standen Helmut Kohl ins leicht gerötete Gesicht geschrieben. In 10 000 Meter Höhe, über der Weite Russlands, hob er ein halb volles Glas „Mumm”-Sekt, Spezialverschnitt Lufthansa, stieß mit uns an: „Prost auf die deutsche Einheit!”

Ich stand zu weit weg, er hob noch einmal in meine Richtung sein Glas. „Was für ein Verhandlungserfolg!” „Ich will mein eigenes Licht nicht unter den Scheffel stellen”, sagte der Kanzler, „aber ohne George Bush, der ein Glücksfall für uns ist, weil er in Europa auf die Deutschen setzt; ohne Gorbatschow, der die Altlasten vom Tisch haben und mit uns eine neue Zukunft anstreben will; ohne die Menschen vor der Dresdner Frauenkirche; ohne die Reformbewegungen in Ungarn und Polen wäre all das nicht möglich gewesen.

Er trank den Rest im Glas in einem Zug leer. „Und Fortune habe ich auch gehabt.”

Wenige Stunden zuvor hatte ich ihn und Gorbatschow im Kaukasus, auf dem Gelände der Regierungsdatscha, erlebt. Beide trugen Freizeitkleidung ohne Krawatte. Gorbatschow deutete auf meinen Schlips: „Den müssen Sie hier ablegen.” „Wenn er Ihnen gefällt, schenke ich ihn Ihnen.” Es war eine Glasnost-Krawatte, wie sie Bush zum Gipfel in Malta trug – mit Friedenstauben, amerikanischen und sowjetischen Fähnchen. Gorbatschow lachte. „Nein, spassibo (danke).”  Über Genscher und Schewardnadse, die ebenfalls noch Schlipse trugen, frotzelte der Kanzler: „Die sollten zur Strafe nur noch Frack tragen.”  Gorbatschow erzählte während der Verhandlungen einen Männerwitz: Der Philosoph Kant, angeblich ein Homo, habe sich für eine Nacht mit einer Frau eingelassen und auf die Frage seiner Studenten „Na, wie war es denn, Meister?” geantwortet: „Nichts Besonderes, nur ein paar kurze Bewegungen.” Waigel schenkte eine silberne Strauß- Gedächtnismünze. Kohl brachte für Mutter Gorbatschowa eine Nymphenburger Konfektschale mit, für Raissa eine KPM-Deckelvase und für „Gorbi” selbst eine Schale aus grün schimmerndem Malachit – ein Gestein, dem man nachsagt, dass es Wachstum, Gebären und Zahnen erleichtert. 

„Haben Sie ausgeschlafen?”, fragte mich der Kanzler gestern. „Nein, mein Wecker war noch auf Moskauer Zeit gestellt, klingelte zwei Stunden zu früh.” „Ich kann ohne Wecker aufwachen. Pünktlich!” Helmut Kohl – zurzeit Alleskönner.          

Pressestimmen

Reutlinger General-Anzeiger

»Das Buch lädt dazu ein, es immer wieder in die Hand zu nehmen, darin zu blättern, zu lesen, Bilder anzuschauen und dabei den einen oder anderen »Ach ja«- Effekt zu erleben, wenn einem eine Begebenheit wieder ins Gedächtnis gerufen wird.«

BILD

»Die Texte erscheinen so, wie sie damals erschienen sind, so wie unsere Reporter Kohl erlebt haben. Das macht dieses Buch zu einem wahren Dokument der Erinnerung: Kohl betrachtet durch die Augen von BILD.«

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