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Geld spielt keine RolexGeld spielt keine Rolex

Geld spielt keine Rolex

Ich und die Superreichen

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Geld spielt keine Rolex — Inhalt

Wie viele Arten der Betonherstellung gibt es? Wer ist Carlos Slim Helú? Und wie schafft man es, seine Ferien auf der Internationalen Raumstation ISS zu verbringen? Die junge französische Komikerin Audrey Vernon kennt die Antworten, denn in ihrer Fantasie heiratet sie einen der reichsten Männer der Erde. Ihre Erkenntnisse über Milliardäre und deren Gepflogenheiten teilt sie auf ironisch-charmante Art mit dem Leser, dem dabei stellenweise das Lachen im Halse stecken bleibt. Denn wie sagt Audreys vermeintlicher Verlobter immer so schön: »Man muss das Geld dort nehmen, wo es zu finden ist – bei den Armen. Sie haben zwar wenig, aber sie sind zahlreich.«

Erschienen am 01.06.2016
Übersetzer: Susanne Reinker
96 Seiten, Broschur
ISBN 978-3-492-30590-7
Erschienen am 15.06.2016
Übersetzer: Susanne Reinker
96 Seiten, WMEPUB
ISBN 978-3-492-97390-8

Leseprobe zu »Geld spielt keine Rolex«

Verdienen Sie vielleicht über zehn Millionen Euro im Jahr?
Nein? War ja klar. Schon wieder ein armer Schlucker …
Nicht so schlimm. Denn wie heißt es immer so schön: »Die Armen sind arm, aber glücklich.«

Jedenfalls erkläre ich Ihnen jetzt sicherheitshalber mal, was genau ein Milliardär ist. Arme Leute kennen sich ja mit größeren Summen nicht so gut aus.
Ein Milliardär ist jemand, der 999 Millionen hat … plus eine. Auf der ganzen Welt gibt es nur 1826 davon. Wären Milliardäre eine Tierart, würden sie unter Artenschutz stehen. Deshalb darf man sie auch nicht [...]

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Verdienen Sie vielleicht über zehn Millionen Euro im Jahr?
Nein? War ja klar. Schon wieder ein armer Schlucker …
Nicht so schlimm. Denn wie heißt es immer so schön: »Die Armen sind arm, aber glücklich.«

Jedenfalls erkläre ich Ihnen jetzt sicherheitshalber mal, was genau ein Milliardär ist. Arme Leute kennen sich ja mit größeren Summen nicht so gut aus.
Ein Milliardär ist jemand, der 999 Millionen hat … plus eine. Auf der ganzen Welt gibt es nur 1826 davon. Wären Milliardäre eine Tierart, würden sie unter Artenschutz stehen. Deshalb darf man sie auch nicht ihrer Felle wegen jagen und auch kein Sushi aus ihnen machen.
Ganz oben steht der reichste Mann der Welt, Bill Gates. Danach kommt Carlos Slim Hélu, dicht gefolgt von Warren Buffett. Er ist der Chef von Berkshire Hathaway, einer Investmentgesellschaft. Er kauft Aktien, und dann verkauft er sie wieder. Er stellt nichts her, er hat nichts erfunden, und trotzdem hat er 70 Milliarden – ich liebe Warren!
Dabei gönnt er sich nie ein neues Auto, wohnt immer noch im selben Haus wie früher und hat die Kellnerin aus dem Café gegenüber geheiratet. Und er hat in seinem ganzen Leben nur eine einzige Reise gemacht. Nach China. Aber da fand er es öde. Ansonsten ist er glücklich, wenn er jeden Freitag sein T-Bone-Steak serviert bekommt.
Und er ist die Nummer 3. Die Nummer 3 von sieben Milliarden Menschen auf der Welt.
Wenn er stirbt, verschenkt er sein gesamtes Vermögen. Und zwar an … Bill Gates. Für seine Stiftung. Die kümmert sich darum, dass Schulen neu gestrichen werden und so. Aber Topqualität, handgepinselt!
Der gute Warren. Er will den Armen alles zurückgeben.
So richtig verstehe ich das ja nicht. Sein Leben lang hat er von der Arbeit armer Leute profitiert, indem er – übrigens ziemlich erfolgreich – versucht hat, ihnen möglichst wenig Lohn zu zahlen. Und auf dem Sterbebett will er ihnen dann verkünden: »Überraschung! Ich hab’s nicht so gemeint!«?
Warum hat er denn die Leute überhaupt aus­gebeutet, wenn er ihr Geld hinterher gar nicht mehr haben will?
Das ist genauso wie diese Angler, die nur zum Spaß Fische fangen und sie dann wieder ins Wasser werfen. Fair Play. Noble Geste.
Ich für meinen Teil finde nichts Nobles daran, ­einem Fisch das Maul mit einem Angelhaken zu durchbohren.
Und Warren, tja, Warren bereichert sich offenbar nur aus sportlichem Ehrgeiz auf Kosten anderer Menschen.

In Deutschland gibt es 103 Milliardäre. In Frankreich sind es nur 49. Aber immerhin.
Ganz oben auf der Liste stehen Bernard Arnault, François Pinault und Liliane Bettencourt. Genau, ihr gehört L’Oréal. Sie hat sage und schreibe 34 Milliarden. Und, unter uns gesagt, sie macht die Cremes noch nicht mal selbst.
Bernard Arnault gehört dieser LuxustaschenChampagner-Cognac-Konzern, Louis Vuitton-Moët-Hennessy. Er ist die Nummer 13. Liliane Bettencourt ist die Nummer 10, und François Pinault, dem unter anderem Gucci und Yves Saint Laurent gehören, die Nummer 65. Von sieben Milliarden Menschen.
Genau deshalb wollte ich mir unbedingt einen Milliardär angeln. Damit ich sagen kann: »Guten Tag, mein Name ist Audrey Vernon, schön, Sie kennenzulernen. Ich bin Schauspielerin, und von den sieben Milliarden bin ich die Nummer 33!«
Keine Ahnung, warum Frauen in meinem Alter
alle für Popstars und Schauspieler schwärmen. Mensch, Mädels, habt ihr Stroh im Kopf?
Gestern Nacht habe ich geträumt, ich wäre mit Jude Law zusammen. Es war schrecklich. Der Typ ist doch ein Loser!


Sind Sie zufällig eine Frau? Eine Single-Frau in meinem Alter? Tatsächlich? Dann habe ich eine super Strategie für Sie …

Über Audrey Vernon

Biografie

Audrey Vernon, geboren 1980 in Marseille, ist Schauspielerin, Komikerin und überzeugte Marxistin. Sie arbeitete für Theater und Film, bevor sie 2005 mit ihrem ersten eigenen Programm auftrat. »Wie angelt man sich einen Milliardär?« ist Vernons zweites Bühnenprogramm und wurde vielfach ausgezeichnet.

Pressestimmen

DIE ZEIT

»Ganz reizend«

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