Gebrauchsanweisung zur Selbstverteidigung

Gebrauchsanweisung zur Selbstverteidigung

Taschenbuch
E-Book

€ 15,00 inkl. MwSt.

Thomas Glavinic kam als 13-Jähriger zum ersten Mal mit Kung Fu in Berührung: Als er Bruce-Lee-Filme sah, war er von dessen Kunstfertigkeit begeistert. Er schrieb sich prompt in Karate ein; mit sechzehn probierte er Taek-Won-Do; später widmete er sich nach einer kurzen Judophase und ein paar Boxeinheiten dem Jiu-Jitsu, bis er schließlich beim Wing Tsun landete: einer Kampfkunst, die der Legende nach von einer chinesischen Nonne erfunden wurde und höchst effektiv ist. Glavinic' Erfahrungsbericht ist ein unterhaltsamer Überblick über Selbstverteidigungssysteme und ihre Anwendung im Alltag. Pointiert und kenntnisreich schildert er, wie man Gefahren elegant aus dem Weg geht. Dass oft genug verbale Gegenwehr schon ausreicht. Und wo die Grenzen zwischen Kampfsport und Kampfkunst liegen.

  • € 15,00 [D], € 15,50 [A]
  • Erschienen am 01.09.2017
  • 224 Seiten, Flexcover mit Klappen
  • ISBN: 978-3-492-27676-4
 
 

Leseprobe zu »Gebrauchsanweisung zur Selbstverteidigung«

Täter und Opfer (I)

1

Mit dem Wort Opfer wird eine Person bezeichnet, der mit einer gewissen Regelmäßigkeit und in unterschiedlichen sozialen Situationen die Rolle desjenigen zukommt, der drangsaliert wird. In bestimmten Milieus wird das dem Opfer sogar recht unverblümt mitgeteilt (»Ey, du Opfer!«).

In diesem Buch ist mit dem Begriff Opfer eine Person gemeint, die spürbar passiv, unentschlossen, unsicher oder furchtsam wirkt und so die Aufmerksamkeit von Menschen auf sich lenkt, die ein Ventil für ihren Zorn suchen.

Man möchte es nicht glauben, aber vielen Menschen ist es gar nicht [...]

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Thomas Glavinic

Thomas Glavinic

Thomas Glavinic wurde 1972 in Graz geboren. 1998 erschien sein Debüt »Carl Haffners Liebe zum Unentschieden«. Es folgten u.a. die Bücher »Die Arbeit der Nacht« (2006), »Das bin doch ich« (2007), das auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand, »Das Leben der Wünsche« (2009) und »Das größere mehr ...

Rezensionen und Pressestimmen

Bremer Nachrichten


»Führt man sich vor Augen, welch wendiger Erzähler dieser mit allen Finten und Volten gesegnete Glavinic ist, scheint evident, dass es im deutschsprachigen Raum keinen geeigneteren Verfasser einer ›Gebrauchsanweisung für Selbstverteidigung‹ gibt.«   

Weser-Kurier.de


»Glavinic (...) beschert potenziellen Selbstverteidigern viele kluge Anregungen.«   

Leipziger Volkszeitung


»Kurzweiliger Selbstverteidigungsratgeber.«   

News (A)


»Speziell in den Alltagspassagen ist das Werk birllant.«   

Sezession


»Das lebenskluge und unterhaltsame Buch hält, was sein Titel verspricht und gibt Tips, wie man die Selbstverteidigungsmethode findet, die am besten zu einem paßt.«   

HafenCity Zeitung


»Diese Gebrauchsanweisung bietet nicht nur einen interessanten Einblick in die Psychologie des Kämpfens, sondern besticht auch durch den humorvollen Schreibstil, der direkten Ansprache des Lesers und den vielen persönlichen Einblicken, die Glavinic dem Leser gibt. (...) .Eine Gebrauchsanweisung, bei der man etwas lernt, und das auf sehr vergnügliche Weise.«   

Südwest Presse


»So kenntnisreich, unterhaltsam wie provokant schreibt er in diesem Buch über Konzentration und Gegenwehr und den Unterschied zwischen Kampfsport und Kampfkunst.«    

kleinezeitung.at


»›Gebrauchsanweisung zur Selbstverteidigung‹ ist nicht nur ein weiterer Ratgeber in Zeiten geschürter Angst und steigender Waffenkäufe, sondern eine humorvolle und zugleich tiefernste Auseinandersetzung mit dem ›Tag X‹, an dem man sich tatsächlich einmal verteidigen muss. Glavinics Zeilen lassen schmunzeln und die Stirn runzeln, über die eigene Einstellung zum Thema Gewalt nachdenken und sind - egal mit welchem Motiv man sich an die Lektüre herangemacht hat - auch für Fans von Glavinics Romanen mit Bestimmtheit ein guter Kauf.«   

kulturexpresso.de


»(…) Das Buch liest sich fein und ist eine Zierde in den schmucken Schatzkästchen aller Menschen, die bis zur Lektüre noch voll Furcht durchs Leben gehen.«   

Literatur Spiegel


»Seine Pointen setzt Glavinic mindestens so routiniert wie die Schläge beim Wing Tsun, das er seit vielen Jahren betreibt.«   

Kommentare zum Buch
1. Gute Übersicht über alle Aspekte der Selbstverteidigung, aber zu sehr von persönlicher Vorstellung von Anstand und Moral beeinflusst
Lena am 26.11.2017 - 15:20:39

Thomas Glavinic ist als Autor von Romanen wie "Die Arbeit der Nacht" oder "Das größere Wunder" bekannt, für die er auch zahlreiche Preise erhalten hat. Seine Ideen, die Hingabe, mit der er seine Protagonisten zeichnet und die Bilder, die er im Kopf des Lesers erzeugt, machen ihn zu einem herausragenden Schriftsteller.   Vielleicht hat diese Begeisterung eine zu große Erwartungshaltung in Bezug auf die "Gebrauchsanweisung zur Selbstverteidigung" erzeugt. Die Idee dahinter ist nicht schlecht; Glavinic beschreibt im Großen und Ganzen alle Aspekte, die rund um das Thema Selbstverteidigung wichtig sind. Er geht auf den Eskalationsprozess ein, beschreibt die Rolle von Täter und Opfer und gibt Handlungsempfehlungen, die nicht unbedingt das Beherrschen einer Kampfsportart voraussetzen und somit für jeden hilfreich sein dürften. Seine Ausführungen unterlegt er teilweise mit autobiographischen Elementen, was ich an einigen Stellen durchaus gelungen finde und mich teilweise auch zum Lachen gebracht hat.   Bedingt gefallen hat mir, dass Glavinic in vielen Kapiteln versucht, dem Leser seine Vorstellungen von Moral sowie von Richtig und Falsch aufzudrängen. Das kann man im Einzelfall machen, aber bitte nicht im ganzen Buch. Teilweise fand ich diese Darstellung sehr überheblich, auch wenn Glavinic wiederholt betont, dass er eben diesen Eindruck nicht vermitteln möchte. Insgesamt hatte ich das Gefühl, das Glavinic einfach aufgeschrieben hat, was ihm gerade eingefallen ist. Die Kernaussagen bzw. Handlungsempfehlungen lassen sich auf zehn Seiten reduzieren. Der Rest ist teilweise sicherlich unterhaltsam, teilweise aber auch überflüssig (leider).

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